Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Sportstiefel, besonders
zum Skilaufen, Schlittschuhlaufen oder Snow-Boarding, gemäß den Merkmalen
des Oberbegriffs des Hauptanspruchs.
Technologischer Hintergrund
Wenn man diese Sportarten betreibt, werden bekanntermaßen Sportstiefel
mit einer Schale und einem Stiefelschaft in starrer Konstruktion verwendet. Doch
wenn auch einerseits Sportstiefel dieser Art erheblich dazu beitragen, die Füße
und Fußknöchel des Sportlers zu schützen, so sind sie andererseits
nicht sehr dafür geeignet, seinen Bewegungen zu folgen. Dies ist ein Problem,
das insbesondere dann auftritt, wenn man die Beine, beispielsweise bei einer Drehung,
nach vorne beugen muss. Aufgrund der Biegung wird nämlich zwischen dem Bein
und dem hinteren Abschnitt des Stiefelschaftes (oder einem Innenstiefel, der sich
darin befindet) ein Raum geschaffen, der zu einer weniger präzisen Kontrolle
der Ausrüstung führt, sowie dazu, dass unerwünschterweise Schnee
in den Stiefel gelangt. Diese Einschränkung tritt besonders bei Sportlern mit
relativ dünnen Beinen auf, bei denen es vorkommen kann, dass der Stiefelschaft
selbst im Ruhezustand nicht richtig an der Wade anliegt. Ein Sportstiefel mit den
Merkmalen, die in dem Oberbegriff des Hauptanspruchs dargelegt sind, wird in EPA
371915, in EPA 477817 und in dem amerikanischen Patent N. 4888889 offenbart.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Das Problem, das der vorliegenden Erfindung zugrundeliegt, besteht
darin, einen Sportstiefel, besonders zum Skilaufen, Schlittschuhlaufen oder Snow-Boarding
zu liefern, der in konstruktiver wie funktioneller Hinsicht so entwickelt ist, dass
die oben in Bezug auf den erwähnten Stand der Technik erläuterten Beschränkungen
überwunden werden.
Dieses Problem wird mit der vorliegenden Erfindung mittels eines Stiefels
gelöst, der gemäß den beigefügten Patentansprüchen ausgebildet
bzw. hergestellt wurde.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die Merkmale und Vorteile der Erfindung werden anhand der detaillierten
Beschreibung einiger bevorzugter Ausführungsarten der Erfindung noch deutlicher,
welche unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen anhand eines Beispiels,
das keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, beschrieben werden. Es zeigen:
1 und 2 schematische Seitenrissansichten
eines Sportstiefels, der gemäß einer ersten Ausführungsart der vorliegenden
Erfindung hergestellt worden ist, in einer ersten Betätigungsposition bzw.
in einer zweiten Betätigungsposition.
3 eine Teilschnitt-Ansicht entlang der Linie III-III
von 1.
4 eine perspektivische Seitenansicht einer Einzelheit
des Stiefels aus 1.
5 ein Aufriss der Einzelheit aus 4
entlang der Linie V-V aus 3.
6 eine Ansicht ähnlich der aus 1
mit einer anderen Anordnung eines Stiefelelemente.
7 eine schematische Seitenrissansicht eines Sportstiefels,
der gemäß einer zweiten Ausführungsart der vorliegenden Erfindung
hergestellt worden ist.
8 bis 11 schematische,
perspektivische Seitenrissansichten oder Rückansichten jeweiliger Varianten
eines Elementes des Stiefels aus 1.
12 eine schematische Ansicht des Elementes aus
10, das gemäß einer Variante des Stiefels
der vorliegenden Erfindung gebildet wurde.
13 eine Teilansicht einer dritten Ausführungsart
des Stiefels gemäß der Erfindung.
14 eine perspektivische Teilansicht einer vierten Ausführungsart
des Stiefels gemäß der Erfindung.
15 eine schematische Ansicht des Stiefels aus
14 von oben.
16 eine Seitenrissansicht einer fünften Ausführungsart
des Stiefels gemäß der Erfindung.
17 eine Seitenrissansicht einer Einzelheit des Stiefels
aus 16.
18 ein Schnitt entlang der Linie XVIII-XVIII aus
17.
19 bis 21 schematische
Ansichten von Varianten des Stiefels aus 16 von oben
und
22 eine Seitenrissansicht einer weiteren Variante des
Stiefels aus 16.
Bevorzugte Ausführungsarten der Erfindung
Unter Bezugnahme auf die 1 bis
6 wird eine erste Ausführungsart eines Sportstiefels, der
gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt wurde, allgemein mit
1 bezeichnet. Bei dem Stiefel 1 handelt es sich um einen Skistiefel
mit einer Schale 1a mit starrer Konstruktion, an der ein Stiefelschaft
2 befestigt ist, in Bezug auf den sich, auch im Hinblick auf den normalen
Gebrauch des Stiefels 1, eine Öffnung 2a und daran angrenzend
ein hinterer Abschnitt 3 und ein vorderer Abschnitt 4 an dem Stiefel
1 befinden. In dieser Beschreibung ist die Definition des Begriffes "vorderer
Abschnitt" und "hinterer Abschnitt" insbesondere in Bezug auf die unten beschriebenen
Ausführungsarten nicht auf den Stiefelschaft 2 beschränkt, sondern
sie erstreckt sich auch auf den jeweiligen vorderen und hinteren Bereiche des Stiefels
1. Insbesondere der vordere Abschnitt 4 kann auch den vorderen
Bereich des Innenstiefels beinhalten, der in den Stiefelschaft 2 eingeschoben
wird, und der hintere Abschnitt kann den hinteren Bereich der Schale beinhalten,
wie sie unten in der dritten bzw. in der fünften Ausführungsart der Erfindung
beschrieben worden ist.
Nach einem Hauptmerkmal der Erfindung befindet sich im Bereich der
Öffnung 2a des Stiefels 1 ein Stützelement
5, das sich zwischen einer ersten Betätigungsposition, in der es sich
nahe an dem hinteren Abschnitt 3 (1, und gestrichelte
Linie in 2) befindet, und einer zweiten Betätigungsposition,
in der es zum vorderen Abschnitt 4 (durchgezogene Linie in 2)
hin bewegt wird, drehen kann.
Das Stützelement 5 in dieser ersten Ausführungsart
befindet sich in dem Stiefelschaft 2, besitzt eine starre Konstruktion
und ist im wesentlichen gabelförmig mit einer Krümmung ähnlich der
des hinteren Abschnittes 3 des Stiefels 1.
Der Stiefel 1 besitzt auch Verbindungselemente, die allgemein
mit 6 bezeichnet werden, und die zwischen dem Stützelement
5 und dem vorderen Abschnitt 4 wirken, so dass es aufgrund einer
Vorwärtsbewegung des vorderen Abschnittes 4 zu der Drehung des Stützelementes
5 zwischen der einen und der anderen Betätigungsposition kommt.
Die Verbindungselemente 6 wiederum besitzen einen Riemen
7, der zwischen dem Stützelement 5 und dem hinteren Abschnitt
3 um das Stützelement 5 herumgewickelt wird, so dass das
Stützelement 5 aufgrund des Spannens des ersten Riemens
7 von der ersten Betätigungsposition in die zweite Betätigungsposition
bewegt wird.
In einer bevorzugten Ausführungsart der Erfindung, die insbesondere
in 3 dargestellt ist, wird der erste Riemen
7 um den hinteren Abschnitt 3 herum geschlossen, nachdem er durch
ein Paar Führungen 8 geführt worden ist, die sich jeweils an
einander gegenüberliegenden Seiten des Stützelementes 5 befinden.
Die Enden 9a, 9b des ersten Riemens 7 werden in einer
geschützten, verdeckten Position vorteilhafterweise an dem Stützelement
5 geschlossen. Zu diesem Zweck besitzt das Stützelement
5 in einer mittleren Position ein Durchgangsloch 10, durch das
die Enden 9a, 9b des ersten Riemens 7 auf eine Fläche
5a des Stützelementes 5, die dem vorderen Abschnitt
4 zugewandt ist, geführt werden.
Die Verbindungselemente 6 beinhalten auch einen zweiten Riemen
11, der vorteilhafterweise durch die Führungen 8 geführt
und um den vorderen Abschnitt 4 herum an sich selbst geschlossen wird,
so dass der erste Riemen 7 aufgrund seiner Vorwärtsbewegung festgezogen
wird. Das Ausmaß der Spannung sowohl des ersten Riemens 7 als auch
des zweiten Riemens 11 soll durch den Benutzer verstellt werden können,
vorzugsweise durch Touch-Close Pull-Befestigungselemente, die in 12 bzw.
13 angegeben sind.
Wenn der vordere Abschnitt 4 aufgrund der Beugung des Sportlers
– beispielsweise wenn er eine Drehung ausführt – nach vorn gebeugt
wird, kommt es aufgrund des Paares der Führungen 8 zu einer Translationsbewegung
des zweiten Riemens 11 und des ersten Riemens 7, der damit verbunden
ist, in dieselbe Richtung. Das Spannen des ersten Riemens 7 führt
zu einer Drehung des Stützelementes 5 von der ersten Betätigungsposition
in die zweite Betätigungsposition. Somit bleibt das Stützelement
5 nahe am Bein des Sportlers, folgt ihm in seinen Bewegungen und nimmt
die Querschnittsveränderungen auf, die im Bereich der Öffnung
2a aufgrund der Vorwärtsbeugung des vorderen Abschnittes
4 auftreten. Der Kontakt zwischen dem Bein des Sportlers und dem Stiefel
1 wird somit um das gesamte Bein herum aufrechterhalten.
Es wird darauf hingewiesen, dass sich die Weite der Drehung des Stützelementes
5 durch die besondere Anordnung der beiden Riemen 7,
11, die durch die Führungen 8 geführt werden, vergrößert.
6 zeigt den Stiefel 1, bei dem der erste Riemen
in einer alternativen Art zu der oben beschriebenen angeordnet ist. Er ist um den
hinteren Abschnitt 3 des Stiefelschaftes 2 und an dem Stützelement
5 so herumgewickelt, dass die jeweiligen Aufwickelrichtungen, die in
6 mit A und B angegeben sind, zueinander versetzt sind.
Durch diese Anordnung ist es vorteilhafterweise möglich, dass der Druck, der
durch den ersten Riemen auf das Bein des Sportlers ausgeübt wird, über
einen großen Bereich verteilt wird.
Eine zweite Ausführungsart der Erfindung wird in 7gezeigt.
Die Einzelheiten des Sportstiefels 20, die denen des Stiefels
1 der vorherigen Ausführungsart ähneln, werden mit denselben
Bezugsziffern bezeichnet. Der Stiefel 20 ist mit einem Hebelmechanismus
zum Spannen des ersten Riemens 7 und seine Verbindung mit dem vorderen
Abschnitt 4 versehen. Der erste Riemen 7, dessen mittlerer Abschnitt
zwischen dem Stützelement 5 und dem hinteren Abschnitt 3
eingeschoben wurde, wird an seinem ersten Ende 9a in dem Stiefelschaft
2 und an seinem gegenüberliegenden Ende 9b an einem Element
21 einer Hebelbefestigung eingespannt, die sich an dem Stiefelschaft
2 befindet. Bei der Hebelbefestigung handelt es sich um eine konventionelle
Befestigung, die in 7 nur teilweise gezeigt wird. Das
Ende 9b und das Element 21 (das beispielsweise die Basis für
die Befestigung darstellt) sind mittels eines Stiftes oder einer Niete
22 miteinander verbunden, der bzw. die zum Gleiten durch einen Durchgangsschlitz
23, der sich in dem Stiefelschaft 2 befindet, geführt werden.
Somit ist es möglich, die Spannung des ersten Riemens 7 zu verstellen.
Es wird darauf hingewiesen, dass der erste Riemen 7 vorteilhafterweise
gänzlich innerhalb des Stiefelschaftes 2 geführt wird.
In der herkömmlichen Art und Weise besitzen sowohl der Stiefel
1 als auch der Stiefel 20 einen Innenstiefel 25, der
in dem Stiefelschaft 2 untergebracht ist, und aus einem weichen Material
besteht, so dass Fuß und Bein des Sportlers bequem untergebracht sind. Nach
einem Merkmal der vorliegenden Erfindung, mit der der permanente Kontakt zwischen
dem Bein und dem Stiefel des Sportlers begünstigt werden, sind bevorzugte nachgebende
Bereiche an dem Innenstiefel 25 vorgesehen, so dass sich sein oberer Abschnitt
26 gleichzeitig mit dem Stützelement 5 dreht.
Die 8 bis 11
zeigen verschiedene alternative Ausführungsarten von Innenstiefeln (die allesamt
mit 25bezeichnet sind) und die im Hinblick auf dieses funktionelle Erfordernis
entwickelt worden sind. In 8 beispielsweise ist der
Innenstiefel 25 in seinem vorderen Bereich offen, in dem sich eine vordere
Zunge 27 befindet, die von dem restlichen Abschnitt 28 des Stiefelschaftes
abgetrennt ist, so dass sich der Stiefelschaft in Bezug auf die Zunge
27 in einem gewissen Ausmaß frei drehen kann. In den 9
und 10 verlaufen die bevorzugten nachgebenden Bereiche,
die mit 29 bzw. 30 angegeben sind, in Knöchelhöhe in
einer Richtung parallel zu der Ebene, die durch die Sohle des Innenstiefels definiert
wird, bzw. quer zu seinem Spannbereich. In der Ausführungsart von
11 besteht der bevorzugte nachgebende Bereich aus einem
vertikalen Schlitz 31, der an dem hinteren Bereich verläuft und am
oberen Ende des Innenstiefels 25 offen ist. In dieser letzteren Ausführungsart
besitzt der Innenstiefel 25 eine hintere Zunge 32, die beispielsweise
durch Anheften 33 an dem hinteren Abschnitt 34 des Innenstiefels
25 befestigt ist, um den vertikalen Schlitz 31 abzudecken. Die
Zunge 32 ermöglicht es, dass das Bein des Sportlers bei den verschiedenen
Betätigungszuständen des Innenstiefels 25 angemessen und bequem
untergebracht ist. Bei dem Innenstiefel, der in dieser letzten Ausführungsart
unter Bezugnahme auf 11 beschrieben wurde, handelt
es sich um denjenigen, der für einen Gebrauch in den Stiefeln gemäß
der Erfindung am meisten bevorzugt wird.
In den 8 bis 11
werden mit den entsprechenden Pfeilen F die Bewegungen der bevorzugten nachgebenden
Bereiche angegeben, die aufgrund der Drehbewegung des Stützelementes
5 zwischen der ersten und zweiten Position in den 1
und 2 zustande kommen, wobei die Drehbewegung selbst
ihrerseits jeweils mit den Pfeilen G angegeben wird.
In den bisher beschriebenen, bevorzugten Ausführungsarten ist
das Stützelement 5 an dem Stiefelschaft 2 gelenkig angebracht.
Insbesondere ist es mit Hilfe von Stiften 35 drehbar an dem Stiefelschaft
2 befestigt, wobei sich die Stifte an den gegenüberliegenden Seiten
des hinteren Abschnittes 3 befinden und durch Drehen um eine X-Achse herum
eine Drehung zwischen den oben beschriebenen Betätigungspositionen erlauben.
Die Höhe des Stützelementes 5 in Bezug auf den Stiefelschaft
2 ist vorzugsweise ebenfalls verstellbar und zwar aufgrund von Löchern
36, die in unterschiedlicher Höhe an dem Stützelement
5 gebildet werden, wobei die Befestigungsstifte 35 in jedem Loch
untergebracht werden können.
Unter Bezugnahme auf 12 kann die Erfindung
auch durchgeführt werden, indem das starre Stützelement 5 direkt
an dem Innenstiefel 25 befestigt oder in ihn integriert wird, und zwar
in einer Position, die dem hinteren Abschnitt 3 des Stiefelschaftes
2 zugewandt ist. In diesem Fall handelt es sich bei der bevorzugten Konfiguration
des Verbindungselementes 6 um die Konfiguration, wie sie oben unter Bezugnahme
auf 7 beschrieben worden ist, bei der sich der erste
Riemen 7 (in 12 teilweise in gestrichelter
Linie dargestellt) in dem Stiefelschaft 2 befindet und mittels eines Hebelmechanismus
festgezogen wird.
In einer dritten Ausführungsart der Erfindung, die in
13 dargestellt ist, bei der ähnliche Einzelheiten
eines Stiefels 50 mit denselben Bezugsziffern bezeichnet werden wie in
den vorherigen Ausführungsarten, ist der Vorderteil des Stiefelschaftes
2 niedriger, so dass der zweite Riemen 11, der zwischen den Führungen
8 und dem vorderen Abschnitt 4 festgezogen ist, eng um den oberen
Abschnitt 26 des Innenstiefels 25 herum eng anliegt, insbesondere
um einen vorderen Bereich 26a, der sich daran befindet. In diesem Fall
wird die Biegung des vorderen Abschnittes 4, die sich durch die Belastung
des Gewichts des Sportlers nach vorn ergibt, durch das Verbindungselement
6 auf das Stützelement 5 übertragen, und zwar direkt
durch die Bewegung des vorderen Bereichs 26a des Innenstiefels
25.
In den 14 und 15
wird ein Stiefel gezeigt, der allgemein mit 100 bezeichnet wird, und der
eine vierte Ausführungsart der Erfindung darstellt, bei dem ähnliche Einzelheiten
mit denselben Bezugsziffern bezeichnet werden wie in den vorhergehenden Ausführungsarten.
Der erste Riemen 7 des Stiefels 100 wird in dem
Stiefelschaft 2 an einem ersten Ende 9a mit einer Niete eingespannt
und führt am gegenüberliegenden, freien Ende 9b einen Führungsring
108 mit. Ein erstes Ende 11a des zweiten Riemens 11 wird
ebenfalls in dem Stiefelschaft 2 an der gegenüberliegenden Seite an
dem Ende 9a des ersten Riemens eingespannt, wobei der zweite Riemen durch
den Führungsring 108 aus dem Stiefelschaft 2 herausgeführt
wird, um die gesamte Öffnung 2a herumführt und durch den Führungsring
108 wieder zurückgeführt wird; anschließend wird er mit
Hilfe von Touch-Close Pull-Befestigungselementen 13 an sich selbst geschlossen.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Kombination der Riemen 7,
11, in der der zweite Riemen 11 zwei Mal durch den Führungsring
108 verläuft, eine stabilere Anordnung der Riemen um den Stiefelschaft
2 ermöglicht.
Damit der zweite Riemen 11 vom Inneren des Stiefelschaftes
2 nach außen verlaufen kann, besitzt das Profil des Stiefelschaftes
2 im Bereich der Öffnung 2a eine Vertiefung 109a,
der eine symmetrisch gegenüberliegende Vertiefung 109b entspricht.
Im hinteren Abschnitt 3 des Stiefels kann der zweite Riemen
11 auch über geeignete Schlitze 110, die in ihm gebildet
werden, in den Stiefelschaft 2 geführt werden.
Eine fünfte Ausführungsart der Erfindung ist in den
16 bis 22 dargestellt.
Sie zeigen einen Stiefel 200, dessen Elemente mit denselben Bezugsziffern
bezeichnet werden wie in den vorhergehenden Ausführungsarten.
Der Stiefel 200 besitzt eine Schale 1a, an der ein
Stiefelschaft 2, der nur teilweise um die Schale 1a herum verläuft,
im vorderen Abschnitt 4 des Stiefels gelenkig montiert ist. Die Schale
1a besitzt im hinteren Abschnitt 3 des Stiefels, der nicht von
dem Stiefelschaft 2 bedeckt ist, einen Bereich bevorzugter Verformbarkeit,
der eine Aufnahme 201 definiert, die auf ihren gegenüberliegenden
Seiten durch Rippen begrenzt wird. Der Stiefel 200 besitzt außerdem
ein Stützelement 5, das an der Außenseite der Schale
1a nahe an dem hinteren Abschnitt 3 befestigt ist, so dass es
in der Aufnahme 201 untergebracht werden kann. Wie bei den vorhergehenden
Ausführungsarten kann sich das Stützelement 5 aufgrund einer
Vorwärtsbiegung des vorderen Abschnittes 4 in Richtung des vorderen
Abschnittes 4 drehen.
Damit sich das Stützelement 5 drehen kann, besitzt die
Schale 1a einen ersten Schlitz 203, der im wesentlichen vertikal
entlang der Aufnahme 201 verläuft und oben an der Öffnung
2a offen ist. Die Seitenkanten 204 des ersten Schlitzes
203 sind vorzugsweise nach außen gedreht (siehe 18),
so dass sie hintere stoßdämpfende Elemente des Stiefels 200 darstellen,
und um zu verhindern, dass über den ersten Schlitz 203 Wasser in den
Stiefel eindringt. Die Drehung des Stützelementes 5 in Bezug auf die
Schale 1a wird vorteilhafterweise durch Führungselemente geführt
und begrenzt, die zwischen ihnen vorgesehen sind, und die beispielsweise ein Paar
Stifte aufweisen, welche fest mit dem Stützelement 5 verbunden sind
und zum Verschieben in jeweilige Ösen 205 eingreifen, die in der Schale
1a gebildet werden. Das Stützelement 5 ist mit der Schale
1a vorzugsweise in einem Zustand elastisch federnder Vorspannung verbunden.
Die Flexibilität der Schale 1a kann vorteilhafterweise
durch ein Paar symmetrischer, seitlicher Schlitze 206 auch noch erhöht
werden, deren Tiefe in Abhängigkeit von dem gewünschten Grad an Flexibilität
ausgewählt werden kann (Varianten sind in gestrichelter Linie mit
206a, 206b in 17 gezeigt).
Das Stützelement 5 kann mittels einer festen Verbindung
wie beispielsweise einem runden Vorsprung oder Auge 207, das sich an seinem
von der Öffnung 2a entfernten Ende unter dem Schlitz 203
befindet, mit der Schale 1a verbunden werden. In diesem Fall wird die Drehung
des Stützelementes 5 dadurch ermöglicht, dass man sich die spezifische
Flexibilität des Materials, aus dem es besteht, zunutze macht.
Wie in den vorhergehenden Ausführungsarten wird das Stützelement
5 mit dem vorderen Abschnitt 4 des Stiefels durch Verbindungselemente
verbunden, die alle oben beschriebenen Konfigurationen annehmen können. Deshalb
können sie dergestalt sein, wie unter Bezugnahme auf den Stiefel
1 oder den Stiefel 100 beschrieben, die beispielhaft in den
19 bzw. 20 schematisch
dargestellt sind, oder sie können auch einen Riemen 210 aufweisen,
der in einem mittleren Bereich des Stützelementes 5 auf der Seite
verankert ist, die der Schale 1a zugewandt ist, und der über ein Paar
Löcher 211 zu seinem Äußeren hin verläuft, wobei einer
seiner Enden 212 durch einen Führungsring 213 geführt
wird, der an dem gegenüberliegenden Ende befestigt wird (siehe 21).
In einer Variante des Stiefels 200, die in 22
gezeigt wird, wird das Stützelement 5 mit Hilfe eines
Paares von Nieten 215 gelenkig an der Schale 1a montiert, die
so ausgerichtet sind, dass sie die Drehachse des Stützelementes 5
definieren, und der Stiefelschaft 2 wird ebenfalls unter der Aufnahme
201 um den hinteren Abschnitt 3 herum geschlossen.
Der Stiefel 200 ist vorzugsweise mit einem Innenstiefel
25 der oben unter Bezugnahme auf 11 beschriebenen
Art ausgestattet, bei dem die bevorzugte nachgebende Zone aus einem vertikalen Schlitz
31 besteht, dessen Konfiguration dem ersten Schlitz 203 ähnelt.
Während der Biegung des Stiefels 200 nach vorn und somit
während der entsprechenden und gleichzeitigen Drehung des Stützelementes
5 wird die Schale 1a im Bereich der Schlitze 203,
206 derart verformt, dass sie dem Fortschritt der Biegung folgt. Es wird
darauf hingewiesen, dass es auf diese Art und Weise zu keinerlei leeren Zwischenräumen
zwischen dem Bein des Sportlers und dem hinteren Abschnitt 3 des Stiefels
kommt, so dass eine noch präzisere Kontrolle während des Drehens möglich
ist und auch das unerwünschte Eindringen von Schnee in den Stiefel verhindert
wird.
Mit der vorliegenden Erfindung wird somit das Problem gelöst,
das unter Bezugnahme auf den erwähnten Stand der Technik gestellt wurde. Gleichzeitig
bietet sie viele weitere Vorteile, so unter anderem eine verbesserte Sensitivität
in der Kontrolle von Drehungen oder Windungen, die von dem Sportler durchgeführt
werden.