| Dokumentenidentifikation |
DE202007007511U1 06.09.2007 |
| Titel |
Außenwand-, Dachschalungselement eines Hauses als Verbundelement von gleichen Schalungskomponenten nach dem "Prinzip der verlorenen Schalung" |
| Anmelder |
Gorzellik, Reinhold, 72764 Reutlingen, DE |
| DE-Aktenzeichen |
202007007511 |
| Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) |
06.09.2007 |
| Registration date |
02.08.2007 |
| Application date from patent application |
26.05.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
E04C 2/34(2006.01)A, F, I, 20070526, B, H, DE
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| IPC-Nebenklasse |
E04C 2/00(2006.01)A, L, I, 20070526, B, H, DE
E04B 2/86(2006.01)A, L, I, 20070526, B, H, DE
E04B 7/22(2006.01)A, L, I, 20070526, B, H, DE
E04C 2/288(2006.01)A, L, I, 20070526, B, H, DE
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| Beschreibung[de] |
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Als "Stand der Technik" beim Bau von Gebäuden gelten die nachfolgend
aufgeführten Bausysteme/Konstruktionen, jeweils getrennt nach konstruktiven
Merkmalen und nach den Materialien:
- 1. Die "Stein auf Stein"-Methode, mit/ohne zusätzlicher Außenwärmedämmung
der Gebäude (im Bestand auch mit Innendämmung). Baustoffe: Ziegel, Kalksandsteine,
Leichtbetonblöcke etc., Außen- und Innenputz;
- 2. Fachwerkbau/Skelettbau
Tragendes Fachwerk mit diagonalen Verstrebungen, Baustoffe: Holz, Stahl, Aluminium,
Stahlbeton, Ausfachung mit Steinen oder Leichtbetonblöcken, auch als mehrschalige
Wandausbildung aus Leichbauplatten, Holzschalung, Metalltafeln, Wärmedämmung,
mit/ohne Außen- und Innenputz;
- 3. Tafelbau bzw. Holzständer-/Rahmenbauweise
Tragende Außenwände aus Ständern oder Rahmen, Baustoffe: Holz, Stahl,
Aluminium, Ausfüllung der Zwischenräume mit Wärmedämmstoffen.
Leichtbauplatten und Dampfsperre im Innern, Verputz oder sonstige Bekleidungen außen;
- 4. Selbsttragende Außenwände aus massiven Baustoffen wie Leicht- und
Normalbeton, mit Außenwärmedämmung oder mit Kerndämmung (Sandwich-Wände).
Mit/ohne zusätzlichen Außen- bzw. Innenputz. Wandbausystem der Fa. Variotec
GmbH & Co. KG/Neumarkt mit Kerndämmung aus Vakuum-Isolations-Pannelen;
- 5. Modulbauweise/Komplette Raumteile zusammengefügt aus Wänden-, Decken-
bzw. Dachbauteilen (wie unter Punkt 2., 3., 4., angegeben);
- 6. Gebäude, deren Wände u. Decken aus Polystyrol-Hartschaum-Schalungselementen
mit Betonverfüllung hergestellt sind und auf der Außen-/Innenseite verputzt
sind;
Im Rahmen der z.Zt. gültigen Energieeinsparverordnung (EnEV – seit
Februar 2002) wurden im Neubau folgende Maximal-Energieverbrauchskennwerte für
die Raumheizung je Quadratmeter Wohnfläche/beheizter Nutzfläche und Jahr
festgelegt:
- – 70 kWh/m2·a für frei stehende Einfamilienhäuser
- – 65 kWh/m2·a für Reihenend- und Doppelhäuser
- – 55 kWh/m2·a für Reihenmittel- und Mehrfamilienhäuser
Wenn der Wärmebedarf nach der o.g. Verordnung in Deutschland
gebauten und konventionell beheizten Gebäuden weiter gesenkt werden soll, so
führt dies zunächst zu ansteigenden Mehrinvestitionen, die sich wirtschaftlich
nur schwer vertreten lassen, weil wegen des ohnehin niedrigen Energieverbrauchs
kaum Betriebskosten eingespart werden können. Erst mit dem "Passivhaus" bei
weniger als 15 kWh/m2·a Maximal-Energieverbrauchskennwert für
die Raumheizung ist ein Standard erreicht, bei dem durch Systemvereinfachung (z.B.
Wegfall der konventionellen Warmwasserheizung mit Erdöl oder Erdgas) wieder
ein ökonomisch vertretbares Gesamtkonzept möglich wird.
Die bauliche Basis für ein "Passivhaus" ist eine nahezu luftdichte
und wärmebrückenfreie Gebäudehülle. Sie muss hochwärmegedämmt
sein, das heißt einen U-Wert unter 0,15 W/m2K haben, was beispielsweise
eine entsprechend effiziente Wärmedämmung der opaken Gebäudeteile
sowie Fenster mit dreifacher Wärmeschutzverglasung und speziell gedämmten
Fensterrahmen bedingt (U-Wert unter 0,8 W/m2K).
Eine neue und leistungsfähigere Generation von Wärmedämmstoffen
für den Einsatz an der Fassade und am Dach eines Gebäudes gibt Anlass,
neue Systemanwendungen zu kreieren, um die o.g. Ziele kostengünstig auch im
"Massivbau" zu erreichen.
Der im Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde,
ein Gebäudebausystem unter dem Aspekt der höchstmöglichen Energieeffizienz
und der Wirtschaftlichkeit zu konzipieren, bei dem die Außenwände und
die Dachbauteile sowohl stationär, d.h. in der Produktionshalle komplett vorgefertigt
werden könnten als auch als Bausatz von Schalungselementen zur Ausbetonierung
"vor Ort" auf der Baustelle einsetzbar sind.
Diese Probleme werden entsprechend den Merkmalen im Schutzanspruch
1 gelöst.
Mit der Erfindung wird erreicht, dass entsprechend einem neuen Gebäudebausystem
die Außenwand- und Dachschalungselemente nach dem "Prinzip der verlorenen Schalung"
eingesetzt werden können, deren Montage und Verfüllung mit Beton etc.
wesentlich leichter, schneller, effektiver, ökonomischer und auch von minderqualifizierten
Arbeitskräften zu bewältigen ist, als bei einer anderen bekannten Methode.
Die Schalungselemente werden dadurch gebildet, indem geeignete und
entsprechend dimensionierte Wärmedämmschichten mit rechteck-/quadratförmigen
Schalungshohlkörpern und (raumseitigen) Schalungsplatten mittels Baukleber,
Klammern, Schrauben und Anker zusammengefügt werden und anschließend (auf
der Außenseite) mit einer Wetterschutzschale aus Faser-/Textilbeton "bekleidet"
werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der 1
bis 6 wie folgt. Es zeigen:
1 Teil-Querschnitt eines Gebäudes/von Wand- und
Dachschalungselementen;
2 Ansicht einer Anordnung von Wand- und Dachschalungselementen;
3 Grundschnitt einer Anordnung von Wandschalungselementen;
4 Teil-Grundschnitt eines Wandschalungselementes
5 Teil-Grundschnitt eines Wandschalungs- oder Dachschalungselementes
6 Verbindungsdetail
In den 1 bis 6
ist das Wandschalungselement (1), Dachschalungselement (2) eines
Hauses als Verbundelement von entsprechend gleichen schalungsbildenden Komponenten
dargestellt: Diese sind die Wetterschutzschale (3), die Wärmedämmschicht
(4), die Schalungshohlkörper (5) und die Schalungsplatten
(6). Egal ob "vor Ort" auf der Baustelle oder stationär im Werk die
Schalungselemente ausbetoniert werden, werden die notwendigen Befestigungsmaterialien
eingesetzt, so auch der Baukleber (7), die Klammern/Schrauben (8),
die Stahl- oder Glasfaser-Anker für die Dämmschichten/Wetterschutzschale
(9), Verbindungsteile (10), Glasfaser-Gewebe (11).
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| Anspruch[de] |
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Wand-, Dachschalungselement eines Hauses als Verbundelement von entsprechend
gleichen Einzelkomponenten, eingesetzt nach dem "Prinzip der verlorenen Schalung",
vorbereitet zur Verfüllung mit Normal-/Leichtbeton oder mit anderen geeigneten
Füllmassen, dadurch gekennzeichnet, dass das Wandschalungselement (1)
und das Dachschalungselement (2) dadurch gebildet werden, indem eine geeignete
und entsprechend dimensionierte Wärmedämmschicht (4) mit den
vorbereiteten Schalungshohlkörpern (5) und den (raumseitigen) Schalungsplatten
(6) mittels Baukleber (7), Klammern/Schrauben (8) und
Anker (9) zusammengefügt werden und anschließend mit einer Wetterschutzschale
aus Beton (3) auf Glasfaser-Gewebe (11)/Baukleber (7)
"bekleidet" werden.
Schalungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die konstruktiv
notwendigen Schalungshohlkörper (5) im Querschnitt rechteck-/quadratförmig
und dünnwandig sind, eine bestimmte Anzahl von Öffnungen an den Seiten
für den Einbau der notwendigen Bewehrung/Stahlträger bzw. den Durchfluss
des Verfüllungsbetons (oder sonstigen anderen geeigneten Füllmassen) aufweisen
und selbst aus Faser-/Textilbeton, Faserzement mit Bestandteilen wie Zement, alkaliresistenten
Glasfasern und Gewebe, sonstigen technischen Fasern, Holzfasern, Recycling-Glasschaumgranulat,
Blähton etc. hergestellt werden können (Alternativen: PUR-, MDF-, Hartfaser-
oder spezielles Kartonmaterial).
Schalungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die außen angebrachte Wetterschutzschale (3)
eine echte konstruktive Schalungsfunktion übernehmen wird (im Gegensatz zu
den üblichen Mörtel- oder Kunstharzbeschichtungen), das bedeutet, dass
diese Schutzschicht statisch berechnet wird und aus Faser-/Textilbeton mit Bestandteilen
wie Zement, alkaliresistenten Glasfaser und Gewebe, sonstigen technischen Fasern,
Recycling-Glasschaumgranulat, Sand, Blähton etc. hergestellt wird.
Schalungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Stahl- oder Glasfaser-Anker (9) die Funktion haben,
die Wärmedämmschicht (4) und die Wetterschutzschicht (3)
mit dem tragenden Teil der Wand bzw. des Daches (Betonteil) zu verbinden.
Schalungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Stahlverbindungs-/Stahlverankerungsteile (10)
die Funktion haben, die Wandschalungselemente (1) und die Dachschalungselemente
(2) jeweils untereinander zu verbinden, wobei eine Verbindungsanordnung
aus mehreren vertikal und parallel in die jeweiligen Schalungshohlkörper (5)
eingedrehten Ankerschrauben besteht, die mittels eines Stahlprofils in Form eines
Doppel-C miteinander (durch das Darüberschieben über die Schraubenköpfe)
verbunden werden (weitere Verbindungsteile: Stahlwinkel und Flachstähle).
Schalungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Anbringung von Schalungsplatten (6) wahlweise
dann entfallen könnte, wenn die Verfüllung der Schalungselemente stationär
(im Werk) und in horizontaler Position erfolgen kann bzw. sogar muss.
Schalungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Oberfläche der Wetterschutzschale (3) mit
einer innovativen Beschichtung (Nanotechnologie) versehen wird, die sowohl das Eindringen
von Regenwasser in die Außenwände und Dächer nachhaltig verringert,
darüber hinaus aber auch einen Selbstreinigungseffekt aufweist (bei Außenwänden),
d.h. dass Schmutzpartikel schlechter anhaften und Wasser sofort abperlt (Lotuseffekt/die
Verringerung der Algenbildung).
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