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Dokumentenidentifikation DE102006005890A1 23.08.2007
Titel Vorrichtung, Verfahren und Set zum Entnehmen von Schmiermitteln aus einer Lageranordnung
Anmelder AB SKF, Göteborg/Gotenburg, SE
Erfinder Tünnermann, Marcus, 31832 Springe, DE;
Liesegang, Hans-Jürgen, 26419 Schortens, DE;
Kühl, Rudolf, 97513 Michelau, DE;
Sabatier, David, Saint Georges, FR
Vertreter Gosdin, M., Dipl.-Ing.Univ. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 97422 Schweinfurt
DE-Anmeldedatum 09.02.2006
DE-Aktenzeichen 102006005890
Offenlegungstag 23.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.08.2007
IPC-Hauptklasse F16N 31/00(2006.01)A, F, I, 20060331, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung (1) zum Entnehmen von Schmiermittel aus einer Lageranordnung. Um die Entnahme und Analyse gebrauchten Fetts zu vereinfachen, ist die Vorrichtung erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) ein sich länglich erstreckendes Entnahmeelement (2) ist oder aufweist, das an seiner äußeren Oberfläche (3) zumindest eine Aufnahmetasche (4) für Schmiermittel aufweist. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren und ein Set zum Entnehmen von Schmiermittel aus einer Lageranordnung.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entnehmen von Schmiermittel aus einer Lageranordnung. Des weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren und ein Set zum Entnehmen von Schmiermittel aus einer Lageranordnung.

Für manche industrielle Anwendungsfälle werden Lageranordnungen benötigt die sehr aufwändig und teuer sind. Beispielsweise sei auf die Haupt-, Blatt- oder Turmlagerung einer Windkraftanlage hingewiesen. Die hier eingesetzten Lageranordnungen müssen möglichst gut überwacht werden, damit im Vorfeld von Lagerausfällen reagiert werden kann, so dass kostenintensive Ausfälle nach Möglichkeit vermieden werden können.

Dabei spielt die Versorgung des Lagers mit Schmiermittel eine entscheidende Rolle. Das hier zumeist verwendete Fett hat eine begrenzte Gebrauchsdauer, so dass zum rechten Zeitpunkt ein Austausch bzw. ein Nachfüllen des Schmiermittels nötig ist. Um festzustellen, wann entsprechende Maßnahmen erforderlich sind, wird bei manchen Anwendungen das Schmiermittel periodisch untersucht, um Veränderungen festzustellen. In manchen Fällen ist es hierfür erforderlich, eine Fettprobe aus der Lageranordnung zu entnehmen und zu analysieren. Um eine technisch fundierte Aussage über den Schmiermittelzustand machen zu können, wird in diesem Falle also eine Schmiermittelprobe insbesondere aus dem Innenraum des Lagergehäuses entnommen und analysiert.

Die Analyse von Fett ist mitunter aufwändig, so dass hierfür entsprechende Labors eingeschaltet werden müssen. Um die Analyse durchzuführen, muss freilich eine Probe des benutzten Schmiermittels vorliegen.

Bislang ist es üblich, eine Schmiermittelprobe aus dem Bereich der Dichtung, beispielsweise aus dem Labyrinth oder aus dem Dichtungsspalt, zu entnehmen. Allerdings kann die Schmiermittelprobe an dieser Stelle bereits beispielsweise durch Staub oder Feuchtigkeit – also durch Umwelteinflüsse – kontaminiert sein, so dass das Analyseergebnis verfälscht wird.

Die Erfindung stellt sich im Lichte dieser Umstände die Aufgabe, eine Vorrichtung zum Entnehmen von Schmiermittel aus einer Lageranordnung sowie ein zugehöriges Verfahren und ein Set zu schaffen, mit der bzw. mit dem es möglich wird, besonders effizient und damit kostengünstig sowie in unverfälschter Weise eine Probe des Schmiermittels zu entnehmen, um sie einer Analyse zuzuführen.

Die Lösung dieser Aufgabe durch die Erfindung ist vorrichtungsgemäß nach einer ersten Ausgestaltung der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein sich länglich erstreckendes Entnahmeelement ist oder aufweist, das an seiner äußeren Oberfläche zumindest eine Aufnahmetasche für Schmiermittel aufweist.

Die mindestens eine Aufnahmetasche, die an der äußeren Oberfläche des Entnahmeelements angeordnet ist, ermöglicht die Aufnahme von zu untersuchendem Schmiermittel, nachdem der mit der Aufnahmetasche versehene Abschnitt des Entnahmeelements in den Bereich des Schmiermittels eingebracht ist. Dort lagert sich infolge der Adhäsionswirkung das zu untersuchende Schmiermittel ab, so dass es nach der Entnahme des Entnahmeelements aus der Lageranordnung zur Verfügung steht.

Eine erste Fortbildung sieht vor, dass die mindestens eine Aufnahmetasche konkav ausgebildet ist. Sie ist bevorzugt nutförmig ausgebildet und erstreckt sich in Richtung der Längsachse des Entnahmeelements. Dabei kann vorgesehen sein, dass sich eine Anzahl von nutförmig ausgebildeten Aufnahmetaschen über den Umfang des Entnahmeelements verteilt in Richtung der Längsachse des Entnahmeelements erstrecken. Die Aufnahmetaschen können dabei äquidistant über den Umfang des Entnahmeelements verteilt angeordnet sein. Die mindestens eine Aufnahmetasche ist gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform in Richtung der Längsachse des Entnahmeelements betrachtet kreisabschnittsförmig ausgebildet ist, insbesondere viertelkreisförmig.

Um sich in den Aufnahmetaschen befindliches Fett zu sammeln, sieht eine Weiterbildung vor, dass die Vorrichtung weiterhin ein Abschabelement aufweist, das eine Durchtrittsöffnung für das Entnahmeelement, einen an die Durchtrittsöffnung angrenzenden Aufnahmeraum und mindestens eine Abschabkante aufweist. Das Abschabelement kann dabei schlauchförmig ausgebildet sein. Die Durchtrittsöffnung für das Entnahmeelement weist bevorzugt einen dem Querschnitt des Entnahmeelements entsprechenden Querschnitt auf.

Eine andere Fortbildung sieht vor, dass die Vorrichtung weiterhin ein schlauchförmig ausgebildetes Überzugselement aufweist, das über zumindest einen Teil der äußeren Oberfläche des Entnahmeelements aufgeschoben werden kann. Danach wird also eine schlauchförmige Hülle über das Aufnahmeelement geschoben, nachdem sich das zu untersuchende Schmiermittel in den Aufnahmetaschen befindet.

Die Vorrichtung kann weiterhin Mittel zum Abtrennen eines Teils des Entnahmeelements aufweisen. Bei diesen Mitteln handelt es sich insbesondere um eine Schere.

Das Entnahmeelement ist vorzugsweise zumindest abschnittsweise flexibel ausgebildet. Zumindest ein Teil des Entnahmeelements kann eine Eigensteifigkeit aufweisen, so dass es ohne äußere Krafteinwirkung in einer vorgeformten Lage verbleibt.

Eine andere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist folgende Komponenten auf:

  • – eine Vakuumpumpe,
  • – einen an die Vakuumpumpe ankoppelbaren oder angekoppelten Schlauch,
  • – Mittel zum Durchtrennen des Schlauchs und
  • – Mittel zum Verschließen der Enden eines abgetrennten Teils des Schlauchs.

Mit dieser Anordnung wird es möglich, in einfacher Weise zunächst Schmiermittel aus der Lageranordnung abzusaugen, um anschließend einen Teil des Schlauchs abzutrennen und die Enden des abgetrennten Teils so zu verschließen, dass das sich im abgetrennten Teil des Schlauchs befindliche Schmiermittel aus diesem nicht herausfließen kann. Dann kann das abgetrennte Teil des Schlauchs in einfacher Weise zu einem Analyselabor verschickt werden.

Es ist vom Betreiber der mit der fraglichen Lageranordnung versehenen Anlage damit möglich, ohne nennenswerte Spezialkenntnisse die Schmiermittelprobe zu entnehmen und an das Analyselabor zu versenden. Daraus ergeben sich geringere Unterhaltsaufwendungen für die Lageranordnung.

Vorteilhaft ist es, wenn ein Teil des Schlauchs flexibel ausgebildet ist, so dass eine biegsame Verbindung zwischen der Vakuumpumpe und dem Schlauchende hergestellt werden kann. Andererseits kann es vorteilhaft sein, wenn zumindest ein anderer Teil des Schlauchs eine Eigensteifigkeit aufweist, so dass er ohne äußere Krafteinwirkung in einer vorgeformten Lage verbleibt. Dies ermöglicht es, dass der Schlauch eigensteif beispielsweise durch eine Bohrung am Gehäuse der Lageranordnung eingeführt und gezielt zum Schmiermittel geführt werden kann.

Die Vakuumpumpe ist bevorzugt als Handpumpe, insbesondere als Kolbenpumpe, ausgebildet.

Als Mittel zum Durchtrennen des Schlauchs kommt bevorzugt eine Schere zum Einsatz.

Weiter kann vorgesehen werden, dass die Mittel zum Verschließen der Enden eines abgetrennten Teils des Schlauchs als Schlauchklemmen ausgebildet sind.

Besonders bevorzugt besteht der Schlauch aus einem an die Vakuumpumpe ankoppelbaren Basisschlauch, an dessen von der Vakuumpumpe entfernten Ende ein Schlauch-Endstück lösbar ankoppelbar ist. In diesem Falle ist es vorteilhaft, wenn der Basisschlauch fest mit der Vakuumpumpe verbunden ist.

Bei dem Schmiermittel handelt es sich bevorzugt um Fett.

Das vorgeschlagene Verfahren zur Entnahme von Schmiermittel aus der Lageranordnung unter Verwendung der zuletzt erläuterten Vorrichtung zeichnet sich erfindungsgemäß durch die Schritte aus:

  • a) Einführen des mit der Vakuumpumpe verbundenen Schlauchs, so dass das Schlauchende in dem Bereich der Lageranordnung zu liegen kommt, wo Schmiermittel vorliegt;
  • b) Absaugen des Schmiermittels durch Betätigung der Vakuumpumpe, so dass zumindest der Endbereich des Schlauchs mit Schmiermittel gefüllt wird;
  • c) Abtrennen zumindest eines Teils des mit Schmiermittel gefüllten Endbereichs des Schlauchs;
  • d) Verschließen der beiden Enden des abgetrennten Teils des Schlauchs, so dass kein Schmiermittel aus dem abgetrennten Teil des Schlauchs austreten kann.

Das vorgeschlagene Set zum Entnehmen von Schmiermittel aus der Lageranordnung weist nach einer Ausgestaltung auf

  • – ein sich länglich erstreckendes Entnahmeelement und
  • – ein Abschabelement.

Eine alternative Ausgestaltung des Sets weist auf

  • – eine Vakuumpumpe,
  • – einen an die Vakuumpumpe ankoppelbaren oder angekoppelten Basisschlauch,
  • – eine Anzahl von an den Basisschlauch ankoppelbare Schlauch-Endstücke,
  • – Mittel zum Durchtrennen des Schlauchs, insbesondere des Schlauch-Endstücks, und
  • – eine Anzahl von Mitteln zum Verschließen der Enden eines abgetrennten Teils des Schlauchs.

Hierdurch wird für eine Vielzahl von Entnahmen von Fettproben die Ausrüstung zur Verfügung gestellt, so dass mit dem Set dem Anwender ein Instrument in die Hand gegeben ist, mit dem er in kostengünstiger Weise für eine lange Zeit die Lageranordnungen seiner Anlage im erörterten Sinne überwachen kann.

Bevorzugt weist das Set ferner Versandmittel zum Postversand des Abschabelements bzw. des abgetrennten Teils des Schlauchs auf. Hierbei kann es sich um normale oder spezielle Versandumschläge handeln, die gegebenenfalls den Abmessungen des Abschabelements bzw. des abgeschnittenen und verschlossenen Schlauchabschnitts angepasst sind. Die Umschläge können bereits mit der Adresse des Analyselabors versehen sein, so dass es dem Anwender in besonders einfacher Weise möglich ist, eine periodische Überwachung des Fettzustands vorzunehmen.

Die Entnahme des Schmiermittels erfolgt so, dass keinerlei Verfälschung der Probe durch Umwelteinflüsse zu befürchten ist, da das Schmiermittel direkt am Ort der Lageranordnung entnommen wird. Das Endstück des Schlauchs fungiert gleichzeitig als Probenträger für das Schmiermittel, was die Handhabung sehr vereinfacht und eine Probenentnahme ohne nennenswerte Verschmutzung gewährleistet.

Mit dem vorgeschlagenen Konzept ist eine kostengünstige und einfache Möglichkeit zur Verfügung gestellt, um insbesondere große und teure Lageranordnungen hinsichtlich des Zustands des Schmiermittels zu überwachen und dabei vor allem die Arbeit der Fettentnahme zu vereinfachen, die bislang relativ aufwändig ist.

In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:

1 in perspektivischer Darstellung ein Entnahmeelement mit Aufnahmetaschen an der äußeren Oberfläche,

2 das Entnahmeelement gemäß 1 in einem Schnitt senkrecht zu dessen Längsachse,

3 die teilweise als Schnitt dargestellte Seitenansicht des Entnahmeelements, das in ein Abschabelement eingeschoben ist,

4 eine alternativ ausgebildete Vorrichtung zur Entnahme, d. h. vorliegend zum Absaugen von Schmiermittel aus einer nicht dargestellten Lageranordnung,

5 die Vakuumpumpe der Vorrichtung nach 4 samt angeschlossenem Schlauch,

6 eine Schlauchklemme vor und nach dem Abklemmen eines Schlauchstücks und

7 ein Set zur Entnahme von Schmiermittel.

In 1 ist eine Vorrichtung 1 zum Entnehmen von Schmiermittel aus einer Lageranordnung zu sehen, die vorliegend aus einem Entnahmeelement 2 besteht, das als sich länglich erstreckendes Rundprofil ausgebildet ist, beispielsweise aus Kunststoff oder Gummi. Im rechten Teil des Entnahmeelements 2 weist dieses an seinem äußeren Umfang 3 eine Anzahl Aufnahmetaschen 4, 4' auf, die im Ausführungsbeispiel als nutförmige Vertiefungen ausgebildet sind, die sich in Richtung der Längsachse 5 des Entnahmeelements 2 erstrecken.

In 2 ist der Schnitt durch das Entnahmeelement 2 im Bereich der Aufnahmetaschen 4, 4', 4'', 4''' zu sehen. Wie gesehen werden kann, weist das Entnahmeelement 2 äquidistant über den Umfang des Elements 2 vier Aufnahmetaschen 4, 4', 4'', 4''' auf, die im Schnitt jeweils eine im wesentlichen viertelkreisförmige Gestalt haben.

Wird das mit den Aufnahmetaschen 4, 4', 4'', 4''' versehene Ende des Entnahmeelements 2 in den mit Schmiermittel (Fett) gefüllten Bereich einer Lageranordnung eingeschoben, lagert sich infolge der Adhäsion in den Aufnahmetaschen 4, 4', 4'', 4''' Fett in den Taschen an, das dann nach der Entnahme des Elements 2 zu Analysezwecken zur Verfügung steht.

Zum Sammeln und Verschicken des Schmiermittels kann ein Abschabelement 6 eingesetzt werden, wie es in 3 skizziert ist. Das Abschabelement 6 kann als (kurzer) Schlauch ausgebildet sein, der eine Durchtrittsöffnung 7 für das Entnahmeelement 2 aufweist, in dessen Aufnahmetaschen sich Schmierstoff befindet. Das Profil der Durchtrittsöffnung 7 entspricht dabei demjenigen des Entnahmeelements 2, wie es beispielsweise in 2 zu sehen ist.

Angrenzend an die Durchtrittsöffnung 7 befindet sich ein Aufnahmeraum 8 für Schmiermittel, der durch einen Schlauchabschnitt 24 radial nach außen begrenzt wird, der sich an den Bereich der Durchtrittsöffnung 7 des Abschabelements 6 (rechts) anschließt. Der Bereich der Durchtrittsöffnung 7 des Abschabelements 6 weist am Übergang zum Schlauchabschnitt 24 eine Abschabkante 9 auf.

Wird das Entnahmeelements 2 von rechts in die Durchtrittsöffnung 7 des Abschabelements 6 eingeschoben und dann in Richtung des Pfeils weiterbewegt, streift die Abschabkante 9 sich in den Aufnahmetaschen 4, 4', 4'', 4''' befindliches Schmiermittel 23 in den Aufnahmeraum 8 ab, aus dem es später zu Analysezwecken entnommen werden kann.

Das Entnahmeelement 2 hat beispielsweise einen Außendurchmesser von ca. 10 mm. Die Radien der im Querschnitt kreisabschnittförmigen Aufnahmetaschen 4, 4', 4'', 4''' können im Bereich von 2 bis 3 mm liegen.

In 4 ist eine alternative Ausgestaltung der Vorrichtung 1 zu sehen, mit der wiederum Schmierstoff, insbesondere Fett, aus einer nicht dargestellten Lageranordnung entnommen werden kann. Die Vorrichtung 1 hat hier eine als Hand-Kolbenpumpe ausgebildete Vakuumpumpe 11, an die ein Schlauch 12 angekoppelt ist. Die Kupplung 20 ermöglicht eine lösbare Verbindung zwischen Schlauch 12 und Vakuumpumpe 11.

Der Schlauch 12 besteht aus zwei Teilen, nämlich aus einem Basisschlauch 12' und aus einem Schlauch-Endstück 12'', das über eine Kupplung 21 lösbar mit dem Basisschlauch 12' verbunden ist. Während der Basisschlauch 12' im wesentlichen flexibel ausgeführt ist, weist das Schlauch-Endstück 12'' eine gewisse Eigensteifigkeit auf. Diese ermöglicht es, das Schlauch-Endstück 12'' mit seinem Schlauchende 16 in eine Entnahmeöffnung im Gehäuse der Lageranordnung einzuführen und das Schlauchende 16 an den Ort zu schieben, an dem sich benutztes Schmiermittel befindet.

Die Vakuumpumpe 11 weist – als Kolben-Zylinder-Pumpe ausgebildet, s. 5 – einen Handgriff 22 auf, der nach dem Einführen des Schlauchs 12 zurückgezogen wird, so dass das entstehende Vakuum über das Schlauchende 16 Schmiermittel in das Schlauch-Endstück 12'' einsaugt. Wie es in 4 schematisch angedeutet ist, befindet sich nach diesem Vorgang eine Schmiermittelprobe 23 im Schlauch-Endstück 12''.

Wie es ferner in 4 angedeutet ist, wird anschließend mit einer Schere 10 ein Teil des Schlauch-Endstücks 12'' abgeschnitten. Dann werden die beiden Enden des abgetrennten Teils 15 des Schlauchs 12'' mit Schlauchklemmen 13 verschlossen (siehe 6), so dass die Schmiermittelprobe 23 im abgetrennten Teil 15 des Schlauchs 12'' eingeschlossen ist. Der Teil 15 kann dann in ein Analyselabor verschickt werden, wo die Schmiermittelprobe 23 untersucht werden kann.

In 7 ist ein Set skizziert, das dem Betreiber der mit der Lageranordnung versehenen Anlage zur Verfügung gestellt werden kann. Das Set weist die Vakuumpumpe 11 auf, an die der Basisschlauch 12' im Ausführungsbeispiel fest angekoppelt ist.

Über eine nicht dargestellte Kupplung kann ein Schlauch-Endstück 12'' an den Basisschlauch 12' angekoppelt werden, wobei eine Vielzahl von Schlauch-Endstücken 12'' vorhanden ist, um eine längere Zeit die Endstücke 12'' für eine Anzal von Probenentnahmen zur Verfügung zu haben.

Weiterhin ist eine Vielzahl von Schlauchklemmen 13 vorhanden, um abgeschnittene Stücke des Schlauch-Endstücks 12'' an beiden Enden zu verschließen.

Vorhanden sind auch eine Anzahl von Versandmitteln 19 in Form von Postumschlägen, die zur Aufnahme der abgeschnittenen und verschlossenen Schlauch-Endstücken 12'' ausgelegt sind.

Bestandteil des Sets ist auch eine Schere 10, die zum Durchtrennen des Schlauchs dient.

1
Vorrichtung zum Entnehmen von Schmiermittel
2
Entnahmeelement
3
äußere Oberfläche
4
Aufnahmetasche
4'
Aufnahmetasche
4''
Aufnahmetasche
4'''
Aufnahmetasche
5
Längsachse
6
Abschabelement
7
Durchtrittsöffnung
8
Aufnahmeraum
9
Abschabkante
10
Mittel zum Abtrennen (Schere)
11
Vakuumpumpe
12
Schlauch
12'
Basisschlauch
12''
Schlauch-Endstück
13
Mittel zum Verschließen der Enden des Schlauchs
(Schlauchklemme)
15
abgetrennter Teil des Schlauchs
16
Schlauchende
19
Versandmittel
20
Kupplung
21
Kupplung
22
Handgriff
23
Schmiermittelprobe
24
Schlauchabschnitt


Anspruch[de]
Vorrichtung (1) zum Entnehmen von Schmiermittel aus einer Lageranordnung, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) ein sich länglich erstreckendes Entnahmeelement (2) ist oder aufweist, das an seiner äußeren Oberfläche (3) zumindest eine Aufnahmetasche (4) für Schmiermittel aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Aufnahmetasche (4) konkav ausgebildet ist. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Aufnahmetasche (4) nutförmig ausgebildet ist und sich in Richtung der Längsachse (5) des Entnahmeelements (2) erstreckt. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich eine Anzahl von nutförmig ausgebildeten Aufnahmetaschen (4, 4', 4'', 4''') über den Umfang des Entnahmeelements (2) verteilt in Richtung der Längsachse (5) des Entnahmeelements (2) erstrecken. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmetaschen (4, 4', 4'', 4''') äquidistant über den Umfang des Entnahmeelements (2) verteilt angeordnet sind. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Aufnahmetasche (4, 4', 4'', 4''') in Richtung der Längsachse (5) des Entnahmeelements (2) betrachtet kreisabschnittsförmig ausgebildet ist. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Aufnahmetasche (4, 4', 4'', 4''') etwa viertelkreisförmig ausgebildet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie weiterhin ein Abschabelement (6) aufweist, das eine Durchtrittsöffnung (7) für das Entnahmeelement (2), einen an die Durchtrittsöffnung (7) angrenzenden Aufnahmeraum (8) und mindestens eine Abschabkante (9) aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschabelement (6) schlauchförmig ausgebildet ist. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchtrittsöffnung (7) für das Entnahmeelement (2) einen dem Querschnitt des Entnahmeelements (2) entsprechenden Querschnitt aufweist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie weiterhin ein schlauchförmig ausgebildetes Überzugselement aufweist, das über zumindest einen Teil der äußeren Oberfläche des Entnahmeelement (2) aufgeschoben werden kann. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sie weiterhin Mittel (10) zum Abtrennen eines Teils des Entnahmeelements (2) aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (10) zum Abtrennen als Schere ausgebildet sind. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Entnahmeelement (2) zumindest abschnittsweise flexibel ausgebildet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil des Entnahmeelements (2) eine Eigensteifigkeit aufweist, so dass es ohne äußere Krafteinwirkung in einer vorgeformten Lage verbleibt. Vorrichtung (1) zum Entnehmen von Schmiermittel aus einer Lageranordnung,

gekennzeichnet durch

– eine Vakuumpumpe (11),

– einen an die Vakuumpumpe ankoppelbaren oder angekoppelten Schlauch (12),

– Mittel (10) zum Durchtrennen des Schlauchs (12) und

– Mittel (13) zum Verschließen der Enden eines abgetrennten Teils (15) des Schlauchs (12).
Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil des Schlauchs (12) flexibel ist. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil des Schlauchs (12) eine Eigensteifigkeit aufweist, so dass er ohne äußere Krafteinwirkung in einer vorgeformten Lage verbleibt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Vakuumpumpe (11) als Handpumpe, insbesondere als Kolbenpumpe, ausgebildet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (10) zum Durchtrennen des Schlauchs (12) als Schere ausgebildet sind. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (13) zum Verschließen der Enden eines abgetrennten Teils (15) des Schlauchs (12) als Schlauchklemmen ausgebildet sind. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch (12) aus einem an die Vakuumpumpe (11) ankoppelbaren Basisschlauch (12') besteht, an dessen von der Vakuumpumpe (11) entfernten Ende ein Schlauch-Endstück (12'') lösbar ankoppelbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Basisschlauch (12') fest mit der Vakuumpumpe (11) verbunden ist. Verfahren zum Entnehmen von Schmiermittel aus einer Lageranordnung mit einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 23,

dadurch gekennzeichnet,

dass es die Schritte umfasst:

a) Einführen des mit der Vakuumpumpe (11) verbundenen Schlauchs (12), so dass das Schlauchende (16) in dem Bereich der Lageranordnung zu liegen kommt, wo Schmiermittel vorliegt;

b) Absaugen des Schmiermittels durch Betätigung der Vakuumpumpe (11), so dass zumindest der Endbereich des Schlauchs (12) mit Schmiermittel gefüllt wird;

c) Abtrennen zumindest eines Teils des mit Schmiermittel gefüllten Endbereichs des Schlauchs (12);

d) Verschließen der beiden Enden des abgetrennten Teils des Schlauchs (12), so dass kein Schmiermittel aus dem abgetrennten Teil des Schlauchs (12) austreten kann.
Set zum Entnehmen von Schmiermittel aus einer Lageranordnung unter Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Set aufweist:

– ein sich länglich erstreckendes Entnahmeelement (2) und

– ein Abschabelement (6).
Set nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass es weiterhin Versandmittel (19) zum Postversand des Abschabelements (6) aufweist. Set zum Entnehmen von Schmiermittel aus einer Lageranordnung unter Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 23,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Set aufweist:

– eine Vakuumpumpe (11),

– einen an die Vakuumpumpe (11) ankoppelbaren oder angekoppelten Basisschlauch (12'),

– eine Anzahl von an den Basisschlauch (12') ankoppelbare Schlauch-Endstücke (12''),

– Mittel (10) zum Durchtrennen des Schlauchs (12), insbesondere des Schlauch-Endstücks (12''), und

– eine Anzahl von Mitteln (13) zum Verschließen der Enden eines abgetrennten Teils (15) des Schlauchs (12).
Set nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass es weiterhin Versandmittel (19) zum Postversand des abgetrennten Teils (15) des Schlauchs (12) aufweist.






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