| Dokumentenidentifikation |
DE202006004399U1 30.08.2007 |
| Titel |
Fluidarmatur mit Farbgebungseinrichtung |
| Anmelder |
Bolderheij, Fok Cornelis, Hilversum, NL |
| Vertreter |
Ernicke & Ernicke, 86153 Augsburg |
| DE-Aktenzeichen |
202006004399 |
| Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) |
30.08.2007 |
| Registration date |
26.07.2007 |
| Application date from patent application |
17.03.2006 |
| IPC-Hauptklasse |
F21S 10/02(2006.01)A, F, I, 20060317, B, H, DE
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| IPC-Nebenklasse |
E03C 1/05(2006.01)A, L, I, 20060317, B, H, DE
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Fluidarmatur zum Abgeben von ein oder
mehreren Fluiden mit den Merkmalen im Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Eine solche Fluidarmatur ist in Form einer sogenannten Multifunktionsarmatur
aus der WO 2004/001142 A1 bekannt. Sie besteht aus einer Auslaufarmatur für
ein oder mehrere, ggf. in ihrem Zustand veränderliche Fluide, einer Sensoreinrichtung,
einer Versorgungseinrichtung für das oder die Fluid(e), einer Anzeige und einer
Steuerung. Eine ähnliche Multifunktionsarmatur ist aus der DE
199 27 230 A1 bekannt.
Die Anzeige ist in diesen Fällen eine optische Anzeige, die zum
Bediener hin gerichtet ist und die durch Zahlen, Symbole oder dergl. Auskünfte
über das gewählte Fluid, eine Bedienungsanleitung etc. gibt.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Fluidabgabetechnik
aufzuzeigen.
Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen im Hauptanspruch.
Die Einfärbung des Fluids bei der Abgabe kann verschiedene Effekte
haben. Neben einem dekorativen und verkaufsförderndem Effekt ergibt sich eine
hygienefördernde Motivationswirkung zur Benutzung der Fluidarmatur, bei der
es sich z.B. um einen Wasserhahn an einem Waschbecken, eine Dusche oder dergl. handeln
kann. Darüber hinaus können mit der Einfärbung Informationen an den
Benutzer über die Eigenschaft und/oder den Zustand des Fluids übermittelt
werden. Dies ermöglicht auch eine optische Fernkontrolle. Für diese Zwecke
ist es günstig, wenn die Einfärbung veränderlich ist, was z.B. durch
eine variable Farbenwahl, eine Veränderung der Farbintensität zwischen
blass und kräftig sowie der Helligkeit oder Leuchtkraft möglich ist. Kaltes
Wasser kann z.B. durch eine blaue Einfärbung signalisiert werden. Warmes Wasser
wird durch eine rote Einfärbung angegeben, wobei die Farbintensität mit
der Temperatur zu einem kräftigen Farbton hin steigen kann, um auch die Temperaturhöhe
zu symbolisieren. Durch andere Farben, z.B. gelb oder grün können andere
Fluide, z.B. Desinfektionsmittel oder dergl. symbolisiert werden. Über die
Einfärbung kann der Benutzer einer für mehrere Fluide vorgesehenen Fluidarmatur
sofort aus dem Fluid selbst heraus erkennen, welche Art das eingestellte und gelieferte
Medium ist.
Die Farbgebungseinrichtung und die Einfärbetechnik können
von beliebiger Art sein. In der bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Einfärbung
mittels Licht, insbesondere farbigem Licht. Dies hat den Vorteil, dass die Einfärbung
auch in einer dunklen Umgebung sichtbar ist. Außerdem beeinträchtigt Licht
nicht die physikalischen Eigenschaften des gelieferten Mediums oder Fluids. Das
Einfärben des Fluids kann innerhalb oder außerhalb der Fluidarmatur erfolgen.
Eine Beleuchtung des Fluids innerhalb der Fluidleitung und in einem Leitungsknie
unmittelbar vor der Auslassöffnung des Armaturenrohrs hat den Vorteil, dass
nur der Fluidstrahl in der gewählten Einfärbung leuchtet und die Farbe
über eine große Strahllänge sichtbar ist, was einen besonders günstigen
optischen Effekt vermittelt.
Die Farbgebungseinrichtung und ggf. ihre Steuerung können an
beliebiger Stelle der Fluidarmatur untergebracht werden. Vorteilhaft ist die Unterbringung
in einem Armatureneinsatz am Kopfbereich des Armaturenrohrs, was besonders montage-
und wartungsfreundlich ist. Bei Bedarf lässt sich der Armatureneinsatz mit
seinen Komponenten abnehmen und austauschen. Zu diesen Komponenten kann auch eine
weitere Anzeige und eine sensorgesteuerte Bedieneinrichtung für die Fluidarmatur
gehören.
Die Farbgebungseinrichtung kann für beliebige Arten von Fluidarmaturen
Verwendung finden. Besondere Vorteile ergeben sich in Verbindung mit der vorerwähnten
sensorgesteuerten Bedieneinrichtung, die berührungslos über eine Infrarotsensorik
oder dergleichen bedient wird. Bei einer solchen Fluidarmatur gibt es keine manuellen
Bedienelemente, wie Hebel, Schalter oder dergl., welche das gewählte Fluid
bzw. dessen Zustand und insbesondere Temperatur aus der Bedienstellung heraus signalisieren.
Die beanspruchte Einfärbung des Fluids ist besonders in diesen Fällen
eine wichtige Informationsbasis für den Bediener oder Benutzer.
Die berührungslose Bedienung und die Motivation zur hygienefördernden
Benutzung der Fluidarmatur sind auch unter dem Aspekt einer Vorbeugung oder Bekämpfung
von Keimübertragungen und Seuchengefahren, insbesondere aus der Vogelgrippe
bedeutsam.
In den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung angegeben.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise und schematisch
dargestellt. Im einzelnen zeigen:
1: eine Fluidarmatur mit einer Farbgebungseinrichtung
und einer Versorgungseinrichtung für Fluide,
2: eine vergrößerte und abgebrochene Längsschnittdarstellung
eines Armaturenkopfes mit einer anderen Farbgebungseinrichtung.
Die Erfindung betrifft eine Fluidarmatur (1) sowie ein Verfahren
zur Abgabe von ein oder mehreren Fluiden (4, 5, 6).
Die Fluidarmatur (1) ist in der gezeigten Ausführungsform
im Grundaufbau entsprechend der WO 2004/001142 A1 oder der US 2005/0133100 A1 ausgebildet.
Sie besteht aus zumindest einem Armaturenrohr (8) sowie einer Versorgungseinrichtung
(16) für ein oder mehrere Fluide (4, 5,
6). Hierbei kann es sich z.B. um Wasser (4), Seife (5)
und Desinfektionsmittel (6) handeln, die von der Versorgungseinrichtung
(16) über Fluidleitungen (13, 14, 15) dem
Auslaufrohr (8) zugeführt werden und dort an ein oder mehreren Auslauföffnungen
(9, 10, 11) austreten. An der Auslauföffnung (9)
für Wasser ist z.B. in der in 1 und
2 dargestellten Weise ein Syphon oder Strahlregler
(12) angeordnet, aus dem das Wasser (4) in einem Strahl (7)
austritt. Zur Fluidarmatur (1) kann ferner ein Waschbecken (34),
eine Dusch- oder Badewanne oder eine andere Auffanggelegenheit für die austretenden
Fluide (4, 5, 6) gehören.
Die Fluidarmatur (1) wird in der dargestellten Ausführungsform
berührungslos bedient, wobei die ein- oder mehrfach vorhandenen Fluide (4,
5, 6) ausgewählt und in ihrer Eigenschaft bzw. ihrem Zustand
gesteuert werden können. Dies umfasst z.B. das Ein- und Ausschalten und die
Durchflussmenge bzw. Durchflussstärke des jeweiligen Fluids (4,
5, 6). Auch die Temperatur kann z.B. bei Wasser (4) gesteuert
werden. Ferner lassen sich Mischungsverhältnisse verschiedener Fluide oder
andere Fluidkriterien steuern. Hierfür weist die Fluidarmatur (1)
eine geeignete Bedieneinrichtung (31) auf, die in der gezeigten Ausführungsform
als berührungslose Sensoreinrichtung ausgebildet und an geeigneter Stelle,
z.B. im Armaturenkopf (2) des Armaturenrohres (8) untergebracht
ist. Diese Bedieneinrichtung oder Sensoreinrichtung (31) kann gemäß
der WO 2004/001142 A1, der DE 199 27 230
A1 oder der US 2005/0133100 A1 ausgebildet sein. Daneben sind andere Varianten
möglich. In weiterer Abwandlung kann die Bedieneinrichtung auch in konventioneller
Weise mit mechanischen Mitteln, Drucktastern, Drehknöpfen oder dergl. anderen
manuellen Bedienelementen ausgestattet sein.
Die Versorgungseinrichtung (16) ist an einem Wasserzulauf
(29) angeschlossen und weist ggf. eine Heizung (30), z.B. einen
Durchlauferhitzer, auf. Alternativ kann die Versorgungseinrichtung (16)
an zwei Versorgungsstränge für Kaltwasser und Warmwasser angeschlossen
sein. Ferner können ggf. weitere vorhandene Fluide, z.B. die gezeigte Seife
(5) und das Desinfektionsmittel (6) in geeigneten Behältern
bevorratet sein. Die Versorgungseinrichtung (16) kann ferner Pumpen oder
anderer Fördereinrichtungen sowie eine Steuerung (33), eine Energieversorgung
und andere Teile aufweisen. Wegen der Einzelheiten wird auf die eingangs genannten
Druckschriften und die offenbarte Ausbildung einer Versorgungseinrichtung verwiesen.
Die Fluidarmatur (1) kann ferner am Armaturenkopf (2)
oder an anderer Stelle eine Anzeige (32), z.B. eine OLED-Anzeige in hochauflösender
Pixelmatrix besitzen. Ferner kann eine akustische Anzeige vorhanden sein. Außerdem
kannn die Fluidarmatur (1) mit einer Leseeinrichtung für Codes auf
Identitätskarten, RFDI-Chips, Transpondern oder dergl. von Benutzern beinhalten.
Das Armaturenrohr (8) ist im Kopf- und Auslaufbereich mit
einem ggf. wechselbaren Armatureneinsatz (28) versehen, der auch die Steuerelektronik
und ggf. eine Stromversorgung (26) für die Sensoreinrichtung (31)
und/oder die Anzeige (32) enthält. Für die Stromversorgung kann
eine Batterie (26) oder eine Leitungsverbindung durch das Armaturenrohr
(8) bis zur Versorgungseinrichtung (16) vorhanden sein. Außerdem
kann eine leitungsgebundene oder drahtlose Kommunikation mit der Steuerung (33)
in der Versorgungseinrichtung (16) oder an anderer Stelle vorhanden sein.
Der Fluidarmatur (1) ist eine Farbgebungseinrichtung (3)
zum Einfärben von ein oder mehreren der abgegebenen Fluide (4,
5, 6) zugeordnet. In der gezeigten Ausführungsform ist die
Farbgebungseinrichtung (3) am Armaturenrohr (8) angebracht. Sie
kann alternativ an anderer Stelle, z.B. im Bereich des Waschbeckens (34)
vorhanden sein. Mit der Farbgebungseinrichtung (3) wird z.,B. der aus einer
Auslassöffnung (9, 10, 11) austretende Fluidstrahl
(7) eingefärbt. Alternativ oder zusätzlich kann eine Einfärbung
des Fluids (4, 5, 6) beim Auftreffen im Waschbecken (34)
erfolgen. Unter dem Begriff des Einfärbens wird im Sinne der Erfindung eine
Veränderung der natürlichen Farbe des Fluids (4, 5,
6) durch eine andere Farbgebung, alternativ aber auch die Beleuchtung des
Fluids (4, 5, 6) mit weißem oder andersfarbigem
Licht.
Mit der Einfärbung von ein oder mehreren Fluiden (4,
5, 6) können dekorative Effekte ohne weitergehende informelle
Bedeutung erzielt werden. Ferner ist es möglich, mit der Einfärbung eine
Eigenschaft und/oder einen Zustand des Fluids (4, 5,
6) zu signalisieren. Durch die Einfärbung kann z.B. die Art des Fluids
signalisiert werden. Außerdem kann eine Information über den Fluidzustand,
insbesondere seine Temperatur gegeben werden. Mit der Farbgebungseinrichtung (3)
können über einen geeignete Steuerung (25) die Wahl von ein oder
mehreren Farben und/oder die Farbintensität und/oder die Helligkeit bzw. die
Leuchtstärke gesteuert werden.
Die Farbgebungseinrichtung (3) besitzt mindestens eine auf
das Fluid (4, 5, 6) gerichtete Farbquelle für ein
oder mehrere verschiedene Farben. Die Farbquelle kann in beliebig
geeigneter Weise ausgebildet sein, um ein oder mehrere Fluide (4,
5, 6) einzufärben. In der gezeigten Ausführungsform
besteht die Farbquelle aus ein oder mehreren Lichtquellen, die einfarbig oder verschiedenfarbig
sein können. In Variation hierzu ist es möglich, eine Farbquelle vorzusehen,
die über eine Abgabe von Färbesubstanzen oder auf andere Weise für
die Einfärbung sorgt.
Die Lichtquelle (17) kann ein oder mehrere verschiedenfarbige
Leuchtelemente (18, 19, 20, 21) aufweisen, die
z.B. als elektrische Leuchtdioden oder in beliebig anderer geeigneter Weise ausgebildet
sind. Die Lichtquelle (17) kann außerdem eine opake Streuscheibe aufweisen,
um ein Mischfarbenlicht zu emittieren, welches aus verschiedenen Grundfarben gewonnen
wird. Die Leuchtelemente oder Leuchtdioden (18, 19,
20, 21) können alternativ reinfarbig sein, z.B. gelb, grün,
blau und rot oder dergl. und die gewünschte Einfärbung als Direktfarbe
realisieren.
Die Lichtquelle (17) ist vorzugsweise im Bereich einer Auslauföffnung
(9, 10, 11) des Fluids (4, 5,
6) angeordnet. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. In
der Variante von 1 ist die Lichtquelle außenseitig
am Armaturenrohr (8) angeordnet und befindet sich z.B. am Rand des Syphons
(12) oder an anderer geeigneter Stelle. Bei dieser Ausführungsform
kann sich die Lichtquelle (17) außerhalb des austretenden Fluidstrahls
(7) befinden, wobei sie das emittierte Licht z.B. schräg auf den austretenden
Fluidstrahl (7) richtet und diesen dadurch mit der gewählten Einfärbung
beleuchtet. Ein wesentlicher Anteil des Lichtes wird dabei in Fließrichtung
des Fluidstrahls (7) emittiert. Alternativ oder zusätzlich kann die
Lichtquelle (17) Licht quer oder parallel zur Strahlrichtung emittieren.
2 zeigt eine Variante, in der die Lichtquelle (17)
in einer Fluidleitung (13, 14, 15) angeordnet ist und
sich ggf. auch im Fluidstrom oder am Leitungsrand befindet. Auch hier emittiert
die Lichtquelle (17) das Licht in der bevorzugten Ausführungsform
in Fließrichtung des Fluids (4, 5, 6). Die Lichtquelle
(17) befindet sich z.B. in einer Leitungsbiegung der Wasserleitung (13)
unmittelbar vor der zugehörigen Auslauföffnung (9). Die Lichtquelle
(17) emittiert das Licht in Fließrichtung des umgelenkten Fluids (4)
und in Richtung zur Auslauföffnung (9). Die Lichtquelle (17)
strahlt dadurch direkt von hinten und fluchtend in den auslaufenden Wasserstrahl
(7), der dadurch von innen heraus in der gewählten Einfärbung
leuchtet.
Die Farbquelle und insbesondere die farbige Lichtquelle ist in der
Farbwahl und/oder in der Farbintensität und/oder in der Helligkeit über
die vorerwähnte Steuerung (25) steuerbar. Bei der Farbwahl können
durch gezieltes Ansteuern der Leuchtelemente (18, 19,
20, 21) die gewünschten Farben als Direktfarben oder Mischfarben
erzeugt werden.
Hierbei kann z.B. dem Wasser (4) Weißlicht, Blaulicht
und Rotlicht zugeordnet werden. Für die Seife (5) kann gelbes Licht
und und für Desinfektionsmittel (6) grünes Licht verwendet werden.
Daneben sind beliebige andere Farben und Farbzusammenstellungen verwendbar. Über
diese Farbwahl kann die Art des gerade abgegebenen Fluids (4,
5, 6) signalisiert werden.
Die gewählte Farbe kann ferner in ihrer Intensität verändert
werden, indem z.B. eine rötliche Einfärbung von einem blassen rosa über
ein zunehmend kräftigeres rot bis zu einem dunkelrot variiert. Gleiches ist
auch mit den anderen Farben möglich. Ferner kann die Helligkeit oder die Leuchtstärke
der Lichtquelle (17) verändert werden. Die vorgenannten Einfluss-
und Steuermöglichkeiten können in wahlfreier Kombination alternativ oder
kumulativ eingesetzt werden.
Über die Farbintensität kann z.B. ein Zustand des Fluids
(4, 5, 6), z.B. die Wassertemperatur, signalisiert werden.
Dies ist auf verschiedene Weise möglich. Z.B. kann ein Farbwechsel zwischen
blau für kaltes Wasser und rot für heißes Wasser stattfinden, wobei
ggf. Weißlicht beim Farbwechsel zwischengeschaltet wird. Der Farbwechsel und
ggf. das zwischengeschaltete Weißlicht kann einer Handwärmetemperatur
von z.B. 20 bis 25°C emittiert werden. Sobald die Wassertemperatur über
die obere Temperaturschwelle steigt, findet der Farbwechsel auf rot statt. Darüber
hinaus kann durch Veränderung der Farbintensität von einem blassen zu
einem dunklen rot und ggf. auch durch eine Zunahme der Leuchtstärke der weitere
Temperaturanstieg symbolisiert werden. Ein dunkelrot eingefärbter Fluidstrahl
(7) signalisiert eine hohe und möglicherweise körperlich unangenehme
Temperatur. Umgekehrt kann bei Unterschreiten der unteren Temperaturschwelle der
Farbwechsel zu einer blauen Einfärbung stattfinden, wobei ähnlich wie
in der vorbeschriebenen Weise mit abfallender Temperatur die Farbintensität
von blassblau zu dunkelblau zunimmt und ggf. auch die Leuchtstärke steigt.
Alternativ kann die Farbe gleichbleiben und nur die Leuchtstärke verändert
werden. In weiterer Abwandlung kann die Leuchtstärke temperaturunabhängig
konstant gehalten werden und ggf. nach anderen Kriterien, z.B. nach der Umgebungshelligkeit,
verändert werden.
Das vorerwähnte Ausführungsbeispiel für die Einfärbung
von Wasser (4) kann in entsprechender Weise auch alternativ oder zusätzlich
für die anderen ggf. vorhandenen Fluide (5, 6) Verwendung
finden. Durch die vorgenannten Steuerungsmöglichkeiten lassen sich außerdem
andere Zustandsinformationen für Fluide signalisieren, z.B. Konzentrationen,
Mischungsverhältnisse oder dergl..
Über die Einfärbung von ein oder mehreren Fluiden
(4, 5) ist außerdem eine Ferninformation möglich, die
nicht nur für den Bediener der Fluidarmatur (1), sondern auch für
andere Informationsempfänger sein kann. Hierüber lässt sich z.B.
eine optische Fernkontrolle durchführen, wenn aus Hygienegründen, Desinfektionsgründen
oder anderen Gründen bestimmte Wasch- und Reinigungszyklen mit bestimmten Fluiden
vorgegeben sind und auch der Überwachung bedürfen.
Die Farbgebungseinrichtung (3) weist mindestens eine Messeinrichtung
(23) auf, die verschiedenen Zwecken dienen kann. Einerseits kann sie eine
Eigenschaft und/oder einen Zustand des betreffenden Fluids (4,
5, 6) erfassen. Ferner können Umgebungsbedingungen, z.B.
die Außenhelligkeit ermittelt werden. Die Messeinrichtung (23) kann
für die verschiedenen Messzwecke ein oder mehrere Sensoren (24) aufweisen.
In der gezeigten Ausführungsform ist der Sensor (24) als Temperaturfühler
für die Fluidtemperatur, insbesondere Wassertemperatur, ausgebildet. Die Messeinrichtung
(23) kann an beliebig geeigneter Stelle angeordnet sein. Sie kann ferner
in beliebig geeigneter Weise mit der Steuerung (25) der Farbquelle (17)
auf direktem oder indirektem Wege kommunizieren.
In der Variante von 1 ist die Messeinrichtung
(23) bzw. der Temperaturfühler (24) in der Versorgungseinrichtung
(16) oder in der anschließenden Fluidleitung (13) in Strömungsrichtung
hinter der Heizung (30) angeordnet und misst die aktuelle Temperatur des
durchfließenden Fluids (4). Bei einer Versorgungseinrichtung mit einer
Mischbatterie kann der Temperaturfühler (24) in Strömungsrichtung
hinter dem Mischventil angeordnet sein. Bei dieser Variante ist die Messeinrichtung
(23) von der Farb- oder Lichtquelle (17) relativ weit entfernt
und kann z.B. mit der Zentralsteuerung (33) kommunizieren, die ihrerseits
leitungsgebunden oder drahtlos mit der Steuerung (25) der Farbgebungseinrichtung
(3) kommuniziert. Beide Steuerungen können alternativ zusammengefasst
und an beliebig geeigneter Stelle untergebracht sein. Dies kann im Bereich des Armaturenrohres
(8), insbesondere im Bereich des Armaturenkopfes (2) bzw. des
Armatureneinsatzes (28) oder im Bereich der Versorgungseinrichtung (16)
sein.
In der Variante von 2 ist die Messeinrichtung
(23) und hier speziell der Temperaturfühler (24) im Bereich
des Armaturenrohres (8) angeordnet und befindet sich z.B. in oder an der
Fluidleitung (13, 14, 15). In diesem Fall ist der Temperatursensor
(24) in unmittelbarer Nähe der Farbquelle oder Lichtquelle (17)
angeordnet und nimmt die Fluidtemperatur unmittelbar vor der Austrittsöffnung
(9, 10, 11) auf. In dieser Variante kann z.B. der Sensor
(24) über eine Leitung (27) mit einer im Armaturenkopf (2)
untergebrachten Steuerung (25) kommunizieren. An diese Steuerung (25)
ist auch die Lichtquelle (17) über eine Leitung (27) angeschlossen.
Die Steuerung (25) kann verschiedene Aufgaben erfüllen und neben der
Farbgebungseinrichtung (3) auch weitere Einrichtungen steuern, z.B. die
Sensoreinrichtung (31) und die Anzeige (32) sowie weitere Komponenten.
Abwandlungen der gezeigten Ausführungsformen sind in verschiedener
Weise möglich. Insbesondere können die Einzelmerkmale der Ausführungsbeispiele
in beliebiger Weise miteinander kombiniert und ausgetauscht werden.
- 1
- Fluidarmatur
- 2
- Armaturenkopf
- 3
- Farbgebungseinrichtung
- 4
- Fluid, Wasser
- 5
- Fluid, Seife
- 6
- Fluid, Desinfektionsmittel
- 7
- Fluidstrahl
- 8
- Armaturenrohr
- 9
- Auslauföffnung für Fluid 1, Wasser
- 10
- Auslauföffnung für Fluid 2, Seife
- 11
- Auslauföffnung für Fluid 3, Desinfektionsmittel
- 12
- Syphon, Strahlregler
- 13
- Leitung für Fluid 1, Wasser
- 14
- Leitung für Fluid 2, Seife
- 15
- Leitung für Fluid 3, Desinfektionsmittel
- 16
- Versorgungseinrichtung für Fluide
- 17
- Farbquelle, farbige Lichtquelle
- 18
- Leuchtelement, Leuchtdiode, LED, blau
- 19
- Leuchtelement, Leuchtdiode, LED, blau
- 20
- Leuchtelement, Leuchtdiode, LED, rot
- 21
- Leuchtelement, Leuchtdiode, LED, rot
- 22
- Streuscheibe
- 23
- Messeinrichtung
- 24
- Sensor, Temperaturfühler
- 25
- Steuerung Farbgebungseinrichtung
- 26
- Stromversorgung
- 27
- Leitung
- 28
- Armatureneinsatz
- 29
- Wasserzulauf
- 30
- Heizung
- 31
- Bedienungseinrichtung, Sensoreinrichtung
- 32
- Anzeige
- 33
- Steuerung
- 34
- Waschbecken
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| Anspruch[de] |
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Fluidarmatur (1) zur Abgabe von ein oder mehreren Fluiden (4,
5, 6), dadurch gekennzeichnet, dass der Fluidarmatur (1)
eine Farbgebungseinrichtung (3) zum Einfärben von ein oder mehreren
der abgegebenen Fluide (4, 5, 6) zugeordnet ist.
Fluidarmatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbgebungseinrichtung
(3) in oder an einem Armaturenrohr (8) angeordnet ist.
Fluidarmatur nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die
Farbgebungseinrichtung (3) mit der Einfärbung eine Eigenschaft des
Fluids (4, 5, 6) signalisiert.
Fluidarmatur nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Farbgebungseinrichtung (3) mit der Einfärbung einen Zustand des
Fluids (4, 5, 6), insbesondere die Temperatur von Wasser,
signalisiert.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Farbgebungseinrichtung (3) über die Farbwahl die Art des
gerade abgegebenen Fluids (4, 5, 6) signalisiert.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Farbgebungseinrichtung (3) mindestens eine auf das Fluid (4,
5, 6) gerichtete Farbquelle für ein oder mehrere Farben aufweist.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Farbquelle als farbige Lichtquelle (17) ausgebildet ist.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die farbige Lichtquelle (17) mehrere verschiedenfarbige Leuchtelemente
(18, 19, 20, 21) aufweist.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Leuchtelemente (18, 19, 20, 21) als
Leuchtdioden ausgebildet sind.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die farbige Lichtquelle (17) eine opake Streuscheibe zur Farbmischung
aufweist.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Lichtquelle (17) im Bereich einer Auslauföffnung (9,
10, 11) des Fluids (4, 5, 6) angeordnet
ist.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Lichtquelle (17) in einer Fluidleitung (13,
14, 15) angeordnet ist.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Lichtquelle (17) das Licht in Fließrichtung des Fluids (4,
5, 6) emittiert.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Lichtquelle (17) in einer Leitungsbiegung der Fluidleitung (13,
14, 15) unmittelbar vor der Auslauföffnung (9,10,
11) angeordnet ist und das Licht in Fließrichtung zur Auslauföffnung
(9, 10, 11) hin emittiert.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Lichtquelle (17) sich an einem Leitungsrand der Fluidleitung (13,
14, 15) befindet.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Lichtquelle (17) von hinten und fluchtend in den auslaufenden
Wasserstrahl (7) strahlt.
Fluidarmatur nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle
(17) außenseitig am Armaturenrohr (8) angeordnet ist und
das Licht schräg oder quer zum austretenden Fluidstrahl (7) emittiert.
Fluidarmatur nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle
(17) an einem Syphon oder Strahlregler (12) angeordnet ist.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Farbquelle, insbesondere die farbige Lichtquelle (17) in der Farbwahl
und/oder in der Farbintensität und/oder in der Helligkeit steuerbar ist.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Farbgebungseinrichtung (3) mindestens eine Steuerung (25)
aufweist.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Farbgebungseinrichtung (3) mindestens eine Messeinrichtung (23)
für mindestens eine Eigenschaft des Fluids (4, 5,
6) aufweist.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Messeinrichtung (23) mindestens einen Sensor (24) für
die Erfassung eines Fluidzustands aufweist.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Sensor (24) als Temperaturfühler ausgebildet ist.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Farbgebungseinrichtung (3) mindestens eine Messeinrichtung (23)
für die Umgebungsbedingungen, insbesondere die Außenhelligkeit, aufweist.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Messeinrichtung (23) in oder am Armaturenrohr (8) angeordnet
ist.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Messeinrichtung (23) in oder an der Fluidleitung (13,
14, 15) angeordnet ist.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Messeinrichtung (23) im Bereich der Farbquelle (17) angeordnet
ist.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Fluidarmatur (1) eine berührungslos arbeitende Bedienungseinrichtung
oder Sensoreinrichtung (31) zur Beeinflussung der Fluidabgabe aufweist.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Fluidarmatur (1) eine Versorgungseinrichtung (16) für
ein oder mehrere Fluide (4, 5, 6) aufweist.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Fluidarmatur (1) mehrere verschiedene Fluide (4,
5, 6) abgibt.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Fluidarmatur (1) mehrere Auslauföffnungen für verschiedene
Fluide (4, 5, 6) aufweist.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Fluidarmatur (1) mindestens eine optische und/oder akustische
Anzeige (32) aufweist.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Anzeige (32) als OLED-Anzeige in hochauflösender Pixelmatrix
ausgebildet ist.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Sensoreinrichtung (31) und/oder die Anzeige (32) an einem
Armaturenkopf (2) angeordnet ist/sind.
Fluidarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Fluidarmatur (1) eine Leseeinrichtung für Codes auf Identitätskarten,
RFDI-Chips, Transpondern oder dergl. von Benutzern aufweist.
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