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Dokumentenidentifikation DE102006009206A1 30.08.2007
Titel Mastlegevorrichtung
Anmelder Herm. Sprenger GmbH & Co. KG, 58644 Iserlohn, DE
Erfinder Schulte, Dirk, 58638 Iserlohn, DE
Vertreter Bauer-Vorberg-Kayser, 50968 Köln
DE-Anmeldedatum 24.02.2006
DE-Aktenzeichen 102006009206
Offenlegungstag 30.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.08.2007
IPC-Hauptklasse B63B 15/00(2006.01)A, F, I, 20060224, B, H, DE
Zusammenfassung Mastlegevorrichtung eines Segelbootes mit einem Mast (24), einem Maststuhl (22), in dem der Mast (24) um eine Schwenkachse (26) schwenkbar gelagert ist und mit einer Ausgleichsvorrichtung, welche entweder mindestens ein elastisches Element in Form einer Zug- oder Druckfeder (28) und ein Zugelement (42) oder mindestens ein elastisches Element in Form einer Drehfeder aufweist. Der Mast (24) ist hohl ausgebildet, das elastische Element ist im hohlen Innenraum des Masts (24) angeordnet. Das Zugelement (42) ist im Wesentlichen im hohlen Innenraum des Masts (24) angeordnet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Mastlegevorrichtung eines Segelbootes mit einem Mast, einem Maststuhl, in dem der Mast um eine Schwenkachse schwenkbar gelagert ist und mit einer Ausgleichsvorrichtung, welche mindestens ein elastisches Element aufweist.

Eine Mastlegevorrichtung der eingangs genannten Art ist aus DE 6 51 391 und DE 6 51 980 vorbekannt. Dabei ist der Mast zweiarmig ausgebildet. Am kurzen Mastende ist ein Zugelement bzw. Halteseil befestigt, das mit einer Zugfeder verbunden ist. Um den Effekt eines Flaschenzuges zu erzielen, ist dabei die Zugfeder mit einem Ende am Bootskörper befestigt und hat am anderen Ende eine Umlenkrolle, um die das Zugelement läuft. Der Nachteil einer derartigen Lösung ist, dass sie sperrig ist und relativ viel Platz innerhalb des Bootskörpers benötigt wird.

Aus JP 55 127 277 A ist eine Mastlegevorrichtung bekannt, bei der zwischen dem zweiarmigen, schwenkbaren Mast und der dem Maststuhl eine Gasdruckfeder vorgesehen ist. Sie ist offen angeordnet. Eine ähnliche Lösung schlägt auch DE 20 2004 004 431 U1 vor, hier ist jedoch das elastische Mittel ein elastischer Kraftspeicher, der vorzugsweise ein elastomerer Kraftspeicher ist. Schließlich zeigt US 3,839,979 A ein kleines Doppelrumpffahrzeug, das als Katamaran oder Eissegler ausgebildet sein kann. Zwischen dem einarmigen Kippmast und einem horizontalen, mit dem Bootskörper verbundenen Längsprofil ist eine Schenkelfeder angeordnet, die den Mast in die aufrechte Lage vorbelastet.

Bei diesen vorbekannten Segelbooten mit Mastlegevorrichtung wird der Mast in der aufrechten Gebrauchsposition durch mindestens ein Vorstag gehalten. Zum Kippen des Mastes muss dieses Vorstag gelöst werden. Es ist aber auch möglich, den Mast in seiner aufrechten Gebrauchsposition durch ein zusätzliches Mittel zu sichern. Dies beispielsweise sieht die japanische Schrift vor.

Die Schwenkachse kann durch den Mast selbst hindurchlaufen, wie dies beispielsweise das deutsche Gebrauchsmuster zeigt. Dann ist vorzugsweise der Maststuhl auch seitlich des Masts, der Mast befindet sich zwischen ihm. Der Maststuhl kann aber auch hinter dem Mast angeordnet sein, wie es die japanische Schrift zeigt, dort befindet sich auch die Schwenkachse hinter dem Mast.

Nachteilig bei den vorbekannten Mastlegevorrichtungen ist ihr Raumbedarf und insbesondere die Tatsache, dass zwischen den sich bewegenden Teilen der Mastlegevorrichtung andere Gegenstände eingeklemmt werden können. Dies behindert einerseits die Funktion der Mastlegevorrichtung, kann aber auch andererseits zu Verletzungen führen, wenn es sich bei den Gegenständen um Körperteile eines Menschen handelt.

Weiterhin sind wichtige Bauteile und insbesondere das elastische Element bei den vorbekannten Mastlegevorrichtungen frei zugänglich. Sie sind damit auch der Witterung unmittelbar ausgesetzt, jedenfalls sind sie von Hause aus nicht geschützt.

Hier setzt nun die Erfindung ein. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Nachteile der Mastlegevorrichtungen der eingangs genannten Art zu vermeiden und diese dahingehend weiterzubilden, dass die Bauteile geschützt angeordnet sind und möglichst wenig Platz beanspruchen.

Ausgehend von der Mastlegevorrichtung der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass der Mast hohl ausgebildet ist, und dass das elastische Element im hohlen Innenraum des Masts angeordnet ist.

Durch Unterbringen des elastischen Elementes innerhalb des hohlen Mastes wird nicht nur das elastische Element selbst geschützt, es wird auch erreicht, dass von ihm selbst keine unmittelbare Gefahr ausgeht. Diese Gefahr betrifft nicht nur das Einklemmen, sondern auch die Gefahr einer Fehlfunktion bzw. eines Freikommens. Innerhalb des Mastes lässt sich das elastische Element geschützt unterbringen, es ist auch besser gegen Rost geschützt und lässt sich zugleich innerhalb des Hohlraums gut führen, so dass auf zusätzliche Führungshülsen verzichtet werden kann. Derartige Führungshülsen werden allgemein bei Druckfedern vorgesehen, damit diese nicht seitlich ausweichen können. Vorteilhaft steht dabei innerhalb des Mastes eine relativ große Wegstrecke zur Verfügung, so dass sich große Federwege realisieren lassen und damit Lösungen, die einen Flaschenzug nutzen, nicht erforderlich sind.

Der Mast selbst kann einarmig oder zweiarmig sein, bevorzugt werden zweiarmige Masten. Bei zweiarmigen Masten kann das elastische Element im langen, oberen Arm oder auch im unteren Arm angebracht sein. Bei einarmigen Masten ist es zwangsläufig in dem einen Arm untergebracht. Der Mast ist vorzugsweise zylindrisch, hat also einen zylindrischen Innenraum. Es ist aber durchaus auch möglich, die Mastlegevorrichtung mit sich verjüngenden Masten auszubilden. Hierzu müssen nur die elastischen Elemente entsprechend ausgebildet sein, beispielsweise sich entsprechend verjüngen.

Das elastische Mittel ist a) eine Druck- oder Zugfeder oder b) eine Drehfeder. Im Fall a) wird ein Zugelement benötigt, das an der Druck- oder der Zugfeder angreift. Vorzugsweise ist das Zugelement im Wesentlichen im hohlen Innenraum des Masts angeordnet ist. Vorzugsweise ist die Druck- oder der Zugfeder eine Schraubenfeder oder die Zugfeder eine elastomere Feder. Im Falle b) wird kein Zugelement benötigt, die Ausgleichsvorrichtung kann sich vollständig innerhalb des Masts befinden. Vorzugsweise ist die Drehfeder zwischen Maststuhl und Mast angeordnet. Vorzugsweise umgreift sie die Schwenkachse.

Vorzugsweise steht das elastische Mittel auch in der Gebrauchsposition unter einer geringen Spannung, z.B. unter fünf bis zehn kg. In der gekippten Position des Masts hat das elastische Mittel eine deutlich höhere Spannung, sie beträgt z.B. 200 bis 300 kg bzw. bewirkt ein Drehmoment von etwa 100 bis 150 kgm, wobei diese Werte nur Anhaltswerte sind und von Bootstyp zu Bootstyp stark schwanken.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den übrigen Ansprüchen sowie der nun folgenden Beschreibung von nicht einschränkend zu verstehenden Ausführungsbeispielen der Erfindung, die im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert werden. In der Zeichnung zeigen:

1: eine Mastlegevorrichtung eines Segelbootes in seitlicher Ansicht und teilweise schnittbildlich dargestellt, der Mast befindet sich in der aufrechten Gebrauchsposition,

2: die Mastlegevorrichtung wie 1, jedoch ist der Mast nun in der niedergelegten Position,

3: eine Darstellung wie 1, jedoch nun mit im kurzen Arm des Mastes angeordnetem elastischen Element,

4: die Mastlegevorrichtung wie 3, jedoch ist der Mast nun in der niedergelegten Position,

5: eine Darstellung ähnlich 1, jedoch nunmehr mit einer Zugfeder,

6: die Mastlegevorrichtung wie 5, jedoch ist der Mast nun in der niedergelegten Position,

7: eine Darstellung wie 1, jedoch nunmehr mit einer Drehfeder in Spiralform, die zwischen einer drehfest mit dem Maststuhl verbundenen Lagerbolzen und dem Mast angeordnet ist.

8: die Mastlegevorrichtung gemäß 7, jedoch ist der Mast nun in der niedergelegten Position,

9: eine Darstellung ähnlich 7, jedoch ist nunmehr die Drehfeder als Schenkelfeder ausgebildet.

10: die Mastlegevorrichtung gemäß 9, jedoch ist der Mast in der niedergelegten Position,

11: eine Darstellung wie 7, jedoch ist nunmehr die Drehfeder als Torsionsfeder ausgeführt und

12: die Mastlegevorrichtung gemäß 11, jedoch ist der Mast in der niedergelegten Position.

Auf einem Bootskörper 20, der hier nur angedeutet ist, ist in bekannter Weise ein Maststuhl 22 befestigt. Er trägt, wiederum in bekannter Weise, einen Masten 24, der um eine Schwenkachse 26 schwenkbar am Maststuhl 22 gehalten ist. Dieser Mast 24 kann, wie ein Vergleich der 1 und 2 zeigt, zwischen einer normalen Gebrauchsposition, wie sie in 1 dargestellt ist, und einer geklappten Ruheposition, wie sie 2 zeigt, geschwenkt werden. Der Schwenkwinkel liegt in Abweichung von den Figuren in der Praxis sogar etwas über 90°, zumeist bei etwa 100°. Dieser Wert ist aber abhängig vom jeweiligen Segelboot.

Zur Mastlegevorrichtung gehören der Mast 24, der Maststuhl 22 und eine Ausgleichsvorrichtung, die mindestens ein elastisches Element 28 aufweist. Der Mast 24 ist hohl, im konkreten Ausführungsbeispiel ist er zylindrisch. Anders ausgedrückt ist der Mast 24 aus einem Rundrohr gefertigt, beispielsweise aus Leichtmetall. Das elastische Element 28 ist im ersten Ausführungsbeispiel nach den 1 und 2 und im zweiten Ausführungsbeispiel nach den 3 und 4 als Schraubendruckfeder ausgebildet. Im dritten Ausführungsbeispiel nach den 5 und 6 ist es als schraubenförmige Zugfeder ausgeführt. In den weiteren Ausführungsbeispielen ist das elastische Element 28 aus Drehfeder ausgebildet. In allen Ausführungen ist das elastische Element 28 vollständig im Innenraum des Masts 24 untergebracht.

Im Folgenden wird das erste Ausführungsbeispiel besprochen: Die Druckfeder 28 hat seitlich ein geringes Spiel zum Innenmantel des Mastes 24 und wird von diesem in Position gehalten. Die Druckfeder 28 stützt sich mit ihrem einen, nämlich dem unteren Ende, an einem stationären Widerlager 30 ab. Dieses befindet sich oberhalb der Schwenkachse 26, z.B. wenige Zentimeter darüber, und liegt am Innenmantel des Mastes 24 an. In seinem Innenbereich hat das Widerlager 30 einen Durchlass 32, dort ist auch eine Führungsrolle 34 vorgesehen. Das Widerlager 30 wird durch eine Haltevorrichtung getragen, diese weist Stäbe 36 und ein Einsatzstück 38 auf. Die Stäbe 36 bilden einen Abstandshalter, sie sind mit dem Widerlager 30 und dem Einsatzstück 38 verbunden. Die Stäbe 36 erstrecken sich seitlich an der Schwenkachse 26 vorbei bis zum unteren Ende des Mastes 24, also zum freien Ende des kurzen Arms, wo sich das Einsatzstück 38 befindet, das mit dem Mast 24 verbunden ist.

Das obere, andere Ende der Druckfeder 28 stützt sich an einem beweglichen Endstück 40 ab, das innerhalb des Innenraumes des Masts 24 in Längsrichtung gleiten kann. Im Endstück 40 ist ein Ende eines Zugelements 42 befestigt, das zugfest, aber biegsam ist. Beispielsweise ist es ein Seil, ein Gurt, ein Riemen, eine Kette oder dergleichen. Dieses Zugelement 42 ist Teil der Ausgleichsvorrichtung. Es durchgreift den Innenraum der Druckfeder 28 und ist über die Führungsrolle 34 gelegt, wodurch es seitlich der Schwenkachse 26 frei passiert. Es liegt zudem an einer Umlenkrolle 44 an, die im Einsatzstück 38 vorgesehen ist, letzteres hat zu diesem Zweck eine Öffnung, durch die auch das Zugelement 42 hindurchläuft. Das Zugelement 42 ist mit seinem unteren Ende 46 am Maststuhl 22 in einem Befestigungsbereich 48 gehalten. Dieser befindet sich – bei aufrechter Gebrauchsposition des Masts 24 – in unmittelbarer Nähe des unteren Endes des Masts 28 und auch der Umlenkrolle 44. Durch Wahl unterschiedlicher Positionen des Befestigungsbereichs 48 können unterschiedliche kinematische Abläufe erzielt werden, wird also der Kraftverlauf über dem Winkel beeinflusst.

Beim Legen des Mastes aus der Gebrauchsposition gemäß 1 in die umgeklappte Position gemäß 2 wird zunächst jegliche Halterung des Masts 28 gelöst. Der Mast 28 kann beispielsweise irgendwie mechanisch am Maststuhl 22 festgelegt sein, z.B. durch einen Bolzen (nicht dargestellt). Zumeist ist er an seiner Spitze durch ein Vorstag (nicht dargestellt) zum Bug hin abgespannt. Dieses Vorstag muss gelöst werden, wenn der Mast gekippt werden soll. Am Mast 24 befinden sich normalerweise ein Baum und ein Großsegel, beide sind bei der Kippbewegung zu berücksichtigen. Wird der Mast 24 nun in die Horizontale gekippt, so entfernt sich das untere Ende des Masts 24 vom Befestigungsbereich 48, in entsprechendem Maße wird gegen die Kraft der Schraubendruckfeder 28 das bewegliche Endstück 40 zum Widerlager 30 hin bewegt. Beim Niederlegen des Mastes wird somit ein Kraftspeicher gefüllt, also Energie gespeichert. Diese Energie steht zur Verfügung, wenn der Mast wieder aufgerichtet werden soll. Im günstigsten Falle wird nur eine geringe Kraft benötigt, um den Mast 28 zu kippen. Vorzugsweise ist die Feder 28 so ausreichend stark ausgebildet, dass sie den Mast 28 selbständig in die aufrechte Gebrauchsposition bringt. Um ihn zu kippen, muss er niedergedrückt werden. Die Feder 28 ist aber wiederum so schwach, dass sie bequem überwunden werden kann. Ziel ist es, dass der Mast zumindest bei kleineren Segelbooten von einer Person bedient werden kann.

Im Folgenden werden nun die weiteren Ausführungsbeispiele besprochen, dabei wird jedoch im Wesentlichen nur auf die Merkmale eingegangen, die unterschiedlich sind:

Im zweiten Ausführungsbeispiel nach den 3 und 4 ist die Druckfeder nicht mehr im längeren Arm, sondern im unteren, kürzeren Arm untergebracht. Dort steht ein kürzerer Weg für die Längenausdehnung der Feder 28 zur Verfügung. Es wird nun mit einer Umlenkung und Weghalbierung gearbeitet. Das stationäre Widerlager 30 befindet sich nun am unteren Ende des Mastes und an der Stelle, wo im ersten Ausführungsbeispiel das Einsatzstück vorgesehen ist. Vom Widerlager aus umläuft das Zugelement 42 eine lose Rolle 52, die am beweglichen Endstück 40 angeordnet ist. Die Feder 28 befindet sich wiederum zwischen diesem beweglichen Endstück 40 und dem Widerlager 30. Von der losen Rolle 52 aus umläuft das Zugelement 42 wie im ersten Ausführungsbeispiel die am unteren Mastende angeordnete Umlenkrolle 44 und ist mit ihrem unteren Ende 46 ebenso am Maststuhl 22 befestigt wie im ersten Ausführungsbeispiel.

Das dritte Ausführungsbeispiel nach den 5 und 6 bildet die Druckfeder gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel nun als Zugfeder 28 aus. Hierzu ist das Widerlager 30 oben am Masttop oder in seiner Nähe befestigt. Dort ist das obere Ende der Zugfeder 28 eingehängt. Am unteren Ende der Zugfeder 28 ist das Zugelement 42 befestigt, das den Mast durchläuft, dabei die Schwenkachse 26 passiert, und an der Umlenkrolle 44 wieder so umgelenkt wird und mit seinem unteren Ende 46 so befestigt ist, wie bei den vorangegangenen Ausführungsbeispielen.

Die weiteren Ausführungsbeispiele sehen jeweils eine Drehfeder vor, die unterschiedlich ausgebildet ist. Im vierten Ausführungsbeispiel nach den 7 und 8 ist ein Lagerbolzen zwischen den seitlichen Teilen des Maststuhls 22 angeordnet und mit diesen befestigt, er ist konzentrisch zur Schwenkachse 26 angeordnet. In ihm ist ein Schlitz 56 vorgesehen. In diesen Schlitz 56 ist ein Ende einer spiralförmigen Drehfeder eingesteckt. Sie ist beispielsweise aus bandförmigem Federstahl hergestellt. Sie stützt sich mit ihrem anderen Ende an einem Abstützbereich 54 an der Innenwand des Masts 24 ab, dieser Abstützbereich 54 kann gegenüber dem Mast 24 gleiten. In 7 ist die entspannte Drehfeder gezeigt, in 8 die gespannte Drehfeder 28.

Im fünften Ausführungsbeispiel nach den 9 und 10 ist die Drehfeder 28 nunmehr als Schenkelfeder ausgebildet. Im Gegensatz zum vierten Ausführungsbeispiel sind die Windungen nicht übereinander, sondern nebeneinander ausgeführt. Wiederum ist ein Federende im Schlitz 56 festgelegt und stützt sich das andere, als Arm ausgebildete Federende an einem Abstützbereich 54 am Mast 24 ab. Die Feder hat mehrere Windungen, beispielsweise vier bis zwölf. Der Unterschied zwischen ihrem entspannten Zustand gemäß 9 und dem gespannten Zustand in 10 ist erkennbar.

Im sechsten Ausführungsbeispiel nach den 11 und 12 ist die Drehfeder schließlich als Torsionsfeder ausgebildet. Hierzu ist in einem der beiden Seitenteile, die den Maststuhl 22 bilden, das eine Ende einer Torsionsfeder 28 festgelegt, das andere Ende der Torsionsfeder ist im Mast in einer Aufnahme 58 festgelegt. Dieses andere Ende befindet sich, je nach Ausbildung der Torsionsfeder, entweder in Nähe des anderen Seitenteils des Maststuhls 22 oder des einen Seitenteils. Dies ist abhängig davon, wie viele Teilstücke die Torsionsfeder hat, also aus wie vielen einzelnen Torsionsfedern sich die gesamte Torsionsfeder zusammensetzt. Um bei der kurzen, zur Verfügung stehenden Gesamtlänge der Torsionsfeder den erforderlichen Schwenkwinkel realisieren zu können, ist die Torsionsfeder aus mehreren, ineinander angeordneten Teilstücken aufgebaut, die jeweils für sich eine einzelne Torsionsfeder sind. Die gesamte Torsionsfeder ist also gestuft ausgeführt. Beispielsweise ist ein äußeres Rohr an seinem einen Ende mit einen inneren Rohr verbunden, auf diese Weise wird eine nahezu doppelte Länge erreicht, als physikalisch zur Verfügung steht. Weitere Ineinanderschachtelungen sind möglich. Dabei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, nicht Rohre ineinander zuschachteln, sondern die einzelnen Teilstücke aus jeweils mindestens einem Stab aufzubauen. Im Unterschied zu einem starren Körper wie einem Rohr, können einzelne Stäbe größere Verformungswege durchführen.

20
Bootskörper
22
Maststuhl
24
Mast
26
Schwenkachse
28
elastisches Element
30
Widerlager
32
Durchlass
34
Führungsrolle
36
Stäbe
38
Einsatzstücke
40
bewegliche Endstücke
42
Zugelement
44
Umlenkrolle
46
untere Enden von 42
48
Befestigungsbereich
50
Anschlag
52
(lose) Rolle
54
Abstützbereich
56
Schlitz
58
Aufnahme


Anspruch[de]
Mastlegevorrichtung eines Segelbootes mit einem Mast (24), einem Maststuhl (22), in dem der Mast (24) um eine Schwenkachse (26) schwenkbar gelagert ist und mit einer Ausgleichsvorrichtung, welche mindestens ein elastisches Element (28) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Mast (24) hohl ausgebildet ist, und dass das elastische Element im hohlen Innenraum des Masts (24) angeordnet ist. Mastlegevorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Ausgleichsvorrichtung ein Zugelement (42) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass ein stationäres Widerlager (30) vorgesehen ist, das mit dem Mast (24) verbunden ist und an dem sich ein Ende des elastischen Elements (28) abstützt, und dass ein bewegliches Endstück (40) vorgesehen ist, das mit dem Zugelement (42) verbunden ist und an dem sich das andere Ende des elastischen Elements (28), und dass vorzugsweise das elastische Element eine Schraubendruckfeder oder eine Schraubenzugfeder ist. Mastlegevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Widerlager (30) sich oberhalb oder unterhalb der Schwenkachse (26) befindet. Mastlegevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Widerlager (30) von einer Haltevorrichtung abgestützt ist, die ein Einsatzstück (38) aufweist, das vorzugsweise am untersten Ende des Mastes (24) befestigt ist. Mastlegevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung Abstandshalter (Stäbe 36) aufweist, der zwischen dem Einsatzstück (38) und dem Widerlager (30) vorgesehen ist. Mastlegevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass am unteren Ende des Mastes (24) eine Umlenkrolle (44) vorgesehen ist, über die das Zugelement (42) läuft. Mastlegevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugelement (42) am Maststuhl (22) in einem Befestigungsbereich (48) festgelegt ist, und dass sich dieser Befestigungsbereich (48) bei in Gebrauchsposition befindlichem Mast (22) in unmittelbarer Nähe des unteren Mastendes befindet. Mastlegevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Widerlager (30) ein Führungsmittel für das Zugelement (42) vorgesehen ist, das vorzugsweise eine Führungsrolle (34) ist. Mastlegevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Element (28) eine Drehfeder ist. Mastlegevorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehfeder (28) mit ihrem einen Ende an einem Lagerbolzen festgelegt ist. Mastlegevorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehfeder (28) eine Schenkelfeder oder eine Spiralfeder ist. Mastlegevorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehfeder (28) eine Torsionsfeder ist, die aus mehreren einzelnen Torsionsfedern, welche ineinander geschachtelt angeordnet sind, aufgebaut ist. Mastlegevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugelement (42) teilweise im hohlen Innenraum des Masts (24) angeordnet ist.






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