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Dokumentenidentifikation DE112005001974T5 30.08.2007
Titel Trackerantriebssystem und Solarenergiekollektorsystem
Anmelder Shell Solar Industries L.P., Camarillo, Calif., US
Erfinder Mackamul, Kevin Keith, Simi Valley, Calif., US
Vertreter Patentanwälte Rau, Schneck & Hübner, 90402 Nürnberg
DE-Aktenzeichen 112005001974
Vertragsstaaten AE, AG, AL, AM, AT, AU, AZ, BA, BB, BG, BR, BW, BY, BZ, CA, CH, CN, CO, CR, CU, CZ, DE, DK, DM, DZ, EC, EE, EG, ES, FI, GB, GD, GE, GH, GM, HR, HU, ID, IL, IN, IS, JP, KE, KG, KM, KP, KR, KZ, LC, LK, LR, LS, LT, LU, LV, MA, MD, MG, MK, MN, MW, MX, MZ, NA, NG, NI, NO, NZ, OM, PG, PH, PL, PT, RO, RU, SC, SD, SE, SG, SK, SL, SM, SY, TJ, TM, TN, TR, TT, TZ, UA, UG, US, UZ, VC, VN, YU, ZA, ZM, ZW, EP, AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LT, LU, LV, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR, OA, BF, BJ, CF, CG, CI, CM, GA, GN, GQ, GW, ML, MR, NE, SN, TD, TG, AP, BW, GH, GM, KE, LS, MW, MZ, NA, SD, SL, SZ, TZ, UG, ZM, ZW, EA, AM, AZ, BY, KG, KZ, MD, RU, TJ, TM
WO-Anmeldetag 08.08.2005
PCT-Aktenzeichen PCT/US2005/028198
WO-Veröffentlichungsnummer 2006020597
WO-Veröffentlichungsdatum 23.02.2006
Date of publication of WO application in German translation 30.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.08.2007
IPC-Hauptklasse F24J 2/54(2006.01)A, F, I, 20070605, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F16M 11/10(2006.01)A, L, I, 20070605, B, H, DE   

Beschreibung[de]

In einem Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein Trackerantriebssystem zum Drehantreiben eines oder mehrerer Objekte.

Ein solches Trackerantriebssystem kann geeigneter Weise verwendet werden, um Solarpanels oder andere Objekten den Tag hindurch zu drehen, um beispielsweise die Bewegung der Sonne relativ zur Erde nachzuverfolgen.

In einem weitern Aspekt betrifft die Erfindung ein Solarenergiekollektorsystem.

Aufgrund des steigenden Energiebedarfs und zunehmender Besorgnis bezüglich der Umwelt ist Solarenergie zu einer beliebten Alternative zu herkömmlichen Energiequellen wie beispielsweise fossilen Brennstoffen geworden. Solarenergie entsteht in der Sonne durch Kernfusion. Ein kleiner Bruchteil dieser Energie erreicht die Erdoberfläche als kurzwellige elektromagnetische Strahlung. Solarenergiekollektorsysteme sind im Wesentlichen eine Anordnung von Solarenergiekollektoren, die diese elektromagnetische Strahlung sammeln. Solarenergiekollektoren sind oft in Form von Solarpanels ausgeführt. Die Solarpanels sind so positioniert, dass sie die Strahlung der Sonne ein- bzw. abfangen und die Energie in eine andere Energieform (beispielsweise Elektrizität und/oder Wärme) umwandeln. Bei der Gestaltung diese Solarenergiekollektorsystem sind große Fortschritte erzielt worden. Frühere Systeme waren stationär und absorbierten die elektromagnetische Strahlung den Tag hindurch bei unterschiedlichen Einfallwinkeln.

In jüngerer Zeit sind Trackerantriebssysteme in diese Solarenergiekollektorsysteme eingebaut worden. Diese Trackerantriebssyteme ermöglichen es den Solarenergiekollektoren bzw. Solarpanels sich zu bewegen und damit den Weg der Sonne im Verlauf des Tages nachzuverfolgen. Auf diese Weise wird der Sonne eine direktere Solarpanel-Fläche dargeboten, was die direkte solare Intensität der gesammelten Strahlung erhöht und die solaroptischen Eigenschaften der bestrahlten Oberflächen der Solarpanels verbessert. Dadurch, dass die Sonnenstahlen bei einem im Allgemeinen senkrechten Einfallswinkel gesammelt werden, bieten die Solarpanels eine maximale aktive Fläche zur Aufnahme des Lichts, was zu einer optimalen Effizienz beim Sammeln und Umwandeln von Strahlungsenergie führt.

Die US-Patente Nr. 4,297,572 und 6,058,930 offenbaren Beispiele von Solarenergiekollektorsystemen, die ein Trackerantriebssystem verwenden.

Von diesen Patenten offenbart US-Patent Nr. 4,297,572 von einem reversiblen Elektromotor über ein Getriebe angetriebene zur Schwenkbewegung angeordnete Solarpanels mit einem parabelförmigen Querschnitt. Es offenbart außerdem einen Trackersensor um das Solarpanel in seiner vorbestimmten Ausrichtung relativ zur Sonne zu halten.

US-Patent Nr. 6,058,930 offenbart einen horizontalen Trackerantrieb, der aus einem linearen Stellglied mit einem Körperteil gebildet ist, das an einer festen Halterung angebracht ist, die in einigem Abstand von der Gründung, welche die Solarpanels unterstützt, in die Erde gesetzt ist. Die Solarpanels sind auf einem Drehmomentrohr abgestützt, das mit einem Drehmomentarm verbunden ist. Das Stellglied hat ein im Allgemeinen horizontales Stabglied, das über Schwenkstift-zu-Öse-Glieder mit dem fernen Ende des Drehmomentarms verstiftet ist. Das Körperteil des Stellgliedes ist schwenkbar gelagert, um sich an den genauen Weg der Schwenkstift-zu-Öse-Glieder anzupassen.

In einem Aspekt stellt die Erfindung ein Trackerantriebssystem zum Drehantreiben eines oder mehrerer Objekte zur Verfügung, wobei das System folgendes umfasst:

Ein zur Drehung um eine Achse angeordnetes Drehmomentelement, wobei das Drehmomentelement das eine Objekt oder die mehreren Objekte zur Drehung damit um die Achse stützen kann;

einen mit dem Drehmomentelement verbundenen Hebelarm, wobei der Hebelarm zum Drehen des Drehmomentelements bewegbar ist;

ein bewegbares Antriebsglied, das von einem Antriebsmechanismus antreibbar ist; und

eine dynamische Kupplung, die das Antriebsglied an den Hebelarm koppelt, so dass der Hebelarm vom Antriebsglied zum Drehen des Drehmomentelements antreibbar ist.

In der hier verwendeten Form ermöglicht die dynamische Kupplung eine Bewegung des Antriebsglieds relativ zum Hebelarm mit mindestens zwei Freiheitsgraden.

Hiermit kann eine schwenkende Montage des Antriebsmechanismus vermieden werden, da dieser Freiheitsgrad nicht mehr erforderlich ist.

Bei einer Ausführungsform gewährt die dynamische Kupplung einen Translationsfreiheitsgrad zusätzlich zu dem Rotationsfreiheitsgrad des Antriebsglieds relativ zum Hebelarm.

Das Trackersystem kann in ein Solarenergiekollektorsystem eingebaut werden. In diesem Fall kann das Drehmomentelement zur Drehung um eine im Allgemeinen nord-südliche Achse angeordnet werden und Solarpanel zur Drehung damit um die im Allgemeinen nord-südliche Achse stützen.

Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft unter Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:

1 eine schematisch vereinfachte Draufsicht eines Solarenergiekollektorsystems gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, das Reihen von Solarpanels umfasst;

2 eine schematische Seitenansicht des Endes zweier Reihen von Solarpanels im System gemäß 1, und ein Trackerantriebssystem gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

2A eine schematische Detailansicht einer der Reihen von Solarpanels gemäß 2, die zwei Positionen der Reihen darstellt;

3 eine schematische Seitenansicht eines Teils des mit einer Reihe von Solarpanels gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung eingesetzten Trackerantriebssystems;

3A eine schematische Seitenansicht des Endes des Teils des Trackerantriebssystems gemäß 3 in einer zweiten Position der Reihe von Solarpanels;

4 eine schematische Draufsicht der dynamischen Kupplung gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

5 eine schematische Detailansicht eines Trackerantriebssystems gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung; und

6 ein Kraft-Körper-Diagramm, welches die auf bestimmte Komponenten in 3 wirkenden dynamischen Kräfte darstellt.

Die vorliegende Offenbarung betrifft allgemein ein Trackerantriebssystem. Ein derartiges System kann von einem Antriebsmechanismus antreibbar sein, um ein Objekt oder mehrere Objekte oder Ausrüstung um eine Achse drehbar anzutreiben, wobei die Verfolgung der Bewegung eines weiteren externen Objekts oder Signals ermöglicht wird. Die Objekte können in Form eines oder mehrerer Solarpanel vorgesehen sein. Als solches ist das System besonders zum Einbau in ein Solarenergiekollektorsystem geeignet. Dementsprechend wird eine solches Solarenergiekollektorsystem nachstehend zu Beispielzwecken und als bevorzugte Ausführungsform beschrieben. Es sollte jedoch klar sein, dass die vorliegende Erfindung nicht auf derartige Systeme beschränkt ist und dass verschiedene Aspekte der Erfindung auf andere, hier nicht eigens beschriebene Systeme anwendbar sind.

1 und 2 zeigen eine Draufsicht bzw. eine Seitenansicht des Endes eines Solarenergiekollektorsystems 100, welches verschiedene Aspekte der vorliegenden Erfindung verkörpert. Das System 100 kann Solarpanels 106 umfassen, üblicherweise flache Solarpanels, die eine Anordnung 102 von Reihen 104 von Solarpanels 106 bilden. Die Solarpanels 106 können in einem oder mehreren Sätzen zusammengefasst sein. Beim System 100 gemäß 1 und 2 können die Solarpanels 106 einer jeden Reihe 104 an eine Schiene 110 angebracht und auf beiden Seiten eines Antriebsglieds 108 verteilt sein. Wie für den Fachmann bei Lektüre bzw. Betrachtung der vorliegenden Offenbarung unschwer erkennbar, ist diese für verschiedene alternative Anordnungen von Solarpanels auch anwendbar.

Wie nachstehend weiterhin ausgeführt wird, schließt das System darüber hinaus eine Ausführungsform eines Trackerantriebssystems 112 ein, die als 112 in 2 schematisch dargestellt ist. Die Ausführungsform schließt das bewegbare Antriebsglied 108 ein, das dem oben eingeführten Antriebsglied entsprechen oder an dieses angekoppelt sein kann, um die Reihen 104 von Solarpanels 106 drehbar anzutreiben. Das Trackerantriebssystem 112 kann durch eine programmierbare Prozessoreinheit 170 o.ä. betreibbar sein. Bei einer Ausführungsform ist die programmierbare Prozessoreinheit programmiert, so dass das Trackerantriebssystem 112 die Solarpanels 106 entsprechend der Bewegung der Sonne im Verlauf des Tages dreht.

Das Detail in 2A zeigt beispielhaft eine Reihe 104 von Solarpanels 106 in typischen extremen Positionen – bei Sonnenaufgang und bei Sonnenuntergang. Bei Sonnenaufgang können die Solarpanels 106 im Allgemeinen nach Osten zeigen und bevorzugt in einem ersten extremen Winkel von 30° bis 60°, insbesondere von ca. 40° bis 50° (beispielsweise ca. 45°) zur Horizontalen ausgerichtet sein. Bei Sonnenuntergang hat das Trackerantriebssystem 112 bevorzugt die Reihe 104' von Solarpanels 106' über einen betreibbaren Drehungswinkel in einem Bereich von 60° bis 120° (in 2A entgegen dem Uhrzeigersinn), insbesondere von ca. 80° bis 100° (beispielsweise ca. 90°) zur ersten extremen Sonnenaufgangsposition gedreht, wobei die Solarpanels 106' generell nach Westen zeigen können. Dieser Drehungsbereich im Verlauf des Tages kann als die „betreibbare Drehung" des Systems bezeichnet werden. Die Solarpanels 106' sind bei Sonnenuntergang bevorzugt in einem zweiten extremen Winkel in einem Bereich von ca. 30° bis 60°, insbesondere von ca. 40° bis 50° zur Horizontalen ausgerichtet (beispielsweise ca. 45°). In 2A sind die Solarpanels 106' ca. 45° zur Horizontalen ausgerichtet. Üblicherweise können die Solarpanels vor Sonnenaufgang am Folgetag aus ihrer zweiten extremen Position in ihre erste extremem Position gedreht werden.

2 stellt zwei Sätze von Solarpanels in Form erster und zweiter Reihen 104 der Anordnung 102 von Solarpanels 106 dar. Jede Reihe 104 kann von einem Paar von Fundamenten 114 untergestützt werden (für jede Reihe 104 ist in der Seitenansicht des Endes nur ein Fundament 114 gezeigt), wobei die erste Reihe auf dem ersten Fundament abgestützt wird, und die zweite Reihe auf dem zweiten Fundament abgestützt wird. Beispiele geeigneter Fundamente sind Pfeiler- und Flach-Fundamente.

Die Seitenansicht des Endes in 2 zeigt generell in Richtung Norden, so dass die rechte Seite Osten entspricht, und die linke Seite Westen entspricht. Dementsprechend drehen sich die Solarpanels 106 um eine im Allgemeinen in Nord-Süd-Richtung geführte Achse. Diese Achse kann sich in einer im Allgemeinen horizontalen Richtung erstrecken, könnte aber auch in einem Winkel zur Horizontalen stehen. Dies wäre der Fall, wenn beispielsweise das Trackerantriebssystem 112 auf der Seite eines Hügels angeordnet ist. Das Trackerantriebssystem könnte auch nicht-horizontal angeordnet sein, beispielsweise dadurch, dass Fundamente 114 vorgesehen werden, die an einem Ende höher über der Erdoberfläche stehen als an einem gegenüberliegenden Ende. Bevorzugt sind die vom Trackerantriebssystem gestützten Objekte zum Äquator der Erde hin geneigt.

Noch auf 2 Bezug nehmend kann sich ein Stützträger 116 zwischen aufeinanderfolgenden Fundamenten 114 erstrecken und sich an diese anfügen. Das bewegbare Antriebsglied 108 kann durch den, und über dem, Stützträger abgestützt sein, und sich ebenfalls zwischen und vorbei an den Fundamenten 114 erstrecken. Der Stützträger 116 kann auch einen Antriebsmechanismus 118 des Trackerantriebssystems 112 stützen.

Das Antriebsglied 108 kann beispielsweise ein rohrförmiges Glied oder eine massive Stange sein, und kann über einen daran angeschlossen Antriebsabschnitt 120 verfügen. Das Antriebsglied 108 kann als Hauptquerschnittsmaß (beispielsweise als Stangendurchmesser oder Trägerhöhe) typischerweise ca. 1'' bis 4'' (ca. 0,025 bis 0,1 m) aufweisen, beispielsweise ca. 3'' (ca. 0,075 m). Der Antriebsabschnitt 120 kann ein gefertigter, trennbarer Rohrabschnitt sein, der – in Bezug auf den Rest des Antriebsglieds 108 – separat ausgebildet, demontiert und gewartet werden kann. Der Antriebsabschnitt 120 kann darüber hinaus als ein Zwischenabschnitt dienen, der zwei Abschnitte des Antriebsglieds 108 miteinander verbindet (beispielsweise wenn das Antriebsglied 108 dafür ausgelegt ist, mehr als zwei Reihen von Solarpanels anzutreiben), oder als ein Endabschnitt des Antriebsglieds 108.

Bei bestimmten Ausführungsformen der Erfindung kann der Antriebsmechanismus 118 so angebracht werden, dass er von denselben Fundamenten 114 gestützt wird, die auch die Reihen 104 der Solarpanel 106 stützen. Ein eigenes Fundament für den Antriebsmechanismus wird damit überflüssig, was Planung und Bau vereinfacht und die Installationskosten senkt. Das Fundament 114 kann leicht so dimensioniert werden (Tiefe, Durchmesser, Armierung, etc.), dass es die vom Antriebsmechanismus 118 ausgehende Last aufnehmen kann.

Dadurch, dass der Träger 116 zum Stützen des Antriebsmechanismus vorgesehen ist, kann der Antriebsmechanismus einfach und leicht im Solarkollektorsystem angeordnet und integriert werden bei minimaler Störung der Anordnung der Reihen der Solarpanels. So kann beispielsweise der Antriebsmechanismus 118 zwischen den Reihen 104 der Solarpanels 106 angeordnet werden. Auf diese Weise werden die auf die Antriebsglieder 108 wirkenden Druckkräfte reduziert (bzw. auf die Antriebsglieder aufgeteilt).

Bei weiteren Ausführungsformen kann der Antriebsmechanismus 118 in der Nähe eines der Fundamente angeordnet sein. So kann der Antriebsmechanismus beispielsweise links der Reihe 104 von Solarpanels 106 oder unmittelbar an das linke Fundament 114 angrenzend angeordnet sein. Auf diese Weise wird der Antriebsmechanismus 118 ausschließlich bzw. im Wesentlichen von einem Fundament 114 gestützt so dass ein Stützträger zum Stützen des Antriebsmechanismus ggf. entfallen kann.

Wird (wie in 2 dargestellt) ein lineares Stellglied als Antriebsmechanismus eingesetzt, so kann das lineare Stellglied 118 eine Baugruppe sein, zu der eine Schraubenwinde 118a und ein Getriebemotor 118b gehören (wie ebenfalls in den Figuren dargestellt). Andere geeignete lineare Stellglieder schließen hydraulische Zylinder und Kolbenantriebe ein. Bei einer Ausführungsform kann das lineare Stellglied 118 über eine Klammer an das bewegbare Antriebsglied 108 zusammenwirkend gekoppelt werden.

Wie nachstehend näher beschrieben treibt das Betreiben des linearen Stellglieds 118 das Antriebsglied 108 entlang eines vorgegebenen linearen Wegs in Richtung YY an. Bei typischen Ausführungsformen kann die Richtung YY einer im Allgemeinen ost-westlichen Richtung entsprechen.

Die Begriffe „drehen" und „Drehung" beziehen sich in der hier verwendeten Weise auf eine winkelige Bewegung ohne dass eine volle Umdrehung (360°) erforderlich ist. Darüber hinaus bezieht sich der Begriff „Fundament" auf eine Auswahl geeigneter, konstruktiver Unterstützungen, die direkt oder indirekt im Boden gegründet sind.

Nunmehr besonders auf 3 Bezug nehmend kann jede der Reihen 104 von Solarpanels 106 mit einem Drehmomentelement 124 assoziiert sein. Das Drehmomentelement 124 ist zwecks Drehung um die Achse XX angeordnet. Bei der Ausführungsform gemäß 3 werden die Solarpanels 106 durch das Drehmomentelement 124 gestützt. Bei einer Ausführungsform können die Solarpanels 106 auf dem Drehmomentelement 124 angebracht sein. Wie vorstehend erläutert kann die Drehachse XX im Allgemeinen horizontal entlang einer im Allgemeinen in nord-südlichen Richtung verlaufenden Achse geführt werden. Das Drehmomentelement 124 kann drehbar auf einem Paar von Lagerträgern 126 abgestützt sein. Die Lagerträger 126 können oben auf Stützplatten 128 vorgesehen werden, welche an den Fundamenten 114 angebracht sind. Dies kann durch ein direktes Anbringen an den Fundamenten 114 oder ein indirektes Anbringen, beispielsweise über einen der Stützträger 116, erreicht werden.

Des weiteren ist das Drehmomentelement 124 mit einem Hebelarm 132 verbunden, der zur Drehung des Drehmomentelements 124 bewegbar ist. Bei der Ausführungsform gemäß 3 ist der Hebelarm 132 eine lang ausgeführte Stange mit einem, auf einem nahen Ende angeordneten und mit dem Drehmomentelement 124 fest verbundenen Kopf 132a und einem fernen Endabschnitt 132b, der dynamisch mit dem bewegbaren Antriebsglied 108 verbunden ist. Der Hebelarm 132 ist bevorzugt ca. 2' bis 3' (ca. 0,6 bis 0,9 m) lang, und kann einen abgerundeten, rechtwinkligen, dreieckigen oder anderen geeigneten Querschnitt aufweisen, typischerweise mit ca. 2'' bis 6'' (ca. 0,05 bis 0,13 m), beispielsweise ca. 4'' (ca. 0,1 m), als Hauptquerschnittsmaß. Durch Antrieb des fernen Endabschnitts 132b des Hebelarms 132 kann das Drehmomentelement 124 um die Achse XX gedreht werden. Die Drehung des Drehmomentelements 124 bewirkt die Drehung der Reihen 104 von Solarpanels 106 um dieselbe Achse XX.

Es wird nachvollziehbar sein, dass der Hebelarm, anstatt über den fest montierten Kopf 132a mit dem Drehmomentelement 124 verbunden zu sein, unter Verwendung von z.B. Zahnrädern und/oder einem Riemen und/oder einer Kette indirekt mit dem Drehmomentelement 124 verbunden sein kann.

Bei bevorzugten Anordnungen kann ein Antriebsmechanismus eingesetzt werden, um 8 bis 16 Reihen von Solarpanels, insbesondere ca. 12 Reihen von Solarpanels, in eine Drehung anzutreiben. Bei der Ausführungsform gemäß 1 ist jede Reihe der Anordnung 102 in zwei auf beiden Seiten des bewegbaren Antriebsglieds 108 und/oder Hebelarms 132 verteilte Abschnitte unterteilt. Die Reihen können bevorzugt mit ca. 21' bis 24' (ca. 6,4 bis 7,3 m) beabstandet angeordnet sein. Bei einer bevorzugten Form können 40 Solarpanels in einer Reihe vorgesehen sein, und jedes Solarpanel ist ca. 4' (1,2 m) breit und 10'6'' (3,2 m) lang. Bei einer weiteren bevorzugten Form können 20 Solarpanels in einer Reihe vorsehen sein, und jedes Solarpanel ist ca. 5'4'' (1,6 m) breit und 16' (4,9 m) lang. Beide dieser Solarpaneltypen sind kommerziell leicht erhältlich.

Der Kopf 132a kann eine rechtwinklige, beispielsweise – wie dargestellt – quadratische Form haben, und eine maximale Breite von ca. 4'' bis 6'' (ca. 0,1 bis 0,15 m) aufweisen, oder er kann beispielweise eine runde oder dreieckige Form haben. Das Drehmomentelement 124 kann jede Art von lang ausgeführtem, verschwenkbaren oder drehbaren Element sein. Zu den geeigneten Drehmomentelementen gehören beispielsweise ein lang ausgeführter Stab, eine rechtwinklige Stange und ein lang ausgeführtes Rohr. Bei den vorliegenden Ausführungsformen dargestellt ist ein lang ausgeführtes Rohr mit einem im wesentliche rechteckigen Querschnitt.

Ebenfalls auf die Draufsicht in 4 Bezug nehmend können zwischen den Stützträgern 116 Querträger 148 vorgesehen sein. Das lineare Verfahren des bewegbaren Antriebsglieds 108, oder genauer gesagt, des Antriebsabschnitts 120 kann vereinfacht werden durch ein Paar auf den Querträgern 148 angeordneter linearer Gleitlager 138. Der ferne Endabschnitt 132b des Hebelarms 132 bewegt sich zwischen den Gleitlagern 138, während das gesamte bewegbare Antriebsglied 108 entlang der Richtung YY und entlang des vorgegebene linearen Wegs durch Betrieb des Antriebsmechanismus 118 wechselseitig vor- und zurückgefahren wird. Die Länge des Fahrweges des fernen Endabschnitts entspricht bevorzugt der betreibbaren Drehung der Reihe 104 von Solarpanels 106 im Verlauf des Tages. Während das bewegbare Antriebsglied 108 und damit der ferne Endabschnitt 132b des Hebelarms in 3 und 4 nach rechts bewegt wird, dreht sich die Reihe 104 von Solarpanels 106 entgegen dem Uhrzeigersinn (wie in 3 dargestellt).

Das bewegbare Antriebsglied 108 ist mittels einer dynamischen Kupplung 140 dynamisch an den Hebelarm 132 gekoppelt, so dass der Hebelarm 132 zum Drehen des Drehmomentelements 124 durch das Antriebsglied 108 antreibbar ist.

Eine dynamische Kupplung kann zwei mechanische Elemente aneinanderkoppeln, so dass eines die Last auf das andere übertragen kann (beispielweise um das andere anzutreiben), wodurch eine Bewegung des einen Elements relativ zum anderen Element mit mindestens zwei Freiheitsgraden ermöglicht wird. Die in den vorliegenden Ausführungsformen der Erfindung dargestellte dynamische Kupplung ermöglicht einen Translationsfreiheitsgrad zusätzlich zu einem Rotationsfreiheitsgrad des Antriebsglieds 108 relativ zum Hebelarm 132. Damit bewegt sich, während die Last übertragen wird, ein gemeinsamer Punkt, an dem diese beiden Elemente aneinadergekoppelt und antriebsverbunden sind, in einer Richtung entlang des Hebelarms 132. Somit sind die beiden Elemente nicht aneinander fixiert.

Bei einer Ausführungsform der Erfindung umfasst die dynamische Kupplung – wie detailliert in der Draufsicht in 4 dargestellt – ein kardanisches Gleitlager 140, das mit dem Antriebsabschnitt 120 des Antriebsglieds 108 gekoppelt ist. Zur Herausstellung der Merkmale des kardanischen Gleitlagers 140 sind Abschnitte des Hebelarms 132 und des Drehmomentelements 124 in der Ansicht verborgen.

Wie dargestellt kann ein geeignetes kardanisches Gleitlager 140 einen dynamischen, schwingbaren Ring 140a umfassen, der mit Schwingstiften 140b an einem Rahmen 140c befestigt ist. Die Schwingstifte 140b ermöglichen ein Schwingen des Rings 140a relativ zum Rahmen 140c. Der Rahmen 140c kann als Ausschnittabschnitt und integraler Bestandteil des Antriebsabschnitts 120 vorgesehen sein, und ist ausreichend lang und breit ausgeführt, um die Schwingbewegung des Hebelarms 132 darin aufzunehmen. Der Ring 140a ist am besten um eine Achse senkrecht zum linearen Pfad des bewegbaren Antriebsglieds schwingbar.

Der Schwingring 140a ist so dimensioniert, dass er die Maße des Hebelarms 132 aufnehmen kann, so dass der schwingbare Ring 140a einen reibenden Antriebskontakt mit dem Hebelarm 132 bildet, und so bei linearem Antrieb des Antriebsabschnitts 120 den Ring 140a antreibt, jedoch dem fernen Endabschnitt 132b gestattet, hindurchzugleiten. Während sich der ferne Endabschnitt 132b relativ zum Ring 140 bewegt, ändert sich auch die Stelle des Antriebskontakts (auf dem Hebelarm 132) zwischen den beiden Komponenten. Genauer gesagt, kann ein kardanisches Gleitlager 140 eingesetzt werden, um den fernen Endabschnitt 132b des Hebelarms 132 und den Antriebsabschnitt 120 des bewegbaren Antriebsglieds 108 dynamisch zu koppeln.

Eine weitere, für das System geeignete Art von dynamischer Kupplung ist beispielsweise eine Baugruppe, die anstelle des kardanischen Rings 140a ein Paar paralleler, drehbarer Stifte verwendet. Die Stifte können auf einer Wiege gestützt werden, die die Stifte (ähnlich der Aktion des Rings 140a) schwingt während der Hebelarm durch sie hindurchgeleitet und die Stifte sich um ihre Längsachsen drehen, um das Dazwischendurchgleiten des Hebelarms zu erleichtern.

Noch eine weitere dynamische Kupplung ist in 5 mit dem Bezugszeichen 150 dargestellt. Sie umfasst eine Kombination aus Gleitstift 151 und Schlitz 152. Der Gleitstift 151 kann so angeordnet sein, dass er sich von der Seite des Antriebsglieds 108 in einer zur XX-Achse und zum Drehmomentelement 124 im Allgemeinen parallelen Richtung erstreckt. Der Schlitz 152 kann im fernen Endabschnitt 132b des Hebelarms 132 vorgesehen sein und so positioniert sein, dass er den Gleitstift 151 aufnimmt. Während sich das Antriebsglied 108 in YY-Richtung bewegt, geht das Antriebsglied 108 eine Antriebsverbindung mit dem Hebelarm 132 am Kontaktpunkt zwischen dem Stift 151 und dem Schlitz 152 ein, wodurch der Hebelarm 132 zu einer Drehbewegung veranlasst wird. Wie bei den vorstehend beschriebenen, geeigneten dynamischen Kupplungen bewegt sich der zwischen Stift 151 und Schlitz 152 des Hebelarms 132 gelegene Antriebskontaktpunkt, während sich das Antriebsglied 108 linear bewegt und der Hebelarm 132 eine Drehbewegung ausführt.

Bei noch einer weiteren Ausführungsform ist der Gleitstift 151 aus 5 zur Verringerung der Reibung zwischen dem Stift und dem Schlitz 152 mit einer Rolle versehen.

Neben der Stift-und-Schlitz-Konstruktion der dynamischen Kupplung 150 zeigt 5 auch Ausführungsformen von Teilen, die bereits mit Bezug auf die vorherigen 1 bis 4 identifiziert wurden. Darüber hinaus zeigt 5 auch optionale Klammern 136, die verhindern, dass das Drehmomentelement 124 in XX-Richtung durch die Lagerträger 126 hindurchgleitet, sowie eine schematische Montageschelle 137, die zur Montage des Solarpanels 106 am Drehmomentelement 124 verwendet werden kann.

Den vorstehend gezeigten bzw. beschriebenen dynamischen Kupplungen ist gemeinsam, dass das Antriebsglied 108 – genauer gesagt, der Antriebsabschnitt 120 – entlang des Hebelarms 132 verschiebbar in Richtung zum und vom nahen Ende desselben mit diesem verbunden ist, und eine relative Drehung des Hebelarms 132 und des Antriebsglieds 108 um eine parallel zur XX-Achse verlaufenden Achse erlaubt.

Das kardanische Gleitlager 140 koppelt das bewegbare Antriebsglied 108 – in der dargestellten Ausführungsform den Antriebsabschnitt 120 – dynamisch an den Hebelarm 132, so dass eine Bewegung des Antriebsglieds 108 den Hebelarm 132 zur Drehung des Drehmomentelements 124 um die XX-Achse veranlasst, jedoch während der Drehung Bewegungsfreiheit des Hebelarms 132 durch den Antriebsabschnitt 120 erlaubt. Darüber hinaus gewährleistet der Aufbau der dynamischen Kupplung 140, 150 und des Hebelarms 132, dass das auf das Drehmomentelement 124 aufgebrachte Drehmoment T variiert, während sich der Antriebsabschnitt 120 – und die dynamische Kupplung – zwischen den zwei linearen Ringlagern 138 (wie nachstehend näher beschrieben) hin- und herbewegt.

Während sich der Antriebsabschnitt 120 in 3 und 4 von links nach rechts (YY) bewegt, fährt der ferne Endabschnitt 132b des Hebelarms 132 nach unten durch den kardanischen Ring 140a, und der Punkt des Antriebskontakts bewegt sich durch den kardanischen Ring 140a auf dem Hebelarm 132 aufwärts. In gleicher Weise gleitet beim Verfahren des Antriebsabschnitts 120 in YY-Richtung in 5 der Gleitstift 151 (der den Punkt des Antriebskontakts definiert) durch die Schlitze 152 am fernen, vom Drehmomentelement 124 und seiner Drehachse (XX) abgewandten Ende 132b des Hebelarms 132.

In einer ersten extremen Position beginnend verursacht die lineare Bewegung des Antriebsabschnitts 120 zunächst eine Drehung des Drehmomentrohrs 124. Bei dieser anfänglichen Drehung ändert sich die effektive Länge des Hebelarms 132 (effektive Hebelarmlänge L) (während der ferne Abschnitt 132b relativ zur dynamischen Kupplung 140, 150 abwärts bis unter die horizontale Linie des Antriebsabschnitts 120 geführt wird). Dies verringert die Länge bzw. den Abstand zwischen dem Antriebsabschnitt 120 und dem Punkt der Anbringung an das Drehmomentelement 124. 3a zeigt die Komponenten einschließlich des kardanischen Rings auf halbem Weg durch die betreibbare Drehung, wobei die Reihe 104 in einer im Allgemeinen horizontalen Ausrichtung ausgerichtet sein kann. Der Rahmen 140c (im Antriebsabschnitt 120) ist die Hälfte des Wegs zwischen die linearen Gleitlager 138 hinuntergefahren, und die effektive Länge des Hebelarms 132 ist an einem Minimum. Nach diesem Punkt auf halber Wegstrecke beginnt sich der ferne Endabschnitt 132b aus dem kardanischen Ring 140 zurückzuziehen, wodurch er die effektive Länge L des Hebelarms 132 vergrößert.

Die effektive Länge L des Hebelarms 132 erreicht bei den Extremen, wenn die Ausrichtung des Solarpanels 106 beispielsweise bei 45° Ost oder 45° West liegt, das Maximum. Die effektive Hebelarmlänge L ist an den Extremen länger (beispielsweise, wenn die Drehung von 45° West nach 45° Ost gilt, ca. 41% länger) gegenüber ihrer Länge wenn der Hebelarm 132 vertikal ist (was dem halben Verfahrweg des kardanischen Ringlagers 140 zwischen den linearen Gleitlagern 138 entspricht). Die Änderung der effektiven Hebelarmlänge L ändert die zur Drehung des Drehmomentelements 124 benötigte Kraft F. Das am Drehmomentrohr 124 erzeugte Drehmoment T ist das Produkt der mittels Antriebsglied 108 am kardanischen Ring 140a (dynamischer Kontaktpunkt zwischen kardanischem Ring 140a und Hebelarm 132) auf den Hebelarm 132 ausgeübten Kraft F und der Entfernung bzw. Länge L zwischen diesem dynamischen Kontaktpunkt und dem Drehmomentrohr 124. Daher wird, durch Verlängerung der effektiven Hebelarmlänge (L) an den Extremen, die senkrechte Kraft (F), welche notwendig ist, um ein notwendiges Drehmoment (T) zu erzeugen, reduziert (T = F × L). 6 zeigt die Widerstandskräfte vom Hebelarm 132 an den Positionen der Komponenten, die denen in 3 entsprechen. Die horizontale Kraftkomponente F ist die vom Antriebsglied 108 über den Ring 140a ausgeübte Widerstandskraft.

Um ein konstantes Drehmoment zu erhalten wird die an den Extremen auf die dynamische Kupplung ausgeübte Kraft reduziert (zum Beispiel, wenn 45° Ost oder West als Extreme gelten, um ca. 30%) gegenüber der Kraft, die ausgeübt wird, wenn der Hebelarm 132 sich in der vertikalen bzw. minimal effektiven Hebelarmposition befindet. Zusätzlich reduziert die dynamische Kupplung die auf den Antriebsmechanismus 118 ausgeübte Kraft dadurch weiter, dass ein Teil der über das Drehmoment induzierten Hebelarmlast auf die Querträger 148 und sodann auf die Fundamente 114 übertragen wird.

Wenn z.B. die vom Hebelarm 132 ausgehende Antriebskraft an der 45°-Position, wie in 6 dargestellt, zerlegt wird, ergibt sich eine vertikale Komponente der Widerstandskraft (Fv = Fusin 45°). Diese Kraft Fv wird auf die linearen Gleitlager 138 und damit auf die Querträger 148 übertragen. Die horizontale Komponente der Kraft (Fh) wird entlang der horizontalen Achse auf den Antriebsmechanismus 118 übertragen, ihre Größe ist jedoch gegenüber der Antriebskraft um ca. 30% reduziert (FV = –Fucos 45° bzw. 0,707 F). Bei Berücksichtigung dieser beiden Merkmale kann die insgesamt gegen den Antriebsmechanismus 118 und/oder Antriebsglied 108 aufgebrachten Kraft um ca. 50% reduziert werden. Eine Reduktion dieser Art, 50% wie für dieses Beispiel berechnet, wird im Vergleich der Erfindung mit Systemen, die eine feste, konstanten Drehmomentbedingungen ausgesetzte Hebelarmlänge verwenden, bei jeder der dynamischen Kupplungen erreicht.

Ausführungsformen der Erfindung, welche dynamische Kupplungen gemäß dem Vorstehenden verwenden, profitieren nicht nur von einer Reduktion der Kraft, sondern weisen auch andere Vorteile auf. Zu den anderen Vorteilen gehört, dass eine dynamische Kupplung eine robuste Montage des Antriebsmechanismus 118 ermöglicht, da sie nur eine ausschließlich lineare Bewegung an das Antriebsglied 108 weitergeben muss.

Es wird nachvollziehbar sein, dass die vorstehend unter Bezug auf 3a und 6 und eine dynamische Kupplung in der einen kardanischen Ring 140a umfassenden Form dargelegten Grundsätze auch für andere Arten von gleitenden dynamischen Kupplungen gelten, einschließlich der vorstehend offenbarten, wie z.B. die Ausführungsformen, welche die Stift-und-Schlitz-Konstruktion umfassen.

Bei bevorzugten Ausführungsformen gehört zum Trackerantriebssystem 112 der Antriebsmechanismus 118, das bewegbare Antriebsglied 108, das kardanische Ringlager 140 oder andere dynamische Kupplungen, der Hebelarm 132, das Drehmomentelement 124, sowie Unterkomponenten der genannten Komponenten. Bei bevorzugten Ausführungsformen gehören zum Trackerantriebssystem 112 außerdem ein Hauptprozessor 170 zum Betrieb des Stellglieds 118 im Verlauf des Tages. Ein solcher Hauptprozessor oder andere Regler sind allgemein bekannt und können von einem Fachmann nach Lektüre der vorliegenden Beschreibung bzw. Betrachtung der beigefügten Zeichnungen in das vorstehend beschriebene System eingebaut werden.

Die Anordnung 102 von Reihen 104 von Solarpanels 106 kann von einem einzigen Antriebsmechanismus angetrieben werden. Die horizontalen Antriebsglieder 108 können rohrförmig sein und können über dynamische Kupplungen mit jedem der verschiedenen Hebelarme 132 verbunden sein. Bei weitern Ausführungsformen können zwei oder mehr Antriebsmechanismen bestimmten Reihen von Solarpanels fest zugeordnet sein.

Das Trackerantriebssystem kann ein oder mehrere Solarpanels, die über den Tag gemäß der Position der Sonne relativ zur Erde gedreht werden, stützen und antreiben. Die Solarpanels können beispielsweise Photovoltaikzellen oder Heizvorrichtungen sein, die ausgelegt sind, Strahlung der Sonne zu absorbieren. Die Solarpanels werden bevorzugt gedreht um eine im Allgemeinen nord-südliche Achse von einer mittäglichen, im Allgemeinen nach Osten zeigenden Ausrichtung zu einer mittäglichen, im Allgemeinen horizontalen Ausrichtung, und zu einer im Allgemeinen nach Westen zeigenden Ausrichtung am Ende des Tages. Auf dies Weise bietet das System, während sich die Sonne im Verlauf des Tages von Osten nach Westen bewegt, der Sonne eine direktere Fläche der Solarpanels. Dies ermöglicht, wie vorstehend beschrieben, eine effizientere und effektivere Absorption der elektromagnetischen Strahlung durch die Solarpanels.

Zu weiteren Vorzügen und Vorteilen einiger Ausführungsformen der Erfindung gehört, dass ein fest zugewiesenes Fundament für den Antrieb nicht erforderlich ist. Dies erleichtert den Bau und die Planung und reduziert, zu einem gewissen Grad, die Anzahl der vom System benötigten Komponenten.

Die vorstehende Beschreibung der vorliegenden Erfindung wird zu Illustrations- und Beschreibungszwecken vorgestellt. Es sei angemerkt, dass die Beschreibung nicht dazu gedacht ist, die Erfindung auf die verschiedenen, vorstehend offengelegten Vorrichtungen und Verfahren zu beschränken. Verschiedene Aspekte der beschriebenen Erfindung können auf andere Arten von Trackerantriebssystemen, einschließlich ein- und mehrachsiger Antriebssysteme, sowie auf andere Arten von Solarenergiekollektorsystemen bzw. andere drehbare Trackingsysteme anwendbar sein. So kann beispielsweise die erfindungsgemäße Installation der dynamischen Kupplung und/oder des lineare Stellglieds zur Drehung von anderen Geräten als Solarpanels verwendet werden.

Darüber hinaus ist die Erfindung nicht beschränkt auf die Verwendung von Solarpanels mit geradem Querschnitt, sondern kann auch einen gekrümmten Querschnitt wie beispielsweise einen parabelförmigen Querschnitt haben.

Darüber hinaus wird erwogen, dass die Vorrichtung und Systeme unterschiedliche Anordnungen haben können und einen oder mehrere der verschiedenen Aspekte der Erfindung verwenden. So kann die dynamische Kupplung beispielweise zusammen mit einer anderen als einer gestützten und zwischen den Fundamenten der Solarpanels angeordneten Antriebsmechanismusinstallation verwendet werden. Des weiteren können andere Antriebsmechanismen und Stellglieder Verwendung finden. Derartige Varianten sind für den Fachmann auf dem Gebiet der Mechanik oder auf anderem Gebiet offensichtlich und werden mit der vorliegenden Offenbarung vorgelegt. Dementsprechend liegen die einer der vorgenannten Lehren, Fähigkeiten und dem Wissen entsprechenden Varianten und Modifizierungen im Umfang der vorliegenden Erfindung. Die hier beschriebenen und illustrierten Ausführungsformen sind darüber hinaus dazu gedacht, die besten Formen der Ausübung der Erfindung zu erläutern, und anderen Fachleuten die Verwendung der Erfindung und weitere Ausführungsformen und mit verschiedenen, von der jeweiligen Anwendung oder den Verwendungen der vorliegenden Erfindung benötigten Modifizierungen zu ermöglichen.

Zusammenfassung

Es wird ein Trackerantriebssystem zum Drehantreiben eines oder mehrerer Objekte, beispielweise Solarpanel oder anderer Ausrüstung, bereit gestellt. Das System umfasst ein zur Drehung um eine im Allgemeinen horizontale Achse angeordnetes Drehmomentelement, wobei das Drehmomentelement ein oder mehrere Objekte zur Drehung damit um die im Allgemeinen horizontale Achse stützen kann; einen mit dem Drehmomentelement verbundenen Hebelarm, wobei der Hebelarm zum Drehen des Drehmomentelements bewegbar ist; ein bewegbares Antriebesglied, das von einem Antriebsmechanismus antreibbar ist; und eine dynamische Kupplung, die das Antriebsglied mit dem Hebelarm koppelt, so dass der Hebelarm durch das Antriebsglied zum Drehen des Drehmomentelements antreibbar ist.


Anspruch[de]
Trackerantriebssystem zum Drehantreiben eines oder mehrerer Objekte, umfassend:

– ein zur Drehung um eine Achse angeordnetes Drehmomentelement, wobei das Drehmomentelement das eine Objekt oder die mehreren Objekte zur Drehung damit um die genannte Achse stützen kann;

– einen mit dem Drehmomentelement verbundenen Hebelarm, wobei der Hebelarm zum Drehen des Drehmomentelements bewegbar ist;

– ein bewegbares Antriebsglied, das von einem Antriebsmechanismus antreibbar ist;

– eine dynamische Kupplung, die das Antriebsglied mit dem Hebelarm koppelt, so dass der Hebelarm zur Drehung des Drehmomentelements durch das Antriebsglied antreibbar ist.
System nach Anspruch 1, darüber hinaus umfassend einen Antriebsmechanismus zum Antreiben des Antriebsglieds in eine Antriebsverbindung mit dem Hebelarm, wobei der Antriebsmechanismus ein lineares Stellglied einschließt. System nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Antriebsglied entlang eines linearen Wegs bewegbar ist und der Hebelarm über einen entsprechenden angularen Weg bewegbar ist. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die dynamische Kupplung einen Translationsfreiheitsgrad zusätzlich zum Rotationsfreiheitsgrad des Antriebsglieds relativ zum Hebelarm System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die dynamische Kupplung das Antriebsglied mit dem Hebelarm an einem gemeinsamem Punkt koppelt, der in einer Richtung entlang des Hebelarms bewegbar ist. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Hebelarm ein mit dem Drehmomentelement fest verbundenes nahes Ende und ein mit der dynamischen Kupplung kooperierendes fernes Ende aufweist, wobei der Hebelarm dynamisch so an die dynamische Kupplung gekoppelt ist, dass sich eine effektive Hebelarmlänge, gemessen als die Distanz zwischen dem nahen Ende und einem Ort des Antriebskontakts zwischen der dynamischen Kupplung und dem Hebelarm, verändert, während der Hebelarm zum Drehen des Drehmomentelements bewegt wird. System nach Anspruch 6, wobei das Antriebsglied entlang eines linearen Wegs bewegbar ist und der Hebelarm über einen entsprechenden angularen Weg bewegbar ist, wobei die dynamische Kupplung und der Hebelarm so aufgebaut sind, dass die effektive Hebelarmlänge minimal ist, wenn der Hebelarm senkrecht zum linearen Weg ausgerichtet ist. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin einen Antriebsmechanismus umfassend, der zum Antrieb des Antriebsglieds in eine Antriebsverbindung mit dem Hebelarm betreibbar ist, und bei dem ein oder mehrere Objekte auf einem Fundament gestützt sind, welches ebenfalls den Antriebsmechanismus stützt. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das eine oder die mehreren Objekte einen ersten Satz von einem oder mehreren Objekten ausbilden, und das System weiterhin folgendes umfasst:

– ein zur Drehung um eine zweite Achse parallel zur erstgenannten Achse angeordnetes zweites Drehmomentelement, wobei das zweite Drehmomentelement einen zweiten Satz von einem oder mehreren Objekten zur Drehung damit stützt;

– einen mit dem zweiten Drehmomentelement verbundenen zweiten Hebelarm, wobei der zweite Hebelarm zum Drehen des zweiten Drehmomentelements bewegbar ist; und

– eine zweite dynamische Kupplung, die das Antriebsglied mit dem zweiten Hebelarm koppelt, so dass der zweite Hebelarm zur Drehung des zweiten Drehmomentelements durch das Antriebsglied antreibbar ist.
System nach Anspruch 9, wobei das Antriebsglied mit sowohl dem ersten als auch dem zweiten Hebelarm gekoppelt ist, so dass die lineare Bewegung des Antriebsglieds ein Drehen des ersten und zweiten Drehmomentelements und des ersten und zweiten Satzes eines oder mehrerer Objekte im Einklang veranlasst. System nach Anspruch 9 oder 10, weiterhin umfassend:

– einen Antriebsmechanismus, der zum Antrieb des Antriebsglieds in eine Antriebsverbindung mit den Hebelarmen betreibbar ist;

– erste und zweite Fundamente, wobei der erste Satz von einem oder mehreren Objekten auf dem ersten Fundament abgestützt ist, und der zweite Satz von einem oder mehreren Objekten auf dem zweiten Fundament abgestützt ist;

– wobei das erste und zweite Fundament auch den Antriebsmechanismus abstützen.
System nach Anspruch 11, welches des Weiteren einen Stützträger umfasst, der auf dem ersten und zweiten Fundament abgestützt ist, wobei der Antriebsmechanismus auf dem Stützträger abgestützt ist, so dass eine durch den Antriebsmechanismus aufgebrachte Last im Wesentlichen auf das erste und zweite Fundament übertragen wird. System nach einem der Ansprüche 9 bis 12, wobei der erste Satz von einem oder mehreren Objekten Solarpanels umfasst, die in einer ersten Reihe angeordnet sind, und der zweite Satz von einem oder mehreren Objekten Solarpanel umfasst, die in einer zweiten Reihe angeordnet sind. System nach einem der Ansprüche 9 bis 13, weiterhin umfassend:

– ein erstes Fundament, das so angeordnet ist, dass es die Last des ersten Satzes von einem oder mehreren Objekten im Wesentlichen aufnimmt;

– ein zweites Fundament, das so angeordnet ist, dass es die Last des zweiten Satzes von einem oder mehreren Objekten im Wesentlichen aufnimmt;

– wobei der Antriebsmechanismus so angebracht ist, dass er vom ersten und/oder zweiten Fundament abgestützt wird.
System nach Anspruch 14, wobei der Antriebsmechanismus ein lineares Stellglied ist, und das System weiterhin folgendes umfasst:

– einen auf dem ersten und zweiten Fundament abgestützten Stützträger;

– wobei das lineare Stellglied so auf dem Stützträger abgestützt wird, dass die von dem Antriebsmechanismus ausgehenden Lasten auf das erste und zweite Fundament übertragen werden.
Solarenergiekollektorsystem, dass ein Trackersystem nach einem der vorstehenden Ansprüche umfasst.






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