Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Kontrollwägung
eines Materials, das in einem Behälter enthalten ist, der eine Fertigungsstraße
entlang läuft. Die Erfindung betrifft insbesondere die Verwendung von Magnetresonanztechniken
für eine derartige Kontrollwägung.
In der derzeitigen Industrieumgebung besteht andauernder Bedarf am
Verbessern der Effizienz, der Qualität und der Ausbeute. Im Ergebnis werden
automatisierte Systeme zur Kontrolle und Qualitätssicherung (QS) für Fertigungsstraßen
zunehmend wichtig. Ein Typ einer Überwachungsvorrichtung, die allgemein in
Produktfüllstraßen verwendet wird, ist eine Kontrollwägungsvorrichtung,
die dazu verwendet wird, zu gewährleisten, dass die erforderliche Menge eines
Erzeugnisses in jeden Behälter gegeben wird.
Gemäß einem Beispiel wird Kontrollwägung in der pharmazeutischen
Industrie zum Überwachen und Regulieren der Menge eines Medikaments in einer
abgedichteten Glasampulle während eines Füllvorgangs verwendet. Das Medikamentengewicht
kann dem kleinen Wert eines Bruchteils eines Gramms entsprechen, und es muss mit
einer Genauigkeit einiger Prozent oder besser bei Ampullen, die einige 10 Gramm
wiegen, mit einer Rate einiger Wägungen pro Sekunde gewogen werden. Derzeit
ist es, um die erforderliche Genauigkeit zu erzielen, erforderlich, die Ampullen
der Fertigungsstraße zu entnehmen und sie auf Präzisionswaagen zu wiegen.
Dies muss vor und nach dem Füllen erfolgen, um das Gewicht des Behälters
zu berücksichtigen. Unvermeidlicherweise ist dies ein zeitaufwändiger
Prozess, und es kann keine 100%-ige Inspektion erzielt werden, während der
Durchsatz aufrecht erhalten bleibt. Im Ergebnis wird höchstens ein Bruchteil
des Erzeugnisses getestet. Daher kann, wenn etwas falsch läuft und die Ampullen
nicht mit der korrekten Medikamentenmenge befüllt sind, eine große Charge
des Erzeugnisses vergeudet werden, bevor das Problem auch nur erkannt wird. Ferner
muss, da eine Ampulle vor und nach dem Befüllen gewogen werden muss, das Wiegen
zwischen dem Füllen und dichten Verschließen in einer aseptischen Umgebung
ausgeführt werden.
GB-A-2149509 offenbart ein System zum Analysieren einer gewogenen
Probe. Die zu analysierende Probe wird in einem NMR-Signalaufnehmer platziert, wo
sie durch eine Waage (Gewicht-Frequenz-Wandler) gewogen wird, wobei gleichzeitig
NMR-Signale von ihr erhalten werden. Von einer Kalibrierprobe erhaltene NMR-Signale
werden dazu verwendet, die Analyseergebnisse automatisch zu korrigieren, wenn Parameter
der Anlage geändert werden. Auf diese Weise werden die von der Kalibrierprobe
erhaltenen Signale dazu verwendet, die Analyseergebnisse zu normieren.
DE-A-1803372 beschreibt ein Füllsystem innerhalb einer Fertigungsstraße,
bei dem der befüllte Container mit Gammastrahlung bestrahlt wird und die Absorptionscharakteristik
der Probe verarbeitet wird, um das Gewicht derselben zu ermitteln.
US-A-5291422 offenbart ein Instrument zur zerstörungsfreien Messung
von Materialeigenschaften unter Verwendung einer Anzahl elektromagnetischer Abfragetechniken
wie NMR, Röntgenstrahlung, Ultraviolett, Mikrowellen usw. Das Patent offenbart,
dass ein NMR-System dazu verwendet werden kann, die Menge von Wasser und Öl
in einer Probe zu messen.
US-A-5247934 offenbart ein System zum Diagnostizieren von Osteoporose.
Das System verwendet Magnetresonanz-Bilderzeugung zum Erzeugen eines Bilds der Mikrostruktur
des getesteten Knochens. Dieses bild wird dann mit einem ähnlichen Hild eines
Knochens mit Osteoporose verglichen, um zu ermitteln, ob der getestete Knochen Osteoporose
zeigt oder nicht.
Die Erfindung zielt darauf ab, eine alternative Technik zur Kontrollwägung
von Produkten in einer Fertigungsstraße zu schaffen.
Gemäß einer Erscheinungsform ist durch die Erfindung eine
Vorrichtung zum Bestimmen einer Anzeige der Masse jeder von mehreren Proben in einer
Fertigungsstraße mit Folgendem geschaffen: einer Einrichtung zum Erzeugen eines
eine Prüfzone in einer ersten Richtung durchsetzenden statischen Magnetfeldes
zum Erzeugen einer Grundmagnetisierung innerhalb einer in der Prüfzone befindlichen
Probe,
einer Einrichtung zum Zuführen eines Impulses eines die Prüfzone in einer
unterschiedlichen zweiten Richtung durchsetzenden magnetischen Wechselfeldes zum
vorübergehenden Ändern der Grundmagnetisierung der in der Prüfzone
befindlichen Probe,
einer Einrichtung zum Messen der Energie, die von der Probe ausgesandt wird, wenn
die Grundmagnetisierung der Probe in ihren ursprünglichen Zustand zurückkehrt,
und zum Ausgeben eines davon abhängigen Signals, einer Einrichtung zum Speichern vorgegebener Eichdaten für
mindestens eine ähnliche Probe bekannter Masse, wobei die Eichdaten eine Beziehung
zwischen der Masse der mindestens einen ähnlichen Probe und einem entsprechenden
Signalausgang der Messeinrichtung angeben,
einer Einrichtung zum Vergleichen des Signalausgangs der Messeinrichtung mit den
Eichdaten, um die Anzeige der Masse der Probe zu erzeugen, und
einer Transporteinrichtung zum Transportieren der mehreren Proben längs eines
Transportweges durch die Prüfzone,
wobei die Einrichtung zum Erzeugen eines statischen Magnetfeldes so arbeitet, dass
sie ein statisches Magnetfeld erzeugt, das über die Länge des Transportweges
im Wesentlichen homogen ist, so dass jede Probe über eine vorgegebene Zeitspanne
vor Erreichen der Prüfzone dem statischen Magnetfeld ausgesetzt ist. Diese
Vorrichtung zeigt den Vorteil, dass sie in einer Produktbefüllungslinie online
verwendet werden kann. Sie ist auch von Vorteil, da sie für eine kontaktfreie
Messung der Masse des Inhalts eines Behälters unabhängig von der Behältermasse
sorgen kann, wenn der Behälter aus einem Material besteht, das keine MR-Reaktion
zeigt. Daher ist sie sehr nützlich, um die Masse kleiner Probenmengen zu bestimmen,
wie. bei Proben, die zwischen 0,1 Gramm und 10 Gramm wiegen und die in Glasbehältern
von 20 Gramm oder mehr enthalten sein können. Sie ist auch schnell und genau,
sie ist einfach in die Fertigungsstraße integrierbar, und sie liefert eine
Anzeige der Masse und nicht des Gewichts der Probe.
Die obige Vorrichtung kann bei einer Anzahl verschiedener Anwendungen
verwendet werden, wie für Pharmazeutika, Kosmetika, Parfüme, Industriechemikalien,
biologische Proben und Nahrungsmittelerzeugnisse. Sie ist besonders nützlich,
um hochwertige Erzeugnisse zu messen, bei denen eine 100%-ige Messwerterfassung
eine Vergeudung beträchtlich verringern kann. Sie kann dazu verwendet werden,
die Masse von Proben zu bestimmen, die massiv, in Pulverform, flüssig und gasförmig
oder in beliebigen Kombinationen hiervon vorliegen.
Durch die Erfindung ist auch ein Verfahren zum Herstellen eines dichten
Behälters geschaffen, der eine vorbestimmte Probenmenge enthält, wobei
das Verfahren über solche Schritte verfügt, dass jeder Behälter mit
der vorgegebenen Probenmenge gefüllt wird,
die Probe in dem Behälter dicht verschlossen wird,
die einzelnen gefüllten Behälter längs einer Transportbahn einer
Wägestation zugeführt werden,
die Probe in jedem der Behälter gewogen wird, und
Behälter, die nicht die vorgegebene Probenmenge innerhalb eines Toleranzbereichs
enthalten, zurückgewiesen werden,
dadurch gekennzeichnet, dass zum Wägen
ein eine Prüfzone in einer ersten Richtung durchsetzendes statisches magnetisches
Feld erzeugt wird, um in der gerade in der Prüfzone befindlichen Probe eine
Grundmagnetisierung zu erzeugen,
ein die Prüfzone in einer zweiten, unterschiedlichen Richtung durchsetzender
magnetischer Wechselfeldimpuls angelegt wird, um die Grundmagnetisierung der gerade
in der Prüfzone befindlichen Probe vorübergehend zu ändern,
die von der laufenden Probe emittierte Energie gemessen wird, wenn die Grundmagnetisierung
der laufenden Probe in ihren ursprünglichen Zustand zurückkehrt, und in
Abhängigkeit davon ein Signal ausgegeben wird, und
der erfasste Signalausgang mit Eichwerten verglichen wird, die eine Beziehung zwischen
der Masse mindestens einer ähnlichen Probe bekannter Masse und dem entsprechenden
gemessenen Signalausgang angeben, um eine Anzeige der Masse der laufenden Probe
zu erzielen,
wobei ein statisches Magnetfeld erzeugt wird, das über eine Länge der
Transportbahn im Wesentlichen homogen ist, so dass jede Probe über eine vorgegebene
Zeitspanne dem statischen Magnetfeld ausgesetzt ist, bevor sie die Prüfzone
erreicht.
Nun werden beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung unter
Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben.
1 bildet einen Überblick einer Fertigungsstraße
mit einer Magnetresonanz-Kontrollwägestation, um zu prüfen, ob jede befüllte
Ampulle, die die Wägestation durchläuft, über die erforderliche Produktmenge
verfügt.
2 ist ein Blockdiagramm einer Erregungs- und Verarbeitungselektronik,
die einen Teil der in der 1 dargestellten Kontrollwägestation
bildet.
3 ist ein Kurvenbild, das veranschaulicht, wie die
Nettomagnetisierung einer Probe abhängig von der Zeit variiert,
während der sie einem statischen Magnetfeld unterzogen wird, das einen Teil
der in der 1 dargestellten Kontrollwägestation
bildet;
4 ist ein Kurvenbild einen Erregungsstromimpulses,
der an eine Erregungsspule gelegt wird, die einen Teil der in der 1
dargestellten Kontrollwägestation bildet;
5 ist ein Kurvenbild, das die Art zeigt, gemäß
der das durch eine Probe erzeugte Signal abklingt, nachdem der in der
4 dargestellte Impuls des Erregungsstroms geendet hat;
6 ist ein Kurvenbild zum Veranschaulichen der Zeit,
wie sie zwischen Probenmessungen derselben Probe erforderlich ist;
7a veranschaulicht schematisch die Form einer Kontrollwägestation
gemäß einer alternativen Ausführungsform, bei der ein Magnetfeldgradient
über einer Prüfzone angelegt wird;
7b veranschaulicht die Form eines Impulses geringer
Bandbreite, der an die in der 7a dargestellte HF-Spule
angelegt wird, um einen ausgewählten Bereich der Prüfzone abzufragen;
7c veranschaulicht die geringe Bandbreite des in der
7b dargestellten Impulses;
8 veranschaulicht schematisch die Form einer Kontrollwägestation
gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung;
9 veranschaulicht die Form noch einer anderen die Erfindung
realisierenden Kontrollwägestation;
10 veranschaulicht die Form einer anderen die Erfindung
realisierenden Kontrollwägestation;
11 ist ein Kurvenbild von Signalstärken, wie sie
durch eine getestete Probe und eine Abdichtung erzeugt werden, die dazu verwendet
wird, die Ampulle zu verschließen, in der die Proben enthalten ist; und
12 ist ein Kurvenbild der Signalstärken, die durch
die getestete Probe und die Abdichtung der Ampulle, in der die Probe enthalten ist,
erzeugt werden, nachdem ein Invertierungserregungsimpuls an die Ampulle gelegt wurde.
Die 1 zeigt einen Teil einer Fertigungsstraße,
die Glasampullen 1 mit einer Medikamentenprobe befüllt. Insbesondere
zeigt die 1 die Wägestation 3, die "inline"
vorhanden ist, um jede der befüllten Ampullen zu wiegen, die sie durchlaufen.
Die 1 zeigt auch eine Zurückweisstation
5, die diejenigen Ampullen aus der Straße entfernt, die keine ausreichende
Menge des Medikaments enthalten, um den Bestimmungen zu genügen. Wie dargestellt,
werden die Ampullen 1 von einer Füll- und Abdichtstation (nicht dargestellt)
durch ein Förderband 7, das sich, wie es durch den Pfeil
9 dargestellt ist, aufgrund der Einwirkung sich drehender Förderräder
in der Richtung z bewegt, zur Wägestation 3 transportiert.
Wie oben angegeben, werden bei der Erfindung Magnetresonanz(MR)-Techniken
dazu verwendet, die Masse der Medikamentenprobe innerhalb jeder der Glasampullen
1 zu bestimmen. Wie es der Fachmann auf dem MR-Gebiet erkennt, werden bei
dieser Ausführungsform Glasampullen als Behälter verwendet, da sie kein
MR-Signal liefern, das den Messprozess stören könnte. Bei dieser Ausführungsform
verfügt die Wägestation 3 über einen Permanentmagnet
13, eine HF-Spule 15 und ein Computer-Steuerungssystem
17. Der Magnet 13 wird zum Erzeugen eines homogenen oder statischen
Gleichmagnetfelds in der x-Richtung über das Förderband 7 hinweg
verwendet. Die Probe in der Glasampulle enthält Kerne, von denen jeder ein
magnetisches Moment besitzt, beispielsweise 1H-Kerne (Protonen). Dieses
magnetische Moment ist ein Ergebnis des Spins der Kerne. Das magnetische Moment
wirkt wie ein kleiner Stabmagnet, und seine Stärke hängt vom Typ der Kerne
ab. Bevor die Probe im statischen Magnetfeld platziert wird, sind die einzelnen
Kernmagnetmomente zufällig orientiert. Wenn sie in das statische Magnetfeld
gelangen, zeigen sie die Tendenz, sich zum statischen Feld, in diesem Fall entlang
der X-Richtung, auszurichten. Die magnetischen Momente können sich selbst entweder
parallel oder anti-parallel zum statischen Feld ausrichten. Eine Ausrichtung parallel
zum statischen Feld entspricht einem Zustand niedrigerer Energie, weswegen mehr
magnetische Momente diese Orientierung einnehmen. Dies führt dazu, dass die
Probe eine resultierende, makroskopische Nettomagnetisierung parallel zum statischen
Feld zeigt.
Wie oben angegeben, besitzen die Kerne einen Spin, und als Ergebnis
hiervon drehen sie sich oder präzedieren um das statische
Magnetfeld. Die Frequenz dieser Präzession ist als Larmor-Frequenz bekannt,
und sie hängt von der Stärke des statischen Magnetfelds ab. Insbesondere
kann sie wie folgt definiert werden:
Frequenz = &ggr;·B(1)
wobei &ggr; das gyromagnetische Verhältnis der Probe ist und B die Magnetfeldstärke
des durch den Magnet 13 erzeugten statischen Magnetfelds ist. Das gyromagnetische
Verhältnis (&ggr;) steht in Zusammenhang mit der Stärke des magnetischen
Moments des fraglichen Kerns. Beispielsweise beträgt das gyromagnetische Verhältnis
für Protonen 42,57 MHz/Tesla.
Bei der Hauptzahl von Magnetresonanzsystemen ist die Stärke des
statischen Magnetfelds dergestalt, dass die Larmor-Frequenz der Probe im Hochfrequenzbereich
des elektromagnetischen Spektrums liegt. Wie es der Fachmann auf dem Magnetresonanzgebiet
weiß, sorgt das Anlegen eines Wechselmagnetfelds mit der Larmor-Frequenz der
Probe an diese, das orthogonal zum statischen Magnetfeld ausgerichtet ist, dafür,
dass sich die Nettomagnetisierung der Probe um die Achse des Wechselmagnetfelds,
weg von der Richtung des statischen Felds, dreht. Bei dieser Ausführungsform
wird dieses Magnetfeld durch Zuführen eines entsprechenden Gleichstroms zur
HF-Spule 15 erzeugt. Der Rotationswinkel der Nettomagnetisierung kann durch
Variieren der der HF-Spule 15 zugeführten Energiemenge variiert werden.
Bei dieser Ausführungsform wird zum Anregen der Probe ein Erregungsfeld verwendet,
das für eine Drehung von 90° sorgt. Nachdem der 90°-Impuls an die
Probe gelegt wurde, verbleibt diese in einem Nicht-Gleichgewichtszustand hoher Energie,
aus dem sie in ihren Gleichgewichtszustand zurück relaxiert. Wenn sie relaxiert,
wird elektromagnetische Energie mit der Larmor-Frequenz emittiert, wobei die zugehörige
magnetische Komponente einen Strom in der HF-Spule 15 induziert, dessen
Spitzenamplitude u. a. abhängig von der Anzahl der magnetischen Momente in
der Probe und demgemäß der Anzahl der Moleküle in dieser variiert.
Dann wird das empfangene Signal zum Computer-Steuerungssystem 17 geliefert,
das die Spitzenamplitude des von der nicht bekannten Probe empfangenen Signals mit
der Spitzenamplitude eines von einer Probe mit bekannter Masse (oder bekanntem Gewicht)
empfangenen Signal vergleicht, um die Masse (oder das Gewicht) der getesteten Probe
zu bestimmen.
Nun wird der Betrieb dieser Ausführungsform unter Bezugnahme
auf die 2 bis 5 detaillierter
beschrieben. Die 2 ist ein Blockdiagramm der Hauptkomponenten
des bei dieser Ausführungsform verwendeten Computer-Steuerungssystems
17. Wie dargestellt, verfügt das Steuerungssystem über einen
Anschluss 21 zum Verbinden desselben mit der HF-Spule 15. Wie
dargestellt, ist der Anschluss 21, über einen Schalter 23,
mit einem Signalgenerator 25 und einem Leistungsverstärker
27 verbindbar, die so betreibbar sind, dass sie das Erregungssignal erzeugen
bzw. verstärken, das an die HF-Spule 15 gelegt wird. Der Anschluss
21 ist auch, über den Schalter 23, mit einem Empfangsverstärker
31 verbindbar, der das von der getesteten Probe empfangene Signal verstärkt.
Dieses verstärkte Signal wird dann durch das Filter 33 gefiltert,
um Störsignalkomponenten zu entfernen, und es wird dann zum Mischer
35 geleitet, wo das empfangene Signal dadurch auf eine Zwischenfrequenz
(ZF) heruntergewandelt wird, dass es mit einem durch den Signalgenerator
25 erzeugten geeigneten Mischsignal multipliziert wird. Das durch den Mischer
35 ausgegebene ZF-Signal wird dann durch das Filter 37 gefiltert,
um durch den Mischer 35 erzeugte unerwünschte Komponenten zu entfernen.
Dann wird das gefilterte ZF-Signal durch den A/D-Wandler 39 in ein entsprechendes
digitales Signal gewandelt und dann an den Mikroprozessor 41 weitergeleitet.
Wie es durch die gestrichelten Steuerungsleitungen 43 und
45 dargestellt ist, steuert der Mikroprozessor 41 den Betrieb
des Signalgenerators 25 und des Schalters 23. Insbesondere arbeitet
der Mikroprozessor 41 so, dass er gewährleistet, dass der Signalgenerator
25 das Erregungssignal dann erzeugt, wenn sich die gefüllte Ampulle
1 an der gewünschten Stelle innerhalb der Kontrollwägestation
3 befindet. Der Mikroprozessor 41 weiß aufgrund eines von
der Positionssensorelektronik 47 empfangenen Signals, wann sich die Ampulle
1 an der korrekten Stelle befindet, wobei diese Elektronik über einen
Anschluss 49 mit einem in der Kontrollwägestation 3 montierten
optischen Positionssensor 50 verbunden ist. Insbesondere wird, gemäß
der 1, wenn die Glasampulle 1 am optischen Positionssensor
50 vorbei läuft, ein Lichtstrahl 52 unterbrochen. Dies wird
durch die Positionssensorelektronik 47 erfasst, die dies ihrerseits dem
Mikroprozessor 41 signalisiert. Auf Grundlage dieser Information und der
Geschwindigkeit des Förderbands 7 (von der Förderbandsteuerung
51 geliefert) bestimmt der Mikroprozessor den geeigneten Zeitpunkt zum
Zuführen des Erregungsstromstoßes, und er liefert ein entsprechendes Signal
an den Signalgenerator 25.
Wie es der Fachmann auf dem Magnetresonanzgebiet weiß, ist eine
endliche Zeitperiode erforderlich, dass sich die Nettomagnetisierung der Probe entlang
der X-Richtung entwickelt, nachdem diese in das durch den Magnet 13 erzeugte
statische Feld eingetreten ist. Wenn das Erregungssignal an die HF-Spule
15 geliefert wird, bevor sich die Magnetisierung vollständig entwickelt
hat, ist die Stärke des durch die Probe erzeugten Signals
nicht maximal. Die 3 veranschaulicht die Art, gemäß
der die Nettomagnetisierung und so die Stärke des sich ergebenden, durch die
Probe erzeugten Signals abhängig von der Zeit im statischen Magnetfeld variiert.
Wie dargestellt, hat die Kurve die folgende allgemeine Form:
wobei K1 eine Konstant ist und T1 als Longitudinalrelaxationszeit
bezeichnet wird, die von der getesteten Probe und der Stärke des statischen
Magnetfelds abhängt. Daher kann, wenn die Stärke des statischen Magnetfelds
und der Typ der getesteten Medikamentenprobe vorgegeben sind, die Relaxationszeit,
T1, bestimmt werden. Diese Information bestimmt, in Kombination mit der
Geschwindigkeit des Förderbands 7, die minimale Länge des Magnets
13 in der Z-Richtung, die benötigt wird, um zu gewährleisten,
dass ein möglichst großes Signal durch die getestete Probe erzeugt wird.
Die 4 zeigt den 90°-Impuls des Wechselerregungsstroms,
wie er durch den Signalgenerator 25 und den Leistungsverstärker
27 an die HF-Spule 15 geliefert wird. Bei dieser Ausführungsform
verfügt der Erregungsstrompuls über eine Dauer (tp) von 30
Mikrosekunden, und seine Frequenz entspricht der Larmor-Frequenz der getesteten
Probe im statischen Magnetfeld. Bei dieser Ausführungsform ist ein Kondensator
(nicht dargestellt) zwischen die Enden der HF-Spule 15 geschaltet, so dass
diese auf die Larmor-Frequenz der Probe abgestimmt wird. Das Abstimmen der HF-Spule
15 auf diese Weise macht das System weniger anfällig für elektromagnetische
Interferenz oder andere MR-Signale von Kernen mit anderen gyromagnetischen Verhältnissen.
Der die HF-Spule 15 fließende Erregungsstrom erzeugt ein entsprechendes
Magnetfeld in der Z-Richtung. Wie oben angegeben, bewirkt dieses erregende Magnetfeld,
dass sich die Nettomagnetisierung der Probe in der Ampulle 1 mit der Larmor-Frequenz
um die Z-Achse dreht oder um diese präzediert. Wenn der Erregungsstrom von
der HF-Spule 15 weggenommen wird, beginnen die Kerne in der Probe in ihre
Gleichgewichtspositionen zurück zu relaxieren, wobei sie HF-Energie mit der
Larmor-Frequenz emittieren. Dies induziert in der HF-Spule 15 ein Signal,
das exponentiell abklingt und wie folgt beschrieben werden kann:
wobei K2 eine Konstante und T2 als Transversalrelaxationszeit
bezeichnet wird und von der getesteten Probe, aber nicht von der Stärke des
statischen Felds abhängt. Die 5 zeigt die Form
des Signals, wie es in der HF-Spule 15 durch die Probe erzeugt wird, wenn
diese in das Gleichgewicht zurück relaxiert. Wie dargestellt, zeigt die Spitzenamplitude
des induzierten Signals kurz nach dem Stoppen des Erregungsstroms den Maximalwert,
nach welchem Punkt das Signal exponentiell auf Null abklingt.
Wie oben angegeben, ist die Spitzenamplitude des Signals, das durch
die Probe in der HF-Spule 15 induziert wird, direkt proportional zur Anzahl
der magnetischen Momente in der Probe. Demgemäß überwacht, bei dieser
Ausführungsform, der Mikroprozessor 41 den Peaksignalpegel, den er
vom A/D-Wandler 39 empfängt, nachdem das Erregungssignal von der HF-Spule
15 weggenommen wurde. Dann vergleicht der Mikroprozessor 41 diesen
Peaksignalpegel mit Kalibrierdaten, die durch Testen einer ähnlichen Probe
oder ähnlicher Proben mit bekannter Masse erhalten wurden, um für einen
Hinweis der Masse der aktuell getesteten Probe zu sorgen. Bei dieser Ausführungsform
werden diese Kalibrierdaten von einer Anzahl ähnlicher Proben verschiedener
bekannter Massen während einer Kalibrierroutine vor dem Start der Herstellcharge
erhalten und in einem Speicher 53 abgespeichert. Bei dieser Ausführungsform
bilden die Kalibrierdaten eine Funktion, die einen Zusammenhang zwischen der Spitzenamplitude
des von der getesteten Probe empfangenen MR-Signals und der Masse der Probe herstellt.
Wenn bei dieser Ausführungsform der Mikroprozessor
41 ermittelt, dass die Masse der aktuell analysierten Probe innerhalb einer
vorgegebenen Toleranz nicht der erforderlichen Masse entspricht, gibt er auf der
Steuerleitung 55 ein Steuersignal an die Zurückweisungssteuerung
57 aus. Dann gibt die Zurückweisungssteuerung ein Signal am Ausgangsanschluss
59 aus, der mit der Zurückweisstation 5 verbunden ist, um
dafür zu sorgen, dass diese die getestete, aktuelle Ampulle 1 vom
Förderband 7 entfernt, wenn sie an der Zurückweisstation
5 anlangt.
Wie es in der 2 dargestellt ist, verfügt
das Computer-Steuerungssystem 17 auch über eine Benutzerschnittstelle
61, die es dem Benutzer ermöglicht, in das Steuerungssystem
17 den Wert einzuprogrammieren, den die korrekte Masse für jede Probe
bei einer vorgegebenen Produktcharge aufweisen sollte.
Vorstehend erfolgte eine allgemeine Beschreibung einer die Erfindung
realisierenden Kontrollwägevorrichtung. Die Vorrichtung kann dazu verwendet
werden, die Masse der meisten Proben zu bestimmen, vorausgesetzt, dass sie ein eine
MR-Reaktion zeigendes Element mit bekannter Menge relativ zu den anderen Elementen
in der Probe enthalten. Da der Wasserstoffkern, oder das Proton, dasjenige Element
ist, das das größte MR-Signal liefert, da es über
das stärkste magnetische Moment verfügt, ist er der am häufigsten
verwendete. Zu anderen Isotopen, die über einen Kernspin verfügen und
daher ein MR-Signal liefern, gehören: bestimmte Isotope von Stickstoff, Phosphor,
Natrium, Kalium, Fluor und Kohlenstoff sowie Sauerstoff. Wenn die oben beschriebene
Kontrollwägestation 3 die Masse verschiedener Proben unter Verwendung
der MR-Signale von verschiedenen, eine MR-Reaktion zeigenden Elementen ermitteln
kann, muss das Computer-Steuerungssystem 17 Kalibrierdaten für jede
der verschiedenen Proben speichern. Sie muss auch Signale bei den verschiedenen
Larmor-Frequenzen, die benötigt werden, um die verschiedenen, eine MR-Reaktion
zeigenden Elemente anzuregen, erzeugen und empfangen zu können.
Um den Betrieb der Erfindung weiter zu veranschaulichen, wird nun
ein Beispiel beschrieben.
BEISPIEL
Bei diesem Beispiel wurden Glasampullen 1 mit einem Fassungsvermögen
von 35 Milliliter verwendet, die jeweils 5 Milliliter von mit Kupfersulfat dotiertem
Wasser enthielten (um die T1-Relaxationszeit des Wassers auf 100 ms zu
verkürzen). Die Masse des Wassers wurde durch Messen des MR-Signals von den
in der Glasampulle enthaltenen Wasserstoffkernen und durch Vergleichen desselben
mit den gespeicherten Kalibrierdaten bestimmt. Der verwendete statische Magnet erzeugte
ein Magnetfeld von 0,15 Tesla in der X-Richtung. Die Larmor-Frequenz von Wasserstoff
in einem derartigen Gleichfeld beträgt 6,38 MHz. Dies wird dadurch berechnet,
dass die Stärke des Gleichmagnetfelds mit dem gyromagnetischen Verhältnis
von Wasserstoff (das 42,57 MHz/Tesla beträgt) multipliziert wird. Das gyromagnetische
Verhältnis für andere, eine MR-Reaktion zeigende Elemente findet sich
in CRC Handbook of Chemistry & Physics, veröffentlicht von CRC Press Inc. Das
Computer-Steuerungssystem 17 lieferte dann einen Erregungswechselstrom
mit 6,7 A und einer Frequenz von 6,4 MHz für 30 &mgr;s an die HF-Spule
15. Die Resonanz der Wasserstoffatome im Wasser, hervorgerufen durch das
erregende Magnetfeld, induzierte zunächst ein Signal von einigen wenigen Millivolt
in der HF-Spule 15. Dieser Peaksignalpegel wurde dann mit den gespeicherten
Kalibrierdaten (dadurch erhalten, dass ähnliche MR-Messwerte für eine
Anzahl von Behältern mit verschiedenen bekannten Wassermengen erfasst wurden)
verglichen, um die Masse des Wassers in jeder Glasampulle zu bestimmen. Die Ergebnisse
der Technik wurden dann mit unter Verwendung von Waagen erzielten Wägeergebnissen
verglichen. Dieser Vergleich zeigte, dass die MR-Kontrollwägetechnik einen
Hinweis für die Wassermenge mit einer Genauigkeit von ±2% liefert.
Bei dieser Ausführungsform benötigt der Mikroprozessor ungefähr
100 Mikrosekunden zur Erregung und zum Aufnehmen eines Messwerts für das empfangene
MR-Peaksignal. Dieses wird dann verarbeitet, um die Masse des Wassers in der Ampulle
in Echtzeit zu bestimmen. Die theoretische Grenze für den Durchsatz (d. h.
die Anzahl der Ampullen, die pro Sekunde gewogen werden können) beträgt
demgemäß ungefähr 10.000 Ampullen pro Sekunde, was gut innerhalb
der 300 Ampullen pro Minute liegt, wie dies typischerweise bei aktuellen Fertigungsstraßen
benötigt wird.
Wie es der Fachmann erkennt, liefert die obige Technik zur Kontrollwägung
eine Anzahl deutlicher Vorteile gegenüber den Kontrollwägungssystemen
aus dem Stand der Technik. Zu diesen gehören:
i) die Technik beinhaltet einen einzelnen Schritt eines Wägeprozesses,
der online ausgeführt werden kann – bisher mussten zwei Wägemesswerte
erhalten werden, einer vor und einer nach dem Befüllen, um das Gewicht der
Ampulle zu berücksichtigen;
ii) die Probe kann in ihrer endgültigen Verpackung gewogen werden, nachdem
sie abgedichtet wurde, weswegen sie außerhalb des aseptischen Befüllungsraums
gewogen werden kann;
iii) die Technik liefert kontaktfrei ein Maß für die Masse der Probe,
unabhängig von der Masse der Ampulle;
iv) die Messung beeinflusst die Zusammensetzung oder die Qualität der Probe
nicht, und aus dem MR-Signal kann auch Zusammensetzungsinformation erhalten werden,
falls erforderlich;
v) die Technik ermöglicht eine schnelle Messung der Probenmasse, so dass
eine 100%-ige Messwerterfassung für Produkte selbst bei normalen Herstelldurchsätzen
erfolgen kann;
vi) da die Technik ein Maß für die Probenmasse unabhängig von
der Ampullenmasse liefert, kann die Technik auch für eine genaue Bestimmung
der Masse von Proben sorgen, die klein in Bezug auf die Ampulle sind (beispielsweise
Probe von 200 mg in Ampullen von 10 g);
vii) die Technik benötigt im Allgemeinen relativ kleine Werte des statischen
oder Gleichmagnetfelds (weniger als 0,5 Tesla), da, in den meisten Fällen,
eine Volumenmessung über das gesamte Probenvolumen ausgeführt wird, wodurch
sich die Magnetkosten verringern und es auch ermöglicht ist, Permanent- oder
Elektromagnete und nicht supraleitende Magnete zu verwenden;
viii) die Technik ermöglicht es, eine große Vielfalt von Probengrößen
mit demselben System unter Verwendung entweder von Ampullen derselben Größe
oder unter Verwendung von Ampullen verschiedener Größe mit verschieden
bemessenen HF-Spulen genau zu wiegen;
ix) die Technik ermöglicht es, die Probe kontinuierlich durch die Wägestation
zu bewegen, ohne dass sie stoppt, da die Messung innerhalb kurzer Zeit relativ zum
Durchsatz ausgeführt werden kann.
MODIFIZIERUNGEN UND ALTERNATIVE AUSFÜHRUNGSFORMEN
Bei der obigen Ausführungsform wurde für jede Ampulle ein
einzelner Messwert der Probenmasse bestimmt. Die Genauigkeit der Messung ist nur
durch Zufallsrauschen im System bestimmt. Dies kann dadurch verbessert werden, dass
ein Mittelwert aus wiederholten Messungen gebildet wird. Jedoch ist die Rate, mit
der Messungen an derselben Probe vorgenommen werden können, durch die oben
erörterte T1-Relaxationszeit bestimmt. Insbesondere benötigt
es, nachdem das Erregungssignal weggenommen wurde, ungefähr 3 T1,
dass die Protonen in ihren ursprünglichen Ausrichtungszustand im statischen
Magnetfeld zurückkehren, zu welchem Punkt ein weiterer Erregungsstromstoß
zugeführt werden kann. Dies ist in der 6 veranschaulicht.
Beim oben erörterten Beispiel beträgt die T1-Relaxationszeit
für Wasser ungefähr 100 ms, weswegen dann, wenn vier Messwerte für
jede Probe erfasst werden, der Durchsatz ungefähr zwei Wiegevorgänge pro
Sekunde betragen kann. Getrennte Messwerte können entweder unter Verwendung
einer Anzahl verschiedener HF-Spulen erhalten werden, die entlang der Z-Richtung
räumlich voneinander getrennt sind. Alternativ könnte das Förderband
jedesmal dann gestoppt werden, wenn eine Ampulle den Prüfbereich erreicht,
und es könnten, mehrere Messungen erfolgen. Mehrere Messungen an derselben
Probe sind auch dann möglich, wenn die Prüfzone des Magnets und der HF-Spule
ausreichend groß ist, um es unter Berücksichtigung der Geschwindigkeit
des Förderbands zu ermöglichen, mehrere Messwerte zu erfassen. Bei einer
derartigen Ausführungsform hängt die Genauigkeit des Systems von der Homogenität
der HF-Spule und des Magnetfelds innerhalb der Prüfzone sowie vom Signal/Rauschsignal-Verhältnis
des Systems und vom Füllfaktor der HF-Spule ab. Wenn die Feldmuster des Magnets
und der HF-Spule vorab bekannt sind, kann diese Kenntnis dazu verwendet werden,
an den verschiedenen Messsignalen Korrekturen vorzunehmen. Außerdem können
zusätzliche X-, Y- und Z-Spulen (in der Technik als Trimmspulen bekannt) vorhanden
sein, um die Homogenität des statischen Magnetfelds zu verbessern.
Bei dar ersten Ausführungsform wurde zu einem jeweiligen Zeitpunkt
eine einzelne Ampulle innerhalb der Prüfzone der HF-Spule positioniert. Die
7a veranschaulicht schematisch Komponenten einer Kontrollwägestation
3, die es ermöglicht, gleichzeitig mehrere Ampullen innerhalb der
Prüfzone der HF-Spule zu positionieren, und die es ermöglicht, an der
Probe innerhalb jeder Ampulle individuell eine Massenmessung vorzunehmen. Um dies
zu bewerkstelligen, ist, bei dieser Ausführungsform, zusätzlich zum statischen
Magnet 13 und zur HF-Spule 15, ein separates Paar von Spulen
71 und 73 vorhanden, die an jeder Seite des Förderbands
7 positioniert sind und so arbeiten, dass sie über dieses hinweg einen
Magnetfeldgradienten erzeugen. Als Ergebnis dieses Gradienten differieren die statischen
Magnetfelder, wie sie sich bei jeder der Glasampullen zeigen, und demgemäß
variieren die Larmor-Frequenzen der Proben in jeder der drei Ampullen in der Prüfzone.
Demgemäß kann jede Ampulle dadurch getrennt abgefragt werden, dass drei
verschiedene, schmalbandige HF-Impulse mit der geeigneten Larmor-Frequenz zugeführt
werden. Die 7b veranschaulicht die Form eines schmalbandigen
Impulses, der dazu verwendet werden kann, eine der drei Proben in der Prüfzone
der HF-Spule abzufragen, und die 7c zeigt den Frequenzinhalt
des Impulses. Wie dargestellt, verfügt der Impuls über eine einer Sinusfunktion
entsprechende Einhüllende, und er zeigt eine Zeitdauer (tp) von
ungefähr 4 Millisekunden. Daher verfügt er über eine Bandbreite (&Dgr;f)
von ungefähr 1 kHz, und er liegt zentriert zur geeigneten Larmor-Frequenz f0.
Alternativ könnte ein breitbandiger HF-Impuls über die Prüfzone zugeführt
werden, und die sich ergebenden MR-Signale von den Proben könnten dadurch aufgelöst
werden, dass die Fourier-Transformierte des empfangenen Signals nach dem Ende des
Erregungsimpulses gebildet wird, wie es bei der MR-Bilderzeugung standardmäßige
Praxis ist.
Beim oben unter Bezugnahme auf die 7 beschriebenen
Beispiel sind die Gradientenspulen so angeordnet, dass sie einen Gradienten in derselben
Richtung wie der des durch den Magnet 13 erzeugten statischen Magnetfelds
bilden. Auf dem Gebiet der Technik der Bilderzeugung durch magnetische Resonanz
ist es gut bekannt, dass Gradientenspulen angebracht werden können, um für
Magnetfeldgradienten in einer oder mehrerer der Achsen X, Y oder Z zu sorgen, so
dass das gesamte Volumen der Prüfzone räumlich aufgelöst werden kann.
Die 8 veranschaulicht eine Ausführungsform, bei
der zwei Gradientenspulen 71 und 73 an entgegengesetzten Enden
der Prüfzone der HF-Spule vorhanden sind. Wie dargestellt, verfügt, bei
dieser Ausführungsform, die HF-Spule 15 über drei getrennte Abschnitte
15a, 15b und 15c. Der Fachmann erkennt, dass durch Anlegen
eines Magnetfeldgradienten entlang der Länge des Förderbands
7 über die Prüfzone hinweg, jede der Proben getrennt oder gleichzeitig
abgefragt werden kann, auf dieselbe Weise wie bei der unter Bezugnahme auf die
7 beschriebenen Ausführungsform.
Bei den unter Bezugnahme auf die 7 und
8 beschriebenen Ausführungsformen wurden mehrere
Proben innerhalb der Prüfzone positioniert und entweder getrennt oder gleichzeitig
abgefragt. Bei diesen Ausführungsformen können, da jede dieser Proben
ein leicht verschiedenes Magnetfeld erfährt und es sich an einer anderen Position
in Bezug auf die HF-Spule befindet, für jede der Erfassungspositionen getrennte
Kalibrierdaten verwendet werden, um zu versuchen, Fehler zu verringern, die durch
Inhomogenitäten im statischen Magnetfeld oder der HF-Spule verursacht sind.
Bei den obigen Ausführungsformen erzeugte die HF-Spule ein Magnetfeld
in der Z-Richtung entlang der Bewegungsrichtung des Förderbands 7.
Wie es der Fachmann erkennt, ist dies nicht wesentlich. Die HF-Spüle kann unter
jedem beliebigen Winkel relativ zum Gleichmagnetfeld positioniert werden, vorausgesetzt,
dass das Feld, das sie erzeugt, über die getestete Probe relativ homogen ist,
und dass es eine Komponente enthält, die orthogonal zum statischen Magnetfeld
verläuft. Die 9 veranschaulicht schematisch eine
Ausführungsform, bei der drei getrennte HF-Spulen 15d, 15e
und 15f unter dem Förderband 7 vorhanden sind, von denen
jede so betreibbar ist, dass sie ein Wechselmagnetfeld in der Y-Richtung, d. h.
aus der Papierebene heraus, erzeugt. Diese Ausführungsform ermöglicht
es, die Proben in drei Ampullen gleichzeitig zu testen. Sie ermöglicht es auch,
dass das System die Probe in jeder Ampulle drei Mal abfragt, ein Mal durch jede
der HF-Spulen.
Bei den obigen Ausführungsformen wurde ein Permanentmagnet dazu
verwendet, das benötigte statische Magnetfeld zu erzeugen. Wie es der Fachmann
erkennt, können anstelle des Permanentmagnets Elektromagnete, Strom führende
Spulen oder supraleitende Magnete verwendet werden, um das benötigte Gleichmagnetfeld
zu erzeugen. Außerdem wurde, bei den obigen Ausführungsformen, das Gleichmagnetfeld
in der X-Richtung an das Förderband angelegt. Wie es der Fachmann erkennt,
kann das Magnetfeld in jeder beliebigen Richtung durch die Probe hindurch angelegt
werden. Beispielsweise können der Nord- und der Südpol des Magnets über
und unter dem Förderband platziert werden, wobei sich die HF-Spule beispielsweise
in derselben Orientierung wie bei der ersten Ausführungsform befindet. Die
10 zeigt noch eine andere Ausführungsform, bei
der eine Magnetspule 75 entlang einem Stück des Förderbands
7 aufgewickelt ist, um das statische Magnetfeld entlang der Länge
des Förderbands, d. h. in der Z-Richtung, zu erzeugen. Bei dieser Ausführungsform
ist die HF-Spule 15 an einer Seite des Förderbands 7 vorhanden,
und eine getrennte Messspule 77 ist an der entgegengesetzten Seite des
Förderbands 7 vorhanden.
Wie es der Fachmann auf dem MR-Gebiet erkennt, existieren viele andere
Konfigurationen, die es ermöglichen, einen Messwert für die Masse einer
Probe zu erhalten.
Bei den obigen Ausführungsformen wurde die Kontrollwägung
ausgeführt, nachdem die Ampulle befüllt und abgedichtet war. Jedoch erzeugt,
bei einigen Anwendungen, das zum Abdichten der Ampulle verwendete Material ein MR-Signal.
Wenn beispielsweise eine Kappe aus Kunststoff oder Kautschuk dazu verwendet wird,
die Ampulle abzudichten, erzeugen die in der Kunststoffabdichtung enthaltenen Wasserstoffatome
ebenfalls ein MR-Signal, das die Messergebnisse stören könnte. Es existieren
verschiedene Wege zum Lösen dieses Problems. Erstens könnte die Kontrollwägestation
vor der Abdichtungsstation vorhanden sein. Jedoch ist eine derartige Ausführungsform
nicht bevorzugt, da sich dann auch die Kontrollwägestation innerhalb der aseptischen
Umgebung der Befüllstation befinden müsste. Alternativ kann dieses Problem
dadurch gelindert werden, dass Empfangsspulen verwendet werden, die unter dem Förderer
7 liegen, wie die in der 9 dargestellten,
da diese Spulen empfindlicher auf das durch die Probe erzeugte MR-Signal als auf
das durch die Abdichtung erzeugte MR-Signal sind (da die Probe dichter an der HF-Spule
als die Abdichtung liegt). Noch alternativ kann ein Magnetfeldgradient entlang der
Länge der Flasche angelegt werden, und es kann ein HF-Impuls geringer Bandbreite
zugeführt werden, wie in der 7b, so dass nur derjenige
Teil der Flasche, der die Probe enthält, abgefragt wird.
Wenn die T2-Relaxationszeit für die Abdichtung kleiner
als die T2-Relaxationszeit für die getestete Probe ist, kann dieses
Problem ebenfalls überwunden werden, wie es in der 11
dargestellt ist, wenn eine feste Periode (tm) gewartet wird, bevor die
Peaksignalamplitude des empfangenen MR-Signals gemessen wird. Dies, da das MR-Signal
81 von der Abdichtung schneller auf Null abfällt als das MR-Signal
83 von der Probe. Auf ähnliche Weise kann, wenn sich die T1-Relaxationszeit
der Probe von der T1-Relaxationszeit der Abdichtung unterscheidet, dieses
Problem auch dadurch überwunden werden, dass als Erstes ein 100°(Invertierungs-)-HF-Impuls
an die getestete Ampulle angelegt wird, um die Nettomagnetisierung der Probe und
der Abdichtung umzukehren, und dann gewartet wird, bis die Kerne der Abdichtung
in einem solchen Zustand vorliegen, dass dann, wenn ein weiterer 90°-HF-Prüfimpuls
zugeführt wird, durch die Abdichtung kein Signal erzeugt wird. Dies ist in
der 12 veranschaulicht, die die Signalstärke
85 zeigt, wie sie von der Probe erhalten werden kann, sowie die Signalstärke
87, die von der Abdichtung erhalten werden kann, nachdem der 180°-Impuls
zugeführt wurde. Wie dargestellt, wird, da die zwei Materialien über verschiedene
T1-Relaxationszeiten verfügen, durch die Abdichtung
kein Signal erzeugt, sondern ein solches wird durch die Probe erzeugt, wenn zum
Zeitpunkt te ein 90°-Prüfimpuls zugeführt wird.
Bei den obigen Ausführungsformen ist eine Ampulle verwendet,
die kein MR-Signal erzeugt. Wie es der Fachmann erkennt, können auch Ampullen
verwendet werden, die ein MR-Signal erzeugen, und es könnten die obigen Techniken,
die dazu verwendet wurden, die Signale von der Abdichtung und der Probe zu trennen,
dazu verwendet werden, die Signale von der Probe und der Ampulle zu trennen.
Bei der ersten Ausführungsform wurde eine Heterodyn-Empfangsschaltung
dazu verwendet, das durch die Probe erzeugte MR-Signal zu empfangen und zu verarbeiten.
Wie es der Fachmann erkennt, können andere Arten von Empfangsschaltungen verwendet
werden, wie einfache Einhüllendendetektorschaltungen oder Synchrondetektoren.
Jedoch ist ein Heterodynempfänger bevorzugt, da der Mikroprozessor auch das
empfangene Signal verarbeiten kann, um Phaseninformation zu entnehmen, die beispielsweise
dazu verwendet werden können, die Probe in einer vorgegebenen Abmessung räumlich
aufzulösen.
Bei der ersten Ausführungsform bestimmte die Verarbeitungsschaltung
das Peaksignal, das empfangen wurde, nachdem das Erregungssignal von der HF-Spule
weggenommen wurde. Wie es der Fachmann erkennt, können andere Verarbeitungstechniken
verwendet werden, um ein Signal auszugeben, das abhängig von der Größe
der Nettomagnetisierung der Probe und so von der Anzahl der in ihr enthaltenen magnetischen
Momente variiert, vorausgesetzt, dass die Signale von den Kalibrierproben auf ähnliche
Weise verarbeitet werden. Beispielsweise kann der Mikroprozessor so ausgebildet
sind, dass er den mittleren Signalpegel des empfangenen Signals über eine vorbestimmte
Zeitperiode ermittelt.
Bei der obigen Ausführungsform wurden die Kalibrierdaten als
Funktion gespeichert, die eine Beziehung zwischen der Spitzenamplitude des von der
getesteten Probe empfangenen MR-Signals und der Masse oder dem Gewicht der Probe
herstellt. Als alternative Ausführungsform können die Kalibrierdaten als
Nachschlagetabelle gespeichert werden, wobei die Spitzenamplitude des von der aktuell
getesteten Probe empfangenen MR-Signals zum Adressieren der Nachschlagetabelle verwendet
wird und eine Interpolation dazu verwendet wird, die Masse oder das Gewicht der
Probe zu bestimmen, wenn das von der aktuell getesteten Probe empfangene MR-Signal
zwischen Werte in der Nachschlagetabelle fällt. Außerdem können die
Kalibrierdaten unter Verwendung mehrerer Signale mit jeweils verschiedenen Massen
erzeugt werden, so dass eine Statistik bestimmt werden kann, die angibt, wie durch
Proben derselben Masse erzeugte Signale variieren. Diese Statistik kann dann dazu
verwendet werden, einen möglichen Fehlerbereich für jede vorgegebene Messung
einer Probe mit unbekanntem Gewicht zu liefern, der bei der Entscheidung verwendet
werden kann, ob die Probe aus der Fertigungsstraße zurückgewiesen werden
sollte oder nicht.
Wie es der Fachmann erkennt, hängt die Auswahl der Stärke
des Magnetfelds des Gleichmagnets vom für die Verarbeitungselektronik benötigten
Signal/Rauschsignal-Verhältnis (SRV) ab, da dieses zunimmt, wenn das statische
Magnetfeld größer wird, wobei ein hohes Signal/Rauschsignal-Verhältnis
zu hoher Wiederholbarkeit führt. Daher würde, wenn bei sehr kleinen Proben
hohe Genauigkeit benötigt wird, ein höheres statische Steuerungsmodul
als für mittlere Genauigkeit an größeren Proben verwendet werden.
Es ist auch möglich, das Signal/Rauschsignal-Verhältnis dadurch zu erhöhen,
dass der Störsignalpegel unter Verwendung kleiner HF-Spulen verringert wird,
um den Füllfaktor und so den sich ergebenden Signalpegel zu magnetisieren.
Jedoch existiert in diesem Fall ein Kompromiss, da eine gute HF-Homogenität
über das Probenvolumen erforderlich ist, um den Effekt von Ungenauigkeit bei
einer Umpositionierung zu minimieren, wobei dies am besten unter Verwendung einer
HF-Spule bewerkstelligt wird, die so groß wie möglich ist.
Bei der obigen Ausführungsform wurde das Gewicht der Probe unter
Verwendung von MR-Techniken gemessen. Wie es der Fachmann erkennt, kann, zusätzlich
zum Wiegen jeder der Proben, das von den Proben zurückgelieferte Signal für
andere Qualitätskontrollzwecke verwendet werden. In diesem Fall werden andere
Parameter als die Spitzenamplitude des von der Probe empfangenen MR-Signals, wie
die T2-Relaxationszeit, verwendet.
Anspruch[de]
Vorrichtung zum Bestimmen einer Anzeige der Masse jeder von mehreren
Proben in einer Fertigungsstraße, mit
einer Einrichtung (13; 75) zum Erzeugen eines eine Prüfzone
in einer ersten Richtung durchsetzenden statischen Magnetfeldes zum Erzeugen einer
Grundmagnetisierung innerhalb einer in der Prüfzone befindlichen Probe, einer Einrichtung (15) zum Zuführen eines Impulses
eines die Prüfzone in einer unterschiedlichen zweiten Richtung durchsetzenden
magnetischen Wechselfeldes zum vorübergehenden Ändern der Grundmagnetisierung
der in der Prüfzone befindlichen Probe,
einer Einrichtung (15, 77) zum Messen der Energie, die von der
Probe ausgesandt wird, wenn die Grundmagnetisierung der Probe in ihren ursprünglichen
Zustand zurückkehrt, und zum Ausgeben eines davon abhängigen Signals,
einer Einrichtung (53) zum Speichern vorgegebener Eichdaten für mindestens
eine ähnliche Probe bekannter Masse, wobei die Eichdaten eine Beziehung zwischen
der Masse der mindestens einen ähnlichen Probe und einem entsprechenden Signalausgang
der Messeinrichtung (15; 77) angeben,
einer Einrichtung (41) zum Vergleichen des Signalausgangs der Messeinrichtung
(15; 77) mit den Eichdaten, um die Anzeige der Masse der Probe
zu erzeugen, und
einer Transporteinrichtung (7) zum Transportieren der mehreren Proben längs
eines Transportweges durch die Prüfzone,
wobei die Einrichtung (13; 75) zum Erzeugen eines statischen Magnetfeldes
so arbeitet, dass sie ein statisches Magnetfeld erzeugt, das über die Länge
des Transportweges im Wesentlichen homogen ist, so dass jede Probe über eine
vorgegebene Zeitspanne vor Erreichen der Prüfzone dem statischen Magnetfeld
ausgesetzt ist.Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Einrichtung (13) zum
Erzeugen eines statischen Magnetfeldes erste und zweite entgegengesetzt magnetisierte
Materialien aufweist, die im Betrieb auf entgegengesetzten Seiten der Probe in der
ersten Richtung angeordnet sind.Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Einrichtung (13)
zum Erzeugen eines statischen Magnetfeldes einen Magnet (13) aufweist.Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Einrichtung (75) zum
Erzeugen eines statischen Magnetfeldes mindestens eine statische Spule (75)
und eine Einrichtung zum Erzeugen eines statischen Stroms zum Versorgen der statischen
Spule mit einem statischen Strom aufweist.Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Einrichtung (15) zum Anlegen eines magnetischen Wechselfeldes eine Wechselstromspule
(15) und eine Wechselstrom-Erzeugungseinrichtung (25) zum Anlegen
von Wechselstrom an die Wechselstromspule (15) aufweist.Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Einrichtung (15) zum Anlegen eines magnetischen Wechselfeldes so ausgelegt
ist, dass sie das magnetische Wechselfeld in einer zu der ersten Richtung im Wesentlichen
senkrechten zweiten Richtung erzeugt.Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Messeinrichtung (15; 77) eine Messspule (15;
77) zum Empfang von seitens der Probe ausgestrahlter elektromagnetischer
Energie sowie eine Verarbeitungsschaltung (17) zum Verarbeiten des in der
Messspule (15; 77) induzierten resultierenden Signals aufweist.Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei die Messspule (15;
77) so ausgelegt ist, dass sie von der Probe ausgesandte elektromagnetische
Energie aufnimmt, die bei der Larmor-Frequenz der Probe schwingt, und wobei die
Verarbeitungsschaltung (17) eine Einrichtung (35, 37,
41) zum Erfassen eines Spitzenwertes des in der Messspule (15;
77) induzierten Signals bei der Larmor-Frequenz der Probe aufweist.Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei die Spitzen-Erfassungseinrichtung
(35, 37, 41) eine Einrichtung (41) zum Erfassen
des mittleren Signals über eine vorgegebene Zeitspanne aufweist.Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei die Einrichtung
(15) zum Anlegen eines magnetischen Wechselfeldes eine Wechselstromspule
(15) und eine Wechselstromerzeugungseinrichtung (25) zum Anlegen
eines Wechselstroms an die Wechselstromspule (15) aufweist, wobei die Wechselstromerzeugungseinrichtung
(25) so ausgelegt ist, dass sie der Wechselstromspule ein Wechselstrom-Stoßsignal
zuführt, und wobei die Verarbeitungsschaltung (17) so ausgelegt ist,
dass sie das Signal verarbeitet, das in der Messspule nach Abklingen des Anregungsstromstoßes
induziert wird.Vorrichtung nach Anspruch 10, wobei die Messspule (15) und
die Gleichstromspule (15) die gleiche Spule (15) aufweisen.Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einer Einrichtung,
die die Eichdaten aus mehreren ähnlichen Proben unterschiedlicher
bekannter Massen und den entsprechenden Signalausgängen der Messeinrichtung
(15; 77) gewinnt.Vorrichtung nach Anspruch 12 mit einer Einrichtung zum Speichern der
Eichdaten als Funktion, die eine Beziehung zwischen der Stärke des Signalausgangs
der Messeinrichtung (15; 77) und der Probenmasse angibt.Vorrichtung nach Anspruch 12, wobei die Speichereinrichtung (53)
so betätigbar ist, dass sie die Eichdaten als aus den mehreren ähnlichen
Proben und ihren entsprechenden Messsignalen erzeugte Verweistabelle speichert,
und wobei die Vergleichseinrichtung (41) so betätigbar ist, dass sie
die Verweistabelle mit dem Signalausgang der Messeinrichtung (50) adressiert
und eine Interpolationseinrichtung (41) zum Interpolieren zwischen den
Einträgen der Verweistabelle aufweist, um die Anzeige der Probenmasse zu erzeugen.Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Vergleichseinrichtung (41) so betätigbar ist, dass die den Signalausgang
der Messeinrichtung (15; 77) mit den Eichdaten zur Bestimmung
des Probengewichtes vergleicht.Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Speichereinrichtung (53) so betätigbar ist, dass sie Eichdaten für
Proben unterschiedlicher Beschaffenheit speichert, und wobei die Vorrichtung ferner
eine Auswahleinrichtung (61) aufweist, um die Eichdaten entsprechend der
gerade geprüften Probe auszuwählen.Vorrichtung nach Anspruch 16, wobei die Auswahleinrichtung (61)
eine Benutzerschnittstelle (61) aufweist, die es ermöglicht, dass
ein Benutzer die Eichdaten für die gerade untersuchte Probe auswählt.Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Einrichtung (15) zum Anlegen eines magnetischen Wechselfeldes so betätigbar
ist, dass sie ein magnetisches Wechselfeld anlegt, das eine Änderung der Grundmagnetisierung
eines von mehreren chemischen Bestandteilen der Probe bewirkt.Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einer Einrichtung
(71, 73) zum Trennen des Magnetresonanzsignals von der Probe gegenüber
einem etwaigen Magnetresonanzsignal eines die Probe enthaltenden Behälters
oder einer die Probe in dem Behälter verschließende Dichtung.Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Transporteinrichtung (7) ein Förderband (7) aufweist.Vorrichtung nach Anspruch 20, wobei die Einrichtung (15) zum
Anlegen eines magnetischen Wechselfeldes so betätigbar ist, dass sie das Feld
in Bewegungsrichtung des Förderbandes (7) anlegt.Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Einrichtung (13) zum Erzeugen des statischen magnetischen Feldes dieses
in einer zur Transportbahn senkrechten Richtung erzeugt.Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Transporteinrichtung (7) so betätigbar ist, dass sie die Proben kontinuierlich
durch die Prüfzone transportiert.Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die so ausgelegt
ist, dass sie mehrere Messwerte der Masse jeder Probe bestimmt.Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Transporteinrichtung (7) so angeordnet ist, dass sie mehrere der Proben
gleichzeitig durch die Prüfzone transportiert.Vorrichtung nach Anspruch 25 mit einer Einrichtung (71,
73) zum Anlegen eines Magnetfeldgradienten an die Prüfzone in der
Weise, dass Magnetresonanzsignale von unterschiedlichen Proben mittels einer einzelnen
Messeinrichtung (15, 77) erhalten werden können.Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Transporteinrichtung (7) so angeordnet ist, dass sie die Proben jeweils
einzeln durch die Prüfzone transportiert.Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einer Einrichtung
(41) zum Vergleichen der ermittelten Anzeige der Masse mit einer Proben-Sollmasse
und einer Einrichtung (5) zum Herausnehmen einer Probe
aus der Fertigungsstraße, wenn die Probenmasse nicht innerhalb eines vorgegebenen
Toleranzbereichs der Sollmasse liegt.Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Einrichtung (15) zum Anlegen eines elektromagnetischen Wechselfeldes so
betätigbar ist, dass sie die Anregung von Kernen in der in der Prüfzone
befindlichen Probe und dadurch die Änderung der Grundmagnetisierung der Probe
bewirkt.Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einer Systemsteuerung
(41) zum zeitlichen Steuern des Anlegens des magnetischen Wechselfeldimpulses
mittels der Anlegeeinrichtung (15) und einem Lagesensor (50,
57) zum Erfassen der Lage jeder Probe längs der Transportbahn sowie
zur Ausgabe eines entsprechenden Lagesignals an die Systemsteuerung (41),
wobei die Systemsteuerung (41) so betätigbar ist, dass sie das Anlegen
des magnetischen Wechselfeldimpulses durch die Anlegeeinrichtung (15) zu
einem Zeitpunkt bewirkt, der von der Bewegungsgeschwindigkeit der Probe längs
der Transportbahn und von dem Lagesignal des Lagesensors (50,
47) abhängt.Verfahren zum Herstellen dichter Behälter, die eine vorgegebene
Menge einer Probe enthalten, wobei
jeder Behälter mit der vorgegebenen Probenmenge gefüllt wird,
die Probe in dem Behälter dicht verschlossen wird,
die einzelnen gefüllten Behälter längs einer Transportbahn einer
Wägestation zugeführt werden,
die Probe in jedem der Behälter gewogen wird, und
Behälter, die nicht die vorgegebene Probenmenge innerhalb eines Toleranzbereichs
enthalten, zurückgewiesen werden,
dadurch gekennzeichnet, dass zum Wägen
ein eine Prüfzone in einer ersten Richtung durchsetzendes statisches magnetisches
Feld erzeugt wird, um in der gerade in der Prüfzone befindlichen Probe eine
Grundmagnetisierung zu erzeugen,
ein die Prüfzone in einer zweiten, unterschiedlichen Richtung durchsetzender
magnetischer Wechselfeldimpuls angelegt wird, um die Grundmagnetisierung der gerade
in der Prüfzone befindlichen Probe vorübergehend zu ändern,
die von der laufenden Probe emittierte Energie gemessen wird, wenn die Grundmagnetisierung
der laufenden Probe in ihren ursprünglichen Zustand zurückkehrt, und in
Abhängigkeit davon ein Signal ausgegeben wird, und
der erfasste Signalausgang mit Eichwerten verglichen wird, die eine Beziehung zwischen
der Masse mindestens einer ähnlichen Probe bekannter Masse und dem entsprechenden
gemessenen Signalausgang angeben, um eine Anzeige der Masse der laufenden Probe
zu erzielen,
wobei ein statisches Magnetfeld erzeugt wird, das über eine Länge der
Transportbahn im Wesentlichen homogen ist, so dass jede Probe über eine vorgegebene
Zeitspanne dem statischen Magnetfeld ausgesetzt ist, bevor sie die Prüfzone
erreicht.Verfahren nach Anspruch 31, wobei das dichte Verschließen nach
dem Wägen erfolgt.Verfahren nach Anspruch 31 oder 32, wobei Behälter vorgesehen werden,
die kein Magnetresonanzsignal erzeugen, und wobei beim Füllen jeder der vorgesehenen
Behälter mit der vorgegebenen Probenmenge gefüllt wird.Verfahren nach Anspruch 31, wobei das dichte Verschließen vor dem
Wägen erfolgt.Verfahren nach Anspruch 34, wobei zum dichten Verschließen die
Probe innerhalb des Behälters unter Verwendung einer Dichtung verschlossen
wird, die ein Magnetresonanzsignal erzeugt, und wobei das Magnetresonanzsignal der
Probe von dem der Dichtung getrennt wird.Verfahren nach Anspruch 35, wobei zum Trennen ein Magnetfeldgradient
über die Prüfzone erzeugt wird, um die Magnetresonanzsignale von der Probe
und der Dichtung zu trennen.Verfahren nach einem der Ansprüche 31 bis 36, wobei die gefüllten
Behälter beim Transport kontinuierlich längs der Transportbahn gefördert
werden.Verfahren nach einem der Ansprüche 31 bis 37, wobei die Lage jedes
gefüllten Containers längs der Transportbahn erfasst und das Anlegen des
Magnetfeldes so gesteuert wird, dass der magnetische Wechselfeldimpuls an die Prüfzone
zu einem Zeitpunkt angelegt wird, der von der Bewegungsgeschwindigkeit der gefüllten
Behälter längs der Transportbahn und der erfassten Lage des Behälters
abhängt.