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Dokumentenidentifikation DE102006010291A1 06.09.2007
Titel Flurförderzeug mit Nutzungsdatenerfassung
Anmelder Jungheinrich AG, 22047 Hamburg, DE
Erfinder Baginski, Ralf, Dipl.-Ing., 21398 Neetze, DE;
Mänken, Frank, Dr.-Ing., 24558 Henstedt-Ulzburg, DE;
Werder, Martin von, Dipl.-Ing., 22949 Ammersbek, DE
Vertreter Hauck Patent- und Rechtsanwälte, 20354 Hamburg
DE-Anmeldedatum 03.03.2006
DE-Aktenzeichen 102006010291
Offenlegungstag 06.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.09.2007
IPC-Hauptklasse B66F 9/075(2006.01)A, F, I, 20060303, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G07C 5/08(2006.01)A, L, I, 20060303, B, H, DE   
Zusammenfassung Flurförderzeug, mit
- einem elektronischen Speicher und/oder einer Datenübertragungseinheit,
- einer Einrichtung zum Erfassen von Nutzungsdaten und
- einer Steuereinheit, die mit der Einrichtung zum Erfassen von Nutzungsdaten und dem Speicher und/oder der Datenübertragungseinheit verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinheit aus den erfaßten Nutzungsdaten fortlaufend ein Nutzungsprotokoll erstellt und in dem Speicher ablegt oder an die Datenübertragungseinheit übermittelt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Flurförderzeug mit einer Einrichtung zum Erfassen von Nutzungsdaten, genauer ein Flurförderzeug, bei dem die erfaßten Nutzungsdaten fortlaufend in einem Nutzungsprotokoll abgelegt werden.

Beim Einsatz von Flurförderzeugen ist es üblich, daß Kunden die für ihre innerbetrieblichen Transportaufgaben benötigten Fahrzeuge nicht mehr nur beim Hersteller kaufen, sondern diese lediglich für eine festgelegte Nutzungsdauer mieten. Häufig wird zusätzlich noch eine sogenannte Full-Service-Vereinbarung getroffen, mit der sich der Hersteller dazu verpflichtet, alle beim Betrieb der Fahrzeuge anfallenden Wartungs- und Reparaturarbeiten für eine festgelegte monatliche Kostenrate zu übernehmen.

Sowohl für den Kunden als auch für den Hersteller der Flurförderzeuge hängt der Erfolg dieses Geschäftsmodells davon ab, in welcher Weise und unter welchen Bedingungen die Fahrzeuge genutzt werden. Bei herkömmlichen Flurförderzeugen können nur grobe Abschätzungen zur tatsächlichen Nutzung getroffen werden, die sich zudem auf der Seite des Herstellers nur schwer überprüfen lassen.

Eine bedarfsgerechte Wartung stellt bei vermieteten Flurförderzeugen ebenfalls ein Problem dar. Sowohl vorzeitig als auch verspätet ausgeführte Wartungsarbeiten verursachen hohe Kosten. Die Wartungsintervalle müssen auf Grundlage von groben Schätzungen und Erfahrungswerten festgelegt werden.

Davon ausgehend ist es die Aufgabe der Erfindung, ein Flurförderzeug bereitzustellen, das insbesondere bei Mieteinsätzen eine bedarfsgerechte Wartung erleichtert.

Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1. Das erfindungsgemäße Flurförderzeug weist einen elektronischen Speicher und/oder eine Datenübertragungseinheit, eine Einrichtung zum Erfassen von Nutzungsdaten und eine Steuereinheit, die mit der Einrichtung zum Erfassen von Nutzungsdaten und dem Speicher und/oder der Datenübertragungseinheit verbunden ist, auf, wobei die Steuereinheit aus den erfaßten Nutzungsdaten fortlaufend ein Nutzungsprotokoll erstellt und in dem Speicher ablegt oder an die Datenübertragungseinheit übermittelt.

Die erfaßten Nutzungsdaten können dabei grundsätzlich sämtliche Betriebsdaten des Flurförderzeugs umfassen, insbesondere diejenigen, die einen Rückschluß auf die tatsächliche Nutzung und Beanspruchung des Flurförderzeugs zulassen. Eine mit der Einrichtung zum Erfassen von Nutzungsdaten verbundene Steuereinheit nimmt fortlaufend Einträge in ein Nutzungsprotokoll vor und legt dieses für eine weitere Auswertung in den Speicher ab oder übermittelt es an eine Datenübertragungseinheit.

Gemäß einer Ausgestaltung ist vorgesehen, daß die Einrichtung zum Erfassen von Nutzungsdaten einen Geschwindigkeitssensor zur Messung der Geschwindigkeit des Flurförderzeugs umfaßt. Es ist bekannt, daß viele Komponenten eines Flurförderzeugs bei höherer Fahrgeschwindigkeit stärker beansprucht werden. Die Aufnahme der Geschwindigkeitsdaten in das Nutzungsprotokoll ermöglicht eine detaillierte entsprechende Auswertung.

Weiter ist vorgesehen, daß die Einrichtung zum Erfassen von Nutzungsdaten einen Beschleunigungssensor zur Messung der Beschleunigung des Flurförderzeugs umfaßt. Starkes Beschleunigen, d.h. rasantes Anfahren, plötzliches Abbremsen oder schnelle Kurvenfahrten führen ebenfalls zu einer erhöhten Beanspruchung des Flurförderzeugs, die zweckmäßigerweise in das Nutzungsprotokoll aufgenommen wird. Bevorzugt wird der Beschleunigungssensor auch zum Erfassen von Erschütterungen des Flurförderzeugs genutzt. Derartige Erschütterungen treten insbesondere in Folge von Bodenunebenheiten, insbesondere Schlaglöchern, auf. Die durch das Fahren über diese Bodenunebenheiten ausgelösten Erschütterungen tragen ebenfalls zu einer erhöhten Belastung des Flurförderzeugs bei. Das gleiche gilt auch für Erschütterungen, die durch Kollisionen mit anderen Fahrzeugen oder Gegenständen verursacht werden.

Gemäß einer Ausgestaltung beinhalten die Nutzungsdaten die von dem Flurförderzeug zurückgelegte Strecke. Die zurückgelegte Strecke kann im einfachsten Fall durch Zählen der Umdrehungen eines Rads des Flurförderzeugs ermittelt werden. Alternativ ist es auch möglich, die Signale eines Geschwindigkeits- oder Beschleunigungssensors auszuwerten.

In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die Einrichtung zum Erfassen von Nutzungsdaten einen Lastsensor zur Bestimmung des Gewichts einer Last auf. Ein derartiger Lastsensor kann in das Lasthaltemittel integriert sein, oder das Gewicht einer Last aus einem Öldruck innerhalb der Hydraulik ermitteln. Bevorzugt wird nicht nur das Gewicht einer Last erfaßt, sondern die Einrichtung zum Erfassen von Nutzungsdaten weist zusätzlich oder unabhängig davon eine Vorrichtung zum Messen der Hubhöhe einer Last auf. Gegebenenfalls kann aus dem Gewicht und der Hubhöhe einer Last die von dem Hubsystem des Flurförderzeugs verrichtete Arbeit bestimmt werden.

Gemäß einer Ausgestaltung umfaßt die Einrichtung zum Erfassen von Nutzungsdaten eine Vorrichtung zur Messung von mindestens einem Kennwert des hydraulischen Systems des Flurförderzeugs. In Betracht kommt hier insbesondere der Öldruck, die Menge des gepumpten Öls sowie die Leistungsaufnahme eines Antriebsmotors des hydraulischen Systems. Sämtliche genannten Kennwerte stehen in Verbindung mit der Beanspruchung des Flurförderzeugs. Durch Meßwertnahme am hydraulischen System selbst sind über die Hubfunktion hinaus auch sämtliche anderen hydraulisch betriebenen Systeme, beispielsweise eine hydraulische Lenkung, in die Nutzungserfassung einbezogen.

In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, daß die Einrichtung zum Erfassen von Nutzungsdaten einen Sensor im Fahrersitz zur Erkennung der Anwesenheit eines Fahrers umfaßt. Die entsprechenden Nutzungsdaten geben Aufschluß über die tatsächliche Betriebszeit des Flurförderzeugs.

Bevorzugt ist die Einrichtung zum Erfassen von Nutzungsdaten zur Erfassung von Steuerdaten mit der Fahrzeugsteuerung verbunden. Auf diese Weise können relevante Daten aus der Fahrzeugsteuerung in das Nutzungsprotokoll aufgenommen werden. Zu den relevanten Daten zählen beispielsweise Lenkwinkel, Hub- oder Senkbefehle, Stellungen des Gaspedals, Drehzahlen von Motoren, Bremseingriffe oder eine Umkehr der Fahrrichtung.

Gemäß einer Ausgestaltung umfaßt die Einrichtung zum Erfassen von Nutzungsdaten eine Sende- und Empfangseinheit zum Auslesen von RFID-Transpondern. RFID steht für Radio Frequency Identification und wird zur Erfassung des Codes bzw. der gespeicherten Daten eines entsprechenden RFID-Tags eingesetzt. Nach der Erfindung ist vorgesehen, derartige RFID-Tags an den zu transportierenden Lasten, an bestimmten Lagerpositionen und/oder an bestimmten Wegpunkten in einer Lagerhalle anzuordnen. Es wird dadurch möglich, nutzungsrelevante Daten, wie z.B. die zwischen unterschiedlichen Wegpunkten zurückgelegte Strecke, Eigenschaften der transportierten Waren, wie z.B. das Gewicht oder ein bestimmter Verpackungstyp oder auch die mit dem Flurförderzeug abgefahrenen Lagerpositionen genau und mit großer Sicherheit zu erfassen. Es kann dadurch ein sehr individuelles Nutzungsprotokoll erstellt werden. Weiterhin ist vorgesehen, auch den Fahrer mit einem entsprechenden RFID-Tag auszurüsten, der von der Sende- und Empfangseinheit ausgelesen werden kann. Dadurch besteht die Möglichkeit, in dem Nutzungsprotokoll auch Informationen über den das Flurförderzeug tatsächlich führenden Fahrer zu speichern.

Grundsätzlich können die RFID-Transponder in einem beliebigen verfügbaren Frequenzband arbeiten, bevorzugt wird jedoch das UHF-Band. UHF steht für Ultra High Frequency und stellt sicher, daß die RFID-Transponder auch in einem größeren Abstand von der Sende- und Empfangseinheit noch fehlerfrei ausgelesen werden können.

Gemäß einer Ausgestaltung enthält das Nutzungsprotokoll eine konsolidierte Fassung der Nutzungsdaten. Grundsätzlich ist es möglich, sämtliche Nutzungsdaten zu protokollieren. Hierzu bietet sich beispielsweise ein fester Zeittakt an, in dem die Steuereinheit die erfaßten Nutzungsdaten ausliest und in das Nutzungsprotokoll aufnimmt. Vorteilhafter ist jedoch eine konsolidierte, d.h. selektive oder zusammenfassende Speicherung der Nutzungsdaten. So kann die Steuereinheit beispielsweise die zurückgelegte Strecke in einem anderen Zeittakt in das Nutzungsprotokoll aufnehmen als andere Nutzungsdaten. Es kann so ein für die weitere Verarbeitung optimiertes Nutzungsprotokoll erstellt werden. Insbesondere ist es möglich, die Länge des Nutzungsprotokolls an den zur Verfügung stehenden Speicherplatz anzupassen. Es ist auch möglich, daß das Nutzungsprotokoll nur einige wenige Kennzahlen enthält, die beispielsweise die erfaßten Nutzungsdaten eines ganzen Tages oder einer Schicht zusammenfassen. Die Steuereinheit kann die Nutzungsdaten dabei derart zusammenfassen, daß diese wenigen Kennzahlen zuverlässig über die tatsächliche Beanspruchung des Flurförderzeugs in dem jeweiligen Zeitraum Aufschluß geben.

In einer bevorzugten Ausgestaltung wird als elektronischer Speicher eine Festplatte, ein Speicherchip oder eine Chipkarte verwendet. Grundsätzlich kommt jedes Speichermedium in Betracht, das die erforderliche Datenmenge speichern kann. Die Verwendung einer Chipkarte bietet den Vorteil, daß die Erfassung eines Nutzungsprotokolls mit weiteren Funktionalitäten der Chipkarte kombiniert werden kann, beispielsweise mit einer Nutzungsberechtigung für den Fahrer, der sich mit Hilfe der Chipkarte ausweist. Außerdem können mit Hilfe einer Chipkarte die Nutzungsdaten in besonders einfacher Weise an ein Auswertesystem weitergegeben werden.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, den elektronischen Speicher in ein Funknetzwerk einzubinden. Auf diese Weise können die Nutzungsprotokolle drahtlos in den Speicher geschrieben bzw. aus diesem gelesen werden. Diese Ausgestaltung bietet sich insbesondere in Verbindung mit einer Chipkarte an, die z.B. selbst als RFID-Karte ausgeführt sein kann. Durch die drahtlose Datenübertragung wird erreicht, daß die Chipkarte nicht am Flurförderzeug eingesteckt werden muß, sondern beispielsweise vom Fahrer am Körper getragen werden kann.

Die Chipkarte kann dadurch besonders vorteilhaft gleichzeitig als Speicher für die Nutzungsprotokolle und für weitere Funktionen, wie beispielsweise eine Zugangsberechtigung zum Fahrzeug oder zu einer Lagerhalle, genutzt werden. Zur Kommunikation mit der Chipkarte kann auf Seiten des Flurförderzeugs eine separate Sende- und Empfangseinheit vorgesehen werden. Vorteilhaft kann auch die Sende- und Empfangseinheit, die zum Auslesen der an den Produkten oder an bestimmten Punkten innerhalb des Lagers angeordneten RFID-Tags vorgesehen ist, Anwendung finden.

Bevorzugt weist die Erfindung eine Datenauswerteeinheit auf, die das Nutzungsprotokoll aus dem elektronischen Speicher ausliest und/oder von der Datenübertragungseinheit empfängt. Als Datenauswerteeinheit kommt insbesondere ein externer PC in Betracht, der vom Betreiber des Lagers zur Verwaltung des Fuhrparks genutzt wird. Je nach Ausführung des elektronischen Speichers ist es insbesondere vorgesehen, die Daten von einer Chipkarte auszulesen. Alternativ oder zusätzlich kann die Datenauswerteeinheit auch an ein Funknetzwerk angeschlossen sein, welches die von der Datenübertragungseinheit des Flurförderzeugs übermittelten Nutzungsprotokolle empfängt. Die Nutzungsprotokolle können von der Datenauswerteeinheit an den Hersteller bzw. Anbieter der Flurförderzeuge weitergeleitet werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung gibt die Datenauswerteeinheit die Fälligkeit von Wartungsarbeiten vor. Hierzu werden ausgehend von den protokollierten Nutzungsdaten Analysen der Beanspruchung des Flurförderzeugs, gegebenenfalls auch einzelner Komponenten des Flurförderzeugs, erstellt. Diese Analysen erlauben eine bedarfsgerechte Vorhersage des Umfangs und der Fälligkeit von Wartungsarbeiten. Die bedarfsgerechte Festlegung der Wartungsintervalle kann die Kosten der Wartungsarbeiten reduzieren und insbesondere zusätzliche Aufwendungen, die eine verspätete Wartung nach sich ziehen kann, vermeiden.

In einer weiteren Ausgestaltung gibt die Datenauswerteeinheit ein Nutzungsentgelt vor. Auf diese Weise kann ein Bezahlungssystem für die Nutzung des Flurförderzeugs bereitgestellt werden, das die tatsächliche Beanspruchung und Nutzungsintensität des Flurförderzeugs auf Basis der erfaßten Nutzungsdaten individuell ermittelt. Das vorgegebene Nutzungsentgelt kann bereits die Form eines Zahlungsbetrags haben, es ist jedoch ebenso vorgesehen, zunächst einen Index für die Beanspruchung oder die Nutzungsintensität zu erstellen, der später in ein Entgelt umgerechnet wird. Auf diese Weise wird die Bezahlung für die Bereitstellung des Flurförderzeugs sowohl den Interessen des Lagerbetreibers, der die Dienstleistung in Anspruch nimmt, als auch des Anbieters bzw. Herstellers des Flurförderzeugs gerecht.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels und einer Skizze näher erläutert.

Die einzige Figur zeigt ein erfindungsgemäßes Flurförderzeug.

Das Flurförderzeug weist einen elektronischen Speicher 1 auf, in den eine Chipkarte 2 eingesteckt ist. Auf der Chipkarte 2 werden die Nutzungsprotokolle abgespeichert. Mit dem elektronischen Speicher 1 verbunden ist eine Steuereinheit 3. Alternativ kann die Chipkarte auch als RFID-Karte ausgeführt sein und drahtlos mit der Steuereinheit 3 über eine geeignete Sende- und Empfangseinrichtung in Verbindung stehen.

Die Steuereinheit 3 verarbeitet die von einer Einrichtung zum Erfassen bereitgestellten Nutzungsdaten und erstellt aus der Vielzahl der Nutzungsdaten eine Auswahl relevanter Einträge für das Nutzungsprotokoll zur Speicherung auf der Chipkarte 2 und/oder zur Übertragung an eine Datenauswerteeinheit 10, z.B. per Funkprotokoll (WLAN, GSM, etc.). Für die Übertragung an eine Datenauswerteeinheit 10 ist eine Antenne 11 am Flurförderzeug vorgesehen. Die Antenne 11 ist Teil einer Datenübertragungseinheit 12, die mit der Steuereinheit 3 verbunden ist.

Die Einrichtung zum Erfassen der Nutzungsdaten beinhaltet im vorliegenden Ausführungsbeispiel einen Geschwindigkeitssensor 4, der in der Nähe der Achse eines Rades des Flurförderzeugs angeordnet ist und fortlaufend Informationen über die Fahrgeschwindigkeit des Flurförderzeugs erfaßt und an die Steuereinheit 3 weiterleitet. Dazu ist er über eine Leitung 9 mit der Steuereinheit 3 verbunden.

Ebenfalls mit der Steuereinheit 3 verbunden ist ein Beschleunigungssensor 5, der fest mit dem Flurförderzeug verbunden ist. Der Beschleunigungssensor 5 erfaßt die Beschleunigung des Flurförderzeugs in Fahrtrichtung beim Beschleunigen und Abbremsen sowie eine Querbeschleunigung während der Kurvenfahrten, zusätzlich auch Erschütterungen bei Kollisionen mit anderen Fahrzeugen oder Gegenständen oder infolge von Bodenunebenheiten. Die Beschleunigungsdaten werden ebenfalls über eine Leitung an die Steuereinheit 3 übermittelt.

Im Bereich des Lasthaltemittels 7 ist ein Lastsensor 6 angeordnet. Der Lastsensor 6 bestimmt fortlaufend das Gewicht einer mit dem Lasthaltemittel 7 gehobenen Last und stellt diese Nutzungsdaten ebenfalls der Steuereinheit 3 zur Verfügung.

In der Nähe der zu hebenden Lasten ist weiterhin eine Sende- und Empfangseinheit 8 zum Auslesen von RFID-Transpondern angeordnet. Die Sende- und Empfangseinheit 8 liest Produktcodes von RFID-Tags, die an den beförderten Lasten angeordnet sind, aus. Zusätzlich zu den Produktcodes können diese RFID-Tags auch weitere Informationen bereitstellen, z.B. das Gewicht der Ladung oder sonstige Produkteigenschaften. Weitere Daten können von zusätzlichen RFID-Tags, die an bestimmten Wegpunkten in der Lagerhalle angeordnet sind, ausgelesen werden. Die ausgelesenen Daten werden von der Sende- und Empfangseinheit an die Steuereinheit 3 übermittelt und führen zu entsprechenden Einträgen in das Nutzungsprotokoll auf der Chipkarte 2. Bei der späteren Auswertung des Nutzungsprotokolls werden aus den erfaßten Nutzungsdaten einschließlich der empfangenen Daten der RFID-Tags Angaben zur tatsächlichen Beanspruchung und Nutzungsintensität des Flurförderzeugs berechnet. Auf diese Weise werden genaue Informationen über die tatsächliche Nutzung des Flurförderzeugs gewonnen, die für eine bedarfsgerechte Wartung und eine der tatsächlichen Beanspruchung Rechnung tragende Festlegung einer Bezahlung herangezogen werden.


Anspruch[de]
Flurförderzeug, mit

– einem elektronischen Speicher (1) und/oder einer Datenübertragungseinheit (12),

– einer Einrichtung zum Erfassen von Nutzungsdaten und

– einer Steuereinheit (3), die mit der Einrichtung zum Erfassen von Nutzungsdaten und dem Speicher (1) und/oder der Datenübertragungseinheit (12) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinheit (3) aus den erfaßten Nutzungsdaten fortlaufend ein Nutzungsprotokoll erstellt und in dem Speicher (1) ablegt oder an die Datenübertragungseinheit (12) übermittelt.
Flurförderzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Erfassen von Nutzungsdaten einen Geschwindigkeitssensor (4) zur Messung der Geschwindigkeit des Flurförderzeugs umfaßt. Flurförderzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Erfassen von Nutzungsdaten einen Beschleunigungssensor (5) zur Messung der Beschleunigung des Flurförderzeugs umfaßt. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Nutzungsdaten die von dem Flurförderzeug zurückgelegte Strecke beinhalten. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Erfassen von Nutzungsdaten einen Lastsensor (6) zur Bestimmung des Gewichts einer Last umfaßt. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Erfassen von Nutzungsdaten eine Vorrichtung zum Messen der Hubhöhe einer Last umfaßt. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Erfassen von Nutzungsdaten eine Vorrichtung zur Messung von mindestens einem Kennwert des hydraulischen Systems des Flurförderzeugs umfaßt. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Erfassen von Nutzungsdaten einen Sensor im Fahrersitz zur Erkennung der Anwesenheit eines Fahrers umfaßt. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Erfassen von Nutzungsdaten mit der Fahrzeugsteuerung verbunden ist zur Erfassung von Steuerdaten. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Erfassen von Nutzungsdaten eine Sende- und Empfangseinheit (8) zum Auslesen von RFID-Transpondern umfaßt. Flurförderzeug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die RFID-Transponder im UHF-Band arbeiten. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Nutzungsprotokoll eine konsolidierte Fassung der Nutzungsdaten enthält. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der elektronische Speicher eine Festplatte, einen Speicherchip oder eine Chipkarte (2) aufweist. Flurförderzeug nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der elektronische Speicher in ein Funknetzwerk eingebunden ist. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß eine Datenauswerteeinheit (10) vorgesehen ist, die das Nutzungsprotokoll aus dem elektronischen Speicher (1) ausliest und/oder von der Datenübertragungseinheit (12) empfängt. Flurförderzeug nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenauswerteeinheit (10) die Fälligkeit von Wartungsarbeiten vorgibt. Flurförderzeug nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenauswerteeinheit (10) ein Nutzungsentgelt vorgibt.






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