Ein Luftreiniger hat die Aufgabe, die Umgebungsluft von Ruß,
Staub, Pollen, Staubpartikeln und andere Bestandteilen der Luft zu reinigen. Die
Partikel der Luft können durch verschiedene technische Verfahren gebunden werden.
Beispielhaft seien folgende Verfahren aufgeführt:
Elektrostatische Aufladung, der Staub wird durch hohe elektrische Spannungen angezogen.
Feuchtigkeitsreinigung, die Luft wird durch Flüssigkeiten geleitet, wobei sich
der Staub mit der Flüssigkeit bindet.
Filterreinigung, die Luft wird durch eine Filteranordnung geblasen,
die die Partikel herausfiltert.
Die Energieversorgung der genannten Luftreiniger erfolgt durch Netzbetrieb.
Luftreiniger, bei denen die elektrische Energieversorgung mit Solarzellen
erfolgt, sind bereits aus den Anmeldungen JP-11180141 und DE-20219080.3 bekannt.
Die Kabelverbindung zwischen Solarmodul und Gehäuse findet dabei
außen liegend statt wie in JP-11180141 sichtbar und auch der Anmeldung DE-20219080.3
muss die Kabelverbindung außen liegend erfolgen, wobei das Kabel ungeschützt
vor mechanischen Einwirkungen verlegt ist. Zusätzlich sind die Solarmodule
bei der Anmeldung DE-20219080.3 nicht drehbar angeordnet und können damit nur
optimal zur Sonne ausgerichtet werden, wenn das gesamte Gerät verdreht wird.
Der im Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde,
einen Solarluftreiniger zu schaffen, der ein bewegliches Solarmodul besitzt, das
stets optimal zur Sonne ausgerichtet werden kann, ohne das das Gehäuse selbst
bewegt wird und zum andern keine anfällige, außengeführte Kabelverbindung
aufweist.
Dieses Problem wird mit den im Schutzanspruch 1 aufgeführten
Merkmalen gelöst.
Mit der Erfindung wird erreicht, dass der Solarluftreiniger eine robuste,
von außen unsichtbare elektrische Verbindung zwischen Solarmodul und Luftreinigergehäuse
hat und das Solarmodul dennoch beweglich bleibt, um es zur Energieerzeugung entsprechend
der Sonneneinstrahlung auszurichten.
Die Verbindung kann beispielsweise durch einen flexibeln Schlauch
oder ein Drehgelenk erfolgen. Es ist ebenfalls möglich die Verbindung selbst
als elektrischen Leiter zu nutzen, indem man beispielsweise die leitende Außenhülle
als Masse nutzt und innen eine Sehne hat, die als Phase dient.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Schutzansprüchen
2-6 gegeben.
Eine Weiterbildung nach Schutzanspruch 2 hat den Vorteil, dass die
Stromleitungen zusätzlich geschützt sind. Durch ein Drehen des Solarmoduls
verdrehen sich auch die Stromleitungen. Erfolgt dies mehrmals verkürzen sich
die Leitungen und die Kontakte können abreißen, was zum Defekt des Gerätes
führt. Dies wird durch eine Vorrichtung oder einen Anschlag am Drehgelenk verhindert.
Eine Weiterbildung nach Schutzanspruch 3 hat den Vorteil, dass bei
schlechten Lichtverhältnissen der Luftreiniger dennoch, durch ein Netzteil,
betrieben werden kann.
Eine Weiterbildung nach Schutzanspruch 4 hat den Vorteil, dass der
gesamte Wirkungsgrad des Luftreinigers verbessert wird. Durch den Lufteinlass vorne
und Luftauslass hinten hat die Luft strömungstechnisch einen geraden Weg ohne
Umleitungen. Damit minimieren sich Strömungsverluste und Schallemissionen.
Zum andern wird die hinten ausgeblasene, gereinigte Luft nicht wieder vorne eingezogen.
So ist gewährleistet, dass stets normale, verstaubte Raumluft in den Luftreiniger
gelangt.
Eine Weiterbildung nach Schutzanspruch 5 hat den Vorteil, dass das
Gerät sicher steht. Das Solarmodul kann je nach Gewicht und Stellung den Schwerpunkt
des Gerätes weit nach außen lagern und das Gerät zum Kippen bringen.
Der Standfuß oder auch die Unterseite des Gehäuses, wenn man auf den Standfuß
verzichtet, ist so zu dimensionieren, das bei jeder beliebigen Position des Solarmoduls
ein sicherer Stand gewährleistet ist.
Eine Weiterbildung nach Schutzanspruch 6 hat den Vorteil, dass das
Gerät nicht nur als Luftreiniger sondern auch als Lüfter betrieben werden
kann. An beispielsweise sehr warmen und schwülen Tagen sind die Fenster in
Räumen meist geöffnet. Bei geöffneten Fenstern macht eine Luftreinigung
jedoch keinen Sinn, da Partikel von außen viel schneller in die Räume
gelangt, als ein Luftreiniger sie absaugen kann. An solchen Tagen ist es jedoch
wünschenswert, dass die Luft zusätzlich zirkuliert wird. Mit einem Umschalter
von Luftreinigung auf Gebläse wird die Drehrichtung umgekehrt. Der Filter kann
jetzt herausgenommen werden und das Gerät wird als reines Gebläse verwendet,
welches für zusätzliche Frischluft und Kühlung sorgt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der
1 bis 3 erläutet.
Als technisches Reinigungsverfahren der Luft wird die Luftreinigung
durch Filterreinigung beschrieben. Die 1 zeigt den gesamten
Luftreiniger.
Das Luftreinigergehäuse 1 steht auf dem Standfuß
2. Am Gehäuse 1 ist durch den flexiblen Schlauch
3, das Solarmodul 4 dreh- und kippbar befestigt.
Der flexible Schlauch 3 ist starr genug, um das Gewicht des
Solarmoduls 4 zu halten. Innerhalb des Schlauches 3 sind die Stromleitungen
geführt, die im Solarmodul 4 erzeugte elektrische Energie zum Lüftermotor
5 überträgt. Die Stromleitungen sind damit vor mechanischen Beanspruchungen
geschützt und nicht sichtbar.
Der Lüftermotor 5 saugt die Luft an und presst Sie durch
den Filter 6. Die gereinigte Luft entweicht durch die Lüftungsschlitze
7. Der Filter 6 wird durch die Öffnung 8 gewechselt.
Der Schwerpunkt des Gerätes ändert sich durch das Verstellen
des Solarmoduls 4. Der Standfuß 2 ist so ausgelegt, das das
Gerät unabhängig der Modulstellung sicher steht und nicht kippt.
Die 2 zeigt den Lüfter in der Rückansicht.
Durch den Schalter 9 kann die Drehrichtung des Lüftermotors
5 umgedreht werden. Aus dem Luftreiniger, der die Luft ansaugt wird ein
Gebläse. Das der bereits eingesaugte Staub nicht wieder ausgeblasen wird, kann
der Gebläsebetrieb erst erfolgen, wenn zuvor der Filter 6 entfernt
ist. Ein zusätzlicher innen liegender Schalter ermöglicht diese Umschaltung
nur wenn der Filter 6 entfernt ist.
Die elektrische Energieversorgung für den Lüftermotor
5 kann durch die Steckdose 10 im Netzbetrieb erfolgen, wenn die
Lichtverhältnisse für einen Solarbetrieb nicht ausreichen.
Die 3 zeigt die Kabelverbindung vom Solarmodul
4 zum Gehäuse 1 im Schnitt.
Der flexible Schlauch 3 verbindet das Solarmodul
4 mit dem Gehäuse 1. Durch den beweglichen Schlauch
3 kann das Solarmodul entsprechend der Sonneneinstrahlung ausgerichtet
werden. Innerhalb des Schlauches 3 sind die Stromkabel 11 geführt.
Die Stromkabel 11 sind damit mechanisch geschützt. Die Enden der Kabel
11 werden an den entsprechenden Anschlussstellen angeklemmt oder verlötet.