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Dokumentenidentifikation DE102006007829A1 30.08.2007
Titel Verfahren zur Herstellung eines lagerfähigen Konzentrats aus Gewächsen
Anmelder Meilke, Gerd-Rudolf, 06242 Krumpa, DE
Erfinder Meilke, Gerd-Rudolf, 06242 Krumpa, DE
Vertreter Schulz, M., Dipl.-Ing. (FH), Pat.-Anw., 87700 Memmingen
DE-Anmeldedatum 17.02.2006
DE-Aktenzeichen 102006007829
Offenlegungstag 30.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.08.2007
IPC-Hauptklasse A23P 1/06(2006.01)A, F, I, 20060217, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A23P 1/02(2006.01)A, L, I, 20060217, B, H, DE   A23F 3/06(2006.01)A, L, I, 20060217, B, H, DE   A23F 3/14(2006.01)A, L, I, 20060217, B, H, DE   A23F 3/34(2006.01)A, L, I, 20060217, B, H, DE   A21D 2/36(2006.01)A, L, I, 20060217, B, H, DE   A23L 1/29(2006.01)A, L, I, 20060217, B, H, DE   A61Q 19/10(2006.01)A, L, I, 20060217, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines lagerfähigen Konzentrats aus Gewächsen, wie Pflanzen, Blüten, Früchten oder dergleichen, bzw. eines Gemisches aus wenigstens zwei der vorhergenannten Gewächse, wobei die Gewächse nach dem Ernten bevorzugt an der Luft getrocknet werden.
Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Gewächse von nicht verwertbaren Bestandteilen entweder vor oder nach dem Trocknen befreit und die verwertbaren Bestandteile zerkleinert werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines lagerfähigen Konzentrats aus Gewächsen, wie Pflanzen, Blüten, Früchten oder dergleichen beziehungsweise eines Gemisches aus wenigstens zwei der vorhergenannten Gewächse, wobei die Gewächse nach dem Ernten bevorzugt an der Luft getrocknet werden.

Derartige Verfahren sind lange Zeit bekannt. Sie werden insbesondere bei der Teeherstellung eingesetzt, um beispielsweise Tee oder aber auch andere Pflanzen, die für die Teezubereitung geeignet sind, zu trocknen. Dazu werden die Pflanzen geerntet, dann getrocknet und anschließend zerkleinert.

Das Problem dabei ist, dass bei einer derartigen Verfahrensweise auch eigentlich nicht verwertbare Bestandteile, wie Stiele, Stengel, Stacheln, Dornen oder aber bei Früchten beispielsweise Kerne mit zerkleinert werden, das dazu führen, daß nach der Zubereitung des Tees beispielsweise dieser bestimmte Bitterstoffe enthält, die den Geschmack verfälschen und die nicht unbedingt für die erwünschte Wirksamkeit des Tees gewünscht sind.

Es ist weiterhin bekannt, derartige Gewächse so zu verkleinern, daß sie im Beutel verpackt werden und in dieser Verpackung dann, beispielsweise für die Teezubereitung, verkauft werden. Derartige Verpackungen sind zwar über eine bestimmte Zeit lagerfähig. Sie verlieren allerdings im Laufe der Zeit Inhaltsstoffe, was dann den Geschmack und die Wirkung der zubereiteten Tees verschlechtert.

Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung ein Verfahren vorzuschlagen, bei dem ein lagerfähiges Konzentrat erhalten wird, das die vorbeschriebenen Nachteile des Standes der Technik nicht mehr aufweist.

Die Aufgabe der Erfindung wird gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung eines lagerfähigen Konzentrats aus Gewächsen, wie Pflanzen, Blüten, Früchten oder dergleichen beziehungsweise eines Gemisches aus wenigstens zwei der vorher genannten Gewächse, wobei die Gewächse nach dem Ernten bevorzugt an der Luft getrocknet werden, das sich dadurch auszeichnet, dass die Gewächse von nicht verwertbaren Bestandteilen, wie Stielen, Stengel, Stacheln, Dornen oder dergleichen entweder vor oder nach dem Trocknen befreit und die verwertbaren Bestandteile anschließend zerkleinert werden. Dadurch gelingt es zunächst die negativen Nachteile des Standes der Technik bezüglich der nicht verwertbaren Bestandteile komplett zu beseitigen. Ein beispielsweise aus Brennnesselpflanzen hergestelltes Konzentrat, hat, nach dem Stand der Technik, in der Regel immer die Stiele zum Inhalt. Die Stiele der Pflanzen enthalten allerdings eine Reihe von Wirkstoffen, die bei der Verwertung nicht erwünscht sind. Dadurch kann erstens die Wirksamkeit der Teezubereitung eingeschränkt werden und zweitens wird der Geschmack negativ beeinträchtigt. Ungewünschte Nebenwirkungen können ebenfalls eintreten. Durch die jetzt vorgeschlagene, erfindungsgemäße Lösung wird es erreicht, dass die Blätter von den Stielen befreit sind, bevor sie zerkleinert werden. Damit erhält man ein reines Produkt, das nur die gewünschten Bestandteile enthält. Durch die Zerkleinerung gelingt es, diese auch lange Zeit zu lagern, ohne das wesentliche Wirksamkeitsverluste entstehen. Selbstverständlich ist die Erfindung nicht nur bei Brennnesselgewächsen anwendbar. In gleicher Weise können damit Blüten, Früchte, Samen, Teepflanzen oder dergleichen zubereitet werden, so dass hier eine entsprechende Aufbereitung gewährleistet ist. Selbstverständlich kann man auch ein Gemisch von mehreren dieser genannten Gewächse nach dem erfindungsgemäßen Verfahren bearbeiten, derart, dass die nicht verwertbaren Bestandteile entweder vor oder nach dem Trocknen beseitigt werden.

Eine Weiterbildung dieses Verfahrens sieht vor, dass zunächst eine Vorzerkleinerung und anschließend eine Feinzerkleinerung durchgeführt wird, derart, dass ein Pulver entsteht. Durch die pulverförmige Ausbildung des Konzentrats wird jetzt erreicht, dass dieses wesentlich besser bestimmten anderen Pulvern oder Mehlen für die Lebensmittelzubereitung zugemischt werden kann. Auch lässt sich die Lagerung dieses Pulvers in entsprechenden Behältern wesentlich günstiger gestalten, wobei ein noch besserer Effekt bezüglich des Verlustes von Wirkstoffen über die Zeit erreicht wird. Das Zerkleinern erfolgt in einer Weiterbildung der Erfindung durch Mahlen beziehungsweise Zermahlen. Insbesondere wird es angestrebt, dass das Pulver nach der Zerkleinerung gesiebt wird.

Dabei hat es sich als Vorteil erwiesen, wenn das Sieben mittels eines sehr feinmaschigen Siebes, zum Beispiel eines Siebes mit der Maschengröße eines Teesiebes vorgenommen wird. Dadurch erhält man ein sehr feines Pulver, das sehr lange Zeit lagerfähig ist und das insbesondere entweder in Teemischungen oder aber als Zusatz für die Speisenbereitung anderer Speisen verwendet werden kann. Beispielsweise kann dieses Pulver ohne Probleme beispielsweise einem Brot- oder Kuchenteig zugemischt werden, so dass hier ein Einsatz dieser Pflanzen ermöglicht ist, der bisher so noch nicht bekannt war.

Gemäß einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es vorgesehen, dass nicht durch das Sieb fallende Bestandteile des Pulvers noch einmal zermahlen werden. Damit wird eine vollständige Verwertung der verwertbaren Bestandteile erreicht, wodurch die Effizienz des erfindungsgemäßen Verfahrens weiter erhöht wird.

Eine andere Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens schlägt vor, dass nicht durch das Sieb fallende Bestandteile des Pulvers einer Verwertung, zum Beispiel als Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Dies kann, wie bereits erwähnt, beispielsweise durch Zusatz bei der Speisenbereitung anderer Speisen geschehen. Dies kann allerdings auch so geschehen, dass bestimmte Verpackungen abgefüllt werden, die dann im Handel als Nahrungsergänzungsmittel vertrieben werden können. Selbstverständlich ist es auch möglich, das gesiebte Pulver der Ausführungsform, die vorher beschrieben wurde, als Nahrungsergänzungsmittel zu verwenden.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung schlägt vor, dass das gesiebte Pulver rieselfähig ist. Damit hat es Voraussetzungen, die sowohl für die Teezubereitung als auch für den Zusatz als Nahrungsergänzungsmittel beziehungsweise als geschmacks- und wirkstoffverbesserndes Mittel bei der Speisenzubereitung hinzugefügt werden kann.

Demnach schlägt eine Weiterbildung der Erfindung vor, dass das Pulver bei der Speisenzubereitung, beispielsweise einer Backmischung, wie für Kuchen, Brot oder Brötchen oder für andere Speisen zugemischt wird.

Um den Effekt der Lagerfähigkeit noch zu verbessern, schlägt eine bevorzugte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens vor, dass das entsprechend der vorhergehenden Ausführungsformen und Varianten erhaltene Pulver nach der Zerkleinerung zu Presslingen in eine handelsübliche Form gepresst wird. Das Pressen führt dazu, dass das Konzentrat wesentlich länger lagerfähig ist und es in einer wesentlich höheren Konzentration zur Verfügung steht, wodurch beispielsweise bei der Einnahme der Presslinge eine geringere Dosierung ausreicht, als beispielsweise beim Pulver. Die Presslinge lassen sich auch besser verpacken und benötigen beispielsweise keine Spezialbehälter, aus denen das Pulver beispielsweise herausrieseln könnte. Die Presslinge können durch kleinste Öffnungen nicht herausrieseln, so dass hier eine sehr effiziente Möglichkeit der Herstellung, Lagerung und für den Vertrieb gefunden wurde. Am Beispiel von Brennnesseln ist weiterhin festzuhalten, dass das Pulver beispielsweise bei der Teezubereitung an der Oberfläche des heißen Wassers schwimmt und damit nicht optimal für die Auslösung der Wirkstoffe geeignet ist. Die Presslinge bleiben zunächst am Boden liegen und lösen sich erst nach und nach beispielsweise durch Umrühren auf. Damit kann eine wesentlich höherer Ausbeute bei der Teezubereitung erhalten werden, als dies bei herkömmlichen Teebeuteln beispielsweise der Fall ist. Überraschend dabei ist, dass die gewünschten Wirkungen in gleicher Weise, bei bestimmten Gewächsen sogar verstärkt bzw. verbessert auftreten.

Die Presslinge können entsprechend einer Weiterbildung der Erfindung eine eckige, runde beziehungsweise ovale Form aufweisen. Sie können insbesondere zylinder-, quader-, würfel-, kegel- beziehungsweise kugelförmig ausgebildet sein. Hier ist die Erfindung auf keine bestimmte Ausgestaltung eingeschränkt.

Bevorzugt weisen die Presslinge eine Tabletten- oder Pelletform auf.

Eine Weiterbildung des vorbeschriebenen Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, daß zunächst verschiedene Pflanzen, Blüten oder dergleichen in getrennten Vorgängen getrocknet und Vermahlen und nach dem Zerkleinern dann in einem gewünschten Mischungsverhältnis gemischt und anschließend gepresst werden.

Selbstverständlich ist es nach der Erfindung auch vorgesehen, dass jeweils nur eine Sorte eines Gewächses in reiner Form verwendet wird.

Als Gewächs für das erfindungsgemäße Verfahren eignen sich insbesondere reine Brennnesseln, bevorzugt der Sorte Urtica dioica, Lindenblüten, Fenchel, Pfefferminze, Teesorten aller Art, also beispielsweise grüner oder schwarzer Tee.

Die Erfindung schlägt auch vor, dass bei Gewächsen, deren Blätter Verwendung finden, diese vor dem Zerkleinern von den Stielen getrennt werden. Dies kann nach der Erfindung entweder vor oder nach dem Trocknen geschehen.

Die bevorzugte Variante des Verfahrens, wonach das Pulver dann durch Pressen zu Presslingen vorgenommen wird, arbeitet bevorzugt mit einem Druck von 2 t bis 6 t. Eine besonders bevorzugte Variante presst mit einem Druck von 4t. Dabei ist es erstaunlich, dass mit dem Verfahren nach der Erfindung jetzt das rieselfähige Pulver, was vorher beispielsweise nicht in Tablettenform durch übliches Pressen zu bringen war, bei Drücken mit dem entsprechenden Druck und bei entsprechender Portionierung, beispielsweise in einer Vorportionierungskammer jetzt eine sehr haltbare und auch durch Schütteln und Reibung in Behältern nicht zerstörbare Presslingsform erhalten wird. Besonders wichtig beim Pressen ist es, dass neben dem ausreichenden Druck auch ein entsprechendes Volumen für die Portionierung vor dem Pressen, beispielsweise im Presszylinder zur Verfügung steht. Dies hat nach bisherigen Verfahren, beispielsweise die aus der Tablettenherstellung bekannt sind, nicht funktioniert. Dem Verfahren nach der Erfindung gelingt es jetzt, entsprechende Tabletten auch für die Konzentrate aus Gewächsen zu erhalten.

In einer bevorzugten Variante der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Pulver vor dem Pressen mit Natriumhydrogenkarbonat in einem Mischungsverhältnis von 5 bis zu 60 Gewichtsprozent, bevorzugt von 10 bis 20 Gewichtsprozent gemischt und anschließend gepresst wird. Durch das Zumischen von Natriumhydrogenkarbonat vor dem Pressen wird erreicht, dass beispielsweise die Presslinge in Tablettenform bei der Teezubereitung dann sich sehr gut und sehr schnell auflösen, wenn der Pressling mit Wasser in Kontakt kommt. Dadurch wird der zubereitete Tee noch intensiver mit Wirkstoffen angereichert. Dies wurde überraschenderweise erfindungsgemäß ebenfalls festgestellt.

Eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens schlägt auch vor, dass das Pressen mittels einer Presse, beispielsweise mit einer handelsüblichen Presse, bevorzugt mittels einer Tablettenpressmaschine oder dergleichen erfolgt, wobei die Tablettenpressmaschine entsprechend Portionierung und Volumen sowie hinsichtlich des Drucks entsprechend anzupassen ist.

Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch mit einer Presse, zum Beispiel einer ausreichenden Druck zur Verfügung stellende, handelsübliche Presse durchgeführt werden. Diese Presse ist mittels einer Zuführ- und Portionierungseinrichtung sowie mit einem Presszylinder als Bausatz umrüstbar beziehungsweise komplettierbar. Erste Versuche wurden beispielsweise mit einer Spaltkeilpresse durchgeführt, die einen ausreichenden Druck von beispielsweise 4 t zur Verfügung stellt. Diese Presse wurde mit einer Zuführ- und Portionierungseinrichtung sowie mit einem Presszylinder umgerüstet und bringt hervorragende Ergebnisse bezüglich des Pressens in die gewünschte Tabletten- beziehungsweise Presslingsform.

Die Erfindung zeichnet sich auch dadurch aus, dass Brennnesselpflanzen nach der Ernte getrocknet, danach die Stiele entfernt und die Blätter fein zu einem rieselfähigen Pulver zermahlen werden, anschließend das Pulver mit Natriumhydrogenkarbonat in einem Mischungsverhältnis von 10 bis 20 Gewichtsprozent gemischt wird und dieses rieselfähige Pulver portioniert und anschließend zu Presslingen gepresst wird. Für Anwender, die ein noch schnelleres Zersetzen der Presslinge bei einer Teezubereitung beispielsweise wünschen, kann der Anteil von 20 Gewichtsprozent noch erhöht werden. Das Verfahren funktioniert allerdings auch schon bei einem Mischungsverhältnis von wenigstens 5 % Natriumhydrogenkarbonat und 95% rieselfähigem Pulver der Brennnesselpflanze beziehungsweise der anderen Gewächse, mit denen entsprechende Presslinge hergestellt werden können. Gute Ergebnisse wurden beispielsweise auch mit Pfefferminztee erreicht, die in einem der vorgenannten Verhältnisse mit Natriumhydrogenkarbonat gemischt wurden.

Die Erfindung schlägt entsprechend einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens weiter vor, dass dem Pulver insbesondere vor dem Pressen Samen des gleichen Gewächses und oder von anderen Gewächsen zugegeben wird. Dabei sind als Samen Leinsamen, Sonnenblumenkörner, Getreidekörner zerkleinert und/oder nicht zerkleinert dem Pulver zuzugeben. Selbstverständlich sind auch andere Samen, zum Beispiel der Samen der gleichen Pflanze, von dem die Blätter beispielsweise verwendet werden, zumischbar. Des Weiteren ist es entsprechend einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass dem Pulver Nüsse zerkleinert und/oder unzerkleinert zugegeben werden.

Auch die Presslinge, insbesondere die Pesslinge ohne Natriumhydrogenkarbonatzusatz sind nach der Erfindung als Nahrungsergänzungsmittel zu verwenden.

Wie bereits erwähnt, werden die Presslinge, hier allerdings bevorzugt die Pesslinge mit einem Natriumhydrogenkarbonatzusatz zur Teezubereitung verwendet, wodurch die Zubereitung beschleunigt wird. Überraschenderweise erhöht sich dadurch auch die Ausbeute und die Wirksamkeit des Tees.

Selbstverständlich ist es nach der Erfindung auch vorgesehen, dass die Presslinge für die Zubereitung von Sud- beziehungsweise Aufgussmassen oder als Badezusatz verwendet werden.

Die Erfindung betrifft auch ein Pulver, hergestellt nach einem oder mehreren der vorhergehenden Verfahrensausführungsformen beziehungsweise Varianten.

Die Erfindung betrifft auch einen Pressling, hergestellt nach einem der vorhergehenden Verfahren.

Die Erfindung betrifft auch eine Presse, die eine Zuführ- und Portionierungseinrichtung sowie einen Presszylinder zum Beispiel als Bausatz aufweist, die die bei dem Verfahren beschriebenen, notwendigen Eigenschaften bezüglich der Portionierungseinrichtung sowie des Presszylinders aufweist.

Für die Darstellung bzw. das Verständnis der Erfindung ist es nicht notwendig Figuren vorzustellen. Ausführungsbeispiele wurden vorstehend bereits ausreichend beschrieben.

Die Erfindung wurde zuvor anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben. Die jetzt und mit der Anmeldung später eingereichten Ansprüche sind Versuche zur Formulierung ohne Präjudiz für die Erzielung eines weitergehenden Schutzes.

Die in den abhängigen Ansprüchen angeführten Rückbeziehungen weisen auf die weitere Ausbildung des Gegenstandes des Hauptanspruches durch die Merkmale des jeweiligen Unteranspruches hin. Jedoch sind diese nicht als ein Verzicht auf die Erzielung eines selbständigen, gegenständlichen Schutzes für die Merkmale der rückbezogenen Unteransprüche zu verstehen.

Merkmale, die bislang nur in der Beschreibung offenbart wurden, können im Laufe des Verfahrens als von erfindungswesentlicher Bedeutung, zum Beispiel zur Abgrenzung vom Stand der Technik beansprucht werden.


Anspruch[de]
Verfahren zur Herstellung eines lagerfähigen Konzentrats aus Gewächsen, wie Pflanzen, Blüten, Früchten oder dergleichen bzw. eines Gemisches aus wenigstens zwei der vorhergenannten Gewächse, wobei die Gewächse nach dem Ernten bevorzugt an der Luft getrocknet werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewächse von nicht verwertbaren Bestandteilen, wie Stielen, Stängeln, Stacheln, Dornen oder dergleichen entweder vor oder nach dem Trocknen befreit und die verwertbaren Bestandteile zerkleinert werden. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst eine Vorzerkleinerung und anschließend eine Feinzerkleinerung durchgeführt wird, derart, dass ein Pulver entsteht. Verfahren nach einem oder beiden der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zerkleinern durch Mahlen bzw. Zermahlen erfolgt. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Pulver nach der Zerkleinerung gesiebt wird. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sieben mittels eines sehr feinmaschigen Siebes, zum Beispiel eines Siebes mit der Maschengröße eines Teesiebes vorgenommen wird. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nicht durch das Sieb fallende Bestandteile des Pulvers nochmals vermahlen werden. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nicht durch das Sieb fallende Bestandteile des Pulvers einer Verwertung, z.B. als Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das gesiebte Pulver rieselfähig ist. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Pulver bei der Speisenzubereitung, beispielsweise einer Backmischung, wie für Kuchen, Brot oder Brötchen zugemischt wird. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Pulver nach der Zerkleinerung zu Presslingen in eine handelsübliche Form gepresst wird. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Presslinge eine eckige, runde bzw. ovale Form aufweisen, insbesondere zylinder-, quader-, würfel-, kegel- bzw. kugelförmig ausgebildet sind. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Presslinge eine Tabletten- oder Pelletform aufweisen. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zunächst verschiedene Pflanzen, Blüten oder dergleichen in getrennten Vorgängen getrocknet und vermahlen und nach dem Zerkleinern dann in einem gewünschten Mischungsverhältnis gemischt und anschließend gepresst werden. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils nur eine Sorte eines Gewächses in reiner Form verwendet wird. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Gewächs reine Brennnesseln, bevorzugt der Sorte urtica dioica, Lindenblüten, Fenchel, Pfefferminze, Tee oder dergleichen vorgesehen sind. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Gewächsen, deren Blätter Verwendung finden, diese vor dem Zerkleinern von den Stielen getrennt werden. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Pressen mit einem Druck von 2 bis 6 t, bevorzugt von 4 t erfolgt. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für das Pressen eine Portionierung in einem separaten Portionierungsraum mit entsprechendem Volumen erfolgt. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für das Pressen im Presszylinder ausreichend Volumen vorgesehen ist, wobei das Volumen mit Pulver entsprechend der Portionierung ausgefüllt wird und anschließend gepresst wird. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Pulver vor dem Pressen mit Natriumhydrogenkarbonat in einem Mischungsverhältnis von 5 bis zu 60 Gewichtsprozent, bevorzugt von 10 bis 20 Gewichtsprozent gemischt und anschließend gepresst wird. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Pressen mittels einer Presse, bevorzugt mittels einer Tablettenpressmaschine oder dergleichen erfolgt. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Presse eine ausreichenden Druck zur Verfügung stellende, handelsübliche Presse verwendet wird, die mittels einer Zuführ- und Portionierungseinrichtung sowie einem Presszylinder als Bausatz umrüstbar bzw. komplettierbar ist. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Brennnesselpflanzen nach der Ernte getrocknet, danach die Stiele entfernt und die Blätter fein zu einem rieselfähigen Pulver zermahlen werden, anschließend das Pulver mit Natriumhydrogenkarbonat in einem Mischungsverhältnis von 10 bis 20 Gewichtsprozent gemischt wird und dieses rieselfähige Pulver portioniert und anschließend zu Presslingen gepresst wird. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Pulver, insbesondere vor dem Pressen Samen des gleichen Gewächses und/oder von anderen Gewächsen zugegeben wird. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Samen Leinsamen, Sonnenblumenkörner, Getreidekörner zerkleinert und/oder nicht zerkleinert dem Pulver zugegeben wird. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Pulver Nüsse zerkleinert und/oder unzerkleinert zugegeben werden. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Presslinge als Nahrungsergänzungsmittel verwendet werden. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Presslinge zur Teezubereitung verwendet werden. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Presslinge für die Zubereitung von Sud bzw. Aufgussmassen oder als Badezusatz verwendet werden. Pulver, hergestellt nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche. Pressling, hergestellt nach dem Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 29.






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