Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zusammensetzung und die Verwendung
einer Zusammensetzung zur Herstellung eines Medikamentes zur oralen Verabreichung
von physiologisch aktiven Produkten und die intestinale Abgabe dieser. Die physiologisch
aktiven Produkte, die gemäß der vorliegenden Erfindung verabreicht werden,
erlauben eine bessere systemische Abgabe, immunologische Zuführung, und es
wurden verbesserte Nahrungs-, Ernährungs- und Therapieeigenschaften gezeigt.
b) Beschreibung des Standes der Technik
Der konventionelle Weg einer Therapie mit Hilfe von Proteinen oder
Peptidarzneimitteln ist über die parenterale Verabreichung (d. h. mittels Injektion).
Dies geschieht hauptsächlich aufgrund des Mangels an Absorption derartiger
Wirkstoffe in dem Verdauungstrakt. Jedoch sind Injektionen schmerzhaft und manchmal
im Vergleich zu anderen Dosierungsarten schwierig zu verabreichen. Die Folgsamkeit
der Patienten ist ein wichtiger Gesichtspunkt gerade deshalb, weil einige dieser
Arzneimittel häufig von Jugendlichen oder betagten Patienten eingenommen werden.
Die orale Verabreichung ist hinsichtlich der Akzeptanz der Patienten bevorzugt gegenüber
den Injektionen, gerade deshalb, weil sie weniger schmerzhaft und bequemer für
den Patienten ist. Jedoch weist die Verabreichung von therapeutischen Polypeptiden
durch den Mangen-Darm-Trakt (GI) eine Anzahl von Problemen wie beispielsweise den
geringen pH-Wert im Magen, proteolytischen Abbau des Arzneimittels im Dünndarm,
eine geringe Absorption durch die Dünndarm-Membran und eine begrenzte Stabilität
derartiger Formulierungen, insbesondere als wässrige Lösung, die alle
potentielle Barrieren gegenüber der Absorption der Polypeptide nach der oralen
Administration darstellen, auf.
Jüngste Bemühungen, um Polypeptide oral zu verabreichen,
haben sich auf die Verwendung von Absorptionsverbesserern konzentriert. Dies hat
zu der Entdeckung geführt, dass eine Suspension von Natriumsalicylat in einem
Überschuss von Öl die Absorption des menschlichen Wachstumshormones aus
dem GI-Trakt verbessern kann.
Während die Absorption durch diese Kombination verbessert ist,
beträgt die Bioverfügbarkeit lediglich bis zu etwa 10 bis 20 % des Proteins
(bezogen auf die intravenöse Verabreichung), was immer noch recht gering ist.
Im Ergebnis müssen größere Mengen an Proteinen oral verabreicht werden,
um das benötigte therapeutische Level des Proteins im Plasma zur Verfügung
zu stellen. Dies ist ein besonderes Problem mit Proteinen und Polypeptiden, welche,
sogar mit der Einführung der Biotechnologie, noch immer vergleichsweise limitiert
zu erhalten sind und ebenso komplexe chemische Einheiten darstellen, und im Ergebnis
sehr teuer sind. Zusätzlich sind die flüssigen oder halbfesten Zusammensetzungen
aus dem Stand der Technik schwierig zusammenzustellen oder in einer Dosis für
die orale Verabreichung zu formulieren.
Weitere Aspekte können ebenfalls betrachtet werden. Beim Säugetier
muss der Proteinabbau im Magen von geringerer Bedeutung sein, da es keine signifikante
Absorptionshemmung des Proteins in Individuen mit dem kompletter gastrischer Atrophie
von schädlichen Anämien gibt. Die Rolle des Magens als Reservoir ist von
beträchtlicher Bedeutung, da dieser eine anhaltende Einheit von Proteinen in
dem Zwölffinger-Darm nach einem Mahl gewährleistet und dadurch die intensive
Vermischung mit Bauchspeicheldrüsensekret zustande kommt. Die Kombination eines
geringen pH-Wertes und Peptidaktivität führt wahrscheinlich zur Denaturierung
der meisten Nahrungsproteine, wodurch Bindungen, die anfällig gegenüber
weiterer Hydrolyse im Dünndarm sind, der weiteren Hydrolyse ausgesetzt werden.
Die Epithelien, welche den Magen-Darm-Trakt auskleiden, wirken ebenso
deutlich als Barriere zwischen der äußeren Umgebung und dem internen Milieu
des Körpers. Diese enthalten selektive physiologische Mechanismen, um zum Teil
den Eintritt und Austritt von Molekülen aus dem Körper zu kontrollieren,
fungieren in einer Weise als Ventil mit biomechanischen Eigenschaften bemerkenswert
ähnlich sind zu denen der Niere, einem weiteren Organ mit "Auslassventil"-Eigenschaften,
wobei der Begriff "Ventil" die aktiven metabolischen Prozesse, die diese Funktion
ausüben, schmälert. Das Darm-Epithel fungiert zu einem wichtigen Grad
als physiologische Barriere, eine bemerkenswerte Aufgabe für eine Einzelschicht
von potentiell zerbrechlichen Zellen, welche mit physiologisch und chemisch schädlichem
aufgenommenem Material bombardiert wird. Jedoch muss festgestellt werden, dass diese
keine "absolute" Barriere darstellt, wie es häufig angenommen wurde. Daher
müssen ältere Konzepte, dass intakte Proteine im gesamten Organismus nicht
einfach in den Blutkreislauf gelangen können, dass der Eintritt
über den Magen-Darm-Trakt ausnahmslos hochselektiv ist und dass partikuläres
Material ausnahmslos ausgeschlossen ist, zugunsten einer wesentlich umsichtigeren
und komplexeren Anschauung der Barrierefunktion verworfen werden. Genauso wie ihre
unvollständige physikalische Barrierefunktion fungieren die Epithelien des
Magen-Darm-Traktes als immunologische Barriere und enzymatische Barrieren und diese
recht komplexen Mechanismen sind ebenso zentral und untrennbar von Abwägungen
hinsichtlich der Absorption von Proteinen und Peptiden in deren intakter Form.
Die enzymatischen Barrieren von Peptiden und Proteinen über verschiedenartige
Wege wurden im Falle der oralen und enteralen Verabreichung studiert. Der enzymatische
Abbau vor (oder während) der Absorption stellt zweifelsfrei das kritische Hindernis
der Absorption von Peptid-Arzneimitteln im Dünndarm und eine Hauptbarriere
der Absorption von Peptiden und Proteinen durch den Magen-Darm-Trakt dar.
Daher ist für die pharmazeutische Verabreichung von Peptiden
über enterale Wege die Inhibierung von Proteasen oder Peptidasen oder die Erfindung
von Formulierungen, welche Schutz gegenüber derartigem Abbau vitaler Targets
liefern, möglicherweise bedeutender als absorptionsverbessernde Strategien.
Obwohl die Teleologie vermieden werden sollte, könnte die Multiplizität
der Barrieremechanismen in dem Magen-Darm-Trakt eine evolutionäre Widerspiegelung
von schwerwiegenden Konsequenzen des unkontrollierten Zutritts von exogenem biologisch
aktivem Material widerspiegeln. Daher stellen diese Mechanismen unweigerlich die
beträchtliche Schwierigkeit der Erfindung von wirksamen Verabreichungsmodi
für Peptid- und Proteinarzneimittel dar. Das Konzept einer verdauenden Oberfläche
mit einer Schutzfunktion deutet darauf hin, dass an der Grenzfläche gebundene
Proteasen und Peptidasen eine Rolle als "hydrolytische" Barriere haben und die "physiologische
Barriere" und die "immunologische Barriere", jede mit Schutzfunktion, zu ergänzen,
wobei die cytoplasmatischen Peptidasen (lediglich) eine verdauende Funktion haben.
Dieses Modell gewinnt sogar noch mehr an Bedeutung, wenn in großem Maßstab
die Passage durch paracelluläre Wege (angetrieben durch den Lösungsmittelwiderstand)
nachgewiesen wird, so dass die luminale und Oberflächenhydrolyse (vor der paracellulären
Passage) hinsichtlich der Minimierung des Eintritts biologisch aktiver Peptide von
der partiellen Verdauung von diätetischen Proteinen in dem Körper, kritisch
sein würde.
Prinzipiell können potentielle Wege durch die Epithelien hindurch
eingeteilt werden in (a) transzelluläre (einschließlich carrier-vermittelter
Mechanismen und endocytotischer Mechanismen; ebenso auf Diffussion beruhendem Wege
entweder durch Wasserkanäle oder Lipid-reiche Teile der Membran) und (b) paracellulär
(einschließlich der Passage durch "tight" junctions und extrusiver Zonen hindurch,
welche beide während der natürlichen Zellumwandlung und infolge von physiologischen
und chemischen Verletzungen auftretend gebildet werden).
Es ist eine allgemeine Meinung, dass die Absorption von intakten Peptiden
oder Proteinen aus der Nahrung von geringfügiger direkter ernährungsphysiologischer
Signifikanz aufgrund der kleinen Mengen, welche absorbiert werden im Vergleich zu
den Mengen von freien Aminosäuren, welche in den Blutkreislauf eintreten, ist.
Jedoch gibt es zwei Gründe, weshalb die Absorption dieser Moleküle in
ihrer intakten Form nützlich ist oder sein könnte. Der erste ist die Aufnahme
von Antigenen über den M-Zellweg. Dieser ist ein grundlegender Teil des natürlichen
Prozesses der Akquisition der mucosalen Immunität. Der zweite kann potentiell
für therapeutische Zwecke ausgenutzt werden. Abgesehen von der relativen Einfachheit,
Sicherheit (das heißt, sterile Instrumente sind nicht notwendig), nicht-invasiven
Natur und der Akzeptanz des oralen Weges verglichen mit dem parenteralen oder rektalen
Wegen der Patienten, kann der enterale Weg günstiger großen Zugang zu
der Leber liefern (relevant im Falle der Insulin-Verabreichung). Andererseits kann
der Zugang von einigen intakten Pepitiden und Proteinen in den Blutkreislauf nachteilig
sein, obwohl der tatsächliche Nachweis hierfür zum jetzigen Zeitpunkt
nicht vollständig erbracht ist und viele Behauptungen pathologischer Konsequenzen
von Nahrungsproteinen oder Peptiden auch nicht mehr als auf Anekdoten oder subjektiven
Beweisen basieren. Trotz dieser Vorbehalte ist die Magen-Darm-Nahrungsmittelallergie
mittlerweile ein akzeptiertes Phänomen und die Absorption intakter Proteine,
um Zugang zu den sub-epithelialen Mastzellen zu erhalten, ist Teil dieses Mechanismus'.
Wirkungsvolle biologische Effekte von absorbierten intakten Proteinen
sind natürlich nicht auf immunologische Effekte beschränkt.
Agenzien, welche die intestinale Absorption verbessern, sind von besonderer
Bedeutung auf dem Gebiet der oralen Verabreichung von biologisch aktiven Peptiden
und Proteinen für verschiedenartige Anwendungen. Ein gültiger Einwand
gegenüber der Verwendung derartiger Enhancer beruht auf der Tatsache, dass
diese im Wesentlichen Membran- oder Junction-schädigende Agenzien sind. Enhancer,
insbesondere mit chronischer Verwendung, haben wahrscheinlich toxische Effekte und
fördern den Zutritt von ungewünschten Molekülen.
Dass die Verabreichung von Tryptophan, welches toxische Effekte durch einen drastischen
Anstieg an paracellulärer Permeabilität hervorrufen kann, ist ein verblüffendes
Resultat. Es ist möglich, dass einige Individuen besonders empfindlich gegenüber
Tryptophan sind.
Die Anwendung des Liposomeneinschlusses, um die Peptide und Proteine
vom Abbau zu fördern, ist untersucht worden, und spätere Resultate wurden
als enttäuschend angesehen. Ein weiterer Ansatz, um den Lipid-löslichen
Weg zu verwenden, beispielsweise mittels transcellulare Diffusion, ist es, das Peptid
oder Protein in einer Mikroemulsion zu formulieren. Eine große Anstrengung
ist unternommen worden, um Wege zu finden, Insulin oral verabreichbar zu machen.
Beinahe jede Anstrengung war erfolgreich, allerdings mit einem sehr begrenzten Ausmaß.
Eine Wasser-in-Öl-Mikroemulsion enthaltend Cholesterin, Lecithin und eine Fettsäure
in kritischen Anteilen, welche die Zusammensetzung von Chylomikronen simulieren,
wurde entwickelt. Unglücklicherweise wurde die Glaubwürdigkeit dieser
Entdeckungen in Frage gestellt, als sich nachträglich herausstellte, dass eine
Charge der Formulierung mit Glibenclamid verunreinigt war.
Aus der Literatur geht eindeutig hervor, dass die anale Verabreichung
von Proteinen in einer größeren Absorption und Gewebeanreicherung resultiert
als sie es bei der oralen Verabreichung der gleichen Dosis tut. Dies wirft die Frage
auf, wie auch die Aufnahme über den oralen Weg verbessert werden kann. Das
Potential könnte darin liegen, zumindest die oralen Aufnahmewerte auf die,
welche rektal erreicht werden, zu erhöhen. Verschiedene Methoden zum Schutz
von pharmakologisch aktiven Peptiden und Proteinen vor der Wirkung des Darmes wurden
in Erwägung gezogen einschließlich enterischer und ähnlicher schützender
Beschichtung, Co-Verabreichung mit Antisäuren und Enzym-Inhibitoren und die
Verabreichung im Inneren von bakteriellen Zellen und lebenden Nahrungsmitteln (Bioverkapselung).
Beispielsweise stieg die Aufnahme von HRP (Meerretich-Peroxidase)
an, wenn diese der Regenbogenforelle mit dem Sojabohnen-Trypsin-Inhibitor gemeinsam
gegeben wird. In der gleichen Studie stellt sich heraus, dass die gemeinsame Verabreichung
des künstlichen Detergenz Mega-9 zu einer beinahe doppelt so hohen Anwesenheit
der HRP verglichen mit den Kontrollen führte. Die gesteigerten Proteinkonzentrationen
wurden aufgrund der Gelatinisierung der Darmverkleidung und einem konsequenten Anstieg
der Protein-Enterocyten-Interaktionen erreicht. Ebenso kann es sein, dass die Integrität
der GI-Epithelien unterbrochen wurde, was die transcellulare Aufnahme erlaubt. Mega-9,
oral intubiert mit dem rekombinanten Wachstumshormon (rbGH) und einer Anti-Säure,
steigert das Wachstumsverhalten des Coho-Lachses über eine 7-wöchige Versuchsperiode
im Vergleich zu Fischen, dem das Wachstumshormon (GH) alleine verabreicht wurde.
Detergenzien (L-lyso-phosphatidylcholin) wurden ebenfalls gemeinsam
mit einem Gonadotropin-Freisetzungshormon-Agonisten (GnRHA) während induzierter
Ovulationsstudien am Kohlenfisch A. fimbria, als Maßstab zur jeweiligen Maximierung
der GI-Absorption und Steigerung des Magen-pHs verabreicht. Die orale Intubierung
eines Goldfisches mit Lachs-Hypophysen-Extrakt und 0,2 % Polyacrylsäure bewirkte
das Gegenteil.
Das Antibiotikum Monensin wurde als Enhancer-Agens untersucht. Der
rationale Hintergrund der Auswahl dieser Verbindung lag in dessen Eignung, den Transfer
von Pinocytose-Proteinen zwischen Vesikeln und dem lysosomalen Compartment zu vermindern.
Darüber hinaus wurde gezeigt, dass Monensin den pH-Wert von sauren Compartimenten
innerhalb einer Vielzahl von Zellen anhebt. Es wurde jedoch kein Effekt hinsichtlich
der HRP-Absorption beobachtet. Die Verwendung von biologisch abbaubaren Mikropartikeln
zur Verkapselung und dadurch zum Schutz der Proteine vor Abbauprozessen wurde unter
Verwendung komplexer Proteinmakromoleküle untersucht. In diesen Studien, die
mit HGG an dem atlantischen Lachs Salmo salar angestellt wurden, war die Anwesenheit
des Proteins im Plasma infolge der oralen Intubation stark verlängert (bis
zu 8 Wochen), wodurch vorgeschlagen werden kann, dass das eingeschlossene HGG Zugang
über paracelluläre, ebenso wie auch transcelluläre Wege erhalten
hat, was zu der anhaltenden Anwesenheit im Plasma führt. GH wurde ebenfalls
in der geschützten Form verabreicht, wobei das Molekül in eine Polymermatrix
eingebracht wurde, welche unter sauren Bedingungen intakt blieb, jedoch unter den
alkalischen Bedingungen des Darmes abgebaut wurde. Mit der Nahrung verabreicht steigerte
das eingeschlossene GH das Wachstum der Regenbogenforelle über das bei der
Kontrolle beobachtete. Ein alternatives Verfahren zum Schutz von oral verabreichten
Pharmazeutika, die bei der Beimpfung von Fischen verwendet wurden, ist deren Verabreichung
mit einem anderen Organismus. Im Hinblick auf die bioaktiven Proteine wurde diese
Strategie nur bei einer Gelegenheit unter Verwendung rekombinanter Hefen für
Regenbogenforellen GH geprüft. In einer eleganten Studie führte die Fütterung
von gestreiften Meerbarben mit Nahrungsmitteln, denen für GH-rekombinante Hefen
zugegeben waren, zu einer signifikanten Wachstumsrate der behandelten Tiere im Vergleich
zu den Kontrollen. Dieses Verfahren ist jedoch auf diese Organismen begrenzt, wie
beispielsweise auf Hefen, welche in der Lage sind, rekombinante Produkte in deren
unmodifizierter Form zu lagern. Die jüngste Vergangenheit hat ebenfalls
Zeugnis darüber abgelegt, dass die Entwicklung einer Anzahl von genetisch veränderten
Pflanzen, die Gene von pharmazeutischem Interesse exprimieren, entwickelt wurden.
Studien haben eine aufrecht erhaltende Bioaktivität von auf Pflanzen basierenden
rekombinanten Produkten gezeigt, wenn diese oral verabreicht werden. Ähnliche
Verfahren für die Verabreichung von auf Aqua-Kultur bezogenen produktionsorientierten
Proteinen würden aufgrund ihrer Herstellungsökonomie sehr attraktiv sein.
Entwicklungen in dem Bereich der Biotechnologie haben Hilfsmittel
zur Produktion von beinahe unbeschränkten Mengen von bioaktiven Peptiden und
Proteinen in wirtschaftlich brauchbaren Mengen zur Verfügung gestellt. Daher
ist es absehbar, dass die natürliche Permeabilität von Lebewesen, einschließlich
denen des menschlichen Darms, als Hilfsmittel für die Verabreichung von Peptiden
und Proteinwirkstoffen, um Einfluss auf physiologische Kontrollprozesse zu erhalten,
verwendet wird. Offensichtlich orientierte Anwendungsgebiete der Erfindung umfassen
die kontrollierte Reproduktion, Wachstumsbeschleunigung, Verbesserung des Immunsystems,
therapeutische und ernährungsphysiologische Verbesserung.
Der orale Weg zur Impfung liefert signifikante Vorteile, indem er
Laborkosten senkt, zeitsparend ist, die Möglichkeiten der Kreuz-Kontamination
mit Nadeln senkt und keine aufwendige Handhabung beansprucht, oder die Entsorgung
von Behandlungsflüssigkeiten benötigt. In Anbetracht der vorliegenden
Zusammenfassung kann jedoch die orale Impfung nur auf Basis antigener Verbindungen
in Betracht gezogen werden. Versuche mit synthetischen Virus-Impfstoffen, basierend
auf Peptiden, in höheren Wirbeltieren wurden als erfolgreich dargestellt, obwohl
gegenteilige Ergebnisse in großen Feldversuchen auftraten. Für Impfprogramme
ist es vorstellbar, dass Impfstoffe mit rekombinanten Untereinheiten, die aus Glycoprotein/Nukleoproteinen
bestehen, in die Nahrung eingebracht werden können.
Eine Strategie, die Infektionen in allen Individuen kontrollieren
könnte, wäre jede Art der Immunisierung, die den Transport und somit die
Übertragung von Mikroben verhindert oder im Wesentlichen verhindert. Im Falle
der Immunisierung von jungen Kindern mit Haemophilus influenzae, beispielsweise
mit Polysaccharid-Konjugaten der Gruppe b wurde festgestellt, dass die Übertragung
von etwa 4% auf weniger als 1 % vermindert wurde, eine mögliche Erklärung
für die gleichzeitige Immunität der Herde. Falls ein Impfstoff die Kolonisation
von Mikroben verhindern könnte, wäre zu erwarten, dass ein derartiger
Impfstoff beinahe alle Infektionen der gleichen Art von Mikroben in den immunisierten
Patienten oder Tieren verhindern könnte. Da auch nicht immunisierte Patienten
Mikroben von anderen akquirieren müssen, sollte ein Impfstoff, der die Übertragung
reduziert, die Infektionen in immunisierten ebenso wie auch nicht immunisierten
Patienten vermindern. In der Tat könnte ein aggressives Immunisierungsprogramm,
gepaart mit antibiotischer Behandlung von nachgewiesenen Überträgern,
in der Lage sein, das Reservoir dieser Organismen zu eliminieren.
Der bestimmende Faktor der spezifischen Immunität auf der Oberfläche
der Magenschleimhaut ist das sekretorische IgA (S-IgA), welches physiologisch und
funktionell von den Bestandteilen des Immunsystems des Kreislaufssystems getrennt
ist. Die mukosale S-IgA-Antwort wird vorwiegend von dem allgemeinen mukosalen Immunsystem
(CMIS) eingeleitet, in dem Immunogene von spezialisierten lymphepithelialen Strukturen,
allgemein als Mukose-assoziiertes Lymphgewebe (MALT) bezeichnet, aufgenommen werden.
Daher kann die Immunisierung in dem Darm die mukosale Immunität
in den oberen Atemwegen und umgekehrt auslösen. Die am besten bekannten MALT-Strukturen
sind die intestinalen Peyer'schen Platten. Weiterhin ist es wichtig anzumerken,
dass die orale Immunisierung eine Antigen-spezifische IgG-Antwort in der Körperregion
zusätzlich zu den mukosalen IgA-Antikörpern auslöst.
Die meisten löslichen, nicht-replizierenden Antigene sind schlechte
mukosale Immunogene, besonders über den peroralen Weg, wahrscheinlich weil
die Verdauungsenzyme diese abbauen und diese wenig oder keinen Tropismus für
das Darmassoziierte Lymphgewebe (GALT) haben. Eine beachtenswerte Ausnahme ist das
Choleratoxin (CT). CT ist ein wirkungsvolles mukosales Immunogen, wahrscheinlich
aufgrund der GM1 gangliosid-Bindungseigenschaft seiner Bindungs-Untereinheit, CTB,
welches es ihm ermöglicht, von M-Zellen der Peyer'schen Platten aufgenommen
zu werden und zu den darunter liegenden immunokompetenten Zellen zu gelangen. Um
zusätzlich ein gutes mukosales Immunogen zu sein, ist CT ein Förderer,
der die mukosale Immunogenität von anderen löslichen Antigenen, die mit
ihm gemeinsam verabreicht werden, verstärkt. Ebenso verbleibt es in gewisser
Weise kontrovers, da reines oder rekombinantes CTB höchst wahrscheinlich diese
Eigenschaften nicht aufweist, wenn es über den Magen (i.g.) als ein Verstärker
verabreicht wird. Sehr kleine Mengen (< 1 mg) von intaktem CT können jedoch
synergistisch mit CTB als oraler Verstärker wirken. Diese Ergebnisse können
die offensichtlich verstärkende Aktivität von vielen kommerziellen Präparationen
von CTB, die gewöhnlich kleine Mengen von CT enthalten, erklären.
Während die Entdeckung von Peptidverbindungen, die einen Nährwert
und therapeutischen Wert haben, in den letzten Jahren stark anstieg, so weist die
Entwicklung von brauchbaren physiologisch aktiven Versorgungssystemen für viele
dieser Komponenten die oft nachgewiesene Problematik auf. Der Magen-Darm-Trakt sekretiert
eine Vielzahl von Stoffen, die Polypeptide metabolisieren.
Beispielhaft für solche katabolischen Stoffe sind Pepsin, Trypsin,
Chymotrypsin, Carboxypolypeptidasen, Aminopolypeptidasen und Dipeptidasen. Polypeptide,
die dem Katabolismus in dem Magen und Dünndarm entkommen, werden durch die
Zellen, die den Magen-Darm-Trakt auskleiden, zum Eingang des Kreislaufsystems transportiert,
welches absorbierte Polypeptide zu der Leber transportiert. Die absorbierten Polypeptide
werden einem weiteren Abbau durch eine Vielzahl von metabolischen Prozessen in der
Leber unterworfen. Ein derartiger Abbau von absorbierten Stoffen aus dem Blut in
der Leber, bevor derartige Materialien in den allgemeinen systemischen Blutkreislauf
gelangen, ist in der Pharmazie als "der erste Überführungseffekt" bekannt.
Aus diesem Grunde müssen die meisten, wenn gar nicht alle dieser
Komponenten parenteral, wie beispielsweise subkutan, intramuskulär oder intraperitoneal
injiziert werden. Da die meisten Patienten sich parenterale Arzneimittelformulierungen
nicht selbst verabreichen können, ist es häufig notwendig, dass Arzneimittel
dieses Typs ambulant verabreicht werden, was zu zusätzlichen Kosten, die mit
deren Verwendung verbunden sind, führt.
Darauf aufbauend auf der Annahme, dass die orale Verabreichung bioaktiver
Peptide und Proteine gegenüber einigen tierischen Spezies wie beispielsweise
gegenüber gezüchteten und aquakulturierten Spezies den Nutzen mit sich
bringt, könnte es als vorteilhaft angesehen werden, die Aufnahme von pharmazeutischen
Formulierungen zu verbessern.
Aus diesem Grunde besteht dringender Bedarf für ein neues, effizientes,
kosteneffektives und nicht invasives Verfahren zur Verabreichung an Patienten und
Tieren einer Zusammensetzung, die Nahrungsmittel und therapeutisch wirksame Zusammensetzungen,
insbesondere Peptide enthält, die andererseits ungeeignet für die orale
Verabreichung sind.
Zusammenfassung der Erfindung
Ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist es, eine Zusammensetzung
zur oralen Verabreichung an einem Mensch oder einem Tier, einschließlich Säugetieren,
Vögeln, Insekten und Fischen zur intestinalen Abgabe eines physiologisch aktiven
Agens zur Verfügung zu stellen, wobei diese Zusammensetzung ein neutralisierendes
Agens, das zur Anhebung des im Magen herrschenden pH-Wertes auf Werte zwischen 6,5
bis 9 in dem Verdauungssystem des Tieres geeignet ist, um die chemische Denaturierung
des besagten physiologisch aktiven Agens zu verhindern, einen Inhibitor von Verdauungsenzymen
zur Verhinderung der enzymatischen Verdauung des besagten physiologisch aktiven
Agens, und eines die Aufnahme verstärkenden Agens, das die intestinale Absorption
eines physiologisch aktiven Agens erhöht, ist. Die Erfindung basiert ebenso
auf der Entdeckung, dass die Kombination dieser drei Agentien zusätzliche und
synergistische intestinale Abgabe und Aufnahme liefert, wenn sie gleichzeitig verwendet
werden.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist es, die Verwendung
der Zusammensetzung bei der Herstellung eines Medikamentes zur Behandlung von intestinalen
mikrobiellen Infektionen in einem Tier, welches die Verabreichung einer ausreichenden
Menge einer Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst,
wobei das physiologisch aktive Agens ein antimikrobielles Agens ist.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Zusammensetzung
zur oralen Verabreichung an einem Tier zur intestinalen Abgabe eines physiologisch
aktiven Agens zur Verfügung gestellt, wobei die Zusammensetzung der vorliegenden
Erfindung zumindest ein neutralisierendes Agens in einer Konzentration zwischen
etwa 1 bis 60 Gew.-%, einen enzymatischen Inhibitor in einer Konzentration von etwa
1 bis 50 Gew.-% und das die Aufnahme fördernde Agens in einer Konzentration
zwischen etwa 0,1 bis 50 Gew.-% vorhanden ist, enthält.
Die erfindungsgemäße Zusammensetzung umfasst weiter ein
physiologisch aktives Agens ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus therapeutischen
Agenzien, Ernährungsprodukten, Mucopolysacchariden, Lipiden, Kohlenhydraten,
Steroiden, Hormonen, Wachstumshormon (GH), Wachstumshormon abgebendes Hormon (growth
hormone releasing hormone, GHRH), epithelialem Wachstumsfaktor, vaskulärem
endothelialem Wachstums- und Permeabilitätsfaktor (vascular endothelial growth
and permeability factor (VEGPF), Nervenwachstumsfaktor (nerve growth factor), Cytokinen,
Interleukinen, Interferonen, GMCSF, hormonähnlichem Produkt,
neurologischem Faktor, neurotropem Faktor, Neurotransmitter, Neuromodulator, Enzym,
Antikörper, Peptid, proteinartiges Fragment, Vaccin, Zusatzstoff, ein Antigen,
immunstimulierender oder -inhibierender Faktor, hämatopoetischer Faktor, Antikrebsprodukt,
antiinflammatorisches Agens, antiparasitäre Verbindung, antimikrobielles Agens,
Nukleinsäurefragment, Plasmid-DNA-Vektor, Zellprolieferationsinhibitor oder
-aktivator, Zelldifferenzierungsfaktor, Blutgerinnungsfaktor, Immunglobulin, antiangiogenetisches
Produkt, negative selektive Marker oder "Suizid"-Agens, toxische Verbindung, Antiangiogenese-Agens,
Polypeptid, Antikrebs-Agens, Säureproduktions-Medikamente und Histamin H2-Rezeptor
Antagonist.
Die erfindungsgemäße Zusammensetzung umfasst ein neutralisierendes
Agens, das in einer Menge vorhanden ist, die ausreichend ist zur Neutralisierung
des Abbaus durch Säure in dem Verdauungssystem des Wirts-Tieres, um die Abgabe
eines physiologisch aktiven Agens zu dem Tierdarm zu gestatten, wobei das neutralisierende
Agens aus der Gruppe bestehend aus Antisäuren, Natriumbicarbonat, Natriumcarbonat,
Natriumcitrat, Natriumhydrogencarbonat, Calciumphosphat, Calciumcarbonat, Magnesiumsalzen,
Magnesiumcarbonat, Magnesiumtrisilikat, Magnesiumhydroxid, Magnesiumphosphat, Magnesiumoxid,
Bismuthsubcarbonat und Kombinationen davon ausgewählt sein kann.
Die Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung kann ein neutralisierendes
Agens umfassen, welches ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Natriumcarbonat
in einer Konzentration von 10 bis 20 Gew.-% und Calciumcarbonat in einer Konzentration
von 10 bis 20 Gew.-% bezogen auf die Zusammensetzung.
Erfindungsgemäß wird eine Zusammensetzung zur Verfügung
gestellt, die zumindest einen Enzyminhibitor in einer Menge umfasst, die ausreichend
ist, um den Abbau des physiologisch aktiven Agens durch Verdauungsenzyme in dem
Verdauungssystem eines Menschen oder Tieres im Wesentlichen zu verhindern und um
die Abgabe des besagten physiologisch aktiven Agens zu dem Darm des Menschen oder
Tieres zu gestatten.
Der Inhibitor der Verdauungsenzyme kann ausgewählt sein aus der
Gruppe bestehend aus Antiproteasen, Eialbumin, Inhibitoren auf Pflanzenbasis aus
Ölsaaten, Sojabohnen, Kidneybohnen, Saubohnen, Reiskleie, Weizenkleie, Ethylendiamintetraacetat,
alpha-1-Antitrypsin, Albumin, Ovalbumin und Proteosomen.
Die Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung kann
Pepsininhibitoren, Enteropeptidase-Inhibitoren und/oder Albumin in einer Konzentration
zwischen 10 bis 20 Gew.-% enthalten.
Die Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung kann
ein Aufnahmeverstärkendes Agens enthalten, welches aus Gallensalz, Saponin,
Deoxycholat, Natriumsalicylat, Natriumlaurylsulfat, Ölsäure, Linolsäure,
Monoolein, Lecithin, Lysolecithin, Polyoxyethylen-Sorbitanester, p-t-Octylphenoxypolyoxyethylen,
N-lauryl-fi-D-maltopyranosid, 1-Dodecylazacycloheptan-2-azon und Phosphorlipiden
bestehen kann.
Das die Aufnahme-verstärkende Agens kann das Natriumdeoxycholat
in einer Konzentration zwischen 1 bis 5 % sein.
Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann weiterhin mindestens
einen zusätzlichen Bestandteil ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus
Ethylendiamintetraacetat, Konservierungsmitteln, Antioxidantien, Farbstoffen, Bindern,
Tracern, einem oder mehreren Süßungsmitteln, oberflächenaktiven Mitteln,
Trennmitteln, Aromastoffen, Mehl, Bohnen, Hefe, Brauereihefe, Mineralöl, Pflanzenöl,
tierisches Öl, Gleitmittel, Salbe und Kombinationen davon enthalten.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist, dass das physiologisch
aktive Agens bei der Abgabe in dem Mensch- oder Tierdarm von dem Darm zur systemischen
Abgabe absorbiert wird oder einen effektiven physiologischen Effekt auf die Darmwand
ausübt.
Ebenso kann die erfindungsgemäße Zusammensetzung es einem
physiologisch aktiven Agens, wenn dieses einem Menschen- oder Tierdarm verabreicht
wird erlauben, einen physiologischen Effekt auf den Inhalt des Darmes auszuüben.
Die Applikation kann weiterhin verwendet werden, um den Nahrungstransport durch
den Darm oder die Behandlung von Infektionskrankheiten zu stimulieren.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist das physiologisch aktive
Agen geeignet, um eine mukosale oder systemische Immunantwort in dem Wirts-Menschen
oder -Tier gegen Schleimhaut-Infektionskrankheiten auszulösen. Es wird die
Verwendung einer Zusammensetzung zur Herstellung eines Medikamentes zur Immunisierung
eines Trägers gegenüber mukosalen Mikroorganismen zur Verfügung gestellt,
welches die orale Verabreichung an dem jetzt in einer immunisierenden Menge des
mikrobiellen Oberflächenproteins in Form von abgetöteten ganzen Mikroorganismen,
einem Lysat von Mikroorganismen oder eines isolierten Antigens oder eines immunologischen
Fragments davon umfasst.
Die vorliegende Erfindung stellt weiterhin eine Zusammensetzung zur
oralen Verabreichung an einen Wirt, bevorzugt zur Verabreichung in den Darm (Magen,
Verdauungstrakt) oder einen Wirt zur Verfügung, um diesen zu schützen
oder um eine Immunantwort gegenüber den mikrobiellen Infektionen auszulösen.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die Verwendung einer
Zusammensetzung bei der Herstellung eines Medikamentes zur Behandlung intestinaler
mikrobieller Infektionen an einem Tier zur Verfügung gestellt, welche das Verabreichen
der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung, die ein antimikrobielles Agens in
einer Menge, die ausreichend für therapeutische Effektivität ist, umfasst.
Die mikrobiellen Infektionen können durch Mikroorganismen ausgelöst
werden, die ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Bakterien, Pilzen,
Hefen, Viren, Staphylokokken, Streptokokken, Mikrokokken, Peptokokken, Peptostreptokokken,
Enterokokken, Bazillen, Clostridium, Lactobazillus, Listeria, Erysipelothrix, Propionibakterium,
Eubakterium, Corynobakterium, Mycoplasmen, Ureaplasmen, Streptomyces, Haemophilus,
Nesseria, Eikenellus, Moraxellus, Actinobazillus, Pasteurella, Bakteroide, Fusobakterien,
Prevotella, Porphyromonas, Veillonella, Treponema, Mitsuokella, Capnocytophaga,
Campylobacter, Klebsiella, Chlamydia und Koliformen.
Das antimikrobielle Agens, welches zur Behandlung der mikrobiellen
Infektionen verwendet wird, kann aus der Gruppe ausgewählt sein bestehend aus
Antibiotika, Bacteriocinen, Lantibiotika, Probiotika, Antipilzmittel, Antimykotika,
antiparasitären Mitteln, Aminoglycosiden, Vancomycin, Rifampin, Lincomycin,
Chloramphenicol und des Fluorquinol, Penicillin, beta-Lactame, Amoxicillin, Ampicillin,
Azlocillin, Carbencillin, Mezlocillin, Nafcillin, Oxacillin, Piperazillin, Ticarcillin,
Ceftazidim, Ceftizoxim, Ceftriaxon, Cefuroxim, Cephalexin, Cephalothin, Imipenen,
Aztreonam, Gentamicin, Netilmicin, Tobramycin, Tetracycline, Sulfonamide, Niacrolide,
Erythromicin, Clarithromicin, Azithromycin, Polymyxin B, Clindamycin Antibiotika
sowie Kombinationen dieser.
Die Erfindung stellt ebenso die Verwendung einer Zusammensetzung zur
Herstellung eines Medikamentes zur syntemischen Verabreichung zur Verfügung,
welche die orale Verabreichung eines therapeutischen Agens zur Behandlung von gesundheitlichen
Beeinträchtigungen eines Tieres, die ferner einen geeigneten pharmazeutischen
Träger umfassen kann, zur Verfügung.
Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann bei der Herstellung
von Medikamenten oder Nahrungsmitteln verwendet werden.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ebenfalls ein Verfahren
zur Verbesserung der intestinalen Aufnahme beim Menschen oder Tier zur Verfügung
gestellt, welches die orale Verabreichung einer physiologisch effektiven Menge eines
physiologisch aktiven Agens umfasst.
Zum Zwecke der vorliegenden Erfindung werden die Begriffe wie nachfolgend
definiert.
Der Begriff "therapeutisches Agens" wird im allgemeinen Sinne verwendet
und umfasst Behandlungsagenzien, prophylaktische Agenzien, Ersatzagenzien und mikrobielle
Agenzien.
Der Begriff "allgemeines Immunsystem der Magenschleimhaut" bezieht
sich auf die Tatsache, dass die Immunisierung an jeder Stelle der Magenschleimhaut
eine Immunantwort an allen anderen Stellen der Magenschleimhaut hervorrufen kann.
Die Begriffe "Protein", "Peptid" und "Polypeptid" beziehen sich auf
beide, die natürlich vorkommenden chemischen Einheiten und die strukturell
ähnlichen bioaktiven Äquivalente, erhalten von entweder endogenen, exogenen
oder synthetischen Quellen und werden unter der Bedeutung von Polymeren von Aminosäuren
verknüpft über eine Verbindung des Amidtyps, bekannt als Peptidbindung,
verwendet.
Der Begriff "strukturell ähnliche bioaktive Äquivalente"
bedeutet ein Polypeptid mit einer Aminosäurensequenz, welche – obwohl
nicht identisch mit dem natürlich vorkommenden Peptid – in der Struktur
ausreichend ähnlich ist, um im Wesentlichen äquivalente therapeutische
Wirkung hervorzurufen im Hinblick auf den Effekt, der von dem natürlichen Peptid
selbst hervorgerufen wird.
Unter dem Begriff "therapeutisch effektive Menge" eines Medikamentes
ist eine ausreichende Menge einer Verbindung gemeint, um den angestrebten therapeutischen
Nutzen zu erreichen in einem vernünftigen Nutzen/Risiko-Verhältnis, anwendbar
bei jeglicher medizinischer Behandlung. Es wird jedoch verstanden werden, dass die
gesamte tägliche Dosis des Medikamentes und der Zusammensetzung der vorliegenden
Erfindung durch den behandelnden Arzt unter Einbeziehung des medizinischen Beurteilungsvermögens
festgelegt werden wird. Die spezifische therapeutische effektive Höhe der Dosis
für jeden besonderen Patienten wird von einer Vielzahl von Faktoren einschließlich
der zu behandelnden Krankheit und der Schwere der Krankheit, der Aktivität
der verwendeten Verbindung, der verwendeten spezifischen Zusammensetzung, dem Alter,
dem Körpergewicht, der generellen Gesundheit, dem Geschlecht und der Ernährung
des Patienten, der Zeit der Verabreichung, des Verabreichungsweges und der Ausscheiderate
der verabreichten spezifischen Komponente, der Dauer der Behandlung, der Arzneimittel,
die in Kombination oder übereinstimmenden spezifischen Verbindungen gegeben
werden und ähnlicher Faktoren, die auf dem Gebiet der Medizin bekannt sind,
variieren. Beispielsweise ist es auf diesem Gebiet sehr wohl bekannt, mit geringeren
Dosen als benötigt zu beginnen, um den gewünschten therapeutischen Effekt
zu erreichen und die Dosis graduell zu steigern, bis der gewünschte Effekt
erreicht ist.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 zeigt den Einfluss von ansteigendem Natriumdeoxycholat
(g Natriumdeoxycholat/kg Bypass-Cocktail) auf die Gewichtszunahme der Regenbogenforelle
in allen Tanks;
2 zeigt den Einfluss von ansteigendem Natriumdeoxycholat
(g Natriumdeoxycholat/kg Bypass-Cocktail) auf die Gewichtszunahme der Regenbogenforelle
in den außergewöhnlichen Tanks;
3 zeigt den prozentualen Anstieg des Gewichts von Bachsaiblingen
in bST-supplementiertem Bypass-Cocktail mit ansteigenden Spiegeln von Natriumdeoxycholat;
4 zeigt die Gewichtszunahme von Fischen der Kontrolle
und injizierten Fischen;
5 zeigt die Inhibitionskurve für gefriergetrocknetes
Ovalbumin von der OraljectTM-Formulierung;
6 zeigt die Inhibitionskurve für rote Kidneybohnen
der OraljectTM-Formulierung;
7 zeigt die Inhibitionskurve für Sojabohnen der
OraljectTM-Formulierung;
8 zeigt die Inhibitionskurve für Saubohnen der
OraljectTM-Formulierung;
9 zeigt die Inhibitionskurve für EDTA der OraljectTM-Formulierung;
10 zeigt die Inhibitionskurve der Weizenkleie der OraljectTM-Formulierung;
11 zeigt die Inhibitionskurve für sprühgetrocknetes
Ovalbumin der OraljectTM-Formulierung;
12 zeigt die Inhibitionskurve für kombinierte
Inhaltsstoffe der OraljectTM-Formulierung;
13 zeigt die Standardkurve für HRP in dem Plasma
von Regenbogenforellen; und
14 zeigt den Effekt der OraljectTM auf die
HRP-Aufnahme.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft die Verabreichung von therapeutischen
Proteinen und Polypeptiden in oraler Dosierungsform. Die Erfindung liefert eine
gesteigerte Absorption durch den Magen-Darm-Trakt und stark verbesserte Bioverfügbarkeit
der Proteine/Peptide im Vergleich zu den Formulierungen aus dem Stand der Technik.
Die Erfindung ist sowohl bei der humanen als auch der veterinären Ernährung,
Therapie und Behandlung von Nutzen. Wie hierin und in den anhängigen Ansprüchen
verwendet, umfasst der Begriff "Polypeptide" Proteine und Peptide, ebenso wie Polypeptide
nach dem Schutzbereich der Erfindung fallen.
Die Verbindungen und Zusammensetzungen des Gegenstandes der Erfindung
sind zur Verabreichung biologischer oder chemischer aktiver Agenzien zu vielerlei
Tieren wie beispielsweise Vögeln, Fischen, Säugetieren
(wie beispielsweise Primaten und insbesondere Menschen) und Insekten geeignet. Das
System ist insbesondere vorteilhaft zur Verabreichung physiologischer, biologischer
oder chemisch aktiver Agenzien, die sonst abgebaut oder durch Bedingungen, die vorstehend
beschrieben wurden, weniger effektiv gemacht wurden, bevor das aktive Agens sein
Zielgebiet (d.h. das Gebiet, in dem das aktive Agens der abgebenden Zusammensetzung
freigesetzt werden soll) innerhalb des Körpers des Tieres, dem es verabreicht
wird, erreicht. Insbesondere sind die Verbindungen und Zusammensetzungen der vorliegenden
Erfindung zur oralen Verabreichung aktiver Agenzien, insbesondere derer, die üblicherweise
nicht oral verabreichbar sind, nützlich.
Die vorliegende Erfindung ist insbesondere nützlich für
die Verabreichung von Polypeptiden einschließlich Proteinen, wie beispielsweise,
jedoch nicht beschränkt auf therapeutische Agenzien, Ernährungsprodukte,
Mucopolysaccharide, Lipide, Kohlenhydrate, Steroide, Hormone, das Wachstumshormon
(GH), Wachstumshormon abgebendes Hormon (growth hormone releasing hormone) (GHRH),
epithelialen Wachstumsfaktor, vaskuläre endothelialem Wachstums- und Permeabilitätsfaktor
(vascular endothelial growth and permeability factor (VEGPF), Nervenwachstumsfaktor
(nerve growth factor), Cytokinen, Interleukinen, Interferonen, CMCSF, hormonähnlichem
Produkt, neurologischem Faktor, neurotropem Faktor, Neurotransmitter, Neuromodulator,
Enzym, Antikörper, Peptid, proteinartiges Fragment, Vaccin, Adjuvanz, ein Antigen,
immunstimulierender oder -inhibierender Faktor, hämatopoietischer Faktor, Antikrebsprodukt,
antiinflammatorisches Agens, antiparasitäre Verbindung, antimikrobielles Agens,
Nukleinsäurefragment, Plasmid-DNA-Vektor, Zellprolieferationsinhibitor oder
-aktivator, Zelldifferenzierungsfaktor, Blutgerinnungsfaktor, Immunoglobolin, antiangiogenetisches
Produkt, negative selektive Marker oder "Suidzid"-Agenzien, toxische Verbindung,
Antiangiogeneseagenz, Polypeptid, Antikrebsreagenz, Nukleotide und dergleichen und
strukturell ähnliche bioaktive Äquivalente dieser.
In Übereinstimmung mit einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung wird eine Zusammensetzung zur oralen Verabreichung und intestinaler Freisetzung
einer Nahrungsmittelkomponente oder eines therapeutischen Polypeptids, welches ausgestattet
sein kann, jedoch ohne Beschränkung auf die hierin beschriebenen Produkte mit
Desoxycholat und Saponinen in einem Verhältnis, um eine wesentlich verbesserte
Absorption und systemische Bioverfügbarkeit des Peptides durch die Magen-Darm-Schleimhaut
des Wirtes zu erhalten, zur Verfügung zu stellen. Die Zusammensetzung umfasst
ebenfalls ein pH-neutralisierendes Agens; wie beispielsweise, jedoch nicht beschränkt
auf Natriumcarbonat und Calciumcarbonat und zumindest einen Inhibitor für Verdauungsenzyme,
wie beispielsweise, jedoch nicht beschränkt auf Eialbumin. Diese Zusammensetzung
ist bevorzugt fest, so dass sie einfach bei der Formulierung oraler Zusammensetzungsformen
zu handhaben ist. Die Neutralisierung des pH ist in erster Linie deshalb angestrebt,
um den pH in dem Verdauungstrakt auf das Säure-Base-Gleichgewicht, verglichen
mit den meisten bekannten aktiven biologischen natürlichen oder synthetischen
Produkten herzustellen. Der pH des Verdauungstraktes wird auf Werte zwischen 6,5
und 9 angehoben.
Es sollte selbstverständlich sein, dass die vorstehende Arzneimittel-Liste
lediglich zu illustrativen Zwecken dient und nicht als eine alles umfassende Liste
aller Arzneimittel, die unter Verwendung der oralen Verabreichungszusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung nützlich zusammengesetzt oder neu zusammengesetzt
sein können. Weitere physiologisch aktive Verbindungen, die in den Zusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung eingeschlossen sein können, umfassen biologisch
aktive Verbindungen wie beispielsweise Proteine, Enzyme, Anti-Enzyme, Peptide, Catecholamine,
Antihistamine, Schmerzmittel und dergleichen. Zum Zwecke der vorliegenden Erfindung
wird "biologisch" derart definiert, dass er jegliche Ernährungs- oder medizinisch
nützliche Zusammensetzung, abgeleitet aus einer biologischen Quelle und/oder
eines synthetisch pharmakologischen Äquivalents daraus wie beispielsweise Insulin,
Häm, Heoglobin (bovines, humanes oder synthetisches) und Hormone, bedeutet;
"Enzyme" oder "Enzymsystem" ist definiert als jegliches Protein oder Proteinkonjugat,
welches biologisch oder synthetisch hergestellt ist und das als Biokatalysator fungiert,
zu bedeuten. Weitere medizinisch nützliche Zusammensetzungen, die dem Fachmann
bekannt sind, beispielsweise Globulin, eines oder mehrere Glycoproteine wie beispielsweise
Erythropoeitin, können ebenso in die erfindungsgemäße Zusammensetzung
eingeschlossen sein.
Die Menge des therapeutischen Polypeptides kann in Abhängigkeit
von verschiedenartigen Faktoren wie beispielsweise in Abhängigkeit des zur
Verfügung gestellten Peptids, der zu behandelnden Krankheit, dem jeweiligen
Patienten und dergleichen in weiten Schranken variieren. Die Menge wird eine therapeutisch
wirksame Menge sein, worunter zu verstehen ist, dass die Menge einen therapeutischen
Effekt liefern wird, was mit Hilfe der in der Medizin etablierten Methoden untersucht
werden kann.
Eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die
Verwendung enterischer Beschichtungen, die für Tabletten und Kapseln verfügbar
sind. Enterische Beschichtungen werden in dem Magen intakt bleiben,
werden sich aber schnell auflösen, nachdem sie in dem Dünndarm angelangt
sind, woraufhin sie den Wirkstoff an Stellen stromabwärts des Dünndarmes
(beispielsweise dem Krummdarm und Dickdarm) freisetzen. Enterische Beschichtungen
sind dem Fachmann gut bekannt. Alternativ kann eine orale Verabreichungskapsel,
die den Wirkstoff kontrolliert freisetzt hergestellt werden, um den Wirkstoff nach
einer vorbestimmten Zeitdauer freizusetzen und somit, nachdem die Kapsel in den
Krummdarm oder Dickdarm eingedrungen ist, kann diese verwendet werden, um die Formulierung
der vorliegenden Erfindung dort freizusetzen. Derartige Kapseln umfassen das CHRONSETTM-Freisetzungshilfsmittel
(ALZA Corporation, Palo Alto, Californien) und das PulsincapTM-Freisetzungshilfsmittel
(R.P. Scherer Co.).
Die Zusammensetzung kann weiterhin ein Ionenpaar bildendes Reagenz
umfassen, wobei das molare Verhältnis des Ionenpaar bildenden Reagenzes zu
dem Wirkstoff von etwa 2 : 1 bis etwa 10 : 1 reicht. Das Ionenpaar bildende Reagenz
wird deshalb hinzugegeben, um die Lipophilie des gelösten physiologischen aktiven
Agens oder des Wirkstoffes zu steigern und dadurch dessen Membranpermeabilität
zu verbessern. Die Verbesserung der Lipophilie des Wirkstoffes kann ebenfalls einen
gewissen Schutz des Wirkstoffes vor enzymatischer Deaktivierung ebenso wie vor Abbau
des Peptides, der in vivo in der wässrigen Umgebung des Magen-Darm-Traktes
vorkommt, liefern. Typische Ionenpaar bildende Reagenzien umfassen Natriumdecansulfonat,
Natriumlaurylsulfonat und Natriumbenzoat.
Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
kann die Zusammensetzung optional von etwa 1% bis etwa 5% bezogen auf das Gesamtvolumen
der Zusammensetzung eines Darmschleimhautmembran-transportverbessernden Agens, Deoxycholat
enthalten. Derartige Agenzien fördern die Absorption des therapeutischen Agens
über das Darmgewebe in die intestinale Mukosa und direkt in den Blutstrom des
Probanden. Ebenso können Gewebetransport-verbessernde Agenzien nützlich
für die Verwendung der vorliegenden Zusammensetzung sein. Diese sind ausgewählt
aus essentiellen oder flüchtigen Ölen oder aus nicht-toxischen, pharmazeutisch
anwendbaren organischen oder anorganischen Säuren oder Salzen und Estern dieser.
Essentielle oder flüchtige Öle, die in der Zusammensetzung verwendet werden
können, sind ausgewählt aus Sojabohnenöl, Saubohnenöl, Reisöl,
Fischöl. Das bevorzugte essentielle Öl ist Fischöl.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung kann die Zusammensetzung zusätzlich Agenzien wie beispielsweise Konservierungsmittel
und Antioxidantien enthalten. Typische Konservierungsmittel umfassen Natriumbenzoat,
Sorbinsäure und die Methyl- und Propylester von para-Hydroxybenzoesäure
(Parabene). Charakteristische Antioxidantien umfassen butylierte Hydroxyanisole,
butylierte Hydroxytoluole, Nordihydroguaiaretinsäure, die Gallate wie beispielsweise
Propylgallat, Hydrochinon, Propylethylmethylguaethol und Alkylthiopropionate oder
wasserlösliche Agenzien wie beispielsweise Alkanolamine, Alkohole und Propylenglykol.
Das am meisten bevorzugt Antixodans ist TenoxTM GT1 (1:1 Vitamin E-Sojabohnenöl),
vorliegend in einer Konzentration zwischen etwa 5 % bis etwa 25 % bezogen auf das
Gesamtvolumen des Tröpfchens.
Die orale Absorption von rekombinantem humanem GH durch den Karpfen
ist um etwa das 1000-fache erhöht, wenn dieses gemeinsam mit Deoxycholat gegeben
wird.
Um die pharmazeutische Formulierung der vorliegenden Erfindung herzustellen,
werden die Bestandteile im trockenen Zustand gemeinsam gemischt, woran anschließend
die kleine Menge des Öles hinzugefügt wird. Diese Verbindungen werden
gemeinsam gemischt, bis eine homogene Mischung der Bestandteile daraus resultiert.
Die daraus resultierende Feststoffformulierung kann in Tabletten gepresst werden
und diese mit einer geeigneten enterischen Beschichtung versehen werden. Alternativ
kann die Feststoffformulierung in einer Kapsel, gebildet aus Gelatine oder dergleichen
und beschichtet mit einer enterischen Verbindung oder in einem Freisetzungshilfsmittel
zur kontrollierten Freisetzung, wie beispielsweise dem CHRONSETTM platziert
werden. Die Feststoffformulierung stellt ein Hilfsmittel zur leichten und einfachen
Herstellung einer Dosierungsform dar.
Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
umfasst die Zusammensetzung:
Eine Ausführungsform der Erfindung ist es, ein Verfahren zur
Freisetzung von Hormonen und Pharmazeutika an einem tierischen oder menschlichen
Wirt zur Verfügung zu stellen.
Auf dem Gebiet der Viehzucht hat sich die Produktion von verschiedenen
Spezies von Fischen als besonders bedeutend herausgestellt. Die Kontrolle der Reproduktionsphysiologie
ist von besonderer Bedeutung. Der erste Anhaltspunkt der Erfindung zur Manipulation
der Fischreproduktion durch das Füttern bioaktiven Materials wurde von Studien
geliefert, die sich mit Säugetieren und amphibischen Hypophysen beschäftigten.
Demnach wurde beobachtet, dass der diätetische Ersatz oder die Ergänzung
mit Hypophysenpräparationen die Hochzeitsfärbung des teilweise geschlechtsreifen
Bitterlings Acheilognathus inter-medeium einleitet, und den Eidurchmesser der Schmerle
Misgurnus anguillicaudatus erhöht, was zur Ovulation und einer Verkürzung
des Brutintervalles um 10 bis 15 Tage bei dem Schwertträger Xiphophorus helleri
führt und zu einer Vergrößerung der Eigröße und einer Induzierung
früherer Geschlechtsreife bei weiblichen Seeforellen Salvelinus fontinalis
führt. In ähnlicher Weise induzierte die orale Verabreichung von Lachs-Hypophysenextrakt
an dem Goldfisch C. auratus die Ovulation und gesteigerte Spermeation. Die Bedeutung
dieser Daten betrifft die begleitende Erhöhung von Gonadotropin (sGtH) im Plasma
von Lachsen, Testosteron und 17&agr;-20fi-Diphydroxy-4-pregnan-3-on, die eine
wahrscheinliche endokrin basierende Erklärung für die beobachteten Effekte
von weiteren Hypophysenpräparationen während früherer Untersuchungen
(d.h. die Aufnahme von GtH) liefern.
Aufgrund der Probleme, welche der Verwendung von Hypophysenpräparationen
und teilweise gereinigten Hormonen anhaften, würde es unwahrscheinlich erscheinen,
dass derartige Präparationen im Hinblick auf die Kontrolle der Reproduktion
bei der Viehzucht unter Verwendung des oralen Weges einen großen Nutzen bieten,
so lange diese nicht in einer Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung
formuliert sind. Eine relativ neue Innovation bei der Kontrolle der Reifung war
die Applikation des Gonadotropin-Freisetzungshormons. Viele der analogen Formen
des GnRH sind 50–100 mal effektiver bei der Auslösung der Ovulation
als die natürlichen Formen und umfassen diese, welche D-Aminosäuren enthalten
und haben terminale Enden, die mit Ethylamid substituiert sind. Diese Manipulationen
haben den Effekt, dass sie den Widerstand des Moleküls gegenüber der Proteolyse
erhöhen. GnRHs stimulieren die natürliche Freisetzung des GtH, weisen
eine Wirksamkeit in vielen Spezies auf, sind vergleichsweise einfach herzustellen
und aus diesen Gründen ökonomisch. Darüber hinaus sind diese Peptide
über einen weiten Temperaturbereich stabil und zeigen eine nicht variierende
Wirksamkeit. Bedeutsamerweise sind diese Peptide für eine undefinierte Zeitperiode
stabil, vorausgesetzt diese werden unter sterilen Bedingungen bei Temperaturen unterhalb
von –20% gelagert. Als solche stellen GnRHAs exzellente Kandidaten-Moleküle
für die Verwendung bei dem oralen Ansatz zur Kontrolle der Reproduktion dar.
Tatsächlich wurden ausreichend experimentelle Beweise gesammelt, so dass die
diätetische Freisetzung von GnRHAs mit oder ohne Dopamin-Agonisten mittlerweile
als ein Verfahren zur Kontrolle der letzten Stadien der Reifung von Fischen angesehen
wird. Obwohl sie teurer als traditionelle Verfahren (Injektion, Implantation) ist,
liefert die diätetische Verabreichung den Vorteil, stressfrei zu sein. Dieser
Vorteil bei der reproduktiven Biotechnologie ist besonders für Spezies, die
verwundbar bei der Handhabung und/oder zu klein für eine sichere Injektion
(d.h. bei zur Zierde gehaltenen Arten), besonders nützlich. Zusätzlich
liefert die chronische Behandlung mit GnRHAs Hilfsmittel, um die frühere Reife
einzuleiten, was bei der Herstellung von Rogen als vorteilhaft angesehen wird, oder
zur Verwendung mit Zuchtbecken zur Geschlechtsänderung geeignet ist.
Ebenso wie die Kontrolle der Reproduktion liefern Studien unter Verwendung
von Hypophysen als Nahrungsergänzungsmittel einen frühen Hinweis auf die
Möglichkeit der Manipulation des Wachstums von Knochenfischen unter Verwendung
von oralen Verabreichungstechniken. Daher wurde untersucht, dass die Fütterung
von Guppys Lebistes reticulatus mit einem Puder des Hypophysenvorderlappens zu einem
signifikant gesteigerten Wachstumsverhalten im Vergleich zu den Kontrollen führte.
Ebenso wurde ein 50%iger Anstieg der Länge, was bei den Schwertträgern,
die ausschließlich mit getrockneten Hypophysenvorderlappen von
Geburt an gefüttert wurden, beobachtet, während weitere Experimente eine
Verdoppelung des Gewichtes und eine Verdreifachung in der Länge von Seeforellen,
die 2 × wöchentlich mit Hypophysenvorderlappen gefüttert wurden,
zeigten. Die Behandlung von kultivierten Knochenfischen mit dem Wachstumshormon
(GH) und verwandten Peptiden liefert eine Vielzahl von potentiellen Vorteilen, und
verschiedene Studien haben bestätigt, dass oral verabreichtes GH nicht nur
in den Blutstrom eintritt, sondern auch die Wachstumsrate der Fische steigert. Der
Nachschub von rekombinantem GH ist derzeit stabil und die Produktion könnte
bei gesteigerter Nachfrage um ein Vielfaches gesteigert werden. Darüber hinaus
sind derartige rekombinante Proteine kosteneffektiv, wenn sie im industriellen Maßstab
hergestellt werden und können leicht in kommerzielle Nahrungsmittel eingearbeitet
werden. Während die strukturelle Integrität des GH-Moleküls als Precursor
für post-translational modifizierte Formen von Bedeutung sein kann, so können
Verfahren zur Verbesserung der strukturellen Integrität des Moleküls oder
Wirksamkeit einen Nutzen aus Sicht der oralen Verabreichungsmethode liefern. Die
Beschreibung von wachstumsfördernden Fragmenten des GH-Moleküls kann ebenso
Produkte zur Verfügung stellen, die eine größere Stabilität
gegenüber dem luminalen Abbau aufweisen.
Eine besondere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist
es, eine Zusammensetzung zur Verfügung zu stellen und die Verwendung, die es
erlaubt, den oralen Weg zur Impfung, was den signifikanten Vorteil mit sich bringt,
dadurch, dass es Laborkosten reduziert, zeitsparend ist, die Möglichkeiten
der Cross-Kontamination mit Nadeln einschränkt und dadurch, dass es keine aufwendige
Handhabung oder Entsorgung oder Behandlungsflüssigkeiten bedarf.
Der in erster Linie bestimmende Faktor der spezifischen Immunität
der Darmoberfläche ist das sektorische IgA (S-IgA), welches physiologisch und
funktionell unterschiedlich von den Komponenten des Immunsystems des Blutkreislaufes
ist. S-IgA-Antikörper-Antworten können lokal durch die Applikation von
geeigneten Immunogenen an einer besonderen Stelle des Darmes eingeleitet werden.
Der Großteil der mukosalen S-IgA-Antwort resultiert jedoch in der Immunität,
die über das gemeinsame mukosale Immunsystem (CMIS) generiert wird, indem Immunogene
von spezialisierten lympho-epithelialen Strukturen, allgemein bekannt als Mukosa-assoziiertes
Lymphgewebe (MALT), aufgenommen werden. Die besten immunologischen lympho-epithelialen
Strukturen sind das Darm-assoziierte Lymphgewebe (GALT) wie beispielsweise die intestinalen
Peyer'schen Platten. Andere strukturell und funktionell ähnliche Lymphoidfolikel
kommen an anderen mukosalen Oberflächen vor, einschließlich denen des
Verdauungstraktes.
Gemäß der vorliegenden Erfindung kann ein Wirt durch orale
Verabreichung von bakteriellen Protein-Immunogenen, bevorzugt gemischt mit einem
Adjuvanz wie beispielsweise Choleratoxin (CT) immunisiert werden. Selbstverständlich
ist das Adjuvanz, die Menge an Choleratoxin, welches verwendet wird, nicht giftig
für den Wirt.
Die Fähigkeit eines Impfstoffes, um gegenüber mikrobieller
Besiedelung zu schützen, wird hierdurch zur Verfügung gestellt und bedeutet,
dass die aktive Komponente gegen eine Krankheit nicht nur in dem immunisierten Wirt,
sondern durch Eliminierung der Übertragung zwischen immunisierten Individuen,
schützt und das Pathogen und somit jegliche Krankheit, die es hervorruft, von
der gesamten Population eliminiert wird.
Die orale Verabreichung kann ebenso Vergiftungen, welche von der Verabreichung
von Mikroben herrühren, verhindern, so dass die Impfung gegen beides –
mikrobielle Besiedlung und Sepsis – (systemische Infektion) schützen
kann.
Beispielsweise ist PspA ein bevorzugtes Antigen für pneumokokkale
Infektionen. In der veröffentlichten internationalen Patentanmeldung WO 92/14488,
deren gesamter Inhalt durch Bezugnahme hier mit eingebracht ist, sind DNA-Sequenzen
für das PspA-Gen von S. pneumoniae R×1, die Herstellung einer verkürzten
Form von PspA mittels Gentechnik und der Nachweis, dass derartig verkürzte
Formen von PspA-Mäusen, die mit lebenden Pneumokokken in Kontakt gebracht wurden,
Schutz verleiht, beschrieben.
Von den Sequenzen des PspA-Gens wurde gezeigt, dass PspA-Proteine
von variabler Größe sind (in etwa 70 kDa). Die C-terminalen 37% des Moleküls
sind größtenteils aus den 20 Aminosäuren-repeats zusammengesetzt,
die eine Bindestelle ausbilden, die es dem PspA erlaubt, an die Phosphocholinreste
der Lipoteichonsäuren des Pneumokokkos zu binden. Der zentrale Bereich des
PspA ist reich an Prolinen und ist mutmaßlich der Teil des Moleküls, der
durch die Zellwand hindurchgelangt. Die Sequenz der N-terminalen 80% des Moleküls
ist größtenteils beta-helical und enthält die Region des PspA, die
Antikörper, die schützend gegenüber der Sepsis sind, auslösen
kann. Obwohl PspAs allgemein zumindest leicht voneinander verschieden sind, gibt
es ausreichende Querreaktivität untereinander, so dass Antikörper oder
eine immunologische Antwort gegenüber einem PspA wirksam gegenüber den
PspAs aller Pneumokokken sind. Darüber hinaus kann die Immunisierung
mit einem PspA entweder gegen den Tod oder eine Verzögerung des Todes mit nahezu
allen unterschiedlichen Erregerstämmen führen. Entsprechend kann eine
Mischung einer geringen Anzahl von PspAs eine wirksame Immunität gegen die
meisten Pneumokokken liefern.
Die immunprotektiven verkürzten PspAs, die in der WO 92/14488
beschrieben sind, können in der vorliegenden Erfindung als die vorstehend beschriebenen
PspA-Fragmente zur oralen Verabreichung verwendet werden.
Unterschiedliche Vektorsysteme für in vitro und in vivo-Expression
von rekombinanten Proteinen sind bekannt, beispielsweise bakterielle Systeme wie
zum Beispiel E. Coli und Virussysteme, wie beispielsweise bakterielle Viren, Poxyviren
(Vaccinen, Avipoxviren, beispielsweise Canarypox Virus, Fowlpox Virus), Baculovirus,
Herpesvirus; Hefen und dergleichen und diese Systeme können verwendet werden,
um rekombinantes PspA unter Verwendung der kodierenden Gene dieser herzustellen.
Die Immunogenität könnte verbessert werden, wenn das Antigen
gemeinsam mit einem Zusatz verabreicht wird, allgemein verwendet als 0,001 %ige
bis 50 %ige Lösung in phosphatgepufferter Salzlösung. Die Adjuvanzien
verbessern die Immunogenität des Antigens, sind jedoch nicht selbst notwendigerweise
immunogen. Adjuvanzien können dadurch wirken, indem sie das Antigen näher
an die Stelle der Verabreichung bringen, um einen Depoteffekt zu erreichen, wodurch
eine langsame, konstante Freisetzung des Antigens zu Zellen des Immunsystems zustande
kommt. Adjuvanzien können ebenso Zellen des Immunsystems an ein Antigen-Depot
anlocken und derartige Zellen zur Auslösung der Immun-Antwort stimulieren.
Immunostimulierende Agenzien oder Adjuvanzien wurden seit vielen Jahren
verwendet, um die Immunantwort des Wirtes beispielsweise bei Impfungen zu verbessern.
Intrinsische Hilfsstoffe, wie beispielsweise Lipopolysaccharide, sind normalerweise
Verbindungen von abgetöteten oder abgeschwächten Bakterien, die als Impfstoffe
verwendet werden. Extrinsische Hilfsstoffe sind Immunomodulatoren, die typischerweise
nicht kovalent mit dem Antigen verknüpft sind und derart formuliert sind, um
die Immunantwort des Wirtes zu verbessern. Aluminiumhydroxid und Aluminiumphosphate
(allgemein bekannt als Alum) sind routinemäßig verwendete Hilfsstoffe
bei menschlichen und tierischen Impfstoffen. Die Effizienz von Alum bei der Steigerung
der Antikörperantwort gegenüber Diphterie- und Tetanustoxinen ist gut
bekannt, und erst kürzlich wurde ein HBsAg-Impfstoff mit Alum unterstützt.
Ein weites Spektrum an extrinsischen Adjuvanzien kann eine starke
Immunantwort gegenüber Antigenen auslösen. Diese umfassen Saponine, die
an Membranprotein Antigene komplexiert sind (immunstimulierende Komplexe), Pluronic
Polymere mit Mineralöl, getöteten Bakterien in Mineralöl, Freund's
vollständige Hilfsstoffe, bakterielle Produkte, wie beispielsweise Muramyldipeptid
(MDP) und Lipopolysaccharid (LPS), ebenso wie Lipid A und Liposomen. Um die humorale
Immunantwort (HIR) und die zellvermittelte Immunität (CMI) effizient einzuleiten,
werden Immunogene bevorzugt in Adjuvanzien emulgiert.
Zusammensetzungen der Erfindung, besonders zu oralen Verabreichung,
könnnen bequem als wässrige Präparationen zur Verfügung gestellt
werden, beispielsweise als isotonische wässrige Lösungen, Suspensionen,
Emulsionen oder zähflüssige Zusammensetzungen, die auf einen ausgewählten
pH-Wert gepuffert sein können. Jedoch, da die Freisetzung in dem Verdauungstrakt
bevorzugt ist, kann die Zusammensetzung der Erfindung in einer festen Form von Pillen,
Tabletten, Kapseln, Caplets und dergleichen, einschließlich fester Präparate
mit Retardzeit oder eine flüssige Füllung, beispielsweise Gelatine umschlossene
Flüssigkeit in Retardform, wobei die Gelatine im Magen und/oder Dünndarm
zur Freisetzung in den Darm und/oder das Verdauungssystem gelöst wird, vorliegen.
Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann ebenfalls pharmazeutisch
annehmbare Aromastoffe und/oder Färbemittel enthalten, um diese attraktiver
zu machen. Die viskosen Zusammensetzungen können in Form von Gelen, Lotionen,
Salben, Cremes und dergleichen sein und werden typischerweise eine ausreichende
Menge eines Verdickungsmittels enthalten, so dass die Viskosität zwischen etwa
2.500 bis 6.500 cps, wenngleich bei viskoseren Zusammensetzungen sogar bis zu 10.000
cps verwendet werden können. Viskose Zusammensetzungen haben eine bevorzugte
Viskosität von 2.500 bis 5.000 cps, da sie im Bereich darüber schwieriger
zu verabreichen sind. Jedoch können die Zusammensetzungen im Bereich darüber
feste oder gelatineartige Formen annehmen, die dann leicht als eine geschluckte
Pille zur oralen Aufnahme verabreicht werden können.
Flüssige Präparate sind normalerweise leichter herzustellen
als Gele und andere viskose Zusammensetzungen und feste Zusammensetzungen. Zusätzlich
sind flüssige Zusammensetzungen in gewisser Weise leichter
zu verabreichen, insbesondere an Tiere, Kinder, insbesondere Kleinkinder und andere,
die Probleme haben könnten, eine Pille, Tablette, Kapsel oder dergleichen zu
schlucken oder in Fällen von Mehrfachdosierungen. Viskose Zusammensetzungen
können andererseits innerhalb eines geeigneten Viskositätsbereiches formuliert
sein, um längere Kontaktdauern mit der Magenschleimhaut, ebenso mit der Auskleidung
des Magens oder Dünndarmes zu erreichen.
Geeignete nicht-toxische pharmazeutisch annehmbare Träger und
speziell orale Träger sind dem Fachmann auf dem Gebiet der Pharmazie und besonders
oraler oder peroraler pharmazeutischer Formulierungen bekannt. Offensichtlich wird
die Auswahl der geeigneten Träger von der exakten Natur der besonderen Dosierungsform
abhängen, beispielsweise der flüssigen Dosierungsform (zum Beispiel wenn
die Zusammensetzung in einer Lösung, einer Suspension, einem Gel oder in einer
anderen Flüssigkeit formuliert ist oder einer festen Dosierungsform, oder beispielsweise
wenn die Zusammensetzung in einer Pille, Tablette, Kapsel, Caplet, Retardform oder
flüssigkeitsgefüllten Form formuliert ist).
Lösungen, Suspensionen und Gele enthalten normalerweise eine
Hauptmenge an Wasser (bevorzugt gereinigtes Wasser) zusätzlich zu dem Antigen.
Kleinere Mengen von anderen Inhaltsstoffen wie beispielsweise pH-entstellenden Mitteln
(beispielsweise eine Base wie z.B. NaOH), Emulgatoren oder dispergierende Agenzien,
puffernde Agenzien, Konservierungsmittel, Netzmittel, Geliermittel (beispielsweise
Methylcellulose), Färbemittel und/oder Aromastoffe können anwesend sein.
Die Zusammensetzungen können isotonisch sein, das heisst diese können
den gleichen osmotischen Druck wie Blut und Tränenflüssigkeit haben.
Die angestrebte Isotonie der Zusammensetzung dieser Erfindung kann
durch die Verwendung von Natriumchlorid oder anderer pharmazeutisch annehmbare Agenzien
wie beispielsweise Dextrose, Borsäure, Natriumtartrat, Propylenglykol oder
andere anorganische oder organisch lösliche Substanzen eingestellt werden.
Natriumchlorid ist besonders bevorzugt für Puffer, die Natriumionen enthalten.
Die Viskosität der Zusammensetzungen kann auf der ausgewählten
Höhe aufrechterhalten werden unter Verwendung eines pharmazeutisch annehmbaren
Verdickungsmittels. Methylcellulose ist bevorzugt, da sie leicht erhältlich
ist und mit ihr leicht umzugehen ist. Andere geeignete Verdickungsmittel umfassen
beispielsweise Xanthan, Carboxymethylcellulose, Hydroxypropylcellulose, Carbomer
und dergleichen. Die bevorzugte Konzentration des Verdickungsmittels wird von dem
ausgewählten Agens abhängen. Der wichtige Punkt hierbei ist, eine Menge
zu verwenden, die die ausgewählte Viskosität erreichen lässt. Viskose
Zusammensetzungen werden normalerweise aus Lösungen durch Zugabe derartiger
Verdickungsmittel hergestellt.
Ein pharmazeutisch annehmbares Konservierungsmittel kann verwendet
werden, um die Haltbarkeit der Zusammensetzung zu erhöhen. Benzylalkohol kann
geeignet sein, obwohl eine Vielzahl von Konservierungsmitteln einschließlich
beispielsweise Paraben, Thimerosal, Chlorbutanol oder Benzalkoniumchlorid ebenfalls
verwendet werden können. Eine geeignete Konzentration des Konservierungsmittels
wird von 0,02 Gew.-% bis 2 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht sein, obwohl es
beträchtliche Abweichungen in Abhängigkeit des ausgewählten Agens
geben kann.
Die Fachleute werden erkennen, dass die Verbindungen der Zusammensetzung
derart ausgewählt sein müssen, so dass sie chemisch inert hinsichtlich
mikrobieller Antigene sind. Dies wird für die Fachleute auf dem chemischen
und pharmazeutischen Gebiet kein Problem darstellen oder das Problem kann in einfacher
Weise durch Bezugnahme auf Standardtests oder durch einfache Experimente (ohne Einbeziehung
nicht durchgeführter Experimente) aufgrund dieser Beschreibung vermieden werden.
Die immunologisch wirkungsvollen Zusammensetzungen dieser Erfindung
werden durch Mischung der Bestandteile mit nachfolgenden allgemein akzeptierten
Verfahrensschritten hergestellt. Beispielsweise können die ausgewählten
Verbindungen einfach in einem Mischer oder in einem Standardhilfsmittel, um konzentrierte
Mischungen herzustellen, gemischt werden, die daraufhin auf ihre endgültige
Konzentration und Viskosität durch die Zugabe von Wasser oder Verdickungsmitteln
und möglicherweise eines Puffers, um den pH einzustellen oder einen zusätzlichen
gelösten Stoff, um die Tonizität kontrollieren zu können. Im Allgemeinen
kann der pH-Wert von etwa 3 bis 7,5 betragen. Die Zusammensetzungen können
dann in Dosierungen und mittels Techniken, die der Fachmann auf dem Gebiet der Medizin
und Veterinärmedizin in Betracht zieht, wie beispielsweise Faktoren wie Alter,
Geschlecht, Gewicht und Zustand des besonderen Patienten oder Tieres und der Zusammensetzungsform,
die zur Verabreichung verwendet wird (beispielsweise fest gegenüber löslich),
verabreicht werden. Die Dosierungen für Menschen oder andere Säugetiere
können ohne aufwendige Experimente durch den Fachmann bestimmt werden.
Wenn CT als ein Hilfsstoff zur oralen Immunisierung verwendet wird,
so werden spezifische IgA Antikörper in Sekreten induziert. Starke Immunantworten
in dem Kreislauf können ebenso mit IgG und IgA Antikörpern in dem Serum
und IgG und IgA Antikörper-sekretierenden Zellen in der Milz induziert werden.
Die Kreislauf- (oder systemische) Immunantwort, ausgelöst durch orale (peroral;
intragastral) Verabreichung von mikrobiellen Antigenen, gemeinsam mit CT, sind vergleichbar
mit oder sogar stärker als jene, die durch die Verabreichung von ähnlichen
Immunogenen über den Magen-Darm-Trakt verabreicht wurden. Demgemäß
erscheint es, dass die orale Immunisierung ein effektiver Weg zur Auslösung
der allgemeinen mukosalen Immunantwort ebenso wie der Antikörperantwort des
Kreislaufsystems ist und dass diese weniger Antigen als andere Immunisierungswege
benötigt.
Die meisten löslichen oder nicht-replizierenden Antigene sind
schlechte Immunogene, insbesondere über den peroralen Weg, wahrscheinlich,
weil sie über Verdauungsenzyme abgebaut werden und wenig oder kein Tropismus
für die GALT aufweisen. Eine bemerkenswerte Ausnahme ist CT, welches ein starkes
mukosales Immunogen ist, wahrscheinlich wegen der G.sub.M1 Gangliosid-Bindeeigenschaft
dieser Binde-Untereinheit, CTB, welches es ihm ermöglicht, von den M-Zellen
der Peyer'schen Platten aufgenommen zu werden und zu den darunterliegenden immunokompetenten
Zellen zu gelangen. Zusätzlich ein gutes mukosales Immunogen zu sein, ist CT
ein wirkungsvoller Hilfsstoff wenn es in Mikrogramm-Dosen verabreicht wird, verstärkt
CT wesentlich die Immnunogenität von anderen löslichen Antigenen, mit
denen es gemeinsam verabreicht wurde.
Gemäß einer Ausführungsform und gemäß der
vorliegenden Erfindung wird die Verwendung einer Zusammensetzung zur Herstellung
eines Medikamentes zur Behandlung von Krankheiten oder Funktionsstörungen eines
Wirtes durch Zurverfügungstellen eines therapeutischen Agens für den Wirt
nach oraler Verabreichung zur Verfügung gestellt.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfassen Krebszellen,
die gemäß der vorliegenden Erfindung behandelt werden können, bösartige
Tumore. Bösartige Tumore (einschließlich primärer Tumore und Metastasen),
die behandelt werden können, sind jedoch nicht beschränkt auf derartige,
die in der Nebenniere, der Blase, den Knochen, der Brust, der Gebärmutter,
den endokrinen Drüsen (einschließlich der Schilddrüse, der Hypophyse
und dem Pankreas), Darm, Mastdarm, Herz, hematopoietischem Gewebe, Niere, Leber,
Lunge, Muskel, Nervensystem, Gehirn, Auge, Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf, Eierstöcke,
Prostata, Haut (einschließlich Melanome), Hoden, Thymus und Uterus vorkommen.
Es sollte jedoch verstanden werden, dass der Schutzbereich der vorliegenden Erfindung
nicht auf die Behandlung eines dieser besonderen Tumore beschränkt ist.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung ist das Agens, das geeignet ist, die Krebszellen nach der
Verabreichung eines solchen Agens zu inhibieren, verhindern oder zu zerstören,
ein negativer Selektionsmarker, beispielsweise ein Material, welches in Kombination
mit einem Chemotherapeutikum oder interagierenden Agens das Wachstum der Krebstumorzellen
inhibiert, verhindert oder diese zerstört.
Damit wird aufgrund der systemischen Zurverfügungstellung des
negativen Selektionsmarkers ein interagierendes Agens dem tierischen oder menschlichen
Wirt verabreicht. Das interagierende Agens interagiert mit dem negativen Selektionsmarker,
um das Wachstum der Krebszellen zu verhindern, inhibieren oder diese zu zerstören.
Negative Selektionsmarker, welche beispielsweise verwendet werden können, sind
jedoch nicht beschränkt auf Thymidinkinase und Cytosindeaminase.
Das interagierende Agens wird in einer Menge verabreicht, die ausreichend
ist, um das Wachstum der Krebszellen zu inhibieren, verhindern oder zu zerstören.
Beispielsweise kann das interagierende Agens in einer Menge von 5 mg bis 15 mg/kg
Körpergewicht, bevorzugt etwa 10 mg/kg, in Abhängigkeit der Gesamttoxizität
einem Patienten verabreicht werden.
Die vorliegende Erfindung wird unter Bezugnahme auf die folgenden
Beispiele, die dargestellt sind, um die Erfindung zu illustrieren und nicht um den
Schutzbereich einzuschränken, leichter verstanden werden.
BEISPIEL 1Wachstumsbeschleunigung von Regenbogenforellen (Oncorhynchus mykiss) und
Bachforellen (Salvelinus fontinalis): Fütterung des rekombinanten bovinen Wachstumshormons
unter Verwendung eines neuartigen Abgabesystems
Die Aquakuitur-Industrie ist weltweit während der vergangenen
zwei Jahrzehnte stark gewachsen und repräsentiert zum jetzigen Zeitpunkt das
am schnellsten wachsende agrarwirtschaftliche Segment. Der Sektor ist mit einer
jährlichen Wachstumsrate von 10,9 seit 1984 im Vergleich mit 3,1 für die
Landtierhaltung zur Fleischproduktion gewachsen. Der am schnellsten wachsende Tierzuchtsektor
über die gleiche Zeitperiode war die Hühnerfleischproduktion mit einer
APR von 5,3, gefolgt von Schweinefleisch 3,4, Hammel und Lanzen 1,4 und Rind und
Kalb mit 0,9. Der Beitrag der Aquakulturen zur gesamten weltweiten Fischanlandung
hat sich seit 1984 mehr als verzweifacht von 11,5 Gew.-% auf 25,6 Gew.-% in 1995.
Die projektierte gesteigerte Nachfrage für Meeresprodukte, gekoppelt an sinkende
Fischereianlandungen von wilden Beständen, hat und wird weiterhin zu dem Wachsen
der Aquakultur-Industrie beitragen.
Die Aquakultur-Industrie, wie andere Sektoren der Landwirtschaft,
stellt sich vielen der Produktionsherausforderungen, welche mit der traditionellen
Viehzucht assoziiert sind. 40 bis 50 % der Kosten der Lachsproduktion wird der Fütterung
zugeschrieben. Die Rationen enthalten einen hohen Prozentsatz an teurem Fischprotein
und die Lachse benötigen eine vergleichsweise lange Fütterungsperiode,
um ihr Marktgewicht zu erreichen. In schnell wachsenden Fischen ist eine übermäßige
Fettablagerung gegenüber beiden, den Herstellern und den Konsumenten, in Betracht
zu ziehen.
Das Ziel der tierischen Nahrungsmittelindustrie ist es, die Produktionseffizienz
zu optimieren durch Minimierung des Inputs an Futter, Arbeit und investiertem Kapital,
während die Ausbeute von hochqualitativem Protein maximiert wird. In der Vergangenheit
wurden die wirtschaftlich bedeutenden Parameter durch genetische Selektion oder
Nahrungsmodifikation verändert. Vor noch kürzerer Zeit wurde eine Vielzahl
von Ansätzen verfolgt einschließlich Manipulationen an dem endokrinen
System, um das Wachstum und die Körperzusammensetzung der domestizierten Tiere
zu beeinflussen. Die Möglichkeit von exogenen Verbindungen, erfolgreich das
Wachstumsverhalten von domestizierten Tieren zu verändern und die Möglichkeit
der Einsparung an Produktionskosten haben Nachforschungen bei der Verwendung dieser
Agenzien am Fisch aufkommen lassen.
Die Verabreichung des Wachstumshormons (GH), erhalten von verschiedenartigen
Quellen, hat den Beweis erbracht, dass dieses Hormon eine Schlüsselrolle bei
der Stimulation des somatischen Wachstums und bei der Reduktion der Fettablagerung
im Fisch bewirkt. Beide, natives und rekombinantes Fisch GH wurde verschiedenen
Spezies an Fischen verabreicht und diese sind gleichwirkend, wenn sie in gesunde
Lachse injiziert werden. Ebenso ist berichtet worden, dass GH abgeleitet von Säugetier-
und Geflügelquellen effektiv bei der Veränderung des Wachstumsverhaltens
von jugendlichen Lachsen ist. Die Verabreichung von bovinem GH (bGH) an Lachse führt
zu einem 2 bis 3-fachen Anstieg der Wachstumsrate, einer Steigerung des Appetits
und der Fütterungseffektivität und einer Reduktion an Fettgewebe. Exogenes
GH ist ebenso wirkungsvoll in älteren (subadulten) Fischen und bei geringeren
Wassertemperaturen, wenn die Wachstumsrate gering ist.
Die orale Verabreichung von GH ist eine praktische Methode und hat
histochemische und biologische Beweise für einen Mechanismus, der intakte Proteine
in den Blutkreislauf von Knochenfischen infolge oraler Verabreichung transportiert,
geliefert. Es wurde nun gezeigt, dass oral verabreichte Meerrettich-Peroxidase innerhalb
1 Stunde in den Blutkreislauf transportiert wird.
Es wird berichtet, dass der Transfer des bGH in das Kreislaufsystem
von Jährlings-Regenbogenforellen infolge der Einführung des Hormons in
das Lumen des Verdauungstraktes geschieht. In gleicher Weise ist gezeigt worden,
dass oral verabreichtes rekombinantes Lachs-Wachstumshormon (rsGH) signifikant die
Plasma rsGH-Konzentrationen erhöht. Die gleichen Ergebnisse zeigen, dass die
wöchentliche intragastrische Verabreichung von rsGH zu einem 50%igen Anstieg
bei der Gewichtszunahme und der Fischlänge im Vergkleich mit den Kontrollfischen
führt.
Die vorstehenden Untersuchungen unterstreichen, dass oral verabreichtes
GH von verschiedenen Quellen die Wachstumseigenschaften verschiedener Knochenfischspezies
beeinflusst, indem sie vor dem Magen- und Dünndarmverdau geschützt wurden,
so dass diese intakt und biologisch aktiv bleiben. Dies hat zu einer Steigerung
verschiedenartiger Versuche geführt, Systeme zu entwickeln, die bioaktive Proteine
(Wachstumshormone, Antigene etc.) vor der sauren Umgebung des Magens schützen.
Die orale oder rektale Intubation von Fischen sind wirkungsvolle
Methoden, um bioaktive Proteine durch den Magen hindurch zu verabreichen, jedoch
sind diese für kommerzielle Anwendungen nicht brauchbar. Anstrengungen sind
unternommen worden, um bioaktive Proteine gemeinsam mit Detergenzien und Antisäuren
zu verabreichen, um die saure Umgebung im Magen zu reduzieren. Während dieser
Studien wurde ein verminderter Proteinabbau nachgewiesen, die verwendeten Behandlungen
können genutzt werden, um die Aufnahme von weiteren wichtigen Nahrungsfaktoren
zu beeinflussen. Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von pH-sensitiven
Polymeren, welche die Peptide einkapseln und vor saurem Abbau im Magen schützen
und deren Freisetzung erst im Dünndarm erlauben.
In dem Verfahren der vorliegenden Erfindung ist deutlich nachgewiesen
worden, dass Verbindungen (Hormone, Impfstoffe, Antikörper etc.), die oral
verabreicht wurden, den Magen von einmägigen Tieren (einschließlich Menschen)
passierten, um den Abbau im Magen bis zur Absorption in dem kleinen und/oder großen
Darm zu umgehen. Heutzutage hat sich ein Großteil der Forschung auf die Entwicklung
von Umkapselungsstrategien unter Verwendung einer Vielzahl von Formulierungen und
interessanter Formen konzentriert. Diese Formulierungen und Formen können in
einfacher Weise die Freisetzung einer spezifischen Verbindung in einer vorherbestimmten
Art und Weise steuern oder können spezifische physiologische Determinanten
(beispielsweise pH-Wert, Temperatur etc.) zur Auslösung der Freisetzung des
eingeschlossenen Materials nutzen.
Das komplexe Polymer, welches in den anderen Arten von Freisetzungssystemen
verwendet wird, ist manchmal schwierig zu charakterisieren. Ebenso macht die Verwendung
von gewissen Polymeren, die nicht allgemein als sicher (GRAS) betrachtet werden,
die regulatorische Verwendung dieser Systeme zu einem langen und risikoreichen Prozess.
Darüber hinaus sind viele Polymersysteme relativ teuer, was die Verwendung
im großen Maßstab unpraktikabel macht.
Das aktuelle Experiment unterstreicht eine neue Strategie, um die
orale Verabreichung eines bioaktiven Peptids (in diesem Fall bST) zu ermöglichen.
Durch die Fütterung einer gewünschten bioaktiven Verbindung gemeinsam
mit einem Cocktail von antinutritiellen Faktoren, um die Funktion der Verdauungsenzyme
zeitweise zu unterdrücken, und Produkten, die die intestinale Absorption steigern
(bezogen auf die des "Bypass-Cocktails"), haben wir gezeigt, dass wir die enzymatischen
Prozesse effektiv umgehen können und die intestinale Aufnahme der vorstehend
genannten Verbindung erhöhen können, um einen gewünschten biologischen
Effekt zu erreichen.
Materialien und MethodenBypass-Cocktail Zusammensetzung
Die Zusammensetzung des Bypass-Cocktails ist in Tabelle 1 gezeigt.
Unbehandelte Ölsaat und Hülsenfrüchte wurden von lokalen Händlern
erhalten und mechanisch enthüllt. Fischmehl, Reiskleie, Bierhefe, Natriumcarbonat,
Calciumcarbonat und EDTA hatten alle Futterqualität und wurden von lokalen
Händlern bezogen. Natriumdeoxycholat und rohres Ei-Albumin wurden von Sigma
Chemical Co. (St. Louis MO) erhalten. Die Kur wurde wie gezeigt gemischt und unter
Verwendung einer 1 mm-Masche gemahlen.
Tabelle 1Bypass-Cocktail Zusammensetzung
1 Die variierte in den Experimenten, vgl. den Abschnitt Materialien und
Methoden
Fisch und Fütterung
Eine Serie von Experimenten unter Verwendung von zwei Lachsarten wurde
unternommen (Experiment 1: Regenbogenforelle; Experiment 2: Bachforelle). Diese
Arten wurden ausgewählt, da sie zwei sehr gut studierte experimentelle Modelle
ebenso wie wirtschaftlich interessante kultivierte Spezien darstellen.
Für Experiment 1 wurden Regenbogenforellen (n = 20; Anfangsgewicht
= 52 g) in zylindrische 6 bis 60 Litertanks mit einem geschlossenen Wasser-Rezirkulationssystem
2 Wochen vor dem Start der Experimente gegeben. Die Wassertemperatur wurde bei 15°C
gehalten und die Lichtperiode wurde auf 12 hL:12hD-Zyklen eingestellt. In Experiment
2 wurden Bachforellen (n = 400; Anfangsgewicht 38 g) in zylindrische 8 bis 800 Litertanks
mit einem geschlossenen Wasser-Rezirkulationssystem 2 Wochen vor dem Beginn der
Experimente gegeben. Die Wassertemperatur wurde für die Dauer der Experimente
auf 11°C eingestellt, die Fische wurden der natürlichen Photoperiode (schätzungsweise
14 hL:10hD) ausgesetzt. Während beider Experimente wurde die Wasserqualität
(Ammoniak, Nitrat) wöchentlich überwacht und die Sauerstoffkonzentrationen
täglich gemessen. Die Fische wurden mit einem kommerziell erhältlichen
Futter (Corey Feed Mills Ltd. Fredericton, NB) während der Akklimatisierungsperiode
und während der Nichtbehandlungsperioden gefüttert.
Experimentelle Manipulationen
In Experiment 1 wurde rekombinantes Rindersomatotropin (rbST; Monsanto
Co. St Louis MO) zugegeben, um die Fische mit 20 &mgr;g/g Fisch zu versorgen.
Drei Zweifachgruppen wurden mit variierenden Stufen gefüttert, um entweder
0 (Kontrolle), 4 oder 40 g Natriumdeoxycholat pro kg Bypass-Cocktail zu erhalten.
Im zweiten Experiment erhielten vier Duplikatbehandlungsgruppen Futter, welches
mit 0, 1, 5 oder 10 mg Deoxycholat pro kg Bypass-Cocktail mit 20 &mgr;g rbST/g
Fisch ergänzt war.
In beiden Experimenten 1 und 2 wurden das Fischgewicht und der Futterverbrauch
auf wöchentlicher Basis beobachtet. Die Fische wurden gewogen und daraufhin
für 36 Stunden vor der Fütterung des Bypass-Cocktails, der bST enthält,
hungern gelassen. Infolge der Fütterung wurde das Futter für weitere 12
Stunden zurückbehalten. Von diesem Punkt an wurden die Fische 2 × täglich
bis nahe der Sättigung gefüttert.
Ergebnisse
In beiden Experimenten wurde keine behandlungsbedingte Sterblichkeit
festgestellt, was auf keine negativen gesundheitlichen Effekte des bST oder des
Bypass-Cocktails auf die Regenbogen- und Bachforellen schließen lässt.
Die Fische, die mit bST in dem Bypass-Cocktail gefüttert wurden, hatten signifikant
größere Wachstumsraten im Vergleich zu den Kontrollen. In Experiment 1
hatten die behandelten Fische eine durchschnittliche Steigerung der Wachstumsraten
von 25%, die am schnellsten wachsenden Tanks wuchsen über 40 % schneller als
die Kontrollen ( und ).
In Experiment 2 zeigten die bST-behandelten Gruppen verbesserte Wachstumsraten im
Vergleich zu den Kontrollen, obwohl diejenigen mit dem Bypass-Cocktail, der 5 g/kg
Deoxycholat enthielt, die höchsten Wachstumsraten mit einer 90%igen Steigerung
der Wachstumsraten gegenüber den Kontrollen aufwiesen (3).
Beispiel 2 (Vergleichsbeispiel)Wachstumsbeschleunigung von Regenbogenforellen (Oncorhynchus mykiss) Intraperitoneale
Injektion von rekombinantem bovinem WachstumshormonMethode
Die intraperitoneale (IP) Verabreichungsdosis pro Fisch und Woche
lag bei 20 &mgr;g bST/g Lebendgewicht für 6 Wochen.
Ergebnisse
4 zeigt, dass rekombinante bST injizierte IP signifikant
die Zunahme des Körpergewichts von Regenbogenforellen induziert.
Beispiel 3Bewertung der proteolytischen Enzyminhibitoren vorhanden in den NahrungsergänzungsbestandteilenExtrakt EnzymprotokollMaterialien
1. Zentrifuge, Model Sorvall
2. Labormischer
3. Sezierbesteck (Scheren)
4. Zentrifugenröhrchen
5. Einwegküvetten für das Spektrometer
6. Mikrozentrifugenröhrchen 1,5 ml
7. Spektrometer
8. Vortexer
9. Mikroplattenleser von Biorad
10. 50 mM Tris-HCl pH = 7,5
11. Commassie blue Färbelösung
12. BSA (1 mg/ml) Standardlösung
13. TCA 20%
14. Gewebe von der Bauchspeicheldrüse und des Zwölffingerdarms der
Regenbogenforellen
15. 0,5% Kasein in 50 mM Tris-HCl pH = 9
16. 50 mM Tris-HCl+CaCl2 10 mM pH = 7,5
Enzymextraktion
1. Die Regenbogenforellen wurden gewogen und geopfert.
2. Eine Sektion wurde vorgenommen, um den proximalen Dünndarm von dem Fisch
zu entfernen.
3. Nach dem Wiegen wurde das Gewebe in 50 mM Tris-HCl pH = 7,5 (1:10 w/v) homogenisiert.
4. Zentrifugieren bei 16.000 × g für 30 Minuten bei 4°C.
5. Abnahme des Überstandes, aliquotieren (gleichmäßiges aufteilen)
und lagern bei 20°C für spätere Verwendung.
6. Durchführung Commassie Assay, um die Proteinmenge in dem Enzymextrakt
zu bestimmen.
Commassie blue Färbeprotokoll
1. Einwiegen von 160 mg BSA in 10 ml von 50 ml Tris-HCl pH = 7,5.
2. Vorbereitung einer Standardkurve von BSA (0 &mgr;g/ml bis 1600 &mgr;g/ml).
3. Hinzufügen von jeweils 4 &mgr;l BSA und Enzymextrakt und Verdünnen
(1:1) des Enzymextraktes in einer 96-Lochplatte.
4. Hinzufügen von 200 &mgr;l Commassie blue.
5. Auslesen bei 655 nm mit einem Mikroplattenleser von Biorad.
Enzymatisches Protokoll:
Die Experimente werden jeweils doppelt durchgeführt.
BLINDWERT:
1. zu 500 &mgr;l von 50 mM Tris-HCl+10 mM CaCl2 pH = 7,5 Lösung
2. Hinzugeben von 500 &mgr;l von TCA 20% (destilliertes Wasser) Lösung
3. Hinzugeben von 20 wl des Enzymextraktes
4. Hinzugeben von 500 &mgr;l von Kasein 0,5% (50 mM Tris-HCl pH = 9) Lösung
5. Inkubieren für 15 Minuten bei 4°C (auf Eis). Zentrifugieren bei
12000 × g für 5 Minuten und Auslesen bei 280 nm.
TEST:
1. Zu 500 &mgr;l einer 50 mM Tris-HCl+10 mM CaCl2 pH = 7,5 Lösung.
2. Hinzufügen von 20 &mgr;l Enzymextrakt
3. Hinzufügen von 500 &mgr;l Kasein 0,5% (50 mM Tris-HCl pH = 9) Lösung
4. Inkubieren für 0, 5, 10, 15 und 30 Minuten bei Raumtemperatur.
5. Stoppen der Reaktion durch Hinzufügen von 500 &mgr;l TCA 20%. Inkubieren
für 15 Minuten bei 4°C (auf Eis). Zentrifugieren bei 12000 × g für
5 Minuten und Auslesen bei 280 nm.
Extraktion des Inhibitors
1. Durch Zermahlen mit der Industriemühle wird das kommerziell erhaltene
Futter in feines Pulver überführt.
2. Einwiegen von 250 mg des Pulvers und eingeben in 10 ml 50 mM Tris-HCl ph
= 7,5 Lösung (die Endkonzentration sollte bei 25 mg/ml liegen).
3. Homogenisierung der Lösung der Handgewebemühle.
4. Zentrifugieren bei 2000 × g für 10 Minuten bei Raumtemperatur*.
5. Aufnahme des Überstandes. Dieser wird das Inhibitorextrakt für
das enzymatische Protokoll sein.
Enzymatisches Protokoll:
Die Experimente werden immer 2-fach durchgeführt
BLANK:
1. zu 500 &mgr;l 50 mM Tris-HCl+10 mM CaCl2 pH = 7,5 Lösung
2. Hinzugeben von 500 &mgr;l von TCA 20% (destilliertes Wasser) Lösung
3. Hinzugeben der verschiedenen Volumina des Inhibitorextraktes oder 50 mM Tris-HCl
pH = 7,5 Lösung
4. Hinzugeben von 10 &mgr;l des Enzymextraktes.
5. Hinzugeben von 500 &mgr;l Kasein 0,5% (50 mM Tris-HCl pH = 9) Lösung
5. Inkubieren für 15 Minuten bei 4°C (auf Eis). Zentrifugieren bei
12000 × g für 5 Minuten und Auslesen bei 280 nm.
KONTROLLE:
1. zu 500 &mgr;l einer 50 mM Tris-HCl+10 mM CaCl2 pH = 7,5 Lösung
2. Hinzugeben verschiedener Volumina von 50 mM Tris-HCl pH = 7,5 Lösung
3. Hinzugeben von 10 &mgr;l1 Enzymextrakt.
4. Inkubieren für 60 Minuten bei Raumtemperatur.
5. Hinzugeben von 500 &mgr;l Kasein 0,5% (50 mM Tris-HCl pH = 9) Lösung
6. Inkubieren für 30 Minuten bei Raumtemperatur.
7. Stoppen der Reaktion durch Hinzugabe von 500 &mgr;l TCA 20%. Inkubieren
für 15 Minuten bei 4°C (auf Eis). Zentrifugieren bei 12000 × g für
5 Minuten und Auslesen bei 280 nm.
TEST:
1. Zu 500 &mgr;l einer 50 mM Tris-HCl+10 mM CaCl2 pH = 7,5 Lösung.
2. Hinzugeben der verschiedenen Volumina des Inhibitorextraktes.
3. Hinzugeben von 10 &mgr;l Enzymextrakt.
4. Inkubieren für 60 Minuten bei Raumtemperatur.
5. Hinzufügen von 500 &mgr;l Kasein 0,5% (50 mM Tris-HCl pH = 9) Lösung
6. Inkubieren für 30 Minuten bei Raumtemperatur
7. Stoppen der Reaktion durch Hinzufügen von 500 &mgr;l TCA 20%. Inkubieren
für 15 Minuten bei 4°C (auf Eis).
8. Zentrifugieren bei 12000 × g für 5 Minuten und Auslesen bei 280
nm.
Resultate
Die 5–12
zeigen die Effekte der einzelnen Protease-Inhibitorkomponenten des OraljectTM
Cocktails auf die proteolytische Inhibition in vitro, ebenso wiedie Gesamtinhibition
des OraljectTM Cocktails. Die Daten sind als Grad der proteolytischen
Enzyminhibition gegen den ansteigenden Spiegel des Inhibitoreinschlusses dargestellt.
Die Daten zeigen, dass die einzelnen Bestandteile (lyophylisiertes Ovalbumin, rote
Kidneybohnen, Sojabohnen, Saubohnen, EDTA, Weizenkleie, sprühgetrocknetes Ovalbumin,
jeweils 5–12) des
OraljectTM Cocktails die verschiedenen Inhibitionsgrade der in vitro
proteolytischen Enzymaktivität beeinflussen. Darüber hinaus ist der Gesamtcocktail
bei der Einleitung der gesamten proteolytischen Enzyminhibition wirkungsvoll. Schließlich
wurde unter Verwendung der in 5 bis 12
generierten Kurven der Punkt der maximalen Inhibition, ebenso wie die Konzentration
des Inhibitors, welche 50% der maximalen Inhibition liefert, extrapoliert.
Beispiel 4Enzym assay für die Quantifizierung von Meerrettichperoxidase im Blut
der RegenbogenforelleMaterial
1. 96 Lochplatten (ImmulonTMII von VWR)
2. Mikroplattenleser von Biorad
3. Mikrozentrifugenröhrchen 1,5 ml
4. Zentrifugenröhrchen für 15 ml oder 50 ml
5. TMB Tabletten
6. Meerrettichperoxidase Typ 1 (Sigma)
7. Anti-Meerrettichperoxidase von Schaf IgG (ICN)
8. 0,1M Carbonat-Bicarbonat pH = 9,6 Puffer
9. 0,1M Phosphat-Citrat pH = 5 Puffer
10. PBS 1X+BSA 1% + 0,5% Tween 20 Puffer
11. PBS 1X pH = 7,4 Puffer
12. Hydrogenperoxid 30%
13. Saranhüllen
14. Inkubator mit 37°C
15. destilliertes Wasser
16. Regenbogenforellen (Plasma)
MethodeBeschichtung der Platte mit Antigen
1. Vorlegen der 200 &mgr;l der anti-HRP aus IgG 1:1000 Verdünnungslösung
(in 0,1M Carbonat-Bicarbonat pH = 9,6 Puffer) in jede Kavität einer 96 Lochplatte.
2. Einhüllen der beschichteten Platte in SaranTMVerpackung zum
Versiegeln und Inkubation über Nacht bei 4°C für 2 Stunden bei 37°C.
3. Dreimaliges Waschen der Platte mit PBS 1X pH = 7,4. Jedesmal ausschlagen
der PBS-Lösung über einem Waschbecken und 3-maliges Waschen mit destilliertem
Wasser.
4. Die Platten werden trockengeschlagen und bei 4°C bis zur Verwendung
gelagert.
Blockieren der Bindekapazität der Platte
1. Füllen jeder Kavität mit 200 &mgr;l PBS 1X mit BSA 1% + 0,5%
Tween 20 Puffer.
2. Inkubieren für 30 Minuten bei Raumtemperatur.
3. Hinzufügen von 100 &mgr;l der Probe enthaltend die HRP 1:10 Verdünnung
in einige Kavitäten.
4. Hinzufügen von 100 &mgr;l des Standardkurvenplasmas in den weiteren
Kavitäten.
5. Einpacken der Platte in der Saranverpackung und Inkubation für 1 Stunde
bei 37°C.
1. Verdünnung des Plasmas der Regenbogenforelle 1:10 mit PBS 1x pH = 7,4
2. Hinzufügen der HRP, um eine Endkonzentration von 0,5 bis 8 ng/ml zu
erreichen.
Enzym assay
1. Hinzufügen von 200 &mgr;l TMB (in 50 mM Citrat-Phosphat pH = 5 Puffer
+ 30% von Hydrogenperoxid) in jeder Kavität.
2. Warten für 30 Minuten und Hinzufügen von 50 &mgr;l einer einmolaren
schwefeligen Säure, um die Farbbildung zu fixieren.
3. Auslesen bei 415 nm mit dem Mikroplattenleser von Biorad.
Erlebnisse
Ein ELISA für die Meerrettichperoxidase (HRP) wurde entwickelt,
der es ermöglicht, als Tracer für die Plasma-Aufnahmestudien infolge der
oralen Verabreichung verwendet zu werden. Dieses Verfahren hat ein extrem sensitives
Verfahren zur Verfügung gestellt, um die HRP-Aufnahme bei geringen Nachweisgrenzen
von schätzungsweise 2,5 ng HRP/ml Plasma und einen linearen Bereich bis zu
8 ng/ml (13) zu beobachten.
Unter Verwendung dieses Verfahrens zur Überwachung der HRP-Aufnahme
wurde eine Fischmehl-basierte Kontrollmatrix und der OraljectTMCocktail
enthaltend HRP (2,5 ng/g) den Regenbogenforellen gefüttert und infolge der
Verabreichung zu ausgewählten Zeitpunkten Blutproben entnommen. Wie in
14 dargestellt, war die Plasmaaufnahme von oral verabreichter
HRP in der OraljectTM-Formulierung signifikant höher als die der
Fische mit dem Kontrollfutter. Darüber hinaus wurden die Blutkreislaufkonzentrationen
von HRP nach einer Zeitdauer von 6 Stunden nach Verabreichung untersucht.
Während die Erfindung in Verbindung mit spezifischen Ausführungsformen
dieser beschrieben wurde, ist zu verstehen, dass diese in Form weiterer Modifikation
durchgeführt werden kann, und dass diese Verabreichung alle Variationen, Verwendungen
oder Anpassungen der Erfindung, die im Allgemeinen den Prinzipien der Erfindung
folgen, und derartige Richtungen der vorliegenden Erfindung, die hierdurch zur bekannten
oder anwendbaren Praxis im Stand der Technik werden, zu dem die Erfindung beiträgt
und die hieraus abgeleiteten wesentlichen Eigenschaften einfließt, wie es wie
folgt aus dem Schutzbereich der nachfolgenden Ansprüche hervorgeht, umfasst.
Anspruch[de]
Zusammensetzung zur oralen Verabreichung an einem Menschen oder einem
Tier zur intestinalen Abgabe eines physiologisch aktiven Agens, wobei diese Zusammensetzung
enthält:
a) wenigstens ein neutralisierendes Agens, das zur Anhebung des im Magen herrschenden
pH-Werts auf Werte zwischen ungefähr 6,5 bis 9 in dem Verdauungssystem des
besagten Tiers geeignet ist, um die Denaturierung des besagten physiologisch aktiven
Agens zu verhindern;
b) wenigstens einen Inhibitor von Verdauungsenzymen zur Verhinderung der enzymatischen
Verdauung des besagten physiologisch aktiven Agens; und
c) wenigstens eines die Aufnahme verstärkenden Agens, das die intestinale Absorption
des besagten physiologisch aktiven Agens erhöht.Zusammensetzung wie in Anspruch 1 beansprucht, wobei das neutralisierende
Agens in einer Konzentration zwischen 1 bis 60 Gew.-%, der besagte Inhibitor in
einer Konzentration zwischen 1 bis 50 Gew.-%, und das die Aufnahme fördernde
Agens in einer Konzentration zwischen 0,1 bis 50 Gew.-% vorhanden ist.Zusammensetzung wie in Anspruch 1 beansprucht, die weiterhin enthält
ein physiologisch aktives Agens ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus therapeutischen
Agenzien, Ernährungsprodukten, Mucopolysaccariden, Lipiden, Kohlenhydraten,
Steroiden, Hormonen, Wachstumshormon (GH), Wachstumshormon abgebendes Hormon (growth
hormone releasing hormone GHRH), epithelialem Wachstumsfaktor, vaskulärem endothelialem
Wachstums- und Permeabilitätsfaktor (vascular endothelial growth and permeability
factor VEGPF), Nervenwachstumsfaktor (nerve growth factor), Cytokinen, Interleukinen,
Interferonen, GMCSF, hormonähnlichem Produkt, neurologischem Faktor, neurotropem
Faktor, Neurotransmitter, Neuromodulator, Enzym, Antikörper, Peptid, Protein-artiges
Fragment, Vaccin, Adjuvans, ein Antigen, Immunstimulierender oder -inhibierender
Faktor, hämatopoetischer Faktor, Anti-Krebsprodukt, antiinflammatorisches Agens,
antiparasitäre Verbindung, antimikrobielles Agens, Nukleinsäurefragment,
Plasmid-DNA-Vektor, Zellproliferationsinhibitor oder -aktivator, Zelldifferenzierungsfaktor,
Blutgerinnungsfaktor, Immunoglobulin, antiangionetisches Produkt, negative selektive
Marker oder "Suizid"-Agens, toxische Verbindung, Anti-Angionese-Agens, Polypeptid,
Antikrebsagens, Säureproduktions-Medikamente und Histamin H2-Rezeptor Antagonist.Zusammensetzung wie in Anspruch 1 beansprucht, wobei das besagte neutralisierende
Agens in einer Menge vorhanden ist, die ausreichend ist zur Neutralisierung des
Abbaus durch Säuren in dem Verdauungssystem des besagten Tieres, um die Abgabe
des besagten physiologischen Agens zu dem besagten Tierdarm zu gestatten.Zusammensetzung wie in Anspruch 1 beansprucht, wobei das besagte neutralisierende
Agens ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Anti-Säuren, Natriumbicarbonat,
Natriumcarbonat, Natriumcitrat, Natriumhydrogencarbonat, Calciumphosphat, Calciumcarbonat,
Magnesiumsalze, Magnesiumcarbonat, Magnesiumtrisilikat, Magnesiumhydroxid, Magnesiumphosphat,
Magnesiumoxid, Wismutsubcarbonat und Kombinationen davon.Zusammensetzung wie in Anspruch 5 beansprucht, wobei das neutralisierende
Agens zumindest eines aus der Gruppe bestehend aus Natriumcarbonat in einer Konzentration
von 10 bis 20 Gew.-% und Calciumcarbonat in einer Konzentration von 10 bis 20 Gew.-%
bezogen auf die Zusammensetzung ist.Zusammensetzung wie in Anspruch 1 beansprucht, wobei der besagte Inhibitor
in einer Menge vorhanden ist, die ausreichend ist zur Verhinderung des Abbaus des
besagten physiologisch aktiven Agens durch Verdauungsenzyme in dem Verdauungssystem
des besagten Tieres, und um die Abgabe des besagten physiologisch aktiven Agens
zu dem Darm des besagten Tiers zu gestatten.Zusammensetzung wie in Anspruch 1 beansprucht, wobei der besagte Inhibitor
der Verdauungsenzyme ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Antiprotease,
Eialbumin, Inhibitoren auf Pflanzenbasis aus Ölsaat, Sojabohne, Kidneybohne,
Saubohne, Reiskleie, Weizenkleie, Ethylendiamintetraacetat, alpha-1-Antitrypsin,
Albumin, Ovalbumin, und Proteosomen.Zusammensetzung wie in Anspruch 8 beansprucht, wobei der besagte Inhibitor
wenigstens einen aus der Gruppe Pepsin-Inhibitor und Enteropeptidase-Inhibitor enthält.Zusammensetzung wie in Anspruch 8 beansprucht, wobei der besagte Inhibitor
Albumin in einer Konzentration zwischen 10 bis 20 Gew.-% ist.Zusammensetzung wie in Anspruch 1 beansprucht, wobei das besagte, die
Aufnahme verstärkende Agens ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus
Gallensalz, Saponin, Desoxycholat, Natriumsalicylat, Natriumlaurylsulfat, Ölsäure,
Linolsäure, Monoolein, Lecithin, Lysolecithin, Polyoxyethylen-Sorbitanestern,
p-t-Octylphenoxypolyoxyethylen, N-Lauryl-p-D-maltopyranosid, 1-Dodecylazacyloheptan-2-azon,
und Phospholipid.Zusammensetzung wie in Anspruch 11 beansprucht, wobei das besagte, die
Aufnahme verstärkende Agens Desoxycholat in einer Konzentration von 1 bis 5
% ist.Zusammensetzung wie in Anspruch 1 beansprucht, weiterhin enthaltend
wenigstens einen zusätzlichen Bestandteil ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus Ethylendiamintetraacetat, Konservierungsmittel, Antioxidans, Farbstoff, Binder,
Tracer, Süßungsmittel, oberflächenaktives Mittel, Trennmittel, Aromastoff,
Mehl, Bohne, Hefe, Brauereihefe, Mineralöl, Pflanzenöl, tierisches Öl,
Gleitmittel, Salbe, und Kombinationen davon.Zusammensetzung wie in Anspruch 3 beansprucht, wobei das besagte physiologisch
aktive Agens bei der Abgabe in dem besagten Mensch- oder Tierdarm von dem besagten
Darm zur systemischen Abgabe absorbiert wird.Zusammensetzung wie in Anspruch 3 beansprucht, wobei das besagte physiologisch
aktive Agens bei der Abgabe in dem besagten Menschen- oder Tierdarm
einen effektiven physiologischen Effekt auf die Darmwand ausübt.Zusammensetzung wie in Anspruch 3 beansprucht, wobei das besagte physiologisch
aktive Agens bei der Abgabe in dem besagten Menschen- oder Tierdarm einen physiologischen
Effekt auf den Inhalt des Darms hat.Zusammensetzung wie in Anspruch 1 beansprucht, wobei das besagte Tier
ein Vogel, ein Säugetier, ein Insekt, oder ein Fisch ist.Zusammensetzung wie in Anspruch 3 beansprucht, wobei das besagte physiologisch
aktive Agens in der Lage ist, eine Immunantwort in dem besagten Menschen oder Tier
gegen Schleimhaut-Infektionskrankheiten auszulösen.Medikament enthaltend die Zusammensetzung wie in irgendeinem der vorhergehenden
Ansprüche beansprucht.Medikament enthaltend eine ausreichende Menge der Zusammensetzung wie
in Anspruch 3, 14, 15 oder 16 beansprucht.Medikament wie in Anspruch 20 beansprucht, zur systemischen Abgabe eines
physiologisch aktiven Agens an einen Menschen oder ein Tier.Medikament wie in Anspruch 20 beansprucht, wobei das besagte physiologisch
aktive Agens ein antimikrobielles Agens ist.Medikament wie in einem der Ansprüche 19 bis 22 beansprucht, zur
Behandlung einer mikrobiellen Darminfektion in einem Menschen oder einem Tier.Medikament wie in Anspruch 23 beansprucht, wobei die besagten mikrobiellen
Infektionen hervorgerufen werden durch Mikroorganismen ausgewählt aus der Gruppe
bestehend aus Bakterien, Pilzen, Hefen, Viren, Staphylokokken, Streptokokken, Mikrokokken,
Peptokokken, Peptostreptokokken, Enterokokken, Bazillus, Clostridium, Lactobazillus,
Listeria, Erysipelothrix, Propionibakterium, Eubacterium, Corynobakterium, Mykoplasma,
Ureaplasma, Steptromyces, Hämophilus, Nesseria, Eikenellus, Moraxellus, Actinobazillus,
Pasteurella, Bakteroides, Fusobacteria, Prevotella, Porphyromonas, Veillonella,
Treponema, Mitsuokella, Capnocytophaga, Camphylobacter, Klebsiella, Chlamydia, und
Coliforme.Medikament wie in Anspruch 22 beansprucht, wobei das besagte antimikrobielle
Agens ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Antibiotika, Bakteriozinen,
Lantibiotika, Probiotika, Antipilzmittel, Antimykotika, antiparasitären Mitteln,
Aminoglykosiden, Vancomycin, Rifampin, Lincomycin, Chloramphenicol und den Antibiotika
Fluorquinol, Penicillin, beta-Lactame, Amoxicillin, Ampicillin, Azlocillin, Carbenicillin,
Mezlocillin, Nafcillin, Oxacillin, Piperacillin, Ticarcillin, Ceftazidim, Ceftizoxim,
Ceftriaxon, Cefuroxim, Cephalexin, Cephalothin, Imipenen, Aztreonam, Gentamicin,
Netilmicin, Tobramycin, Tetracycline, Sulfonamide, Macrolide, Erythromycin, Clarithromcin,
Azitrhomycin, Polymyxin B, und Clindamycin-Antibiotika.Medikament enthaltend eine physiologisch wirksame Menge einer Zusammensetzung
wie in Anspruch 3 beansprucht, zur Verbesserung der Darmaufnahme des physiologisch
aktiven Agens in Menschen oder Tieren.Verwendung einer Zusammensetzung nach Anspruch 1 bis 18 zur Herstellung
eines Medikaments zur Verbesserung der Darmaufnahme des physiologisch aktiven Agens
in Menschen oder Tieren.