Die Erfindung bezieht sich auf atmosphärische Gasbrenner für
den Einbau in Kochflächen von Gas-Kochfeldern, die jeweils einen Brennerkörper
und Anschlusselemente für den Einbau in die Kochflächen aufweisen.
Die Verwendung von atmosphärischen Gasbrennern als Energiequelle
in Gas-Kochfeldern findet in den vergangenen Jahren zunehmend mehr Freunde. Offene
atmosphärische Gasbrenner haben gegenüber einer Elektro-Kochstelle den
Vorteil des schnellen Ansprechverhaltens bei Änderung der Energiezufuhr. Zudem
ermöglichen offene Gasflammen eine kurze Aufheizzeit weitestgehend unabhängig
von der verwendeten Topfqualität.
Es ist davon auszugehen, dass die Verwendung von atmosphärischen
Gasbrennern in der Zukunft noch weiter zunehmen wird. Insbesondere in hochwertigen
Gas-Kochfeldern mit ästhetisch ansprechenden Kochflächen ist der vermehrte
Einsatz von atmosphärischen Gasbrennern feststellbar.
Aufgrund der unterschiedlichen Kochflächenmaterialien sind spezielle
Brennerentwicklungen erforderlich, die den jeweiligen Kochflächenmaterialien
gerecht werden.
Edelstahl- und Stahlblechmulden bestehen aus einem dünnwandigen
Blech, was in einfacher Weise ausgeformt und für die verschiedenen Gasbrennerkomponenten
und Befestigungsschrauben problemlos ausgestanzt werden kann.
Bei der Verwendung von vorgespanntem Glas oder von Glaskeramik als
Kochflächenmaterial kommen aus wirtschaftlichen Gründen vorwiegend nur
runde Bohrungen zur Aufnahme der Gasbrenner zum Einsatz. Aus diesem Grund ist oftmals
eine eigenständige Entwicklung für Brenner, die in Glas- oder Glaskeramik-Kochflächen
Verwendung finden sollen, erforderlich. Vorgespanntes Glas kann im Dauergebrauch
nur bis max. 280°C eingesetzt werden. Glaskeramik hat dagegen eine wesentlich
höhere Dauergebrauchstemperatur, die bei 550–650°C liegen kann.
Für den optimalen Einsatz der Gasbrenner ist daher wiederum eine Anpassung
für den Einsatz in Glaskeramik oder vorgespanntem Glas erforderlich.
Die heute bekannten Gasbrenner sind daher optimal nur auf den Einsatz
in Edelstahl- oder Stahlblechmulden oder aber in vorgespanntes Glas oder Glaskeramikkochflächen
ausgelegt. Für den jeweiligen Einsatz wird eine eigenständige Entwicklung
durchgeführt, die sehr teuer und zeitaufwändig ist und hohe Werkzeugkosten
in der Fertigung erzeugt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein atmosphärisches
Gasbrennerkonzept zu schaffen, das für den Einsatz in unterschiedlichste Kochflächenmaterialien
ohne aufwändige Neukonstruktion bzw. Neuentwicklung des Brennerkörpers
einsetzbar ist.
Die Lösung dieser Aufgabe gelingt bei atmosphärischen Gasbrennern
für den Einbau in Kochflächen von Gas-Kochfeldern, die jeweils einen Brennerkörper
und Anschlusselemente für den Einbau in die Kochflächen aufweisen, gemäß
der Erfindung dadurch, dass die Brennerkörper unabhängig von dem Kochflächen-Material
in den die verbrennungstechnischen Eigenschaften festlegenden Komponenten eine einheitliche
Basiskonstruktion besitzen und allein im äußeren Randbereich unter Bildung
der Anschlusselemente entsprechend den kochflächenmaterial-spezifischen Einsatzbedingungen
unterschiedlich ausgestaltet sind.
Die erfindungsgemäßen Maßnahmen schaffen daher ein
Brennerkonzept, das in den wesentlichen verbrennungstechnischen Eigenschaften, insbesondere
hinsichtlich in der Anordnung der Zündkerze und Flammüberwachung und der
Brennerkranzgestaltung, eine einheitliche Basiskonstruktion besitzt und lediglich
im äußeren Randbereich entsprechend den Einsatzbedingungen unterschiedlich
ausgestaltet wird. Die Randgestaltung beeinflusst nicht die eigentlichen verbrennungstechnischen
Merkmale des Gasbrenners, ist aber für die Ästhetik und die Anbindung
in die einzubauende Kochfläche von entscheidender Bedeutung. Auf diese Weise
ist es möglich, den durch die Basiskonstruktion vorgegebenen Brennergrundkörper
in einem Werkzeug auszubilden, das lediglich in der Randgestaltung variiert werden
muss. Hierfür ist kein zusätzlicher Entwicklungsaufwand und ein nur minimaler
Werkzeugaufwand für den Einsatz in jeweils unterschiedlichen Kochflächenmaterialien
erforderlich.
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet und ergeben sich auch aus der Figurenbeschreibung.
Anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsformen
wird die Erfindung näher beschrieben. Es zeigen, jeweils in Form von schematischen
Darstellungen im Halbschnitt:
1 einen atmosphärischen Gasbrennerkörper,
der mit einem flanschartigen Auflagekragen auf einem hochgebogenen Rand einer Bohrung
in einer Glaskeramik-Kochfläche aufliegt,
2 einen Gasbrennerkörper nach 1
mit einer den hochgebogenen Rand umgreifenden Nase am Auflagekragen zur Zentrierung
des Brenners,
3 einen Gasbrennerkörper nach 1,
der auf einen hochgebogenen flachen Rand einer Edelstahl- oder Stahlblechmulde aufgesetzt
ist,
4 einen Gasbrennerkörper, der mit einem sich radial
wie axial erstreckenden Rand am Brennertopf auf einem planebenen Bohrrandbereich
der Kochfläche aufliegt,
5 einen Gasbrennerkörper mit einer im Wesentlichen
zylindrischen Randgestaltung, der mit einem Rücksprung am Brennertopf auf dem
planebenen Bohrrandbereich aufliegt und im Übergang zwischen Gasbrenner und
Kochfläche einen abnehmbaren metallischen Überwurfring aufweist,
6 einen Gasbrennerkörper nach 5
mit einem gesinterten oder gepressten Glas- oder Glaskeramik-Überwurfring,
7 eine Variante des Gasbrenners nach 5
mit einem zwischen Brennertopf und Glaskeramik-Kochfläche eingespannten Überwurfring,
8 eine weitere Variante des Gasbrenners nach
5 mit einem auf einem vorstehenden Kragen des Brennertopfes
aufliegenden Überwurfring,
9 eine Ausführung des Gasbrenners nach
8 mit einem deutlich breiteren Überwurfring als
Wärmeschild bei Kochflächen aus vorgespanntem Glas, und
10 eine Ausführung eines Gasbrenners mit einem
sich axial wie radial erstreckenden Auflagerand und mit bohrrandseitigen Dichtungen
durch in der Bohrung eingespannten Manschetten.
Die 1 zeigt in einer schematischen Darstellung
einen atmosphärischen Gas-Brennerkörper 1 im Halbschnitt, der
auf einen hochgebogenen Rand 2 einer Bohrung 3 in einer Glaskeramik-Kochfläche
4 aufgelegt ist.
Der Gas-Brennerkörper 1 besteht aus einem Brennertopf
1a, einem Brennerkranz 1b und einem Brennerdeckel 1c.
Die anderen, die verbrennungstechnischen Eigenschaften des Gasbrenners bestimmenden
Komponenten, wie Zündkerze und Flammenüberwachung, sowie die Gas-Zufuhr,
sind der Einfachheit halber nicht dargestellt.
Der Gas-Brennerkörper 1 mit all seinen, die verbrennungstechnischen
Eigenschaften bestimmenden Komponenten besitzt für alle in Frage kommenden
Kochflächenmaterialien eine einheitliche Basiskonstruktion und ist lediglich
im äußeren Randbereich entsprechend den spezifischen Einsatzbedingungen
unterschiedlich ausgestaltet. Im Fall der Ausführungsform nach 1
ist diese Randgestaltung durch den flanschartigen Auflagekragen 5 am Brennerkranz
1b realisiert.
Die Konstruktion ist dabei jeweils so getroffen, dass die Randgestaltung
nicht die eigentlichen verbrennungstechnischen Merkmale des Gasbrenners beeinflusst,
aber für die Ästhetik und die Anbindung in die jeweils einzubauende Kochfläche
von entscheidender Bedeutung ist.
Bei der in 1 dargestellten Randgestaltung
handelt es sich um eine sehr elegante und ästhetisch ansprechende Ausgestaltung,
die zudem für den Benutzer sehr reinigungsfreundlich ist. Zwischen dem hochgebogenen
Bohrungsrand 2 der Glaskeramik-Kochfläche 4 und dem Auflagekragen
5 des aufgesetzten Brenners, auch als Brennerflansch bezeichnet, ist vorzugsweise
eine temperaturbeständige Papierdichtung oder dergleichen eingelegt, die ein
Gleiten des Brennerflansches 5 über den aufgewölbten Bohrungsrand
2 bei Temperaturerwärmung zulässt, ohne dass es zu Schädigungen,
wie Abplatzen des Glaskeramikbohrungsrandes, kommt.
In der konstruktiven Auslegung des Brennerflansches 5 ist
dabei die unterschiedliche Wärmedehnung des eingesetzten Brenners und der Glaskeramik
zu berücksichtigen.
Der Brennerflansch kann auch durch einen unterhalb des Brennerkranzes
liegenden Vorsprung des Brennertopfes 1a gebildet sein.
Der Brennerflansch 5 kann zudem, wie in 2
dargestellt, noch eine den Rand 2 übergreifende Nase 6 haben,
die eine Zentrierung des Brenners im hochgebogenen Bohrungsrand ermöglicht.
Die Nase kann umlaufend ausgebildet sein; es ist auch denkbar, dass sie nur partiell
am Umfang vorgesehen ist.
In 2 ist weiterhin die zwischen Brennerflansch
5 und Bohrungsrand 2 einzubringende Papierauflage 7 angedeutet.
Die 3 zeigt eine Ausführungsform
eines Gasbrenners, bei der ein Brennerkörper 1 entsprechend
1 (bzw. ggf. entsprechend 2)
in eine Edelstahl- oder Stahlblechmulde 7 eingesetzt ist, indem der Brennerflansch
5 auf einen hochgebogenen flachen Rand 8 der Mulde 7
aufgesetzt ist, zweckmäßig unter Zwischenschaltung einer Papierdichtung
oder dergleichen.
Der Vergleich der Ausführungsformen nach den 1
und 2 mit derjenigen nach 3
zeigt die universelle Verwendbarkeit des Brennerkörpers bei
unterschiedlichen Kochflächenmaterialien, wobei in diesem Fall sogar die Randgestaltung
zumindest prinzipiell übereinstimmt. Die Entwicklung und Herstellung eines
spezifisch angepassten Brennerkörpers ist daher nicht mehr notwendig.
Die 4 zeigt eine weitere Ausführungsform,
bei der die Glas- oder Glaskeramik-Kochfläche 4 lediglich Bohrungen
3 zur Aufnahme des Brennerkörpers 1 besitzt, ansonsten im
Bohrungsbereich planeben ausgestaltet ist. Der hochgebogene Bohrungsrand
2 der Glaskeramik-Kochfläche 4 bei der Ausführungsform
nach den 1 und 2 wird
bei der Ausführung nach 4 quasi durch einen kragen-
oder flanschartigen, sich radial wie axial erstreckenden Rand 1d des Brennertopfes
1a ersetzt, mit dem der Brennerkörper 1 auf der planebenen
Kochfläche aufliegt. Der Brennerkragen 1d nimmt in einer Nut oder
Vertiefung 9 einen Dichtring 10 gegen von außen eindringendes
Wasser oder Überkochgut auf. Der Brennerkörper wird von unten über
nicht dargestellte Federn oder Klemmringe mit der Glaskeramikkochfläche verbunden.
Auch bei dieser Ausführungsform wird deutlich, dass sich der
Brennerkörper gegenüber den Ausführungen nach den 1
bis 3 nur durch die Randgestaltung unterscheidet.
Die 5 zeigt eine Ausführungsform
mit einem Brennerkörper 1, der eine im wesentlichen zylindrische Randgestaltung
aufweist, mit einem Rücksprung
1e im Brennertopf 1a, der eine kragenförmige Auflagefläche
für den Brennerkörper 1 auf der planebenen Glaskeramik-Kochfläche
4 bildet. In der Kontaktfläche zwischen Rücksprung und Kochfläche
ist zweckmäßig eine Dichtung 10 vorgesehen, welche die Bohrung
3 in der Glaskeramikplatte 4 gegen von außen eindringende
Flüssigkeit abdichtet. Die Befestigung des Brennerkörpers 1 und
zugleich der ästhetische Übergang vom Brennerkörper zur Glaskeramikplatte
erfolgt mittels eines abnehmbaren Überwurfringes 11. Dieser Überwurfring
besteht vorzugsweise aus einem emaillierten Stahlblech oder Edelstahl.
Es ist allerdings auch eine Ausführungsform mit einem gesinterten
oder gepressten Glas- oder Glaskeramikring, wie in 6
dargestellt, vorstellbar.
Die Ausführungsform nach 7 stellt
eine Variante der Ausführung nach 5 dar, bei der
der äußere Überwurfring 11 nicht abnehmbar ist, sondern
über einen vorspringenden Flansch 1f im Außenrand des Brenners
1 auf die Kochfläche 4 niedergedrückt wird. Hier wird
durch die Kontaktfläche 4a von Überwurfring und Glaskeramikkochfläche
1 eine zusätzliche Dichtfunktion erreicht.
Die Ausführungsform nach 8 stellt
eine weitere Variante der Ausführung nach 5 dar.
Bei dieser Ausgestaltung des Brennerrandes liegt der Überwurfring
11 auf einem Kragen 1a des Brennertopfes auf. Der Überwurfring
11 kann auch hier abgenommen werden. Die Auflage auf den Kragen ermöglicht,
dass der Überwurfring nicht zwangsläufig in Kontakt mit der Glas- oder
Glaskeramikkochfläche sein muss, sondern dass dazwischen ein kleiner Luftspalt
sein kann, was sich thermisch günstig auswirkt.
Die Ausführung nach 9 zeigt die
gleiche Ausgestaltung des Brennerrandes wie in 8, wobei
hier insbesondere der Überwurfring 11a deutlich breiter ausgestaltet
ist. Vorzugsweise sollte der Überwurfring 11a keinen Kontakt mit der
Kochfläche haben.
Diese Ausführungsform eignet sich insbesondere bei Verwendung
von vorgespanntem Glas als Kochfläche, da in diesem Fall der Überwurfring
11a wie ein Temperaturreflektor wirkt und so die Kochfläche vor zu
hoher Temperaturbelastung schützt.
10 zeigt eine Ausgestaltung des Brennerrandes vergleichbar
mit 4 mit einem sich axial wie radial erstreckenden
flansch- oder kragenartigen Rand
1d, der auf der Glaskeramik-Kochfläche 4 aufliegt. Bei dieser
Brennerausführung ist allerdings der oberseitige Brennerkopf für den Benutzer
abnehmbar und kann damit auf einfache Art und Weise gereinigt werden. Die Abdichtung
zum Kochgeräteinnern erfolgt über Manschetten 12, die in den
Bohrungsrand 3 über ober- und unterseitig jeweils zwischengelegte
Dichtungen 13, 14 eingeklemmt werden.