| Dokumentenidentifikation |
DE202007007583U1 06.09.2007 |
| Titel |
Bewehrungsanschlusseinrichtung |
| Anmelder |
Syncotec GmbH, 45549 Sprockhövel, DE; BPA-GmbH, 71126 Gäufelden, DE |
| Vertreter |
H.-J. Rieder und Partner, 42329 Wuppertal |
| DE-Aktenzeichen |
202007007583 |
| Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) |
06.09.2007 |
| Registration date |
02.08.2007 |
| Application date from patent application |
29.05.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
E04C 5/16(2006.01)A, F, I, 20070529, B, H, DE
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| IPC-Nebenklasse |
E04B 1/41(2006.01)A, L, I, 20070529, B, H, DE
E04B 1/68(2006.01)A, L, I, 20070529, B, H, DE
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Bewehrungsanschlusseinrichtung, vorzugsweise
zur Herstellung eines Bewehrungsanschlusses zwischen wasserundurchlässigen
Wänden, umfassend zumindest ein Wandelement mit einer ersten Wandoberfläche
zur Begrenzung eines ersten Betonierabschnittes und mit einer zweiten Wandoberfläche
zur Begrenzung eines dem ersten Betonierabschnitt benachbarten zweiten Betonierabschnittes,
wobei das Wandelement ein oder mehrere Wandsegmente aufweist, und umfassend ein
oder mehrere, vorzugsweise stabartige, Anschlussbewehrungsprofile, wobei sich zumindest
ein Abschnitt eines Anschlussbewehrungsprofils quer zu zumindest einem Wandsegment
erstreckt.
Eine gattungsgemäße Bewehrungsanschlusseinrichtung ist im
Stand der Technik aus DE 10 2004 043
454 A1 bekannt. Diese umfasst eine Mehrzahl von in einen Verwahrkasten
eingesetzten Bewehrungsstäben. Der Verwahrkasten besteht im wesentlichen aus
einem Wandelement, welches gemeinsam mit einem Bodenteil einen Hohlquerschnitt des
Verwahrkastens umschließt und an dem Bodenteil bei der Montage zunächst
mittels lösbarer Steckverbindungen befestigt ist. Bei der bekannten Anschlusseinrichtung
sind das Wandelement und das Bodenteil aus Blech hergestellt Die Bewehrungsstäbe
sind U-profilartig gebogen und treten mit ihren beiden Schenkeln senkrecht durch
Öffnungen im Wandelement hindurch, wobei die nochmals winkelig abgebogenen
Schenkelenden im Inneren des Verwahrkastens liegen. Zur Herstellung einer Anschlussbewehrung
kann die bekannte Einrichtung lösbar auf einer Betonierschalung angebracht
werden, so dass die über das Wandelement vorstehenden Biegeschlaufen (U-Bügel)
der Bewehrungsstäbe in einen ersten Betonierabschnitt ragen. Nach dem Betonieren
dieses ersten Abschnittes werden die Schalung und das Bodenteil entfernt, die freien
Stabenden aus dem Kasteninneren in den benachbarten zweiten Betonierabschnitt herausgebogen
und der zweite Betonierabschnitt betoniert. Wenngleich die bekannte Bewehrungsanschlusseinrichtung
zahlreiche in der genannten Druckschrift beschriebene Vorteile aufweist, erweist
sich als aufwändig, damit eine Betonierfuge zwischen dem ersten und zweiten
Betonierabschnitt zugleich gegen Flüssigkeiten (insbesondere Wasser) abzudichten.
Diese Anforderung besteht jedoch häufig bei der Anschlussbewehrung von wasserundurchlässigen
Wänden (sog. WU-Wände). Bisher wird dazu eine zusätzliche Abdichtung
mit herkömmlichen Mitteln vorgenommen. Wenn genug Platz vorhanden ist, kommen
Fugenbleche oder Fugenbänder zum Einsatz. Während z. B. Quellbänder
auf das Wandelement aufgeklebt werden können, werden Fugenbleche bisher aufwändig
quer zur Fuge fixiert, wozu zusätzliche Hilfsmittel und Arbeitsschritte notwendig
waren. Ein Fugenblech zur Abdichtung von Arbeitsfugen ist aus EP
1571271 A1 bekannt. Dieses weist eine spezielle, die Abdichtung bewirkende
Beschichtung auf. Auch diese Fugenbleche werden vor dem Betonieren bzgl. ihrer Blechebene
senkrecht zu der Betonierfuge verlaufend fixiert, so dass sie sich nach dem Betonieren
quer zur Betonierfuge erstrecken und je ein Blechrand in je einen Betonierabschnitt
hineinragt. Eine solche Abdichtung verursacht durch die aufwändige Ausrichtung
und Fixierung einen nicht unerheblichen Zeit- und dadurch Kostenaufwand. Auch besteht
die Gefahr von Anwendungsfehlern, die unter Umständen erst spät oder gar
nicht bemerkt werden. Weitere bekannte Möglichkeiten zur Abdichtung sind Quellbänder
und Injektionsschläuche, die im Bereich der Verwahrkästen angebracht werden.
Auch diese erfordern als zusätzliche Abdichtungsmaßnahmen im Bereich der
Anschlussfuge gesonderte Montagearbeiten, die Fehlerquellen bieten und sich nachteilig
auf die Wirtschaftlichkeit auswirken.
Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Bewehrungsanschlusseinrichtung der eingangs genannten Art vorteilhaft weiterzubilden,
so dass insbesondere die vorgenannten Nachteile möglichst weitgehend vermieden
werden.
Die Erfindung ist zunächst und im wesentlichen in Verbindung
mit den Merkmalen gelöst, dass auf der ersten Wandoberfläche und auf der
zweiten Wandoberfläche zumindest abschnittsweise eine Beschichtung aufgetragen
ist, welche einen Haftvermittler und ein Abdichtmaterial, welches Zement und/oder
Calciumhydroxid umfasst, aufweist. Überraschend hat sich herausgestellt, dass
sich diese aus EP 1571271 A1 bekannte
Beschichtung auch dann besonders gut zur Fugenabdichtung bewährt, wenn der
Beschichtungsträger nicht wie bisher quer, sondern längs zur Betonierfuge
angeordnet ist, d. h. wenn sich der Beschichtungsträger mit der beidseitigen
Beschichtung innerhalb der Betonierfuge zwischen den beiden benachbarten Betonierabschnitten
erstreckt. Indem eine solche, die Abdichtung bewirkende Beschichtung auf dem Wandelement
vor dessen Montage in der Fuge bereits aufgebracht ist, werden außer der Montage
des Wandelements selbst bei der Betoniervorbereitung keine zusätzliche Abdichtungsmaßnahmen
im Bereich der Anschlussfuge mehr erforderlich, so dass die bisher nötigen
zusätzlichen Montagearbeiten und zugehörigen Fehlerquellen wegfallen und
sich die Wirtschaftlichkeit erhöht. Erfindungsgemäß verbleibt das
als Träger für die Beschichtung dienende Wandelement zur dauerhaften Abdichtung
der Betonierfuge im Beton und kann gleichzeitig zur Durchführung und je nach
Ausführung Halterung von Anschlussbewehrungsprofilen dienen. Bezüglich
des Wandelements wird im Rahmen der Erfindung unter der ersten Oberfläche eine solche
verstanden, die zur Berandung eines ersten von zwei Betonierabschnitten geeignet
ist und unter der zweiten Oberfläche eine solche, die zur Berandung eines zweiten,
zu dem ersten Betonierabschnitt benachbarten Betonierabschnitts geeignet ist, wobei
diese Begriffe nicht die Reihenfolge vorgeben, mit der die Betonierabschnitte ausgeführt
werden. Insofern können sich die erste und die zweite Wandoberfläche,
wenn das Wandelement eine Mehrzahl von bspw. abgewinkelten Segmenten aufweist, auch
über mehrere, den betreffenden Betonierabschnitt von verschiedenen Seiten berandende
Segmente erstrecken. Zweckmäßig kann der zumindest eine Abschnitt des
Anschlussbewehrungsprofils, der sich quer zu zumindest einem Wandsegment erstreckt,
über die an dem Wandsegment liegende erste Wandoberfläche und/oder über
die an dem Wandsegment liegende zweite Wandoberfläche überstehen, wobei
bevorzugt ist, dass sich der besagte quer verlaufende Abschnitt des Anschlussbewehrungsprofils
durch eine Öffnung des besagten Wandsegments hindurchlaufend erstreckt. Dabei
bedeutet eine Erstreckung quer zum Wandsegment bzw. dessen Verlaufsebene nicht notwendig
eine dazu senkrechte Erstreckung, sondern schließt auch andere, das Wandsegment
querende Richtungen mit ein. Wenn es sich bei dem Wandelement um ein Flachmaterial
(bspw. Blech) handelt, kann es sich bei der ersten Oberfläche bspw. um die
Vorderseite und bei der zweiten Wandoberfläche um die Rückseite davon
handeln. Insbesondere besteht die Möglichkeit, dass sich die erste und die
zweite Wandoberfläche an dem Wandelement auf einander bezüglich des Wandverlaufs
gegenüberliegenden Wandseiten erstrecken. Die Beschichtungsdicke kann im Bereich
von Millimeter-Bruchteilen bis zu mehreren Millimetern liegen, oder bei Bedarf auch
noch größer sein. Mit der erfindungsgemäßen Bewehrungsanschlusseinrichtung
lässt sich sicherstellen, dass entlang des gesamten Bewehrungsanschlusses ohne
gesonderte Abdichtungsmaßnahmen automatisch eine Abdichtung vorliegt. Bevorzugt
kann dazu die Beschichtung auf das Wandelement auf beiden Wandseiten vollflächig
oder zumindest im wesentlichen vollflächig aufgebracht sein. Bevorzugt ist
insbesondere, dass die Beschichtung zumindest in einer Längs- bzw. Verlaufsrichtung
des Bewehrungsanschlusses durchgehend oder im wesentlichen durchgehend aufgebracht
ist. Das Wandelement kann beispielsweise aus Blech, vorzugsweise aus verzinktem
Blech, oder beispielsweise aus Kunststoffflachmaterial hergestellt sein, dass eine
blechvergleichbare Wandstärke aufweist. Insofern ist also bezüglich der
Formgebung des Wandelements ein großer Gestaltungsspielraum vorhanden. Es besteht
die Möglichkeit, dass als Anschlussbewehrungsprofile Anschlussbewehrungsstäbe
vorgesehen sind und dass die Bewehrungsanschlusseinrichtung einen Verwahrkasten
für die Anschlussbewehrungsstäbe aufweist, wobei das Wandelement ein Verwahrkastenoberteil
bildet. Das mit der Beschichtung versehene Wandelement bildet dabei den Teil des
Verwahrkastens, der auch nach dem Betonieren im Beton verbleibt. Insbesondere in
diesem Zusammenhang ist auch bevorzugt, dass das Wandelement als Wandprofilelement
ausgestaltet ist und vorzugsweise einen U-profilartigen Querschnitt mit einem mittleren
Wandsegment und mit zwei davon randseitig und parallel zueinander abgewinkelten
seitlichen Wandsegmenten aufweist. Das mittlere Wandsegment, d. h. der U-Steg, und
die beiden seitlichen Wandsegmente, d. h. die U-Schenkel, können im Profilquerschnitt
bspw. jeweils einen geraden oder auch beliebig geformten Verlauf besitzen, wobei
die beiden U-Schenkel bevorzugt rechtwinklig von dem U-Steg abgewinkelt sind. Eine
zweckmäßige Ausführung wird darin gesehen, dass sich die Anschlussbewehrungsstäbe
durch das mittlere Wandsegment, d. h. durch darin vorgesehene Öffnungen, hindurch
erstrecken, und zwar bevorzugt (wenngleich nicht notwendig) in der Weise, dass die
Stablängsrichtung im wesentlichen senkrecht zu der von dem mittleren Wandsegment
aufgespannten geometrischen Ebene läuft. Bevorzugt ist, dass die Beschichtung
an dem Wandprofilelement entlang dessen Profillängsrichtung durchgehend oder
zumindest im wesentlichen durchgehend ausgebildet ist. Auch unter Berücksichtigung
der Abmessungen des Wandelementes, insbesondere quer zu dessen Profillängsrichtung,
kann es Vorteile bieten, wenn dabei die Beschichtung quer zu der Profillängsrichtung
nur abschnittsweise vorgesehen ist. Beispielsweise kann die Beschichtung beidseitig
des Wandelements dazu in Gestalt von in Profillängsrichtung verlaufenden Längsstreifen
(vorzugsweise über die gesamte Länge) aufgetragen sein, wodurch im Vergleich
zu einer vollflächigen Beschichtung eine geringe Beschichtungsmenge benötigt
und insofern preiswertere Herstellung möglich wird. Eine zweckmäßige
Ausführung wird auch darin gesehen, dass das Wandprofilelement in einem zu
seiner Profillängsrichtung senkrechten Querschnitt den Verwahrkasteninnenraum
berandet, dass sich die erste Wandoberfläche des Wandelements, vorzugsweise
die erste Wandoberfläche entlang dem mittleren und den beiden seitlichen Wandsegmenten,
von dem Verwahrkasteninneren abgewandt erstreckt und dass sich die zweite Wandoberfläche
des Wandelements, vorzugsweise die zweite Wandoberfläche entlang dem mittleren
und den beiden seitlichen Wandsegmenten, dem Verwahrkasteninneren zuweisend erstreckt.
Die erfindungsgemäße Bewehrungsanschlusseinrichtung kann eine Mehrzahl
von Bewehrungsanschlussstäben aufweisen, die jeweils in einem Längenabschnitt
U-profilartig gebogen sind unter Ausbildung eines Stabmittenabschnittes und zwei
daran rechtwinklig und zumindest abschnittsweise parallel zueinander anschließenden
Stabschenkeln, wobei der Stabmittenabschnitt auf der dem Verwahrkasteninnenraum
abgewandten Seite des Wandelements bzw. Verwahrkastenoberteils liegt und beide Stabschenkel
Öffnungen im mittleren Wandsegment durchqueren. Eine zweckmäßige
Weiterbildung ist dadurch möglich, dass der Verwahrkasten einen Deckel aufweist,
der quer zur Profillängsrichtung im geschlossenen Zustand mit dem Verwahrkastenoberteil
einen Verwahrkasteninnenraum umschließt. Die den Haftvermittler und das Abdichtmaterial
enthaltende Beschichtung der ersten Wandoberfläche des Verwahrkastenoberteils
liegt vorzugsweise von Anfang an, d. h. auch bei noch angebrachtem Deckel, frei
und bildet beim Betonieren in Verbindung mit dem angrenzenden Beton einen nachfolgend
noch näher beschriebenen Dichtverbund. Vorzugsweise ist der Deckel zunächst
lösbar an dem Verwahrkastenoberteil befestigt und wird erst vor dem Betonieren
des auf seiner Seite des Wandelements liegenden Betonierabschnitts von dem Verwahrkastenoberteil
abgenommen. Dadurch liegt an dem Verwahrkastenoberteil die mit der Beschichtung
versehene, dem Kasteninnenquerschnitt zugewandte zweite Wandoberfläche frei
zur bestimmungsgemäßen Begrenzung des betreffenden zweiten Betonierabschnittes,
so dass es auch beim Betonieren dieses Abschnittes zu der noch näher erläuterten
dichtenden Verbundwirkung zwischen der Beschichtung und dem angrenzenden Beton kommt.
Da der Deckel folglich nicht im Beton verbleibt, ist dieser vorzugsweise ohne die
besagte, zur Abdichtung dienende Beschichtung ausgeführt. Betreffend die Bewehrungsanschlussstäbe
ist bevorzugt, dass die Stabschenkel zwischen dem Verwahrkastenoberteil und dem
Deckel eine beispielsweise rechtwinklige Krümmung aufweisen und sich mit freien
Endabschnitten zwischen dem Verwahrkastenoberteil und dem Deckel erstrecken. Aus
dieser platzsparenden Lage können die freien Endabschnitte nach dem Abnehmen
des Deckels aus dem Verwahrkasteninnenraum herausgebogen werden, so dass sie sich
in den angrenzenden Betonierabschnitt hinein erstrecken.
Nachfolgend wird die im Rahmen der vorliegenden Erfindung für
eine Bewehrungsanschlusseinrichtung zur Abdichtung vorgeschlagene Beschichtung bezüglich
ihrer Dichtwirkung und bevorzugten Ausführungen näher beschrieben. Wie
schon angesprochen, ist aus EP 1571271 A1
eine derartige Beschichtung schon von einem Fugenblech bekannt. Während allerdings
bei dem bekannten Fugenblech die Blechanordnung (Blechverlauf) senkrecht zur Fuge
verläuft, liegt im Unterschied dazu bei der erfindungsgemäßen Bewehrungsanschluss-Lösung
das beschichtete Wandelement parallel bzw. längs zum Fugenverlauf, d. h. direkt
innerhalb der Fuge. Die Aktivbestandteile und die Rauheit der beschichteten Oberfläche
begünstigen diese Anordnung. Sie dichten den Anschlussbereich zuverlässig
gegen eindringende Flüssigkeit, bspw. gegen Wasser, ab. Durch den Haftvermittler
kann das Abdichtmaterial sicher an dem Wandelement gehalten werden, so dass eine
einfache Montage möglich ist. Denkbar ist, dass zunächst der Haftvermittler
auf das Wandelement und anschließend der Zement und/oder das Calciumhydroxid
aufgebracht wird. Insbesondere können der Zement und das Calciumhydroxid vorher
vermischt werden, so dass eine Abdichtungsmischung entsteht, die auf den Haftvermittler
aufgebracht werden kann. Auch ist denkbar, die Abdichtmischung bzw. das Abdichtmaterial
schon mit dem Haftvermittler zu vermischen und anschließend diese Mischung
auf das Wandelement aufzutragen. Durch das mit dem Haftvermittler vermischte Calciumhydroxid
bzw. durch den hinzugegebenen Zement entsteht unter Einwirkung von Wasser das wasserunlösliche
Calciumcarbonat und dadurch eine sehr gute Wasserdichtigkeit sowie ein guter Verbund
zwischen dem Abdichtmaterial und dem umgebenden Beton. Dadurch entsteht eine Verbundabdichtung.
Die abdichtende Wirkung wird über den Verbund (auch durch Vergrößerung
der Oberfläche) erreicht und nachfolgende Selbstheilung der Betonfuge erhalten.
Bei der Selbstheilung von Rissen und Arbeitsfugen im Ortbeton spielt die Calciumcarbonatbildung
eine übergeordnete Rolle. Ohne Calciumcarbonatbildung wäre eine Selbstheilung
nicht möglich. Die vereinfachte Reaktionsgleichung für die Calciumcarbonatbildung
lautet folgendermaßen:
Ca2+ + CO3
2– ↔ CaCO3.
Die Abdichtung erfolgt auf physikalische, chemische und mechanische
Weise. Beim physikalischen Abdichtvorgang findet ein Quellen des Zementsteins, der
in die Beschichtung eingelagert ist, statt. Die chemische Abdichtung beruht auf
dem Nachhydratisieren des Zementsteins, der in die Beschichtungsmatrix eingelagert
ist und/oder durch die Bildung von wasserunlöslichem Calciumcarbonat. Die mechanische
Abdichtung kommt durch die Einengung bzw. das Blockieren des Strömungspfades
durch anorganische oder organische Feinstoffe im Wasser zustande, insbesondere durch
lose Zementpartikel, die bei der Rissbildung aus den Rissufern gebrochen werden.
Bei der erfindungsgemäßen Abdichtung findet keine Materialermüdung
statt, da die Abdichtung mittels Versinterung entsteht, wobei insbesondere die Arbeitsfuge
vollständig zugesintert werden kann.
Für die Dichtwirkung der erfindungsgemäßen Bewehrungsanschlusseinrichtung,
bei welcher sich das beschichtete Wandelement zumindest abschnittsweise quer zu
dem Bewehrungsprofil (insbesondere zu Bewehrungsstäben) erstreckt und insofern
die gleiche Erstreckungsebene wie die abzudichtende Arbeits- bzw. Betonierfuge aufweist,
spielt neben den beschriebenen Aktivbestandteilen der Beschichtung auch die Rauheit
der beschichteten Oberfläche eine wichtige Rolle. Die Rauhigkeit der Beschichtung
kann einerseits durch die Zusammensetzung bzw. Inhaltsstoffe und Zubereitung der
Beschichtung mit vorgegeben sein. Hinzu kommt die Möglichkeit, die Rauhigkeit
der Beschichtung mittels räumlicher Strukturierung des Wandelements und/oder
mittels unregelmäßiger Schichtdicke der Beschichtung zu erzeugen oder
weiter zu verstärken. Eine räumliche Struktur des Wandelements lässt
sich beispielsweise durch eine Prägung (bspw. Muster aus Kerben) erreichen,
wozu aber für das Wandelement auch bspw. auf fertig profilierte Bleche zurückgegriffen
werden könnte. Indem die Beschichtung auf dem Wandelement eine raue Oberfläche
ausbildet, wird gerade auch bei der erfindungsgemäßen Ausrichtung entlang
der Betonierfuge der Wasserweg von eindringendem Wasser verlängert. Auch kann
dadurch ein besonders guter Verbund zwischen dem Wandelement und dem umgebenden
Ortbeton ausgebildet werden. Insbesondere lässt sich durch die Rauhigkeit sogar
eine Verkrallung bzw. ein Kraftschluss mit dem Ortbeton erreichen. Insofern kann
durch die Rauhigkeit der Beschichtung des Wandelements, insbesondere des Verwahrkastenoberteils,
auch die Scherfestigkeit gegenüber dem angrenzenden Beton verbessert werden.
Die dazu notwendige gute Anhaftung der Beschichtung am Wandelement (bspw. Blech)
kann durch dazu geeignete Inhaltsstoffe der Beschichtung und/oder durch eine Aufrauhung
bzw. räumliche Strukturierung der Wandoberfläche verbessert werden. Bevorzugt
wird, dass die abdichtende Beschichtung des Wandelements keine trennende Eigenschaft
aufweist, wodurch ein guter Verbund sichergestellt wird. Auch ist vorteilhaft, wenn
die Beschichtung des Wandelements keine Klebrigkeit aufweist, so dass auf Schutzstreifen,
die vor dem Betonieren entfernt werden müssten, verzichtet werden kann. Bevorzugt
kann die Abdichtung in zwei Phasen verlaufen, wobei zunächst durch eine Barriere,
zum Beispiel das Blockieren des Strömungspfades durch Feinstoffe, und anschließend
durch eine Versinterung abgedichtet wird. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen
Beschichtung, insbesondere gegenüber Bentonit-Beschichtungen, liegt in der
dauerhaften Haltbarkeit. Während Bentonit in wasserführenden Fugen unter
dem Einfluss der Flüssigkeitsbewegung zerfällt, bewirkt bei der erfindungsgemäß
zur Abdichtung vorgesehenen Beschichtung der Zutritt von Wasser sogar noch eine
Verbesserung der Dichtwirkung. Die dadurch mit verschiedenen Inhaltsstoffen der
Beschichtung ausgelöste mikrofeine Kristallisation bzw. Versinterung in der
Struktur des Baukörpers dringt durch Osmose tief in das Kapillarsystem des
Betons ein, wodurch auch Kapillaren und Schwindrisse abgedichtet werden und die
Feuchtigkeit verdrängt wird. Dieser Prozess kann sowohl auf der Wasserdruckseite
als auch auf der dem Wasserdruck abgewandten Seite erfolgen. Ohne Feuchtigkeit ist
die Beschichtung nicht, bzw. nicht mehr, aktiv. Kommt es später zur erneuten
Befeuchtung, setzt die Reaktion selbstständig und damit der Abdichtungsprozess
automatisch wieder ein, wodurch die Kristallisation bzw. Versinterung sogar noch
tiefer in die Betonstruktur vordringen kann. Insofern ist bei der erfindungsgemäßen
Beschichtung von einem aktiven Selbstheilungseffekt bzw. einem aktiven Selbstabdichtungsprozess
zu sprechen. Auf diese Weise "heilen" auch durch Betonsetzung und Bewegung im Bauwerk
entstehende Risse in der Fuge durch die aktive Beschichtung des Wandelements immer
wieder zu. Als Abdichtungsmechanismen können zusätzlich zu einer Labyrinthdichtung
auch eine aktive Kristallisationsabdichtung und eine Versinterung durch aktive Kalksteinbildung
beteiligt sein. Im Hinblick auch die schon beschriebene gute Anhaftung der Beschichtung
an dem Wandelement, welches beispielsweise aus zur Verhinderung von Korrosion verzinktem
oder schwarz oxidiertem Blech hergestellt sein kann, besteht auch die Möglichkeit,
dass die Beschichtung bereits bei der Herstellung des Wandelements vor dessen Formgebung,
insbesondere vor einer Biegeumformung des Wandelements, aufgebracht ist. Beispielsweise
ist es möglich, ein mit der Beschichtung versehenes flaches Blech nachträglich
mit Hilfe einer Abkantbank in eine für ein Verwahrkastenoberteil gewünschte
U-Form zu biegen, ohne dass die Beschichtung nennenswert beschädigt wird. Hinsichtlich
der Beschichtung ist bevorzugt, dass als Zement Feinzement, Ultrafeinzement oder
Mikrozement vorgesehen ist, da mit solchen Feinstoffen insbesondere der Strömungspfad
des Wassers besonders gut blockiert werden kann. Weiterhin unterstützen solche
Inhaltsstoffe den mechanischen Selbstheilungsvorgang. Eine besonders gute Abdichtung
kann auch erzielt werden, wenn das Abdichtmaterial Bentonit und/oder Quarzsande
beinhaltet. Mit derartigen Partikeln kann der mechanische Rissverschluss besonders
in der Anfangsphase bei eindringendem Wasser maßgebend verbessert und der Durchfluss
eingeschränkt werden. Alternativ oder kombinativ besteht die Möglichkeit,
dass der Haftvermittler eine Kunststoffdispersion, vorzugsweise eine Latexdispersion,
ist, wodurch sich die Einlagerung des Abdichtmaterials in den Haftvermittler bzw.
Anbringung am Wandelement verbessern lässt. Alternativ kann der Haftvermittler
ein Harz, Epoxi-Harz, thermoplastisches oder vernetzbares Kunstharz, Latex, eine
Latex-Emulsion, eine Zementklebmörtel, ein Natur- oder Synthesekautschuk sein.
Auch besteht die Möglichkeit, dass der Haftvermittler elastisch oder starr
ausgebildet ist. Zur Herstellung von längeren abgedichteten Bewehrungsanschlüssen
besteht die Möglichkeit, dass mehrere Wandelemente, welche einzelne oder mehrere
der zuvor beschriebenen erfindungsgemäßen Merkmale aufweisen, aneinander
anstoßen oder mit jeweils einem Ende überlappend angeordnet und/oder mit
einem Dichtkleber miteinander verklebt sind. Insbesondere kann ein elastischer Dichtkleber
verwendet werden und eine druckwasserdichte Verklebung damit ausgeführt sein.
Die Erfindung schließt auch die bestimmungsgemäße Verwendung und
ein Verfahren zur Herstellung eines abgedichteten Bewehrungsanschlusses unter Verwendung
der beschriebenen erfindungsgemäßen Bewehrungsanschlusseinrichtung mit
ein. Dabei ist, da sich das Anschlussbewehrungsprofil bzw. die Bewehrungsstäbe
quer zu der abzudichtenden Betonierfuge zwischen zwei Betonierabschnitten und quer
zu zumindest einem Segment des Wandelements erstrecken, praktisch vorgegeben, dass
sich das mit der abdichtenden Beschichtung versehene Wandelement längs und
nicht wie im Stand der Technik quer zur Dichtfuge erstreckt.
Die Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beigefügten
Zeichnungen, welche bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung zeigen, näher
beschrieben. Darin zeigt:
1 perspektivisch die erfindungsgemäße Bewehrungsanschlusseinrichtung
gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform;
1a eine Vergrößerung von Ausschnitt Ia in
1;
2 perspektivisch das Verwahrkastenoberteil mit Anschlussbewehrungsstäben
der in 1 gezeigten Bewehrungsanschlusseinrichtung;
3 perspektivisch die in 2
gezeigte Anordnung, jedoch in umgekehrter Lage;
4 perspektivisch den Deckel der in 1
gezeigten Bewehrungsanschlusseinrichtung;
5 perspektivisch das Verwahrkastenoberteil mit Anschlussbewehrungsstäben
einer erfindungsgemäßen Bewehrungsanschlusseinrichtung gemäß
einer zweiten bevorzugten Ausführungsform;
5a eine Vergrößerung von Ausschnitt Va in
5;
6 perspektivisch die in 5
gezeigte Anordnung, jedoch in umgekehrter Lage;
7 anhand einer Schnittansicht eine bevorzugte Verwendung
der in 1 gezeigten Bewehrungsanschlusseinrichtung nach
dem Betonieren eines ersten Betonierabschnittes;
8 ausgehend von 7, demgegenüber
verkleinert und perspektivisch, das nachfolgende Ablösen des Deckels von dem
Verwahrkasten und
9 einen den 7 und
8 nachfolgenden Verwendungsschritt, bei dem der zweite
Betonierabschnitt betoniert wurde und der abgedichtete Bewehrungsanschluss fertiggestellt
wurde.
Mit Bezug auf die 1 bis 4
wird eine erfindungsgemäße Bewehrungsanschlusseinrichtung 1 gemäß
einer ersten bevorzugten Ausführungsform beschrieben. Diese umfasst einen Verwahrkasten
2 mit in dem gewählten Beispiel insgesamt acht als Anschlussbewehrungsprofile
3' dienenden Anschlussbewehrungsstäben 3. Der Verwahrkasten
2 besitzt ein Verwahrkastenoberteil 4 und einen Deckel
5. Das Verwahrkastenoberteil 4 ist aus einem aus Blech zugeschnittenen
Wandelement 6 hergestellt, das beidseitig, d. h. auf der ersten, bzgl.
des Verwahrkastens nach außen weisenden Wandoberfläche 7 und
auf der zweiten, gegenüberliegenden und zu dem Deckel 5 bzw. nach
innen weisenden Wandoberfläche 8 vollflächig mit je einer Beschichtung
9 beschichtet ist, die einen Haftvermittler und ein Abdichtmaterial, welches
Zement und Calciumhydroxid umfasst, aufweist. Der ursprünglich flache Blechzuschnitt
wurde nach dem Auftrag der gegenüberliegenden Beschichtungen 9 auf
einer Abkantbank zu einem im wesentlichen U-profilartigen Wandprofilelement
6' verformt. Das Wandelement 6 besitzt insofern quer zu der in
2 gezeigten Profillängsrichtung L ein mittleres
Wandsegment 10 und zwei davon randseitig jeweils rechtwinklig parallel
zueinander abgewinkelte seitliche Wandsegmente 11 (vgl. 1a).
Im Profilquerschnitt beträgt die Breite des mittleren Wandsegments
10 ein Mehrfaches der Erstreckung der seitlichen Wandsegmente
11. Auch bei dem Deckel 5 (vgl. 4)
handelt es sich zunächst um einen Blechzuschnitt, der nach einer Biegeumformung
einen U-profilartigen Querschnitt mit einem Deckelmittelteil 12 und zwei
an dessen Rändern rechtwinklig umgebogenen Deckelwangen 13 aufweist.
Quer zu der Profillängsrichtung L ist der Deckel 5 geringfügig
schmaler als das Verwahrkastenoberteil 4, so dass (vgl. 1a)
die Deckelwangen 13 zwischen die beidseitig beschichteten seitlichen Wandsegmente
11 des Wandelements 6 eingreifen und im Querschnitt ein Verwahrkasteninnenraum
14 seitlich überlappend umschlossen wird. Es wird dargestellt, dass
sich die erste Wandoberfläche 7 entlang dem mittleren und den beiden
seitlichen Wangensegmenten 10, 11 auf der von dem Verwahrkasteninneren
14 abgewandten Seite erstreckt, während sich die zweite Wandoberfläche
8 entlang dem mittleren und den beiden seitlichen Wandsegmenten
10, 11 dem Verwahrkasteninneren 14 bzw. dem Deckel
5 zuweisend erstreckt. Die in dem Beispiel vorhandenen Bewehrungsanschlussstäbe
3 sind jeweils in einem Längenabschnitt U-profilartig gebogen, wodurch
je ein quer zur Profillängsrichtung L verlaufender Stabmittenabschnitt
15 und zwei daran mit einem Übergangsradius rechtwinklig anschließende
Stabschenkel 16 gebildet werden. Der Stabmittenabschnitt 15 befindet
sich auf der dem Verwahrkasteninnenraum 14 abgewandten Seite des Wandelements
6. Wie aus den 2, 3
zu entnehmen ist, erstrecken sich beide Stabschenkel 16 durch je eine im
Querschnitt passende bzw. geringfügig größere Durchgangsöffnung
17 im Wandelement 6. Speziell sind die beiden einem Bewehrungsstab
jeweils zugeordneten Öffnungen 17 in gegenüberliegenden Randbereichen
des mittleren Wandsegments 10 vorgesehen, so dass ihre gedachte Verbindungslinie
senkrecht zu der Profillängsrichtung L verläuft. Die
Stabschenkel 16 verlaufen entlang ihrer außerhalb des Verwahrkastens
liegenden Längenabschnitte 18 zueinander parallel. Zwischen dem Verwahrkastenoberteil
4 und dem Deckel 5 weisen die Stabschenkel 16 in dem
in den 1 bis 4 gezeigten
Lieferzustand der Bewehrungsanschlusseinrichtung 1 eine weitere etwa rechtwinklige
Krümmung 20 auf und gehen dabei in freie Endabschnitte 19
über. Diese erstrecken sich zwischen dem Verwahrkastenoberteil 4 und
dem Deckel 5, wobei sich ihr Abstand quer zur Längsrichtung L zu den
Enden hin verringert, so dass die in 3 gezeigte platzsparende
Ineinanderschachtelung der Stäbe ermöglicht wird. Es wird deutlich, dass
sich schon in dem in den 1 bis 4
gezeigten Lieferzustand die Stabschenkel 16 quer zu dem mittleren Wandsegment
10 durch die Öffnungen 17 hindurch erstrecken, auch wenn
dieser Durchtritt benachbart oder im Bereich der Krümmungsbereiche
20, die zwischen den Längenabschnitten 18 und den freien
Endabschnitten 19 liegen, erfolgt. In den 1
bis 3 ist durch die gezackten Linien 21 schematisch
eine unebene Beschichtungsoberfläche angedeutet. Die Linien 21 deuten
über die dazwischenliegenden Täler erhabene Kämme an, deren Seitenabstand
vorzugsweise eine Größenordnung von wenigen Millimetern bis Zentimetern
betragen kann. Etwas abweichend von der vereinfachenden Darstellung in
1 ist bevorzugt, dass sich die Kämme nicht über
die gesamte Länge erstrecken, sondern kürzer sind, insbesondere seitlich
verzweigen und/oder bzgl. der Profillängsrichtung L seitlich versetzt zueinander
liegen (vgl. 1a). Bezüglich dieser aufgrund ihrer
Strukturgröße visuell ohne Weiteres erkennbaren Rauhigkeit könnte
auch von einer "makroskopischen" Rauheit der Beschichtung gesprochen werden. Darüber
hinaus ist auch eine erheblich feinere, in den Figuren nicht mit dargestellte und
mit in der Zusammensetzung der Beschichtung selbst begründete Rauheit der Oberfläche
vorhanden und als quasi "mikroskopische" Rauheit der zuvor genannten makroskopischen
Rauheit überlagert.
Die 5 und 6
zeigen die erfindungsgemäße Bewehrungsanschlusseinrichtung 1
in einer zweiten bevorzugten Ausführungsform. Der Unterschied gegenüber
der zu den 1 bis 4 beschriebenen
ersten Ausführungsform liegt darin, dass das Verwahrkastenoberteil
4 nur in seinem mittleren Wandsegment 10 jeweils auf der ersten
Wandoberfläche 7 und auf der gegenüberliegenden Wandoberfläche
8 eine Beschichtung 9 der schon beschriebenen Zusammensetzung
trägt. Speziell verläuft die Beschichtung 9 auf der Ober- und
Unterseite des mittleren Wandsegments 10 in Gestalt je eines sich über
die gesamte Profillänge in Längsrichtung L erstreckenden Beschichtungsstreifens.
Dabei sind diese Streifen quer zur Längsrichtung L jeweils symmetrisch zur
Profilmitte ausgerichtet. Insofern liegt auf beiden Wandseiten des Wandelements
6, also quer zur Profillängsrichtung L, nur eine abschnittsweise Beschichtung
9 vor.
Die 7 bis 9
zeigen ein im Rahmen der Erfindung bevorzugtes Vorgehen bzw. Verfahren zur Herstellung
eines gegen Flüssigkeiten abgedichteten Bewehrungsanschlusses zwischen zwei
wasserundurchlässigen Wänden bzw. Betonierabschnitten unter Verwendung
der mit Bezug auf die 1 bis 4
beschriebenen Bewehrungsanschlusseinrichtung 1. In 7
ist dazu die Bewehrungsanschlusseinrichtung 1 mittels gestrichelt angedeuteten
Nägeln 23, die durch das Verwahrkastenoberteil 4 und den
Deckel 5 geschlagen wurden, an einer ersten Schalungswand 22 in
der Weise angebracht, dass das Verwahrkastenoberteil 4 und der Stabmittenabschnitt
15 der Anschlussbewehrungsstäbe 3 in einen ersten Betonierabschnitt
24 ragen. Dieser wird von der besagten Schalungswand 22 und einer
dazu parallelen weiteren Schalungswand 25 parallel berandet und ist in
7 in einem Längenausschnitt dargestellt. Es wird
deutlich, dass die erste Wandoberfläche des Wandelements 6, die sich
an der Außenseite des Verwahrkastens 2 entlang den Wandsegmenten
10 und 11 erstreckt, eine Begrenzung für den ersten Betonierabschnitt
24 bildet, wobei 7 bereits den mit Beton
26 ausgegossenen Zustand zeigt.
In 8 wurden die Schalungswände
22 und 25 bereits entfernt. Der Deckel 5 kann in der
gezeigten Weise abgezogen werden, so dass der Verwahrkasteninnenraum 14
auf der gesamten Länge zugänglich wird. An beiden Längsenden zunächst
eingesetzte Verschlussstücke 27 (bspw. aus Styropor) werden ebenfalls
entfernt. Der nächste Arbeitsschritt kann darin bestehen, die freien Endabschnitte
19 der Stabschenkel 16, bspw. unter Zuhilfenahme eines Rohres
als Werkzeug, aus dem Verwahrkasteninneren 14 herauszubiegen, so dass sich
diese vorzugsweise etwa in gerader Verlängerung der Längenabschnitte
18 erstrecken. Die zweite Wandoberfläche 8 des Wandelements
6, die sich entlang der Wandsegmente 10 und 11 auf der
dem Kasteninneren 14 zuweisenden Blechseite erstreckt, kann dann zur Begrenzung
eines zweiten Betonierabschnitts 28, der rechtwinklig an den ersten Betonierabschnitt
24 anzuschließen ist, dienen.
In 9 ist dieser zweite Betonierabschnitt
28 schon fertig gestellt, wobei nur ein Anschlussbereich dargestellt ist.
Es versteht sich, dass als Zwischenschritt von 8 zu
9 zunächst in an sich bekannter Weise den Betonierabschnitt
seitlich berandende Schalungswände (nicht dargestellt) aufgestellt und nach
dem Betonieren wieder entfernt werden können. Aus 9
wird nochmals deutlich, dass sich das Beschichtungselement 6, das das Verwahrkastenoberteil
4 bildet und beidseitig vollflächig mit der Beschichtung
9 versehen ist, entlang der zwischen den Betonierabschnitten
24, 28 verlaufenden Betonierfuge 29 erstreckt.
Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswesentlich.
In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten
Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen,
auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung
mit aufzunehmen.
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| Anspruch[de] |
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Bewehrungsanschlusseinrichtung, insbesondere zur Herstellung eines Bewehrungsanschlusses
zwischen wasserundurchlässigen Wänden, umfassend zumindest ein Wandelement
mit einer ersten Wandoberfläche zur Begrenzung eines ersten Betonierabschnittes
und mit einer zweiten Wandoberfläche zur Begrenzung eines dem ersten Betonierabschnitt
benachbarten zweiten Betonierabschnittes, wobei das Wandelement ein oder mehrere
Wandsegmente aufweist, und umfassend ein oder mehrere, insbesondere stabartige,
Anschlussbewehrungsprofile, wobei sich zumindest ein Abschnitt eines Anschlussbewehrungsprofils
quer zu zumindest einem Wandsegment erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass
auf der ersten Wandoberfläche (7) und auf der zweiten Wandoberfläche
(8) zumindest abschnittsweise eine Beschichtung (9) aufgetragen
ist, welche einen Haftvermittler und ein Abdichtmaterial, welches Zement und/oder
Calciumhydroxid umfasst, aufweist.
Bewehrungsanschlusseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der zumindest eine Abschnitt des Anschlussbewehrungsprofils (3'),
der sich quer zu zumindest einem Wandsegment (10) erstreckt, über
die an dem Wandsegment (10) liegende erste Wandoberfläche (7)
und/oder über die an dem Wandsegment (10) liegende zweite Wandoberfläche
(8) übersteht, wobei sich der genannte Abschnitt des Anschlussbewehrungsprofils
(3') insbesondere durch eine Öffnung (17) des Wandsegmentes
(10) hindurchlaufend erstreckt.
Bewehrungsanschlusseinrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die erste Wandoberfläche
(7) und die zweite Wandoberfläche (8) an dem Wandelement
(6) auf einander bezüglich des Wandverlaufs gegenüberliegenden
Wandseiten erstrecken.
Bewehrungsanschlusseinrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (9) auf das
Wandelement (6) auf beiden Wandseiten vollflächig oder im wesentlichen
vollflächig aufgebracht ist.
Bewehrungsanschlusseinrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wandelement (6) aus Blech,
insbesondere aus verzinktem Blech, oder aus Kunststoffflachmaterial, insbesondere
von mit Blech vergleichbarer Wandstärke, hergestellt ist.
Bewehrungsanschlusseinrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Anschlussbewehrungsprofile (3')
Anschlussbewehrungsstäbe (3) vorgesehen sind und dass die Bewehrungsanschlusseinrichtung
(1) einen Verwahrkasten (2) für die Anschlussbewehrungsstäbe
(3) aufweist, wobei das Wandelement (6) ein Verwahrkastenoberteil
(4) bildet.
Bewehrungsanschlusseinrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wandelement (6) als Wandprofilelement
(6') ausgestaltet ist und insbesondere einen U-profilartigen Querschnitt
mit einem mittleren Wandsegment (10) und mit zwei davon randseitig und
parallel zueinander abgewinkelten seitlichen Wandsegmenten (11) aufweist.
Bewehrungsanschlusseinrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Anschlussbewehrungsstäbe
(3) durch das mittlere Wandsegment (10) hindurchlaufend erstrecken.
Bewehrungsanschlusseinrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (9) an dem
Wandprofilelement (6') entlang dessen Profillängsrichtung (L) durchgehend
oder zumindest im Wesentlichen durchgehend und insbesondere quer zur Profillängsrichtung
(L) nur abschnittsweise vorgesehen ist.
Bewehrungsanschlusseinrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wandprofilelement (6')
in einem zu seiner Profillängsrichtung (L) senkrechten Querschnitt den Verwahrkasteninnenraum
(14) berandet, dass sich die erste Wandoberfläche (n des Wandelements
(6), insbesondere die erste Wandoberfläche (7) entlang dem
mittleren (10) und den beiden seitlichen (11) Wandsegmenten von
dem Verwahrkasteninneren (14) abgewandt erstreckt und dass sich die zweite
Wandoberfläche (8) des Wandelements (6), insbesondere die
zweite Wandoberfläche (8) entlang dem mittleren (10) und
den beiden seitlichen (11) Wandsegmenten, dem Verwahrkasteninneren (14)
zuweisend erstreckt.
Bewehrungsanschlusseinrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Bewehrungsanschlussstäben
(3) vorgesehen ist, die jeweils in einem Längenabschnitt U-profilartig
gebogen sind unter Ausbildung eines Stabmittenabschnitts (15) und zwei
daran randseitig jeweils rechtwinklig und zumindest abschnittsweise parallel zueinander
anschließenden Stabschenkeln (16), wobei der Stabmittenabschnitt (15)
auf der dem Verwahrkasteninnenraum (14) abgewandten Seite des Wandelements
(6) liegt und beide Stabschenkel (16) Öffnungen (17)
im mittleren Wandsegment (10) durchqueren.
Bewehrungsanschlusseinrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verwahrkasten (2) einen
Deckel (5) aufweist, der quer zur Profillängsrichtung (L) im geschlossenen
Zustand mit dem Verwahrkastenoberteil (4) den Verwahrkasteninnenraum (14)
umschließt, wobei der Deckel (5) insbesondere ohne eine Beschichtung
ausgeführt ist, welche einen Haftvermittler und ein Abdichtmaterial, welches
Zement und/oder Calciumhydroxid umfasst, aufweist.
Bewehrungsanschlusseinrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabschenkel (16) zwischen
dem Verwahrkastenoberteil (4) und dem Deckel (5) eine insbesondere
rechtwinklige Krümmung (20) aufweisen und sich mit freien Endabschnitten
(19) zwischen dem Verwahrkastenoberteil (4) und dem Deckel (5)
erstrecken.
Bewehrungsanschlusseinrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (9) eine
raue Oberfläche ausbildet, welche insbesondere mittels räumlicher Strukturierung
des Wandelements (6) und/oder mittels unregelmäßiger Schichtdicke
der Beschichtung (9) erzeugt ist.
Bewehrungsanschlusseinrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (9) bereits
bei der Herstellung des Wandelements (6), insbesondere vor einer Biegeumformung
des Wandelements (6), aufgebracht ist.
Bewehrungsanschlusseinrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Zement Feinzement, Ultrafeinzement
oder Mikrozement vorgesehen ist.
Bewehrungsanschlusseinrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdichtmaterial Bentonit und/oder
Quarzsande beinhaltet.
Bewehrungsanschlusseinrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Haftvermittler eine Kunststoffdispersion,
insbesondere eine Latexdispersion, ist.
Bewehrungsanschlusseinrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Haftvermittler ein Harz, Epoxi-Harz,
thermoplastisches oder vernetzbares Kunstharz, Latex, eine Latex-Emulsion, ein Zement-Klebemörtel,
ein Natur- oder Synthesekautschuk ist.
Bewehrungsanschlusseinrichtung nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Wandelemente (6) gemäß
einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche aneinander stoßen oder
mit jeweils einem Ende überlappend angeordnet sind und/oder mit einem Dichtkleber
verklebt sind.
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