Die Erfindung betrifft einen Druckbleistift mit versenkbarer Mine.
Darunter ist ein Schreibgerät zu verstehen, bei dem eine Bleistiftmine in einem
aus der Spitze des Druckbleistifts herausstehenden Minenröhrchen geführt
ist und durch Druck auf eine Schreibunterlage zum einen die Mine in das Minenröhrchen
und zum anderen das Minenröhrchen samt der sich darin befindlichen Bleistiftmine
in die Spitze des Druckbleistifts versenkbar ist. Das Minenröhrchen ist also
zwischen einer Schreibstellung, in der es aus der Spitze des Druckbleistifts hervorsteht,
und einer Ruhestellung, in der es vollständig in die Spitze zurückgezogen
ist, bewegbar.
Das Minenröhrchen ist Teil einer Halteeinrichtung für die
Bleistiftmine. Diese Halteeinrichtung liegt in einem Führungskanal innerhalb
der Druckbleistiftspitze ein und ist dort zwischen den genannten Raststellungen
hin- und herbewegbar. Die Halteeinrichtung wirkt dabei mit der Innenwandung des
Führungskanals in der Druckbleistiftspitze im Sinne einer Gleitpaarung zusammen.
Weitere Vorteile und Einzelheiten gehen aus der nun folgenden Beschreibung
und den beigefügten Zeichnungen hervor. Es zeigen:
1 in Längsschnittdarstellung die Spitze eines
erfindungsgemäßen Druckbleistiftes, bei der sich die Halteeinrichtung
und das damit verbundene Minenröhrchen in der Schreibstellung befinden,
2 einen Druckbleistift nach 1
in Längsschnittdarstellung, bei dem sich Halteeinrichtung und Minenröhrchen
in der eingezogenen Ruhestellung befinden,
3 einen Längsschnitt einer Gleithülse in
Richtung der Mittellängsachse des Druckbleistifts,
4 eine Seitenansicht einer Gleithülse in Richtung
des Pfeiles IV in 3,
5 eine Draufsicht auf die Stirnseite einer Gleithülse
in Richtung des Pfeiles V in 3,
6 eine Längsschnittdarstellung des Spitzenbereiches
einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Druckbleistiftes,
bei dem sich Halteeinrichtung und Minenröhrchen in der ausgefahrenen
Schreibstellung befinden,
7 eine Seitenansicht der Gleithülse eines Druckbleistiftes
gemäß 6,
8 eine Längsschnittdarstellung der Gleithülse
gemäß 7 entlang der Linie VIII-VIII in
9,
9 eine Draufsicht auf die spitzenseitige Stirnseite
der Gleithülse in Richtung des Pfeiles IX in 8,
10 eine Draufsicht auf die schaftseitige Stirnseite
der Gleithülse in Richtung des Pfeiles X in 8,
11 den Spitzenbereich eines erfindungsgemäßen
Druckbleistiftes gemäß 6 in Längsschnittdarstellung,
in der auch der Vorschubmechanismus für die Bleistiftmine dargestellt ist,
12 eine Seitenansicht einer Gleithülsen-Halbschale,
13 die Halteeinrichtung eines erfindungsgemäßen
Druckbleistiftes in Längsschnittdarsteilung, und
14 eine schematische Darstellung, die das Zusammenwirken
von Halteeinrichtung und Gleitflächen zeigt.
In 1 ist die Spitze 1 eines
Druckbleistiftes dargestellt. Die Spitze 1 ist ein rotationssymmetrisches
Teil, das sich in zwei Hauptabschnitte gliedert. Der eine Abschnitt bildet die Basis
der Spitze 1 und ist im wesentlichen ein zylindrisches Teil mit einem schaftseitigen
Endabschnitt kleineren Durchmessers. Dieser Endabschnitt ist zur Verbindung mit
einem Schaft 11 mit einem Außengewinde 4 versehen. Der zweite
Hauptabschnitt schließt sich an den Basisbereich an und ist nach Art eines
sich in Richtung des Vorderendes der Spitze 1 verjüngenden Konus ausgebildet.
Die Spitze 1 ist von einer Durchgangsöffnung 2 durchzogen.
Diese Durchgangsöffnung 2 bildet im vorderen Bereich der Spitze einen
Führungskanal 6. In diesem Führungskanal 6 liegt eine
Halteeinrichtung 7 ein und ist dort in Richtung der Mittellängsachse
3 des Druckbleistiftes zwischen einer Schreibstellung und einer Ruhestellung
beweglich geführt. In der Schreibstellung steht ein von der Halteeinrichtung
7 gehaltenes Minenröhrchen 10 aus dem Vorderende
9 der Spitze 1 heraus. In der Ruhestellung ist es dagegen vollständig
innerhalb der Spitze 1 nämlich im Führungskanal 6, angeordnet.
Sowohl der Führungskanal 6 bzw. die Durchgangsöffnung
2 als auch die Halteeinrichtung 7 sind im Querschnitt kreisrund
ausgestaltet.
Die Halteeinrichtung ist im wesentlichen ein zylinderförmiges
Teil. Es ist koaxial zur Mittellängsachse 3 des Druckbleistifts angeordnet,
mit anderen Worten, seine Mittellängsachse wird von der Mittellängsachse
3 gebildet. Die Halteeinrichtung 7 ist von einer zentralen Aufnahmebohrung
8 durchzogen In dieser Aufnahmebohrung 8 liegt im gebrauchsfertigen
Zustand des Druckbleistiftes eine Bleistiftmine 5 (1)
ein. Das dem Vorderende 9 zugewandte, also spitzenwärts zeigende Ende
der Halteeinrichtung 7 trägt ein zentral angeordnetes bzw. koaxial
zur Mittellängsachse 3 ausgerichtetes Minenröhrchen. Der Innendurchmesser
des Minenröhrchens entspricht dem der Aufnahmebohrung 8. Beide Durchmesser
sind derart bemessen, daß eine Bieistiftmine 5 sowohl in der Aufnahmebohrung
8 als auch im Minenröhrchen 10 ohne größeren Kraftaufwand
längsaxial verschiebbar ist. Die dem Schaft 11 (11)
bzw. dem Hinterende 15 der Spitze 1 zugewandte Stirnfläche
12 der Halteeinrichtung 7 weist eine hohlzylinderförmige
Ausnehmung 16 auf (siehe auch 14). Zwischen
dieser Ausnehmung 16 und der Aufnahmebohrung 8 ist dadurch ein
ringförmiger Bereich angeordnet, der als Minenbremse dient. Er weist einen
radial nach innen gerichteten Ringvorsprung 17 auf und ist in längsaxialer
Richtung geschlitzt und dadurch in zwei Hälften geteilt. Diese beiden Hälften
umgeben die Bleistiftmine nach Art von Spannbacken 13. Die Spannbacken
13 sind, bedingt durch den Ringvorsprung 17, bei einliegender
Bleistiftmine 5 radial nach außen bzw. in Richtung der Ausnehmung
16 auseinandergebogen und halten aufgrund ihrer Eigenelastizität und
der dadurch bewirkten Rückstellkräfte die Bleistiftmine fest.
Der vordere Abschnitt 18 des Führungskanals
6 weist einen kleineren Durchmesser auf als der sich daran schaftwärts
anschließende Hinterabschnitt 19, in dem eine Gleithülse
20, 20a einliegt Der Vorderabschnitt des Führungskanals
6 dient als Aufnähmeraum 14 für die Halteeinrichtung
7 in ihrer Schreibstellung. Die Halteeinrichtung 7 liegt dabei
formschlüssig im Aufnahmeraum 14 ein, wodurch das Minenröhrchen
10 gegen seitliches Verschwenken gesichert ist.
Die Gleithülse 20, 20a ist ein aus Kunststoff
bestehendes rohrabschnittförmiges Teil, das an seinem schaftseitigen, also
dem Hinterende 15 der Spitze 1 bzw. dem Schaft 11 zugewandten
Ende einen radial über seinen Umfang hinausstehenden umlaufenden Formvorsprung
21 aufweist. Mit diesem Formvorsprung 21 liegt die Gleithülse
20, 20a in einer entsprechend geformten Fixierausnehmung
22 des Führungskanals 6 ein. Mit ihrer vorderen Stirnfläche
25 liegt die Gleithülse an einer radial ausgerichteten Ringschulter
23 an, mit der der Hinterabschnitt 19 in den Vorderabschnitt
18 des Führungskanals 6 übergeht.
Die Innenfläche 30 der Gleithülse 20,
20a ist als Gleitfläche 34, 63 ausgebildet und wirkt
mit einem Rastvorsprung 24 der Halteeinrichtung 7 im Sinne einer
Gleitpaarung bzw. -führung zusammen. Der Rastvorsprung 24 ist am hinteren
Ende der Halteeinrichtung angeordnet und steht radial über deren Umfang hinaus.
Er erstreckt sich in längsaxialer Richtung der Halteeinrichtung 7
bis zu deren hinteren Stirnfläche 12. Die Außenumfangsfläche
des Rastvorsprungs 24 ist auf der Hüllmantelfläche eines Zylinders
angeordnet und bildet eine mit der Gleitfläche 34, 63 zusammenwirkende
Gegengleitfläche 31. An die Gegengleitfläche 31 schließt
sich spitzenwärts eine in diese Richtung abfallende Schrägfläche
32 und daran wiederum eine in Radialrichtung verlaufende Ringschulter
33 an. Die Ringschulter 33 liegt in der Schreibstellung an der
Ringschulter 23 des Führungskanals 6 an.
Der mittlere Abschnitt der Innenfläche 30 der Gleithülse
20, 20a dient als Gleitfläche 34, 63. An
die Gleitfläche 34, 63 schließt sich spitzenwärts
und schaftwärts jeweils ein Bereich mit größerem Innendurchmesser
an. Der vordere Bereich bildet dabei eine erste Rastausnehmung 35 und der
hintere Bereich eine zweite Rastausnehmung 36, in die der Rastvorsprung
24 der Halteeinrichtung zu deren Fixierung in der Schreib- bzw. Ruhestellung
einrastbar ist. Der Übergang von der Rastausnehmung 35 einerseits
und der Rastausnehmung 36 andererseits zur Gleitfläche 34
wird durch eine erste Konusfläche 37, 69 und zweite Konusfläche
38, 70 gebildet.
Die Wand 39 der Gleithülse 20 (1
bis 5) ist von insgesamt drei, Fenster 40
bildenden Ausnehmungen durchbrochen. Wie insbesondere aus 3
und 4 hervorgeht, erstrecken sich die Fenster
40 in längsaxialer Richtung und sind so im mittleren Bereich der Gleithülse
20 angeordnet, daß an deren Enden jeweils ein in sich geschlossener
Ringbereich 45, 46 stehenbleibt und diese Ringbereiche
45, 46 durch Wandstege 47 miteinander verbunden sind.
Der Ringbereich 46 weist einen größeren Außendurchmesser
auf als der mittlere Abschnitt und der Ringbereich 45 der Gleithülse
20. Er bildet den Formvorsprung 21, der zur Lagefixierung der
Gleithülse 20 innerhalb des Führungskanals 6, wie bereits
gesagt, in die Fixierausnehmung 22 eingreift.
In der im Montagezustand schaftseitigen Stirnseite der Gleithülse
20, 20a sind drei schlitzförmige, mit gleichmäßigem
Umfangsabstand zueinander angeordnete Montageausnehmungen 48 vorhanden.
Die Montageausnehmungen 48 erstrecken sich in längsaxialer Richtung
in die Wand 39 der Gleithülse 20, 20a hinein und
bewirken, daß der Ringbereich 46 der Gleithülse 20,
20a, der einen größeren Außendurchmesser aufweist als dies
dem Innendurchmesser der Durchgangsöffnung 2 im schaftnahen Bereich
der Spitze 1 entspricht, zur erleichterten Einführung der Montage
zusammendrückbar ist.
In 11 ist der Spitzenbereich eines Druckbleistiftes
im Montagezustand dargestellt. Wie daraus ersichtlich ist, ist die Spitze
1 mit dem Schaft 11 verschraubt. Der Betätigungsmechanismus
des Druckbleistiftes ist innerhalb des Schaftes angeordnet und ist auf übliche
Art und Weise von einem am Hinterende des Druckbleistiftes angeordneten Betätigungsknopf
(nicht dargestellt) auslösbar. Der Betätigungsmechanismus besteht im wesentlichen
aus einer Spannzange 50, die koaxial zur Mittellängsachse
3 angeordnet ist Das spitzenwärtige Ende der Spannzange
50 wird von drei nach Art der Spannbacken eines Bohrerspannfutters angeordneten
Spannbacken 51 gebildet Die Spannzange 50 ist im nicht betätigten
Zustand des Druckbleistiftes durch eine Feder 56 in Richtung des Schaftes
11 beaufschlagt. Die Spannbacken 51 werden dabei mit zum Schaft
11 hin schräg abfallenden Keilflächen 52 gegen den Öffnungsrand
53 einer die Spannbacken 51 umfassenden Klemmhülse
54 gedrückt. Eine sich innerhalb der Spannzange 50 bzw. den
Spannbacken 51 befindliche Bleistiftmine 5 ist auf diese Weise
festgeklemmt.
Die Funktionsweise eines erfindungsgemäßen Druckbleistiftes
wird nun im folgenden näher erläutert: In der in 1
dargestellten Situation befindet sich die Haltevorrichtung 7 bzw. das Minenröhrchen
10 mit einer sich darin befindlichen Bleistiftmine 5 in der Schreibstellung.
Das bedeutet, daß das Minenröhrchen 10 und die Bleistiftmine
S aus dem Vorderende 9 der Spitze 1 herausstehen. Bei Nichtgebrauch
des Druckbleistiftes soll das Minenröhrchen 10 bzw. die Bleistiftmine
5 in eine Ruhestellung gebracht werden können, bei der sie vollständig
innerhalb der Spitze, also in der sich darin befindlichen Durchgangsöffnung
2, angeordnet sind. Dazu ist zunächst der Betätigungsknopf (nicht
dargestellt) am Hinterende des Druckbleistiftes zu betätigen. Die Spannzange
50 bewegt sich dabei entgegen der Federwirkung der Feder 56 in
Ausfahrrichtung 64. Die Keilflächen 52 der Spannbacken
51 entfernen sich dabei von dem Öffnungsrand 53 der Klemmhülse
54 und geben die Bleistiftmine 5 frei. Diese ist dann nur noch
durch die Klemmwirkung der Minenbremse (13 + 16 + 17) mit geringer Kraft in längsaxialer
Richtung fixiert.
Wird in dieser Stellung der Spannzange 50 der Druckbleistift
mit der Bleistiftmine 5 voraus auf eine Schreibunterlage gedrückt,
wird zunächst die Bleistiftmine 5 in das Minenröhrchen
10 hineingeschoben. Sodann steht der Druckbleistift mit dem Minenröhrchen
10 auf der Schreibunterlage auf. Damit auch das Minenröhrchen vollständig
in die Spitze 1 hineinversenkt werden kann, muß die Halteeinrichtung
7 mit ihrem Rastvorsprung 24 aus der ersten Rastausnehmung
35 heraus- und in die Gleitfläche 34 der Gleithülse
20 hineinverschoben werden. Dabei gleitet der Rastvorsprung
24 mit einer von der Gegengleitfläche 31 und der Stirnfläche
12 der Halteeinrichtung 7 gebildeten Ringkante 60 in
Einfahrtrichtung 61 auf die nach Art einer Schrägschulter ausgebildete
erste Konusfläche 37 auf. Hierzu ist eine relativ hohe Initialkraft
von etwa 5 bis 6,6 N notwendig. Als Folge der Einfahrbewegung weichen die Wandstege
47 in Ausweitrichtung 62 radial nach außen. Der Rastvorsprung
kann dann auf die Gleitfläche 34 bzw. die Gleitfläche
63 (im Falle der Gleithülse 20a gem. 6
bis 11) aufgleiten.
Um die Halteeinrichtung 7 weiter in Richtung auf die zweite
Rastausnehmung 36 voranzuschieben, braucht das Minenröhrchen
10 nur mit einer im Vergleich zur Initialkraft geringen Kraft auf die Unterlage
gedrückt zu werden. Am Ende der Einfahrbewegung schnappt der Rastvorsprung
24 in die zweite Rastausnehmung 36 ein. Das Einschnappen wird
dadurch unterstützt, daß in dieser letzten Bewegungsphase die zweite Konusfläche
38 mit der Schrägfläche 32 des Rastvorsprunges nach
Art eines Keilgetriebes zusammenwirkt und dabei die Haltevorrichtung 7
in Einfahrrichtung 61 vorangetrieben wird.
Die auf die geschilderte Art und Weise erreichte Ruhestellung entspricht
der in 2 dargestellten Situation. Um die Halteeinrichtung
7 und das mit ihr verbundene Minenröhrchen 10 wieder in die
ausgefahrene Schreibstellung zu bringen, muß der Betätigungsknopf (nicht
dargestellt) am Hinterende des Schaftes 11 erneut betätigt werden.
Die dadurch in Ausfahrrichtung 64 bewegte Spannzange 50 (11)
stößt dabei an die Stirnfläche 12 der Halteeinrichtung
7 an. Durch weitere Kraftaufwendung in Ausfahrrichtung 64 werden
die Wandstege 47 (bzw. die keine Fenster aufweisende Wand 39 im
Falle der Gleithülse 20a (6 bis
12) radial nach außen gedrückt, indem die
erste Konusfläche 38 mit der Schrägfläche 32 des
Rastvorsprunges 24 zusammenwirkt. Das radiale Auseinanderweichen der Wandstege
47 wird dadurch ermöglicht, daß zwischen der Innenwandung des
Führungskanals und dem Außenumfang der Gleithülse 20,
20a ein Ringspalt 59 vorhanden ist Der dabei zu überwindende
Widerstand ist im Falle des Ausführungsbeispiels gem. 1
bis 5 deshalb geringer als die Initialkraft in Einfahrrichtung
61, da hier nicht eine scharfe Kante, nämlich die Ringkante
60 mit einer Schrägfläche, sondern zwei Schrägflächen
(Konusfläche 38 und Schrägfläche 32) mit entsprechend
geringerem Flächendruck zusammenwirken.
In den 6 bis 11
ist ein Ausführungsbeispiel eines Druckbleistiftes dargestellt, bei dem die
zweite Konusfläche 70 wesentlich flacher verläuft als die erste
Konusfläche 69.
Diese Ausgestaltung hat folgenden Effekt: Wenn ausgehend von der in
6 dargestellten Situation das Minenröhrchen
10 durch Druck auf eine Schreibunterlage in Einfahrrichtung 61
beaufschlagt wird, bewegt sich die Halteeinrichtung 7 mit ihrem Rastvorsprung
24 aus der ersten Rastausnehmung 35 heraus. Der Rastvorsprung
gelangt dann mit seiner Gegengleitfläche 31 auf den parallel zur Mittellängsachse
3 verlaufenden Mittelbereich der Gleitfläche 63. Die Wand
39 der Gleithülse 20a ist in ihrer Stärke so bemessen,
daß sie dabei in Ausweltrichtung 62 radial nach außen in den
Ringspalt 59 hinein aufgeweitet werden kann. Aufgrund elastischer Rückstellkräfte
beaufschlagt sie den Rastvorsprung 24 mit einer Kraftkomponente in Rückstellrichtung
66. Daraus resultiert eine Kraftkomponente in Einfahrrichtung
61, welche die zum Zurückschieben bzw. Einfahren des Mineneröhrchens
10 nötige Kraft etwas verringert. Nachdem der Rastvorsprung
24 aus der ersten Rastausnehmung 35 herausbewegt ist, kann die
Halteeinrichtung 7 mit verminderten Kraftaufwand bis in ihre Ruhestellung
verschoben werden. Der Rastvorsprung 24 gelangt dabei in die zweite Rastausnehmung,
ohne daß dabei ein Einrasten, etwa durch ein Klicken, vernehm- oder spürbar
wäre. In der umgekehrten Richtung, also um das Minenröhrchen in seine
Schreibstellung zu bewegen, ist aufgrund des flachen Anstiegs der zweiten Konusfläche
70 kein merklicher Anfangswiderstand zu überwinden, es ist vielmehr
ein praktisch gleichmäßiger Kraftaufwand nötig, um die Halteeinrichtung
7 bis zur ersten Konusfläche 69 voranzuschieben. Dann rastet
die Halteeinrichtung 7 selbsttätig mit ihrem Rastvorsprung
24 in die erste Rastausnehmung 35 mit einem deutlich hörbaren
Einrastgeräusch ein. Der Druckbleistift ist dann schreibbereit.
Sowohl die Gleithülse 20 der Ausführungsform gem.
1–5 als auch die
Gleithülse 20a der Ausführungsform gem. 6–11
sind so ausgestaltet, daß nicht ihre gesamte Innenfläche 30,
sondern nur jeweils drei Innenumfangssegmente die Gleitführung für die
Halteeinrichtung 7 bilden. Jedem Innenumfangssegment ist ein Gleitflächensegment
34a, 34b, 34c bzw. 63a, 63b,
63c zugeordnet. Diese Gleitflächensegmente 34a, b, c und
63a, b, c bilden zusammen die Gleitfläche 34 bzw.
63. Der sich aus dieser Ausgestaltung ergebende Vorteil wird nun im folgenden
erläutert: Wenn die Gleitfläche 34 bzw. 63 nicht in
Segmente unterteilt ist sondern von der gesamten Innenfläche 30 der
Gleithülse 20, 20a gebildet wird, würde sie nur dann
in vollem Flächenkontakt mit der entsprechenden Gegengleitfläche
31 des Rastvorsprunges 24 stehen, wenn beide Wirkflächen,
im Querschnitt gesehen, einen von der idealen Kreisform praktisch nicht abweichenden
Kurvenverlauf hätten. Aufgrund von Fertigungstoleranzen bzw. -ungenauigkeiten
wird dies in den seltensten Fällen zu erreichen sein. Es kann beispielsweise
sein, daß die Gegengleitfläche 31 zwar kreisförmig ist,
die Gleitfläche 34, 63 jedoch von der Kreisform abweicht
und etwa oval verläuft. Dann würde der Rastvorsprung
nur mit zwei mehr oder weniger punktförmigen Bereichen mit der Gleitfläche
34 in Berührung stehen. Bedingt durch die oben erwähnte radiale
Aufweitung der Gleithülsenwand 39 und die dadurch hervorgerufenen
Rückstellkräfte wird die Gleitfläche 34, 63 gegen
den Rastvorsprung 24 gedrückt. Wenn nun – wie oben geschildert
– der Rastvorsprung nur an zwei punktförmigen Stellen mit der Gleithülse
in Verbindung steht, ist an diesen Stellen die Flächenpressung entsprechend
hoch. Entsprechend hoch sind die bei der Bewegung der Halteeinrichtung auftretenden
Reibungskräfte und damit der abriebbedingte Verschleiß der miteinander
in Reibkontakt stehenden Teile.
Wird jedoch die Gleitfläche erfindungsgemäß in drei
Gleitflächensegmente 34a, b, c und 63a, b, c unterteilt,
so entsteht, wenn sich die Halteeinrichtung 7 in der Gleithülse
20, 20a zwischen den Rastausnehmungen 35 und
36 befindet, eine in 14 schematisch dargestellte
Situation. Bei der durch den Rastvorsprung 24 hervorgerufenen radial nach
außen gerichteten Aufweitung der Gleithülse 20, 20a
wird der Krümmungsradius der Gleitflächensegmente 34a, b, c und
63a, b, c praktisch nicht vergrößert Dies liegt daran, daß
im Falle der Gleithülse 20a die den genannten Gleitflächensegmente
zugeordneten Wandbereiche eine größere Dicke aufweisen als die zwischen
den Gleitflächensegmenten angeordneten Wandbereiche. Die Aufweitung der Gleithülse
20a ist daher hauptsächlich durch eine Dehnung der Zwischenwandbereiche
bedingt. Im Falle der Gleithülse 20 liegt dies daran, daß anstelle
der Zwischenwandbereiche Fenster 40 vorhanden sind. Die Gleitflächensegmente
34a, b, c und 63a, b, c stehen daher aufgrund ihres kleineren
Krümmungsradius nur mit ihren Randbereichen an den in 14
mit den Bezugszeichen 71–76 gekennzeichneten Berührungsstellen
in Kontakt mit der Gegengleitfläche 31. Durch die erfindungsgemäße
Ausgestaltung der Gleithülsen 20, 20a ist somit gewährleistet,
daß die Gleitfläche 34, 63 an wenigstens sechs Punkten
mit der Gegen-Gleitfläche 31 des Rastvorsprungs 24 in Kontakt
steht. Die von der im ausgeweiteten Zustand der Gleithülse 20,
20a auf den Rastvorsprung 24 ausgeübte Flächenpressung
ist dadurch entsprechend verringert. Die Folge ist eine erhöhte Lebensdauer
des erfindungsgemäßen Druckbleistiftes.