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Dokumentenidentifikation DE202007006622U1 23.08.2007
Titel Modulares System aus textilen Flächenelementen
Anmelder Fischer, Anke, 95032 Hof, DE
DE-Aktenzeichen 202007006622
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 23.08.2007
Registration date 19.07.2007
Application date from patent application 09.05.2007
IPC-Hauptklasse D06N 7/00(2006.01)A, F, I, 20070509, B, H, DE

Beschreibung[de]

Es ist häufig erwünscht, bestimmte Gebäude oder einzelne Räume vor elektromagnetischen Wellen und Feldern zu schützen. Jedoch wird dieser Schutz bei Neubauten oft noch vernachlässigt. Deshalb gibt es sowohl bei neueren Gebäuden, als auch bei Altbauten den Bedarf auf Nachrüstung.

Es ist bekannt, dass durch Einarbeiten dünnster Metalldrähte oder -Fasern in Geweben und anderen Flächengebilden elektromagnetische Strahlen weitgehend abgeschirmt werden. Diese Technik findet im Innenbereich vor allem bei der Herstellung von Gardinen, Vorhängen, Bettbaldachinen, Tapeten, Matratzenauflagen und Armierungen ihre Anwendung. Oft wird jedoch vernachlässigt, dass wir auch vielen weiteren Einflüssen ausgesetzt sind die, unser Wohlbefinden mit beeinflussen.

Es ist ebenfalls bekannt, dass Wolle in verschiedenen Bereichen positiven Einfluss auf das Raumklima nimmt. Sie wird häufig als hochwertiges und ökologisches Dämmmaterial beim Hausbau eingesetzt. Oft werden Teppiche aus Wolle gefertigt, weil nachgewiesen wurde, welchen positiven Einfluss Schurwollerzeugnisse auf die relative Luftfeuchtigkeit nehmen.

Es gab bisher jedoch kein Produkt, das die sehr guten Eigenschaften von Metall und Wolle verbindet, um so eine gute Raumatmosphäre zu schaffen. Es besteht daher weiterer Bedarf auf Verbesserung und Ergänzung.

Der vorliegenden Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine beliebig große Fläche eines definierten Bereiches zu gestalten, vor elektromagnetischer Strahlung zu schützen, die Wärme- und Schalldämmung zu verbessern, die Luftfeuchtigkeit in Räumen zu optimieren und Schadstoffe aus der Luft zu filtern.

Die Aufgabe löst die Erfindung durch ein modulares System gemäß der im Anspruch 1 angegebenen Lehre. Vorteilhafte Ausgestaltungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen zu finden.

Bei der Erfindung handelt es sich um Elemente gleicher oder unterschiedlicher Größe, die quadratisch oder rechteckig sein können. Sie lassen sich einfach an der Wand montieren.

Die Gewebekonstruktion zeichnet sich durch zwei unterschiedliche Seiten aus. Durch die Gewebekonstruktion wird eine metallene Gewebefläche mit einer textilen Gewebefläche verbunden. Während die eine Seite aus flächig eingearbeiteten Metalldrähten besteht, werden auf der anderen Seite Kammzüge (wollene Faserbänder, die normalerweise in der Spinnerei ihre Anwendung finden und dort zu Kamm- oder Streichgarn versponnen werden) eingetragen. Die Kammzüge werden entweder vor dem Weben zu Schnüren verfilzt oder sie werden als lose oder versponnene Faserbänder eingetragen und können nach dem Webprozess im Gewebe gefilzt werden. Der Durchmesser der Kammzüge ist variabel und liegt zwischen 0,2 cm und 3 cm. Die Faserbänder bestehen aus Cellulosefasern oder tierischen Fasern, z.B. Wolle. Der Querschnitt ist entweder oval oder rund. Die Faserbänder sind flächig in die Elemente eingebracht, oder zwischen einzelnen oder in Gruppen angeordneten Faserbändern befinden sich Zonen, wo diese ausgespart werden. Die Erfindung kann sowohl als Meterware, wie auch als fertig abgepasstes Teil produziert werden.

Mit der Erfindung wird erreicht, dass eine beliebig große Fläche gestaltet werden kann. Die einzelnen Module können flächig oder einzeln an die Wand angebracht werden und lassen sich je nach Belieben austauschen, umdrehen, wenden und unendlich aneinander setzen. Das System eignet sich für private Räumlichkeiten, aber auch für öffentliche Gebäude, Hotels, Restaurants, Büros usw.

Durch die eingearbeiteten Metalldrähte schützt das Gewebe vor elektromagnetischer Strahlung. Die verwebten Wollstränge nehmen die Feuchtigkeit in Dampfform auf und geben sie je nach Bedarf wieder an die Luft ab. Schurwolle kann bis zu 33% ihres Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen ohne dass sie sich nass oder feucht anfühlt. Somit reguliert die Erfindung die Luftfeuchtigkeit in Räumen und sorgt dafür, dass wir Menschen uns wohl fühlen. Die verarbeitete Wolle reinigt die Luft in Innenräumen. Durch die Eiweißstruktur des Wollkeratins werden Schadstoffe gebunden, die mit Eiweiß reagieren, bspw. Formaldehyd. Die Gewebeelemente isolieren nicht nur gegen Hitze und Kälte, sondern dämpfen auch Schwingungen, absorbieren Schall und speichern Wärme. Wolle gilt als schwer entflammbar und ist somit als Material in Innenräumen sowie in Räumlichkeiten mit Publikumsverkehr gut geeignet.

Ein Ausführungsbeispiel wird anhand der 1 erläutert.

Die 1 zeigt einen Gewebequerschnitt.

Das Obergewebe besteht aus Kammzügen 1, die als Schüsse in die Oberkette 2 eingetragen sind. Das Untergewebe 3 besteht aus der Unterkette in die Metalldrähte 4 als Schüsse eingetragen sind. Die zwei Lagen werden durch einen Schuss im Lagenaustausch 5 verbunden.

Ein weiteres Ausführungsbeispiel wird anhand der 2 erläutert.

Die 2 zeigt eine Gewebedraufsicht.

Zwischen einzelnen oder in Gruppen angeordneten Faserbändern 1, befinden sich Gewebefreizonen 2, in denen die Faserbänder ausgespart sind. Die Faserbänder werden durch die Fäden in der Kette 3, wie bereits in der 1 erläutert, gehalten.


Anspruch[de]
Modulares System, bestehend aus einzelnen Elementen zur Gestaltung von Flächen in oder an Gebäuden dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenelement ein textiles Flächenelement ist, dass die Rückseite Metalldrähte oder metallische Garne aufweist, dass mindestens an der Vorderseite Garne oder Zwirne mit eingewebt oder eingewirkt sind, die verfilzte und/oder unverfilzte Faserbänder, bestehend aus Cellulosefasern oder tierischen Fasern, einbetten. Modulares System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente quadratisch oder rechteckig sind. Modulares System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewebekonstruktion eine metallene Gewebefläche und eine textile Gewebefläche miteinander verbindet und dass Faserbänder gleicher oder unterschiedlicher Querschnittsform streifenartig eingenäht oder eingewebt oder eingewirkt sind. Modulares System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der Faserbänder oval oder rund sein kann. Modulares System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Faserbänder zwischen 0,2 cm und 3,0 cm liegt. Modulares System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einzelnen oder in Gruppen angeordneten Faserbändern streifenförmige Gewebefreizonen vorgesehen sind. Modulares System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewebe als Meterware oder als Einzelteil gefertigt sind.






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