Die vorliegende Erfindung betrifft einen neuen Typ von Schuhartikel,
der dazu bestimmt ist, die Füße und Beine eines Benutzers während
der Ausübung eines Extremsports zu schützen.
Man kennt bereits Schuhartikel, die aufweisen:
- – eine erste steife Schale, die einen Körper bildet, der dazu bestimmt
ist, den Fuß eines Benutzers aufzunehmen, und sich in einer Längsrichtung
erstreckt,
- – eine zweite steife Schale, die einen Schaft bildet, der dazu bestimmt
ist, das Bein des Benutzers aufzunehmen, und die sich im wesentlichen entlang einer
Heberichtung erstreckt,
- – ein Gelenk, welches den Körper und den Schaft verbindet, welches
bestimmte Merkmale des mechanischen Widerstandes hat.
Ein solcher Schuhartikel ist insbesondere in der FR-A-2,656,776 oder
der WO-A-01/89335 beschrieben.
Das Dokument US-5,794,362 beschreibt einen Sportschuh mit in allen
Richtungen regulierbaren Abmessungen, damit er an die Abmessung des Fußes des
Benutzers und an den jeweiligen Gebrauch angepaßt werden kann. Es sieht nicht
die Gelenkanpassung des Schuhs an den vorgesehenen Gebrauch vor. Es beschreibt den
einleitenden Teil des Anspruches 1.
Ziel der Erfindung ist es, den Schutz und den Komfort für die
Benutzer zu verbessern und das Produktionsvolumen solcher Artikel zu vergrößern.
Hierfür schlägt die Erfindung vor, eine Gelenkskala vorzusehen,
welche die unterschiedlichen Merkmale des mechanischen Widerstandes darstellt, um
sich an die physiologischen Unterschiede zwischen den Benutzern und solcher Schuhartikel
und/oder den Unterschieden anzupassen, welche zwischen den Sportarten bestehen,
für welche diese Schuhartikel benutzt werden können.
Außerdem kann nach der Erfindung die erste Schale, mit welcher
das Gelenk verbunden ist, ohne technische Veränderung (gegebenenfalls einige
ästhetische Unterschiede) für zahlreiche Sportarten und für alle
Benutzer verwendet werden, deren Füße im wesentlichen dieselben Maße
(anders ausgedrückt dieselbe Größe) haben.
Schließlich kann immer noch nach der Erfindung die zweite Schale,
mit welcher das Gelenk verbunden ist, ohne grundsätzliche technische Veränderung
für alle Benutzer verwendet werden, deren Füße im wesentlichen dieselben
Maße haben. Anders ausgedrückt, kann man eine Skala der zweiten ähnlichen
Schalen vorsehen, um eine Skala der Sportarten zu decken. Innerhalb der Skala der
zweiten Schalen können einige geringere technische Unterschiede (leichte Verkürzung
des Schaftes in einigen Fällen) zwischen den zweiten Schalen für die Ausübung
bestimmter Sportarten bestehen.
Mit anderen Worten betrifft die Erfindung eine Anordnung „nach
Anspruch 1".
So sind einerseits die mechanischen Merkmale der Gelenke besser den
physiologischen Merkmalen (insbesondere Gewicht und Muskelkraft) der Benutzer angepaßt,
und andererseits ist es möglich, ohne ein neues Produkt zu konstruieren, eine
weite Skala von Sportarten, wie zum Beispiel das Moto Cross, das Snow Board, das
Velo-Cross oder den Roller, abzudecken.
Nach einem vorteilhaften Merkmal der Erfindung ist, insbesondere wenn
die ersten und zweiten Schuhartikel für dieselbe Sportart bestimmt sind, die
zweite Schale des ersten Schuhartikels im wesentlichen der zweiten Schale des zweiten
Schuhartikels identisch.
So werden die Herstellungskosten der Schuhartikel begrenzt.
Nach einem anderen vorteilhaften Merkmal der Erfindung ist das Gelenk
der ersten Schale und der zweiten Schale für jeden Schuhartikel unterschiedlich,
und das Gelenk des ersten Schuhartikels ist durch das Gelenk des zweiten Schuhartikels
ersetzbar und umgekehrt.
Man versteht, daß das Gelenk des ersten Schuhartikels durch das
Gelenk des zweiten Schuhartikels ersetzbar ist, insbesondere wenn der in der ersten
und der zweiten Schale des zweiten Schuhartikels ausgesparte Raum ausreichend ist,
um das erste Gelenk aufzunehmen, und wenn die Befestigungszonen des ersten Gelenks
mit den Befestigungszonen der ersten und der zweiten Schale des zweiten Schuhartikels
zusammenfallen, wobei die Befestigungszonen Befestigungsmittel aufnehmen, die dazu
bestimmt sind, das Gelenk auf der ersten und der zweiten Schale zu halten.
So ist es für den Verkäufer möglich, einerseits die
Schuhartikel ohne Gelenk und andererseits die Gelenke zu lagern und den Zusammenbau
je nach den physiologischen Merkmalen des Kunden und der Sportart, welche er auszuüben
wünscht, durchzuführen, ohne daß er alle möglichen Kombinationen
lagern muß, was eine Reduzierung des Vorrats erlaubt. Ferner ist es möglich,
nur das Gelenk zu ersetzen, wenn es beschädigt wurde, und der Rest des Schuhartikels
noch in Ordnung ist.
Um ferner den Komfort des Benutzers ohne Verringerung seines Schutzes
zu verbessern, schlägt die Erfindung vor, daß das Gelenk jedes Schuhelementes
die Drehung des Schaftes bezüglich des Körpers entlang zweier zueinander
im wesentlichen senkrechten Drehachsen und eine Verschiebung der Gelenkachsen bezüglich
des Körpers gestattet, um die Drehachsen des Gelenks im wesentlichen mit den
Drehachsen des Fußes bezüglich des Beins des Benutzers in Übereinstimmung
zu bringen.
So paßt sich der Stiefel an die Morphologie des Benutzers an
und schafft eine größere Beweglichkeit und ein weicheres Gefühl,
wobei zuverlässiger der Bewegungskomplexität des Knöchels gefolgt
wird.
Um unterschiedliche mechanische Merkmale zwischen den Gelenken der
ersten und der zweiten Schuhartikel zu erhalten, sind die Rippen des ersten Schuhartikels
und die Rippen des zweiten Schuhartikels nach der Erfindung aus unterschiedlichen
Materialien hergestellt.
Man kann ebenfalls Rippen von unterschiedlichem Querschnitt für
den ersten und den zweiten Schuhartikel vorsehen.
Nach einem anderen vorteilhaften Merkmal der Erfindung weisen die
zwei elastisch verformbaren Elemente für jeden Schuhartikel mechanisch verschiedene
Merkmale auf.
So können die Widerstandsmerkmale der Verformung, genauer den
Schutzanforderungen des Benutzers, insbesondere aufgrund der unvollkommenen Symmetrie
der Kugelverbindung zwischen dem Fuß und dem Bein, angepaßt werden.
Um den Schutz für den Benutzer zu verstärken, weist der
Schuhartikel nach einem vorteilhaften Merkmal der Erfindung ferner Anschläge
auf, um die Drehamplitude in der Mittelebene auf einen Wert zu begrenzen, der zwischen
50° und 60° liegt, wobei die Heberichtung und die Längsrichtung eine
Mittelebene bestimmen.
Dies erlaubt es, Traumata oder Verletzungen zu vermeiden, wobei zugleich
eine große Bewegungsfreiheit gestattet wird.
Nach einem zusätzlichen Merkmal schlägt die Erfindung vor,
daß jeder Schuhartikel ferner Anschläge aufweist, um die Drehamplitude
entlang der Längsrichtung auf einen Wert zu begrenzen, der zwischen 25°
und 35° liegt.
Die Verschiebungsbewegung der Gelenkachsen bezüglich des Körpers
schafft, selbst wenn sie eine kleine Amplitude hat, in vorteilhafter Weise zwischen
5 mm und 15 mm, trotz allem ein Gefühl der Bewegungsfreiheit, wobei zugleich
die Ferse des Benutzers wirkungsvoll zurückgehalten wird.
Die Erfindung wird aus der folgenden Beschreibung noch klarer, welche
unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen gemacht ist, in welchen:
1 einen Motorradstiefel nach der Erfindung in Ruheposition
zeigt,
2 den Stiefel der 1 in
Beugeposition zeigt,
3 den Stiefel der 1 in
Streckposition zeigt,
4 eine Ansicht entlang des mit IV bezeichneten Pfeils
in 1 ist,
5 eine Schnittansicht entlang des in der
1 mit V-V bezeichneten Pfeils, in Ruhe position, ist,
6 eine Ansicht gemäß der 5
in Einwärtsdrehung des Stiefels ist,
7 eine Ansicht gemäß der 5
in Auswärtsdrehung des Stiefels ist,
8 eine vergrößerte Ansicht nur des Gelenks
ist,
9 eine Variante des Motorradstiefels nach der Erfindung
zeigt,
10 eine vergrößerte Ansicht nur des Gelenks
der in 9 gezeigten Variante des Motorradstiefels ist,
11 eine Variante des Gelenks ist.
Die 1 bis 7
zeigen einen Stiefel 1, welcher am unteren Teil einen Körper
2 aufweist, der dazu bestimmt ist, den Fuß eines Benutzers aufzunehmen,
am oberen Teil einen Schaft 4, der dazu bestimmt ist, das Bein eines Benutzers
aufzunehmen, und am mittleren Teil eine Gelenkvorrichtung 6, welche den
Schaft 4 mit dem Körper 2 verbindet.
Der Körper 2 und der Schaft 4 weisen jeder
eine verhältnismäßig steife Schale auf, die dafür bestimmt ist,
die unteren Glieder des Benutzers zu schützen. Diese Schalen können örtlich
durchbrochen sein. Sie sind für den Komfort des Benutzers innen und gegebenenfalls
außen dubliert bzw. doppelt. Der Körper erstreckt sich entlang einer Längsrichtung
8 im wesentlichen horizontal, wenn der Benutzer den Fuß auf einen
horizontalen Boden stellt, während sich der Schaft entlang
einer Heberichtung 10 im wesentlichen vertikal erstreckt.
Die Längsrichtung 8 und die Heberichtung 10
bestimmen eine Mittelebene P, die parallel zu der in den 1
bis 3 dargestellten Ebene ist. Der Stiefel weist eine
Innenfläche 1a und eine Außenfläche 1b auf, die
auf beiden Seiten der Mittelebene P angeordnet sind.
Der Stiefel 1 weist ferner eine Querrichtung 12
auf, die sich im wesentlichen senkrecht zu der Längsrichtung 8 und
zu der Heberichtung 10 erstreckt.
Die Gelenkvorrichtung weist zwei Strukturen 14,
14' mit elastisch verformbarer Geometrie auf, die im wesentlichen bezüglich
der Ebene P, symmetrisch eine auf der Innenseite 1a und die andere auf
der Außenseite 1b, angeordnet sind.
Jede Struktur 14, 14' weist hauptsächlich eine
vordere Rippe 16 und eine hintere Rippe 18 auf (die Rippen der
Struktur 14' sind in den Figuren nicht zu sehen), wobei jede Rippe im wesentlichen
in der Form eines V, eines U oder eines C gekrümmt ist. Jede Rippe weist einen
oberen Abschnitt bzw. Schenkel 16a, 18a und einen unteren Schenkel
16b, 18b auf. Jeder Schenkel 16a, 16b,
18a, 18berstreckt sich zwischen einem ersten Ende 161,
16b1, 18a1, 18b1 bzw. einem zweiten Ende 16a2,
16b2, 18a2, 18b2.
Die ersten Enden 16a1, 16b1 der Schenkel der vorderen
Rippe 16 sind untereinander in der Scheitelzone vor 20 verbunden,
wodurch die Drehung zwischen dem oberen Schenkel 16a und dem unteren Schenkel
16b erlaubt wird. Die ersten Enden 18a1, 18b1 der Schenkel
der hinteren Rippe 18 sind untereinander in der hinteren Scheitelzone
22 verbunden, wodurch die Drehung zwischen dem oberen Schenkel
18a und dem unteren Schenkel 18b erlaubt wird.
Die zwei Enden 16b2, 18b2 der unteren Schenkel sind
an dem Körper 2 befestigt, während die zweiten Enden
16a2, 18a2 der oberen Schenkel an dem Schaft 4 befestigt
sind.
Die vordere Rippe 16 und die hintere Rippe 18 weisen
mehr die Form eines offenen V auf, wie in den 1 bis
3 gezeigt ist, wenn die Scheitelzonen 20,
22 örtlich sehr festgelegt sind, und sie weisen mehr die Form eines
offenen U auf, wenn diese Zonen 20, 22 verhältnismäßig
gestreckt sind, und mehr die Form eines C, wenn diese Zonen 20,
22 sehr gestreckt sind.
Sie sind in vorteilhafter Weise entgegengesetzt, mit anderen Worten
bezüglich der Heberichtung 10 symmetrisch angeordnet. Hier sind sie
zueinander derart geöffnet, daß jede Struktur 14 im wesentlichen
eine Form eines verformbaren Parallelogramms aufweist. Als Alternative könnten
Sie Rücken an Rücken derart angeordnet sein, daß jede Struktur
14 im wesentlichen eine verformbare Form von verformbaren >< aufweist.
Die Gelenkvorrichtung 6 weist ferner zwei Zapfen
24, 26 auf, die sich im wesentlichen entlang der Querrichtung
zwischen der vorderen Rippe 16 und der rückwärtigen Rippe
18 erstrecken. Sie sind an dem Körper 2 befestigt und gleiten
jeder in einer Nut bzw. Rille 28, 30, die in dem Schaft
4 angeordnet ist. Die Rillen 28, 30 haben jede längliche
Form und erstrecken sich im wesentlichen entlang der Heberichtung 10 zwischen
einem oberen Ende 28a, 30a und einem unteren Ende 28b,
30b, die in vorteilhafter Weise etwa 10 mm voneinander entfernt sind.
So steuern die Zapfen 24, 26 die Verformung der
Strukturen 14, 14' und können sich entlang der Heberichtung
derart verschieben, daß die Strukturen 14, 14' mit variabler
Geometrie so eine Gelenkvorrichtung bestimmen, welche schwimmend eingehängt
im wesentlichen auf der Höhe des Knöchels auf beiden Seiten der Ferse
des Benutzers angeordnet ist.
Wie in den 1 und 2
gezeigt ist, schwenkt der Schaft 4 während einer Beugungsbewegung
der Ferse eines Benutzers um die Querrichtung 12 herum, um Zapfen
24, 26, wobei sich die Schenkel 16a, 16b der
vorderen Rippen 16 durch Verformung der vorderen Scheitelzonen
20 nähern, während sich die Schenkel 18a,
18b der hinteren Rippen 18 durch Verformung der hinteren Scheitelzone
22 voneinander entfernen.
Wie in den 1 und 3
gezeigt ist, verformt sich die Gelenkvorrichtung 6 umgekehrt während
einer Dehnungsbewegung, wobei sich die vorderen Rippen 16 und die hinteren
Rippen 18 einander nähern.
Außerdem schwenken während dieser Beuge- und Dehnungsbewegungen
die oberen Schenkel 16a, 18a bezüglich des Schaftes
4 durch elastisches Verformen in der Nähe ihrer zwei Enden
16a2, 18a2, ebenso wie die unteren Schenkel 16b,
18b bezüglich des Körpers 2 durch elastische Verformung
in der Nähe ihrer zwei Enden 16b2, 18b2 schwenken.
Während die Zapfen 24, 26 in den Rippen
28, 30 in extremer Beugeposition gleiten können, kommt der
Schaft 4 vorne an dem Körper 2 in Anschlag, und die Zapfen
24, 26 kommen in die Nähe des oberen Endes 28a,
30a der Rillen 28, 30, um der Bewegung des Knöchels
des Benutzers zu folgen. Wenn man die Beugebewegung verfolgt, sind die Zapfen
24, 26 darauf gerichtet, in den Rillen 28,
30 zu ihrem unteren Ende zu gleiten. Weil eine solche Bewegung für
den Benutzer schädlich wäre, weist der Stiefel 1 ferner eine
hintere Anschlagvorrichtung 32 auf.
Wie in 4 dargestellt ist, weist diese
hintere Anschlagvorrichtung 32, welche anstrebt, die Beugebewegung zu begrenzen,
eine Kuppe mit verdicktem Kopf 34 auf, die mit dem Körper
2 einstückig ist und in einer Rille 40 von länglicher
Form gleitet, welche in dem Schaft 4 angeordnet ist. Die äußersten
Positionen der Kuppe mit verdicktem Kopf 34, welche der maximalen Beugung
und Dehnung entsprechen, sind in 4 gestrichelt dargestellt.
Wie in 2 dargestellt ist, beträgt
die Amplitude &agr;1 der durch die Gelenkvorrichtung 6 erlaubten
Beugebewegung bezüglich der in 1 dargestellten
Anfangsposition etwa 25 Grad.
In äußerster Dehnungsposition kommt der Schaft
4 hinten an dem Körper 2 in Anschlag, und die Zapfen
24, 26 kommen an dem unteren Ende 28b, 30b der
Rillen 28, 30 in Anschlag.
Wie in 3 gezeigt ist, beträgt die
Amplitude &agr;2 der Dehnungsbewegung, welche durch die Gelenkvorrichtung
6 erlaubt wird, bezüglich der in 1 dargestellten
Anfangsbewegung etwa 30 Grad.
Die Strukturen 14, 14' erlauben ferner durch ihre
Geometrie als Parallelogramm eine seitliche Verformung entlang einer Richtung, die
im wesentlich parallel zu der Längsrichtung 8 verläuft, um den
Fuß des Benutzers in seinen Einwärts-Auswärtsbewegungen und seinen
kombinierten Drehbewegungen zu begleiten.
Wie in den 5 und 6
gezeigt ist, nähern sich während einer Einwärtsbewegung der Ferse
eines Benutzers die oberen Schenkel 16a, 18a durch Verformung
der vorderen Scheitelzonen 20 und der rückwärtigen Scheitelzonen
22 der unteren Schenkel 16b, 18b. Ferner nähert
sich der Zapfen 24 dem oberen Ende 28a der Rille 28.
Umgekehrt die Struktur 14' betreffend, entfernen sich die
oberen Abschnitte von den unteren Abschnitten durch Verformung der vorderen und
rückwärtigen Scheitelzonen. Ferner nähert sich der Zapfen
26 dem unteren Ende 26b der Rille 26.
In extremer Einwärtsdrehung des Stiefels kommt der Zapfen
24 auf dem oberen Ende 28a der Rille 28 in Anschlag,
und der Zapfen 26 kommt auf dem unteren Ende 26b der Rille
26 in Anschlag. Die Amplitude der Einwärtsbewegung &thgr;1,
welche durch die Gelenkvorrichtung 6 bezüglich der in 5
dargestellten Anfangsposition erlaubt wird, beträgt etwa 15 Grad.
Wie in den 5 und 7
dargestellt ist, entfernen sich umgekehrt während einer Auswärtsdrehungs-Bewegung
der Ferse eines Benutzers die oberen Schenkel 16a, 18a von den
unteren Schenkeln 16b, 18b durch Verformung der vorderen
20 und rückwärtigen Scheitelzonen 22. Ferner nähert
sich der Zapfen 24 dem unteren Ende 28b der Rille Nut
28.
Die Struktur 14' betreffend nähern sich die oberen Schenkel
den unteren Schenkeln durch Verformung der vorderen und rückwärtigen Scheitelzonen.
Ferner nähert sich der Zapfen 26 dem oberen Ende 26a der
Rille 26.
In extremer Auswärtsdrehposition des Stiefels kommt der Zapfen
24 auf dem unteren Ende 28b der Rille 28 zum Anschlag,
und der Zapfen 26 kommt auf dem oberen Ende 26a der Rille
26 zum Anschlag. Die Amplitude der Auswärtsdrehbewegung &thgr;2,
welche durch die Gelenkvorrichtung 6 bezüglich der in 5
dargestellten Anfangsposition erlaubt wird, beträgt etwa 15 Grad.
Die Gelenkvorrichtung 6 weist ferner ein dämpfendes,
elastisch verformbares Material 36 auf, das sich von dem unterscheidet,
welches die Rippen 16, 18 bildet. Das dämpfende Material
36 ist zwischen den Rippen 16, 18 angeordnet und füllt
den Raum, welcher die Schenkel 16a, 16b; 18a,
18b der Rippen trennt.
Während der Verformung der Strukturen 14,
14' bezüglich der Anfangsposition wird das dämpfende Material
36 gedehnt oder zusammengepreßt. So übt es eine zunehmende Widerstandskraft
aus, welche es erlaubt, die Aufprallgeschwindigkeit zu vermeiden oder wenigstens
zu verringern, wenn die Gelenkvorrichtung in Anschlag kommt.
In vorteilhafter Weise sind das der Struktur 14 hinzugefügte
dämpfende Material 36, mit anderen Worten auf der inneren Fläche
1a angeordnete Material, und dieses der Struktur 14' hinzugefügte,
mit anderen Worten auf der äußeren Fläche 1b angeordnete
Material unterschiedlich, um ein asymmetrisches Verhalten der Gelenkvorrichtung
6 zu erhalten. Ebenso können die Strukturen 14,
14' unterschiedliche mechanische Merkmale aufweisen, wie zuvor gezeigt
wurde.
Das Material der Strukturen 14, 14' mit elastisch
verformbarer Geometrie ist in vorteilhafter Weise aus technischen Polymeren, wie
zum Beispiel Polyamiden oder Polyurethanen, gebildet. Das dämpfende Material
weist in vorteilhafter Weise mechanisch schwächere Widerstandsmerkmale auf.
Es kann insbesondere aus Polyurethanschaum oder einem Elastomer
gebildet sein.
Wie dargestellt ist, ist jede der Strukturen 14,
14' von dem Körper 2 und dem Schaft 4 verschieden.
Jede Struktur 14, 14' besteht hier aus einem Stück und integriert
die vordere Rippe 16 und die hintere Rippe 18 als ein einziges
Stück. Die zwei Strukturen weisen jede zwei Befestigungslöcher
48, 50 auf und sind auf dem Körper 2 durch eine
Niete 52 befestigt, welche quer durch das Befestigungsloch 48
geht, welches in der Struktur angeordnet ist, und durch ein Befestigungsloch
44, welches in dem Körper 2 angeordnet ist, und sie sind
auf dem Schaft 4 durch eine Niete 54 befestigt, welche quer durch
das Befestigungsloch 50 hindurchgeht, das in der Struktur angeordnet ist,
und durch ein Befestigungsloch 46, das in dem Schaft 4 angeordnet
ist.
Die Befestigungslöcher 44 in dem Körper, die Befestigungslöcher
46 in dem Schaft, die Befestigungslöcher 48, 50
in der Struktur 14 und die Nieten 52, 54 bilden die Befestigungsmittel
42 der Struktur 14 auf dem Körper 2 und auf dem
Schaft 4. Die Struktur 14' weist identische Befestigungsmittel
auf.
9 zeigt einen Stiefel 101, der für die
Ausübung des Rollerfahrens nach Befestigung auf einer Basis (nicht dargestellt),
welche mehrere Rollen trägt, bestimmt ist. Die Elemente, welche denen der
1 bis 8 entsprechen, haben
eine um 100 vergrößerte Bezeichnung.
Der Stiefel 101 unterscheidet sich im wesentlichen von dem
Stiefel 1 dadurch, daß die Rippen 116, 118 jeder
Gelenkstruktur einen Querschnitt und insbesondere hier eine Dicke e (im wesentlichen
konstant) aufweisen, die im wesentlichen kleiner als die Dicke E der Rippen
16, 18 ist. So ist die Biegekraft des Stiefels 101 weniger
hoch als diese des Stiefels 1.
Um das Biegemodul des Stiefels zu modifizieren, könnte man ebenfalls
das Material der Rippen ändern, wobei zum Beispiel anstelle von Kunststoffmaterial
ein Kohlenstoffmaterial verwendet wird.
Der Schaft 104 des Stiefels 101 ist im wesentlichen
bezüglich des Schaftes 4 des Stiefels 1 in dem Maß verkürzt,
in welchem der Schutz für die Ausübung des Rollerfahrens das Abdecken
eines großen Teils des Beines nicht erfordert.
Um eine Variante der Befestigungsmittel 142 zu zeigen, wurden
die Befestigungslöcher bezüglich der Befestigungsmittel 42 verdoppelt
und weisen zwei Befestigungslöcher in dem Körper 102 und zwei
Befestigungslöcher in dem Schaft 104 auf, mit welchen vier entsprechende
Löcher 148a, 148b, 150a bzw. 150b in der
Struktur 114 zusammenfallen. Ferner wurden die zwei Nieten 52,
54 durch vier Durchsteckbolzen 152a, 152b,
154a, 154b ersetzt, welche ein leichteres Auswechseln der Struktur
114 erlauben. Als Alternative zu den Nieten und Durchsteckschrauben könnten
Vorsteckstifte oder jedes andere Mittel vorgesehen werden, welches dieselbe Funktion
erfüllt.
Es versteht sich, daß, wenn die Befestigungsmittel bereits höchst
zufriedenstellend bestimmt wurden, es vorteilhaft ist, die Anzahl der Befestigungslöcher
eines Stiefels zum anderen nicht zu modifizieren, damit der Austausch einer Gelenkvorrichtung
durch jede andere Vorrichtung möglich ist.
11 zeigt eine Gelenkstruktur 214, die vollkommen
durch die Struktur 114 in dem Maß austauschbar ist, in welchem sie
vier Befestigungslöcher 248a, 248b, 250a,
250b aufweist, die vollkommen mit den Befestigungslöchern in dem Körper
102 und dem Schaft 104 zusammenfallen.
Dieser Gelenkaufbau 214 unterscheidet sich im wesentlichen
von der Struktur 114 außer in seinem Querschnitt darin, daß er
eine von der rückwärtigen Rippe 218 verschiedene vordere Rippe
216 aufweist, und daß diese Rippen im wesentlichen eine C-Form haben.
Es versteht sich, daß die beschriebenen verschiedenen Befestigungsmittel
und die beschriebenen verschiedenen Strukturen miteinander kombiniert und mit jedem
der dargestellten Stiefel verwendet werden können.