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Dokumentenidentifikation DE102007005315A1 30.08.2007
Titel Vorrichtung zum Fördern eines Bogens
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Hachmann, Peter, Dr., 69221 Dossenheim, DE;
Kramer, Markus, 69245 Bammental, DE
DE-Anmeldedatum 02.02.2007
DE-Aktenzeichen 102007005315
Offenlegungstag 30.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.08.2007
IPC-Hauptklasse B41F 21/00(2006.01)A, F, I, 20070202, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B41F 23/04(2006.01)A, L, I, 20070202, B, H, DE   B65H 29/24(2006.01)A, L, I, 20070202, B, H, DE   B65H 5/22(2006.01)A, L, I, 20070202, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Fördern eines Bogens. Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu entwickeln, die bei seitlicher Anströmung einer Blasluftleiste eine mehr gleichförmigere Ausströmung aus Auslassöffnungen ermöglicht. Die Erfindung besteht darin, dass bei einer Vorrichtung zum Fördern eines Bogens, mit einer Einrichtung zum Vorwärtsbewegen des Bogens in einer Förderrichtung, mit einer stationären hohlen Blasluftleiste, die mehrere quer zur Förderrichtung entlang einer Linie angeordnete Auslasselemente mit Auslassöffnungen für auf die Oberfläche des Bedruckstoffes gerichtete Blasluftstrahlen aufweist und mit einem seitlich an der Blasluftleiste angeordneten Lufteinlass, der mit einer Blasluftquelle verbunden ist, die Auslasselemente (13) an einer Wand (21) der Blasluftleiste (12) rohrförmig ausgebildet sind und im Inneren der Blasluftleiste (12) jeweils ein Kniestück (23) aufweisen, dessen Luftauffangöffnung (24) in Anströmrichtung zum Lufteinlass (16) weist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Fördern eines Bogens nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Bei Bogendruckmaschinen ist es bekannt, entlang einer Förderbahn eines Bogens eine Blasluftvorrichtung anzuordnen, aus der Blasluft austritt, um den Bogen entlang der Förderbahn zu führen. Durch die Blasluft wird eine Kraftwirkung auf den Bogen ausgeübt, so dass der Bogen eine gewünschte Bahn nicht verlässt. Damit ist sichergestellt, dass ein Aufdruck auf dem Bogen mit hoher Genauigkeit aufgebracht werden kann und dass der Aufdruck und der Bogen selbst durch eine Berührung mit einem Maschinenteil nicht beschädigt werden. Zusätzlich kann durch die Blasluft der Aufdruck getrocknet werden. Die Blasluft kann flächenhaft oder entlang einer Linie auf den Bogen wirken.

In der DE 197 30 042 C2 ist eine Vorrichtung zur Steuerung einer Bogenführung beschrieben, bei der eine Blasluftrate eines Blasluftrohres so gesteuert wird, dass ein freies Bogenende eines von Greifern erfassten Bogens gegen einen Druckzylinder gepresst wird. Die Blasluftrate wird mittels Gebläsen oder Stellventilen gestellt.

Bei einer Bogendruckmaschine nach der DE 10 2005 010 992 A1 wird ein Heißlufttrockner mit Luftdüsen verwendet, die aus Rohrstücken gebildet sind, die in eine Luftkammer ragen. Die Rohrstücke sind mit gleichem Durchmesser und Abstand in Reihen quer zur Förderrichtung eines Bogens angeordnet.

Um über die Breite eines Bogens eine möglichst gleichförmige Ausströmung zu erhalten, ist bei einem Trockner nach der US 6,308,626 B1 eine spitz zulaufende Luftkammer mit in Reihe angeordneten Blasluftöffnungen vorgesehen. Mit einem seitlich der Luftkammer angeordneten Ventilator wird Luft in die Luftkammer gepresst. Beim Ausströmen der Luft aus den Blasluftdüsen entstehen in der Luftkammer Verwirbelungen, die zu einer ungleichförmigen Ausströmung führen.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Fördern eines Bogens mit einer Blasluftleiste zu entwickeln, die bei seitlicher Auströmung eine mehr gleichförmigere Ausströmung aus Auslassöffnungen ermöglicht.

Die Aufgabe wird mit einer Vorrichtung gelöst, welche die Merkmale nach Anspruch 1 aufweist. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Gemäß der Erfindung werden Auslasselemente mit Kniestücken im Inneren einer Blasleiste vorgesehen, wobei die Luftauffangöffnungen der Kniestücke in die Richtung weisen, aus der die Blasluft der Blasleiste zugeführt wird. Die Eintrittsquerschnittsfläche eines Kniestücks ist maximal 45° zur Anströmrichtung geneigt. Mit den Kniestücken wird die Blasluft in eine gewünschte Richtung umgelenkt. Die Geschwindigkeit der in ein Kniestück eintretenden Luft ist annähernd so groß, wie die Geschwindigkeit am Ausgang des jeweiligen Auslasselementes. Mittels eines Strömungskörpers, auf der der Anströmung abgewandten Seite eines Kniestückes können Wirbel vermieden werden, die die Anströmung zum jeweils nächsten Kniestück negativ beeinflussen könnten.

Die Luft in einem Auslasselement ist gerichtet, wobei es mit einer Luftverteilungsanordnung möglich ist, die Blasluft zu verzweigen, ohne dass die Ausrichtung der Blasluft verloren geht.

Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles erläutert werden, es zeigen:

1: ein Schema eines Druckwerkes einer Bogenoffset-Druckmaschine mit einer Blasluftleiste,

2: eine Blasluftleiste mit sich verengendem Querschnitt,

3: eine Anordnung von Kniestücken in einer Blasluftleiste, und

4: ein Auslasselement mit sich verzweigendem Endstück.

In 1 ist ein Detail aus einem Druckwerk einer Offset-Bogendruckmaschine in Draufsicht dargestellt. Bogentransfertrommeln 1 bis 4 sind in Seitenwänden 5, 6 drehbar gelagert. Zum Antrieb der Bogentransfertrommeln 1 bis 4 dient ein Zahnradgetriebe aus Zahnrädern 7 bis 10. Das Zahnrädergetriebe ist mit einem Motor gekoppelt, der ein Drehmoment M einspeist. Beim Drucken werden Bogen 11 mittels Greifersystemen auf den Bogentransfertrommeln 1 bis 4 gehalten. Die Bogentransfertrommel 3 ist als Druckzylinder ausgebildet und wirkt mit einem Übertragungszylinder zusammen. Der Druckzylinder 3 und der Übertragungszylinder bilden einen Druckspalt. Beim Durchgang durch den Druckspalt erhält der Bogen 11 einen Aufdruck mit einem Teilfarbenbild. Zur pneumatischen Führung und Glättung des Bogens 11 vor dem Druckspalt ist eine Blasluftleiste 12 mit einem sich verengenden Querschnitt angeordnet. An der Blasluftleiste 12 sind rohrförmige Auslasselemente 13 angeordnet. Die Enden der Auslasselemente 13 liegen entlang einer Geraden 14 parallel zur Rotationsachse 15 des Druckzylinders 3. Die Auslasselemente 13 sind mit einem gleichen Abstand a über die Breite b des Bogens 11 angeordnet. Die Blasluftleiste 12 besitzt einen der Seitenwand 6 zugewandten Luftanschluss 16, an den ein Luftschlauch 17 angeschlossen ist. Das andere Ende des Luftschlauches 17 ist mit einem Ventilator verbunden, der außen an der Seitenwand 6 befestigt ist.

Wird der Ventilator 18 mittels einer Steuereinrichtung 19 in Betrieb gesetzt, wird die Blasluftleiste 12 mit hohem Massenstrom und geringem Druck versorgt. Aus den Auslasselementen 13 treten gleichförmige Blasluftströme 20, die eine Kraftwirkung auf den Bogen 11 ausüben.

2. zeigt die Blasluftleiste 12 mit Blick auf die Auslasselemente 13. Die rohrförmigen Auslasselemente 13 mit einem zylindrischen Durchmesser d ragen parallel aus der Blasluftleiste 12 mit einer Länge l, wobei die Länge l wesentlich größer als der Durchmesser d ist. Dadurch entstehen gerichtete Blasluftströme 20.

In 3 sind zwei Auslasselemente 13.1, 13.2 im Schnitt dargestellt. Die Auslasselemente 13.1, 13.2 sind in einer Wand 21 der Blasluftleiste 12 befestigt. Die Auslasselemente 13.1, 13.2 sind einstückig ausgeführt und bestehen jeweils aus einem äußeren Leitrohr 22 der Länge l und dem Innendurchmesser d und einem innen liegenden Kniestück 23 mit einem Innenradius R. Die Kniestücke 23 besitzen Luftauffangöffnungen 24, die in Richtung des Luftanschlusses 16 weisen. Die wirksame Fläche Aein einer Luftauffangöffnung 24 entspricht der Querschnittsfläche Aaus eines Leitrohres 22. An den Kniestücken 23 sind auf der einer Luftauffangöffnung 24 abgewandten Seite Strömungsleitkörper 25 ausgebildet, so dass der Lufteinlass in die Luftauffangöffnung 24 der jeweils nachfolgenden Auslasselemente 13.1 nicht gestört ist. Vom Luftanschluss 16 ausgehend führt im Inneren der Blasluftleiste 12 ein Luftstrom mit dem Massenstrom Vein. Dieser Massenstrom Vein wird zum Teil in den Kniestücken 23 aufgefangen und umgelenkt, so dass aus den Leitrohren 22 Luft mit Massenströmen Vaus austritt. In Summe entsprechen die aus den Leitrohren 22 austretenden Massenströme Vaus den durch den Luftanschluss 16 in die Blasluftleiste 12 eintretenden Massenfluss Vein.

4 zeigt eine Variante mit einem gesplitteten Leitrohr 22. Das Leitrohr 22 teilt sich in zwei Teilrohre 26, 27. Das Teilrohr 27 ist etwas abgebogen, so dass ein Teil der durch das Leitrohr 22 tretenden Blasluft 28 eine separate Richtung erhält. In Summe sind die Querschnittsflächen der Teilrohre 26, 27 so groß wie die Querschnittsfläche des Leitrohres 22. Es ist möglich, ein Leitrohr 22 in mehr als zwei Teilrohre zu splitten.

1–4
Bogentransfertrommel
5, 6
Seitenwand
7–10
Zahnrad
11
Bogen
12
Blasluftleiste
13
Auslasselement
14
Gerade
15
Rotationsachse
16
Luftanschluss
17
Luftschlauch
18
Ventilator
19
Steuereinrichtung
20
Blasluftstrom
21
Wand
22
Leitrohr
23
Kniestück
24
Luftauffangöffnung
25
Strömungsleitkörper
26, 27
Teilrohr
28
Blasluft


Anspruch[de]
Vorrichtung zum Fördern eines Bogens,

mit einer Einrichtung zum Vorwärtsbewegen des Bogens in einer Förderrichtung,

mit einer stationären hohlen Blasluftleiste, die mehrere quer zur Förderrichtung entlang einer Linie angeordnete Auslasselemente mit Auslassöffnungen für auf die Oberfläche des Bedruckstoffes gerichtete Blasluftstrahlen aufweist,

mit einem seitlich an der Blasluftleiste angeordneten Lufteinlass, der mit einer Blasluftquelle verbunden ist,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Auslasselemente (13) an einer Wand (21) der Blasluftleiste (12) rohrförmig ausgebildet sind und im Inneren der Blasluftleiste (12) jeweils ein Kniestück (23) aufweisen, dessen Luftauffangöffnung (24) in Anströmrichtung zum Lufteinlass (16) weist.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der dem Lufteinlass (16) abgewandten Seite eines Kniestückes (23) ein Strömungsleitkörper (25) ausgebildet ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslasselemente (13) jeweils eine einem Kniestück (23) zugeordnete Luftverteilungsanordnung (26, 27) aufweisen. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftverteilungsanordnung aus einem sich in mindestens zwei Abgänge (26, 27) splittenden Rohr (22) besteht, wobei die Blasluftstrahlen (20) an den Abgängen (26, 27) in verschiedene Richtungen weisen. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslasselemente (13) außerhalb der Wand (21) jeweils aus mindestens einem Rohrstück (22) bestehen, wobei der Querschnitt der Luftauffangöffnung (24) im Wesentlichen dem Ausströmquerschnitt der Rohrstücke (22) entspricht. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Länge (l) eines zylindrischen Rohrstückes (22) ein Vielfaches des Durchmessers (d) beträgt. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzung der Luftauffangöffnung (24) des Kniestücks (23) in einer ebenen Fläche liegt, die maximal 45 Grad zur Anströmrichtung geneigt liegt.






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