| Dokumentenidentifikation |
DE60215831T2 06.09.2007 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0001427999 |
| Titel |
VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUR STEUERUNG DER BANDSPANNUNG EINER BANDWÄGEVORRICHTUNG |
| Anmelder |
Marel Hf., Gardabaer, IS |
| Erfinder |
OLAFSSON, Pór, Jón, IS-210 Gardabaer, IS; STEINGRIMSSON, Kristinn, IS-110 Reykjavik, IS; VALTYSSON, Valur, Bjarni, IS-111 Reykjavik, IS |
| Vertreter |
Vossius & Partner, 81675 München |
| DE-Aktenzeichen |
60215831 |
| Vertragsstaaten |
AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SK, TR |
| Sprache des Dokument |
EN |
| EP-Anmeldetag |
02.08.2002 |
| EP-Aktenzeichen |
027556257 |
| WO-Anmeldetag |
02.08.2002 |
| PCT-Aktenzeichen |
PCT/IS02/00015 |
| WO-Veröffentlichungsnummer |
2003012380 |
| WO-Veröffentlichungsdatum |
13.02.2003 |
| EP-Offenlegungsdatum |
16.06.2004 |
| EP date of grant |
02.11.2006 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
06.09.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
G01G 11/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
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| Beschreibung[de] |
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GEBIET DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bandwiegevorrichtung und ein
Verfahren zum Wiegen mit hoher Genauigkeit und zum Aufrechterhalten dieser Wiegegenauigkeit
durch Beibehalten einer stabilen Spannung des Bandes und durch Verhindern einer
Schwingung des Bandes.
ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK
Das Wiegen einzelner Lebensmittelobjekte, die entlang einer Fördervorrichtung
transportiert werden, ist heute ein wichtiger Vorgang bei der Verarbeitung von Lebensmitteln.
Wenn jedes Objekt einzeln auf einer fest angeordneten Wiegeeinheit gewogen werden
müsste, wäre die Verarbeitungsgeschwindigkeit extrem niedrig.
Eine Bandwiegevorrichtung ist ein Instrument, das zum Wiegen von Objekten
benutzt wird, während die Objekte befördert werden, und ist im Grunde
eine Fördervorrichtung mit einer eingebauten Wiegeplattform. Derartige Wiegevorrichtungen
sind in der Lebensmittel verarbeitenden Industrie seit geraumer Zeit bekannt. In
den letzten Jahren kam es zu einigen Entwicklungen in Bezug auf diese Bandwiegevorrichtungen,
die das Ziel hatten, schnelle Bandwiegevorrichtungen mit hoher Genauigkeit bereitzustellen.
Dies ist bei der Lebensmittelverarbeitung äußerst wichtig, um vor verschiedenen
Vorgängen wie dem Sortieren, Schneiden oder Verpacken das Gewicht des verarbeiteten
Objekts so genau wie möglich zu messen.
Eines der Hauptprobleme, die sich bei solchen Bandwiegevorrichtungen
ergeben, besonders solchen, die für die Lebensmittel verarbeitende Industrie
verfügbar sind, ist die Tatsache, dass die Spannung, Flexibilität und
das Gewicht des Bands die Genauigkeit des Wiegens beeinflussen. Ein steifes und
schweres Band beeinträchtigt die Genauigkeit mehr als ein leichtes und flexibles
Band. Die Spannung des Bandes übt deshalb einen starken Einfluss auf die Wiegegenauigkeit
aus. Eine hohe Spannung des Bandes führt zu einer geringeren Wiegegenauigkeit
als eine geringe Spannung. Um also die Genauigkeit des Bandgewichts zu maximieren,
ist es das Beste, ein Band zu benutzen, das leicht und flexibel ist und eine möglichst
geringe Spannung aufweist, die aber trotzdem hoch genug ist, damit der Antriebsmechanismus
das Förderband bewegen kann, wobei das Antriebskettenrad, welches das Band
bewegt, das Band sicher ergreifen muss.
Ein anderes wichtiges Problem bei der Aufrechterhaltung einer hohen
Wiegegenauigkeit ist es, ein Schwingen des Bands zu verhindern, wobei jedes Schwingen
des Bands auch die Genauigkeit des Wiegevorgangs beeinflusst. Andere Parameter,
die die Wiegegenauigkeit beeinflussen, sind Temperaturschwankungen und Abnutzung
des Bands.
Durch die Temperaturerhöhung nimmt die Länge des Bands zu,
was die Spannung im Band und deshalb die Wiegegenauigkeit schwanken lässt,
und umgekehrt nimmt durch eine Abnahme der Temperatur die Länge des Bandes
ab, und die Spannung nimmt zu.
Das Problem mit der Spannung des Bandes wurde zum Teil gelöst,
indem ein modulares Kunststoffband benutzt wird, und indem dieses auf seinem Rückweg
auf einigen Last tragenden Rollen aufgehängt wird, siehe beispielsweise
GB 1 491 573 oder EP
0 592 349. Dies weist den Nachteil auf, dass das Band leicht schwingen
kann, und so das Wiegen beeinflussen kann.
Es besteht deshalb Bedarf an einer Bandwiegevorrichtung, bei der die
Spannung des Bandes optimal aufrechterhalten wird, und wobei die Schwingung reduziert
wird, so dass die Genauigkeit des Wiegens erhöht werden kann.
ALLGEMEINE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Bandwiegevorrichtung
und ein Verfahren bereitzustellen, so dass die Wiegegenauigkeit nicht von Temperaturschwankungen
beeinflusst wird, und wobei die Schwingungen (Vibrationen) des Bandes reduziert
werden. Außerdem kann mit der vorliegenden Erfindung die Größe der
Bandwiegevorrichtung erhöht werden, ohne die Wiegeleistung zu beeinflussen.
Gemäß dem ersten Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung
eine Bandwiegevorrichtung zum Wiegen mit hoher Genauigkeit und zum Aufrechterhalten
der hohen Genauigkeit durch Aufrechterhalten einer stabilen Spannung des Bandes
und durch Verhindern eines Schwingens des Bandes, wobei die Vorrichtung Folgendes
umfasst:
- – einen Stützrahmen,
- – eine obere Führungseinheit, die an dem Stützrahmen angeordnet
ist,
- – ein erstes und ein zweites Endstützmittel, das an dem Stützrahmen
in einem Bereich nahe der gegenüberliegenden Enden der oberen Führungseinheit
angeordnet ist,
- – eine Motoreinheit,
- – wenigstens eine Wiegeplattform, die zwischen dem ersten und dem zweiten
Endstützmittel angeordnet ist,
- – eine untere Führungseinheit, die eine erste kennzeichnende Eigenschaft
aufweist, und die an dem Stützrahmen angeordnet ist, und
- – ein Förderband, das eine zweite kennzeichnende Eigenschaft aufweist,
und das eine Endlosschleife bildet, und sich zwischen dem ersten und zweiten Endstützmittel
erstreckt, wobei die Motoreinheit dazu angepasst ist, das Band in einer Umdrehung
derart zu bewegen, dass zu jedem Zeitpunkt ein oberer Teil des Bandes auf der oberen
Führungseinheit und der Wiegeplattform ruht, die einen fördernden Abschnitt
der Bandwiegevorrichtung begrenzen, und der untere Abschnitt des Bandes, der den
Rückkehrweg der Bandwiegevorrichtung begrenzt, teilweise auf der unteren Führungseinheit
ruht, die als ein Stützmittel dient, während der folgende Abschnitt frei
herabhängt, wobei das Stützmittel und der frei hängende Abschnitt
dazu angepasst sind, das Schwingen des Bandes zu minimieren, und eine optimale Spannung
des Bandes zu erzeugen, so dass die Genauigkeit des Wiegens maximiert wird, wobei
die erste und die zweite kennzeichnende Eigenschaft darin bestehen, dass jede Wärmeexpansion
oder Kontraktion des Bandes wenigstens teilweise durch Expansion oder Kontraktion
der unteren Führungseinheit kompensiert wird, so dass die Spannung und also
das Wiegen stabil aufrechterhalten wird.
In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die untere Führungseinheit
einen offenen V-förmigen Aufbau. Dieser Aufbau kann durch eine Gruppe aus zwei
Untereinheiten gebildet sein, die zusammen an einem gegenseitigen Berührungspunkt
befestigt sind, wobei gegenüberliegende Enden der zwei Untereinheiten an dem
Stützrahmen in einem Bereich nahe den gegenüberliegenden Enden der oberen
Führungseinheit angeordnet sind Das Befestigen an dem gegenseitigen Berührungspunkt
kann durch ein Gelenksystem erfolgen, das eine Abwärtsbewegung des Berührungspunkts
zulässt, wenn sich die untere Führungseinheit ausdehnt, und eine Aufwärtsbewegung
des Berührungspunkts, wenn sich die untere Führungseinheit zusammenzieht,
wobei die Bewegung zu einer Drehung um den gegenseitigen Berührungspunkt führt.
In einer Ausführungsform umfasst jede Untereinheit wenigstens zwei parallele
Stangen von gleicher Länge, die als Stützmittel für das Band dienen,
wobei die Länge der Standen in der ersten Untergruppe l1 ist, und
die Länge der Stangen in der zweiten Untergruppe l2 ist, mit der
Bedingung, dass l1 > l2. Eine andere bevorzugte Bedingung
ist, dass der Winkel &agr; zwischen den Untergruppen im Bereich 90 < &agr;
< 180° liegt. Aufgrund des bevorzugten V-förmigen Aufbaus der unteren
Führungseinheit liegt der frei hängende Abschnitt des Bands sich in dem
Bereich des gegenseitigen Berührungspunkts befindet, wo die zwei Untergruppen
aufeinander treffen, weshalb das Band eine konkave Form aufweist.
Die kennzeichnenden Eigenschaften sind vorzugsweise der Koeffizient
der Wärmeexpansion, und sind so ausgewählt, dass die Expansion oder Kontraktion
der unteren Führungseinheit, auf die die Expansion oder Kontraktion des Bands
folgt, derart ist, dass die Länge des frei hängenden Abschnitts, und also
die Spannung des Bands stabil bleibt. Die Materialien, aus denen die Führungseinheiten
und das Band hergestellt sein können, sind wenigstens eins der folgenden Materialien:
- – Polyamid 6,
- – Polyamid 11,
- – Polykarbonat
- – Polyetheretherketon,
- – Polyethylen,
- – Polypropylen, und
- – Acetal.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Motoreinheit in
dem in dem ersten Endstützmittel integriert, das ein Antriebskettenrad begrenzt.
Außerdem wird bevorzugt, dass das zweite Endstützmittel ein leer laufendes
Rad ist.
Die Bandwiegevorrichtung ist in einer Ausführungsform dazu angepasst,
Portionen mit wenigstens einem Kriterium zu wiegen und zu erzeugen, wobei die Kriterien
eine Portion mit einem stabilen Gewicht sein können. In dieser Ausführungsform
sind computergesteuerte Führungsarme und mehrere Behälter entlang der
Bandwiegevorrichtung angeordnet. Ein Computersystem ist mit der Wiegeplattform verbunden
und speichert alle Wiegeergebnisse, und benutzt die Ergebnisse, um eine Portion
mit dem Kriterium zu erzeugen. Außerdem verfolgt das Computersystem jedes Objekt,
in dem Sinne, dass es die Position des Objekts auf der Wiegeplattform von dort aus,
wo das Objekt gewogen wird, und die Geschwindigkeit des Förderbands benutzt,
um seine Position zu verfolgen, und um die Führungsarme beim Führen des
Objekts/der Objekte in einen ausgewählten Behälter zu steuern.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist die Bandwiegevorrichtung
zwischen einer Zuführfördervorrichtung und einer Ausgabefördervorrichtung
angeordnet, wobei ihre Funktion ausschließlich die ist, die geförderten
Objekte zu wiegen, wobei die Ausgabefördervorrichtung aus den Objekten Portionen
erzeugt. Auch hier werden die gewogenen Objekte verfolgt, so dass ihre Position
zu jedem Zeitpunkt bekannt ist.
Gemäß dem zweiten Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung
ein Verfahren zum Wiegen mit hoher Genauigkeit in einer Bandwiegevorrichtung und
zum Aufrechterhalten der hohen Genauigkeit des Wiegens durch Aufrechterhalten einer
stabilen Spannung des Bandes und durch Verhindern eines Schwingens des Bandes, wobei
das Verfahren Folgendes umfasst:
- – Bereitstellen einer oberen Führungseinheit,
- – Anordnen eines ersten und eines zweiten Endstützmittels in einem
Bereich nahe den gegenüberliegenden Enden der oberen Führungseinheit,
- – Anordnen von wenigstens einer Wiegeplattform zwischen dem ersten und
dem zweiten Endstützmittel,
- – Bereitstellen einer unteren Führungseinheit mit einer ersten kennzeichnenden
Eigenschaft,
- – Erstrecken eines Förderbands mit einer zweiten kennzeichnenden
Eigenschaft, das eine Endlosschleife zwischen dem ersten und dem zweiten Endstützmittel
in einer Umdrehung, derart, dass zu jedem Zeitpunkt ein oberer Teil des Bandes auf
der oberen Führungseinheit und der Wiegeplattform ruht, die einen fördernden
Abschnitt der Bandwiegevorrichtung begrenzen, und der untere Abschnitt des Bandes,
der den Rückkehrweg der Bandwiegevorrichtung begrenzt, teilweise auf der unteren
Führungseinheit ruht, die als ein Stützmittel dient, während der
folgende Abschnitt frei herabhängt,
wobei das Stützmittel und der frei hängende Abschnitt des unteren Abschnitts
des Bandes dazu angepasst sind, das Schwingen des Bandes zu minimieren, und eine
optimale Spannung des Bandes zu erzeugen, so dass die Genauigkeit des Wiegens maximiert
wird, wobei die erste und die zweite kennzeichnende Eigenschaft darin bestehen,
dass jede Wärmeexpansion oder Kontraktion des Bandes wenigstens teilweise durch
Expansion oder Kontraktion der unteren Führungseinheit kompensiert wird, so
dass die Spannung und also das Wiegen stabil aufrechterhalten wird.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
Im Folgenden sollen die vorliegende Erfindung, und insbesondere bevorzugte
Ausführungsformen derselben, in Verbindung mit den begleitenden Figuren genauer
beschrieben werden, wobei
1 eine Ausführungsform einer Bandwiegevorrichtung
zeigt,
2 eine Perspektive der Bandwiegevorrichtung zeigt,
und
3 ein Beispiel einer vollständigen Bandwiegevorrichtung
zeigt.
1 zeigt ein Beispiel einer Bandwiegevorrichtung, die
mit einem Computersystem 2 verbunden ist, mit einer eingebauten Wiegeplattform
mit einem Antriebskettenrad 1 zum Antreiben des Bandes 15, und
einem leer laufenden Kettenrad 5, um ein gleichmäßiges Laufen
des Bandes sicherzustellen. Vorzugsweise ist der Typ der Bandwiegevorrichtung, der
für die Erfindung relevant ist, eine Bandwiegevorrichtung, die ein modulares
Kunststoffband benutzt, um Objekte 3 über die Wiegeplattform
4 in Richtung von Ablauf 13 zu transportieren, wo eine weitere
Verarbeitung durchgeführt wird. In dieser Ausführungsform umfasst die
untere Führungseinheit der Bandwiegevorrichtung zwei Untereinheiten
9, 11 für den Rückkehrweg des Bandes. Die erste Untereinheit
9 ist an dem Stützrahmen 16 (siehe 3)
mit einem ersten Befestigungsmittel 6 nahe dem Antriebskettenrad
1, und die zweite Untereinheit 11 nahe dem leer laufenden Kettenrad
5 mit einem zweiten Befestigungsmittel 12 befestigt. Gezeigt ist
auch ein weiteres Befestigungsmittel 8 zum Abstützen der längeren
Untereinheit 9 zusätzlich zu dem Stützrahmen und dem Befestigungsmittel
an dem gegenseitigen Berührungspunkt 10, wo die zwei Untereinheiten
zusammen befestigt sind.
Das Band 15 ruht sowohl auf der ersten als auch auf der zweiten
Untereinheit 9, 11, die als ein Stützmittel für den
Rückkehrweg des Bands dienen. Diese Abstützung verhindert, dass das Band
schwingt. Um die nötige Spannung für den Antriebsmechanismus zu erhalten,
hängt ein Abschnitt des Bandes in dem Bereich frei 14, wo die Untereinheiten
aufeinander treffen 10. Eine Wärmeexpansion oder Wärmekontraktion
des Bands spiegelt sich als eine Veränderung in der Länge des frei hängenden
Abschnitts und also der Spannung (des Durchhängens des frei hängenden
Abschnitts) wider, was eine negative Auswirkung auf die Wiegegenauigkeit ausüben
könnte. Allerdings wird dies gelöst, indem die Koeffizienten der Wärmeexpansion
in dem Band und in den unteren Untereinheiten derart ausgewählt werden, dass
diese Veränderung der Länge des frei hängenden Abschnitts durch eine
Veränderung der Länge der Untereinheiten kompensiert wird. Das Ergebnis
ist, dass die Länge des frei hängenden Abschnitts stabil bleibt. Entsprechend
folgt auf eine Wärmeexpansion des Bands eine Wärmeexpansion der Untereinheiten,
und umgekehrt folgt auf eine Wärmekontraktion des Bands eine Wärmekontraktion
der Untereinheiten.
Die Verlängerung &dgr;t aufgrund der Temperaturerhöhung
&Dgr;T ist ausgedrückt durch
&dgr;t = &egr;tL = &agr;(&Dgr;T)L,(1)
wobei L die Länge der Strukturelemente ist, und &egr;t eine gleichmäßige
Wärmebeanspruchung ist, ausgedrückt durch
&egr;t = &agr;(&Dgr;T),(2)
wobei &agr; der Koeffizient der Wärmeexpansion, und &Dgr;T der Temperaturveränderung
in Kelvin ist. wenn also die Differenz der Länge zwischen der ersten und zweiten
Untereinheit groß ist, wird die Längenkontraktion oder Längenexpansion
hauptsächlich durch die längere Untereinheit gesteuert, wie Gleichung
(1) zeigt. Außerdem ist der Winkel &agr; zwischen den zwei
Untereinheiten ein stumpfer Winkel, wobei 90 < &agr; < 180°.
Beispiele für Materialien mit unterschiedlichen Koeffizienten
der Wärmeexpansion, die als Untereinheiten für das Band und wahlweise
die Führungseinheiten geeignet sind, sind:
- – Polyamid 6,
- – Polyamid 11,
- – Polykarbonat
- – Polyetheretherketon,
- – Polyethylen,
- – Polypropylen, und
- – Acetal.
Jede Wärmeexpansion oder -kontraktion wird, wie zuvor erörtert,
durch eine Expansion oder Kontraktion der Untereinheiten kompensiert, was zu einer
Bewegung des Berührungspunkts 10 in eine tiefere (Expansion der unteren
Führungseinheit) oder höhere (Kontraktion der unteren Führungseinheit)
Position führt. Die Spannung des Bandes muss derart ausgewählt sein, dass
sie ausreicht, damit das Antriebskettenrad das Band sicher ergreift, um es zu bewegen.
Eine höhere Spannung führt zu einem größeren Wiegefehler.
Das Computersystem ist dazu angepasst, alle Wiegeergebnisse zu speichern,
und wahlweise die Fördergeschwindigkeit zu steuern, und wahlweise die Portionen
zu erzeugen.
2 zeigt eine perspektivische Ansicht der Bandwiegevorrichtung
aus 1. Eine obere Führungseinheit 15
ist im oberen Abschnitt der Bandwiegevorrichtung 20 ausgebildet, und umfasst
drei Stangen 15a, 15b, 15c, die eine erste Förderrichtung
begrenzen, eine Wiegeplattform 4, das Antriebskettenrad 1 zum
Antreiben des Bands, und ein leer laufendes Kettenrad 5. Wie
2 zeigt, ist die Wiegeplattform in die obere Führungseinheit
integriert, was die obere Führungseinheit in zwei Gruppen von Untereinheiten
teilt. Andere Ausführungsformen sind natürlich ebenfalls möglich.
Eine untere Führungseinheit ist im unteren Abschnitt der Bandwiegevorrichtung
angeordnet, und umfasst zwei Untereinheiten 9, 11, wobei eine
erste Untereinheit 9 zwei Stangen 9a, 9b umfasst, und
eine zweite Untereinheit 11 zwei Stangen 11a, 11b umfasst.
Diese Stangen sind miteinander verbunden, vorzugsweise mit einem Gelenksystem
10, so dass eine Drehung an dem gegenseitigen Berührungspunkt zwischen
der ersten und der zweiten Untereinheit zugelassen wird.
Diese perspektivische Ansicht der Bandwiegevorrichtung zeigt, dass
an dem ersten 6 und dem zweiten 9 Befestigungsmittel, die an dem Stützrahmen
(nicht dargestellt) befestigt sind, Stifte horizontal zu der Förderrichtung
angeordnet sind, wobei das zweite Befestigungsmittel 8 durch einen Spalt (nicht
dargestellt) in dem Stützrahmen abgestützt ist, der ein Verschieben des
Stifts 8 erlaubt, wenn sich das Gleitmittel ausdehnt oder zusammenzieht,
beispielsweise durch eine Temperaturschwankung. Die gegenseitigen Abstützmittel
10 zwischen der ersten und zweiten Untereinheit erlauben eine Bewegung
der unteren Führungseinheit, so dass der Winkel &agr; 18 zwischen der ersten
und zweiten Untereinheit sich verändert, wenn die untere Führungseinheit
sich ausdehnt oder zusammenzieht.
Entsprechend wird eine Expansion des Bandes 15 von einer
Expansion der unteren Führungseinheit gefolgt, so dass das Durchhängen
des Bandes im Bereich des gegenseitigen Berührungspunkts 10 annähernd
stabil bleibt. Wenn die Expansion des Bandes von einer Expansion der unteren Führungseinheit
gefolgt würde, würde sich das Band, und also die Spannung des Bandes,
im Bereich des gegenseitigen Führungspunkts verändern. Dies hätte
eine negative Auswirkung auf die Wiegegenauigkeit. Ein ähnliches Argument kann
für den Fall einer Kontraktion des Bands angeführt werden.
3 zeigt eine vollständige Bandwiegevorrichtung,
die einen Stützrahmen 16, ein Computersystem 2, ein leer
laufendes Kettenrad 5, ein Antriebskettenrad 1, ein Band
15 und mehrere computergesteuerte Arme 17 umfasst. In dem vollständigen
Bild können die Arme beispielsweise benutzt werden, um Objekte in Portionen
mit stabilem Gewicht zu portionieren, wobei die Wiegeplattformen die Objekte wiegen,
und das Ergebnis des Wiegens in dem Computersystem registriert wird. Basierend darauf
werden eine oder mehrere Portionen der Objekte erstellt, mit dem Ziel, das Übergewicht
einer Fuhre zu minimieren.
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| Anspruch[de] |
Bandwiegevorrichtung (20) zum Wiegen mit hoher Genauigkeit
und zum Aufrechterhalten der hohen Genauigkeit durch Aufrechterhalten einer stabilen
Spannung des Bandes und durch Verhindern eines Schwingens des Bandes, wobei die
Vorrichtung Folgendes umfasst
– einen Stützrahmen (16),
– eine obere Führungseinheit, die an dem Stützrahmen angeordnet
ist,
– ein erstes und ein zweites Endstützmittel (1, 5),
das an dem Stützrahmen (16) in einem Bereich nahe der gegenüberliegenden
Enden der oberen Führungseinheit angeordnet ist,
– eine Motoreinheit,
– wenigstens eine Wiegeplattform (4), die zwischen dem ersten und
dem zweiten Endstützmittel angeordnet ist,
– eine untere Führungseinheit, die eine erste kennzeichnende
Eigenschaft aufweist, und die an dem Stützrahmen angeordnet ist, und
– ein Förderband (15), das eine zweite kennzeichnende Eigenschaft
aufweist, und das eine Endlosschleife bildet, und sich zwischen dem ersten und zweiten
Endstützmittel (1, 5) erstreckt, wobei die Motoreinheit dazu
angepasst ist, das Band (15) in einer Umdrehung derart zu bewegen, dass
zu jedem Zeitpunkt ein oberer Teil des Bandes (15) auf der oberen Führungseinheit
und der Wiegeplattform (4) ruht, die einen fördernden Abschnitt der
Bandwiegevorrichtung (20) begrenzen, und der untere Abschnitt des Bandes
(15), der den Rückkehrweg der Bandwiegevorrichtung (20) begrenzt,
teilweise auf der unteren Führungseinheit ruht, die als ein Stützmittel
dient, während der folgende Abschnitt frei herabhängt, wobei das Stützmittel
und der frei hängende Abschnitt dazu angepasst sind, das Schwingen des Bandes
(15) zu minimieren, und eine optimale Spannung des Bandes zu erzeugen,
so dass die Genauigkeit des Wiegens maximiert wird, wobei die erste und die zweite
kennzeichnende Eigenschaft darin bestehen, dass jede Wärmeexpansion oder Kontraktion
des Bandes (15) wenigstens teilweise durch Expansion oder Kontraktion der
unteren Führungseinheit kompensiert wird, so dass die Spannung und also das
Wiegen stabil aufrechterhalten wird.
Bandwiegevorrichtung nach Anspruch 1, wobei die untere Führungseinheit
einen offenen V-förmigen Aufbau umfasst, und wobei die Form des Bandes (15)
auf dem Rückkehrweg konkav ist.
Bandwiegevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die untere Wiegeeinheit
eine Gruppe aus zwei Untereinheiten (9, 11) umfasst, die zusammen
an einem gegenseitigen Berührungspunkt befestigt sind, wobei gegenüberliegende
Enden der zwei Untereinheiten (9, 11) an dem Stützrahmen
in einem Bereich nahe der gegenüberliegenden Enden der oberen Führungseinheit
angeordnet sind.
Bandwiegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
der Winkel &agr; zwischen den Untereinheiten (9, 11) im Bereich
90 < &agr; < 180° liegt.
Bandwiegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
jede Untereinheit (9, 11) wenigstens zwei parallele Stangen gleicher
Länge aufweist.
Bandwiegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
die Länge l1 der Stangen der ersten Untergruppe und die Länge
l2 der Stangen der zweiten Untergruppe mit der Bedingung ausgewählt
ist, dass l1 > l2.
Bandwiegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
der frei hängende Abschnitt des Bandes (15) in dem Bereich des gegenseitigen
Berührungspunkts angeordnet ist, wo sich die zwei Gruppen von Untereinheiten
(9, 11) treffen.
Bandwiegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
die kennzeichnenden Eigenschaften der Koeffizient der Wärmeexpansion sind.
Bandwiegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
die kennzeichnenden Eigenschaften derart ausgewählt sind, dass die Expansion
oder Kontraktion der unteren Führungseinheit, gefolgt von der Expansion oder
Kontraktion des Bandes (15), derart vorgesehen ist, dass die Länge
des frei hängenden Abschnitts stabil bleibt.
Bandwiegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
das Befestigen der zwei Untereinheiten (9, 11) in dem Bereich
des gegenseitigen Berührungspunkts mit Hilfe eines Gelenksystems gelöst
ist, das eine Abwärtsbewegung des Berührungspunkts zulässt, wenn
sich die untere Führungseinheit ausdehnt, und eine Aufwärtsbewegung des
Berührungspunkts, wenn sich die untere Führungseinheit zusammenzieht.
Bandwiegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
die Führungseinheiten und das Band (15) aus wenigstens einem der folgenden
Materialien hergestellt sind:
– Polyamid 6,
– Polyamid 11,
– Polykarbonat
– Polyetheretherketon,
– Polyethylen,
– Polypropylen, und
– Acetal.
Bandwiegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
die Motoreinheit in dem ersten Endstützmittel (1) integriert ist,
das ein Antriebskettenrad begrenzt.
Bandwiegevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
das zweite Endstützmittel (5) ein Leerlaufrad ist.
Verfahren zum Wiegen mit hoher Genauigkeit in einer Bandwiegevorrichtung
und zum Aufrechterhalten der hohen Genauigkeit des Wiegens durch Aufrechterhalten
einer stabilen Spannung des Bandes (15) und durch Verhindern eines Schwingens
des Bandes (15), wobei das Verfahren Folgendes umfasst:
– Bereitstellen einer oberen Führungseinheit,
– Anordnen eines ersten und eines zweiten Endstützmittels (1,
5) in einem Bereich nahe den gegenüberliegenden Enden der oberen Führungseinheit,
– Anordnen von wenigstens einer Wiegeplattform (4)
zwischen dem ersten und dem zweiten Endstützmittel (1, 5),
– Bereitstellen einer unteren Führungseinheit mit einer ersten kennzeichnenden
Eigenschaft,
– Erstrecken eines Förderbands (15) mit einer zweiten kennzeichnenden
Eigenschaft, das eine Endlosschleife zwischen dem ersten und dem zweiten Endstützmittel
(1, 5) in einer Umdrehung, derart, dass zu jedem Zeitpunkt ein
oberer Teil des Bandes (15) auf der oberen Führungseinheit und der
Wiegeplattform (4) ruht, die einen fördernden Abschnitt der Bandwiegevorrichtung
(20) begrenzen, und der untere Abschnitt des Bandes (15), der
den Rückkehrweg der Bandwiegevorrichtung (20) begrenzt, teilweise
auf der unteren Führungseinheit ruht, die als ein Stützmittel dient, während
der folgende Abschnitt frei herabhängt,
wobei das Stützmittel und der frei hängende Abschnitt des unteren Abschnitts
des Bandes (15) dazu angepasst sind, das Schwingen des Bandes (15)
zu minimieren, und eine optimale Spannung des Bandes (15) zu erzeugen,
so dass die Genauigkeit des Wiegens maximiert wird, wobei die erste und die zweite
kennzeichnende Eigenschaft darin bestehen, dass jede Wärmeexpansion oder Kontraktion
des Bandes (15) wenigstens teilweise durch Expansion oder Kontraktion der
unteren Führungseinheit kompensiert wird, so dass die Spannung und also das
Wiegen stabil aufrechterhalten wird.
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