GEBIET DER ERFINDUNG
Diese Erfindung betrifft Flammensimulationseinheiten für den
Betrieb in elektrischen oder Gas-Feuerstellen und insbesondere eine Flammensimulationseinheit
mit einer Blende, deren vorderseitige Fläche mit einem Muster versehen ist.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
In US-Patent Nr. 6,050,011 (Hess et al.) wird eine Flammensimulationseinheit
offenbart, bei der im Siebdruckverfahren aufgebrachte Punkte auf einer Blende mit
einer teilweise reflektierenden vorderseitigen Fläche in Bezug auf entsprechende
Punkte an einer innenseitigen Fläche einer transparenten Frontplatte positioniert
sind, um die Illusion einer Ziegelmauer zu schaffen. Damit der Ziegelmauer-Illusionseffekt
jedoch funktionieren kann, ist die vor der Blende angeordnete innenseitige Fläche
erforderlich, wobei ein Betrachter durch die innenseitige Fläche die Blende
sehen kann. Wie in US-Patent Nr. 6,050,011 offenbart, kann die innenseitige Fläche
einer im allgemeinen transparenten Frontplatte der Flammensimulationseinheit hierfür
verwendet werden.
Unter gewissen Umständen verfügen jedoch elektrische oder
Gas-Feuerstellen nicht über eine transparente Frontplatte. Wenn beispielsweise
aufgrund räumlicher Einschränkungen die Tiefe der elektrischen oder Gas-Feuerstelle
begrenzt ist, verfügt die Feuerstelle nicht über eine transparente Frontplatte.
Zudem führen die in US-Patent Nr. 6,050,011 offenbarten zusätzlichen Elemente,
die zur Erzielung des Ziegelmauer-Illusionseffektes erforderlich sind, zu leicht
erhöhten Herstellungskosten.
Daher besteht die Notwendigkeit einer Flammensimulationseinheit, die
das äußere Erscheinungsbild von Ziegelsteinen in einer Feuerstelle simulieren.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Im weiten Sinne der vorliegenden Erfindung wird eine Flammensimulationseinheit
mit einem simulierten Feuerbett, einer Lichtquelle und einer Blende bereitgestellt.
Die Lichtquelle ist betriebsbereit, um ein Bild von Flammen zu erzeugen, die den
Anschein haben, von dem simulierten Feuerbett emittiert zu werden. Zudem hat die
Blende eine vorderseitige Fläche, die hinter dem simulierten Feuerbett zum
Übertragen des Bildes der Flammen durch die vorderseitige Fläche angeordnet
ist. Ebenso weist die Blende ein Muster zum Simulieren des äußeren Erscheinungsbildes
von Ziegelsteinen für den Betrachter des Bildes der Flammen auf.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen besser verstanden,
in denen:
1 eine isometrische Ansicht der bevorzugten Ausführungsform
einer Flammensimulationseinheit ist;
2 eine Vorderansicht der Flammensimulationseinheit
nach 1 ist;
3 ein Schnitt entlang der Linie A-A in 2
ist; und
4 eine Vorderansicht einer anderen Ausführungsform
der Flammensimulationseinheit ist.
KURZE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM(EN)
Zunächst wird auf 1 Bezug genommen,
um eine bevorzugte Ausführungsform einer Flammensimulationseinheit zu beschreiben,
welche in Übereinstimmung mit der Erfindung allgemein mit dem Bezugszeichen
10 bezeichnet ist. Wie in den 1 bis
3 zu erkennen ist, beinhaltet die Flammensimulationseinheit
10 ein simuliertes Feuerbett 12, eine Lichtquelle 14
und eine Blende 16. Bei der bevorzugten Ausführungsform ist die Lichtquelle
14 betriebsbereit, um ein Bild von Flammen zu erzeugen, die den Anschein
haben, von dem simulierten Feuerbett 12 emittiert zu werden. Die Blende
16 hat eine vorderseitige Fläche 18, die hinter dem simulierten
Feuerbett 12 angeordnet ist, um das Bild der Flammen durch die vorderseitige
Fläche 18 zu übertragen. Die Blende 16 weist ein Muster
20 zum Simulieren des äußeren Erscheinungsbildes von Ziegelsteinen
für einen Betrachter (nicht dargestellt) des Bildes der Flammen auf.
Wie in den 1 bis 3
zu sehen ist, weist die Flammensimulationseinheit 10 ein Gehäuse
22, an dem die Komponenten auf, welche die Flammensimulationseinheit
10 umfassen , direkt oder indirekt auf jede geeignete Weise angebracht
sind. Die bevorzugte Ausführungsform der Flammensimulationseinheit
10 kann eine transparente Frontplatte in einer Vertiefung 23 beinhalten,
die an der Vorderseite des Gehäuses 22 angeordnet ist.
Vorzugsweise ist die vorderseitige Fläche 18 teilweise
reflektierend, um ein Bild des simulierten Feuerbetts 12 zu reflektieren.
Wie in den US-Patenten Nr. 4,965,707, 5,642,580 und 6,050,011 offenbart, verfügt
die Blende 16 darüberhinaus über eine rückseitige Fläche
oder ein Element 24, das hinter der teilweise reflektierenden vorderseitigen
Fläche 18 angeordnet ist, zum Streuen und Übertragen von Licht
durch die teilweise reflektierende vorderseitige Fläche
18. Das Muster 20 ist vorzugsweise vor der rückseitigen Fläche
24 angeordnet.
Wie in US-Patent 4,965,707 beschrieben, kann die teilweise reflektierende
vorderseitige Fläche 18 aus Glas oder irgendeinem anderen geeigneten
Material wie Acryl oder Plexiglas, das vorzugsweise hell versilbert ist, hergestellt
werden. Die rückseitige Fläche 24 kann eine Rückfläche
aus der Materialschicht, die auch die teilweise reflektierende vorderseitige Fläche
aufweist, oder ein rückseitiges Element aufweisen, das beispielsweise über
eine Schicht aus Glas oder einem anderen geeigneten Material verfügt, das geätzt,
abgeschliffen, satiniert oder anderweitig so beschaffen oder behandelt ist, so daß
es Licht streut, das hierdurch übertragen wird.
Vorzugsweise wird das Muster 20 auf der vorderseitigen Fläche
18 angeordnet. Das Muster 20 kann auf die vorderseitige Fläche
18 mit jedem geeigneten Verfahren gemalt oder gedruckt werden. Das Muster
20 kann beispielsweise gesiebdruckt, typographiert, lithographiert, graviert
oder auf andere Weise auf der vorderseitigen Fläche 18 angeordnet
werden. Das Muster 20 könnte unter Verwendung von Tinte, Farbe oder
Ähnlichem in Farbe oder, alternativ hierzu, schwarzweiß angeordnet werden.
Vorzugsweise wird das Muster 20 auf der vorderseitigen Fläche
18 mit schwarzer und grauer Tinte im Siebdruckverfahren aufgebracht. Das
Muster 20 wird vorzugsweise angebracht, um das äußere Erscheinungsbild
einer Wand aus Ziegelsteinen zu simulieren und wird gezeichnet oder gedruckt, so
daß durch das Muster 20 Tiefe vorgetäuscht wird.
Wie angegeben, wird das Muster 20 angeordnet, um das äußere
Erscheinungsbild von Schamottesteinen, einer äußerst hitzebeständigen
Ziegelart aus hochfeuerfestem Ton, die zur Einfassung von Öfen, Kaminen und
Feuerstellen eingesetzt wird, zu simulieren. Alternativ kann das Muster
20 zur Simulation des äußeren Erscheinungsbildes jedes anderen
geeigneten Gegenstandes bzw. aller anderen geeigneten Gegenstände ausgebildet
werden.
Das simulierte Feuerbett 12 kann aus jedem geeigneten Material
hergestellt werden. Vorzugsweise umfaßt das simulierte Feuerbett
12 ein simuliertes Glutbett 26 und eine Vielzahl simulierter Brennstoffelemente
28. Vorzugsweise ist das simulierte Glutbett 26 so ausgebildet,
daß es die simulierten Brennstoffelemente 28 aufnehmen kann, wie im
kanadischen Patent Nr. 2,310,362 beschrieben. Die 1
bis 3 zeigen eine Vielzahl simulierter Brennstoffelemente
28 in Form von simulierten Holzscheiten. Alternativ können die simulierten
Brennstoffelemente 28 in einer Form ausgebildet sein, die groben Würfelkohlen
gleicht (nicht abgebildet).
Wie in 3 abgebildet, umfaßt die
bevorzugte Ausführungsform der Flammensimulationseinheit 10 auch ein
Flackerelement 30 und ein Flammeneffektelement 32. Das Flackerelement
30 ist in einem Weg des Lichtes, das von der Lichtquelle 14 auf
die rückseitige Fläche 24 übertragen wird, angeordnet, so
daß das Licht flackert, um ein Bild von Flammen zu erzeugen. Vorzugsweise und
wie in US-Patent Nr. 5,642,580 offenbart, umfaßt das Flackerelement
30 eine Mehrzahl von Streifen 34 aus im wesentlichen reflektierendem
Material, welche um eine Achse 36 angeordnet sind und sich radial nach
außen von der Achse 36 erstrecken. Wenn die Flammensimulationseinheit
10 in Betrieb ist, wird das Flackerelement 30 mit jeglichem geeigneten
Mittel wie einem Rotor (nicht abgebildet) um die Achse 36 gedreht.
In der bevorzugten Ausführungsform besteht das Flammeneffektelement
32 vorzugsweise aus Blech oder jedem anderen geeeigneten Material, wie
in US-Patent Nr. 6,047,489 offenbart. Das Flammeneffektelement 32 ist in
einem Weg des flackernden Lichtes aus der Lichtquelle 14 angeordnet, das
von dem Flackerelement 30 reflektiert wurde, um das flackernde Licht zu
konfigurieren. Das Flammeneffektelement 32 konfiguriert das flackernde
Licht, um ein Bild von Flammen zu erzeugen. Wenn das Flammeneffektelement
32 ein Stück Blech umfaßt, wird ein Flammenmuster in das Blech
geschnitten, um eine oder mehrere Öffnungen zu schaffen, die das flackernde
Licht zu einem Bild von Flammen konfigurieren, so daß das Bild der Flammen
durch die vorderseitige Fläche 18 erscheint. Weitere geeignete Anordnungen
könnten vorgenommen werden, zum Beispiel könnte das Flammeneffektelement
32 alternativ über eine reflektierende Oberfläche (nicht abgebildet)
verfügen, die so geformt und angeordnet ist, daß sie das flackernde Licht
zu einem Bild von Flammen konfiguriert.
Wie in den 1 bis 3
zu sehen ist, umfaßt die Flammensimulationseinheit 10 ferner zwei
Elemente 38, 40. 2 zeigt die Elemente
38, 40 angeordnet in im wesentlichen vertikaler Position angrenzend
an die vertikalen Seiten 41 der vorderseitigen Fläche 18
zwischen der Blende 16 und dem Gehäuse 22. Jedes der Elemente
38, 40 ist so geformt und farblich gestaltet, daß es das
äußere Erscheinungsbild der Ziegelsteine simuliert, die durch das Muster
20 simuliert werden. Vorzugsweise verfügen die Elemente
38, 40 über ein Seitenwandmuster 42, das so positioniert
ist, daß wenn die Elemente 38, 40 richtig angebracht sind,
das Seitenwandmuster 42 mit dem Muster 20 fluchtet, um so eine
zusätzliche Illusion von Tiefe zu erzeugen.
Ist die bevorzugte Ausführungsform der Flammensimulationseinheit
10 in Betrieb, wird Licht von der Lichtquelle 14 durch die vorderseitige
Fläche 18 übertragen, so daß ein Bild von Flammen durch die
vorderseitige Fläche 18 erscheint. Das Bild der Flammen scheint von
dem simulierten Feuerbett 12 emittiert zu werden. Das Muster
20 erzeugt ein Bild von Ziegelsteinen auf der vorderseitigen Fläche
18 oder übertragen durch die vorderseitige Fläche 18,
wodurch eine verbesserte Simulation eines Holz- oder Kohlefeuers in einer echten
Feuerstelle erzielt wird. Die Seitenwandmuster 42 auf den Elementen
38, 40 verstärken den gesamten Simulationseffekt weiter.
Eine weitere Ausführungsform der Flammensimulationseinheit
110 ist in 4 abgebildet. Die Elemente in
4 sind so numeriert, daß sie gleichen Elementen
der 1 bis 3 entsprechen.
Die Flammensimulationseinheit 110 verfügt über
eine Blende 116, die einen nicht reflektierenden Rohsteinbereich
150, einen im allgemeinen reflektierenden Bereich 152 und einen
Übergangsbereich 154 aufweist. Wie in US-Patent Nr. 6,269,567 offenbart,
ist der im allgemeinen reflektierende Bereich 152 angrenzend an das simulierte
Feuerbett 12 positioniert und reflektiert zumindest teilweise das simulierte
Feuerbett 12. Der nicht-reflektierende Rohsteinbereich 150 ist
fern von dem simulierten Feuerbett 12 angeordnet und überträgt
das Bild der Flammen. Der Übergangsbereich 154 ist zwischen dem nicht-reflektierenden
Rohsteinbereich 150 und dem im allgemeinen reflektierenden Bereich
152 positioniert.
In der Flammensimulationseinheit 110 ist ein Muster
120 vorzugsweise im wesentlichen im nicht-reflektierenden Rohsteinbereich
150 angeordnet und erstreckt sich auch in den Übergangsbereich
154. Vorzugsweise und wie in 4 abgebildet,
simuliert das Muster 120 das äußere Erscheinungsbild von Ziegelsteinen.
Der mit dem Muster 120 erzielte Simulationseffekt wird etwas verstärkt
dadurch, daß das Muster 120 in Kombination mit dem nichtreflektierenden
Rohsteinbereich 150 und dem Übergangsbereich 154 verwendet
wird, wie in 4 abgebildet und beschrieben. Alternativ
kann das Muster 120 das äußere Erscheinungsbild jedes geeigneten
Gegenstandes oder aller geeigneter Gegenstände simulieren.
Die oben beschriebenen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
dienen lediglich als Beispiele. Änderungen, Modifikationen und Abweichungen
können bei den einzelnen Ausführungsformen von Fachleuten vorgenommen
werden, ohne sich vom Umfang der Erfindung zu entfernen, welche allein durch die
hier angefügten Ansprüche definiert ist.