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Dokumentenidentifikation DE102007008040A1 06.09.2007
Titel Entlaubungsvorrichtung, insbesondere für Weinstöcke
Anmelder Stockmayer, Willi, 67489 Kirrweiler, DE;
Stockmayer, Andreas, 67489 Kirrweiler, DE
Erfinder Stockmayer, Willi, 67489 Kirrweiler, DE;
Stockmayer, Andreas, 67489 Kirrweiler, DE
Vertreter Patentanwälte Möll und Bitterich, 76829 Landau
DE-Anmeldedatum 17.02.2007
DE-Aktenzeichen 102007008040
Offenlegungstag 06.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.09.2007
IPC-Hauptklasse A01G 17/02(2006.01)A, F, I, 20070217, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A01G 3/04(2006.01)A, L, I, 20070217, B, H, DE   
Zusammenfassung Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Entlauben von Laubpflanzen, insbesondere von Weinstöcken. Die Vorrichtung besteht aus einer Lochwalze (1) und einer gegenläufigen, vorzugsweise ungelochten Walze (2), deren Achsen parallel angeordnet sind. Zwischen den beiden Walzen (1, 2) besteht ein Spalt. Das Innere der Lochwalze (1) steht mit einem Sauggebläse (4) in Verbindung.

Beschreibung[de]

Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Entlaubungsvorrichtung, die insbesondere dazu dient, das Laub, also die Blätter, vorzugsweise zum gegebenen Zeitpunkt, mindestens teilweise zu entfernen. Dies ist insbesondere mit dem Vorteil verbunden, dass die Sonneneinstrahlung auf die Beeren erhöht wird und ferner die Verwendung von Spritzmittel reduziert werden kann. Die Traubenzone wird besser belüftet und trocknet schneller ab.

Zum Stand der Technik werden folgende Literaturstellen genannt: Internationale Patentanmeldungen (PCT) WO 01/98047, WO 2005/922985, Französische Patentanmeldungen 2 368 215; 2 380 084; 2 816 802 und 2 417 932 sowie die Deutsche Gebrauchsmusterschrift 20 2004 013 531.

Mit vorliegender Erfindung werden die folgenden Vorteilsmerkmale erreicht:

  • – sehr traubenschonendes Arbeiten
  • – hohe Fahrgeschwindigkeit (4–6 km/h)
  • – kein Verschleiß der Walzen aufgrund von Stirnradantrieb (kein Anpressdruck)
  • – geringes Gewicht (ca. 60 kg)
  • – kompakte Bauweise
  • – es wird kein Laub durch das Gebläse befördert
  • – höchste Qualität beim Entblättern.

Die erfindungsgemäße Entlaubungsvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einer Lochwalze und einer gegenläufigen ungelochten Walze besteht, wobei die Längsachsen dieser Walzen parallel angeordnet sind, auf Spalt stehen und ferner das Innere der Lochwalze mit einem stirnseitig angeschlossenen Gebläse versehen ist. Das Gebläse besteht vorzugsweise aus einem Radialgebläse. Die Blätter werden über die Lochwalze angesaugt und über die Umdrehung zur Kunststoffwalze hingeführt.

Die Blätter werden am Berührungspunkt beider Walzen erfasst und abgezupft, wobei insbesondere traubenschonend ganze Blätter, und zwar teilweise auch mit Blattstiel, entfernt werden.

Das Laub wird nicht durch das Gebläse befördert, es wird lediglich Luft angesaugt und wieder abgeführt.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist ebenfalls in Kontakt zur Lochwalze und zur ungelochten Walze eine Walzenbürste angeordnet, die zum vollständigen Heraustransportieren der Blätter zwischen den beiden Walzen dient und die Walze kontinuierlich reinigt.

Vorteilhafterweise wird beim Erfindungsgegenstand keine Zerhäckselung des Blattwerks bewirkt.

Durch das radiale Sauggebläse, dessen saugende Seite entweder direkt oder über einen Bogen oder über einen flexiblen Schlauch mit dem Inneren der Lochwalze verbunden ist, wird im Inneren der Walze eine saugende Wirkung (Unterdruck) erzeugt, wacher durch den Durchmesser der Löcher, die Art der Senkung der Löcher, die Einstellung der Löcher variabel gestaltet werden kann.

Die Lochwalze ist vorzugsweise im hinteren Bereich abgedeckt. Diese Abdeckung kann variabel gestaltet werden und erhöht die Saugwirkung um ein Vielfaches.

Die zweite gegenläufige Walze kann durch eine Lochwalze mit kleinerem Durchmesser sein, in der ebenfalls eine Saugwirkung (Unterdruck) erzeugt wird, was die Effektivität noch weiter erhöht.

Es kann eine Vorrichtung am Entlauber angebracht werden, welches es mittels Spritzdüsen ermöglicht, den Entlaubungsvorgang mit dem Spritzvorgang zu verbinden.

Es wird die Abluft (Luftdruck) des vorhandenen Gebläses verwendet, um die Spritzdüsen gekoppelt mit der Spritzflüssigkeit, zu beaufschlagen. Die Spritzflüssigkeit wird zugeführt.

Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist in den beiliegenden 1 und 2 dargestellt.

1 zeigt eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Entlaubers,

2 zeigt die schematische Anordnung der Lochwalze mit stirnseitig angeschlossenem Radialgebläse,

3 zeigt die Walzenanordnung schematisch in Draufsicht.

Mit der Bezugsziffer 1 ist die Lochwalze, mit 2 die gegenläufige ungelochte Walze, mit 3 die Walzenbürste, mit 4 das Radialgebläse und mit 5 das Schutzblech bezeichnet.

Mit der Bezugsziffer 6 sind Verdickungszonen der ungelochten Walze 2 bezeichnet, die jeweils in gleicher Höhe angeordnet sind, wie die Lochungen 7 der Lochwalze 1.

Das Aggregat der Entlaubungsvorrichtung einschließlich Schutzblech ist vorzugsweise auf einem Tragegerüst angeordnet, das vorzugsweise an Fahrzeugen, wie z.B. einem Schlepper, an dessen Frontseite anbringbar, beispielsweise anschraubbar ist.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist dieses Tragegerüst zusammen mit dem Entlaubungsvorrichtungsaggregat um 180° schwenkbar angeordnet, so dass das Aggregat wahlweise auf der linken Seite oder der rechten Seite des Fahrzeugs angeordnet ist, mit der Folge, dass Leerfahrten in den Wingertzeilen vorteilhafterweise vermieden werden.

1
die Lochwalze
2
die gegenläufige ungelochte Walze
3
die Walzenbürste
4
das Radialgebläse
5
das Schutzblech
6
die Verdickungszonen der ungelochten Walze 2
7
die Lochungen der Lochwalze 1
8
die Strömungsrichtung der Umgebungsluft
9
die Strömungsrichtung der durch das Radialgebläse angesaugten Luft


Anspruch[de]
Entlaubungsvorrichtung, insbesondere für Weinstöcke, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einer Lochwalze (1) und einer gegenläufigen, gegebenenfalls geriffelten, vorzugsweise ungelochten Walze (2) besteht, deren Achsen parallel angeordnet sind und die Walzen auf Spalt voneinander entfernt sind, wobei das Innere der Lochwalze (1) mit einem stirnseitig angeschlossenen Gebläse, vorzugsweise Radialgebläse, versehen ist. Entlaubungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite gegenläufige Walze (2) als Lochwalze mit einem kleineren Durchmesser als Walze (1) ausgebildet ist. Entlaubungsvorrichtung nach Anspruch 1–2, dadurch gekennzeichnet, dass in Wirkverbindung zu den Walzen (1 + 2) eine Walzenbürste (3) angeordnet ist. Entlaubungsvorrichtung nach Anspruch 1–3, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse der Walzenbürste (3) parallel mit den Achsen der Walzen (1 + 2) angeordnet ist. Entlaubungsvorrichtung nach Anspruch 1–4, dadurch gekennzeichnet, dass die ungelochte Walze (2) eine Kunststoffwalze ist. Entlaubungsvorrichtung nach Anspruch 1–5, dadurch gekennzeichnet, dass die Lochwalze (1) zumindest teilweise mit einer Abdeckung versehen ist. Entlaubungsvorrichtung nach Anspruch 1–6, dadurch gekennzeichnet, dass das Entlaubungsvorrichtungsaggregat auf einem Tragegerüst angeordnet ist. Entlaubungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragegerüst an Fahrzeugen anbringbar ist. Entlaubungsvorrichtung nach Anspruch 7–8, dadurch gekennzeichnet, dass die Entlaubungsvorrichtung um 180° schwenkbar ist. Entlaubungsvorrichtung nach Anspruch 1–9, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzen motorisch antreibbar sind. Entlaubungsvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzen durch einen Hydraulikmotor antreibbar sind. Entlaubungsvorrichtung nach Anspruch 1–11, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse bezüglich seiner Abluftabführung mit Spritzdüsen gekoppelt ist, die zur Beaufschlagung mit Spritzflüssigkeit dienen.






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