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Dokumentenidentifikation DE60124158T2 30.08.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001120251
Titel Walzenfarbwerk
Anmelder Tokyo Kikai Seisakusho Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Kawabata, Takanobu, Yokohama-shi, Kanagawa-ken, JP;
Yoshida, Hiroji, Kawasaki-shi, Kanagawa-ken, JP;
Takahara, Kazuo, Yokohama-shi, Kanagawa-ken, JP
Vertreter Meissner & Meissner, 14199 Berlin
DE-Aktenzeichen 60124158
Vertragsstaaten AT, CH, DE, FR, GB, LI
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 23.01.2001
EP-Aktenzeichen 013005897
EP-Offenlegungsdatum 01.08.2001
EP date of grant 02.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.08.2007
IPC-Hauptklasse B41F 31/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B41F 31/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf ein Farbwerk zum Ausgeben von Farbe, die einer Farbschiene zugeführt wird, auf eine Druckplatte auf einem Plattenzylinder über eine Gruppe von Walzen, die nacheinander in Kontakt miteinander angeordnet sind, und insbesondere auf ein Farbwerk, bei dem Farbtröpfchen und Farbpartikel, die von einer relativ dicken Farbschicht gebildet werden, welche von der Farbschiene zur ersten Walze übertragen wird, daran gehindert werden, bis zur Außenseite der Druckpresse verstreut zu werden.

Es ist gut bekannt, dass eine Farbschicht beim Betrieb einer Druckpresse zwischen rotierenden Walzen oft zu Fasern reduziert wird, die dann in mehrere Farbtröpfchen und -partikel aufreißen, und dass diese Tröpfchen und Partikel sich aufgrund ihrer statischen Oberflächenladungen voneinander abstoßen und verstreut und in der Luft schwebend gehalten werden.

Bei einem Druckvorgang unter denselben Betriebsbedingungen in Bezug auf Farbe, Geschwindigkeit und Arbeitsumgebung ist es auch bekannt, dass dickere Farbschichten eher dazu tendieren, Farbtröpfchen und -partikel zu bilden (siehe „Insatsu Kogaku Binran" (Printing Engineering Manual), Seiten 687–688, Gihodo Publishing Co., Ltd., 1983). Diese Farbtröpfchen und -partikel tendieren dazu, die Druckpressen und ihre Umgebung zu kontaminieren, die Kleidung des Bedienpersonals zu verschmutzen und die Arbeitsumgebung zu verschlechtern. Sie tendieren auch dazu, die Oberfläche des Druckpapiers zu kontaminieren, wodurch die Druckqualität vermindert wird.

Als ein Verfahren zur Verhinderung dieser Mängel und Missstände ist ein Verfahren öffentlich bekannt, dass in der japanischen veröffentlichten ungeprüften Patentanmeldung Nr. Sho-59(1984)-35945 und in der japanischen veröffentlichten ungeprüften Gebrauchsmusteranmeldung Nr. Sho-61(1986)-81941 offenbart wurde.

Die japanische veröffentlichte ungeprüfte Patentanmeldung Nr. Sho-59(1984)-35945 offenbart ein Farbwerk, das über eine Vielzahl von Farbwalzen verfügt, die in Kontakt miteinander zwischen einem Farbzuführungsabschnitt und einem Plattenzylinder rotieren, wobei die Farbwalzen außer denen, die sich in der Nachbarschaft des Plattenzylinders befinden, so angeordnet sind, dass eine oder beide Walzen eines Walzenpaars, das in Kontakt miteinander rotiert, vor dem Kontaktbereich in Rotationsrichtung eines anderen Walzenpaars angeordnet sind, das in Kontakt miteinander rotiert, so dass die Farbtröpfchen und -partikel, die vom Kontaktbereich eines Walzenpaars, das in Kontakt miteinander rotiert, verstreut werden und vor beiden Walzen in der Rotationsrichtung schweben, dazu gebracht werden, auf diese Farbwalzen aufzutreffen, die vor beiden Walzen in Rotationsrichtung vorgesehen sind, um zu verhindern, dass Farbe verstreut und schwebend gehalten wird.

Andererseits offenbart die japanische veröffentlichte ungeprüfte Gebrauchsmusteranmeldung Nr. Sho-61(1986)-81941 ein Farbwerk, das über eine Gruppe von Walzen verfügt, die nacheinander in Kontakt miteinander kommen, um dem Plattenzylinder Farbe zuzuführen, wobei Hochspannungselektroden vor den in Kontakt miteinander rotierenden Walzen angeordnet sind, und zwar in vorbestimmten Intervallen in Bezug auf den Kontaktbereich beider Walzen, wobei eine Hochspannungsquelle mit den Elektroden verbunden ist, um eine Hochspannung anzulegen, so dass durch das Anlegen einer Hochspannung eine Koronaentladung verursacht wird, die einen elektrostatischen Vorhang erzeugt, von dem die Farbtröpfchen und -partikel, die verstreut wurden und vor beiden Walzen im Kontaktbereich schweben, angezogen und dazu gebracht werden, sich wieder auf einer der beiden Walzen abzulagern oder sich an den Elektroden anzusammeln.

Die Verfahren aus der japanischen veröffentlichten ungeprüften Patentanmeldung Nr. Sho-59(1984)-35945 und aus der japanischen veröffentlichten ungeprüften Gebrauchsmusteranmeldung Nr. Sho-61(1986)-81941 weisen jedoch eine Reihe von Mängeln und Problemen auf, die im Weiteren beschrieben werden.

Das in der japanischen veröffentlichten ungeprüften Patentanmeldung Nr. Sho-59(1984)-35945 offenbarte Verfahren erfordert die Bereitstellung einer relativ großen Anzahl von Walzen auf begrenztem Raum, wobei eine Walze, die an allen vier Seiten durch andere Walzen umgeben ist, bereitgestellt wird, um die gewünschte Funktionsweise und die Effekte der Erfindung sicherzustellen. Außerdem zeichnet sich das Verfahren durch eine geringe Praktikabilität aus, weil es extrem schwierig ist, einen Mechanismus zum Einstellen der Walzenanordnung und des Kontaktstatus der Walzen zu integrieren und den Kontaktstatus von nicht nur einer Walze einzustellen, die von anderen Walzen umgeben ist, sondern auch den von einigen anderen Walzen durch Betätigung des integrierten Einstellmechanismus, während der Status der Einstellung gleichzeitig überprüft und bestätigt wird. Außerdem ist das Verfahren nur wenig praktikabel, weil es einige Walzen umfasst, die nicht verändert werden können, ohne andere Walzen zu demontieren.

Unter den Farbtröpfchen und -partikeln, die sich aufgrund von statischen Oberflächenladungen gegenseitig abstoßen und in verschiedene Richtungen verstreut und schwebend gehalten werden, können solche Farbtröpfchen und -partikel, die sich in Richtung des Außenumfangs der Walzen bewegen und auf den Walzenaußenumfang auftreffen, erfolgreich daran gehindert werden, verstreut und schwebend gehalten zu werden, wie das erwünscht ist. Es gibt jedoch viele Farbtröpfchen und -partikel, die aufgrund der zuvor erwähnten Abstoßungskraft die Spalten zwischen Walzen passieren. Damit ist es schwierig zu verhindern, dass Farbtröpfchen und -partikel verstreut und schwebend gehalten werden.

Bei dem durch die japanische veröffentlichte ungeprüfte Gebrauchsmusteranmeldung Nr. Sho-61(1986)-81941 offenbarten Verfahren, könnten sich die Hochspannungselektroden, die in vorbestimmten Intervallen in Bezug auf den Kontaktbereich vor den in Kontakt miteinander rotierenden Walzen angeordnet sind, störend auf die Einstellung des Kontaktstatus zwischen beiden Walzen oder auf das Auswechseln von Walzen auswirken, was ein Praktikabilitätsproblem darstellt. Die Elektroden, an die Hochspannung angelegt wird, könnten durch elektrostatische Anziehung Papierstaub anziehen, was zur Entzündung infolge statischer Entladung führen kann und ein Brandrisiko darstellt. Außerdem können die Elektroden durch die Farbtröpfchen und -partikel verschmutzt werden, die den elektrostatischen Vorhang passieren und auf den Elektroden auftreffen, wenn sie durch eine Kraft, welche stärker ist als die Anziehung des elektrostatischen Vorhangs, oder durch die Elektroden mit einer entgegengesetzten Polarität als die der statischen Ladung angezogen werden. Das könnte Wartungsarbeiten erforderlich machen, um die Elektroden durch Entfernen der auf den Elektroden abgelagerten Farbe in einem derart sauberen Zustand zu halten, dass die erwünschten Effekte erzielt werden.

Zusätzlich zur oben beschriebenen Maßnahme waren bisher keine Maßnahmen verfügbar, um zu verhindern, dass Farbtröpfchen und -partikel den elektrostatischen Vorhang oder die Elektrodenanordnung passieren, wenn sie durch eine Kraft, welche stärker ist als die Anziehungskraft des elektrostatischen Vorhangs, oder durch die Anziehungskraft der Elektroden mit einer entgegengesetzten Polarität angezogen werden.

Die europäische Patentanmeldung EP-A-0461426 offenbart ein Farbwerk zum Ausgeben der einer Farbschiene zugeführten Farbe auf eine Druckplatte auf einem Zylinder über eine Gruppe von Walzen, die nacheinander in Kontakt miteinander angeordnet sind, wobei die Farbschiene einem Farbzuführungsprozess vorgelagert ist und eine Farbzuführungsoberfläche aufweist, wobei das Farbwerk umfasst: eine erste Walze, deren Außenumfang teilweise zur Farbzuführungsoberfläche der Farbschiene weist, wobei der Umfang die Farbe direkt von der Farbzuführungsoberfläche aufnimmt,

eine zweite Walze, die nach der ersten Walze im Farbzuführungsprozess angeordnet ist und auf der nachgelagerten Seite in Rotationsrichtung von der Position, in der die erste Walze zur Farbzuführungsoberfläche der Farbschiene weist, Kontakt mit dem Außenumfang der ersten Walze hat,

eine dritte Walze die auf der nachgelagerten Seite in Rotationsrichtung von der Position, in der die zweite Walze in Kontakt mit dem Außenumfang der ersten Walze kommt, Kontakt mit der ersten Walze hat,

eine vierte Walze, die Kontakt hat mit den Außenumfängen der zweiten und der dritten Walze, wobei ein Abschnitt des Außenumfangs der vierten Walze zum Abschnitt der ersten Walze weist, der sich auf der nachgelagerten Seite des Kontakts mit der zweiten Walze und auf der vorgelagerten Seite des Kontakts mit der dritten Walze in Rotationsrichtung der ersten Walze befindet, und

eine oder mehrere nachgelagerte Walzen.

Ganz allgemein ist die vorliegende Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass:

der Außenumfang der ersten Walze gegenüber der Farbzuführungsoberfläche um einem Spalt beabstandet ist,

die Außenumfänge der einen oder mehreren nachgelagerten Walzen nacheinander Kontakt miteinander haben, wobei der Außenumfang von mindestens einer der nachgelagerten Walzen Kontakt mit der zweiten Walze auf der nachgelagerten Seite der zweiten Walze hat und die nachgelagerten Walzen dem Zuführen von Farbe von der zweiten Walze zur Druckplatte auf dem Plattenzylinder dienen,

wodurch Farbtröpfchen und Farbpartikel, die im Kontaktbereich der ersten und der zweiten Walze durch deren Rotation entstehen, in einem Zwischenraum eingeschlossen sind, der durch die erste bis vierte Walze begrenzt ist.

Vorzugsweise ist jede der ersten bis vierten Walze so angeordnet, dass sich die Farbtröpfchen und -partikel, die im Zwischenraum entstehen, der durch die erste bis vierte Walze begrenzt ist, auf dem Außenumfang von jeder der ersten bis vierten Walze ablagern.

Die vorliegende Erfindung strebt an, einige oder alle der Probleme zu überwinden, die oben im Zusammenhang mit den Systemen nach dem Stand der Technik erwähnt wurden. Die vorliegende Erfindung ermöglicht es, ein Farbwerk bereitzustellen, das über eine Gruppe von Walzen verfügt, die nacheinander in Kontakt miteinander kommen, um Farbe einer Druckplatte auf einem Plattenzylinder zuzuführen, bei dem Farbtröpfchen und -partikel, die zumeist im Kontaktbereich einer Farbübertragungswalze gebildet werden, auf die Farbe in einer relativ dicken Schicht von der Farbschiene übertragen wird, daran gehindert werden, außerhalb der Druckpresse verstreut und schwebend gehalten zu werden; wobei das Farbwerk keine Schwierigkeiten beim Anordnen der Walzen und kein Brandrisiko verursacht, sich durch eine gute Praktikabilität und Betriebsfähigkeit auszeichnet und keine spezielle Wartungsarbeit erfordert. Die vorliegende Erfindung ermöglicht es auch, ein Farbwerk bereitzustellen, mit dem durch Verwendung einer einfachen mechanischen Anordnung der Walzen verhindert werden kann, dass die Farbtröpfchen und -partikel, die während des Betriebs einer Druckpresse entstehen, verstreut und schwebend gehalten werden.

Die vorliegende Erfindung ermöglicht es auch, ein Farbwerk bereitzustellen, mit dem die Farbtröpfchen und -partikel, die während des Betriebs einer Druckpresse entstehen, dazu gebracht werden, sich auf den Walzen abzulagern, um sie wieder dem Druckwerk zuzuführen.

1 ist eine perspektivische Darstellung, welche die Erklärung des Aufbaus eines Farbwerks zur Ausführung der vorliegenden Erfindung unterstützt, 2 ist eine Teilansicht in Richtung des Pfeils A aus 1 und unterstützt die Erklärung des Status, in dem Farbtröpfchen und -partikel im wesentlichen Teil des Farbwerks gemäß der vorliegenden Erfindung verstreut und schwebend gehalten werden, und

3 ist eine schematische Darstellung, welche die Erklärung des Status unterstützt, in dem Farbtröpfchen und -partikel in einer Ausführungsform gemäß der vorliegenden Erfindung erzeugt werden.

In 1 bis 3 verfügt eine Offsetdruckpresse über ein Farbwerk 1 zum Zuführen von Farbe zu den Druckbereichen auf einer Druckplatte, die auf dem Außenumfang eines Plattenzylinders 2 vorgesehen ist, und über eine Befeuchtungseinrichtung (in den Abbildungen nicht dargestellt, weil sie keinen Bezug zur vorliegenden Erfindung hat), wobei die Farbe, die dem Druckbereich auf der Druckplatte zugeführt wurde, auf eine Papierbahn 4 gedruckt wird, die sich zwischen einem Gummizylinder 3 und einem Druckzylinder (nicht dargestellt) befindet, und zwar über eine Gummioberfläche, die auf dem Außenumfang des Gummizylinders 3 vorgesehen ist.

Das Farbwerk 1 umfasst eine Farbschiene 10, eine Vielzahl von Farbpumpen (nicht dargestellt) zum Zuführen einer Menge an Farbe zu einer Farbzuführungsoberfläche 10a der Farbschiene 10, die ausreicht, um die Größe eines Bildes auf der Oberfläche der Druckplatte zu bedecken, welche einer vorbestimmten Länge in Längsrichtung der Farbschiene 10 entspricht, eine erste Walze 11, die auf eine solche Weise vorgesehen ist, dass ein Teil ihres Außendurchmessers zur Farbzuführungsoberfläche 10a der Farbschiene 10 in deren unmittelbarer Nähe weist, eine zweite Walze 12, die innerhalb des Farbzuführungsprozesses an der nachgelagerten Seite der ersten Walze 11 angeordnet ist, das heißt auf der Seite der Druckplatte, und die auf der nachgelagerten Seite in Rotationsrichtung von der Position, in der der Außenumfang der ersten Walze 11 zur Farbzuführungsoberfläche 10a weist, Kontakt mit der ersten Walze 11 hat, eine dritte Walze 13, die auf eine solche Weise vorgesehen ist, dass sie auf der nachgelagerten Seite in Rotationsrichtung von der Position, in der der Außenumfang der ersten Walze 11 in Kontakt mit der zweiten Walze 12 kommt, Kontakt mit der ersten Walze 11 hat, und eine vierte Walze 14, die im Kontakt mit den Außenumfängen der zweiten und der dritten Walze 12 und 13 vorgesehen ist, und zwar in einer solchen Weise, dass der vordere Abschnitt in Rotationsrichtung von beiden Walzen im Kontaktbereich der ersten und der zweiten Walze blockiert wird. Das Farbwerk 1 umfasst auch mehrere (in den Abbildungen vier Stück) nachgelagerte Walzen 15, 15, ---, die so auf der nachgelagerten Seite der zweiten Walze 12 innerhalb des Farbzuführungsprozesses vorgesehen sind, dass ihre Außenumfänge nacheinander Kontakt miteinander haben.

Ein abgeschlossener Zwischenraum 16 entsteht durch die erste Walze 11, die im Kontakt mit der ersten Walze 11 befindliche zweite Walze, die im Kontakt mit der ersten Walze 11 befindliche dritte Walze 13 und die im Kontakt mit der zweiten und der dritten Walze 12 und 13 befindliche vierte Walze 14.

In der vorliegenden Erfindung mit dem zuvor beschriebenen Aufbau füllt die Farbe, die durch die Farbpumpen der Farbschiene 10 zugeführt wurde, einen Raum zwischen der Farbzuführungsoberfläche 10a der Farbschiene 10 und dem Außenumfang der ersten Walze 11 auf, wie das in 2 gezeigt ist, erreicht durch die Rotation der ersten Walze 11 den Kontaktbereich zwischen der ersten und der zweiten Walze 11 und 12, und ein Teil der Farbe wird auf den Außenumfang der zweiten Walze 12 übertragen und dort abgelagert, wenn sie den Kontaktbereich passiert, und wird dabei zwischen den Außenumfängen der ersten und der zweiten Walze 11 und 12 auseinander gerissen. Die auf den Außenumfang der zweiten Walze 12 übertragene und dort abgelagerte Farbe wird anschließend auf die Außenumfänge der nachgelagerten Walzen 15 übertragen und dort abgelagert, den Druckbereichen auf der Druckplatte zugeführt, die sich auf dem Außenumfang des Plattenzylinders 2 befinden, und dann über die Gummioberfläche, die sich auf dem Außenumfang des Gummizylinders 3 befindet, auf die Papierbahn 4 gedruckt.

Während des Aufreißens der Farbe wird der Druck in der Farbschicht auf der nachgelagerten Seite in Rotationsrichtung vom Kontaktbereich der ersten und der zweiten Walze 11 und 12 abrupt verringert, was zur Bildung eines Hohlraums 21 führt, wie das in 3 gezeigt wird. Wenn sich der Spalt zwischen den Außenumfängen der ersten und der zweiten Walze 11 und 12 durch die Rotation der ersten und der zweiten Walze 11 und 12 vergrößert, vergrößert sich auch der Hohlraum 21, und schließlich wird die Wand des Hohlraums 21 in eine Faserform gestreckt und auseinander getrennt. Wenn das Auseinandertrennen der Farbfaser 22 gleichzeitig an mehr als zwei Stellen geschieht, wird die Farbe zwischen den Walzen zu Farbtröpfchen oder -partikeln 23, 23, --- reduziert, die in die Luft im Zwischenraum 16 freigegeben werden. Die in die Luft freigegebenen Farbtröpfchen und -partikel 23, 23, ---, welche eine statische Oberflächenladung aufweisen, bleiben schwebend in der Luft, während sie sich elektrisch voneinander abstoßen.

Da der Zwischenraum 16, in den die Farbtröpfchen und -partikel 23, 23, --- freigegeben werden, ein durch die erste, die zweite, die dritte und die vierte Walze 11, 12, 13 und 14 abgeschlossener Raum ist, entweichen die Farbtröpfchen und -partikel 23, 23, --- nicht aus dem Zwischenraum 16, sondern lagern sich im Lauf der Zeit auf der Außenumfangfläche von jeder der ersten bis vierten Walze 11 bis 14 ab, wodurch sie wieder dem Farbwerk 1 zugeführt werden.

Das Aufreißen der Farbe geschieht nicht nur im Kontaktbereich zwischen der ersten und der zweiten Walze 11 und 12, sondern auch in den Kontaktbereichen der anderen Walzen. In den Kontaktbereichen der anderen Walzen als der ersten und zweiten Walze 11 und 12 ist die Dicke der Farbschicht auf dem Außenumfang der Walzen jedoch zu gering, um Farbtröpfchen und -partikel zu erzeugen.

Wie oben beschrieben wurde, ermöglicht es die vorliegende Erfindung, die Farbtröpfchen und -partikel, welche im Kontaktbereich zwischen der ersten und der zweiten Walze 11 und 12 gebildet werden, wo die Dicke der Farbschicht auf dem Außenumfang der Walzen erheblich größer ist als in den Kontaktbereichen der anderen Walzen, daran zu hindern, verstreut und schwebend gehalten zu werden, indem durch die Anordnung der ersten bis vierten Walze 11 bis 14 ein einfacher mechanischer Aufbau zur Bildung eines geschlossenen Zwischenraums bereitgestellt wird, und die Farbtröpfchen und -partikel vollständig wieder dem Farbwerk zuzuführen.

Damit kann die Kontamination der Druckpresse, ihrer Umgebung und der Luft rund um die Druckpresse durch die Farbtröpfchen und -partikel, die im Ergebnis des Aufreißens der Farbe im Kontaktbereich der Walzen verstreut und schwebend gehalten werden, eliminiert werden, und die Arbeitsumgebung beim Drucken kann sauber gehalten werden. Außerdem ist die Walzenanordnung im Farbwerk so einfach, dass der Status des Walzenkontakts leicht eingestellt werden kann und die Walzen selbst leicht ausgewechselt werden können.

Darüber hinaus besteht kein Brandrisiko, weil das Farbwerk gemäß der vorliegenden Erfindung keine Mittel wie z. B. Hochspannung verwendet, die ein spezielles Risiko darstellen. Es sind keine besonderen Wartungsarbeiten, wie beispielsweise das Entfernen von Farbe von irgendwelchen Komponenten des Farbwerks, erforderlich, weil die Farbe dazu gebracht wird, sich auf den Walzen abzulagern, um wieder dem Farbwerk zugeführt zu werden. Alles das resultiert in einer guten Praktikabilität und Betriebsfähigkeit.


Anspruch[de]
Farbwerk (1) zum Ausgeben der einer Farbschiene zugeführten Farbe auf eine Druckplatte auf einem Zylinder (2) über eine Gruppe von Walzen, die nacheinander in Kontakt miteinander angeordnet sind, wobei die Farbschiene (10) einem Farbzuführungsprozess vorgelagert ist und eine Farbzuführungsoberfläche (10a) aufweist, wobei das Farbwerk (1) umfasst:

eine erste Walze (11), deren Außenumfang teilweise zur Farbzuführungsoberfläche (10a) der Farbschiene (10) weist, wobei der Umfang die Farbe direkt von der Farbzuführungsoberfläche (10a) aufnimmt,

eine zweite Walze (12), die nach der ersten Walze (11) im Farbzuführungsprozess angeordnet ist und auf der nachgelagerten Seite in Rotationsrichtung von der Position, in der die erste Walze (11) zur Farbzuführungsoberfläche (10a) der Farbschiene (10) weist, Kontakt mit dem Außenumfang der ersten Walze (11) hat,

eine dritte Walze (13) die auf der nachgelagerten Seite in Rotationsrichtung von der Position, in der die zweite Walze (12) in Kontakt mit dem Außenumfang der ersten Walze (11) kommt, Kontakt mit der ersten Walze (11) hat,

eine vierte Walze (14), die Kontakt hat mit den Außenumfängen der zweiten und der dritten Walze (12, 13), wobei ein Abschnitt des Außenumfangs der vierten Walze (14) zum Abschnitt der ersten Walze (11) weist, der sich auf der nachgelagerten Seite des Kontakts mit der zweiten Walze (12) und auf der vorgelagerten Seite des Kontakts mit der dritten Walze (13) in Rotationsrichtung der ersten Walze (11) befindet, und

eine oder mehrere nachgelagerte Walzen (15);

dadurch gekennzeichnet, dass

der Außenumfang der ersten Walze (11) gegenüber der Farbzuführungsoberfläche (10a) um einem Spalt beabstandet ist,

die Außenumfänge der einen oder mehreren nachgelagerten Walzen (15) nacheinander Kontakt miteinander haben, wobei der Außenumfang von mindestens einer der nachgelagerten Walzen (15) Kontakt mit der zweiten Walze (12) auf der nachgeordneten Seite der zweiten Walze (12) hat und die nachgelagerten Walzen (15) dem Zuführen von Farbe von der zweiten Walze (12) zur Druckplatte auf dem Plattenzylinder (2) dienen,

wodurch Farbtröpfchen und Farbpartikel (23), die im Kontaktbereich der ersten und der zweiten Walze (11, 12) durch deren Rotation entstehen, in einem Zwischenraum eingeschlossen sind, der durch die erste bis vierte Walze (11 bis 14) begrenzt ist.
Farbwerk gemäß Anspruch 1, wobei jede der ersten bis vierten Walze (11 bis 14) so angeordnet ist, dass sich die Farbtröpfchen und -partikel (23), die im Zwischenraum (16) entstehen, der durch die erste bis vierte Walze (11 bis 14) begrenzt ist, auf dem Außenumfang von jeder der ersten bis vierten Walze (11 bis 14) ablagern.






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