GEBIET DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Luftbehandlungs- und Belüftungsvorrichtung
entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
BESCHREIBUNG DES STANDS DER TECHNIK
Eine eingangs genannte Vorrichtung ist beispielsweise in der EP-A2-0
967 443 oder der DE-A1-3 321 612 beschrieben, welche eine Luftbehandlungsvorrichtung
betrifft, in der die Zuluft mittels des Ejektor-Effekts Raumluft durch ein Kühlelement
und in die Vorrichtung saugt. Der Auslass der Vorrichtung ist auf dem Niveau oder
im Wesentlichen unmittelbar unterhalb des Niveaus einer falschen Decke auf einem
Niveau angeordnet, in welcher die untere Grenzfläche der Vorrichtung erscheint.
Ein Problem bei den Vorrichtungen nach dem Stand der Technik ist,
dass bei einer gewünschten Regulierung der Kühlkapazität der Fluss
des Kühlmittels im Kühlelement mittels eines Steuer- bzw. Regelventils
geändert wird. Folglich ist der Benutzer auf Möglichkeiten der Anpassung
begrenzt, welche in der Praxis relativ unsensibel sind und entsprechend wenig vorteilhafte
Ergebnisse in Bezug auf den Einfluss auf die Lufttemperatur und das Klima in dem
Raum zeitigen.
AUFGABE UND WICHTIGSTE KENNZEICHEN DER ERFINDUNG
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung der im
einleitenden Teil der Beschreibung genannten Art vorzuschlagen, welche die Probleme
des Stands der Technik überwindet und eine sensiblere und genauere Anpassung
der Luftbehandlungs- und Belüftungsvorrichtung ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs
1 beschriebenen kennzeichnenden Merkmale gelöst.
Auf diese Weise kann eine Luftbehandlungs- und Belüftungsvorrichtung
in vorteilhafter Weise individuell angepasst werden, um eine präzisere Raumtemperatur
und Raumklima zu erhalten, ohne die Zuluftzufuhr beeinflussen zu müssen. Da
die Anpassung am „Ende" des Zuluftkanals, nämlich in den Austrittslöchern
erfolgt, wird auf vorteilhafte Weise eine Möglichkeit der Erzielung einer feinen
Einstellung, auch im Fall von kleinen Volumina der Zuluft erreicht, die auf andere
Weise schwer zu erzielen wäre, falls beispielsweise eine Drosselklappe in der
Zuluftleitung wie üblich gesteuert bzw. geregelt werden müsste.
Die Austrittslöcher sind in der Form von ersten, in einer Wand
des Zuluftkanals angeordneten Ausnehmungen gebildet, wobei diese Ausnehmungen zusammen
mit anderen, in mindestens einer mit dieser Wand in Kontakt stehenden verschiebbaren
Kontrollplatte angeordnet sind. Auf diese Weise wird eine einfache Anpassbarkeit
durch einfaches verschieben der Kontrollplatte in Richtung eines Bereichs kleinerer
oder größerer Löcher zur Erzielung des gewünschten Zuluftstroms
erreicht.
Darüber hinaus sind sowohl die ersten als auch die zweiten Ausnehmungen
als Längsschlitze bzw. Langlöcher geformt, um eine besonders gute Möglichkeit
der sensiblen Anpassung vorzusehen.
Weitere Vorteile werden durch die kennzeichnenden Merkmale abhängiger
Ansprüche erzielt.
Durch Anordnen einer luftdurchlässigen Wand zwischen der Einlasssektion
und der Auslasssektion des Zuluftkanals wird eine vorteilhafte Lärmreduktion
erzielt.
Weiter werden die Austrittslöcher bevorzugt in zwei Gruppen angeordnet,
welche im Wesentlichen lateral in separaten Richtungen ausgerichtet sind. Dies ermöglicht
die Herstellung einer Vorrichtung mit speziell niedriger Bauhöhe und Austritt
in zwei Richtungen.
Entsprechend dieses Aspekts ist vorzugsweise, jede Gruppe individuell
anpassbar, was deshalb einen Vorteil mit sich bringt, da ein lateral gerichteter
Austritt individuell an die Platzierung der Vorrichtung im Raum angepasst werden
kann, wobei, beispielsweise, eine Platzierung in der Nähe einer Wand weniger
Austrittsleistung zur Wand und größere Austrittsleistung von der Wand
weg benötigt.
Vorzugsweise sollten die Kontrollplatten über ein Bedienteil
zugänglich sein, welches zum Verschieben der Kontrollplatten und folglich der
Anpassung der Vorrichtung, beispielsweise durch Eingriff mit einem einfachen Werkzeug,
verwendet wird.
Die Erfindung ermöglicht ebenfalls eine automatische Steuerung
bzw. Regelung in Abhängigkeit von im Raum gemessene Luftparameter. Hierzu können
die Kontrollplatten mittels Motoren, welche durch eine Steuer- bzw. Regeleinheit
gesteuert bzw. geregelt werden, verschoben werden. Auf diese Weise kann die Vorrichtung
auf Grund gemessener Temperatur, Luftfeuchtigkeit, der Notwendigkeit der Belüftung
und so weiter, aber natürlich auch entsprechend anderer die Luft im Raum beeinflussender
Parameter gesteuert bzw. geregelt werden.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Die Erfindung wird nun im größeren Detail anhand von Ausführungsbeispielen
mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen erläutert. Diese zeigen
1: in einer Querschnittsansicht das Prinzip der erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
2: eine detaillierte Ansicht der Auslasssektion des
Zuluftkanals mit Austrittslöchern,
3: eine detaillierte Ansicht von Austrittslöchern
in einer erfindungsgemäßen Vorrichtung entsprechend der Erfindung, und
4: eine im Bezug auf die in 1
umgekehrte Detailansicht eines Bedienteils für Kontrollplatten in einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN
Die in 1 gezeigte Luftbehandlungs- und
Belüftungsvorrichtung 1 umfasst einen Zuluftkanal 2, ein
Kühl-/Heizelement 3, eine Mischkammer 4 und Luftauslässe
von der Vorrichtung in die Umgebung 5 und 6. Im Betrieb wird Luft
durch den Kanal 2 über die mit 7 und 8 gekennzeichneten
Austrittslöchern in die Mischkammer 4 zugeführt. Durch den Ejektor-Effekt
wird die Luft, die von den Austrittslöchern 7 und 8 ausströmt,
in der Mischkammer 4 einen unter-atmosphärischen Druck erzeugen, der
Raumluft von unten durch das Element 3 und in die Mischkammer
4 saugt. Sofern das Element 3 von einem Kühlmittel durchströmt
wird, wird die vorbeiströmende Raumluft gekühlt. Alternativ kann das Element
3 natürlich von einem Heizmittel durchströmt werden, wodurch
die vorbeiströmende Luft anstatt dessen geheizt wird.
In der Mischkammer wird frische Zuluft und behandelte Raumluft gemischt
und strömen auf an sich bekannte Weise durch die Auslässe 5 und
6, um im Wesentlichen parallel zur falschen Decke 9 zu strömen.
Der Zuluftkanal 2 umfasst eine Einlasssektion 12 und eine Auslasssektion
11, wobei letztere die Austrittslöcher 7 und 8 umfasst.
Die Einlasssektion 12 und die Auslasssektion 11
werden durch eine luftdurchlässige Wand getrennt, beispielsweise eine perforierte
Platte, welche eine bedeutende Lärmreduktion der Vorrichtung auf Grund einer
Vergleichmäßigung des Luftstroms zwischen diesen Sektionen mit sich bringt,
und folglich wird eine resultierende Verminderung der höchsten Luftgeschwindigkeiten
zu niedrigeren Lärmpegeln erzielt.
2 zeigt die Auslasssektion 11 im größeren
Detail, wobei die perforierte Platte 10 entfernt ist. Hier hat die Auslasssektion
eine gestreckte U-Form mit niedrigen Beinen und einem weiten Steg, und an jedem
Bein ist eine Gruppe von Ausnehmungen 13 angeordnet, welche in Form von
langschlitz- bzw. langlochförmigen Öffnungen ausgebildet sind, die längs
an dem besagten Bein ausgerichtet sind. Die Austrittslöcher sind hier so gerichtet,
dass die Zuluft in zueinander gradlinigen Richtungen ausgeblasen wird.
Innerhalb der Auslasssektion 11 sind zwei längsverschiebbare
Kontrollplatten 14 bzw. 15 mit L-förmigem Querschnitt angeordnet,
wobei jede Platte entsprechende Ausnehmungen 16 aufweist, welche auf die
gleiche Weise wie die Ausnehmungen 13 angeordnet und mit diesen ausgerichtet
sind. Auf diese Weise können die Bereiche der Austrittslöcher von einer
maximalen Größe, wenn die Löcher 13 und 16 vollständig
aufeinander ausgerichtet sind, prinzipiell in stufenloser Weise zu einer Position,
in der die Löcher 16 durch die Räume zwischen den Löchern
13 und umgekehrt bedeckt werden und folglich die Zufuhr von Luft abgeschaltet
ist, angepasst werden. Die Kontrollplatten 14 und 15 sind in geeigneter
Weise befestigt, um verschiebbar zu sein, beispielsweise mittels entlang der Länge
der Auslasssektion 11 verteilter Sätze von Eingriffselementen
17.
3 zeigt in größerem Detail zwei Austrittslöcher,
welche für einen relativ kleinen Bereich, ungefähr 25% des Maximalbereichs,
durch eine entsprechende Verschiebung der betreffenden Kontrollplatte und folglich
der Ausnehmungen 16 in Bezug auf die Ausnehmungen 13 angepasst
sind.
4 zeigt zwei den Kontrollplatten 14 bzw.
15 zugeordnete Bedienteile 18 und 19. Die Bedienteile
bestehen aus einem Bein der L-förmigen Kontrollplatte, während das andere
Bein die Ausnehmungen 16 aufweist. In ihrer einfachsten Form weisen die
Bedienteile Löcher 20 zum Eingreifen mit einem einfachen Werkzeug,
beispielsweise einem Schraubendreher, auf, der zum Verschieben der entsprechenden
Kontrollplatte verwendet wird. Dies wird vorzugsweise während des Betriebs
der Vorrichtung durch einen Bediener durchgeführt, der diese Kontrollplatten
einfach von unterhalb der installierten Vorrichtung verschiebt, insbesondere einfach
durch Einsetzen des Schraubendrehers in die entsprechenden Löcher
20 und Abstützen des Schraubendrehers gegen einen Teil des Elements
3 (siehe 1). Durch das gezeigte Prinzip kann
die Luftströmung auf einfache Weise gesteuert bzw. geregelt werden, so dass
unterschiedliche Luftströmungen in unterschiedliche laterale Richtungen der
Vorrichtung erhalten werden. In einer alternativen Ausführung weist das Bedienteil
Rinnen oder Grate zum in Eingriff nehmen mit einem Werkzeug auf. Bei einer derartigen
Verbindung kann ebenso ein Wiederlagerteil für das Werkzeug benachbart der
Bedienteile angeordnet werden. So ein Wiederlagerteil weist in
geeigneter Weise ein Loch auf, welches als Wiederlager zum Anpassen in beide Richtungen
eines Betriebsteils dient.
Die Erfindung kann innerhalb des Umfangs der beigefügten Ansprüche
verändert werden und, beispielsweise, kann die Vorrichtung unterschiedliche
Ausgestaltungen betreffs der relativen Platzierung des Zuluftkanals, der Mischkammer
und des Kühlelements haben. In einer Variante ist die Vorrichtung freihängend
ohne jede Verbindung mit einer falschen Decke angeordnet. In diesem Fall ist es
grundsätzlich passend, die Vorrichtung umgekehrt im Bezug auf die in
1 gezeigte Vorrichtung auszugestalten, also mit dem
Element auf der Oberseite. Es ist ebenso vollständig möglich, die Vorrichtung
entlang oder vertieft in einer Raumwand anzuordnen.
Die Vorrichtung kann ebenso ohne eine luftdurchlässige Wand
10 zur Schallreduktion ausgestaltet sein.
Automatische Steuerung bzw. Regelung kann dadurch erzielt werden,
in dem ein durch eine Steuer- bzw. Regelungseinheit gesteuerter bzw. geregelter
Motor dazu gebracht wird, die Kontrollplatten in Abhängigkeit von beispielsweise
einer gemessene Lufttemperatur zu verschieben.
Das Material in der Vorrichtung ist in geeigneter Weise im Wesentlichen
Stahlblech, Aluminium oder eine Aluminiumlegierung. Die Vorrichtung ist gut für
die Herstellung mittels herkömmlicher Methoden der Blechmetallbearbeitung geeignet.