VERFAHREN FÜR DIE HERSTELLUNG EINER LAKTULOSEHALTIGEN PULVERZUSAMMENSETZUNG, MIT DIESEM VERFAHREN GEWONNENE LAKTULOSEHALTIGE PULVERZUSAMMENSETZUNG, SOWIE FUTTERZUSATZSTOFF
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer
Lactulose enthaltenden Pulverzusammensetzung sowie eine durch ein derartiges Verfahren
hergestellte, Lactulose enthaltende Pulverzusammensetzung und ein Futtermitteladditiv.
Technischer Hintergrund
Lactulose ist ein bekannter Wachstumsfaktor für Bifidobacterium.
Ihre Wirksamkeit bei der Aufrechterhaltung der Gesundheit des Menschen ist gut dokumentiert.
Außerdem ist die Wirksamkeit von Lactulose nicht auf den Menschen beschränkt,
sondern wurde auch für Tierfutter nachgewiesen, was bedeutet, dass ihre Anwendung
auf einer Vielzahl von Gebieten untersucht worden ist.
Über die Wirksamkeit von Lactulose beim Menschen wird beispielsweise
in "The Many Faces of Lactulose: Recent Research Trends in Development and Physiological
Effects" (Milk Science, Bd. 50, Nr. 2 (2001), S. 39–47) berichtet, wo Informationen
bezüglich der Wachstumsaktivität bei Bifidobacterium gegeben werden. Mittels
dieser Aktivität sorgt Lactulose für eine Reihe von Wirkungen, einschließlich
einer Verbesserung der Umgebung im Darm, einer Verbesserung der Ausscheidung und
einer Beschleunigung der Darmentleerung, was bedeutet, dass die positiven Wirkungen
auf die Gesundheit des Menschen bekannt sind.
Ferner wird über die Wirksamkeit von Lactulose auf dem Gebiet
der Tierfütterung auch in "Process for Producing Lactulose-containing Powders
for Livestock Feed" in der geprüften japanischen Patentanmeldung Nr. 554-15829
(2. Veröffentlichung) berichtet. Diese Anmeldung gibt für Lactulose enthaltende
Pulver eine Anzahl von Wirkungen an, einschließlich der Gewichtszunahme bei
jungen Schweinen und einer verbesserten Futterverwertung.
Ferner beschreibt die japanische ungeprüfte Patentanmeldung H7-39318
(1. Veröffentlichung) die Wirksamkeit von Lactulose als Fischfutter. Diese
Anmeldung führt aus, dass Futter, das 0,01 bis 10 % an einem oder mehreren
Oligosacchariden, die aus der Gruppe Fructooligosaccharid, Galactooligosaccharid,
Xylooligosaccharid, Isomaltooligosaccharid, Sojabohnen-Oligosaccharid, Gentiooligosaccharid,
Raffinose und Lactulose ausgewählt sind, umfasst, das Wachstum von Fischen
fördert.
Wie vorstehend ausgeführt, ist die Wirksamkeit von Lactulose
offensichtlich. Da ihre Bedeutung in immer breiterem Umfang erkannt wird, nimmt
auch die Zahl der Gebiete, auf denen Lactulose eingesetzt wird, ständig zu.
Jedoch ist Lactulose schwierig zu kristallisieren oder in Pulverform
umzuwandeln. Herkömmlicherweise wird sie in Form einer wässrigen Lösung
verwendet, obgleich man derzeit damit beginnt, neue Pulver, die die Einfachkeit
der Anwendung verbessern, zu entwickeln und einzusetzen.
Ein Beispiel für ein Verfahren zur Herstellung von pulverförmiger
Lactulose ist in der japanischen geprüften Patentanmeldung S40-861 (2. Veröffentlichung)
beschrieben. Dieses Verfahren beinhaltet die Herstellung eines getrockneten Lactuloseprodukts
durch Sprühtrocknung einer wässrigen Lösung mit einem Gehalt an einer
festen Fraktion, die Lactulose, Lactose und andere Kohlenhydrate je nach Bedarf
umfasst, wobei die maximale Konzentration der festen Fraktion 45 bis 50 % beträgt
und der maximale Lactulosegehalt innerhalb der festen Fraktion 45 bis 50 % beträgt.
Jedoch ist die gemäß diesem herkömmlichen Verfahren
hergestellte, Lactulose enthaltende Pulverzusammensetzung zwar pulverförmig,
ist aber zum Anwendungszeitpunkt mit einer Anzahl von Handhabungsproblemen behaftet,
wozu eine hohe Hygroskopizität und die Absorption von Feuchtigkeit gehören,
was dazu führt, dass das Produkt bei Anwendung in einer Umgebung von hoher
Feuchtigkeit, z. B. bei regnerischem Wetter, am Behälter haftet oder sich verfestigt.
Obgleich sich ferner ein getrocknetes Produkt mit verbesserten Freifließeigenschaften
erhalten lässt, indem man den Lactulosegehalt innerhalb der festen Fraktion
der dem Sprühtrocknungsverfahren zugeführten wässrigen Lösung
verringert, führt dies zu einer Verringerung des Lactulosegehalts im als Produkt
gebildeten Pulver, was bedeutet, dass das Produkt von geringerem wirtschaftlichem
Wert und daher unzweckmäßig ist.
Als eine Alternative beschreibt die geprüfte japanische Patentanmeldung
S49-44332 (2. Veröffentlichung, erteiltes japanisches Patent
778 565) ein Verfahren zur Herstellung eines Pulvers mit einem hohen Lactulosegehalt
von mindestens 55 % durch Sprühtrocknung einer wässrigen Lactuloselösung,
die ein Protein als Trocknungshilfsmittel in einer Menge von mindestens 5 % der
Lactulosemenge enthält.
Jedoch ist auch die nach diesem Verfahren hergestellte, Lactulose
enthaltende Pulverzusammensetzung mit dem Nachteil einer hohen Hygroskopizität
und einer geringen Stabilität bei hohen Feuchtigkeitsgraden behaftet.
Andererseits beschreibt die ungeprüfte japanische Patentanmeldung
H5-43590 (1. Veröffentlichung, erteiltes japanisches Patent 2 848 721) die
Herstellung einer nicht-hygroskopischen, kristallinen Lactulose von hoher Reinheit,
indem man einen Lactulosesirup, der neben Lactulose Lactose und Galactose und dergl.
enthält, einengt, den erhaltenen konzentrierten Sirup abkühlt, Lactulose-Impfkristalle
zusetzt und einen Rührvorgang durchführt, um ein kristallines Lactulose-trihydrat
zu erzeugen, und anschließend dieses Lactulose-trihydrat abtrennt.
Jedoch ist die Reinigungs- und Kristallisationsstufe bei diesem Herstellungsverfahren
für kristalline Lactulose kompliziert und, wenn man die Verarbeitung der nach
der Abtrennung der Kristalle zurückbleibenden Mutterlauge berücksichtigt,
ist das Verfahren auch kostspielig, was zu einer Erhöhung der Kosten des Endprodukts
führt.
GB-1499717 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung eines Lactulosepulvers
für Fütterungszwecke.
Die vorliegende Erfindung berücksichtigt die vorstehend geschilderten
Umstände und hat die Aufgabe, ein Verfahren zur Herstellung einer Lactulose
enthaltenden Pulverzusammensetzung bereitzustellen, das über eine einfache
Folge von Stufen die Herstellung einer Lactulose enthaltenden Pulverzusammensetzung
mit einem praxisgerechten Lactulosegehalt und einer verbesserten Feuchtigkeitsstabilität
ermöglicht. Ferner sollen eine nach diesem Verfahren hergestellte, Lactulose
enthaltende Pulverzusammensetzung und ein Futtermitteladditiv, das sich eines derartigen
Pulvers bedient, bereitgestellt werden.
Offenbarung der Erfindung
Als Ergebnis von eingehenden Forschungsarbeiten mit dem Ziel, die
vorstehend geschilderten Probleme zu überwinden, haben die Erfinder der vorliegenden
Erfindung festgestellt, dass zur Herstellung eines pulverförmigen Produkts
mit einem relativ hohen Lactulosegehalt ein Verfahren unter Sprühtrocknung
einer Rohmaterialflüssigkeit, die Lactulose und ein zugesetztes Protein enthält,
vorzuziehen ist. Ferner haben sie festgestellt, dass wichtige Faktoren zur Verbesserung
der Stabilität gegen Feuchtigkeit im Lactulosegehalt des Pulvers nach der Sprühtrocknung
und in der Menge an negativen Chlorionen bestehen, die während der Zugabe des
Proteins und dergl. einverleibt werden und die wasserlösliche Salze bilden,
die einen Beitrag zur Hygroskopizität des Pulvers leisten. Aufgrund dieser
Erkenntnis waren die Erfinder in der Lage, die vorliegende Erfindung fertigzustellen.
Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zur Herstellung einer
Lactulose enthaltenden Pulverzusammensetzung bereitgestellt, das die folgenden Stufen
umfasst: Herstellen einer Rohmaterialflüssigkeit, die Lactulose und Protein
umfasst, und Sprühtrocknen der Rohmaterialflüssigkeit zur Bereitstellung
einer Pulverzusammensetzung mit einem Lactulosegehalt von 10 bis 50 Gew.-%, einem
Proteingehalt von 0,2 bis 9,0 Gewichtsteilen pro 1 Gewichtsteil Lactulose und einem
Chlorgehalt von nicht mehr als 0,08 Gewichtsteilen pro 1 Gewichtsteil Protein.
Ferner wird erfindungsgemäß eine sprühgetrocknete,
Lactulose enthaltende Pulverzusammensetzung mit einem Lactulosegehalt von 10 bis
50 Gew.-%, einem Proteingehalt von 0,2 bis 9,0 Gewichtsteilen pro 1 Gewichtsteil
Lactulose und einem Chlorgehalt von nicht mehr als 0,08 Gewichtsteilen pro 1 Gewichtsteil
Protein bereitgestellt.
Außerdem wird erfindungsgemäß ein Futtermitteladditiv
bereitgestellt, das eine erfindungsgemäße, Lactulose enthaltende Pulverzusammensetzung
umfasst.
Ausführliche Beschreibung der Erfindung
Nachstehend wird die vorliegende Erfindung ausführlicher beschrieben.
Erfindungsgemäß kann die Lactulose in Form einer wässrigen
Lösung oder in Form eines handelsüblichen Lactulosepulvers verwendet werden.
Bei Verwendung einer wässrigen Lactuloselösung kann eine herkömmliche
wässrige Lactuloselösung, die durch Isomerisieren von Lactose und anschließende
Durchführung von Entfärbungs- und Reinigungsstufen hergestellt worden
ist, eingesetzt werden. Es sind entweder eine bearbeitete wässrige Lactuloselösung
von hoher Reinheit oder eine wässrige rohe Lactuloselösung, die noch Rohmaterialkomponenten
oder andere Reaktionsprodukte enthält, geeignet.
Als erfindungsgemäß verwendetes Protein kann man Proteine,
wie Lactoprotein, Casein, Molkeprotein und Sojabohnenprotein einsetzen. Beim Protein
kann es sich um ein bearbeitetes, hochreines Produkt, ein rohes Proteinmaterial,
das die vorerwähnten Typen von Proteinen enthält, oder ein konzentriertes
Produkt, bei dem die vorerwähnten Proteine konzentriert worden sind, handeln.
Bei Verwendung eines festen Proteins kann der Feststoff zur Herstellung einer wässrigen
Lösung vorher in Wasser gelöst werden.
Zur Herstellung einer Lactulose enthaltenden Pulverzusammensetzung
unter Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird zunächst eine
Lactulose und Protein enthaltende Rohmaterialflüssigkeit hergestellt und diese
Rohmaterialflüssigkeit wird sodann zur Erzeugung eines Pulvers sprühgetrocknet.
Die Sprühtrocknung kann unter Anwendung herkömmlicher Verfahren durchgeführt
werden. Wenn der Wassergehalt in dem nach der Sprühtrocknung gebildeten Pulver
zu hoch ist, ergibt sich eine Beeinträchtigung der Lagerstabilität, während
bei einem zu niedrigen Wassergehalt die Menge an gebildeten Verunreinigungen beim
Auflösen der Lactulose enthaltenden Pulverzusammensetzung übermäßig
hoch wird und auch die Gefahr einer Verbrennung des Pulvers beim Sprühtrocknen
besteht. Infolgedessen liegt der Wassergehalt vorzugsweise im Bereich von 2 bis
5 Gew.-%.
Wenn bei der Sprühtrocknung der Rohmaterialflüssigkeit die
feste Fraktion in der Rohmaterialflüssigkeit zu hoch ist, wird der Trocknungsvorgang
schwierig und die Haftung im Innern der Sprühtrocknungsvorrichtung nimmt zu.
Wenn dagegen die feste Fraktion in der Rohmaterialflüssigkeit zu gering ist,
ergibt sich ein übermäßig feines Pulver, was dessen Gewinnung erschwert
und die Trocknungskosten erhöht. Demgemäß wird die Konzentration
der festen Fraktion in der Rohmaterialflüssigkeit vorzugsweise auf einen Bereich
von 30 bis 50 Gew.% eingestellt. Im Anschluss an die Herstellung der Rohmaterialflüssigkeit,
jedoch vor der Sprühtrocknung kann die Rohmaterialflüssigkeit nötigenfalls
einer Sterilisation und/oder einer Einengung unter Anwendung herkömmlicher
Verfahren unterzogen werden.
Zur Herstellung der Rohmaterialflüssigkeit werden Lactulose,
Protein und zusätzliches Wasser je nach Bedarf miteinander vermischt und in
Lösung gebracht. Neben Lactulose und Protein kann die Rohmaterialflüssigkeit
auch andere zugesetzte Materialien, wie Lactose, Kohlenhydrate, Fette, Vitamine
und Mineralien enthalten, vorausgesetzt, dass ihre Zugabe die Trocknungseigenschaften
während der Sprühtrocknung oder die Lagerstabilität nicht beeinträchtigen.
Die Rohmaterialflüssigkeit wird so hergestellt, dass der Lactulosegehalt
im Pulver, das nach der Sprühtrocknung der Rohmaterialflüssigkeit gebildet
wird, 10 bis 50 Gew.-%, der Proteingehalt 0,2 bis 9,0 Gewichtsteile pro 1 Gewichtsteil
Lactulose und der Chlorgehalt nicht mehr als 0,08 Gewichtsteile pro 1 Gewichtsteil
Protein betragen.
Speziell verändert sich der absolute Wert des Wassergehalts vom
Zustand der Rohmaterialflüssigkeit vor der Sprühtrocknung bis zum Zustand
nach der Sprühtrocknung, während der absolute Wert der festen Fraktion.
keiner Veränderung unterliegt, was bedeutet, dass sich die Mengen (absolute
Mengen) an Lactulose, Protein und Chlor nicht verändern. Wenn infolgedessen
der Wassergehalt im Pulver nach der Sprühtrocknung bestimmt wird, lassen sich
die Mischungsverhältnisse der einzelnen Materialien, die in der Rohmaterialflüssigkeit
benötigt werden, um ein sprühgetrocknetes Pulver einer angestrebten Zusammensetzung
zu erhalten, berechnen.
Insbesondere im Fall von Chlor führt ein erhöhter Chlorgehalt
zu einer erhöhten Hygroskopizität. Infolgedessen werden Verfahren, bei
denen keine aktive Zugabe von Chlor erfolgt und der Chlorgehalt auf die Menge beschränkt
ist, die als Bestandteil der Zugabe des Proteins und anderer Materialien zur Rohmaterialflüssigkeit
hinzugefügt wird, bevorzugt. Demgemäss werden zur Steuerung des Chlorgehalts
in der Rohmaterialflüssigkeit innerhalb des vorstehend beschriebenen Bereiches
entweder Proteine und andere Materialien mit Chlorgehaltwerten, die in diesen bevorzugten
Bereich fallen, ausgewählt oder das Protein. und/oder die anderen Materialien
werden einer Vorbehandlung, z. B. einer Ultrafiltration oder Elektrodialyse, unterworfen,
um das Verhältnis von Protein und Chlor zu regulieren. Beispielsweise kann
durch Ultrafiltration der Proteingehalt selektiv erhöht werden, während
durch Elektrodialyse der Chlorgehalt selektiv verringert werden kann.
In der vorliegenden Beschreibung beziehen sich die Werte des Lactulosegehalts
auf Werte, die durch Messungen erhalten worden sind, die gemäß dem im
Handbuch zum Testen von gesunden Nahrungsmitteln (herausgegeben von der Japan Health
Food and Nutrition Food Association, veröffentlicht am 1. Oktober 1992) beschriebenen
"Verfahren zum Testen von Lactulose enthaltenden Nahrungsmitteln" erhalten worden
sind.
Speziell wird das nachstehend beschriebene Messverfahren herangezogen.
(1) Reagenzien
Lactulose: Merck Corporation
Acetonitril: für die Flüssigchromatographie
(2) Ausrüstung
Hochgeschwindigkeits-Flüssigchromatograph (HPLC) mit einem differenziellen
Refraktometer-Detektor
Etwa 2 g Probe werden genau ausgewogen, mit Wasser auf ein konstantes
Volumen von 50 ml gebracht und sodann auf natürliche Weise durch Filterpapier
filtriert. Das Filtrat wird sodann durch eine Ultrafiltrationsmembran mit einer
Molekulargewichts-Ausschlussgrenze von 10 000 filtriert, wodurch man die Testlösung
erhält.
(4) Testverfahren(4-1) Qualitativer Test
Die vorstehende Testlösung und Lactulose-Standardlösungen
werden unter identischen Bedingungen durch HPLC analysiert. Die Retentionszeit auf
dem Chromatogramm wird identifiziert.
(4-2) Quantitativer TestA. Grundprinzip
Unter Anwendung von HPLC wird eine absolute Eichkurve aufgestellt.
Gleiche Volumina einer Lactulose-Standardlösung und der Testlösung werden
in die HPLC-Vorrichtung injiziert und die Menge an Lactulose wird aus dem Flächenverhältnis
der entsprechenden Peaks bestimmt.
B. Beispiele für Analysenbedingungen
Säule: 4,6 mm (Durchmesser) × 250 mm, Rohr aus rostfreiem Stahl
Getrennte wässrige Standardlösungen mit einem Gehalt an
0,5 mg/ml, 1,0 mg/ml, 1,5 mg/ml bzw. 2,0 mg/ml einer standardmäßigen Lactulose
werden hergestellt. Die Lactulose-Peakfläche wird unter den vorstehend beschriebenen
Analysenbedingungen gemessen, was die Aufstellung einer Eichkurve ermöglicht.
(5) Bestimmung und Formeln(5-1) Qualitativer Test
Die vorstehende Testlösung und Lactulose-Standardlösungen
werden unter identischen Bedingungen durch HPLC analysiert. Die Retentionszeit auf
einem Chromatogramm wird bestimmt.
(5-2) Quantitativer Test
Unter Verwendung der Lactulose-Peakfläche der Testlösung
auf dem Chromatogramm wird die Lactulose-Konzentration aus der Eichkurve ermittelt.
Die folgende Formel wird zur Berechnung des Lactulosegehalts der Probe herangezogen:
Lactulosegehalt (%) im Produkt = 5 × (Lactulose-Konzentration (mg/ml) bestimmt
aus der Eichkurve)/(Probenmenge (g)).
Ferner beziehen sich in dieser Beschreibung Werte des Proteingehalts
auf Werte, die durch Messungen gemäß dem Halbmikro-Kjeldahl-Verfahren
erhalten worden sind. Dieses Verfahren stellt das gebräuchlichste Verfahren
zur Bestimmung des Gesamtstickstoffes dar. Ein spezielles Beispiel hierfür
ist die "quantitative Analyse unter Anwendung eines Halbmikro-Kjeldahl-Verfahrens"
gemäß der Beschreibung auf den Seiten 163 bis 165 von "Methods of Analysis
in Health Science 2000" (herausgegeben von The Pharmaceutical Society of Japan,
veröffentlicht von Kanehara & Co., Ltd., 29. Februar 2000).
Speziell wird das nachstehend beschriebene Messverfahren herangezogen.
(1-2) 4 %-ige Borsäurelösung: 960 ml Wasser werden zu 40 g Borsäure
(H3BO3) gegeben, das Gemisch wird zur Auflösung der Borsäure
erwärmt und die Lösung wird sodann abgekühlt und auf 1000 ml aufgefüllt.
(1-3) Bromcresolgrün-Methylrot-Indikator: 0,15 g Bromcresolgrün und
0,1 g Methylrot werden in 180 ml 99,5 %-igem Ethanol gelöst. Wasser wird zum
Auffüllen der Lösung auf 200 ml zugesetzt.
(2) Vorrichtung
Die Vorrichtung für das Halbmikro-Kjeldahl-Verfahren verwendet
Komponenten aus gehärtetem Glas. Als Verbindungsstücke können Glasschliffe
verwendet werden. Die in der Vorrichtung verwendeten Gummiteile werden 10 bis 30
Minuten in einer NaOH-Lösung (1 Mol/Liter) und sodann 30 bis 60 Minuten in
Wasser gekocht und vor der Verwendung gründlich mit Wasser gewaschen.
(3) Testverfahren
(3-1) Probenzersetzung
Eine Probenmenge, die einem Stickstoffgehalt von 20 bis 30 mg entspricht, wird genau
ausgewogen und sodann in einen 250 bis 300 ml fassenden Kjeldahl-Zersetzungskolben
gebracht. 1 bis 2 g Zersetzungsbeschleuniger und 20 bis 30 ml H2SO4
werden in den Kolben gegeben. Unter fortgesetztem konstanten Bewegen wird der Kolben
sodann mit 1 ml einer 30 %-igen H2O2-Lösung versetzt
und anschließend vorsichtig auf einem Drahtnetz erwärmt. Nachdem die Probe
carbonisiert worden ist, wird die Temperatur erhöht und die Lösung zum
Sieden gebracht. Nachdem aus der Zersetzungsflüssigkeit eine blassblaue, durchsichtige
Lösung entstanden ist, wird diese Lösung weitere 1 bis 2 Stunden erwärmt.
Sodann wird die Zersetzungslösung abgekühlt und allmählich mit 100
ml Wasser versetzt. Sodann wird die Flüssigkeit in einen 200 ml fassenden Messkolben
übertragen. Nach Abkühlung wird Wasser bis zu einem Gesamtvolumen von
200,0 ml zugesetzt. 20,0 ml dieser Lösung werden sodann in einen Halbmikro-Kjeldahl-Zersetzungkolben
gegeben. Der Zersetzungskolben wird in einer Destillationsvorrichtung angebracht.
(3-2) Destillation: 15 ml einer 4 %-igen (Gew./Vol.) Borsäurelösung
und 3 Tropfen Bromcresolgrün-Methylrot-Indikator werden in den Absorptionskolben
der Destillationsvorrichtung gegeben. Nach Zusatz einer geringen Menge an Wasser
wird die Spitze eines Kühlers in die Flüssigkeit gebracht. 25 ml einer
30 %-igen (Gew.-/Vol.) Lösung von NaOH wird aus einem Tropftrichter der Destillationsvorrichtung
zugesetzt. Weitere 10 ml Wasser werden zum Waschen in den Kolben gegeben. Anschließend
wird sofort Dampf aus einem Dampfgenerator eingeleitet und die Destillation wird
bis zum Erreichen eines Destillatvolumens von 100 ml durchgeführt. Sodann wird
die Spitze des Kühlers von der Flüssigkeitsoberfläche entfernt. Nach
Sammeln weiterer weniger Milliliter des Destillats wird die Kühlerspitze mit
einer geringen Wassermenge gewaschen. Die Waschflüssigkeit wird anschließend
mit dem Kolbeninhalt vereinigt.
(3-3) Titration: Unter Verwendung von 5 mmol/Liter H2SO4
wird eine Titration durchgeführt, bis die grüne Farbe des Bromcresolgrün-Methylrot-Indikators
in eine hellgrau-purpurrote Farbe umschlägt. Unter Anwendung des gleichen Verfahrens
wird auch ein Leerwert ermittelt.
1 ml 5 mmol/Liter H2SO4 = 0,14007 mg N
(4) Berechnungen
N-Gehalt (%) in der Probe = (0,14007 × (a-b) × f × 200 × 100)/20
× Probengröße (mg)
a:
Volumen (ml) einer 5 mmol/Liter H2SO4-Lösung, das
zur Neutralisation der Probe erforderlich ist.
b:
Volumen (ml) 5 mmol/Liter H2SO4-Lösung, das zur Neutralisation
des Leerwerts erforderlich ist.
f:
5 mmol/Liter H2SO4-Faktor
Rohes Protein (%) = N (%) × Stickstofffaktor
Der Wert des Stickstofffaktors variiert je nach den Nahrungsmaterialien
und beträgt bei Milch und Käse 6,38.
Ferner beziehen sich die in der vorliegenden Beschreibung angegebenen
Werte für den Chlorgehalt auf Werte, die durch Messungen nach dem Silbernitrat-Titrationsverfahren
(S. 714 der vorerwähnten Abhandlung "Methods of Analysis in Health Science
2000) durchgeführt worden sind.
Speziell wird das nachstehend beschriebene Messverfahren herangezogen.
(1) Reagenzien
(1-1) 0,01 mol/Liter NaCl-Lösung: 0,5844 g NaCl, das unter Verwendung einer
Platinschale bis zum Schmelzen erwärmt worden ist, wird in Wasser gelöst.
Das Lösungsvolumen wird auf 1000 ml aufgefüllt.
1 ml einer 0,01 mol/Liter NaCl-Lösung entspricht 0,3545 mg Cl.
(1-2) 0,01 mol/Liter AgNO3-Lösung: 1,7 g AgNO3 werden
in Wasser gelöst. Das Lösungsvolumen wird auf 1000 ml aufgefüllt.
1 ml dieser Lösung entspricht 0,3545 mg Cl–. Der Faktor dieser
Lösung wird unter Verwendung einer 0,01 mol/Liter-Lösung standardisiert.
(1-3) K2CrO4-Lösung: 50 g K2CrO4
werden in einer geringen Menge Wasser gelöst. Die 0,01 mol/Liter AgNO3-Lösung
wird zugegeben, bis ein hellroter Niederschlag entsteht. Der Niederschlag wird abfiltriert.
Das Filtrat wird mit Wasser auf ein Lösungsvolumen von 1000 ml aufgefüllt.
(1-4) Al(OH)3: 10 g Aluminiumkaliumsulfat oder Aluminiumammoniumsulfat
werden in 200 ml Wasser gelöst. Ammoniak wird zur Ausfällung von Al(OH)3
zugesetzt. Die überstehende Flüssigkeit wird abgegossen und verworfen.
Der Niederschlag wird mit Wasser versetzt und gründlich vermischt. Nach dem
Absetzen wird die überstehende Flüssigkeit erneut abgegossen und verworfen.
Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt. Sodann wird der Niederschlag auf Filterpapier
gesammelt und gründlich mit Wasser gewaschen, bis im Filtrat Reaktionen auf
Cl–, NH4+ und NO2– nicht mehr feststellbar sind. Dieses Reagenz wird nach Bedarf
frisch zubereitet.
(2) Testverfahren
50 ml der Testlösung werden in einen Erlenmeyer-Kolben oder einen
Porzellanbecher gegeben. 0,5 ml der K2CrO4-Lösung werden
zugesetzt. Die Lösung wird mit einem Glasstab gerührt und mit der 0,01
mol/Liter AgNO3-Lösung titriert, bis die Testlösung eine blassbraune
Farbe annimmt, die nicht mehr verschwindet. Die Cl–-Konzentration
wird aus dem Volumen (ml) (a) der zugesetzten AgNO3-Lösung unter
Anwendung der folgenden Formel bestimmt. Der Reaktionsendpunkt wird bestätigt,
indem man weitere 50 ml der Testlösung in einen identischen Behälter gibt,
0,5 ml der K2CrO4-Lösung zugibt und die Farben der beiden
Proben vergleicht.
Cl– (&mgr;g/ml) = 0,3545a × 1000/Testlösung
(ml)
Wenn das bei der Filtration erforderliche Volumen der AgNO3-Lösung
25 ml übersteigt, so wird eine andere Probe der Testlösung genommen und
mit 0,2 bis 0,3 ml der K2CrO4-Lösung versetzt. Sodann
wird der vorstehende Vorgang wiederholt.
Wenn der Cl–-Wert äußerst nieder ist,
werden 100 bis 200 ml der Testlösung in einen Erlenmeyer-Kolben gegeben und
mit 0,2 bis 0,3 ml der K2CrO4-Lösung versetzt. Die Lösung
wird unter Verwendung eines Wasserbads zur Trockene eingedampft. Der dabei gebildete
Rückstand wird in 2 bis 3 ml Wasser gelöst. Sodann wird das vorstehende
Verfahren durchgeführt.
Wenn die Färbung der Testlösung intensiv ist, wird Al(OH)3
zur Entfärbung der Lösung zugesetzt und das vorstehende
Verfahren wird sodann durchgeführt.
Wenn der Lactulosegehalt in dem nach der Sprühtrocknung erhaltenen
Pulver, d. h. in der erfindungsgemäßen Lactulose enthaltenden Pulverzusammensetzung,
weniger als 10 Gew.-% beträgt, so ist das Produkt wirtschaftlich weniger wertvoll
und daher unzweckmäßig. Wenn außerdem in Fällen, bei denen die
Lactulose enthaltende Pulverzusammensetzung zu anderen Ernährungszusammensetzungen,
z. B. zu Tierfutter, gegeben wird, der Lactulosegehalt zu gering ist, steigt die
Menge der Lactulose enthaltenden Pulverzusammensetzung, die zur Erzielung der angestrebten
Wirkungen zugesetzt werden muss, in erheblichem Maße, was einen unerwünschten
Einfluss auf die Zusammensetzung des Futters hat. Wenn dagegen der Lactulosegehalt
der Lactulose enthaltenden Pulverzusammensetzung 50 Gew.-% übersteigt, so ergibt
sich eine unbefriedigende Stabilität gegen Feuchtigkeit.
Wenn der Proteingehalt weniger als 0,2 Gewichtsteile pro 1 Gewichtsteil
Lactulose beträgt, so ergibt sich eine unbefriedigende Stabilität gegen
Feuchtigkeit. Ferner kann aufgrund der Tatsache, dass die Lactulose enthaltende
Pulverzusammensetzung mindestens 10 Gew.-% Lactulose enthalten muss, der Proteingehalt
in der Pulverzusammensetzung nicht höher als 9 Gewichtsteile pro 1 Gewichtsteil
Lactulose betragen.
Wenn der Chlorgehalt 0,08 Gewichtsteile pro 1 Gewichtsteil Protein
übersteigt, so ergibt sich eine unbefriedigende Stabilität gegen Feuchtigkeit.
Es besteht keine Untergrenze für den Chlorgehalt. Geringere Werte werden bevorzugt.
Beim erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren lässt
sich eine Lactulose enthaltende Pulverzusammensetzung mit einem für praktische
Zwecke geeigneten Lactulosegehalt von 10 bis 50 Gew.-% und einer hochgradigen Stabilität
gegen Feuchtigkeit unter Durchführung einer einfachen Stufenfolge erzeugen.
Ferner weist eine auf diese Weise hergestellte, Lactulose enthaltende
Pulverzusammensetzung einen für die Praxis geeigneten Lactulosegehalt von 10
bis 50 Gew.-% sowie eine verbesserte Hygroskopizität und eine günstige
Lagerstabilität auf. Da ferner die Zusammensetzung durch Sprühtrocknung
pulverisiert worden ist, ist die Lactulose mit hoher Gleichmäßigkeit verteilt,
was bedeutet, dass die Zusammensetzung weniger anfällig für eine lokale
Ungleichmäßigkeit des Lactulosegehalts ist, als dies bei pulverförmigen
Gemischen der Fall ist, die durch Vermischen verschiedener pulverförmiger Bestandteile
erzeugt worden sind.
Da außerdem die Zusammensetzung Lactulose als Wirkstoff enthält,
lassen sich eine Reihe von günstigen Wirkungen erwarten, einschließlich
eine Förderung des Wachstums von günstigem Bifidobacterium, eine günstige
Wirkung auf die Aufrechterhaltung der Gesundheit und auf die Verhinderung von Infektionen
durch Verbesserung der bakteriellen Darmflora und eine Verhinderung der Verstopfung
durch Förderung der Ausscheidung.
Ferner ist die hergestellte, Lactulose enthaltende Pulverzusammensetzung
auch als Futtermitteladditiv zur Verwendung in Tierfutter, einschließlich Futter
für Säuger und Fische, wirksam. Durch Zumischen dieses Futtermitteladditivs
zu Tierfutter lassen sich eine Reihe von günstigen Wirkungen, einschließlich
des Wachstums von günstigem Bifidobacterium, eine verbesserte bakterielle Darmflora,
eine verbesserte Ausscheidung und eine verbesserte Futterverwertung sowie eine Gewichtszunahme
erreichen, ohne dass die Stabilität des Futtermittels gegen Feuchtigkeit eine
Einbuße erleidet.
In den folgenden Testbeispielen und Beispielen beziehen sich, sofern
nichts anderes angegeben ist; die %-Angaben auf Gewichtsprozent.
Testbeispiel 1
Lactulose enthaltende Pulverzusammensetzungen wurden so hergestellt,
dass der Proteingehalt pro 1 Gewichtsteil Lactulose im sprühgetrockneten Pulver
in einem Bereich von 0,1 bis 0,4 Gewichtsteilen variierte.
Mit anderen Worten, eine handelsübliche wässrige Lactuloselösung
(hergestellt von der Firma Morinaga Milk Industry Co., Ltd., Lactulose 52 %, feste
Fraktion 70 %), ein handelsübliches Molke-Proteinkonzentrat (Produkt der Firma
Milei GmbH, Protein 76 %, Chlor 0,05 %, feste Fraktion 95 %) und Lactose für
Speisezwecke (hergestellt von der Firm Milei GmbH, Lactose 95 %, Chlor 0,02 %, feste
Fraktion 95 %) wurden mit Wasser vereinigt und gelöst. Nachdem die feste Fraktion
auf 40 % eingestellt worden war, wurde die Lösung 30 Minuten durch Erwärmen
auf 65 °C sterilisiert, wodurch man eine Rohmaterialflüssigkeit erhielt,
die anschließend unter Anwendung üblicher Verfahren der Sprühtrocknung
unterzogen wurde. Man erhielt eine Lactulose enthaltende Pulverzusammensetzung.
Die Erwärmungsbedingungen während der Sprühtrockung umfassten eine
Einlasstemperatur von 155 °C und eine Auslasstemperatur von 85 °C.
Die jeweiligen Mischmengen der wässrigen Lactuloselösung,
des Molke-Protein-Kozentrats und der Lactose für Speisezwecke wurden während
der Herstellung der Rohmaterialflüssigkeit variiert, was die Herstellung von
neun unterschiedlichen, Lactulose enthaltenden Pulverzusammensetzungen (Proben Nr.
A-1 bis A-9) mit den in Tabelle 1 aufgeführten Bestandteilsmengen ermöglichte.
Keine der Proben zeigte während des Pulverisiervorgangs irgendwelche Probleme.
In der folgenden Beschreibung bezieht sich der Ausdruck "p/Lu" auf
den Proteingehalt (Einheiten: Gewichtsteile) pro 1 Gewichtsteil Lactulose und der
Ausdruck "a/p" auf den Chlorgehalt (Einheiten: Gewichtsteile) pro 1 Gewichtsteil
Protein.
Tabelle 1
Anschließend wurde eine 10 g-Probe der einzelnen Lactulose enthaltenden
Pulverzusammensetzungen in ein Becherglas mit 100 ml Fassungsvermögen und einem
Durchmesser von 50 mm gegeben und bei 25 °C in einer Umgebung mit einer relativen
Feuchtigkeit von 81 % belassen. Nach 10-stündigem Stehenlassen wurden die Proben
einer Inspektion ihres äußeren Erscheinungsbilds unterworfen und sodann
durch ein 16 mesh-Sieb (Tyler-Sieb, lichte Maschenweite 0,991 mm) gesiebt. Der Anteil
des Pulvers, der das Sieb passiert, relativ zur Gesamtmenge des Pulvers (Siebverhältnis,
Einheit %) wurde berechnet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 zusammengestellt.
Proben, bei denen die vorstehende 10-stündige Behandlung in einer
warmen und feuchten Umgebung keine Haftung am Behälter oder eine Verfestigung
aufgrund von Feuchtigkeitsabsorption bewirkte, können unter normalen Bedingungen
ohne Probleme verwendet werden, und zwar entweder als alleinige Zusammensetzung
oder in Form eines Gemisches.
Tabelle 2
Aus den Ergebnissen in den Tabellen 1 und 2 ist klar ersichtlich,
dass von den Pulvern mit einem Gehalt an etwa 10 % Lactulose (Proben A-1 bis A-3)
die Probe mit einem Proteingehalt von 1 % (p/Lu = 0,10) Feuchtigkeit absorbierte,
eine Schrumpfung und Haftung am Behälter zeigte und nach 10 Stunden das Sieb
nicht passierte, während Proben, in denen der Proteingehalt 2,1 % (p/Lu = 0,21)
oder. mehr betrug, eine gute Stabilität gegen Feuchtigkeit zeigten und ihre
Pulverform beibehielten.
Gleichermaßen absorbierte von den Pulvern mit einem Gehalt an
30 % Lactulose (Proben A-4 bis A-6) die Probe mit einem Proteingehalt von 3,1 %
(p/Lu = 0,10) Feuchtigkeit und zeigte nach 10 Stunden eine Schrumpfung und Haftung
am Behälter, während die Proben, bei denen der Proteingehalt 5,9 % (p/Lu
= 0,20) oder mehr betrug, eine gute Stabilität gegen Feuchtigkeit zeigten.
Unter den Pulvern mit einem Gehalt an 50 % Lactulose (Proben A-7 bis
A-9) absorbierte die Probe mit einem Proteingehalt von 4,9 % (p/Lu = 0,10) ebenfalls
Feuchtigkeit und zeigte eine Schrumpfung und Haftung am Behälter, während
die Proben bei denen der Proteingehalt 10 % (p/Lu = 0,20) oder mehr betrug, zwar
eine gewisse Bildung von weichen Klumpen aus dem Pulver zeigten, diese jedoch leicht
aufbrachen, was bedeutet, dass das Siebverhältnis immer noch hoch war, was
auf einen zufriedenstellenden Grad der Stabilität gegen Feuchtigkeit hinweist.
Demzufolge ist es offensichtlich, dass zur Gewährleistung einer
hochgradigen Stabilität gegen Feuchtigkeit bei einer Lactulose enthaltenden
Pulverzusammensetzung die Proteinmenge mindestens 0,2 Gewichtsteile pro 1 Gewichtsteil.
Lactulose betragen muss.
Ähnliche Ergebnisse wurden auch dann erhalten, wenn der Typ des
Proteins verändert wurde.
Testbeispiel 2
Lactulose enthaltende Pulverzusammensetzungen wurden so hergestellt,
dass der Chlorgehalt pro 1 Gewichtsteil Protein im sprühgetrockneten Pulver
in einem Bereich von 0,002 bis 0,14 Gewichtsteilen variierte.
In diesem Testbeispiel wurden als wässrige Lactuloselösung,
als Lactose für Speisezwecke und als Wasser die gleichen Materialien, wie sie
im vorstehenden Testbeispiel 1 beschrieben wurden, verwendet. Die Molke wurde der
Ultrafiltration unterworfen und vier verschiedene Molkepulver und Molke-Proteinkonzentrate
wurden mit unterschiedlichen Verhältnissen zwischen dem Gehalt an Protein und
Chlor hergestellt. Diese Proteinquellen wurden entweder einzeln oder in Kombinationen
aus zwei oder mehr Materialien verwendet.
Unter Verwendung dieser Bestandteile wurden Lactulose enthaltende
Pulverzusammensetzungen gemäß den gleichen Verfahren wie in Testbeispiel
1 hergestellt. Durch Variation der Mischmengen der wässrigen Lactuloselösung
und der Lactose für Speisezwecke und durch Variation des Typs und der Menge
des Molkepulvers und/oder des Molkekonzentrats, die bei der Herstellung der Rohmaterialflüssigkeit
verwendet wurden, wurden neun verschiedene Lactulose enthaltende
Pulverzusammensetzungen (Probennummer B-1 bis B-9) mit den in Tabelle 3 aufgeführten
Bestandteilsmengen hergestellt. Keine der Proben zeigte irgendwelche speziellen
Probleme während des Pulverisiervorgangs.
Eine Probe der einzelnen, auf diese Weise erhaltenen, Lactulose enthaltenden
Pulverzusammensetzungen wurde dann 10 Stunden auf ähnliche Weise wie im Testbeispiel
stehengelassen. Das äußere Erscheinungsbild und das Siebverhältnis
wurden sodann ermittelt. Die Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle 4 zusammengestellt.
Tabelle 3
Tabelle 4
Aus den in Tabelle 3 und Tabelle 4 aufgeführten Ergebnissen ist
klar ersichtlich, dass zwar alle Pulver einen im wesentlichen einheitlichen Proteingehalt
von etwa 0,2 Gewichtsteilen pro 1 Gewichtsteil Lactulose (p/Lu) aufwiesen, dass
aber in den Proben B-1 und B-5, in denen der Chlorgehalt pro 1 Gewichtsteil Protein
(a/p) mit 0,14 Gewichtsteilen signifikant höher war, das Pulver eine wesentlich
höhere Hygroskopizität aufwies und nach 10-stündigem Stehenlassen
eine signifikante unerwünschte Veränderung zeigte, da es in erheblichem
Maße Feuchtigkeit absorbiert hatte sowie hart wurde und am Behälter haftete.
Im Gegensatz dazu behielten die Pulver, bei denen das a/p-Verhältnis
nicht mehr als 0,08 Gewichtsteile betrug (Proben B-2 bis B-4 und Proben B-6 bis
B-9) eine gute Fließfähigkeit und zeigten auch nach 10-stündigem
Stehenlassen eine günstige Beschaffenheit.
Demzufolge ist es ersichtlich, dass zur Gewährleistung einer
günstigen Stabilität gegen Feuchtigkeit bei einer Lactulose enthaltenden
Pulverzusammensetzung die Chlormenge pro 1 Gewichtsteil Protein (a/p) nicht
mehr als 0,08 Gewichtsteile betragen darf. Ähnliche Ergebnisse wurden auch
dann erreicht, wenn der Proteingehalt relativ zum Lactulosegehalt (p/Lu) in einem
Bereich von 0,2 bis 9,0 Gewichtsteilen variiert wurde. Außerdem wurden ähnliche
Ergebnisse selbst dann erhalten, wenn der Typ des Proteins verändert wurde.
Testbeispiel 3
Lactulose enthaltende Testpulverzusammensetzungen wurden hergestellt,
bei denen der Lactulosegehalt in den sprühgetrockneten Pulvern in einem Bereich
von 5,1 bis 55 Gew.-% variierte.
Mit anderen Worten, eine handelsübliche, Lactulose enthaltende
Pulverzusammensetzung (Produkt der Firma Morinaga Milk Industry Co., Ltd., Lactulose
99 %, feste Fraktion 99 %), ein Molke-Proteinkonzentrat, das durch Ultrafiltration
von Molke hergestellt worden war (Protein 29,3 %, Chlor 0,45 %, feste Fraktion 95
%) und Lactose für Speisezwecke (hergestellt von der Firma Milei GmbH; Lactose
95 %, Chlor 0,3 %, feste Fraktion 95 %) und Wasser wurden verwendet und unter Anwendung
des Verfahrens von Testbeispiel 1 vereinigt. Man erhielt eine Reihe von Lactulose
enthaltenden Pulverzusammensetzungen (Probennummern C-1 bis C-5) mit den in Tabelle
5 angegebenen Zusammensetzungen. Keine der Proben zeigte während des Pulverisierverfahrens
irgendwelche speziellen Probleme.
Eine Probe der einzelnen, der auf diese Weise erhaltenen, Lactulose
enthaltenden Pulverzusammensetzungen wurde sodann 10 Stunden auf ähnliche Weise
wie in Testbeispiel 1 stehengelassen. Sodann wurden das äußere Erscheinungsbild
und das Siebverhältnis bestimmt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 6 zusammengestellt.
Vergleichstestbeispiel 1
Lactulose enthaltende Pulverzusammensetzungen wurden ohne Zusatz von
Protein hergestellt, wobei man sich des in der geprüften japanischen Patentanmeldung
S40-861 (2. Veröffentlichung) beschriebenen Sprühtrocknungsverfahrens
bediente.
Mit anderen Worten, eine Mischlösung, die die gleiche wässrige
Lactuloselösung, wie sie in Testbeispiel 1 verwendet wurde, enthielt, und die
gleiche Lactose für Speisezwecke, die in Testbeispiel 3 verwendet worden war
(Lactulose 2 %, Lactose 33 %, feste Fraktion 35 %), wurden bei einer Einlasstemperatur
von 155 °C und einer Auslasstemperatur von 85 °C getrocknet. Man erhielt
das in Tabelle 5 angegebene Probenpulver D-1 (Lactulosegehalt 5,1 %).
Durch Veränderung der Menge an Lactulose in der vorstehenden
Mischlösung wurden ein sprühgetrocknetes Pulver mit einem Lactulosegehalt
von 10 % (Probe Nr. D-2) und ein sprühgetrocknetes Pulver mit einem Lactulosegehalt
von 15 % (Probe Nr. D-3) hergestellt.
Keine dieser Proben zeigte während des Pulverisiervorgangs irgendwelche
speziellen Probleme.
Eine Probe der einzelnen, auf diese Weise erhaltenen Pulver wurde
sodann 10 Stunden auf ähnliche Weise wie in Testbeispiel 1. stehengelassen.
Das äußere Erscheinungsbild und das Siebverhältnis wurden sodann
festgestellt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 6 aufgeführt.
Vergleichstestbeispiel 2
Ein Pulver (Probe Nr. E-1) mit der in der nachstehenden Tabelle 5
angegebenen Zusammensetzung wurde gemäß dem Verfahren von Beispiel 1 der
geprüften japanischen Patentanmeldung S49-44332 (2. Veröffentlichung,
erteiltes japanisches Patent Nr. 778,565) hergestellt.
Mit anderen Worten, eine proteinhaltige Lösung wurde durch Vermischen
von 298 g Caseinsäure (Produkt der Firma NZMP, New Zealand Dairy Board, Protein
84 %), 18 g Kaliumtriphosphat und 7,3 kg Wasser und durch Erwärmen des Gemisches
unter Bildung einer Lösung hergestellt. Die Lösung wurde mit 10,0 kg der
im vorstehenden Testbeispiel 1 verwendeten wässrigen Lactuloselösung vermischt.
Die Lösung wurde nach Einstellen des pH-Werts auf 6,5 sprühgetrocknet.
Man erhielt ein Pulver (Probe Nr. E-1) mit einem Lactulosegehalt von 69 %. Die Temperaturbedingungen
während der Sprühtrocknung wurden auf eine Einlasstemperatur von 155 °C
und eine Auslasstemperatur von 85 °C eingestellt. Die Probe zeigte während
des Pulverisiervorgangs keine speziellen Probleme.
Eine Probe des auf diese Weise erhaltenen Pulvers wurde 10 Stunden
auf ähnliche Weise wie in Beispiel 1 stehengelassen. Das äußere Erscheinungsbild
und das Siebverhältnis wurden festgestellt. Die Ergebnisse sind in der nachstehenden
Tabelle 6 zusammengestellt.
Vergleichstestbeispiel 3
Ein Pulver (Probe Nr. E-2) mit der in der nachstehenden Tabelle 5
angegebenen Zusammensetzung wurde gemäß dem Verfahren der in Beispiel
4 der japanischen Patentanmeldung S49-44332 (2. Veröffentlichung, erteiltes
japanisches Patent 778,565), hergestellt.
Mit anderen Worten, eine Mischlösung wurde durch Vermischen von
10,0 kg der in Testbeispiel 1 verwendeten wässrigen Laculoselösung, 2,0
kg Molkepulver (Produkt der Firma Morinaga Milk Industry Co., Ltd., Protein 12 %)
und 10,3 kg Wasser hergestellt. Nach Einstellen des pH-Werts auf 6,7 wurde die Lösung
auf die gleiche Weise wie in Vergleichstestbeispiel 2 sprühgetrocknet. Man
erhielt ein Pulver (Probe Nr. E-2) mit einem Lactulosegehalt von 57 %. Die Probe
zeigte während des Pulverisiervorgangs keine speziellen Probleme.
Eine Probe des auf diese Weise erhaltenen Pulvers wurde auf ähnliche
Weise wie in Testbeispiel 1 10 Stunden stehengelassen. Das äußere Erscheinungsbild
und das Siebverhältnis wurden festgestellt. Die Ergebnisse sind in der nachstehenden
Tabelle 6 zusammengestellt.
Tabelle 5
Tabelle 6
Aus den in Tabelle 5 und Tabelle 6 aufgeführten Ergebnissen ist
klar ersichtlich, dass von den im Testbeispiel 3 erhaltenen, Lactulose enthaltenden
Pulverzusammensetzungen C-1 bis C-5 die Zusammensetzungen C-1 bis C-4, bei denen
der Lactulosegehalt nicht mehr als 50 % betrug, eine günstige Stabilität
gegen Feuchtigkeit aufwiesen, während die Zusammensetzung C-5 mit einem Lactulosegehalt
von 55 % eine unbefriedigende Stabilität gegen Feuchtigkeit aufwies.
Ferner wurde festgestellt, dass in den Zusammensetzungen D-1 bis D-3,
die ohne Zugabe von Protein hergestellt worden waren, ein günstiger Grad der
Stabilität gegen Feuchtigkeit erreicht werden konnte, wenn der Lactulosegehalt
im Pulver auf 5,1 % verringert wurde, dass aber dann, wenn der Lactulosegehalt 10
% oder mehr erreichte, das Pulver gegen Feuchtigkeit instabil wurde.
Ferner konnte eine günstige Stabilität gegen Feuchtigkeit
weder in der Zusammensetzung E-2, bei der der Lactulosegehalt im Pulver mit 57 %
hoch war, oder in der Zusammensetzung E-1, bei der der Lactulosegehalt im Pulver
mit 69 % ebenfalls hoch war und der Chlorgehalt 0 betrug, erreicht werden.
Aus diesen Ergebnissen ist es ersichtlich, dass zur Gewährleistung
einer günstigen Stabilität gegen Feuchtigkeit die Obergrenze für
den Lactulosegehalt in den sprühgetrockneten, Lactulose enthaltenden Pulverzusammensetzungen
50 % beträgt.
Außerdem beträgt in bezug auf die Untergrenze des Lactulosegehalts
in der Lactulose enthaltenden Pulverzusammensetzung in Fällen, bei denen die
Lactulose enthaltende Pulverzusammensetzung als Additiv zur Vereinigung mit weiteren
Ernährungszusammensetzungen, wie tierischen Futterprodukten, verwendet wird,
der Lactulosegehalt vorzugsweise mindestens 10 %, um zu gewährleisten, dass
die Wirkungen von Lactulose intensiviert werden können, ohne dass nachteilige
Einflüsse auf die Zusammensetzung des Futters gegeben sind.
Im Testbeispiel 3 und in den Vergleichsbeispielen 1 bis 3 gemäß
den vorstehenden Ausführungen wurden ähnliche Ergebnisse erreicht, selbst
wenn der Proteingehalt, bezogen auf jeweils 1 Gewichtsteil Lactulose, in einem Bereich
von 0,2 bis 9,0 Gewichtsteilen variiert wurde und der Chlorgehalt, bezogen auf jeweils
1 Gewichtsteil Protein, innerhalb eines Bereiches, der 0,08 Gewichtsteile nicht
überstieg, variiert wurde. Außerdem wurden ähnliche Ergebnisse auch
dann erhalten, wenn der Typ des Proteins verändert wurde.
Testbeispiel 4
Dieses Beispiel zeigt die Wirksamkeit einer erfindungsgemäßen,
Lactulose enthaltenden Pulverzusammensetzung als Futtermitteladditiv.
Mit anderen Worten, 6,12 kg der wässrigen Lactuloselösung,
die in Testbeispiel 1 verwendet worden war, 1,00. kg des Molke-Proteinkonzentrats
(WPC), das in Testbeispiel 1 verwendet worden war, 4,55 kg Molkepulver (WP) (Produkt
der Firma Morinaga Milk Industry Co., Ltd., Protein 12 %, Chlor 1,9 %, feste Fraktion
96 %) und Wasser wurden miteinander vermischt. Nachdem die feste Fraktion auf 40
% eingestellt worden war, wurde die Lösung durch 30-minütiges Erwärmen
auf 65 °C sterilisiert und sodann auf die gleiche Weise wie in Testbeispiel
1 sprühgetrocknet. Man erhielt eine Lactulose enthaltende Pulverzusammensetzung
mit einem Lactulosegehalt von 30 %, einem Proteingehalt von 13 %, einem Chlorgehalt
von 0,86 %, einem p/Lu-Wert von 0,43 Gewichtsteilen und einem a/p-Wert von 0,066
Gewichtsteilen. Die Probe zeigte hinsichtlich des Pulverisiervorgangs keine speziellen
Probleme.
15 dreifach gekreuzte weibliche LWD-Schweine im Entwöhnungsstadium
wurden einer 1-wöchigen Konditionierungsperiode unter Verwendung eines handelsüblichen
Entwöhnungsfutters (Koromeal GS der Firma Nippon Formula Feed Manufacturing
Co., Ltd.) unterzogen. Die Schweine wurden in drei Gruppen mit jeweils 5 Schweinen
pro Gruppe aufgeteilt. Bei der ersten Gruppe wurde die Fütterung mit dem vorstehenden
handelsüblichen Entwöhnungsfutter fortgesetzt. Die zweite Gruppe wurde
zu Vergleichszwecken weiterhin mit dem vorstehenden handelsüblichen Entwöhnungsfutter,
das mit dem nachstehend beschriebenen Additiv versetzt worden war, gefüttert.
Die dritte Gruppe wurde mit dem vorstehenden handelsüblichen Entwöhnungsfutter
mit einem Gehalt an 1,5 % der vorstehend hergestellten, Lactulose enthaltenden Pulverzusammensetzung
(entsprechend einem Lactulosegehalt von 0,45 %) gefüttert. Jede Gruppe wurde
auf natürliche Weise gefüttert und erhielt 2 Wochen lang freien Futterzugang.
Auch Trinkwasser war frei verfügbar.
Bei dem im Futter der zweiten Gruppe zu Vergleichzwecken verwendeten
Additiv handelte es sich um ein Gemisch aus WPC und WP im gleichen Verhältnis
wie bei der Lactulose enthaltenden Pulverzusammensetzung, die dem Futter der dritten
Gruppe zugesetzt worden war, nämlich um ein Gemisch aus 0,15 % WPC und 0,68
% WP.
Während der Testperiode wurden keine Anomalien, wie eine Verfestigung
oder Hartwerden des Futters, beobachtet.
Das Gewicht der einzelnen Tiere wurde beim Testbeginn und beim Testende
bestimmt. Die Gewichtszunahme wurde in jedem einzelnen Fall bestimmt. Ferner wurde
beim Testende auch die Menge an verbliebenem Futter gemessen. Die Menge an verbrauchtem
Futter wurde berechnet. Das Futterbedarfsverhältnis wurde berechnet, indem
die verbrauchte Futtermenge durch die Gewichtszunahme dividiert wurde.
Die Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle 7 aufgeführt.
In Tabelle 7 sind das Gewicht beim Testbeginn, das Gewicht beim Testende, die Gewichtszunahme,
die verbrauchte Futtermenge und das Futterbedarfsverhältnis jeweils als Mittelwert
und Bereich der Abweichung für jede Gruppe angegeben. Die statistische Signifikanz
des Futterbedarfsverhältnisses wurde bestimmt, indem mehrfache Vergleiche unter
Anwendung des als Tukey-Verfahrens bekannten statistischen Analysenverfahrens für
die Einweg-Layout-Varianzanalyse durchgeführt wurden. Das Ergebnis wurde als
statistisch signifikant beurteilt, wenn der p-Wert unter 0,05 lag (5 %-Signifikanzgrad).
Tabelle 7
*Signifikant, relativ zu den Gruppen ohne das *-Symbol (p < 0,05)
Aus den Ergebnissen von Tabelle 7 ist klar ersichtlich, dass die dritte
Gruppe, bei der das Futter mit Zusatz der erfindungsgemäßen, Lactulose
enthaltenden Pulverzusammensetzung verwendet wurde, ein Futterbedarfsverhältnis
zeigte, das statistisch signifikant niedriger als bei der ersten und zweiten Gruppe
war, was einen Hinweis auf eine günstigere Futterverwertung
darstellte.
Beispiele
Nachstehend finden sich erfindungsgemäße Beispiele.
Beispiel 1
2,63 kg Natriumcaseinat (Produkt der Firma New Zealand Dairy Board,
Protein 91 %, Chlor 0,14 %, feste Fraktion 95 %) wurde mit 11,3 kg Wasser vermischt
und darin gelöst. Diese Lösung wurde sodann mit 10,2 kg einer wässrigen
Lactuloselösung (Produkt der Firma Morinaga Milk Industry Co., Ltd., Lactulose
49 %, feste Fraktion 70 %) vermischt und 10 Minuten bei 80 °C sterilisiert.
Unter Verwendung eines Niro-Zerstäubungsgeräts (Produkt der Firma Niro
Inc.) wurde die Lösung sodann unter Bedingungen sprühgetrocknet, die eine
Einlasstemperatur von 155 °C und eine Auslasstemperatur von 85 °C umfassten.
Man erhielt 8,5 kg einer Lactulose enthaltenden Pulverzusammensetzung. Während
des Sprühtrocknungsvorgangs traten keine speziellen Probleme auf.
Die auf diese Weise erhaltene, Lactulose enthaltende Pulverzusammensetzung
enthielt 50 % Lactulose, 24 % Protein und 0,04 % Chlor und wies einen Wassergehalt
von 3,1 %, einen Proteingehalt pro 1 Gewichtsteil Lactulose von 0,5 Gew.-% und einen
Chlorgehalt pro 1 Gewichtsteil Protein von 0,001 Gewichtsteil auf.
Eine Probe von 10 g der auf diese Weise hergestellten, Lactulose enthaltenden
Pulverzusammensetzung wurde in ein 100 ml fassendes Becherglas mit einem Durchmesser
von 50 mm gebracht und bei einer relativen Feuchtigkeit von 81 % bei 25 °C
stehengelassen. Nach 10-stündigem Stehenlassen wurde die Probe einer Inspektion
ihres äußeren Erscheinungsbilds unterworfen und sodann durch ein 16 mesh-Sieb
gesiebt. Das Siebverhältnis wurde berechnet.
Die Ergebnisse zeigten, dass nach 10-stündigem Stehenlassen sich
einige weiche Klumpen entwickelt hatten, obgleich diese durch Bewegen aufgebrochen
wurden und eine Probe mit guter Fließfähigkeit entstand. Das Siebverhältnis
betrug 94 %, was einen günstigen Grad der Stabilität gegen Feuchtigkeit
anzeigte.
Beispiel 2
8,36 kg aus Sojabohnen isoliertes Protein Fujipro WR (Produkt der
Firma Fuji Protein Technologies Inc., Protein 91 %, Chlor 0,18 %, feste Fraktion
94 %) wurde mit 23,6 kg Wasser vermischt und darin gelöst. Diese Lösung
wurde sodann mit 16,3 kg der in Beispiel 1 verwendeten wässrigen Lactuloselösung
vermischt. Sodann wurde die Lösung auf 60 °C erwärmt und anschließend
15 Sekunden bei 72 °C sterilisiert. 24,1 kg der sterilisierten Lösung
wurden sodann auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1 sprühgetrocknet. Man
erhielt 8,7 kg einer Lactulose enthaltenden Pulverzusammensetzung. Während
des Sprühtrocknungsvorgangs traten keine speziellen Probleme auf.
Die auf diese Weise erhaltene, Lactulose enthaltende Pulverzusammensetzung
enthielt 40 % Lactulose, 38 % Protein und 0,08 % Chlor und wies einen Wassergehalt
von 3,3 %, einen Proteingehalt pro 1 Gewichtsteil Lactulose von 1,0 Gewichtsteil
und einen Chlorgehalt pro 1 Gewichtsteil Protein von 0,002 Gewichtsteilen auf.
Die Stabilität gegen Feuchtigkeit einer 10 g-Probe der auf diese
Weise hergestellten, Lactulose enthaltenden Pulverzusammensetzung wurde auf die
gleiche Weise wie in Beispiel 1 bestimmt. Nach 10-stündigem Stehenlassen behielt
die Probe eine gute Fließfähigkeit. Das Siebverhältnis betrug 94
%, was einen günstigen Grad der Stabilität gegen Feuchtigkeit anzeigt.
Beispiel 3
5,65 kg eines aus Labmolke hergestellten Proteinkonzentrats (Protein
35 %, Chlor 0,94 %, feste Fraktion 95 %) wurde mit 12,4 kg Wasser vermischt und
darin gelöst. Diese Lösung wurde sodann mit 6,12 kg der in Beispiel 1
verwendeten wässrigen Lactuloselösung vermischt. Die Lösung wurde
durch 30-minütige Behandlung bei 65 °C sterilisiert. Die sterilisierte
Lösung wurde sodann auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1 sprühgetrocknet.
Man erhielt 8,5 kg einer Lactulose enthaltenen Pulverzusammensetzung. Beim Sprühtrocknungsverfahren
traten keine speziellen Probleme auf.
Die auf diese Weise erhaltene, Lactulose enthaltende Pulverzusammensetzung
enthielt 30 % Lactulose, 20 % Protein und 0,53 % Chlor und wies einen Wassergehalt
von 3,3 %, einen Proteingehalt pro 1 Gewichtsteil Lactulose von 0,7 Gewichtsteilen
und einen Chlorgehalt pro 1 Gewichtsteil Protein von 0,03 Gewichtsteilen auf.
Die Stabilität gegen Feuchtigkeit einer 10 g-Probe der auf diese
Weise hergestellten, Lactulose enthaltenden Pulverzusammensetzung wurde auf die
gleiche Weise wie in Beispiel 1 bestimmt. Nach 10-stündigem Stehenlassen behielt
die Probe eine gute Fließfähigkeit. Das Siebverhältnis betrug 95
%, was einen günstigen Grad der Stabilität gegen Feuchtigkeit anzeigt.
Beispiel 4
7,06 kg Magermilchpulver (Produkt der Firma Morinaga Milk Industry
Co., Ltd., Protein 34 %, Chlor 1,3 %, feste Fraktion 96 %) wurden mit 13,0 kg Wasser
vermischt und darin gelöst. Diese Lösung wurde sodann mit 4,08 kg der
in Beispiel 1 verwendeten wässrigen Lactuloselösung vermischt und die
Lösung wurde durch Erwärmen auf 80 °C und 10-minütige Aufrechterhaltung
dieser Temperatur sterilisiert. Die sterilisierte Lösung wurde anschließend
auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1 sprühgetrocknet. Man erhielt 8,5 kg
einer Lactulose enthaltenden Pulverzusammensetzung. Hinsichtlich des Sprühtrocknungsverfahrens
bestanden keine speziellen Probleme.
Die auf diese Weise erhaltene, Lactulose enthaltende Pulverzusammensetzung
enthielt 20 % Lactulose, 24 % Protein und 0,88 % Chlor und wies einen Wassergehalt
von 2,9 %, einen Proteingehalt pro 1 Gewichtsteil Lactulose von 1,2 Gew.-% und einen
Chlorgehalt pro 1 Gewichtsteil Protein von 0,04 Gewichtsteilen auf.
Die Stabilität gegen Feuchtigkeit einer 10 g-Probe des auf diese
Weise hergestellten Pulvers wurde auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1 bestimmt.
Nach 10-stündigem Stehenlassen blieb bei der Probe eine gute Fließfähigkeit
erhalten. Das Siebverhältnis betrug 94 %, was auf einen günstigen Grad
der Stabilität gegen Feuchtigkeit hinweist.
Beispiel 5
1,34 kg Molkeproteinkonzentrat (Produkt der Firma Milei GmbH, Protein
76 %, Chlor 0,05 %, feste Fraktion 95 %) und 6,9 kg Molkepulver (Produkt der Firma
Morinaga Milk Industry Co., Ltd., Protein 12 %, Chlor 1,9 %, feste Fraktion 96 %)
wurden mit 13,4 kg Wasser vermischt und darin gelöst. Diese Lösung wurde
sodann mit 2,5 kg einer wässrigen Lactuloselösung (Lactulose 40 %, feste
Fraktion 70 %) vermischt und anschließend durch 30-minütiges Erwärmen
auf 63 °C sterilisiert. Die sterilisierte Lösung wurde auf die gleiche
Weise wie in Beispiel 1 sprühgetrocknet. Man erhielt 8,7 kg einer Lactulose
enthaltenden Pulverzusammensetzung. Beim Sprühtrocknungsverfahren traten keine
speziellen Probleme auf.
Die auf diese Weise erhaltene, Lactulose enthaltende Pulverzusammensetzung
enthielt 10 % Lactulose, 18 % Protein und 1,3 % Chlor und wies einen Wassergehalt
von 3,3 %, einen Proteingehalt pro 1 Gewichtsteil Lactulose von 1,8 Gewichtsteilen
und einen Chlorgehalt pro 1 Gewichtsteil Protein von 0,07 Gewichtsteilen auf.
Die Stabilität gegen Feuchtigkeit einer 10 g-Probe der auf diese
Weise hergestellten, Lactulose enthaltenden Pulverzusammensetzung wurde auf die
gleiche Weise wie in Beispiel 1 bestimmt. Nach 10-stündigem Stehenlassen behielt
die Probe eine gute Fließfähigkeit. Das Siebverhältnis betrug 93
%, was auf einen günstigen Grad der Stabilität gegen Feuchtigkeit hinweist.
Gewerbliche Verwertbarkeit
Erfindungsgemäß lässt sich eine Lactulose enthaltende
Pulverzusammensetzung mit einem praxisgerechten Lactulosegehalt und einer überlegenen
Feuchtigkeitsstabilität durch eine einfache Reihe von Stufen herstellen.
Anspruch[de]
Verfahren zur Herstellung einer Lactulose enthaltenden Pulverzusammensetzung,
umfassend die folgenden Stufen: Herstellen einer Rohmaterialflüssigkeit, die Lactulose und
Protein umfasst, und Sprühtrocknen der Rohmaterialflüssigkeit zur Bereistellung
einer Pulverzusammensetzung mit einem Lactulosegehalt von 10 bis 50 Gew.%, einem
Proteingehalt von 0,2 bis 9,0 Gewichtsteilen pro 1 Gewichtsteil Lactulose und einem
Chlorgehalt von nicht mehr als 0,08 Gewichtsteilen pro 1 Gewichtsteil Protein.Verfahren nach Anspruch 1, ferner umfassend das Behandeln der Materialien,
die zur Herstellung der Rohmaterialflüssigkeit verwendet werden, zur Veränderung
des Verhältnisses zwischen Protein und Chlor.Verfahren nach Anspruch 2, wobei die Behandlung zur Veränderung
des Verhältnisses zwischen Protein und Chlor in einer Ultrafiltration besteht.Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, ferner umfassend
das Sterilisieren und/oder Einengen der Rohmaterialflüssigkeit vor dem Spültrocknen.Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Rohmaterialflüssigkeit
eine Konzentration der festen Fraktion von 30 bis 50 Gew.-% aufweist.Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die sprühgetrocknete
Pulverzusammensetzung einen Wassergehalt von 2 bis 5 Gew.-% aufweist.Sprühgetrocknete, Lactulose enthaltende Pulverzusammensetzung mit
einem Lactulosegehalt von 10 bis 50 Gew.-%, einen Proteingehalt von 0,2 bis 9,0
Gewichtsteilen pro 1 Gewichtsteil Lactulose und einem Chlorgehalt von nicht mehr
als 0,08 Gewichtsteilen pro 1 Gewichtsteil Protein.Zusammensetzung nach Anspruch 7 mit einem Wassergehalt von 2 bis 5 Gew.-%.Zusammensetzung nach Anspruch 7 oder 8, die durch ein Verfahren nach
einem der Ansprüche 1 bis 6 erhältlich ist.Futtermitteladditiv, umfassend eine Lactulose enthaltende Pulverzusammensetzung
nach Anspruch 7, 8 oder 9.