Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Verwendung eines Pulvergemisches
für Pulvermetallurgie als ein Einsatzmaterial eines Grünlings mit einer
ausreichenden Dichte und Festigkeit sogar vor dem Sinterungsverfahren und mit einer
ausgezeichneten Bearbeitbarkeit.
Die Pulvermetallurgie ist eine Technologie, die zur Herstellung von
Maschinenteilen und ölimprägnierten Lagerelementen aus einem Metallpulver
verwendet wird. Da sehr genaue Produkte effizient massenproduziert werden können,
ist die Pulvermetallurgie insbesondere in der Automobilindustrie und dergleichen
unentbehrlich. Bei dieser Pulvermetallurgie wird im allgemeinen ein Pulvergemisch,
einschließlich eines Metallpulvers, durch Kompression geformt und der resultierende
Grünling wird dann entwachst. Anschließend wird beispielsweise bei der
Pulvermetallurgie auf Eisenbasis der Preßling bei einer Temperatur von etwa
1.000°C bis etwa 1.300°C gesintert. Bei diesem Sinterungsverfahren bildet
das Metallpulvergemisch eine Legierung, wodurch die Festigkeit des Preßlings
erhöht wird. Ein Schneidvorgang wird dann auf dem resultierenden gesinterten
Preßling durchgeführt.
Jedoch weist ein solcher gesinterter Preßling eine unmäßig
hohe Festigkeit im Hinblick auf einen Schneidvorgang auf. Ferner wird die Haltbarkeit
eines Schneidwerkzeuges aufgrund der hohen Festigkeit des gesinterten Preßlings
verkürzt. Andererseits kann ein Grünling dem Schneidvorgang nicht vor
dem Sintern unterzogen werden, da der Grünling brüchig ist. Folglich ist
eine Technologie erwünscht, durch die die Festigkeit eines Grünlings vor
dem Sinterungsverfahren erhöht wird, so daß der Grünling anschließend
einem Schneidvorgang unterzogen und schließlich gesintert werden kann.
Ein Dokument von Tianjun Liu et al. (Funtai oyobi Funmatsu yakin (Journal
of the Japan Society of Powder and Powder metallurgy) Bd. 50, Nr. 11, S. 832–836
(2003)) offenbart ein Beispiel einer solchen Technologie. Gemäß dieser
Technologie wird ein Polymerschmiermittel zu einem Pulvergemisch zugegeben, das
ein Einsatzmaterial bildet, und ein Grünling aus dem resultierenden Pulvergemisch
wird bei einer Temperatur unter der Sintertemperatur erhitzt. Folglich kann die
Festigkeit des Preßlings nur durch diese Wärmebehandlung erhöht werden
und daher kann ein Schneidvorgang vor dem Sinterungsverfahren durchgeführt
werden. Jedoch kann, da ein Polymerschmiermittel als ein Schmiermittel verwendet
wird, seine Schmierfähigkeit während des Formpressens unzureichend sein.
Obwohl die Temperatur mit 190°C relativ gering ist, dauert es ferner etwa eine
Stunde, um die Wärmebehandlung zu beenden, bevor der Schneidvorgang durchgeführt
wird. Deshalb verringert diese Wärmebehandlung die Produktivität.
Bei der Pulvermetallurgie ist die Fließfähigkeit des Pulvergemisches
eines der wichtigsten Merkmale, wenn ein Pulvergemisch aus einem Vorratstrichter
entladen wird oder wenn eine Preßform mit dem Pulvergemisch gefüllt wird.
Speziell verursacht eine geringe Fließfähigkeit eines Pulvergemisches
die folgenden Probleme. Beispielsweise kann eine Aufbauchung an der oberen Seite
einer Entladungsöffnung eines Trichters auftreten, was zu Entladungsversagen
führt. Ebenso kann das Pulvergemisch einen Schlauch verstopfen, der den Trichter
mit einem Vorsatzteilbehälter verbindet. Ferner kann, selbst wenn ein Pulvergemisch
mit einer geringen Fließfähigkeit aus dem Schlauch zwangsweise entladen
wird, das Pulver eine Preßform nicht zufriedenstellend füllen, insbesondere
eine Preßform mit dünnen Wänden. Folglich kann ein zufriedenstellender
Preßling nicht gebildet werden. Aus diesen Gründen ist ein Rohpulver für
die Pulvermetallurgie mit ausgezeichneter Fließfähigkeit stark wünschenswert.
Obwohl sich der Gegenstand von dem der vorliegenden Erfindung unterscheidet,
ist die folgende Technologie zur Herstellung eines gebundenen Magneten bekannt:
Ein durch Wärme härtendes Harz wird zu einem magnetischen Pulver oder
dergleichen zugegeben, und eine Wärmebehandlung wird dann durchgeführt.
Folglich wird ein Preßling ohne Sintern gehärtet, während die magnetischen
Eigenschaften des Preßlings sichergestellt werden. Der resultierende Preßling
wird ohne weitere Behandlung verwendet. Folglich kann diese Herstellungstechnologie
eines gebundenen Magneten auf die Pulvermetallurgie angewendet werden. Jedoch können
bekannte Herstellungstechnologien von gebundenen Magneten als solche nicht auf die
Pulvermetallurgie angewendet werden.
Beispielsweise offenbaren die japanischen ungeprüften Patentanmeldungen
Veröffentlichungs-Nr. 4-284602 (Absatz Nr. 0007 und Beispiele), 6-112022 (Absätze
Nr. 0015 und 0016 und Beispiele), 6-188137 (Absätze Nr. 0015 und 0020 und Beispiele)
und 8-31677 (Absätze Nr. 0031 und 0033 und Beispiele) Verfahren zur Herstellung
eines gebundenen Magneten, bei dem ein Gemisch aus einer Pulverlegierung und einem
durch Wärme härtenden Harz (Bindemittel) als ein Einsatzmaterial verwendet
wird. Jedoch sind der Typ und der Teilchendurchmesser des durch Wärme härtenden
Harzes nicht ausführlich untersucht, da sich diese Technologien
auf einen gebundenen Magneten beziehen, und ihre Gegenstände unterscheiden
sich von dem Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Außerdem ist der Gehalt
an durch Wärme härtendem Harz aus Sicht der Anwendung auf die Pulvermetallurgie
relativ groß. Beispielsweise beträgt gemäß der japanischen ungeprüften
Patentanmeldung Veröffentlichungs-Nr. 4-284602 der Gehalt eines durch Wärme
härtenden Harzbindemittels 0,5 bis 4 Masse-%, bezogen auf eine Legierung. Gemäß
der japanischen ungeprüften Patentanmeldung Veröffentlichungs-Nr. 6-112022
werden 0,5 bis 5 Gewichtsteile (insbesondere 1 bis 3 Gewichtsteile) eines durch
Wärme härtenden Harzes zu 100 Gewichtsteilen eines magnetischen Pulvers
zugegeben. Jedoch beträgt in den Beispielen dieser Patentdokumente die Menge
eines durch Wärme härtenden Harzes in bezug auf die Gesamtmenge einer
Pulverlegierung 2 Masse-% oder mehr. Gemäß Untersuchungen, die durch die
Erfinder der vorliegenden Erfindung durchgeführt wurden, werden, wenn ein durch
Wärme härtendes Harz übermäßig zu einem Pulvergemisch für
die Pulvermetallurgie zugegeben wird, die Fließfähigkeit des Pulvers und
die Dichte des Grünlings verringert.
Gemäß der japanischen ungeprüften Patentanmeldung Veröffentlichungs-Nr.
10-303009 (Ansprüche) wird ein Epoxidharzpulver mit einem durchschnittlichen
Teilchendurchmesser von 50 &mgr;m oder weniger, das als ein Harzbindemittel verwendet
wird, mit einem magnetischen Pulver gemischt, um einen gebundenen Magneten zu formen.
Das Mischverhältnis des Epoxidharzpulvers zu dem magnetischen Pulver beträgt
0,1 bis 0,5 Masse-%. Ein anorganisches Additiv wird zu dem Pulvergemisch zugegeben,
um den Abrieb in einer Preßform während des Formens zu unterdrücken.
Jedoch wird in diesem Pulvergemisch eine Komponente, die die Festigkeit und Bearbeitbarkeit
des Preßlings verbessert, nicht in Betracht gezogen. Außerdem ist der
Gehalt dieses anorganischen Additivs sehr gering (20 bis 40 Masseprozent der Gesamtmenge
des Harzbindemittels, 0,02 bis 0,2 Masse-% der Gesamtmenge des magnetischen Pulvers).
Deshalb kann, selbst wenn das anorganische Additiv die Funktion zur Verbesserung
der Festigkeit des Preßlings oder dergleichen aufweist, die Funktion in einem
solchen geringen Gehalt nicht erfüllt werden.
US-A-5980603 offenbart die Verwendung eines durch Wärme härtenden
Harzes zur Herstellung von gepreßten und gehärteten Teilen.
Im Hinblick auf die oben beschriebene Situation ist es ein Gegenstand
der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren unter Verwendung eines Pulvergemisches
für die Pulvermetallurgie als ein Einsatzmaterial eines Grünlings bereitzustellen.
Aufgrund seiner ausgezeichneten Fließfähigkeit stellt das Pulvergemisch
eine hohe Produktivität bereit. Ferner weist ein Grünling unter Verwendung
des Pulvergemisches als ein Einsatzmaterial ausreichende Dichte und Festigkeit auf
und ist hinsichtlich der Bearbeitbarkeit ausgezeichnet. Deshalb kann ein Schneidvorgang
vor dem Sinterungsverfahren durchgeführt werden, und außerdem kann die
Haltbarkeit eines verwendeten Schneidwerkzeuges verlängert werden. Ebenso ist
es ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung, einen Grünling unter Verwendung
dieses Pulvergemisches als ein Einsatzmaterial für die Pulvermetallurgie bereitzustellen,
wobei der Grünling ausgezeichnete Festigkeit und dergleichen sogar vorm Sintern
aufweist.
Um die oben beschriebenen Probleme zu lösen, untersuchten die
Erfinder der vorliegenden Erfindung intensiv insbesondere die Zusammensetzung eines
Pulvergemisches für die Pulvermetallurgie und fanden folgendes heraus: Wenn
eine Komponente zum Verbessern der mechanischen Eigenschaften und ein durch Wärme
härtendes Harz zu einem Grundpulver zugegeben werden, und außerdem ein
entsprechendes durch Wärme härtendes Harz verwendet wird, kann ein Grünling
mit einer ausreichenden Dichte und Festigkeit hergestellt werden. Die vorliegende
Erfindung ist auf der Grundlage dieser Ergebnisse gemacht worden.
Speziell wird in der vorliegenden Erfindung ein Pulvergemisch-für-die-Pulvermetallurgie
als ein Einsatzmaterial eines Grünlings verwendet, und das Pulvergemisch umfaßt
ein Eisenpulver und/oder ein Eisenlegierungspulver, eine Komponente zum Verbessern
mechanischer Eigenschaften und ein durch Wärme härtendes Harzpulver. In
dem Pulvergemisch besteht das durch Wärme härtende Harzpulver aus mindestens
einem Harz, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus einem Harz auf Epoxy-Polyester-Basis,
einem Harz auf Epoxy-Basis und einem Harz auf Acryl-Basis. Außerdem beträgt
der durchschnittliche Teilchendurchmesser des durch Wärme härtenden Harzpulvers
100 &mgr;m oder weniger, und der Gehalt des durch Wärme härtenden Harzpulvers,
relativ zu der Gesamtmenge des Eisenpulvers und/oder des Eisenlegierungspulvers,
0,05 bis 1,0 Masse-%.
Das Pulvergemisch für die Pulvermetallurgie umfaßt bevorzugt
ferner ein Schmiermittel. Dies ist darauf zurückzuführen, daß das
Schmiermittel den Reibungskoeffizienten zwischen dem Grünling und einer Preßform
verringert. Infolgedessen können die Erzeugung von Preßformreibung und
eine Schädigung der Preßform unterdrückt werden. Das Schmiermittel
ist bevorzugt mindestens eine Verbindung, ausgewählt aus der Gruppe,
bestehend aus Ethylenbisstearamid, Stearamid, Zinkstearat und Lithiumstearat. Dies
ist darauf zurückzuführen, daß diese Verbindungen als eine zusätzliche
Komponente des Pulvergemisches für die Pulvermetallurgie ausgezeichnet sind.
Die Komponente zum Verbessern mechanischer Eigenschaften ist mindestens
eine Substanz, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Kupfer, Nickel, Chrom,
Molybdän, Graphit und Mangansulfid. Dies ist darauf zurückzuführen,
daß diese Substanzen in das Eisenpulver oder dergleichen während des Sinterungsverfahrens
diffundieren. Folglich kann die Härte oder die Zähigkeit des Preßlings
verbessert werden, oder die Bearbeitbarkeit des Preßlings kann verbessert werden.
Ferner wird ein Grünling, der durch das Verfahren der vorliegenden
Erfindung erhalten wird, aus dem oben beschriebenen Pulvergemisch für die Pulvermetallurgie
hergestellt werden.
Das Pulvergemisch für die Pulvermetallurgie, das in der vorliegenden
Erfindung verwendet wird, weist ausgezeichnete Fließfähigkeit und dergleichen
auf und stellt eine ausgezeichnete Produktivität bereit. Ferner kann ein Grünling
einem Schneidvorgang unterzogen werden, da der Grünling unter Verwendung dieses
Pulvergemisches als ein Einsatzmaterial eine ausreichende Dichte und Festigkeit
sogar vor dem Sintern aufweist. Außerdem kann, da der Grünling keine übermäßig
hohe Festigkeit aufweist, die Haltbarkeit eines verwendeten Schneidwerkzeugs verlängert
werden. Folglich sind das Pulvergemisch für die Pulvermetallurgie, das in der
vorliegenden Erfindung verwendet wird, und der Grünling, der das Pulvergemisch
als ein Einsatzmaterial verwendet, für industrielle Anwendungen aus der Sicht,
daß die Produktivität der Pulvermetallurgie verbessert werden kann, ausgezeichnet.
Ein Pulvergemisch für die Pulvermetallurgie, das in der vorliegenden
Erfindung verwendet wird, umfaßt ein Eisenpulver und/oder ein Eisenlegierungspulver,
eine Komponente zum Verbessern mechanischer Eigenschaften und ein durch Wärme
härtendes Harzpulver. Das durch Wärme härtende Harzpulver besteht
aus mindestens einem Harz, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus einem Harz
auf Epoxy-Polyester-Basis, einem Harz auf Epoxy-Basis und einem Harz auf Acryl-Basis;
der durchschnittliche Teilchendurchmesser des durch Wärme härtenden Harzpulvers
beträgt 100 &mgr;m oder weniger; und der Gehalt des durch Wärme härtenden
Harzpulvers, relativ zu der Gesamtmenge des Eisenpulvers und/oder des Eisenlegierungspulvers,
beträgt 0,05 bis 1,0 Masse-%.
Beispielsweise können kommerziell erhältliche, normale Eisenpulver
und/oder Eisenlegierungspulver, die für ein Material für die Metallurgie
verwendet werden, in der vorliegenden Erfindung verwendet werden.
Die Komponente zum Verbessern mechanischer Eigenschaften wird zugegeben,
um die mechanischen Eigenschaften zu verbessern, wie die Härte und die Zähigkeit
eines Preßlings, oder um die Bearbeitbarkeit des Preßlings durch Diffundieren
in ein Grundeisenpulver oder dergleichen während des Sinterungsverfahrens zu
verbessern. Beispiele der Komponente zum Verbessern mechanischer Eigenschaften umfassen
Metallpulver, die für Legierungen verwendet werden, wie Kupfer-, Nickel-, Chrom-
und Molybdänpulver; und anorganische Pulver, wie Graphit- und Mangansulfidpulver.
Diese Komponenten können allein oder in Kombinationen von zwei oder mehr Pulvern
verwendet werden. Die Komponente zum Verbessern mechanischer Eigenschaften kann
mit einem Eisenpulver oder dergleichen, falls verwendet, gemischt werden. Alternativ
kann beispielsweise Graphit gleichmäßig an einem Eisenpulver oder dergleichen
haften, mit einem Bindemittel dazwischen, falls eingesetzt.
Der Gehalt an Metallpulver, das für Legierungen verwendet wird
und als Komponente zum Verbessern mechanischer Eigenschaften dient, beträgt
0,1 bis 4 Masse-% (hierin nachstehend wird, wenn nicht anders angegeben, „Masse-%"
einfach durch „%" dargestellt), relativ zu der Gesamtmenge eines Grundeisenpulvers
oder dergleichen. Bei einem Gehalt von weniger als 0,1% kann keine zufriedenstellend
Verbesserung der mechanischen Eigenschaften aufgrund einer kleinen Menge an Diffusion
in das Grundpulver erreicht werden. Andererseits wird bei einem Gehalt von über
4% die Verbesserung der mechanischen Eigenschaften ebenso verringert. Außerdem
kann bei einem solch übermäßig hohen Gehalt ein Grünling mit
einer zufriedenstellenden Dichte nicht hergestellt werden, da die Komprimierbarkeit
beeinträchtigt wird. Der Gehalt an anorganischem Pulver, wie Graphit, beträgt
0,1% bis 1%, relativ zu der Gesamtmenge eines Grundeisenpulvers oder dergleichen.
Bei einem Gehalt von weniger als 0,1% kann die Verbesserung nicht zufriedenstellend
sein. Bei einem Gehalt über 1% können die mechanischen Eigenschaften beeinträchtigt
werden.
Das durch Wärme härtende Harzpulver, das in der vorliegenden
Erfindung verwendet wird, wird auf der Oberfläche oder innerhalb eines Grünlings
durch eine einfache Wärmebehandlung gehärtet, um die Bindungsfestigkeit
zwischen Grundeisenteilchen oder dergleichen zu erhöhen. Infolgedessen kann
sogar vor dem Sinterungsverfahren ein Schneidvorgang durchgeführt werden. Beispiele
des Materials des durch Wärme härtenden Harzpulvers der vorliegenden Erfindung
umfassen hauptsächlich (1) Harze auf Epoxy-Polyester-Basis, (2) Harze auf Epoxy-Basis,
(3) Harze auf Acryl-Basis und (4) Gemische, umfassend mindestens zwei von diesen.
Das durch Wärme härtende Harzpulver ist keine Flüssigkeit,
sondern muß ein Pulver sein, da es Fließfähigkeit während des
Herstellungsverfahrens eines Grünlings zeigen muß. Folglich können
Pulverbeschichtungen, die kein Pigment umfassen und farblos sind (d. h. klare Pulverbeschichtungen),
für das durch Wärme härtende Harzpulver verwendet werden.
Das „Harz auf Epoxy-Polyester-Basis" bezieht sich auf ein Epoxygruppen-enthaltendes
Harz, das mit einem Carbonsäuregruppen-enthaltenden Harz, das als ein Härtungsmittel
dient, vernetzt ist.
Beispiele des Epoxygruppen-enthaltenden Harzes umfassen Verbindungen
mit mindestens zwei Epoxygruppen pro Molekül. Spezieller umfassen Beispiele
des Epoxygruppen-enthaltenden Harzes Reaktionsprodukte eines Phenolharzes vom Novolaktyp
und Epichlorhydrin; Reaktionsprodukte eines Bisphenolharzes (A-, B-, F-Typen und
dergleichen) und Epichlorhydrin; Reaktionsprodukte eines Phenolharzes vom Novolaktyp,
eines Bisphenolharzes (A-, B-, F-Typen und dergleichen) und Epichlorhydrin; Reaktionsprodukte
eines Phenolharzes vom Novolaktyp und eines Bisphenolharzes (A-, B-, F-Typen und
dergleichen); Reaktionsprodukte einer Cresolverbindung, wie Cresolnovolak, und Epichlorhydrin;
Glycidylether, erhalten durch Umsetzen einer Alkoholverbindung, wie Ethylenglycol,
Propylenglycol, 1,4-Butandiol, Polyethylenglycol, Polypropylenglycol, Neopentylglycol
oder Glycerol, mit Epichlorhydrin; Glycidylester, erhalten durch Umsetzen einer
Carbonsäure, wie Bernsteinsäure, Adipinsäure, Phthalsäure, Terephthalsäure,
Hexahydrophthalsäure oder Trimellithsäure, mit Epichlorhydrin; Reaktionsprodukte
einer Hydroxycarbonsäure, wie p-Hydroxybenzoesäure oder &bgr;-Oxynaphthoesäure,
und Epichlorhydrin; Triglycidylisocyanurat und Derivate davon. Diese Epoxygruppen-enthaltenden
Harze können in Kombinationen von zwei oder mehr Harzen verwendet werden.
Das „Carbonsäuregruppen-enthaltende Polyesterharz" umfaßt
mindestens zwei Carbonsäuregruppen oder Carbonsäureanhydridgruppen. Beispiele
des Carbonsäuregruppen-enthaltenden Polyesterharzes umfassen Harze, erhalten
durch Kondensationspolymerisation unter Verwendung einer Säurekomponente, die
hauptsächlich aus einer Polycarbonsäure besteht, und einer Alkoholkomponente,
die hauptsächlich aus einem mehrwertigen Alkohol besteht.
Beispiele der Säurekomponente umfassen Terephthalsäure,
Isophthalsäure, Phthalsäure und Anhydride davon; aromatische Dicarbonsäure,
wie 2,6-Naphthalindicarbonsäure, 2,7-Naphthalindicarbonsäure und Anhydride
davon; gesättigte aliphatische Dicarbonsäuren, wie Bernsteinsäure,
Adipinsäure, Azelainsäure, Sebacinsäure, Dodecandicarbonsäure,
1,4-Cyclohexandicarbonsäure und Anhydride davon; Lactone, wie &ggr;-Butyrolacton
und &egr;-Caprolacton; aromatische Hydroxymonocarbonsäuren, wie p-Hydroxyethoxybenzoesäure;
und Hydroxycarbonsäuren, die diesen entsprechen. Diese Säurekomponenten
können in Kombinationen von zwei oder mehr Komponenten verwendet werden.
Beispiele der Alkoholkomponente umfassen Ethylenglycol, Diethylenglycol,
Triethylenglycol, 1,2-Propandiol, 1,3-Propandiol, 1,2-Butandiol, 1,3-Butandiol,
1,4-Butandiol, 1,2-Pentandiol, 2,3-Pentandiol, 1,4-Pentandiol, 1,5-Pentandiol, 1,4-Hexandiol,
1,5-Hexandiol, 2,5-Hexandiol, 1,4-Cyclohexandiol, 1,4-Cyclohexandimethanol, Alkylenoxidaddukte
von Bisphenol A, Alkylenoxidaddukte von Bisphenol S, Neopentylglycol, 3-Methyl-1,5-pentandiol,
1,2-Dodecandiol, 1,2-Octadecandiol, Trimethylolpropan, Glycerin und Pentaerythritol.
Diese Alkoholkomponenten können in Kombinationen von zwei oder mehr Komponenten
verwendet werden.
Das Molverhältnis der Gesamtmenge an Epoxygruppen in dem Epoxygruppenenthaltenden
Harz zu der Gesamtmenge an Säuregruppen in dem Carbonsäuregruppen-enthaltenden
Polyesterharz wird geeigneterweise gemäß der minimalen Schmelzviskosität
bestimmt. Im allgemeinen beträgt das Molverhältnis bevorzugt 1/1 bis 1/0,5
und stärker bevorzugt 1/0,8 bis 1/0,6.
Das „Harz auf Epoxy-Basis" bezieht sich auf ein Epoxygruppen-enthaltendes
Harz, das mit einem Aminhärtungsmittel oder einem Säurehärtungsmittel
vernetzt ist. Dieselben Epoxygruppen-enthaltenden Harze wie die, die als eine Komponente
des obigen Harzes auf Epoxy-Polyester-Basis beschrieben sind, können für
dieses Epoxygruppen-enthaltend Harz verwendet werden.
Beispiele des Aminhärtungsmittels umfassen kettenaliphatische
Amine, wie Ethylendiamin, Diethylentriamin, Triethylentetramin, Tetraethylenpentamin,
Dipropylendiamin, Diethylaminopropylamin und Hexamethylendiamin; cyclische aliphatische
Amine, wie Menthandiamin, Isophorondiamin, Bis(4-amino-3-methylcyclohexyl)methan,
Diaminocyclohexylmethan, Bis(aminomethyl)cyclohexan, N-Aminoethylpiperazin und 3,9-Bis(3-aminopropyl)2,4,8,10-tetraoxaspiro[5.5]undecan;
und aromatische Amine, wie m-Xyloldiamin, Metaphenylendiamin, Diaminodiphenylmethan,
Diaminodiphenylsulfon und Diaminodiethyldiphenylmethan.
Beispiele des Säurehärtungsmittels umfassen aliphatische
Säureanhydride, wie Dodecenylbernsteinsäureanhydrid, Polyadipinsäureanhydrid,
Polyazelainsäureanhydrid, Polysebacinsäureanhydrid, Poly(ethyloctadecandisäure)anhydrid
und Poly(phenylhexadecandisäure)anhydrid; alicyclische Säureanhydride,
wie Methyltetrahydrophthalsäureanhydrid, Methylhexahydrophthalsäureanhydrid,
Methyl-3,6-endomethylen-tetrahydro-phthalsäureanhydrid (Methyl Himic Anhydride),
Hexahydrophthalsäureanhydrid, Tetrahydrophthalsäureanhydrid, ein Trialkyltetrahydrophthalsäureanhydrid
und Methylcyclohexendicarbonsäureanhydrid; aromatische Säureanhydride,
wie Phthalsäureanhydrid, Trimellithsäureanhydrid, Pyromellithsäureanhydrid,
Benzophenontetracarbonsäureanhydrid, Ethylenglycolbistrimellitat und Glyceroltristrimellitat;
und Halogen-enthaltende Säureanhydride, wie Het-Säureanhydrid und Tetrabromphthalsäureanhydrid.
Das „Harz auf Acryl-Basis" bezieht sich auf ein Acrylharz mit
einer Glycidylgruppe in der Seitenkette, wobei das Acrylharz mit einer zweiwertigen
Säure, die als ein Härtungsmittel dient, vernetzt ist.
Beispiele eines Monomers, das das „Acrylharz mit einer Glycidylgruppe
in der Seitenkette" bildet, umfassen Glycidylacrylat, Glycidylmethacrylat, &bgr;-Methylglycidylacrylat
und &bgr;-Methylglycidylmethacrylat. Diese Monomere können in Kombinationen
von zwei oder mehr Monomeren verwendet werden. Alternativ können diese Monomere
mit einem anderen Monomer copolymerisiert werden, um das Acrylharz herzustellen.
Beispiele des anderen Monomers umfassen Alkylvinylether, wie Ethylvinylether, Propylvinylether,
Butylvinylether, Isobutylvinylether und Cyclohexylvinylether; Ester einer Alkylcarbonsäure
und Vinylalkohol, wie Vinylacetat, Vinylpropionat, Vinylbutyrat, Vinylisobutyrat,
Vinylvalerat und Vinylcyclohexancarboxylat; Alkylallylether, wie Ethylallylether,
Propylallylether, Butylallylether, Isobutylallylether und Cyclohexylallylether;
Alkylallylester, wie Ethylallylester, Propylallylester, Butylallylester, Isobutylallylester
und Cyclohexylallylester; Alkene, wie Ethylen, Propylen, Butylen und Isobutylen;
Acrylverbindungen; Ester von Acrylsäure oder Methacrylsäure, wie Ethylacrylat,
Propylacrylat, Butylacrylat, Isobutylacrylat, 2-Ethylhexylacrylat, Ethylmethacrylat,
Propylmethacrylat, Butylmethacrylat, Isobutylmethacrylat und 2-Ethylhexylmethacrylat;
Styrol und Derivate davon, wie Styrol und &agr;-Methylstyrol; Acrylamide, wie
Acrylamid und Methacrylamid; Acrylnitrile, wie Acrylnitril und Methacrylnitril;
Halogen-enthaltende Vinylmonomere und Silicium-enthaltende Vinylmonomere. Diese
Monomere können in Kombinationen von zwei oder mehr Monomeren verwendet werden.
Die oben beschriebenen Monomere werden polymerisiert und dann mit
einer zweiwertigen Säure vernetzt, um das Harz auf Acryl-Basis herzustellen,
das in der vorliegenden Erfindung verwendet wird. Dieselben Säurehärtungsmittel
wie die, die in dem Harz auf Epoxy-Basis verwendet werden, können als diese
zweiwertige Säure verwendet werden.
Zusätzlich zu den obigen Harzen kann ein anderes Harz zugegeben
werden. Beispiele des anderen Harzes umfassen Harze auf Polyurethan-Basis, hergestellt
durch Härten eines Hydroxylgruppen-enthaltenden Polyesterharzes mit einem Isocyanathärtungsmittel,
eines Harzes auf Polyester-Basis, hergestellt durch Härten eines Carboxylgruppen-enthaltenden
Polyesterharzes mit Triglycidylisocyanat oder dergleichen, Harze, hergestellt durch
Härten eines Hydroxylgruppen-enthaltenden Polyesterharzes mit einem Acrylharz
mit einer Isocyanatgruppe in der Seitenkette, und Harze, hergestellt durch Härten
eines Carboxylgruppen-enthaltenden Polyesterharzes mit einem Acrylharz mit einer
Glycidylgruppe in der Seitenkette.
Der durchschnittliche Teilchendurchmesser des durch Wärme härtenden
Harzpulvers beträgt 100 &mgr;m oder weniger. Wenn ein durch Wärme härtendes
Harzpulver mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser über 100 &mgr;m
verwendet wird, ist es schwierig, die gesamten Grundeisenteilchen oder dergleichen
mit dem Harz, das durch eine Wärmebehandlung geschmolzen wird, zu beschichten.
In einem solchen Fall kann die Festigkeit eines Preßlings nicht zufriedenstellend
verbessert werden. Der durchschnittliche Teilchendurchmesser des durch Wärme
härtendes Harzpulvers beträgt stärker bevorzugt 80 &mgr;m oder
weniger, insbesondere 60 &mgr;m oder weniger. Obwohl die untere Grenze nicht besonders
eingeschränkt ist, beträgt die untere Grenze im allgemeinen etwa 30 &mgr;m.
In bezug auf den „durchschnittlichen Teilchendurchmesser" in der vorliegenden
Erfindung sollte, wenn ein kommerziell erhältliches Harzpulver verwendet wird,
der Wert, der in einem Katalog oder dergleichen beschrieben ist, als der durchschnittliche
Teilchendurchmesser betrachtet werden. Wenn der durchschnittliche Teilchendurchmesser
nicht bekannt ist, wird die Teilchengrößenverteilung durch einen normalen
Teilchengrößenverteilungsanalysator gemessen. Folglich wird der Teilchendurchmesser
bei dem kumulativen Wert von 50% (D50) von dem kleinsten Teilchendurchmesser
aus dem Ergebnis bestimmt und als der durchschnittliche Teilchendurchmesser definiert.
Der Gehalt an Harzpulver beträgt 0,05% bis 1,0%, relativ zu der
Gesamtmenge eines Eisenpulvers und/oder eines Eisenlegierungspulvers. Bei einem
Harzpulvergehalt von weniger als 0,05% kann die Festigkeit eines Grünlings
nicht zufriedenstellend verbessert werden, und der Schneidvorgang vor dem Sinterungsverfahren
kann nicht durchgeführt werden. Andererseits wird bei einem Harzpulvergehalt
über 1,0% die Fließfähigkeit eines Pulvergemisches verringert, wodurch
die Produktivität verringert wird. In einem solchen Fall wird die Dichte eines
Grünlings ebenso verringert.
Einige der kommerziell erhältlichen Harzpulver umfassen ein Pigment
für den Zweck der Färbung. Ein kommerziell erhältliches Harzpulver,
einschließlich eines Pigments, kann für das Harzpulver in der vorliegenden
Erfindung verwendet werden. Jedoch wird, da das Pigment eine nachteilige Wirkung
auf die Festigkeit eines Grünlings haben kann, ein pigmentfreies Harzpulver
bevorzugt verwendet werden.
Ein Schmiermittel kann zu dem Pulvergemisch für die Pulvermetallurgie
der vorliegenden Erfindung zugegeben werden. Das Schmiermittel verringert den Reibungskoeffizienten
zwischen dem Grünling und einer Preßform, wodurch die Erzeugung der Preßformreibung
und eine Schädigung der Preßform unterdrückt werden. Bevorzugte Beispiele
des Schmiermittels, das in der vorliegenden Erfindung verwendbar ist, umfassen Ethylenbisstearamid,
Stearamid, Zinkstearat, Lithiumstearat und Gemische aus mindestens zwei von diesen.
Diese Schmiermittel, falls verwendet, sollten gemäß dem beabsichtigten
Zweck des Preßlings ausgewählt sein.
Der Gehalt des Schmiermittels beträgt 0,05% bis 1,0%, relativ
zu der Gesamtmenge eines Grundeisenpulvers oder dergleichen. Bei einem Gehalt von
weniger als 0,05% kann die Schmierfähigkeit unzureichend sein. Bei einem Gehalt
über 1,0% kann das Härten eines Harzpulvers nicht zufriedenstellend durchgeführt
werden, und die Fließfähigkeit des Pulvergemisches kann unzureichend sein.
Das oben beschriebene Pulvergemisch für die Pulvermetallurgie,
das in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, wird durch ein normales Verfahren
geformt, um einen Grünling herzustellen. Beispielsweise wird eine Preßform
mit dem Pulvergemisch gefüllt, und ein Druck von 5 bis 7 t/cm2 (490
bis 686 MPa) wird angelegt. Anschließend wird eine Wärmebehandlung durchgeführt,
damit das durch Wärme härtende Harzpulver gehärtet wird, um die Festigkeit
des Grünlings zu erhöhen. Obwohl die Bedingungen für die Wärmebehandlung
hauptsächlich von dem Typ des zugegebenen durch Wärme härtenden Harzpulvers
abhängen, wird die Wärmebehandlung im allgemeinen bei lediglich etwa 150°C
bis etwa 200°C für 10 bis 30 Minuten durchgeführt (stärker bevorzugt
15 bis 20 Minuten).
Im allgemeinen kann ein Grünling einem Schneidvorgang vor dem
Sintern nicht unterzogen werden, da der Grünling brüchig ist. Jedoch weist
beispielsweise, wenn das Pulvergemisch für die Pulvermetallurgie der vorliegenden
Erfindung bei einem Druck von 5 t/cm2 (490,3 MPa) geformt wird, der resultierende
Grünling eine Festigkeit von mindestens 30 MPa auf, gemessen gemäß
dem Standard M09-1992 der Japan Powder Metallurgy Association (JPMA). Daher kann
die Verwendung des Pulvergemisches für die Pulvermetallurgie der vorliegenden
Erfindung als ein Einsatzmaterial einen Grünling bereitstellen, der einem Schneidvorgang
unterzogen werden kann. Mit anderen Worten kann, da der Grünling, erhalten
durch die vorliegende Erfindung, eine ausreichende Dichte und Festigkeit noch vor
dem Sinterungsverfahren aufweisen, der Grünling einem Schneidvorgang unterzogen
werden, und außerdem kann die Haltbarkeit eines verwendeten Schneidwerkzeuges
verlängert werden.
Die vorliegende Erfindung wird nun durch die Beispiele ausführlicher
beschrieben, aber der Umfang der vorliegenden Erfindung ist durch diese Beispiele
nicht eingeschränkt.
BEISPIELEBEISPIEL 1
Ein reines Eisenpulver (Markenname: „Atomel 300M" von Kobe
Steel, Ltd.) wurde als ein Grundmetallpulver verwendet. Ein kommerziell erhältliches
Kupferpulver (2,0 Masse-% der Menge des reinen Eisenpulvers) (hierin nachstehend
wird „Masse-%" einfach als „%" bezeichnet), ein Graphitpulver (0,8%),
Ethylenbisstearamid (0,75%) und eine klare Pulverbeschichtung (0,3%), bestehend
aus einem Harz auf Epoxy-Polyester-Basis (Konac Nr. 2700 von BASF
NOF Coatings Co., Ltd., ein Harz, hergestellt durch Umsetzen eines Epoxyharzes mit
einem zweiwertigen Säurepolyester, durchschnittlicher Teilchendurchmesser:
40 &mgr;m), wurden zu dem reinen Eisenpulver zugegeben. Das Gemisch wurde bei
einer hohen Geschwindigkeit mit einem Mischer mit Schaufeln gerührt. Die Schüttdichte
des resultierenden Pulvergemisches wurde gemäß Japanese Industrial Standard
(JIS) Z2504 gemessen. Die Fließgeschwindigkeit wurde ebenso gemäß
JIS Z2502 gemessen.
Ein Grünling mit einem Durchmesser von 11,3 mm und einer Höhe
von 10 mm wurde bei einem Druck von 5 t/cm2 (490,3 MPa) gemäß
dem Standard 1-64 der Japan Society of Powder and Powder Metallurgy (JSPM) (ein
Metallpulver-Komprimierbarkeits-Testverfahren) unter Verwendung des obigen Pulvergemisches
als ein Einsatzmaterial hergestellt. Der Grünling wurde bei 170°C für
15 Minuten erhitzt. Die Dichte des Grünlings wurde dann gemessen. Ebenso wurde
die Festigkeit des Grünlings gemäß JPMA M09-1992 gemessen.
Ferner wurde ein Grünling mit einem Durchmesser von 25 mm und
einer Höhe von 15 mm bei einem Oberflächendruck von 490 MPa unter Verwendung
des obigen Pulvergemischs als ein Einsatzmaterial hergestellt, um eine Entformungskraft
zu messen, die ein Indikator der Schmierfähigkeit ist. Speziell wurde der Abzugsdruck
durch Teilen der Ladung, die für das Abziehen des Grünlings aus der Preßform
während des Formens erforderlich ist, durch die Kontaktfläche zwischen
der Preßform und dem Grünling berechnet. Diese Proben werden als Nr. 1
bezeichnet, und die Ergebnisse werden in Tabelle 1 gezeigt.
BEISPIEL 2
Ein Pulvergemisch wurde wie in Beispiel 1 hergestellt, außer
daß eine klare Pulverbeschichtung, bestehend aus einem Harz auf Acryl-Basis
(Konac Nr. 4600 von BASF NOF Coatings Co., Ltd., ein Harz, hergestellt durch Vernetzen
eines Acrylharzes mit einer Glycidylgruppe in der Seitenkette mit einer zweiwertigen
Säure, durchschnittlicher Teilchendurchmesser: 40 &mgr;m) anstelle der klaren
Pulverbeschichtung verwendet wurde, die aus dem Harz auf Epoxy-Polyester-Basis bestand,
das in Beispiel 1 verwendet wurde. Ferner wurde ein Grünling wie in Beispiel
1 hergestellt, außer daß der Grünling bei 180°C für 15
Minuten erhitzt wurde. Diese Proben werden als Nr. 2 bezeichnet. Die Schüttdichte
des Pulvergemisches, die Dichte des Grünlings und dergleichen wurden wie in
Beispiel 1 gemessen. Tabelle 1 zeigt die Ergebnisse.
Ein Pulvergemisch und ein Grünling aus dem Pulvergemisch wurden
wie in Beispiel 1 hergestellt, außer daß eine klare Pulverbeschichtung,
bestehend aus einem Harz auf Epoxy-Basis (Konac Nr. 3700 von BASF NOF Coatings Co.,
Ltd., ein Harz, hergestellt durch Härten eines nicht gehärteten Epoxyharzes
mit einem Aminhärtungsmittel, durchschnittlicher Teilchendurchmesser: 40 &mgr;m),
als ein durch Wärme härtendes Harzpulver verwendet wurde und der Grünling
bei 160°C für 15 Minuten erhitzt wurde. Diese Proben werden als Nr. 3
bezeichnet. Die Schüttdichte des Pulvergemisches und dergleichen wurden durch
dieselben Verfahren gemessen. Tabelle 1 zeigt die Ergebnisse.
BEISPIEL 3
Pulvergemische und Grünlinge aus den Pulvergemischen wurden wie
in Beispiel 1 hergestellt, außer daß der Gehalt der klaren Pulverbeschichtung,
bestehend aus dem Harz auf Epoxy-Polyester-Basis (Konac Nr. 2700 von BASF NOF Coatings
Co., Ltd., durchschnittlicher Teilchendurchmesser: 40 &mgr;m) 1,0% (Nr. 4) oder
0,1% (Nr. 5) betrug. Die Schüttdichte der Pulvergemische und dergleichen wurde
wie in Beispiel 1 gemessen. Tabelle 1 zeigt die Ergebnisse.
VERGLEICHSBEISPIEL 1
Pulvergemische und Grünlinge aus den Pulvergemischen wurden wie
in Beispiel 1 hergestellt, außer daß die klare Pulverbeschichtung, bestehend
aus dem Harz auf Epoxy-Polyester-Basis (Konac Nr. 2700 von BASF NOF Coatings Co.,
Ltd., durchschnittlicher Teilchendurchmesser: 40 &mgr;m), nicht enthalten war
(Nr. 6), oder der Gehalt der klaren Pulverbeschichtung, bestehend aus dem Harz auf
Epoxy-Polyester-Basis (Konac Nr. 2700 von BASF NOF Coatings Co., Ltd., durchschnittlicher
Teilchendurchmesser: 40 &mgr;m) 0,03% (Nr. 7) oder 1,2% (Nr. 8) betrug.
Ferner wurden die Pulvergemische und Grünlinge aus den Pulvergemischen
wie in Beispiel 1 hergestellt, außer das der durchschnittliche Teilchendurchmesser
der klaren Pulverbeschichtung, bestehend aus dem Harz auf Epoxy-Polyester-Basis,
150 &mgr;m (Nr. 9) oder 250 &mgr;m (Nr. 10) anstelle von 40 &mgr;m betrug.
Die Schüttdichte dieser Pulvergemische und dergleichen wurde
wie in Beispiel 1 gemessen. Tabelle 1 zeigt die Ergebnisse.
Tabelle 1
Die Ergebnisse zeigten, daß die Grünlinge, bestehend aus
einem Pulvergemisch für die Pulvermetallurgie, das kein Harzpulver enthielt,
oder einem Pulvergemisch für die Pulvermetallurgie, bei dem der Gehalt eines
Harzpulvers weniger als die in der vorliegenden Erfindung spezifizierte Menge betrug,
eine unzureichende Festigkeit aufwiesen und einem Schneidvorgang nicht unterzogen
werden konnten (Nr. 6 und 7). Die Grünlinge, bestehend aus einem Pulvergemisch,
bei dem der durchschnittliche Teilchendurchmesser des Harzpulvers den Bereich in
der vorliegenden Erfindung überschritt, zeigten ebenso dieselben Ergebnisse
(Nr. 9 und 10). Außerdem wies, wenn der Gehalt des Harzpulvers den in der vorliegenden
Erfindung spezifizierten Bereich überschritt, der Grünling eine zufriedenstellende
Festigkeit auf, aber eine niedrige Dichte. Dieser Grünling war ebenso nicht
für einen Schneidvorgang geeignet, und außerdem wies das Pulvergemisch
selbst geringe Fließfähigkeit auf (Nr. 8).
Im Gegensatz dazu wiesen die Pulvergemische für die Pulvermetallurgie,
enthaltend ein Harzpulver innerhalb des in der vorliegenden Erfindung spezifizierten
Gehaltbereiches, ausgezeichnete Fließfähigkeit auf, und Grünlinge
aus diesen Pulvergemischen wiesen eine ausreichende Dichte und Festigkeit auf, und
waren daher für einen Schneidvorgang geeignet. Diese Beispiele zeigen, daß
gemäß der vorliegenden Erfindung, da der Grünling eine ausreichende
Dichte und Festigkeit sogar vor dem Sinterungsverfahren aufweist, der Grünling
einem Schneidvorgang unterzogen werden kann, und außerdem die Haltbarkeit eines
verwendeten Schneidwerkzeuges verlängert werden kann.
Anspruch[de]
Verfahren zur Herstellung eines Grünkörperkompakts bzw. Grünlings,
umfassend das Formen eines Pulvergemisches, umfassend:
ein Eisenpulver und/oder ein Eisenlegierungspulver,
eine Komponente zum Verbessern mechanischer Eigenschaften, welche mindestens eine
Substanz, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Kupfer, Nickel, Chrom, Molybdän,
Graphit und Mangansulfid, ist, und
ein durch Wärme härtendes Harzpulver, wobei das durch Wärme härtende
Harzpulver mindestens ein Harz, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus einem
Harz auf Epoxy-Polyester-Basis, einem Harz auf Epoxy-Basis und einem Harz auf Acryl-Basis,
umfaßt,
wobei der durchschnittliche Teilchendurchmesser des durch Wärme härtenden
Harzpulvers 100 &mgr;m oder weniger beträgt, und wobei der Gehalt des durch
Wärme härtenden Harzpulvers, relativ zu der Gesamtmenge des
Eisenpulvers und/oder des Eisenlegierungspulvers, 0,05 bis 1,0 Masse-% beträgt,
und
das Härten des geformten Pulvergemisches durch eine Wärmebehandlung.Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei das Pulvergemisch weiter
ein Schmiermittel umfaßt.Verfahren gemäß Anspruch 2, wobei das Schmiermittel mindestens
eine Verbindung, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Ethylenbisstearamid,
Stearamid, Zinkstearat und Lithiumstearat, ist.