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Dokumentenidentifikation DE202007001813U1 06.09.2007
Titel Temperaturgesteuerte Hystereseverlängerung
Anmelder Kuhn, Heike, 46419 Isselburg, DE
DE-Aktenzeichen 202007001813
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 06.09.2007
Registration date 02.08.2007
Application date from patent application 08.02.2007
IPC-Hauptklasse F24D 19/10(2006.01)A, F, I, 20070208, B, H, DE

Beschreibung[de]

Heizungen üblicher und besonders älterer Bauart arbeiten nach folgendem Prinzip:

Das nachfolgend genannte Heiz- und/oder Brauchwasser, wird durch einen Brenner (E) auf eine vorgewählte Temperatur (Maximaltemperatur) erhitzt. Nach Abgabe der Energie in Form von Wärme an die Umgebung, oder als Brauchwasser, (Minimaltemperatur), wird das Wasser erneut auf die vorgewählte Temperatur aufgeheizt.

Dieser Temperaturunterschied zwischen dem Abschalten des Brenners (E) bei Maximaltemperatur und Wiedereinschalten des Brenners (E) bei Minimaltemperatur wird Hysterese genannt.

Die Hysterese ist bei üblichen Heizungen ein fest eingestellter Wert und kann nicht verändert werden. Sie beträgt ca. 7 Grad Celsius, je nach Gerät.

Der im Schutzanspruch 1 angegebene Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein Gerät zu schaffen, daß die fest eingestellte Hysterese beliebig verlängert.

Dieses Problem wird mit den in den Schutzansprüchen aufgeführten Merkmalen gelöst.

Mit der Erfindung wird erreicht, dass die Brennereinschaltungen verringert werden, ohne eine nennenswerte Brenndauerverlängerung des Brenners zu bewirken. Dies bedeutet Engieeinsparung in Form von Gas oder Heizöl und eine Reduzierung der Treibhausgase.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung wird in den Schutzansprüchen dargestellt. Der manuelle Regler ermöglicht eine jederzeit änderbare Hystereseänderung.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der 1 und 2 erläutert. Es zeigen:

1: Erfindungsgemäße Hystereseverlängerung

2: Heizung mit Heizkreislauf

Die 1 enthält die elektronische Steuerung (A) mit manuellem Regler (B) und Schaltrelais (C). Der Temperatursensor (G) ist dort ebenso angeschlossen, wird aber an dem Heizkreislauf (F), vorrangig am Vorlauf, befestigt, um die aktuelle Wasseraustrittstemperatur zu messen. Das Gerät wird mit vozugsweise Netzspannung versorgt.

2 ist das Heizungssystem. Die Brennersteuerung (D) schaltet den Brenner (E) bei Minimaltemperatur ein und bei gewählter Maximaltemperatur wieder aus. Der Heizkreislauf (F) ist das angeschlossene Rohrsystem mit Heizkörper um das erwärmte Wasser zu transportieren und dessen Wärmeenergie abzugeben.

Die Funktion ist folgende: Der Temperatursensor (G) wird kurz hinter der Heizung, am Vorlauf, angebracht. Er mißt die aktuelle Temperatur, die von der elektronischen Steuerung (A) ausgewertet wird. Die standartmäßige Verbindung zwischen Brennersteuertung (D) und Brenner (E) wird aufgetrennt und an das Relais (C) der erfindungsgemäßen Hystereseverlängerung angeschlossen.

Das Heizwasser wird durch eine Umwälzpumpe im Kreislauf gepumpt und verliert an Wärmeenergie. Diese, nachfolgend genannte, Minimaltemperatur wird von der Heizung (Brennersteuerung (D)), 2, registriert. Die Heizung schaltet den Brennerkreis ein. Das Relais (C), 1, ist geschlossen.

Der Brenner (E) geht an und erhitzt das Wasser auf Maximaltemperatur. Bei erreichen der Maximaltemperatur schaltet sich der Brenner (E) aus. Dieses Ausschalten bewirkt bei der Hystereseverlängerung, 1, ein Abspeichern der Maximaltemperatur in der elektronischen Steuerung (A).

Mit dem Regler (B), 1, wird die Temperaturdifferenz, d.h. der untere Grenzwert, gesehen von der Maximaltemperatur, auf einen Wert zwischen ca. 5 und 10 Grad Celsius, jetzt beispielsweise, 9 Grad Celsius, eingestellt.

Im Laufe der Zeit verliert das Heizwasser wieder Wärmeenergie. Die standardmäßige Heizungshysterese, 2, startet den Brenner (E) bei, jetzt beispielsweise, 7 Grad Celsius Temperaturdifferenz. Der Brenner (E) kann aber nicht starten, da er durch das Relais (C), 1, daran gehindert wird.

Die erfindungsgemäße Hystereseverlängerung, 1, läßt die Vorlauftemperatur um weiter 2 Grad Celsius, auf 9 Grad Celsius abfallen. Jetzt schaltet das Relais (C), 1, ein und der Brenner (E) schaltet sich ein bis die Maximaltemperatur erreicht ist und der Schaltungskreislauf wieder von vorn beginnt.


Anspruch[de]
Temperaturgesteuerte Hystereseverlängerung, die in einem Gehäuse eingebaut ist, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Schaltung der Hystereseverlängerung einen aussenliegenden Regler zur Bestimmung und Bezeichnung der Temperaturdifferenz besitzt. Hystereseverlängerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Schaltung einen elektronischen Speicher zu Abspeicherung und Weiterverarbeitung eines Temperaturwertes hat.






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