| Dokumentenidentifikation |
DE102007006277A1 23.08.2007 |
| Titel |
Gesteinsanker mit Fließgeometrie für Mörtel |
| Anmelder |
Raytheon UTD Inc., Springfield, Va., US |
| Erfinder |
Giraldo, Luis B., Fairfax, Va., US; Cotten, Steven A., Dumfries, Va., US |
| Vertreter |
Gleiss Große Schrell & Partner Patentanwälte Rechtsanwälte, 70469 Stuttgart |
| DE-Anmeldedatum |
31.01.2007 |
| DE-Aktenzeichen |
102007006277 |
| Offenlegungstag |
23.08.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
23.08.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
E21D 21/00(2006.01)A, F, I, 20070131, B, H, DE
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| Zusammenfassung |
Gesteinsanker mit modifizierter Geometrie der Spitze, zur Verbreitung von Verpressmaterial den Anker entlang und/oder zum Zerreißen eines Behälters mit Verpressmaterial sowie Verfahren zur Anwendung eines derartigen Gesteinsankers zur Unterstützung von Substrat.
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| Beschreibung[de] |
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Rechte der Regierung
Die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika hat aufgrund der
Finanzierung unter Vertragsnummer R01 OHO7727, vergeben durch NIOSH (National Institute
for Occupational Safety and Health, Staatliche Agentur für Sicherheit und Gesundheit
am Arbeitsplatz), möglicherweise gewisse Rechte an dieser Erfindung.
Gebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Gesteinsanker und auf Verfahren
für den Gebrauch derartiger Anker.
Hintergrund
In den Vereinigten Staaten von Amerika ist in kaum einem anderen Industriezweig
die Sterblichkeitsrate aufgrund tödlicher Verletzungen so hoch wie im Bergbau
unter Tage, nämlich mehr als fünf mal so hoch wie der Landesdurchschnitt
im Vergleich zu anderen Industriezweigen. Trotz technologischer Fortschritte und
industrieweiter Bemühungen stellen Hangendbrüche in Bergwerken nach wie
vor eines der größten Sicherheitsrisiken im Untertagebergbau dar. In den
letzten zehn Jahren wurden rund 50 Prozent aller tödlichen Unfälle unter
Tage durch Gebirgsbrüche verursacht. Da die am leichtesten zugänglichen
Kohlereserven erschöpft sind, müssen Bergwerke den Kohlebedarf gezwungenermaßen
durch Arbeiten in Gebieten decken, in denen die geologischen Bedingungen sowie die
damit verbundenen Bedingungen für die Felsüberwachung schwieriger sind.
Gesteinsverpressanker und mechanische Expansionsgesteinsanker sind
die üblicherweise für die Sicherung und Stabilisierung von Firsten und
Abbaukanten in Bergwerken am häufigsten gebrauchten Mittel, die insgesamt über
99 Prozent der in Kohlebergwerken in den Vereinigten Staaten eingesetzten Gesteinsanker
umfassen. Typischerweise sind für die Unterstützung von Bergwerksfirsten
Gesteinsanker vorgesehen, und zwar entweder durch Balkenbildung (mehrere Gesteinsschichten
werden zusammen verankert, damit sie als größerer Einzelbalken fungieren
können), durch Aufhängung von weichem Fels an kompetenteren Schichten,
Bildung eines Druckgewölbes oder Unterstützung von Einzelblöcken.
Für beide Stützverfahren, das heißt sowohl für Gesteinsverpressanker
als auch für mechanische Expansionsgesteinsanker, erfordern Pilotbohrungen
im Gestein und die Anbringung von Verankerungen in diesen Bohrungen. Die Tatsache,
dass mechanische Anker seltener und Verpressanker häufiger verwendet werden,
ist darauf zurückzuführen, dass Gesteinsverpressanker ihre Ankerlast auf
dem Gestein über eine größere Fläche verteilen und daher im
Allgemeinen höchste Verankerungsleistung bieten. Die Anwendung von Gesteinsverpessankern
für die Felsüberwachung ist jedoch mit Problemen verbunden, von denen
einige durch das Vorhandensein von mechanisch weichem Gestein noch verschlimmert
werden.
1A zeigt eine schematische Darstellung des Verankerungsverfahrens
mit einem Gesteinsverpressanker. 1B zeigt eine schematische
Darstellung des Verankerungsverfahrens mit einem mechanischen Expansionsgesteinsanker.
Bei dem in 1A gezeigten Verpressanker 101
handelt es sich um einen Bewehrungsanker mit einem aus der Pilotbohrung
118 hervorragenden Gewindeende 109. Der Bewehrungsstab
103 ist von Harz oder Mörtel 105 umgeben und mit einer durch
eine Mutter 111 gehaltene Stirnplatte 107 versehen. Der in
1B gezeigte mechanisch befestigte Anker 102
besitzt eine Gewindespitze 106 und ein Gewindeende 108. Die Spitze
106 ist in den mechanischen Anker 110 eingeschraubt, der sich
bei diesem Vorgang spreizt. Das Gewindeende 108 ist mit einer Stirnplatte
112, einer Unterlegscheibe 116 und einer Mutter 114 versehen.
Andere Bauarten derartiger Anker können ein in Form einer Mutter (208,
2) geschmiedetes Ende anstelle eines Gewindeendes
108 besitzen.
2 zeigt die zylinderförmige Geometrie des stumpfen
Einführendes 206 eines typischen Gesteinsverpressankers
202 mit einem geschmiedeten Kopf 208. Wie aus der Abbildung ersichtlich
ist, sind an der Spitze 206 des Gesteinsankers keinerlei Modifikationen
für ein signifikantes Zusammenwirken des Ankers 202 mit einem Verpressmaterial
vorhanden. In 3A bis 3C
ist die Abfolge der Vorgänge veranschaulicht, die für die Installation
eines derartigen Gesteinsankers 202 für eine Mörtelverankerung
im First eines Bergwerks 313 erforderlich sind (jedoch können ein
derartiger Vorgang und ein derartiger Anker für die Sicherung jedes beliebigen
Gesteins angewendet werden).
Wie in 3A gezeigt, wird nach Herstellen
einer Pilotbohrung 318 mit der richtigen Länge und dem richtigen Durchmesser
im First 313 eine dichte Patrone 320 mit Zweikomponentenmörtel
305 in die Pilotbohrung 318 eingeführt. Dann wird der Firstanker
202 in die Bohrung 318 eingeführt. Danach wird der Firstanker
202 in schnelle Drehung versetzt und gleichzeitig in die Bohrung
318 vorgetrieben. An dem in 3B gezeigten Ankereinführpunkt
325 komprimiert die vortreibende stumpfe Spitze 206 des Ankers
die dichte Mörtelpatrone 320 und spreizt dadurch die Patronenhülle
322, bis sie das Ende der Pilotbohrung 318 vollständig gefüllt
hat. Durch die Eigenbruchfestigkeit der Mörtelpatronenhülle
322 und die Eingrenzung durch die Wände der Pilotbohrung 318
kann der Anker 202 mehrere Zoll in das durch die Mörtelpatrone
320 eingenommene Volumen eindringen, bevor die Patronenhülle
322 nachgibt und das in ihr enthaltene Verpressmaterial 305 freigibt
und damit einen beträchtlichen Druck in dem Mörtel 305 aufbaut.
Nachdem die Hülle 322 zerreißt, treibt sich der rotierende Anker
202 weiterhin durch den Mörtel 305 voran, durchmischt dabei
dessen Komponenten und drückt den durchmischten Mörtel zurück den
Anker 202 entlang und durch den zwischen dem Firstanker 202 und
der Wandung der Pilotbohrung 318 gebildeten engen Ring 315.
Wie in 3C gezeigt, umgibt der Mörtel
305 danach wenigstens teilweise den vollständig eingeführten
Anker 202 und verbindet nach Aushärten den Anker 202 mit
dem Firstmaterial 313 mit dem Ziel, die Gesamtintegrität des Bergwerkfirstes
313 zu verbessern. Durch eine ungenügende Durchmischung und Beförderung
des Verpressmaterials 305 durch den Anker 202 kann es dazu kommen,
dass das Verpressmaterial 305 den Anker 202 nicht über dessen
gesamte Länge umgibt. Selbst bei einem strukturierten Bewehrungsstab (103,
1A) sind die relativ weiche Oberfläche und die
stumpfe Spitze 206 nicht dazu ausgelegt, diese Durchmischung und Beförderung
zu erreichen.
Die in Kohlebergwerken unter Tage anzutreffenden Firstbedingungen
werden in zunehmendem Maße weicher. Wie in der Zusammenfassung der Arbeit von
Zhang et al., „Design Considerations of Roof Bolting under Very Weak Roof
Conditions", vorgelegt bei der Technikkonferenz „SME Annual Meeting and Exhibit"
im Jahre 2006, dargelegt, deren Offenbarung im vorliegenden Dokument durch Bezugnahme
enthalten ist, stellte man fest, dass im Illinois-Becken die leichter abgebauten
Reserven mit kompetenterem Firstgestein schnell erschöpft sind, während
die schwefelärmeren Kohlen höherer Qualität stärker mit schwächerem
Schichtengestein verbunden sind. Die Anbringung von Firstankern unter Bedingungen
mit weniger kompetenten Firsten in Kohlebergwerken unter Tage ist häufig schwierig,
nicht nur, weil der First eine sehr niedrige mechanische Eigenfestigkeit besitzt,
sondern auch, weil er aus dünnen Schichten von unterschiedlichen Gesteinsarten
besteht.
Jüngere Untersuchungen in Bergwerken mit schwachem Firstgestein
haben gezeigt, dass die herkömmlichen Verankerungsverfahren unter Verwendung
von standardmäßigen vollständig von Mörtel umgebenen Bewehrungsankern
eine hydraulische Bruchbildung des Firstes aufgrund eines Druckaufbaus in dem Mörtel
verursachen können, wobei der Druck ausgeübt wird, kurz bevor der Behälter
mit dem Verpressmaterial reißt, wie in 3B gezeigt.
Zu diesen Untersuchungen gehören beispielsweise Pile J. et al., „Short-encapulsation
Pull Test for Roof Bolt Evaluation at an Operating Coal Mine", in Proceedings: 22nd
International Conference on Ground Control in Mining, WV, 5.–7. August 2003;
Compton C., et al., „Investigation of Fully Grouted Roof Bolts Installed
Under In Situ Conditions", in Proceedings: 24th International Conference on Ground
Control in Mining, WV, 2.–4. August 2005; und Campbell R. N., et al., „Investigation
into the Extent and Mechanisms of Gloving and Un-mixed Resin in Fully Encapsulated
Roof Bolts", in Proceedings: 22nd International Conference on Ground Control in
Mining, WV, 5.–7. August 2003. Die Offenbarungen dieser Schriften sind durch
Bezugnahme im vorliegenden Dokument enthalten.
Infolge der hydraulischen Bruchbildung kann außerhalb der Pilotbohrung
Mörtel seitlich in den First injiziert werden (auch als Mörtelmigration
bekannt), was zu einer Trennung der Gesteinsschichten und einer Verkürzung
der in dem Verpressmaterial befindlichen Länge der Ankerumhüllung führt.
Der Verlust von Mörtel aufgrund seitlicher Mörtelmigration
bewirkt außerdem, dass die Mörtelsäule in der Länge verkürzt
wird. Dies hat eine erhebliche Wirkung auf die Bemessungsannahmen und die Stabilität
von Grubenräumen. Darüber hinaus kann aufgrund von Verpressankern mit
durch die geringere Länge der Mörtelsäule verursachter verkürzter
Umhüllung der Ankerschaft mit der Grubenumgebung in Berührung kommen,
was möglicherweise zu Korrosion und letztendlich zu einer Verschlechterung
des Firstabstützsystems führt. Unter manchen Bedingungen, wie beispielsweise
bei Bergwerken mit einem hohen Gehalt an Schwefelwasserstoff im Firstgestein, sind
die Korrosionsauswirkungen noch ausgeprägter, so dass der Bedarf an einer vollständigen
Umhüllung der Anker sogar noch wichtiger wird.
Ein von den Erfindern durchgeführtes Feldtestprogramm mit verschiedenen
Mörtelarten, Einführgeschwindigkeiten und Ringgrößen war speziell
dafür ausgelegt, die für die Einführung von standardmäßigen
Ankern mit stumpfem Ende erforderlichen Kräfte zu kennzeichnen. In den Tests
wurden Anker mit stumpfem Ende bei konstanter Geschwindigkeit und ohne Drehung in
mörtelgefüllte Pilotbohrungen in einen Bergwerksfirst (das Substrat) geschoben.
Zwischen dem Bohrkopf und dem Anker wurde zur Messung der Last ein Kraftaufnehmer
installiert. Zur Messung der Ankerverschiebung wurde ein Dehnungsmesser verwendet.
Die Last- und Verschiebungswerte wurden gleichzeitig gemessen.
Im Testplan wurden drei Ankersysteme unter Einsatz von standardmäßigen
Bewehrungsankern, zwei Mörtelarten und zwei Einführgeschwindigkeiten festgelegt.
Bei diesen Parametern sind zwölf Kombinationen möglich, wobei zwei Tests
für jede Kombination für insgesamt 24 Tests durchführt wurden. Die
Ankersysteme waren folgende: (a) ein Anker Nr. 6 (Durchmesser 0,75
Zoll = 19 mm) in einer Bohrung mit einem Durchmesser von 1,03" (= 26,16 mm), (b)
ein Anker Nr. 6 (Durchmesser 0,75 Zoll = 19 mm) in einer Bohrung mit einem Durchmesser
von 1,25" (= 31,75 mm) und (c) ein Anker Nr. 7 (Durchmesser 0,875 Zoll = 22,22 mm)
in einer Bohrung mit einem Durchmesser von 1,375" (= 34,9 mm), jeweils mit 6 Fuß
(= 1,83 m) langen Bewehrungsankern mit Standardkopf. Die getesteten Mörteltypen
waren Minova LIF und Fasloc niedriger Viskosität, jeweils mit einer Abbindezeit
von zwei Minuten. Passend für das jeweilige Ankersystem wurden Mörtelpatronen
mit einem Durchmesser von 0,9 Zoll (= 22,86 mm), 1,125 Zoll (= 28,58 mm) und 1,25
Zoll (= 31,75 mm) verwendet. Die Einführgeschwindigkeiten der Anker in die
Pilotbohrungen betrugen 4,5 Zoll (= 114,3 mm) und 7 Zoll (= 177,8 mm) pro Sekunde.
Diese Tests ermöglichten die Messung der Einführkraft und
zeigten, wie die Testparameter sich gegenseitig beeinflussen, um die Druckfront
vor der Ankerspitze zu erzeugen. Erwartungsgemäß erhöhte sich die
Kraft, die erforderlich war, um den Anker in die mit Mörtel gefüllte Bohrung
zu schieben, um so mehr, je tiefer der Anker eingeführt wurde. Die beobachteten
Lastkurven waren für die beiden verwendeten Mörtelarten ähnlich,
und in den Tests wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen den Lastbereichen
festgestellt. Jedoch löste in einigen Fällen die frühe Erzeugung
eines höheren Druckes eine hydraulische Bruchbildung des Firsts aus, gefolgt
von einem Harzverlust, was wiederum die beobachtete Länge der Ankerumhüllung
verkürzte.
Die Einführlast (bzw. -kraft) wurde für jeden Test gegen
die Tiefe aufgetragen. Alle Kurven zeigten ein gemeinsames Verhalten, wobei sich
drei deutliche Lastbereiche zeigten, wie in 4 dargestellt.
Die anfängliche Einführlast stieg mit einer relativ niedrigen Rate bis
zu einer Einführtiefe von ungefähr 20 Zoll (= 50,8 cm) konstant an (Bereich
I im Diagramm). An diesem Punkt stieg die Last für kurze Zeit beschleunigt
an (Bereich II im Diagramm). Danach sank die Lastrate auf eine Rate ab, die nur
geringfügig höher war als die anfangs beobachtete Rate (Bereich III im
Diagramm). Bereich I war in den meisten Tests klar abgegrenzt. Die Bereiche II und
III zeigten in stärkerem Maße Schwankungen und überlappten sich in
einigen Fällen.
Die Kurve in 4 kann in Bezug auf die
stattfindenden Auswirkungen wie folgt interpretiert werden. In Bereich I erfolgte
ein Komprimierung der intakten Mörtelpatrone mit einem auf die Patrone einwirkenden
Poisson-Effekt. Das bedeutet, dass sich die Patrone, während sie in ihrer Länge
komprimiert wurde, in der Bohrung ausdehnte, bis der Übergang des ersten Bereichs
erreicht war. Da die Patrone die Bohrung nun ausgefüllt hat, erhöhte sich
der Druck, bis die Bruchfestigkeit der Patronenhülle überschritten war.
Nach dem Zerreißen der Hülle begann ähnlich wie bei einem Wasserfluss
in einem Rohr der Mörtel zu fließen, auch wenn der Mörtel sehr viel
zähflüssiger ist als Wasser. Die Flussrate blieb konstant, da die Einführgeschwindigkeit
auf einem konstanten Wert gehalten wurde und die Last proportional zur Länge
der Ankereinführung anstieg. In einigen Fällen löste die frühe
Erzeugung eines höheren Druckes eine hydraulische Bruchbildung des Firsts aus,
gefolgt von Harzverlust, was wiederum die beobachtete Länge der Ankerumhüllung
verkürzte.
Die Möglichkeit, die Viskosität des Mörtels zu verringern,
um so den Innendruck bei der Installation zu reduzieren, ist keine praktische Lösung,
weil Mörtel niedriger Viskosität während der Installation des Ankers
aus der Bohrung austreten und daher alle Vorteile zunichte machen könnte. Ferner
würde Mörtel mit einer Viskosität, die niedriger als die gegenwärtig
benutzte ist, einen höheren Anteil der teuersten Mörtelkomponenten enthalten
und somit keine wirtschaftliche Lösung des Problems der Mörteldruckverminderung
darstellen.
Um einen Druckaufbau zu verhindern, wurde in Bergwerken auch schon
eine Bohrung mit Übergröße verwendet. Jedoch ist diese Lösung
nicht optimal, weil dafür zusätzlicher Mörtel erforderlich ist und
die Verankerungsleistung des Ankers vermindert wird. Daher besteht ein Bedarf an
einem Verfahren und einer Vorrichtung zur Überwindung der nach dem Stand der
Technik auftretenden Probleme.
Zusammenfassung
Die Erfindung bezieht sich auf Modifikationen und Verbesserungen von
Ausführungen und Verfahrensweisen in Bezug auf bestehende Verpressanker, mit
dem Ziel, die Verankerungsleistung der Anker bei allen gegebenen Bedingungen zu
verbessern, insbesondere bei Vorhandensein von Gestein mit geringer Druckfestigkeit
oder Schichtstruktur.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung umfasst eine modifizierte
Geometrie der zuerst in eine Pilotbohrung eingeführte Spitze eines Gesteinsankers.
Die modifizierte Geometrie sieht ein physikalisches Mittel vor, das den Fluss von
Mörtel am Ende des Ankers vorbei erleichtert, die Verteilung des Mörtels
in dem zwischen dem Anker und der Pilotbohrung gebildeten Ring begünstigt und/oder
das Zerreißen des Behälters mit dem Verpressmaterial in der Pilotbohrung
ermöglicht.
Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung wird die
verbesserte Leistung des Gesteinsverpressankersystems dadurch erreicht, dass die
Spitze des Gesteinsankers in Form einer Schnecke modifiziert wird, was ein Fließen
des Mörtels und dessen Durchmischung in der Bohrung erleichtert und
somit eine höhere Verankerungsleistung jedes Ankers durch Bereitstellen einer
längeren Mörtelsäule ermöglicht, die effektive Dicke der durch
die Befestigung des Ankers in dem abgestützten First gebildeten Konstruktion
erhöht und die Möglichkeit einer Korrosion des Ankers durch eine Verkürzung
der Länge des Ankers, die der Grubenumgebung ausgesetzt ist, verringert.
Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die
Geometrie der Spitze des Gesteinsankers so modifiziert, dass sie ein physikalisches
Mittel umfasst, welches ein schnelles Zerreißen einer dichten Mörtelpatrone
ermöglicht und dadurch den Druckaufbau des Mörtels in der Patrone reduziert.
Durch die Verminderung des Mörtelinnendrucks bei der Installation des Ankers
kann die Möglichkeit einer hydraulischen Bruchbildung des Firstgesteins reduziert
werden, die effektive Länge der Ankerumhüllung wird durch Vermeiden eines
Mörtelverlustes in das Firstgestein vergrößert, eine „Behandschuhung"
des Ankers wird durch Verhindern einer auf den Mörtelinnendruck während
der Installation zurückzuführenden Dehnung der Patrone reduziert, und
die Verankerungsleistung des Ankers wird infolge der verringerten Anker-„Behandschuhung"
und der vergrößerten Ankerumhüllung verbessert.
Die oben beschriebenen sowie weitere Konstruktionen, Verfahrensweisen
und Vorteile der Erfindung werden mit Hilfe der folgenden Beschreibung unter Bezugnahme
auf die beiliegenden Zeichnungen besser verständlich.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
1A zeigt eine schematische Darstellung eines Gesteinsverpressankers
mit entsprechendem Verankerungsverfahren.
1B zeigt eine schematische Darstellung eines mechanischen
Expansionsgesteinsankers mit entsprechendem Verankerungsverfahren.
2 zeigt das stumpfe Einführende eines herkömmlichen
Verpressankers.
3A, 3B und 3C
zeigen Stufen bei der herkömmlichen Installation eines mit Mörtel im Substrat
befestigten Ankers, beispielsweise in einem Bergwerksfirst.
4 zeigt ein Diagramm, in dem die Einführlast (bzw.
-kraft) gegen die Einführtiefe aufgetragen ist und das eine Reihe von Beobachtungen
aus Feldtests mit herkömmlichen Gesteinsankern darstellt.
5 zeigt einen Gesteinsanker mit einer erfindungsgemäß
modifizierten Geometrie.
6 zeigt einen Gesteinsanker mit einer erfindungsgemäß
modifizierten Geometrie.
7 zeigt einen Gesteinsanker mit einer erfindungsgemäß
modifizierten Geometrie.
8 zeigt einen Gesteinsanker mit einer erfindungsgemäß
modifizierten Geometrie.
9 zeigt einen Gesteinsanker mit Vorsprüngen für
ein besseres Haltevermögen, jedoch ohne eine erfindungsgemäß modifizierte
Geometrie der Spitze.
10 zeigt einen Gesteinsanker mit Vorsprüngen für
ein besseres Haltevermögen und einer erfindungsgemäß modifizierten
Geometrie der Spitze.
11 zeigt eine grafische Darstellung, in der der Haltefaktor
gegen den Ankertyp aufgetragen ist und die den höheren Haltefaktor sowohl von
herkömmlichen als auch erfindungsgemäßen Gesteinsankern veranschaulicht.
12 zeigt einen Gesteinsanker mit Vorsprüngen für
ein besseres Haltevermögen und einer erfindungsgemäß modifizierten
Geometrie der Spitze.
Detaillierte Beschreibung
In der folgenden detaillierten Beschreibung wird auf die beiliegenden
Zeichnungen Bezug genommen, die Teil des vorliegenden Dokuments sind und mit Hilfe
von Darstellungen spezifische Ausgestaltungen zeigen, in denen die Erfindung angewendet
werden kann. Diese Ausgestaltungen sind ausreichend detailliert beschrieben, so
dass Fachleute die Erfindung anwenden können; es versteht sich, dass auch weitere
Ausgestaltungen verwendet werden können und dass es möglich ist, konstruktive,
logische und weitere Veränderungen vorzunehmen, ohne dass der Geist und der
Umfang der vorliegenden Erfindung verlassen werden. Die Abfolge der beschriebenen
Verfahrensschritte ist für die Ausgestaltungen der Erfindung beispielhaft,
jedoch ist die Abfolge der Schritte nicht auf die hier dargelegte beschränkt,
sondern kann wie nach dem Stand der Technik bekannt verändert werden, mit Ausnahme
solcher Schritte, die zwingend in einer bestimmten Reihenfolge durchzuführen
sind. Die Begriffe „Harz" und „Mörtel" sind im vorliegenden Dokument
austauschbar. Die Erfindung wird insbesondere in Bezug auf die Verstärkung
von Bergwerksfirsten vorgestellt, ist jedoch auch für die Verstärkung
oder Verankerung jedes beliebigen bohrfähigen Substrats geeignet und kann daher
in ihrer Größe angepasst werden.
Ausgestaltungen der Erfindung beziehen sich auf einen
Gesteinsanker zur Verstärkung eines Substrats, beispielsweise des Firstes in
einem Bergwerk. Der Gesteinsanker besitzt an der zuerst in eine Pilotbohrung eingeführten
Spitze eine modifizierte Geometrie. Die modifizierte Geometrie stellt ein physikalisches
Mittel bereit, das den Fluss von Mörtel am Ende des Ankers vorbei erleichtert,
die Verteilung des Mörtels in dem zwischen dem Anker und der Pilotbohrung gebildeten
Ring unterstützt und/oder das Zerreißen des Behälters mit dem Verpressmaterial
in der Pilotbohrung ermöglicht. Die erfindungsgemäßen Gesteinsanker
und Verfahren können mit Bohrungen und Gesteinsankern verwendet werden, die
entsprechend dem in der Patentanmeldung US 10/919,271 beschriebenen Gegenstand hergestellt
beziehungsweise ausgebildet sind, welche durch Bezugnahme in Gänze im vorliegenden
Dokument enthalten ist. Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
beschrieben.
Bei verschiedenen Ausgestaltungen der Erfindung ist das stumpfe Einführende
typischer Verpressanker nicht mehr vorhanden; statt dessen wird eine modifizierte
Geometrie der Ankerspitze verwendet. Diese Geometrie ermöglicht eine kleinere
Querschnittsfläche an der Spitze des Ankers und/oder eine Pumpwirkung ähnlich
der eines Bohrstocks, während der rotierende Anker im gewöhnlichen Installationsprozess
in die Bohrung vorangetrieben wird. Diese Pumpwirkung unterstützt den Fluss
von Mörtel durch den Ring zwischen dem Gesteinsanker und der Pilotbohrung,
reduziert so das Druckgefälle beim Einführen des Ankers durch das Verpressmaterial
und minimiert dadurch den maximalen Gesamtdruck in der Pilotbohrung.
5 zeigt einen Gesteinsanker 502 nach einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung, welcher eine Spitze 508 in Form
einer Schnecke umfasst. Während diese Spitze 508 durch das Verpressmaterial
rotiert, wird das Verpressmaterial durch die Schneckenform gezwungenermaßen
durchmischt und weiter nach unten an der Spitze 508 vorbei transportiert.
Das Verpressmaterial wird den Gesteinsanker 502 entlang nach unten gedrückt,
während sich der Anker 502 weiter in die Pilotbohrung dreht. Die äußere
Spitze 506 des Gesteinsankers 502 besitzt eine kleinere Querschnittsfläche.
6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Die äußere Spitze 606 des Gesteinsankers ist zwar wie bei einem
herkömmlichen Anker stumpf ausgeführt, die Spitze 608 besitzt
aber unterhalb des äußeren Endes eine modifizierte Geometrie. Die Schneckenform
dieser modifizierten Geometrie zeigt ihre Wirkung, wenn die Spitze 608
in das Verpressmaterial oder in den Behälter mit dem Verpressmaterial eingeführt
wird. Sobald der Behälter zerreißt, wird der Mörtel durch die schneckenförmige
Geometrie der Spitze durchmischt und nach unten den Gesteinsanker 602 entlang
geschoben.
Die tatsächliche Geometrie der Anstiegskante des Ankers, die
Schneckensteigung und weitere physikalische Anforderungen des in 5
und 6 beispielhaft dargestellten Gesteinsankers können
auf Grundlage des Durchmessers des Ankers, des Durchmessers der Pilotbohrung, der
Viskosität des Mörtels, der Ankereinführgeschwindigkeit und der Ankerrotationsgeschwindigkeit
ausgelegt werden. Die Aufgabe bei der Auslegung der Geometrie der Spitze ist es,
die Geometrie in Bezug auf diese Betriebsparameter so zu optimieren, dass der Fluss
des Mörtels um den Anker maximiert und der Grad des Druckanstiegs des Mörtels
in der Pilotbohrung minimiert werden.
9 zeigt einen Gesteinsanker 902 mit Rockwellhärte
HRB-E, wie er in der Patentanmeldung US 10/919,271 beschrieben ist und welcher zum
Schneiden einer Pilotbohrungsrille Vorsprünge 910 an der Spitze
908 besitzt, jedoch ohne schneckenförmige Modifikation. Der Gesteinsanker
902 mit Rockwellhärte HRB-E umfasst eine äußere Spitze
906 in abgeflachter Form. Beim Einführen des Gesteinsankers
902 mit Rockwellhärte HRB-E in eine Bohrung stellen die Vorsprünge
910 eine Rille in der Bohrungswand her und erzeugen Bohrklein, das sich
mit dem Mörtel vermischt.
10 zeigt einen Gesteinsanker 1002 mit Rockwellhärte
HRB-EP, welcher eine Spitze 1008 umfasst, die nach einer Ausgestaltung
der Erfindung so modifiziert ist, dass sie für den Transport des Verpressmaterials
die Form einer Schnecke besitzt. Auch der Gesteinsanker 1002 mit Rockwellhärte
HRB-EP umfasst Vorsprünge 1010 und eine äußere Spitze
1006 in abgeflachter Form
11 zeigt eine grafische Darstellung mit einem Vergleich
zwischen einem durchschnittlichen Haltefaktor (der Verankerungskraft eines installierten
Gesteinsankers) und dem Ankertyp, und zwar für einen in 9
gezeigten Gesteinsanker 902 mit Rockwellhärte HRB-E, einen in
10 gezeigten Gesteinsanker 1002 mit Rockwellhärte
HRB-EP sowie für standardmäßige Gesteinsanker DP103 und DP125. Wie
11 zeigt, ist der durchschnittliche Haltefaktor des
Gesteinsankers 1002 mit Rockwellhärte HRB-EP von beispielsweise 1,01
Tonnen/Zoll größer als der der anderen Gesteinsanker. 11
zeigt, dass der Gesteinsanker 1002 mit Rockwellhärte HRB-EP und einer
Spitze 1008 mit einem Pumpmerkmal nach einer Ausgestaltung der Erfindung
eine beständigere Verankerungsleistung erzeugte als der Gesteinsanker
902 mit Rockwellhärte HRB-E, bei dem es sich zwar um einen ähnlichen
Anker handelt, der aber nicht das Pumpmerkmal besitzt. Ohne an eine Lehrmeinung
gebunden sein zu wollen, scheint es, dass durch das Pumpmerkmal der Mörtelfluss
derart geleitet wird, dass die Durchmischung des Bohrkleins verstärkt
und die im Test beobachteten Ergebnisse erzielt werden.
Das Mörtelpumpmerkmal der Gesteinsanker nach verschiedenen Ausgestaltungen
der Erfindung kann in Verbindung mit anderen gewendelten Gesteinsankerverbesserungen
verwendet werden, um den Mörtelfluss zu verbessern und den vor dem Anker bei
der Ankereinführung entstehenden Druck zu reduzieren, was einen Mörtelverlust
seitlich in die Schichten bewirken könnte. Diese Verbesserungen können
die unten beschriebene Hinzufügung eines Merkmals für die Durchbohrung
der Mörtelpatrone sowie die Verwendung eines Bewehrungsstabs mit gewindeähnlicher
Form umfassen, um den Fluss von Mörtel in Richtung des Ankerkopfes zu begünstigen
und das Druckgefälle im Mörtel zu reduzieren.
Nach einem weiterem Ausführungsbeispiel der Erfindung wird das
Druckgefälle in dem in 4 gezeigten Bereich II
dadurch reduziert oder beseitigt, dass das stumpfe kolbenartige Ende eines typischen
Gesteinsverpressankers durch eine modifizierte Spitze ersetzt wird, welche eine
äußere Spitze mit einer Geometrie besitzt, die die Mörtelpatrone
schnell zerreißt. Ein früheres Zerreißen der Patrone verringert den
in dem in 4 gezeigten Bereich II erreichten Höchstdruck,
wobei es sich bei diesem Bereich um den Zeitraum handelt, in dem der Mörtel
am schnellsten mit Druck beaufschlagt wird. Mit Hilfe dieser neuen Geometrie kann
verhindert werden, dass der Mörteldruck eine Größe annimmt, die ausreicht,
durch Zerreißen der Mörtelpatrone in der Bohrung zu einer Bruchbildung
des umgebenden Gesteins zu führen. Die Erfinder haben in der Grube von San
Juan in New Mexico Versuche durchgeführt, welche zeigen, dass ein frühes
Zerreißen der Patrone einen Druckaufbau verhindert und die Möglichkeit
einer hydraulischen Bruchbildung im Substrat verringert, in das der Gesteinsanker
eingeführt wird, was einen Mörtelverlust verursachen und einer vollständigen
Umhüllung hinderlich sein würde.
Nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung hat die Geometrie
der Spitze des in 7 gezeigten Gesteinsankers
702 die Form eines Meißels. Diese Form ermöglicht das schnelle
Zerreißen eines Behälters mit Verpressmaterial in einer Pilotbohrung,
sobald der Gesteinsanker in dieselbe eingeführt wird. Eine derartige Konfiguration
erhält die außerordentliche Festigkeit der Spitze des Gesteinsankers
708 aufrecht und kann den Mörtelbehälter durchbohren, ob sich
dieser dreht oder nicht.
8 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Das äußere Ende 806 der Spitze 808 des Gesteinsankers
802 dieser Ausgestaltung umfasst eine Vielzahl von Durchbohrungsmerkmalen
für eine Zerreißgeometrie. Mit dieser Ausgestaltung kann der rotierende
oder nicht rotierende Mörtelbehälter durchbohrt werden; dieser kann rotieren
oder nicht rotieren, sollte beim Einführen jedoch vorzugsweise rotieren.
Die Anstiegskantengeometrie des Gesteinsankers gemäß
7 und 8 kann bestimmt
werden, indem die Festigkeit der Hülle der das Verpressmaterial enthaltenden
Patrone, der Durchmesser der Patrone, der Durchmesser der Pilotbohrung, die Viskosität
des Mörtels, die Ankereinführgeschwindigkeit und die Fähigkeit der
verfügbaren Herstellprozesse, eine spezielle Geometrie zu erzeugen, gemessen
werden. Das Ziel dieser Ausgestaltungen der Erfindung ist es, die Geometrie des
Ankerendes in Bezug auf diese Betriebsparameter so zu optimieren, dass das Zerreißen
der Mörtelpatrone beschleunigt und der endgültige Mörteldruck in
der Pilotbohrung minimiert werden.
12 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der
Erfindung mit der Abbildung eines Gesteinsankers 1202, welcher eine schneckenförmige
Spitze 1208 zum Transport des Verpressmaterials, eine äußere
Spitze 1206 mit einer Reißgeometrie und einer Vielzahl von Durchbohrmerkmalen
zum Zerreißen eines Behälters mit Verpressmaterial sowie Vorsprünge
1210 an seiner Spitze 1208 zum Ausbilden einer Rille in einer
Bohrungswand umfasst.
Oben wurden verschiedene Ausgestaltungen der Erfindung beschrieben.
Obwohl diese Erfindung unter Bezugnahme auf diese speziellen Ausgestaltungen beschrieben
wurde, dienen die Beschreibungen der Veranschaulichung der Erfindung und sollen
diese nicht einschränken. Für Fachleute werden verschiedene Modifikationen
und Anwendungen möglich sein, ohne dass der in den nachfolgenden Ansprüchen
festgelegte Geist und Umfang der Erfindung verlassen wird.
Die aktuelle Anmeldung basiert auf der vorläufigen Patentanmeldung
Nr. 60/763,370, die am 31. Januar 2006 beim United States Patent and Trademark Office
eingereicht wurde und deren Offenbarung hiermit durch Bezugnahme in Gänze enthalten
ist.
Was als neu und durch eine Patenturkunde der Vereinigten Staaten schützenswert
beansprucht wird, ist Folgendes:
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| Anspruch[de] |
Vorrichtung zur Verstärkung von Substrat, umfassend einen Anker
mit einer Spitze mit einer Geometrie, die für den Transport von Verpressmaterialien
ab der Spitze den Anker entlang ausgelegt ist.
Vorrichtung zur Verstärkung von Substrat nach Anspruch
1, wobei die Geometrie der Spitze eine Durchmischung der Verpressmaterialien begünstigt.
Vorrichtung zur Verstärkung von Substrat nach Anspruch 1, wobei
die Geometrie der Spitze den Fluss der Verpressmaterialien um die Spitze begünstigt.
Vorrichtung zur Verstärkung von Substrat nach Anspruch 1, wobei
die Geometrie der Spitze den Fluss des Verpressmaterials durch einen zwischen dem
Anker und einer Wand einer Pilotbohrung ausgebildeten Ring begünstigt.
Vorrichtung zur Verstärkung von Substrat nach Anspruch 1, wobei
die Geometrie die Form einer Schnecke umfasst.
Vorrichtung zur Verstärkung von Substrat nach Anspruch 5, wobei
die Schneckenform in Form und Steigung in Bezug auf den Durchmesser des Ankers,
den Durchmesser der Pilotbohrung, die Viskosität des Verpressmaterials, die
Ankereinführgeschwindigkeit relativ zu der Pilotbohrung und die Ankerrotationsgeschwindigkeit
relativ zu der Pilotbohrung ausgelegt ist.
Vorrichtung zur Verstärkung von Substrat nach Anspruch 1, wobei
die Geometrie ferner so ausgelegt ist, dass ein in der Pilotbohrung befindlicher
Behälter mit Verpressmaterialien zerrissen wird.
Vorrichtung zur Verstärkung von Substrat nach Anspruch 7, wobei
die Geometrie eine äußere Spitze mit einer kleineren Fläche als der
Querschnitt des Ankers umfasst.
Vorrichtung zur Verstärkung von Substrat nach Anspruch 1, wobei
die Geometrie ferner so ausgelegt ist, dass in einer Wand der Pilotbohrung eine
Rille erzeugt wird.
Vorrichtung zur Verstärkung von Substrat nach Anspruch 9, wobei
die Geometrie einen Vorsprung umfasst, um in der Wand der Pilotbohrung eine Rille
zu erzeugen.
Vorrichtung zur Verstärkung von Substrat, umfassend einen Anker
mit einer Spitze mit einer Geometrie, die für das Zerreißen eines in einer
Pilotbohrung befindlichen Behälters mit Verpressmaterialien ausgelegt ist.
Vorrichtung zur Verstärkung von Substrat nach Anspruch 11, wobei
die Geometrie die Form eines Meißels umfasst.
Vorrichtung zur Verstärkung von Substrat nach Anspruch 11, wobei
die Geometrie eine Vielzahl von Durchbohrungsmerkmalen umfasst.
Vorrichtung zur Verstärkung von Substrat nach Anspruch 11, wobei
die Geometrie eine schnelle Freigabe des in dem Behälter enthaltenen Verpressmaterials
bei Kontakt mit dem Behälter begünstigt.
Vorrichtung zur Verstärkung von Substrat nach Anspruch 11, wobei
die Geometrie der Spitze eine schnelle Freigabe des in dem Behälter enthaltenen
Verpressmaterials bei Drehkontakt mit dem Behälter begünstigt.
Gesteinsanker, umfassend eine Welle mit einem Spitzenende, welches wenigstens
ein Merkmal aus der Gruppe mit Schneckenform sowie eine äußere Spitze
mit einer kleineren Fläche als ein Querschnitt der Welle umfasst.
Verfahren zur Stabilisierung von Substrat, umfassend:
– Herstellen einer Pilotbohrung in einem Substrat,
– Bereitstellen eines Verpressmaterials in der Pilotbohrung,
– Einführen eines Ankers in die Pilotbohrung und in das Verpressmaterial,
wobei der Anker eine Spitze mit einer Geometrie umfasst, die für den Transport
von Verpressmaterialien ab der Spitze den Anker entlang ausgelegt ist.
Verfahren nach Anspruch 17, wobei die Spitze wenigstens eine Schneckenform
für den Transport von Verpressmaterialien umfasst.
Verfahren nach Anspruch 18, welches ferner die Einführung des Ankers
in die Pilotbohrung bei einer Einführgeschwindigkeit unter gleichzeitigem Rotieren
des Ankers bei einer Rotationsgeschwindigkeit umfasst, wobei die Schneckenform in
Form und Steigung in Bezug auf den Durchmesser des Ankers, den Durchmesser der Pilotbohrung,
die Viskosität der Verpressmaterialien, die Ankereinführgeschwindigkeit
und die Ankerrotationsgeschwindigkeit ausgelegt ist.
Verfahren zur Stabilisierung von Substrat, umfassend:
– Herstellen einer Pilotbohrung in einem Substrat,
– Bereitstellen eines Verpressmaterials in der Pilotbohrung, wobei sich das
Verpressmaterial in einem Behälter befindet,
– Einführen eines Ankers in die Pilotbohrung und in das Verpressmaterial,
wobei der Anker eine Spitze mit einer Geometrie umfasst, die für das Zerreißen
des Behälters zur Freigabe des Verpressmaterials ausgelegt ist.
Verfahren nach Anspruch 20, ferner umfassend das Rotieren des Ankers
bei der Einführung desselben.
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