| Dokumentenidentifikation |
EP1503868 30.08.2007 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0001503868 |
| Titel |
LACKIER- UND TROCKENKABINE |
| Anmelder |
Krammer, Rupert, Söding, AT |
| Erfinder |
Krammer, Rupert, 8561 Söding, AT |
| Vertreter |
derzeit kein Vertreter bestellt |
| DE-Aktenzeichen |
50307707 |
| Vertragsstaaten |
AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR |
| Sprache des Dokument |
DE |
| EP-Anmeldetag |
02.05.2003 |
| EP-Aktenzeichen |
037269834 |
| WO-Anmeldetag |
02.05.2003 |
| PCT-Aktenzeichen |
PCT/AT03/00129 |
| WO-Veröffentlichungsnummer |
2003092907 |
| WO-Veröffentlichungsdatum |
13.11.2003 |
| EP-Offenlegungsdatum |
09.02.2005 |
| EP date of grant |
18.07.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
30.08.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
B05B 15/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung bezieht sich auf eine kombinierte Lackier-
und Trockenkabine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, die gegenüber
bisher bekannten gattungsgleichen Anlagen eine weitgehende Energieeinsparung und
eine kürzere Trocknungszeit ermöglicht und zusätzlich Verschmutzungen
im Bereich des Umluftsystems verhindert.
Bei bekannten kombinierten Lackier- und Trockenkabinen
wird in der Lackierphase 100% Zuluft über einen Ansaugkanal, der die angesaugte
Zuluft über einen ersten Filter zu einem Zuluftaggregat bzw. Wärmetauscher
führt, wo die Zuluft erwärmt und anschließend über weitere Kanäle
in die Kabine gelangt, verwendet. Die Zuluft, die über Deckenfilter gereinigt
wird und die Lackierkabine von oben nach unten durchströmt, wird anschließend
über Bodenfilter geführt, mittels eines Abluftaggregats abgesaugt und
über entsprechende Abluftkanäle ins Freie abgeführt.
In der Trockenphase wird in der Kabine der Luftwechsel
um bis zu 70% verringert, um eine höhere Trocknungstemperatur zu erreichen.
Dies bedeutet aber gleichzeitig, daß weniger Luft an die lackierten Flächen
gelangt, was gleichzeitig eine längere Trocknungszeit bedeutet. In anderen,
in Verwendung stehenden Kabinen wird die Luft über die verunreinigten Bodenfilter
zum Zuluftaggregat zurückgeführt, wodurch sich Ablagerungen in Ventilatoren
und in der Brennkammer bilden können und die Deckenfilter schneller verschmutzen.
Aus der
DE 1577730
, die die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1 zeigt, ist eine kombinierte
Lackier- und Trockenkabine mit getrennten Bodenfiltergruppen bekannt, über
die je nach Arbeitsphase - Lackieren oder Trocknen - die Luft absaugbar ist, wobei
in der Lackierphase die Luft nur über zwei voneinander getrennte, sich entlang
des linken und rechten Randes der Trockenkabine erstreckende Lackier-Bodenfiltergruppen
absaugbar ist, wogegen in der Trocknungsphase die Luft nur über eine zentral
im Kabinenboden angeordnete und sich über die gesamte Länge der Trockenkabine
erstreckende Trocknungs-Bodenfiltergruppe absaugbar ist. Die Trocknungs-Bodenfiltergruppe
trennt die beiden Lackier-Bodenfiltergruppen voneinander, so dass insgesamt drei
separate, parallel zueinander liegende, streifenförmige Bodenfiltergruppen
ausgebildet sind. Nachteilig an dieser bekannten Trockenkabine ist die durch die
Anordnung der Bodenfiltergruppen bedingte geringe Absaugleistung. Weiters wird in
der Lackierphase der gesamte Luftstrom zu den Seitenrändern der Trockenkabine
hin gezogen, d.h. weg von dem lackierten Gegenstand, so dass in der Trockenkabine
eine "Streifenabsaugung" herrscht, bei der wesentliche Raumanteile der Trockenkabine
überhaupt nicht abgesaugt werden.
Die Erfindung hat sich zum Ziel gesetzt, die vorstehend
aufgezeigten Nachteile zu vermeiden. Zu diesem Zweck schlägt sie eine kombinierte
Lackier- und Trockenkabine mit den Merkmalen der Anspruchs 1 vor.
In der angeschlossenen Zeichnung ist eine vorteilhafte
Ausgestaltung der Erfindung beispielhaft veranschaulicht. Darin zeigt die Figur
1 einen Grundriß einer erfindungsgemäßen kombinierten Lackier- und
Trockenkabine, in Figur 2 ist die Funktionsweise der erfindungsgemäßen
Anlage in der Lackierphase dargestellt, während in Figur 3 die erfindungsgemäße
Kabine während der Trockenphase gezeigt wird.
Die in Fig. 1 dargestellte kombinierte Lackier- und Trokkenkabine
weist folgende Bestandteile auf. Der Kabinenkörper ist mit 4 dargestellt. Den
Boden der Kabine bildet eine umlaufende Abstandsfläche 3a samt darin eingesetzten
Gitterrosten 3b, auf denen der zu lackierende Gegenstand, in den Figuren 2 und 3
beispielhaft dargestellt durch ein zu lackierendes Kraftfahrzeug, abgestellt werden
kann. Unter den Gitterrosten 3b befinden sich zwei getrennte Bodenfiltergruppen
1 und 2. Der Kabinenkörper 4 ist über ein Einfahrtstor 5 zugänglich;
in einer Seitenwand des Kabinenkörpers 4 befindet sich eine Gehtür 6 mit
Panikverschluß. Parallel zu einer Seitenwand des Kabinenkörpers 4 ist
eine Trennwand 7 zum angrenzenden Technikraum vorgesehen.
In der Lackierphase wird die erfindungsgemäßen
kombinierte Lackier- und Trockenkabine in folgender Weise betrieben:
Analog zum Stand der Technik werden 100% Frischluft, die
über einen Zuluftkanal 8 angesaugt wird, der Kabine zugeführt und anschließend
über die Bodenfiltergruppe 1, mit Hilfe des Abluftaggregates 11 abgesaugt und
über den Abluftkanal 9 ins Freie befördert. Die direkt über der Bodengrube
der Lackier- und Trockenkabine angeordnete Bodenfiltergruppe 1, in Fig.1 ringförmig
dargestellt, ermöglicht ein gleichmäßiges Führen der durchströmenden
Luft und ein Filtrieren der abgesaugten Luft, die anschließend über das
Abluftaggregat 11 und den Abluftkanal 9 ins Freie entlassen wird. Diese Betriebsweise
ermöglicht gleichzeitig ein gleichbleibendes Lackierverhalten für den
Lakkierer.
In der Trockenphase wird beim erfindungsgemäßen
System der Luftwechsel nicht verringert oder die Umluftmenge über die verschmutzten
Bodenfilter wieder in Umlauf gebracht, sondern über die zweite, beliebig im
Kabinenboden, zweckmäßigerweise aber meist mittig angeordnete Bodenfiltergruppe
2 gereinigt und über eigene Kanäle dem Zuluftaggregat 12 zugeführt
und wieder in Umlauf gebracht. Die erfindungsgemäß vorgesehene separate
Bodenfiltergruppe 2, die von der Bodenfiltergruppe 1 vollständig getrennt ist,
kommt nur in der Trockenphase zur Anwendung. Hiebei wird die Luft, bevor sie in
Umlauf gebracht wird, mittels eigener, im Boden der Lackier- und Trockenkabine angeordneter
Filter 15 gereinigt. Durch die Größe und die zweckmäßig meist
mittige Anordnung der Bodenfiltergruppe 2 erhöht sich die Luftgeschwindigkeit;
gleichzeitig umströmt auch die angesaugte Frischluft bzw. die gefilterte Umluft
die lackierten Flächen schneller, wodurch diese Flächen schneller abtrocknen.
Die zusätzlich angesaugte Frischluft bzw. die gesättigte Umluft 10 wird
über das Ringsystem 1 der Bodenfiltergruppe, das Abluftaggregat 11 und den
Abluftkanal 9 ausgeschieden. Der prozentuelle Frischluftanteil in der Trockenphase
kann in der erfindungsgemäßen kombinierten Lackier- und Trockenkabine
frei eingestellt werden.
Je nach Art und Ausführung der erfindungsgemäßen
Lackier- und Trockenkabine ergibt sich eine Energieeinsparung von bis zu 40% und
eine kürzere Trocknungszeit, wodurch die erfindungsgemäße Anlage
wirtschaftlicher betrieben werden kann. Das mit der erfindungsgemäßen
Anlage erzielbare vorteilhafte Ergebnis ist eine saubere Lackieroberfläche
und eine wesentlich kürzere Trocknungszeit. Für die erfindungsgemäße
Anlage sind keine zusätzlichen Wartungsarbeiten erforderlich. Ein weiterer
Vorteil dieser erfindungsgemäßen Lackier- und Trockenkabine ist, daß
das Zuluftaggregat, der Wärmetauscher, die Ventilatoren und die Deckenfilter
nicht verschmutzen, wodurch sich die Nutzungsdauer der Deckenfilter 13 erhöht
bzw. Wartungskosten vermieden werden.
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| Anspruch[de] |
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Kombinierte Lackier- und Trockenkabine mit zwei getrennten Bodenfiltergruppen
(1, 2), über welche je nach Arbeitsphase, Lackieren oder Trocknen die Luft
absaugbar ist, wobei während der Lackierphase die Absaugung der Luft nur über
die Lackier-Bodenfiltergruppe (1) erfolgt, wogegen während der Trockenphase
die Absaugung über die Trocken-Bodenfiltergruppe (2) erfolgt und die Luft durch
Bodenfilter (15) gefiltert und über gesonderte Kanäle aus der Trocken-Bodenfiltergruppe
(2) in das Zuluftaggregat (12) rückgeführt und zusammen mit Frischluft
wieder in die Lackier- und Trockenkabine in Umlauf gebracht wird, dadurch gekennzeichnet,
dass die Lackier-Bodenfiltergruppe (1) die Trocken-Bodenfiltergruppe (2) ringförmig
umgibt.
Kombinierte Lackier- und Trockenkabine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Lackierbodenfiltergruppe (1) und die Trocken-Bodenfiltergruppe (2)
in einer Bodengrube der Lackier- und Trockenkabine angeordnet sind.
Kombinierte Lackier- und Trockenkabine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die gesonderten Kanäle, die die Trocken-Bodenfiltergruppe
(2) mit dem Zuluftaggregat (12) verbinden, durch die Lackier-Bodenfiltergruppe (1)
hindurch verlaufen.
Kombinierte Lackier- und Trockenkabine nach einem der Ansprüche
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocken-Bodenfiltergruppe (2) mittig
in der Lackier- und Trockenkabine angeordnet ist.
Kombinierte Lackier- und Trockenkabine nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Lufteinlass in die Lackier-Bodenfiltergruppe
(1) und die Trocken-Bodenfiltergruppe (2) von Gitterrosten (3b) gebildet sind.
Kombinierte Lackier- und Trockenkabine nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Trockenphase zusätzlich
angesaugte Frischluft bzw. gesättigte Umluft (10) über die Lackier-Bodenfiltergruppe
(1) absaugbar ist, wobei vorzugsweise der prozentuelle Frischluftanteil frei einstellbar
ist.
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| Anspruch[en] |
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A combined painting and drying cubicle comprising two separate sets
of floor filters (1, 2) via which, depending on the operating phase, painting or
drying, the air can be sucked off, wherein, during the painting phase, the suction
of air is effected only via the set of floor filters for painting (1) whereas, during
the drying phase, suction is effected via the set of floor filters for drying (2)
and the air is filtered through floor filters (15) and is returned from the set
of floor filters for drying (2), via separate channels, into the air intake unit
(12) and is recycled back into the painting and drying cubicle along with fresh
air, characterized in that the set of floor filters for painting (1) encircles
the set of floor filters for drying (2).
A combined painting and drying cubicle according to claim 1,
characterized in that the set of floor filters for painting (1) and the set
of floor filters for drying (2) are arranged in a floor cavity of the painting and
drying cubicle.
A combined painting and drying cubicle according to claim 1 or 2,
characterized in that the separate channels connecting the set of floor filters
for drying (2) with the air intake unit (12) pass through the set of floor filters
for painting (1).
A combined painting and drying cubicle according to any of claims 1
to 3, characterized in that the set of floor filters for drying (2) is arranged
centrally in the painting and drying cubicle.
A combined painting and drying cubicle according to any of the preceding
claims, characterized in that the air inlet into the set of floor filters
for painting (1) and the set of floor filters for drying (2) are formed by gratings
(3b).
A combined painting and drying cubicle according to any of the preceding
claims, characterized in that fresh air and saturated circulating air (10),
respectively, additionally drawn in during the drying phase can be sucked off via
the set of floor filters for painting (1), whereby the percentage of fresh air is
preferably freely adjustable.
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| Anspruch[fr] |
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Cabine de peinture et de séchage combinée comportant deux
groupes de filtrage au fond (1, 2) séparés, par l'intermédiaire desquels
l'air peut être aspiré en fonction de la phase de travail, à savoir
peinture ou séchage, sachant que pendant la phase de peinture l'air est aspiré
uniquement par l'intermédiaire du groupe de filtrage au fond pour phase de
peinture (1), alors que pendant la phase de séchage l'air est aspiré par
l'intermédiaire du groupe de filtrage au fond pour phase de séchage (2)
et l'air filtré par le filtre au fond (15) est renvoyé, en sortant du
groupe de filtrage pour phase de séchage (2), via des canaux séparés
vers l'organe d'admission d'air (12) et, conjointement avec de l'air frais, est
remis à nouveau en circulation dans la cabine de peinture et de séchage,
caractérisée en ce que le groupe de filtrage au fond pour phase
de peinture (1) entoure de manière annulaire le groupe de filtrage au fond
pour phase de séchage (2).
Cabine de peinture et de séchage combinée selon la revendication
1, caractérisée en ce que le groupe de filtrage pour phase de peinture
(1) et le groupe de filtrage pour phase de séchage (2) sont montés dans
une fosse dans le fond de la cabine de peinture et de séchage.
Cabine de peinture et de séchage combinée selon la revendication
1 ou 2, caractérisée en ce que les canaux séparés, qui
relient le groupe de filtrage pour phase de séchage (2) avec l'organe d'admission
d'air (12), passent à travers le groupe de filtrage pour phase de peinture
(1).
Cabine de peinture et de séchage combinée selon l'une quelconque
des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le groupe
de filtrage pour phase de séchage (2) est monté au centre dans le fond
de la cabine de peinture et de séchage.
Cabine de peinture et de séchage combinée selon l'une quelconque
des revendications précédentes, caractérisée en ce que
les admissions d'air dans le groupe de filtrage au fond pour phase de peinture (1)
et dans le groupe de filtrage au fond pour phase de séchage (2) sont formées
par des grilles (3b).
Cabine de peinture et de séchage combinée selon l'une quelconque
des revendications précédentes, caractérisée en ce que,
pendant la phase de séchage, de l'air frais et de l'air de circulation (10)
saturé peuvent être aspirés en plus par l'intermédiaire du groupe
de filtrage au fond pour phase de peinture (1), sachant que, de préférence,
la part en pourcentage d'air frais peut être réglée librement.
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