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Hermetisch abgedichtete elektrische Durchführungsvorrichtung und Verwendung einer solchen - Dokument DE10348944B4
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10348944B4 30.08.2007
Titel Hermetisch abgedichtete elektrische Durchführungsvorrichtung und Verwendung einer solchen
Anmelder SCHOTT AG, 55122 Mainz, DE
Erfinder Heeke, Neil, Golden, Col., US
Vertreter Sawodny, M., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 89073 Ulm
DE-Anmeldedatum 18.10.2003
DE-Aktenzeichen 10348944
Offenlegungstag 06.05.2004
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.08.2007
IPC-Hauptklasse B60R 21/26(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H01B 17/26(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   F23Q 7/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine hermetisch abgedichtete elektrische Durchführungsvorrichtung umfassend einen elektrisch leitenden Körper mit einer kreisförmigen durchgehenden Öffnung, welcher eine Vorderseite und eine Rückseite aufweist und in welchem die Öffnung derart positioniert ist, dass der Mittelpunkt der Öffnung näherungsweise oder exakt mit dem Mittelpunkt des Körpers zusammenfällt. Ferner vorgesehen ist ein elektrisch leitender gebogener isolierter Stift, welcher hermetisch mittig in der Öffnung mittels einer Glasdichtung abgedichtet ist, so dass der Stift von der Rückseite des Körpers so hervorsteht, dass ein Ende des Stiftes erreichbar ist von der Vorderseite des Körpers. Ein elektrisch leitender gebogener Erdungsstift ist mit der Rückseite des Körpers benachbart zu der Öffnung verbunden, wobei der Erdungsstift eine im wesentlichen identische Form wie der gebogene Stift aufweist und aus der Rückseite des elektrisch leitenden Körpers näherungsweise parallel zu dem Stift herausragt.

Eine derart hermetisch abgedichtete elektrische Durchführungsvorrichtung, insbesondere für einen Initiator oder Squib ist aus der Druckschrift US 5,404,263 vorbekannt.

Ferner betrifft die Erfindung die Verwendung einer solchen Durchführungsvorrichtung.

Airbag-Systeme (Luftsacksysteme), welche zum Schützen der Fahrgäste eines Motorfahrzeugs während einer Kollision verwendet werden, umfassen einen aufblasbaren Sack, welcher in dem Armaturenbrett oder Lenkrad montiert ist, Gaserzeuger für die explosive Erzeugung von Gas, um den Sack aufzublasen, Beschleunigungssensoren, um ein elektrisches Signal zu erzeugen, welches Indikativ für eine Kollision ist, und einen Zünder, welcher auf die Beschleunigungssensoren zum Zünden einer Treibladung in einer hohlen Kammer reagiert, wobei die Treibladung wiederum eine Hauptladung zündet, um das Gas zu produzieren, welches den Sack aufbläst.

Der Zünder für ein Airbag-System umfasst einen sogenannten Kopf oder Squib. Der Squib oder Kopf, wie er zum Beispiel in dem US-Patent 5,243,492 und dem US-Patent 5,772,243 beschrieben ist, umfasst eine hermetisch abgedichtete elektrische Durchführungsvorrichtung zum Zuführen eines Stromes in die hohle Kammer, welche die Treibladung beinhaltet, und einen dünnen Brückendraht, welcher elektrisch über der elektrischen Durchführungsvorrichtung angeschlossen ist. Der Brückendraht zündet die Treibladung, wenn ein ausreichender elektrischer Strom durch ihn über die Durchführungsvorrichtung durchgeleitet wird.

Hermetisch abgedichtete elektrische Durchführungsvorrichtungen werden ebenso für andere Typen von Vorrichtungen verwendet.

Bei Verfahren des Herstellens der hermetisch abgedichteten elektrischen Durchführungsvorrichtungen des Standes der Technik, wie in dem US-Patent 5,709,724, US-Patent 6,274,252, US-Patent 5,243,492, US-Patent 5,157,831, US-Patent 4,678,358 und US-Patent 4,430,376 beschrieben ist, wird ein metallischer Isolatorkörper oder Stecker mit einer kreisförmigen durchgehenden Öffnung versehen oder eine Metallöse wird mit einem kreisförmigen Hohlraum versehen. Ein leitender Stift, der isolierte Stift genannt, ist hermetisch in der durchgehenden Öffnung oder dem Hohlraum mittels einer Glas-Metall-Dichtung abgedichtet. Aus US 5,157,831 ist es bekannt, die Außenkonturen für die Glasdichtungen in Abhängigkeit der Ausführung der Innenkontur der diese aufnehmenden Metallelemente zu gestalten, wobei jedoch eine kreisförmige Ausführung eindeutig zu bevorzugen ist.

Glas-Metall-Dichtungen können gemäß der Kompressionstypen hergestellt werden, in welchen der Unterschied in den thermischen Expansionseigenschaften von Metall und Glas ausgenutzt wird, oder können durch molekulare Verbindungen hergestellt sein, wie in dem US-Patent 5,709,724 und dem US-Patent 6,274,252 beschrieben wird.

Eine hermetisch abgedichtete Durchführungsvorrichtung wird mit einer Glas-Metall-Kompressionsdichtung hergestellt, durch Schneiden einer Glas-Preform mit einer geeigneten Größe, welche einen geeigneten Koeffizienten der thermischen Expansion aufweist, mit einem mittleren Loch, durch Anordnen der Glas-Preform in einer durchgehenden Öffnung in einer Metallscheibe oder in einem Hohlraum in einer Metallöse, durch Einfügen des leitenden isolierten Stiftes in das Loch in der Preform, durch Heizen des Aufbaus auf eine erhöhte Temperatur oberhalb des Erweichungspunktes der Glas-Preform und dann durch Kühlen des gesamten Aufbaus, wobei die Metallscheibe oder die Öse sich mehr zusammenzieht als das Glas. Ein Erdungsstift kann an der Metallscheibe oder der Öse angeschlossen werden, geeignet parallel zu dem isolierten Stift, wie in dem US-Patent 5,243,492 beschrieben wird.

Der isolierte Stift und/oder der Erdungsstift können ebenso mit einer Edelmetallbeschichtung versehen sein, um gegen Korrosion geschützt zu werden, wie in den US-Patenten 4,788,382 und 5,157,831 beschrieben wird.

Die resultierende elektrische Durchführungsvorrichtung kann verwendet werden, um die Köpfe (Headers) oder Squibs zum Beispiel für Airbag-Zünder herzustellen, durch Anschließen des Brückendrahts über der Glasdichtung zwischen dem isolierten Stift auf der Vorderseite der elektrischen Durchführungsvorrichtung und dem Körper der Öse oder der Metallscheibe.

Die leitenden Stifte in den elektrischen Durchführungsvorrichtungen gemäß des Standes der Technik weisen einen kreisförmigen Querschnitt auf, und die durchgehende Öffnung oder der Hohlraum in dem Metallring oder der Öse gemäß des Standes der Technik ist kreisförmig. Somit können nur Brückendrähte eines vergleichsweise engen Bereiches von Längen nachteilig über der Vorderseite der elektrischen Durchführungsvorrichtung angeschlossen werden, um einen Squib oder Initiator, zum Beispiel für einen Airbag, herzustellen, weil der isolierte Stift zentral in der durchgehenden Öffnung in dem Metallring oder der Öse während des Zusammenbaus positioniert wird. Somit müssen verschiedene Ausführungen der elektrischen Durchführungsvorrichtungen mit unterschiedlichen großen durchgehenden Öffnungen und isolierten Stiften mit unterschiedlichem Durchmesser hergestellt werden, zum Beispiel für verschiedene Airbag-System-Hersteller oder für verschiedene Initiator- oder Squib-Hersteller. Dies führt zu vergleichsweise großen Herstellungskosten, umfassend Lagerungs-, Verteilungs- und Montagekosten, aufgrund der vielfältigen unterschiedlichen Typen der hermetisch abgedichteten elektrischen Durchführungsvorrichtungen für die unterschiedlichen Initiatoren.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte hermetisch abgedichtete elektrische Durchführungsvorrichtung, insbesondere für einen Initiator oder Squib (Zündkapsel) für ein Airbag-Zündsystem, darzustellen, welche nicht die oben beschriebenen Nachteile aufweist.

Es ist ebenso eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine universelle hermetisch abgedichtete elektrische Durchführungsvorrichtung für einen Initiator oder Squib für ein Airbag-Aufblasesystem des oben beschriebenen Typs darzustellen, welcher wenigstens einen Brückendraht aufweist, weicher einen größeren Bereich von Brückendrahtlängen verwendet, so dass verschiedene Hersteller von Squibs oder Initiatoren, welche unterschiedliche Anforderungen an die Brückendrähte haben, dieselbe Ausführung der elektrischen Durchführungsvorrichtung gemäß der Erfindung verwenden können.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine hermetisch abgedichtete elektrische Durchführungsvorrichtung des oben beschriebenen Typs darzustellen, in welchem ein leitender isolierter Stift in einer durchgehenden Öffnung mittels einer Glasdichtung abgedichtet ist, in welcher die Spannungsverteilung innerhalb der Glasdichtung gleichförmig ist.

Gemäß der Erfindung umfasst eine hermetisch abgedichtete elektrische Durchführungsvorrichtung

einen elektrisch leitenden Körper mit einer ovalen oder elliptischen durchgehenden Öffnung, welcher eine Vorderseite und eine Rückseite aufweist und in welchem die Öffnung derart positioniert ist, dass der Mittelpunkt der Öffnung näherungsweise oder exakt mit dem Mittelpunkt des Körpers zusammenfällt;

einen elektrisch leitenden winkligen oder gebogenen isolierten Stift, welcher hermetisch mittig in der Öffnung mittels einer Glasdichtung abgedichtet ist, so dass der isolierte Stift von der Rückseite des Körpers hervorsteht und so, dass ein Ende des Stiftes erreichbar ist von der Vorderseite des Körpers; und

einen elektrisch leitenden winkligen oder gebogenen Erdungsstift, welcher mit der Rückseite des Körpers verbunden ist, benachbart zu der Öffnung, wobei der Erdungsstift eine im wesentlichen identische Form wie der Stift aufweist und aus der Rückseite des Körpers näherungsweise parallel zu dem Stift herausragt;

wobei die Öffnung eine Hauptachse und eine Nebenachse aufweist, so dass verschiedene Brückendrähte mit unterschiedlichen Längen zwischen der Vorderseite des Körpers und dem einen Ende des isolierten Stiftes, welches erreichbar ist von der Vorderseite des Körpers, anschließbar sind.

Die elektrische Durchführungsvorrichtung gemäß der Erfindung weist den großen Vorteil auf, dass sie einen größeren Bereich an Brückendrahtlängen für einen oder mehrere Brückendrähte zulässt, welche über der Vorderseite der Durchführungsvorrichtung angeschlossen sind, weil die durchgehende Öffnung in dem elektrisch leitenden Körper einen ovalen oder elliptischen Querschnitt aufweist. Die Herstellung eines einzigen Typs einer elektrischen Durchführungsvorrichtung wird somit den Anforderungen einer großen Anzahl von verschiedenen Herstellern gerecht, welche die elektrische Durchführungsvorrichtung verwenden, um beispielsweise Squibs oder Initiatoren für Aufblasvorrichtungen für Airbags herzustellen. Ein niedrigerer Preis für die Durchführungsvorrichtung ergibt sich daher, aufgrund des größeren Volumens durch die reduzierten Komponententypen.

Zudem kann der Brückendraht derselben Länge vorteilhaft in jeden der vier Quadranten der Glasdichtung eingelötet werden. Doppelbrückendrähte können leicht gleichzeitig gelötet werden. Ferner stellt die symmetrische Form des Dichtungsbereiches eine ausgeglichene Spannungsverteilung in dem Glas her. Ein dünnerer Kopf kann mit einer Glasdichtung hergestellt werden, welche dieselbe oder eine größere Festigkeit aufweist.

In einer vorzuziehenden Ausführung der Erfindung ist der elektrisch leitende Körper eine kreisförmige Metallscheibe oder eine Öse, und der winklige isolierte Stift und der winklige Erdungsstift bestehen aus Metall und weisen einen kreisförmigen querlaufenden Querschnitt auf, so dass die Herstellung der Durchführungsvorrichtung vereinfacht wird.

Der winklige oder gebogene Erdungsstift ist vorzugsweise verkürzt relativ zu dem isolierten Stift, so dass die freien Enden des isolierten Stiftes und des Erdungsstiftes auf exakt oder näherungsweise demselben Abstand von der Hinterseite der kreisförmigen Metallscheibe liegen.

Die ausgesetzte Endoberfläche des isolierten Stiftes, die vordere Oberfläche der Glasdichtung und die vordere Oberfläche der kreisförmigen Metallscheibe sind vorzugsweise wenigstens näherungsweise eben zueinander oder wenigstens näherungsweise komplanar.

Die Herstellung und der Zusammenbau der elektrischen Durchführungsvorrichtung ist vergleichsweise leichter, weil der isolierte Stift und der Erdungsstift dieselben sein können wie in einigen Ausführungen der Durchführungen gemäß des Standes der Technik. Die Öffnung in der Glas-Preform, welche verwendet wird, um die Glasdichtung herzustellen, kann vorteilhaft denselben Durchmesser wie in den Glas-Preformen des Standes der Technik aufweisen, aber die Außenseitenform der Glas-Preform wird geändert, hin zu elliptisch oder oval.

Die Befestigungskosten werden aufgrund weniger Typen an Ausführungen vermindert. Die Rohwerkstoffkosten werden vermindert, weil eine Kaltverformung oder Metallspritzgießen verwendet werden kann, um die kreisförmige Metallscheibe oder die Öse herzustellen. Ferner vermindert ebenso die größere Produktionsquantität der Komponenten die Kosten des Rohwerkstoffs.

Die Vorteile der Erfindung werden nun in größerem Detail mit Hilfe der nachfolgenden Beschreibung der vorzuziehenden Ausführungen dargestellt, mit Bezug auf die beigefügten Figuren, in welchen:

die 1 eine Ansicht eines Längsschnittes durch eine erste Ausführung der elektrischen Durchführungsvorrichtung gemäß der Erfindung ist, gezogen entlang der Schnittlinie A-A in der 2; und

die 2 eine vordere Draufsicht der elektrischen Durchführungsvorrichtung ist, welche in der 1 gezeigt ist, in der Richtung, welche durch den Pfeil B in der 1 angedeutet wird.

Eine einzige Ausführung der elektrischen Durchführungsvorrichtung mit einem gebogenen Stift ist in der Zeichnung gezeigt.

Die 1 und 2 zeigen eine Ausführung 10 mit einem gebogenen Stift einer hermetisch abgedichteten elektrischen Durchführungsvorrichtung gemäß der Erfindung. Die elektrische Durchführungsvorrichtung umfasst eine kreisförmige Metallscheibe 11, welche mit einer ovalen oder elliptischen durchgehenden Bohrung oder Öffnung O versehen ist, welche derart positioniert ist, dass ihr Mittelpunkt mit dem Mittelpunkt der Metallscheibe 11 zusammenfällt.

Ein winkliger oder gebogener isolierter Stift 13 ragt nach außen und rückwärts von der Hinterseite der kreisförmigen Metallscheibe 11 heraus. Der isolierte Stift 13 ist in der ovalen oder elliptischen Bohrung O in der kreisförmigen Metallscheibe 11 mit einer Glasdichtung 17 abgedichtet. Die Glasdichtung 17 füllt den Raum zwischen dem isolierten Stift 13 und der Metallscheibe 11 in der mittigen ovalen oder elliptischen Bohrung oder Öffnung O aus. Der isolierte Stift 13 weist einen kreisförmigen querlaufenden Querschnitt auf. Die Mitte der vorderen Oberfläche des isolierten Stiftes 13 ist mehr oder weniger exakt in der Mitte der ovalen oder elliptischen Bohrung O in der Ausführung angeordnet, welche in der Zeichnung gezeigt ist. Die vordere Oberfläche des isolierten Stiftes 13 ist erreichbar von oder ausgesetzt auf der Vorderseite der kreisförmigen Metallscheibe 11.

Ein winkliger oder gebogener Erdungsstift 15 ragt nach außen und rückwärts von der Hinterseite der kreisförmigen Metallscheibe 11 in axialer Richtung B heraus, wie beispielsweise durch den Pfeil in der 1, welcher auf der Vorderseite der Metallscheibe 11 in der 1 gezeigt ist, angedeutet wird. Der Erdungsstift 15 ist in näherungsweise derselben Form wie der isolierte Stift 13 an der Biegung b' gebogen. Der Erdungsstift 15 ist an die hintere Oberfläche der kreisförmigen Metallscheibe 11 benachbart zu der ovalen oder elliptischen Öffnung O mittels des Lötringes 16 angeschlossen und wird ebenso der Lötstift genannt.

Beide, der isolierte Stift 13 und der Erdungsstift 15, sind aus einem elektrisch leitenden Metall hergestellt, wie zum Beispiel Nickel-Eisen, und können mit einem anderen Metall, wie zum Beispiel Gold oder Palladium, plattiert sein, um einen Korrosionsschutz zur Verfügung zu stellen.

In der Ausführung, welche in den 1 und 2 gezeigt ist, ragen der isolierte Stift 13 und der Erdungsstift 15 nach außen und von der Hinterseite der kreisförmigen Metallscheibe 11 heraus und sind näherungsweise parallel zueinander. Der Erdungsstift 15 ist kürzer als der isolierte Stift 13, so dass die freien Enden von beiden Stiften auf näherungsweise oder exakt demselben Abstand von der Hinterseite der kreisförmigen Metallscheibe 11 liegen. In der Ausführung, welche in den 1 und 2 gezeigt ist, ist das Ende des isolierten Stiftes 13, welches in die Glasdichtung 17 eingefügt ist, mehr oder weniger eben oder bündig mit der vorderen Oberfläche der kreisförmigen Metallscheibe 11 und der Glasdichtung 17. Die jeweilige vordere Oberfläche der kreisförmigen Metallscheibe 11, die Glasdichtung 17 und das ausgesetzte Ende des isolierten Stiftes 13 sind näherungsweise oder exakt komplanar.

Bei der Verwendung als ein Teil eines Zünders erstreckt sich ein feiner Metallbrückendraht 19 (in der 2 in gestrichelten Linien gezeigt) über die Vorderseite der kreisförmigen Metallscheibe 11 und verbindet elektrisch den isolierten Stift 13 mit dem Erdungsstift 15. Der Bereich über der Vorderseite der Öse 11, in welchem der feine Metallbrückendraht 19 angeschlossen ist, wird der Brückenbereich genannt, weil der feine Brückendraht 19 die Lücke zwischen den zwei Stiften überbrückt. Der feine Brückendraht 19 ist jedoch nicht Teil der vorliegenden Erfindung, und ist daher in gestrichelten Linien gezeigt. Die elektrische Durchführungsvorrichtung wird getrennt ohne den feinen Brückendraht 19 an verschiedene Hersteller von Initiatoren oder Squibs für Airbag-Aufblasvorrichtungen vermarktet. Es ist denkbar, dass die elektrische Durchführungsvorrichtung neben Airbag-Zündern andere Anwendungsbereiche aufweisen kann.

Dieselbe hermetisch abgedichtete elektrische Durchführungsvorrichtung kann an verschiedene Hersteller vermarktet werden, welche unterschiedliche Längen des feinen Brückendrahts 19 in ihren Zündvorrichtungen fordern, weil der Abstand zwischen den jeweiligen vorderen Oberflächen des isolierten Stiftes 13 und der kreisförmigen Metallscheibe 11 variiert, weil die durchgehende Bohrung und somit die Glasdichtung 17 elliptisch oder oval ist. Somit ist die hermetisch abgedichtete elektrische Durchführungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung vorteilhaft eine universelle elektrische Durchführungsvorrichtung für Airbag-Zünder von verschiedenen Herstellern.

Wie in der 2 gezeigt ist, gibt es einen längeren Brückenbereich, in welchem die Strecke über der Glasdichtung 17 am größten auf der Oberfläche des Kopfaufbaus ist. Es gibt ebenso einen kürzeren Brückenbereich auf der Oberfläche des Kopfaufbaus, in welchem die Strecke über der Glasdichtung 17 die kleinste ist. Der feine beziehungsweise dünne Draht 19 ist in der 2 an einer Position gezeigt, in welchem die Strecke über der Glasdichtung zwischen dem kürzesten und dem längsten Abstand beziehungsweise dem kürzesten und der längsten Strecke liegt.

Somit kann dieselbe hermetisch abgedichtete elektrische Durchführungsvorrichtung an verschiedene Hersteller vermarktet werden, welche unterschiedliche Längen von feinen Drähten 19 in ihren Zündvorrichtungen fordern. Somit ist die hermetisch abgedichtete elektrische Durchführungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung vorteilhaft eine universelle Durchführungsvorrichtung für Airbag-Zünder von verschiedenen Herstellern. Vorteilhaft kann der Brückendraht mit derselben Länge in jedem der vier Quadranten der Glasdichtung eingelötet werden. Doppelbrückendrähte können leicht gleichzeitig gelötet werden.

Die Hauptachse a der elliptischen Bohrung kann zum Beispiel im Bereich von 3,02 bis 3,07 cm liegen, und die Nebenachse b der elliptischen Bohrung kann im Bereich von 2,26 bis 2,31 cm liegen. Die Dicke t der Metallscheibe beträgt rund 2,5 cm bzw. 2,5 cm.

Die Glasdichtung 17 der hermetisch abgedichteten elektrischen Durchführungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung kann durch die Verfahren hergestellt werden, welche in dem Abschnitt Hintergrund der Erfindung offenbart sind, insbesondere durch solche, wie sie in dem US-Patent 6,274,252 und dem US-Patent 5,709,724 offenbart sind. Die erfinderischen Verbesserungen in der Durchführungsvorrichtung, welche nachfolgend beansprucht wird, beruht primär in den Geometrien, welche für die Stiftquerschnitte und/oder die durchgehenden Öffnungen ausgewählt werden.


Anspruch[de]
Hermetisch abgedichtete elektrische Durchführungsvorrichtung (10), umfassend

– einen elektrisch leitenden Körper (11) mit einer ovalen oder elliptischen durchgehenden Öffnung (O), welcher eine Vorderseite und eine Rückseite aufweist und in welchem die Öffnung (O) derart positioniert ist, dass der Mittelpunkt der Öffnung (O) näherungsweise oder exakt mit dem Mittelpunkt des Körpers (11) zusammenfällt;

– einen elektrisch leitenden winkligen oder gebogenen isolierten Stift (13), welcher hermetisch mittig in der Öffnung (O) mittels einer Glasdichtung (17) abgedichtet ist, so dass der Stift (13) von der Rückseite des Körpers (11) hervorsteht und so, dass ein Ende des Stiftes (13) erreichbar ist von der Vorderseite des Körpers (11) und

– einen elektrisch leitenden winkligen oder gebogenen Erdungsstift (15), welcher mit der Rückseite des Körpers (11) benachbart zu der Öffnung (O) verbunden ist, wobei der Erdungsstift (15) eine im Wesentlichen identische Form wie der Stift (13) aufweist und aus der Rückseite des Körpers (11) näherungsweise parallel zu dem Stift (13) herausragt;

– wobei die Öffnung (O) eine Hauptachse (a) und eine Nebenachse (b) aufweist, so dass verschiedene Brückendrähte (19) mit unterschiedlichen Längen zwischen der Vorderseite des Körpers (11) und dem einen Ende des Stiftes (13) anschließbar sind.
Hermetisch abgedichtete elektrische Durchführungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Körper (11) eine kreisförmige Metallscheibe ist. Hermetisch abgedichtete elektrische Durchführungsvorrichtung nach Anspruch 2, wobei der Stift (13) und der Erdungsstift (15) jeweils aus Metall hergestellt sind und einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen, und wobei der Erdungsstift (15) relativ zu dem Stift (13) verkürzt ist, so dass die freien Enden des Stiftes (13) und des Erdungsstiftes (15) wenigstens näherungsweise auf einem identischen Abstand von der Rückseite der Metallscheibe liegen. Hermetisch abgedichtete elektrische Durchführungsvorrichtung, gemäß Anspruch 2, wobei das eine Ende des Stiftes (13), die Glasdichtung (17) und die Vorderseite der Metallscheibe jeweils vordere Oberflächen aufweisen, welche näherungsweise komplanar sind. Hermetisch abgedichtete elektrische Durchführungsvorrichtung nach Anspruch 2, wobei der Erdungsstift (15) an die kreisförmige Metallscheibe durch einen Lötring (16) angeschlossen ist. Verwendung einer hermetisch abgedichteten Durchführungsvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5 in Zündern, insbesondere Airbag-Zündern.






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