Beschreibung des derzeitigen Standes der Technik
Ein herkömmliches Schreibgerät hat eine Länge von ca.
15 cm, um beim Schreiben handlich zu sein. Traditionelle Bleistifte sind ein besonderes
Problem, denn sie werden bei jedem Anspitzen kürzer, bis sie für den Benutzer
nicht mehr einfach zu handhaben sind und deshalb weggeworfen werden. Bei einem mechanischen
Bleistift wird durch einen Druckmechanismus jeweils nur eine Mine etwas nach vorne
geschoben, um weiterschreiben zu können. Falls ein Benutzer mehrere Schreibgeräte
zur gleichen Zeit benutzen will, muß er alle mit sich führen. Dazu kommen
häufig noch Bürohilfsmittel wie Bleistiftspitzer, Radiergummi, Korrekturflüssigkeit,
die wegen ihrer Kleinheit leicht verloren gehen. Die vorliegende Erfindung will
hier Abhilfe schaffen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
1 Perspektivische Darstellung eines Kombinationsschafts
entsprechend der vorliegenden Erfindung
2 Längsschnitt durch einen Schaft entsprechend
der vorliegenden Erfindung
3 Schreibgerät zum Einsatz mit einem Schaft entsprechend
der vorliegenden Erfindung
4 Minenbehälter zum Einsatz mit einem Schaft entsprechend
der vorliegenden Erfindung
5 Radiergummi zum Einsatz mit einem Schaft entsprechend
der vorliegenden Erfindung
6 Behälter mit Korrekturflüssigkeit zum Einsatz
mit einem Schaft entsprechend der vorliegenden Erfindung
7 Das Schreibgerät aus 3
einsatzbereit im Schaft entsprechend der vorliegenden Erfindung
8 Das Schreibgerät aus 3
in Transportstellung im Schaft entsprechend der vorliegenden Erfindung
9 Schreibgerät aus 3
und Minenbehälter aus 4 im Schaft entsprechend
der vorliegenden Erfindung
10 Schreibgerät aus 3
und Radiergummi aus 5 im Schaft entsprechend der vorliegenden
Erfindung
11 Schreibgerät aus 3
und Behälter mit Korrekturflüssigkeit aus 6
im Schaft entsprechend der vorliegenden Erfindung
Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführung
1 zeigt den Schaft (1) eines Kombinationsschreibgeräts
entsprechend der vorliegenden Erfindung, bestehend aus einem länglichen Rohr
mit einer axialen Bohrung (10) mit definiertem Durchmesser und einem Clip
(11) zur Befestigung z.B. in einer Tasche. Die Länge des Schafts (1)
entspricht der Länge eines herkömmlichen Schreibgeräts.
2 zeigt, daß dieser Schaft (1) auf halber
Länge durch eine oder zwei rotationssymmetrische schräge Flächen
(102) geteilt wird. Er hat eine untere Öffnung (12) und eine
obere Öffnung (13) sowie je eine quer verlaufende Nut (101)
im unteren und im oberen Teil.
3 zeigt ein Schreibgerät (2) zum Einsetzen
in besagten Schaft (1). Es hat einen länglichen Körper (21)
und an einem Ende eine Endkappe (23) und am anderen Ende einen Konus (22).
Sein Durchmesser ist so, daß es ohne Mühe durch die untere oder die obere
Öffnung (12,13) in den Schaft (1) geschoben werden
kann. Eine ungefähr in der Mitte umlaufende elastische Rippe (20)
hat einen Durchmesser, der etwas größer ist als der Innendurchmesser des
Schafts (1). Wenn das Schreibgerät (2) in den Schaft (1)
eingeschoben wird, rastet die Rippe (20) in die Nut (101) ein
und das Schreibgerät (2) wird so in seiner Position gehalten. Der
Benutzer hat nun effektiv ein Schreibgerät mit Standardlänge in der Hand.
Das Schreibgerät (2) kann beispielsweise ein Kugelschreiber sein,
der in jeder beliebigen Länge hergestellt werden kann, insbesondere in einer
Länge, die ihn genau in die obere oder die untere Abteilung des Schafts (1)
passen läßt. Falls das Schreibgerät (2) ein Druckbleistift
sein soll, wird vorzugsweise eine Ausführung gewählt, bei der der Minenvoschub
durch den Druck der Mine auf das Schreibpapier erfolgt. Ein derartiger Bleistift
ist in einer anderen Patentschrift des Antragstellers beschrieben.
4 bis 6 zeigen andere Anwendungen
des Kombinationsschreibgeräts. 4 zeigt einen Minenbehälter
(3), in dem Minen für den mechanichen Bleistift aufbewahrt werden.
Er hat einen länglichen Körper (31), eine Endkappe (33)
an einem Ende und einen konischen Abschluß (32) am anderen. Ein Vereinzelner
(34) befindet sich am konischen Ende (32), der die Entnahme einzelner
Minen erlaubt. Der Durchmesser des Minenbehälters (3) ist so, daß
er ohne Mühe durch die untere oder die obere Öffnung (12,
13) in den Schaft (1) geschoben werden kann. Auch hier hat eine
ungefähr in der Mitte umlaufende elastische Rippe (30) einen Durchmesser,
der etwas größer ist als der Innendurchmesser des Schafts (1)
und die gesamte Konstruktion der Außenseite des Minenbehälters (3)
entspricht der des Schreibgeräts (2), die beiden sind also in Bezug
auf das Einsetzen in den Schaft (1) gegeneinander austauschbar.
5 zeigt einen Halter für einen Radiergummi (4),
der äußerlich ebenfalls dem Schreibgerät (2) bzw. dem Minenhalter
(3) entspricht. In seinem Innern befindet sich ein Radierstift (44),
der durch Drehen der Endkappe (43) heraus- und hineingeschraubt werden
kann. Der Radierstift (44) kann auch mit einem besonders kleinen Durchmesser
ausgeführt werden, um gezielte Radierungen von Details vorzunehmen.
6 zeigt einen Behälter für Korrekturflüssigkeit
(5), der äußerlich ebenfalls dem Schreibgerät (2)
entspricht. Er hat am konischen Ende (52) eine dichte Verschlußkappe
(54), die zur Entnahme von Korrekturflüssigkeit geöffnet werden
kann.
7 und 8 zeigen Kombinationen
der Einsätze, hier des Schreibgeräts (2), mit dem Schaft (1).
Da der Schaft (1) am oberen Ende einen Befestigungsclip (11) hat,
ist es naheliegend das Schreibgerät (2) durch die Öffnung (12)
in den Schaft (1) einzusetzen und zwar so, daß für die Erzielung
von Schreibbereitschaft das Schreibgerät (2) mit der Endkappe (23)
voraus eingesetzt wird. Um zum Schreiben eine stabile Einheit zu bekommen, sind
die Längenverhältnisse so gewählt, daß gleichzeitig mit dem
Einrasten der Rippe (20) in die Nut (101) die Endkappe (23)
an der schrägen Fläche (102) anstößt und der ganze
Konus (22) sich außerhalb des Schafts befindet. Zum Transport wird
das Schreibgerät (2) durch Zug am Konus (22) aus dem Schaft
(1) herausgezogen und umgekehrt wieder hineingesteckt. Eine kleine Bohrung
im Zentrum der Fläche (102) verhindert, daß dabei die Spitze
des Schreibgeräts (2) beschädigt wird. 9
bis 11 zeigen verschiedene andere Kombinationen von
Schaft und Einsätzen.