Vorrichtung zur Absaugung von Kochwrasen über Kochstellen, die
klappbar und im geschlossenen Zustand formbündig mit der Ebene der Arbeitsplatte
ist und das Kochfeld und die Absaugvorrichtung verdeckt, sowie eine niedrigere Kochfeldhöhe
vorsieht, die ein ergonomisches Kochen ermöglicht.
Bei den derzeitigen Lösungen der Absaugung von Kochwrasen von
Kochstellen gibt es folgende Vorrichtungen:
- – wandmontierten Dunstabzugshauben,
- – über der Kochstelle von der Decke hängende Inselhauben,
- – Dunstabzugshauben, die mittels einer Säule oder eines Tragarms
überhalb der Kochstelle hängen,
- – Muldenabsauger, die aus der Ebene der Arbeitsplattenebene und des Kochfelds
nach oben geliftet und über eine Kochstelle geschwenkt werden (siehe hierzu
Patent DE 199 07 057.1)
- – und Absaugvorrichtungen, die aus der Ebene der Arbeitsplatte und des
Kochfelds nach oben bewegt werden (siehe hierzu Patent De
92 12 278.7 U1),
- – sowie Absaugvorrichtungen, die sich in der Ebene der Arbeitsplatte
und des Kochfelds befinden (siehe hierzu Patent DE
36 01 460 C2).
Der Stand der Technik sieht teilweise eine Absenkung der Absaugvorrichtung
vor, aber nicht in Kombination mit der kompletten Abdeckung des Kochfelds.
Diese Erfindung ermöglicht nach dem Kochen das Kochfeld und die
Absaugvorrichtung aus dem Sichtbereich zu nehmen und somit in der Küche einen
aufgeräumten Eindruck und zusätzliche Ablagemöglichkeiten zu schaffen.
Dies erreicht die Erfindung durch einen Klappmechanismus, mit dem
die Absaugvorrichtung manuell oder elektromotorisch formbündig auf die Ebene
des Arbeitstischs geschlossen werden kann.
In der geöffneten Stellung kann der Wrasen gut von den Kochtöpfen
und -pfannen abgesaugt werden. Das Kochfeld wird durch die Dicke der Absaugvorrichtung
tiefer platziert als die Arbeitsebene, um die Formbündigkeit im geschlossenen
Zustand zu ermöglichen. Dies ist beim Kochen aus ergonomischer Sicht von Vorteil,
da die ideale Höhe der Arbeitsebene in einer normalen Einbausituation durch
Pfannen und Töpfe überstiegen wird.
Durch einen Druckknopf wird bei der manuellen Öffnung die Absaugvorrichtung
entriegelt und bei der elektromotorischen Variante der Öffnungsvorgang gestartet.
Um den Zugang zu kontrollieren kann eine Kindersicherung durch die Wahl der Platzierung
des Entriegelungs-/Startknopfs umgesetzt werden.
Der Klappmechanismus besteht aus einem Drehgelenk mit Rückhaltefeder,
um die Absaugevorrichtung in jeder Winkelstellung zu halten. Die Fettfilter befinden
sich in der Absaugvorrichtung. Ein flacher Abluftkanal neben dem Drehgelenk mündet
in einem flexiblen Abluftschlauch, der die Absaugvorrichtung mit dem Gebläsemotor
unterhalb der Kochstelle verbindet. Vor dem Gebläse sondert ein Aktivkohlefilter
Geruchsstoffe aus. Die abgesaugte Luft kann nun in den Raum zurück oder durch
Kanäle nach außen geführt werden (Umluft- und Abluftvariante).
Die elektromotorische Umsetzung des Auf- und Zuklappens der Absaugvorrichtung
kann mittels Motor und Gewindespindel erfolgen. Sollten sich Gegenstände auf
dem Kochfeld befinden, wird durch eine sensorische Abschaltvorrichtung der Schliessvorgang
gestoppt.
Die 1 bis 4
zeigen beispielhaft eine Umsetzung der Erfindung.
1 zeigt einen Küchenblock (1), in dem
die geschlossene Absaugvorrichtung (2) mit der Dekorplatte (3)
in die Arbeitsplatte (4) integriert ist.
In 2 ist die Absaugvorrichtung (2)
in geöffneter Stellung und die Kochstelle (5) zu sehen. Die Fettfilter
(6) und die Beleuchtungseinheit (7) sind nun sichtbar. Das Drehgelenk
(8) befindet sich mittig und wird von den Lagerböcken (9)
gehalten. Abluftkanal-Blenden (10) sitzen außen an den Lagerböcken.
3 zeigt eine mögliche technische Umsetzung der
Absaugvorrichtung im geschlossenen Zustand – zur besseren Anschauung, ohne
Arbeitstisch. Der Motor (11) ist mit der Gewindespindel (12) verbunden
und bewegt die Spindelmutter (13). An den Abluftkanälen (15)
schließt sich ein flexibler Schlauch (16) an, der die Verbindung zum
Gebläse (17) herstellt.
In 4 sieht man die Absaugvorrichtung in
geöffneter Stellung. Der Motor (11) hat die Spindelmutter (13)
in Motorrichtung gezogen und durch die Verbindung Gelenk (14) und Drehgelenk
(8) wird die Absaugvorrichtung (2) um den Drehpunkt nach oben
geschwenkt (geöffnet).