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Dokumentenidentifikation DE602004006321T2 30.08.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001445223
Titel Modulen für einen Medientransportweg
Anmelder Xerox Corp., Rochester, N.Y., US
Erfinder Biegelsen, David K., Portola Valley CA94028, US;
Swartz, Lars-Erik, Sunnyvale California 94087, US;
Fromherz, Markus P., Palo Alto California 94303, US;
Yim, Mark H., Palo Alto California 94303, US
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 602004006321
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 04.02.2004
EP-Aktenzeichen 040024804
EP-Offenlegungsdatum 11.08.2004
EP date of grant 09.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.08.2007
IPC-Hauptklasse B65H 5/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B65H 29/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Diese Erfindung bezieht sich allgemein auf Medientransportsysteme und insbesondere auf Blattrichtungsmodule in einem derartigen Transportsystem.

Papiertransportsysteme innerhalb von Drucksystemen werden allgemein aus anwendungsspezifischen Einheiten aufgebaut, die üblicherweise aus schweren Rahmen bestehen, die Greifwalzen tragen, die durch einen oder mehrere Motoren angetrieben werden. Ein derartiges System ist im US-Patent Nr. 6,322,069 für Krucinski et al. gezeigt, das eine Vielzahl von Kopierblattantrieben, Greifwalzen und Bändern verwendet, um Papier durch ein Drucksystem zu transportieren. Eine weitere Vorgehensweise wird durch US-Patent Nr. 5,303,017 für Smith gelehrt, welche auf ein System zur Vermeidung von Druckverzögerungen in einem Satz bei Online-Auftragssätzen zum Zusammenstellen oder Fertigstellen gerichtet ist. Smith erreicht dieses durch die Verwendung von Blattförderern und Verteilerschächten mit umschaltbaren Blattförderern, die ebenso durch Motoren getriebene Antriebswalzen verwenden. Da jedoch die Transportsysteme nach dem Stand der Technik anwendungsspezifisch aufgebaut sind, um die unterschiedlichen Anforderungen von bestimmten Drucksystemen zu erfüllen, ist eine Rekonfigurationsmöglichkeit vor Ort und eine programmierbare Rekonfigurationsfähigkeit nicht möglich.

Es ist ein Ziel dieser Erfindung, standardisierte, in Massenproduktion hergestellte, in Losen gefertigte Module bereitzustellen, die aus standardisierten Untereinheiten bestehen, die physisch, elektrisch und elektronisch verbunden werden können, mit denen ein beliebiger Weg zum Transport von flexiblen Medien aufgebaut werden könnte.

US 6,371,473-B1 beschreibt eine Kombination von Banknotenprüfer und Banknotenausgeber. Eine Kombination von Banknotenprüfer, Banknotenspeicher, Banknotenspeicherkassette und Banknotenausgeber ist in modularer Weise aufgebaut und der Speicher und der Banknotenausgeber wirken zusammen, um zusätzlich einen Teil eines Verarbeitungsweges zwischen denselben festzulegen. Die Banknoten können sich in jeder Richtung entlang des Verarbeitungsweges bewegen und es sind vorzugsweise mehrere Speicher entlang des Weges angeordnet. Der Banknotenausgeber ist drehend aufgebaut und stapelt Banknoten auf der Fläche desselben und gibt einen Stapel von Banknoten durch eine Abgabeöffnung aus.

EP-A-0256859 beschreibt einen Dokumentenspender. Ein Dokumentenspender, der in der Lage ist, Dokumente von einer Vielzahl von getrennten Schalen auszugeben, ist modular aufgebaut. Der Spender ist durch Zusammenbau der Module, eines für jede Schale, aufgebaut, wobei jedes Modul die jeweilige Schale und einen Dokumentenförderer einschließt. Die Module sind miteinander verbunden, um die Dokumente entlang eines gemeinsamen Ausgabeförderweges durch die Module zu einem Hefter zu führen, der auf einem Modul auf dem Ausgabeende des Spenders bereitgestellt werden kann.

Zusammenfassung der Erfindung

Es ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Medienwegbaugruppe in Bezug darauf zu verbessern, einen modularen Aufbau von in Losen gefertigten Modulen vorzusehen, die physisch, elektrisch und elektronisch verbunden werden können und mit denen eine Vielzahl von Medienwegen aufgebaut werden kann. Dieses Ziel wird durch Bereitstellen einer Medientransportanordnung gemäß Anspruch 1 erreicht. Ausführungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen niedergelegt.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die vorstehenden und weiteren Merkmale der vorliegenden Erfindung werden beim weiteren Lesen der Beschreibung, Ansprüche und mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen offenbar und leicht verständlich.

1 veranschaulicht ein Medienrichtungsgeber-Systemmodul gemäß einer Ausführung der vorliegenden Erfindung, das angeordnet ist, Medien um neunzig Grad abzulenken;

2 veranschaulicht ein Medienrichtungsgeber-Systemmodul gemäß der Ausführung der 1, das angeordnet ist, Medien horizontal zu führen;

3 veranschaulicht ein Medienrichtungsgeber-Systemmodul gemäß einer weiteren Ausführung der vorliegenden Erfindung, das angeordnet ist, Medien horizontal zu führen;

4 veranschaulicht ein Medienrichtungsgeber-Systemmodul gemäß der Ausführung der 3, das angeordnet ist, Medien um neunzig Grad abzulenken;

5 veranschaulicht eine Anordnung von Medienrichtungsgebermodulen in der Ausführung der 1, aufgebaut als Druckmaschinen-Medienweg;

6 ist eine perspektivische Ansicht eines Medienrichtungsgeber-Systemmoduls gemäß der Ausführung der 1;

7 veranschaulicht ein Medienrichtungsgeber-Systemmodul gemäß einer weiteren Ausführung der vorliegenden Erfindung;

8 veranschaulicht eine Anordnung von Medienrichtungsgebermodulen in der Ausführung der 7, die als ein Druckmaschinen-Medienweg aufgebaut sind; und

9 veranschaulicht eine Anordnung von Medienrichtungsgebermodulen, die eine Ausführung eines erweiterbaren Transportmoduls gemäß der vorliegenden Erfindung einschließen.

Eingehende Beschreibung der Erfindung

Wenngleich anwendungsspezifisch aufgebaute Medientransportsysteme in der Industrie umfassend genutzt werden, würden standardisierte Medienwegmodule, aus denen irgendein Medienweg aufgebaut werden kann, einen kürzeren Markteintritt, geringere Kosten durch Stückzahlökonomie, hohe Teilewiederverwendbarkeit, Umbaumöglichkeit vor Ort, und programmierbare Umbaukeit ermöglichen. Die hier offenbarten Medienwegmodule sind beispielhafte Module, die selbst standardisierte Untereinheiten beinhalten, die physisch, elektrisch und elektronisch verbunden werden können, um diese Vorteile bereitzustellen. Die Medienwegmodule bestehen aus einem verbindungsfähigen Rahmen, motorangetriebenen Antriebsspalteneinheiten, Medienzusammenführungseinheiten, schaltbaren Richtungseinheiten, Medienkanten- und/oder Relativbewegungs-Detektionseinheiten, und Versorgungs-/Rechner-/Kommunikationseinheiten. Die Module werden mechanisch verbunden, um ein integriertes System auszubilden, das mechanisch stabil ist und einen elektrischen Bus aufweist.

1 veranschaulicht eine Seitenansicht einer beispielhaften Ausführung der Medienwegmodule für lineare Medienfortbewegung oder für Medienumlenkung. Derartige Module können sofort verwendet werden, um Medienströme aufzuteilen, Medienströme zusammenzufassen oder Medien entlang, vorwärts oder rückwärts, in einer von zwei orthogonalen Richtungen durchlaufen zu lassen. Die Module 100 bestehen aus einem standardmäßigen Rahmen 110 mit ineinander greifenden Mechanismen 120 und Medienstatussensoren, wie etwa, beispielsweise, Kantendetektoren oder Detektoren für relative Bewegung (nicht gezeigt). Die ineinander greifenden Mechanismen 120 können von irgendwelchen vielen alternativen Einrichtungen, die im Stand der Technik bekannt sind, ausgewählt werden. Vier angetriebene Transportspalten 130, 132, 134 und 136 und Medieneinlassführungen 140 bewegen Medien in und aus dem drehbaren Medienrichtungsgeber 160. In dieser Ausführung sind zylindrische Spalten veranschaulicht, die Greifwalzen sind, die das Medium von zwei Seiten entlang einer Linie berühren. Einer der Zylinder wird um seine Achse drehend angetrieben und der andere ist ein Freiläufer, was die normale Greifkraft unterstützt oder bereitstellt. Es ist anzumerken, dass andere Aktuatoreinrichtung stattdessen verwendet werden können, um tangentiale Medienkräfte bereitzustellen. Ein Beispiel für eine derartige alternative Betätigungseinrichtung ist ein kugelförmiger Spalkenaktuator, der das Medium nur in einer kleinen Fläche berührt und der im Prinzip in der Lage ist, das Medium tangential in einer beliebigen Richtung anzutreiben, wie in US-Patent Nr. 6,059,284 für Wolf et al. ("Process, Lateral and Skew Sheet Positioning Apparatus and Method") beschrieben wird. Ein weiteres Beispiel einer alternativen Betätigungseinrichtung ist eine piezoelektrisch betriebene Bürste oder Bürsten, um das Medium in einer gewünschten Richtung zu bewegen, wie in US-Patent 5,467,975 für Hadimioglu et al. ("Apparatus and Method for Moving a Substrate") gelehrt wird.

Der rotatorische Medienrichtungsgeber 160 besteht aus einem rotatorischen Gehäuse, das Geradeaus- und Ablenkeinheiten 150 aufweist. Die zylindrischen Spalten 130, 132, 134 und 136 können unter Verwendung von getrennten Motoren (nicht gezeigt) angetrieben werden, oder können durch einen einzigen Motor über eine Kette angetrieben werden (beispielsweise für ein Modul, bei welchem die Medien nur von einer festen Seite einlaufen). Alle Antriebs- und Steuerelektroniken, ebenso wie Kommunikationsbustreiber sind innerhalb des Rahmens untergebracht. Alle elektrischen Zwischenmodulsignale (Stromversorgung und Kommunikation) werden durch Stecker durchgeleitet, die als Teil des Modulvereinigungsvorgangs zusammentreffen. In dieser Figur ist der rotatorische Medienrichtungsgeber 160 so ausgerichtet, dass dieser das Medium 180 in eine zylindrische Spalte 132 auf der rechten Seite des Moduls 100 und durch eine zylindrische Spalte 136 an der Oberseite des Moduls 100 in einem neunzig Grad Weg leitet, geführt durch die Ablenkeinheit 150. Durch ein Umkehren der Motordrehung wird die Medientransportrichtung selbstverständlich umgekehrt. Die Rahmeneinheiten 110 und der rotatorische Medienrichtungsgeber 160 können aus verschiedenen bekannten Kunststoffen und/oder Metallen aufgebaut werden.

Die 2 veranschaulicht das Modul 200, das einen standardmäßigen Rahmen 210 mit ineinander greifenden Mechanismen 220 und Medienstatussensoren, wie etwa, beispielsweise, Kantendetektoren oder Detektoren für relative Bewegung (nicht gezeigt) aufweist. Die ineinander greifenden Mechanismen 220 können aus vielen alternativen Einrichtungen, die im Stand der Technik bekannt sind, ausgewählt werden. Vier angetriebene zylindrische Spalten 230, 232, 234 und 236 und Medieneinlassführungen 240 bewegen Medien in und aus dem rotatorischen Medienrichtungsgeber 260. Die Rahmeneinheiten 210 und der rotatorische Medienrichtungsgeber 260 können aus verschiedenen bekannten Kunststoffen und/oder Metallen aufgebaut werden. Der Medienrichtungsgeber 260 besteht aus einem rotatorischen Gehäuse, das Geradeaus- und Ablenkeinheiten 270 aufweist. Hier ist der rotatorische Medienrichtungsgeber 260 so angeordnet, dass dieser die Medien 250 in die zylindrische Spalte 234 auf der linken Seite des Moduls 200 hinein und durch die gegenüberliegende zylindrische Spalte 232 auf der rechten Seite des Moduls 22 entlang einem horizontalen Weg herausführt. Durch Umkehren der Motorrotation wird die Medientransportrichtung selbstverständlich umgekehrt. Die zylindrischen Spalten 230, 232, 234 und 236 können unter Verwendung von getrennten Motoren (nicht gezeigt) angetrieben werden oder können durch einen einzigen Motor über ein Kette angetrieben werden. Alle Antriebs- und Steuerelektroniken, ebenso wie die Kommunikationsbustreiber sind in dem Rahmen untergebracht. Alle elektrischen Zwischenmodulsignale (Stromversorgung und Kommunikation) werden durch Stecker geführt, die als Teil der Modulzusammenfügung zusammenpassen.

Mit nachfolgendem Bezug auf die 3 wird eine weitere beispielhafte Ausführung des Medienwegmoduls 300 veranschaulicht. Das Modul 300 schließt einen Rahmen 310 mit ineinander greifenden Mechanismen 320 und Medienstatussensoren, wie etwa, beispielsweise, Kantendetektoren oder Detektoren für relative Bewegung (nicht gezeigt) ein. Die ineinander greifenden Mechanismen 320 können aus vielen alternativen Einrichtungen, die im Stand der Technik bekannt sind, ausgewählt werden. Vier angetriebene zylindrische Spalten 330, 332, 334 und 336 und Medieneinlassführungen 340 bewegen Medien in und aus dem rotatorischen Medienrichtungsgeber 360. Die Rahmeneinheiten 310 und der rotatorische Medienrichtungsgeber 360 können aus verschiedenen bekannten Kunststoffen und/oder Metallen aufgebaut werden. Der Medienrichtungsgeber 360 besteht aus seitlich verschobenen Ablenkflügeln, mit Durchlaufmittelpunkten 370. Hier ist der Medienrichtungsgeber 360 in einer ersten Stellung angeordnet, um das Medium 350 in die zylindrische Spalte 334 auf der linken Seite des Moduls 300 in einem horizontalen Weg durch die gegenüberliegende zylindrische Spalte 332 auf der rechten Seite des Moduls 300 zu führen. Durch Umkehren der Motorrotation wird die Medientransportrichtung selbstverständlich umgekehrt. Der Medienrichtungsgeber 360 wird um 45 Grad zu den horizontalen und vertikalen Achsen in Millisekunden durch einen von verschiedenen möglichen Antriebsmechanismen (nicht gezeigt) versetzt, wie etwa, beispielsweise Linearmotoren mit einfachen Gelenkverbindungen zu dem Medienrichtungsgeber oder einer Zahnstangen- oder Ritzelverbindung. Alternativ dazu können Multipositionsspulen ebenso wie andere, im Stand der Technik bekannte, Antriebsmechanismen verwendet werden. Es können Arretierungen verwendet werden, um die Positionierung des Richtungsgebers zu erreichen, oder ein LED/Fotodiodenpaar könnte verwendet werden, um präzise Richtungsgeberpositionierung zu erhalten. Die zylindrischen Spalten 330, 332, 334 und 336 können unter Verwendung von getrennten Motoren (nicht gezeigt) angetrieben werden oder können durch einen einzigen Motor über ein Kette angetrieben werden. Alle Antriebs- und Steuerelektroniken, ebenso wie die Kommunikationsbustreiber sind in dem Rahmen untergebracht. Alle elektrischen Zwischenmodulsignale (Stromversorgung und Kommunikation) werden durch Stecker geführt, die als Teil der Modulzusammenfügung zusammenpassen.

Mit weiterem Bezug auf die 4 wird eine weitere, beispielhafte Ausführung des Medienwegmoduls 400 veranschaulicht. Das Modul 400 schließt einen Rahmen 410 mit ineinander greifenden Mechanismen 420 und Medienstatussensoren, wie etwa, beispielsweise, Kantendetektoren oder Detektoren für relative Bewegung (nicht gezeigt) ein. Die ineinander greifenden Mechanismen 420 können aus vielen alternativen Einrichtungen, die im Stand der Technik bekannt sind, ausgewählt werden. Vier angetriebene zylindrische Spalten 430, 432, 434 und 436 und Medieneinlassführungen 440 bewegen Medien in und aus dem rotatorischen Medienrichtungsgeber 460. Die Rahmeneinheiten 410 und der rotatorische Medienrichtungsgeber 460 können aus verschiedenen bekannten Kunststoffen und/oder Metallen aufgebaut werden. Der Medienrichtungsgeber 460 besteht aus verschobenen Ablenkflügeln, mit Durchlaufmittelpunkten 470. Der Medienrichtungsgeber 460 wird hier nach oben und nach rechts versetzt, um das Medium 450 in die zylindrische Spalte 434 auf der linken Seite des Moduls 400 und nach außen durch die zylindrische Spalte 430 am Boden des Moduls 400 in einem Neunzig-Grad-Weg zu leiten. Durch Umkehren der Motorrotation wird die Medientransportrichtung selbstverständlich umgekehrt. Der Medienrichtungsgeber 460 wird in Millisekunden durch einen von verschiedenen möglichen Antriebsmechanismen (nicht gezeigt) versetzt, wie etwa, beispielsweise Linearmotoren mit einfachen Gelenkverbindungen zu dem Medienrichtungsgeber oder einer Zahnstangen- oder Ritzelverbindung. Alternativ dazu können Multipositionsspulen ebenso wie andere, im Stand der Technik bekannte, Antriebsmechanismen verwendet werden. Es können Arretierungen verwendet werden, um die Positionierung des Richtungsgebers zu erreichen, oder ein LED/Fotodiodenpaar könnte verwendet werden, um präzise Richtungsgeberpositionierung zu erhalten. Alle Antriebs- und Steuerelektroniken, ebenso wie die Kommunikationsbustreiber sind in dem Rahmen untergebracht. Alle elektrischen Zwischenmodulsignale (Stromversorgung und Kommunikation) werden durch Stecker geführt, die als Teil der Modulzusammenfügung zusammenpassen.

Mit nachfolgendem Bezug auf die 5 veranschaulicht eine Anordnung von Modulen 500 ein Beispiel eines rekonfigurierbaren Medienwegs, der um die Einheiten, wie etwa eine Druckmaschine 530 (xerografisch, Tintenstrahl oder andere), Endbearbeitung, Eingabequellen, etc. angeordnet wird. In der Anordnung 500 können Medienwege sowohl rückwärts als auch vorwärts transportierend sein und parallele Flüsse können ermöglicht werden. Die Größe der Medienmodule 510 wird durch verschiedene Aspekte der zu transportierenden Medien bestimmt. Der Abstand zwischen den Spalten 520 muss geringer sein als die kürzeste Medienlänge in der Prozessrichtung. Die Spalten 520 werden günstigerweise, jedoch nicht notwendigerweise derart innerhalb eines Moduls angeordnet, dass der Abstand zwischen den Spalten 520 gleichmäßig über den Medienweg nach der Modulverbindung ist. Eine weitere Einschränkung richtet sich auf den Krümmungsradius in Umlenkungen, der nicht zu klein sein darf, um die steifsten Medien, die durch die Anordnung laufen können, aufzunehmen. Ein typischer Radius in xerografischen Druckern ist ungefähr fünf Zentimeter. Mit Einschränkungen, die für derzeitige xerografische Verwendung typisch sind, würden Module, wie sie hier gezeigt sind, und in einer derartigen Anwendung verwendet werden, ungefähr zwanzig Zentimeter auf einer Seite und einen Krümmungsradius von fünf Zentimeter bei Umlenkbetrieb aufweisen.

Die Ausführungen der Medienwegmodule der 1 und 2 sind in einer perspektivischen Ansicht in der 6 gezeigt. In dieser Ausführung laufen die zylindrischen Antriebsspalten 640 über die Länge des Moduls, wenngleich deren einzelne Teile zum Zweck der Klarheit nur am Ende des Moduls 600 gezeigt sind. Wie vorstehend eingehender beschrieben, wird das Medium von den Medieneinlassführungen 620 empfangen, läuft durch die zylindrische Spalte 640 und in den rotatorischen Medienrichtungsgeber 610, der das Medium entweder vorwärts oder rückwärts in eine von zwei Richtungen leitet. Die Zwischenmodulverbindungen 630 ermöglichen die Verbindung von einzelnen Modulen und ebenso Zwischenmodulverbindungen für Kommunikation und Steuerelektroniken.

Eine weitere beispielhafte Ausführung der Medienwegmodule für das lineare Verschieben von Medien oder Umlenken von Medien ist in 7 veranschaulicht. In dieser Ausführung besteht das Modul 700 aus einem standardmäßigen Rahmen 740 mit ineinander greifenden Mechanismen 750 und Medienstatussensoren, wie etwa, beispielsweise, Kantendetektoren oder Detektoren für relative Bewegung (nicht gezeigt) ein. Die ineinander greifenden Mechanismen 750 können aus vielen alternativen Einrichtungen, die im Stand der Technik bekannt sind, ausgewählt werden. Eine einzige angetriebene Transportspalte 710 und Medieneinlassführungen 7300 bewegen Medien in den rotatorischen Medienrichtungsgeber 720. In jedem Fall können derartige Module mit einem einzigen möglichen Eingang verwendet werden, um die Medienausgabe in irgendeine von drei Richtungen 760 zu leiten. In dieser Ausführung sind zylindrische Spalten veranschaulicht, die vorstehend eingehender beschrieben wurden. Es ist jedoch anzumerken, dass andere Betätigungseinrichtungen stattdessen verwendet werden können, um tangentiale Medienkräfte bereitzustellen. Beispiele für alternative Einrichtungen zur Betätigung schließen einen kugelförmigen Spaltenaktuator und eine Piezostoßeinrichtung, wie vorstehend mit Bezug auf die in 1 veranschaulichte Ausführung beschrieben, ein.

Der rotatorische Medienrichtungsgeber 720 besteht aus einem rotatorischen Gehäuse, das Geradeaus- und Ablenkeinheiten 770 aufweist. Die zylindrischen Spalten 710 können unter Verwendung von getrennten Motoren (nicht gezeigt) angetrieben werden, oder können durch einen einzigen Motor über eine Kette angetrieben werden (beispielsweise für ein Modul, bei welchem die Medien nur von einer festen Seite einlaufen). Alle Antriebs- und Steuerelektroniken, ebenso wie Kommunikationsbustreiber sind innerhalb des Rahmens untergebracht. Alle elektrischen Zwischenmodulsignale (Stromversorgung und Kommunikation) werden durch Stecker durchgeleitet, die als Teil des Modulvereinigungsvorgangs zusammentreffen. In dieser Figur ist der rotatorische Medienrichtungsgeber 720 so ausgerichtet, dass dieser Medien (nicht gezeigt) in eine zylindrische Spalte 710 auf der linken Seite des Moduls 700 und durch Medien-Einlass/Auslassführungen 730 an der rechten Seite des Moduls 700 in einen Durchsatzweg, geführt durch die Ablenkeinheit 720, leitet. Die Rahmeneinheiten 740 und der rotatorische Medienrichtungsgeber 720 können aus verschiedenen bekannten Kunststoffen und/oder Metallen aufgebaut werden. Wenngleich diese Ausführung mit dem Medienrichtungsgeber in der Form eines rotatorischen Gehäuses beschrieben worden ist, ist anzumerken, dass der Medienrichtungsgeber 720 ebenso die Form der verschobenen Ablenkflügel mit Durchlaufmittelpunkten annehmen kann, wie in Bezug auf 3 beschrieben.

8 veranschaulicht eine beispielhafte Ausführung eines Medienweges unter Verwendung der Modulausführung mit einem einzigen Einlass/mehreren Auslassmedienwegen, das in Bezug auf 7 beschrieben wurde. In dieser Ausführung wird ein rekonfigurierbarer Medienweg aus einer Vielzahl von Modulen 850 für einzigen Einlass/Vielfachauslassmedienweg um die Einheiten, wie etwa eine Druckmaschine 860 (xerografisch, Tintenstrahl oder andere) oder Endbearbeitungseinrichtungen, Eingabequellen, etc., aufgebaut. In der Anordnung 800 transportieren Medienwege vorwärts und es können parallele Flüsse ermöglicht werden, wie durch die Medienwege 810 und 870 gezeigt. Der Medienfluss kann ebenso zu verschiedenen alternativen Zielstationen geleitet werden, wie durch die Ausgaberichtungen der Medienwege 810 und 840 veranschaulicht. In dieser Ausführung wird die Funktion des Medienrichtungsgebers aus Gründen der Klarheit schematisch gezeigt; es ist anzumerken, dass der Medienrichtungsgeber die Form von jeder Ausführung der Medienrichtungsgeber, die hier beschrieben werden, annehmen kann.

Die Größe der Medienmodule 850 wird durch verschiedene Aspekte der zu transportierenden Medien bestimmt. Der Abstand zwischen den Spalten 820 muss geringer sein als die kürzeste Medienlänge in der Prozessrichtung. Die Spalten 820 werden derart innerhalb eines Moduls angeordnet, dass der Abstand zwischen den Spalten 820 günstigerweise gleichmäßig über den Medienweg nach der Modulverbindung ist. Eine weitere Einschränkung richtet sich auf den Krümmungsradius in Umlenkungen, der nicht zu klein sein darf, um die steifsten Medien, die durch die Anordnung laufen können, aufzunehmen. Ein typischer Radius in xerografischen Druckern ist ungefähr fünf Zentimeter. Mit Einschränkungen, die für derzeitige xerografische Verwendung typisch sind, würden Module, wie sie hier gezeigt sind, und in einer derartigen Anwendung verwendet werden, ungefähr zwanzig Zentimeter auf einer Seite und einen Krümmungsradius von fünf Zentimeter bei Umlenkbetrieb aufweisen. In den Fällen, in denen ausschließlich ein Durchlauffluss gewünscht wird, können nicht relevante Modulelemente aus den einzelnen Modulen, wie etwa im Modul 880, entfernt werden, in dem der Medienrichtungsgeber und die überflüssigen Medienführungen entfernt worden sind.

In den vorstehend beschriebenen Ausführungen sind die Medienwegmodule im Wesentlichen gleichförmig entlang deren Länge, wobei die Motorantriebe an den zwei Enden angebracht sind. Optional dazu können in den Systemen, in denen bestimmte Freiheitsgrade fest sind (nicht programmierbar rekonfigurationsfähig), der Medienrichtungsgeber durch eine feste Führungseinheit ersetzt werden und zugehörige Motorantriebe können weggelassen oder entfernt werden. Weiterhin können ausziehbare Module für Geradeaustransport (die keinen Richtungsgeber aufweisen), die kürzer als aktive Module sind, zwischengeschaltet werden, um Durchläufe beliebiger Länge zwischen verbundenen Maschinen (wie etwa Druckmaschinen oder Endbearbeitungseinrichtungen oder Papierquellen, etc.), zu ermöglichen. Mit nachfolgendem Bezug auf die 9 sind die Medienwegmodule in einem Beispielsystem 900 aufgebaut, in dem eine beispielhafte Ausführung eines ausziehbaren Moduls 920 für Geradeaustransport eingeschlossen ist, um eine verkürzte Laufverbindung zu der Druckmaschine 970 bereitzustellen. Das ausziehbare Modul 920 für Geradeaustransport schließt einen Rahmen 930 und Rahmenauszüge 940 in der Form von parallelen Platten ein, mit denen der Rahmen 930 teleskopartig verändert werden kann. Das Modul 920 schließt in dieser beispielhaften Ausführung ebenso zwei Transportspalten 950 und 960 ein, es ist jedoch anzumerken, dass ein derartiges Modul mit nur einer Spalte nützlich betrieben werden kann.

Wenngleich die vorliegende Erfindung mit Bezug auf bestimmte Ausführungen veranschaulicht und beschrieben wurde, werden dem Fachmann weitere Modifikationen und Verbesserungen einfallen. Beispielsweise können die Medienwegmodule getrennt angetriebene Spalten verwenden und die Spalten können unabhängig angetriebene Segmente in der Richtung quer zur Prozessrichtung ebenso aufweisen, was eine Winkelkorrektur oder andere Betriebsschritte erlauben könnte, die mehr als einen Freiheitsgrad benötigen. Weiterhin können die Richtungsgeber in zeitabhängigen Bewegungen angetrieben werden. Beispielsweise kann der Translationsrichtungsgeber übereingefahren werden, um den Eintritt der Blattführungskante in eine gebogene Fläche des Richtungsgebers zu erleichtern und daraufhin in die Blattablenkungsposition zurückgestellt werden. Weiterhin können die Geradeaus/Ablenkeinheiten und die Ablenkflügel der Beispielausführungen der hier beschriebenen Medienrichtungsgeber verschiedene alternative Formen annehmen, wie der Fachkundige würdigen wird.


Anspruch[de]
Eine Medientransportanordnung (500), die für ein Medienverarbeitungssystem geeignet ist, das Medienströme durch einen Medienweg befördert, der für serielle oder parallel Flüsse ausgelegt ist, wobei die Medientransportanordnung (500) umfasst:

nicht weniger als zwei Medienwegmodule (510), wobei jedes Medienwegmodule (510) umfasst:

eine Rahmeneinheit (110), die Öffnungen zum Durchleiten von Medien durch dieselben aufweist;

eine Zwischenmodul-Einklinkeinrichtung (120);

mindestens eine Medientransportspalte (130, 132, 134, 136);

eine Betätigungseinrichtung;

einen Medienrichtungsgeber (160);

eine Mediensteuerschaltung; und

eine Medienerfassungsschaltung,

dadurch gekennzeichnet, dass

die mindestens eine Medientransportspalte (130, 132, 134, 136) fest einer der Öffnungen zugeordnet ist, und

die Rahmeneinheit (110) vier Öffnungen zum Durchleiten von Medien durch dieselben aufweist.
Die Medientransportanordnung gemäß Anspruch 1, wobei die Einklinkeinrichtung (120) mindestens einen ineinander greifenden Mechanismus umfasst. Die Medientransportanordnung gemäß Anspruch 1, wobei die Rahmeneinheit (110) weiterhin eine Signalverbindungseinrichtung umfasst. Die Medientransportanordnung gemäß Anspruch 3, wobei die Signalverbindungseinrichtung einen Signaldurchgang durch Stecker umfasst, die während eines Arbeitsschrittes des Modulaneinanderfügens zusammenpassen. Die Medientransportanordnung gemäß Anspruch 1, wobei die mindestens eine Medientransportspalte (130, 132, 134, 136) nicht weniger als eine zylindrische Spalte umfasst. Die Medientransportanordnung gemäß Anspruch 1, wobei die mindestens eine Transportspalte (130, 132, 134, 136) nicht weniger als ein kugelförmige Spalte umfasst. Die Medientransportanordnung gemäß Anspruch 1, wobei die mindestens eine Medientransportspalte (130, 132, 134, 136) nicht weniger als eine piezoelektrisch angetriebene Bürste umfasst. Die Medientransportanordnung gemäß Anspruch 1, weiterhin umfassend eine Vielzahl von Medienführungen (140). Die Medientransportanordnung gemäß Anspruch 8, wobei die Vielzahl der Medienführungen (140) nicht weniger als zwei Medieneinlassführungen für jede der Medientransportspalten (130, 132, 134, 136) umfasst. Die Medientransportanordnung gemäß Anspruch 1, wobei die Betätigungseinrichtung nicht weniger als eine Motorantriebseinheit umfasst.






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