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Dokumentenidentifikation DE60308485T2 06.09.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001478724
Titel PROZESS ZUM BEHANDELN VON TEXTILEN FASERMATERIALIEN
Anmelder Ciba Speciality Chemicals Holding Inc., Basel, CH
Erfinder KASCHIG, Jürgen, 79104 Freiburg, DE;
HOCHBERG, Robert, 79100 Freiburg, DE;
BECHERER, Oliver, 79739 Schwörstadt, DE;
METZGER, Georges, F-68480 Moernach, FR;
ECKHARDT, Claude, F-68400 Riedisheim, FR
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 81679 München
DE-Aktenzeichen 60308485
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 18.02.2003
EP-Aktenzeichen 037065273
WO-Anmeldetag 18.02.2003
PCT-Aktenzeichen PCT/EP03/01619
WO-Veröffentlichungsnummer 2003070870
WO-Veröffentlichungsdatum 28.08.2003
EP-Offenlegungsdatum 24.11.2004
EP date of grant 20.09.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.09.2007
IPC-Hauptklasse C11D 3/42(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse C11D 3/39(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung ist auf Reinigungsmittelformulierungen gerichtet, die bestimmte Fluoreszenzaufheller und ein Peroxid, einen Peroxidaktivator und/oder einen Bleichkatalysator enthalten.

Es ist allgemein bekannt, Fluoreszenzaufheller in Reinigungsmittelformulierungen zu verwenden. Sie erschöpfen sich während der Behandlung auf dem zu waschenden Material und führen kraft ihrer speziellen Lichtabsorptions-/Emissionseigenschaft zur Beseitigung der gelblichen Tönung.

Es besteht jedoch nach wie vor Bedarf an verbesserten Fluoreszenzaufhellern für diese Anwendung. Es ist nunmehr gefunden worden, dass die nachstehenden Verbindungen der Formeln (1) überlegene Eigenschaften bezüglich zum Beispiel Löslichkeit, Buildereigenschaften, Lichtechtheit des Weißgrades besitzen und auch ein ausgezeichnetes Aussehen im festen Zustand aufweisen. Die Weißeigenschaften, wie die Aufrechterhaltung des Weißgrades können sogar durch die Verwendung von Verbindungen der Formel (1) in Reinigungsmitteln verstärkt werden, welche ein Peroxid, einen Peroxidaktivator und/oder einen Bleichkatalysator enthalten. Günstige Eigenschaften werden sogar bei niedrigen Waschtemperaturen erhalten.

Folglich sieht die vorliegende Erfindung unter einem ersten Aspekt eine Reinigungsmittelzusammensetzung vor, umfassend mindestens eine Verbindung der Formel

worin X1 und X3 -NH2 sind,

R1 und R2 unabhängig voneinander Wasserstoff oder unsubstituiertes oder substituiertes C1-C8-Alkyl sind,

X2 und X4 unabhängig voneinander -N(R3)R4 sind, worin R3 und R4 Wasserstoff; Cyano; C1-C8-Alkyl, das unsubstituiert oder substituiert ist durch Hydroxy, Carboxy, Cyano-, -CONH2 oder Phenyl ist, und worin die C1-C8-Alkylgruppe nicht unterbrochen oder unterbrochen ist durch -O-; unsubstituiertes oder C1-C4-alkylsubstituiertes C5-C7-Cycloalkyl sind; oder R3 und R4 zusammen mit dem Stickstoffatom, welches sie verbindet, einen unsubstituierten oder C1-C4-alkylsubstituierten Morpholin-, Piperidin- oder Pyrrolidinring bilden;

R5 C1-C8-Alkyl ist, das unsubstituiert oder durch Hydroxy substituiert ist, und M Wasserstoff, ein Alkali- oder Erdalkalimetall oder Ammonium ist, und worin das Reinigungsmittel ein Peroxid, einen Peroxidaktivator und/oder einen Bleichkataly-sator enthält.

Im Rahmen der vorstehenden Definitionen kann C1-C8-Alkyl Methyl, Ethyl, n- oder iso-Propyl, n-, sec.- oder t-Butyl, oder lineares oder verzweigtes Pentyl, Hexyl, Heptyl oder Octyl sein. Bevorzugt sind C1-C4-Alkylgruppen. In dem Fall, dass die Alkylgruppen, welche für R1 und R2 stehen, substituiert sind, sind Beispiele möglicher Substituenten Hydroxyl, Halogene wie Fluor, Chlor oder Brom, Sulfo, Sulfato, Carboxy und C1-C4-Alkoxy wie Methoxy oder Ethoxy. Andere Substituenten solcher Alkylgruppen sind zum Beispiel Cyano, -CONH2 und Phenyl. Bevorzugte Substituenten sind Hydroxy, Carboxy, Cyano, -CONH2 und Phenyl, insbesondere Hydroxy und Carboxy. Hoch bevorzugte Substituenten sind weiterhin Hydroxy und C1-C4-Alkoxy, insbesondere Hydroxy. Die Alkylgruppen können nicht unterbrochen oder (im Fall die Alkylgruppen enthalten zwei oder mehr Kohlenstoffatome) durch -O- unterbrochen sein.

Beispiele für C5-C7-Cycloalkylgruppen sind Cyclopentyl und insbesondere Cyclohexyl. Diese Gruppen können durch C1-C4-Alkyl wie Methyl substituiert sein. Bevorzugt sind die entsprechenden unsubstituierten Cycloalkylgruppen.

Im Rahmen der vorstehenden Definitionen kann C1-C4-Alkyl Methyl, Ethyl, n- oder iso-Propyl, n-, sec- oder t-Butyl sein, insbesondere Methyl.

Bilden R3 und R4 zusammen mit dem Stickstoffatom einen Morpholin-, Piperidin- oder Pyrrolidinring, kann ein solches Ringsystem unsubstituiert oder durch C1-C4-Alkyl, insbesondere Methyl, substituiert sein. Bevorzugt sind die unsubstituierten Ringsysteme.

Das Kation M ist ein Alkalimetallatom, ein Erdalkalimetallatom oder Ammonium. Bevorzugt sind Na, K, Ca, Mg, Ammonium, Mono-, Di-, Tri- oder Tetra-C1-C4-Alkylammonium, Mono-, Di-, oder Tri-C2-C4-Hydroxyalkylarnmonium oder Ammonium, die mit einer Mischung aus C1-C4-Alkyl- und C2-C4-Hydroxyalkylgruppen di- oder trisubstituiert sind. Hoch bevorzugt ist Natrium.

R1 und R2 sind vorzugsweise Wasserstoff oder C1-C4-Alkyl, insbesondere Wasserstoff.

R3 und R4 sind vorzugsweise Wasserstoff; Cyano; C1-C8-Alkyl, welches unsubstituiert oder mit Hydroxy, Carboxy, Cyano, -CONH2 oder Phenyl, insbesondere durch Hydroxy oder Carboxy substituiert ist, und worin die C1-C8-Alkylgruppe nicht unter-brochen oder durch -O- unterbrochen ist; unsubstituiertes oder C1-C4-alkyl-substituiertes C5-C7Cycloalkyl, insbesondere Cyclohexyl; oder R3 und R4 zu-sammen mit dem sie verknüpfenden Stickstoffatom einen unsubstituierten oder C1-C4-alkylsubstituierten Morpholin-, Piperidin- oder Pyrrolidinring bilden.

R3 und R4 sind weiter vorzugsweise Wasserstoff, unsubstituiertes oder hydroxysubstituiertes C1-C8-Alkyl, unsubstituiertes oder C1-C4-alkylsubstituiertes C5-C7-Cycloalklyl, oder R3 und R4 bilden zusammen mit dem sie verknüpfenden Stickstoffatom einen unsubstituierten oder C1-C4-alkylsubstituierten Morpholin-, Piperidin- oder Pyrrolidinring. Hoch bevorzugte Bedeutungen für R3 und R4 sind Wasserstoff, unsubstituiertes oder hydroxysubstituiertes C1-C8-Alkyl, oder R3 und R4 bilden zusammen mit dem sie verknüpfenden Stickstoffatom einen unsubstituierten oder C1-C4-alkylsubstituierten Morpholin-, Piperidin- oder Pyrrolidinring. Am meisten bevorzugt sind unsubstituierte oder C1-C4-alkylsubstituierte Morpholin-, Piperidin- oder Pyrrolidinringe, insbesondere Morpholin, gebildet durch R3 und R4 zusammen mit dem sie verknüpfenden Stickstoffatom.

Beispiele von -N(R3)R4-Gruppen sind -NH2, -NHCH3, -NHC2H5, -NH(n-C3H7), -NH(i-C3H7), -NH(i-C4H9), -N(CH3)2, -N(C2H5)2, -N(i-C3H7)2, -NH(CH2CH2OH), -N(CH2CH2OH)2, -N(CH2CH(OH)CH3)2, -N(CH3)(CH2CH2OH), -N(C2H5)(CH2CH2OH), -N(i-C3H7)(CH2CH2CH2OH), -NH(CH2CH(OH)CH3), -N(C2H5)(CH2CH(OH)CH3), -NH(CH2CH2OCH3), -NH(CH2CH2OCH2CH2OH), -NH(CH2COOH), -NH(CH2CH2-COOH), -N(CH3)(CH2COOH), -NH(CN);

Bevorzugt sind Verbindungen der Formel (1), worin

R1 und R2 Wasserstoff oder C1-C4-Alkyl sind,

R3 und R4 Wasserstoff; Cyano; C1-C8-Alkyl, welches unsubstituiert oder durch Hydroxy, Carboxy, Cyano, -CONH2 oder Phenyl substituiert ist, und worin die C1-C8-Alkylgruppe nicht unterbrochen oder durch -O- unterbrochen ist; unsubstituiertes oder C1-C4-alkylsubstituieres C5-C7-Cycloalkyl; oder R3 und R4 zusammen mit dem sie verknüpfenden Stickstoffatom einen unsubstituierten oder C1-C4-alkylsubstituierten Morpholin-, Piperidin- oder Pyrrolidinring bilden; und

R5 C1-C8-Alkyl ist, welches unsubstituiert oder durch Hydroxy substituiert ist. Was R3, R4 und R5 betrifft, gelten die vorstehenden Präferenzen.

Von besonderem Interesse sind Verbindungen der Formel (1), in denen X1 und X3 Amin sind und X2 und X4 ein Rest der Formel -N(R3)R4 ist, worin R3 und R4 Wasserstoff, unsubstituiertes oder hydroxysubstituiertes C1-C8-Alkyl, unsubstituiert oder durch C1-C4-alkylsubstituiertes Cyclopentyl oder Cylohexyl ist, oder R3 und R4 zusammen mit dem sie verknüpfenden Stickstoffatom einen unsubstituierten oder C1-C4-alkylsubstituierten Morpholin-, Piperidin- oder Pyrrolidinring bilden. Die am meisten interessierenden Verbindungen der Formel (1) sind jene, worin R3 und R4 zusammen mit dem sie verknüpfenden Stickstoffatom einen unsubstituierten oder C1-C4-alkylsubstituierten Morpholin-, Piperidin- oder Pyrrolidinring bilden. Was R3 und R4 betrifft, gelten die vorstehenden Präferenzen.

Die Verbindungen der Formel (1) sind bekannt oder können in Analogie zu bekannten Verfahren hergestellt werden.

Verbindungen der Formel (1) können durch Umsetzung von Cyanurchlorid in jeder gewünschten Reihenfolge unter bekannten Reaktionsbedingungen sowohl mit 4,4'-Diaminostilben-2,2'-disulfonsäure als auch Aminoverbindungen, welche in der Lage sind die Gruppen X1 X2, X3 und X4 einzuführen, hergestellt werden. Zu Beginn werden vorzugsweise 2 Mole Cyanurchlorid mit 1 Mol 4,4'-Diaminostilben-2,2'-disulfonsäure umgesetzt und das erhaltene Zwischenprodukt dann in beliebiger Reihenfolge mit Aminoverbindungen umgesetzt, welche in der Lage sind die Gruppen X1, X2, X3 und X4 einzuführen. Bei der Herstellung von Verbindungen, in denen X2 und X4 die gleiche Bedeutung haben, wird das erhaltene Zwischenprodukt vorzugsweise zuerst mit einer Aminoverbindung umgesetzt, welche in der Lage ist, X1 und X3 einzuführen, und abschließend mit einer Aminoverbindung, welche in der Lage ist, X2 und X4 einzuführen. Die Reaktion mit den Aminoverbindungen kann auch in einem Schritt durch Umsetzen des Zwischenprodukts mit einer Mischung von Aminoverbindungen erfolgen; In einem solchen Fall werden üblicherweise Mischungen erhalten, welche den Verbindungen der Formel (1) entsprechen.

Die verwendeten Reinigungsmittelzusammensetzungen umfassen vorzugsweise

  • i) 1–70% eines anionischen Tensids und/oder eines nichtionischen Tensids;
  • ii) 0–75% eines Builders;
  • iii) 0,5–30% eines Peroxids;
  • iv) 0.5–10% eines Peroxidaktivators und/oder 0,1–2% eines Bleichkatalysators;
  • v) 0,001–5% einer Verbindung der Formel (1); und
  • vi) 0–5% mindestens eines Enzyms, gewählt aus der Gruppe, bestehend aus Cellulase, Protease, Amylase und Lipase.

Die verwendeten Reinigungsmittelzusammensetzungen umfassen weiter vorzugsweise

  • i) 5–70% eines anionischen Tensids und/oder eines nichtionischen Tensids;
  • ii) 5–70% eines Builders;
  • iii) 0,5–30% eines Peroxids;
  • iv) 0,5–10% eines Peroxidaktivators und/oder 0,1–2% eines Bleichkatalysators;
  • v) 0,01–5% einer Verbindung der Formel (1); und
  • vi) 0,05–5% mindestens eines Enzyms, gewählt aus der Gruppe, bestehend aus Cellulase, Protease, Amylase und Lipase.

Im Allgemeinen wird die Verbindung der Formel (1) in einer Menge von 0,001–5%, insbesondere in einer Menge von 0,01–5% verwendet. Hoch bevorzugt ist eine Menge von 0,05–5%, insbesondere von 0,05 bis 2%. Im Allgemeinen verstehen sich in Prozent angegebene Mengen als Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht, sofern nichts anderes angegeben.

Das Reinigungsmittel kann als Feststoff, als wässrige Flüssigkeit, umfassend z. B. 5–50, vorzugsweise 10–35% Wasser, oder als nichtwässriges flüssiges Reinigungsmittel, enthaltend nicht mehr als 5, vorzugsweise 0–1 Gew.-% Wasser in Form einer Suspension eines Builders in einem nichtionischen Tensid formuliert werden, wie z. B. in GB-A 2158454 beschrieben.

Die anionische Tensidkomponente kann z. B. ein Alkylbenzolsulfonat, ein Alkylsulfat, ein Alkylethersulfat, ein Olefinsulfonat, ein Alkansulfonat, ein Fettsäuresalz, ein Alkyl oder Alkenylethercarboxylat oder ein Salz einer &agr;-Sulfofettsäure oder ein Ester davon sein. Bevorzugt sind Alkylbenzolsulfonate mit 10 bis 20 Kohlenstoffatomen in der Alkylgruppe, Alkylsulfate mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, Alkylethersulfate mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen und Fettsäuresalze mit 8 bis 18 Kohlenstoffatmen, die sich von Palmöl oder Talk ableiten. Die an die Alkylethersulfate addierte mittlere Ethylenoxidmolzahl beträgt vorzugsweise 1 bis 20, vorzugsweise 1 bis 10. Die Salze leiten sich vorzugsweise von einem Alkalimetall wie Natrium oder Kalium, insbesondere Natrium ab. Hoch bevorzugte Carboxylate sind Alkalimetallsarcosinate der Formel R-CO(R1)CH2COOM1, worin R ein Alkyl oder Alkenyl mit 9–17 Kohlenstoffatomen im Alkyl- oder Alkenylrest ist, R1 ein C1-C4-Alkyl und M1 ein Alkalimetall ist, insbesondere Natrium.

Die nichtionische Tensidkomponente kann z. B. ein primäres und sekundäres Alkoholethoxylat, insbesondere ein mit im Durchschnitt 1 bis 20 Molen Ethylenoxid pro Mol ethoxylierter aliphatischer C8-C20-Alkohol sein und noch spezieller ein mit im Durchschnitt 1 bis 10 Molen Ethylenoxid pro Mol Alkohol ethoxylierter primärer oder sekundärer aliphatischer C10-C15-Alkohol. Nicht ethoxylierte nichtionische Tenside schließen Alkylpolyglycoside, Glycerolmonoether und Polyhydroxyaminde (Glucamid) ein.

Die Gesamtmenge an anionischem Tensid und nichtionischem Tensid beträgt vorzugsweise 5–50 Gew.-%, vorzugsweise 5–40 Gew.-% und weiter vorzugsweise 5–30 Gew.-%. Was diese Tenside betrifft, beträgt die untere Grenze vorzugsweise 10 Gew.-%.

Die Builderkomponente kann ein Alkalimetallphosphat, insbesondere ein Tripolyphosphat; ein Carbonat oder Bicarbonat, insbesondere die Natriumsalze davon; ein Silicat oder Disilicat; ein Aluminiumsilicat; ein Polycarboxylat, eine Polycarbonsäure; ein organisches Phosphonat; oder ein Aminoalkylenpoly-(alkylenphosphonat); oder eine Mischung von diesen sein. Bevorzugte Silicate sind kristalline Natriumschichtsilicate der Formel NaHSimO2m+1pH2O oder Na2SimO2m+1·pH2O, worin m eine Zahl von 1,9 bis 4 und p 0 bis 20 ist. Bevorzugte Aluminiumsilicate sind die im Handel erhältlichen synthetischen Materialien mit der Bezeichnung Zeolith A, B, X und HS oder Mischungen hiervon. Zeolith A ist bevorzugt. Bevorzugte Polycarboxylate schließen Hydroxypolycarboxylate, insbesondere Citrate, Polyacrylate und ihre Copolymeren mit Maleinsäureanhydrid ein. Bevorzugte Polycarbonsäuren schließen Nitrilotriessigsäure und Ethylendiamintetraessigsäure ein. Bevorzugte organische Phosphonate oder Aminoalkylenpoly(alkylenphosphonate) sind die Alkalimetallethan-1-hydroxydiphosphonate, Nitrilotrimethylenphosphonate, Ethylendiamintetramethylenphosphonate und Diethylentriaminpentamethylenphosphonate. Der Builderanteil beträgt vorzugsweise 5–70 Gew.-%, vorzugsweise 5–60 Gew.-% und weiter vorzugsweise 10–60 Gew.-%. Was den Builder betrifft, beträgt die Untergrenze vorzugsweise 15 Gew.-%, insbesondere 20 Gew.-%.

Geeignete Peroxidkomponenten schließen zum Beispiel die organischen und anorganischen Peroxide (wie Natriumperoxide) ein, welche aus der Literatur bekannt und im Handel als Textilbleichmittel für herkömmliche Waschtemperaturen von beispielsweise 5 bis 95°C erhältlich sind. Die organischen Peroxide sind zum Beispiel im Besonderen Monoperoxide oder Polyperoxide mit Alkylketten mit wenigstens 3, vorzugsweise 6 bis 20 Kohlenstoffatomen, insbesondere Diperoxydicarboxylate mit 6 bis 12 C-Atomen wie Diperoxyazelate, Diperoxypersebacate, Diperoxyphthalate und/oder Diperoxydodecandioate, wobei insbesondere ihre entsprechenden freien Säuren von Interesse sind. Vorzugsweise werden jedoch die sehr aktiven anorganischen Peroxide wie Persulfate, Perborate und/oder Percarbonate eingesetzt. Es können natürlich auch Mischungen von organischen und/oder anorganischen Peroxiden eingesetzt werden.

Der Peroxidanteil beträgt vorzugsweise 0,5–30 Gew.-%, vorzugsweise 1–20 Gew.-% und weiter vorzugsweise 1–15 Gew.-%. Wird ein Peroxid verwendet, beträgt die Untergrenze vorzugsweise 2 Gew.-%, insbesondere 5 Gew.-%.

Die Peroxide, insbesondere die anorganischen Peroxide werden vorzugsweise durch den Einschluss eines Bleichaktivators aktiviert. Es sind besonders solche Verbindungen bevorzugt, welche unter Perhydrolysebedingungen unsubstituierte oder substituierte Perbenzoe- und/oder Peroxodicarbonsäuren mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, insbesondere 2 bis 4 Kohlenstoffatomen liefern. Geeignete Verbindungen schließen jene ein, welche O- und/oder N-Acylgruppen mit besagter Zahl von Kohlenstoffatomen und/oder unsubstituierte oder substituierte Benzoylgruppen tragen. Vorzug erhalten die polyacylierten Alkylendiamine, insbesondere Tetraacetylendiamin (TAED); acetylierte Glykolurile, insbesondere Tetracetylglykoluril (TAGU); N,N-Diacetyl-N.N-dimethylharnstoff (DDU); acetylierte Triazinderivate, insbesondere 1,5-Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin (DADHT); Verbindungen mit der Formel

worin R eine Sulfonatgruppe, eine Carbonsäuregruppe oder eine Carboxylatgruppe ist, und worin R' ein lineares oder verzweigtes C7-C15-Alkyl ist; ebenso Aktivatoren, die unter den Bezeichnungen SNOBS, SLOBS, NOBS und DOBA bekannt sind; acetylierte mehrwertige Alkohole, insbesondere Triacetin, Ethylenglykoldiacetat und 2,5-Diacetoxy-2,5-dihydrofuran und acetyliertes Sorbitol und Manitol sowie acetylierte Zuckerderivate, insbesondere Pentaacetylglucose (PAG), Saccharosepolyacetat (SUPA), Pentaacetylfructose, Tetraacetylxylose und Octaacetyllactose; und acetyliertes, gegebenenfalls N-alkyliertes Glucamin sowie Gluconolacton. Es können auch die in der Deutschen Patentanmeldung DE-A 44 43 177 offen gelegten Kombinationen herkömmlicher Bleichaktivatoren verwendet werden. Nitrilverbindungen, die mit Peroxiden Peroxyimidsäuren bilden, sind ebenfalls als Bleichaktivatoren geeignet. Bevorzugt sind Tetraacetylethylendiamin und Nonoyloxybenzolsulfonat.

Der Bleichaktivatoranteil beträgt vorzugsweise 0–10 Gew.-%, vorzugsweise 0–8 Gew.-%. Wird ein Bleichaktivator verwendet, beträgt die Untergrenze vorzugsweise 0,5 Gew.-%, insbesondere 1 Gew.-%.

Bleichkatalysatoren, welche zugesetzt werden können, schließen z. B. enzymatische Peroxidvorläufer und/oder Metallkomplexe ein. bevorzugte Metallkomplexe sind Mangan-, Kobalt- oder Eisenkomplexe wie die Mangan- oder Eisenphthalocyanine oder die in EP-A 0 509 787 beschriebenen Komplexe. Wird ein Bleichkatalysator verwendet, beträgt sein Anteil vorzugsweise 0,005 bis 2 Gew.-%, weiter vorzugsweise 0,01 bis 2 Gew.-%, insbesondere 0,05 bis 2 Gew.-%. Hoch bevorzugt ist ein Anteil von 0,1–2 Gew.-%.

Als Beispiele für Bleichkatalysatoren seien die nachstehenden aufgeführt:

  • – WO-A 95/30681 (vgl. Formel (I) und die nachstehende Definition auf Seite 1, Zeile 7 bis 30; insbesondere Formel (I) und die auf Seite 2, Zeile 29 bis Seite 11, Zeile 11 gegebenen Definitionen). Bevorzugte Liganden sind die auf Seite 13, Zeile 12 bis Seite 26, Zeile 11 angegebenen.
  • – WO-A 01/09276 (vgl. die Formeln (1), (2) und (3) und die auf den Seiten 2 und 3 gegebenen Definitionen);
  • – WO-A 01/05925 (vgl. Formel (1) und die nachstehende Definitionen auf Seite 1, letzter Absatz bis Seite 2, erster Absatz. Bezüglich der zu verwendenden Metallkomplexe, denen der Vorzug gegeben wird, vgl. insbesondere jene mit der Formel (2) auf Seite 3 und jene mit der Formel (3) auf Seite 4);
  • – WO-A 02/088289 (vgl. Formel (1) und die nachstehende Definition auf Seite 2. Bezüglich der zu verwendenden Metallkomplexe, denen der Vorzug gegeben wird, vgl. insbesondere die Liganden der Formel (3) und auch den auf Seite 3, Absatz 4 bis Seite 4, Absatz 7 bevorzugten).

Das Reinigungsmittel kann weiterhin gegebenenfalls Enzyme enthalten. Enzyme können Reinigungsmitteln für die Fleckenentfernung zugesetzt werden. Die Enzyme intensivieren üblicherweise die Wirkung auf Flecken, welche entweder auf Proteinen oder Stärke basieren; wie die durch Blut, Milch, Gras oder Fruchtsäfte verursachten. Bevorzugte Enzyme sind Cellulasen, Proteasen, Amylasen und Lipasen. Bevorzugte Enzyme sind Cellulasen und Proteasen, insbesondere Proteasen. Cellulasen sind Enzyme, welche auf Cellulose und ihre Derivate einwirken und sie zu Glucose, Cellobiose, Cellooligosacchariden hydrolysieren, Cellulasen entfernen Schmutz und mildern die Rauigkeit bei der Berührung. Beispiele verwendbarer Enzyme schließen die folgernden ein, sind jedoch unter keinen Umständen darauf beschränkt:

Proteasen, angegeben in US-A 6,242,405 B, Spalte 14, Zeilen 21 bis 32;

Lipasen, angegeben in US-A 6,242,405 B, Spalte 14, Zeilen 33 bis 46;

Amylasen, angegeben in US-A 6,242,405 B, Spalte 14, Zeilen 47 bis 56 und

Cellulasen, US-A 6,242,405 B, Spalte 14, Zeilen 57 bis 64.

Die Enzyme können wahlweise im Reinigungsmittel vorliegen. Werden Enzyme verwendet, liegen sie üblicherweise in einem Anteil von 0,01–5 Gew.-%, vorzugsweise von 0,05–5% und weiter vorzugsweise von 0,1–4 Gew.-% vor, bezogen auf das Gesamtgewicht des Reinigungsmittels.

Bevorzugte Additive für die erfindungsgemäßen Reinigungsmittel sind weiterhin Polymere, welche während des Waschens von Textilien die Fleckenbildung verhindern, welche durch Farbstoffe in der Waschlauge verursacht werden, die aus den Textilien unter Waschbedingungen freigesetzt worden sind (Farbfixiermittel, Farbstoffübertragungsinhibitoren). Solche Polymere sind vorzugsweise Polyvinylpyrrolidone, Polyvinylimidazole oder Polyvinylpyridin-N-oxide, welche durch den Einbau von anionischen oder kationischen Substituenten, modifiziert worden sein können, insbesondere jene mit einem Molekulargewicht im Bereich von 5000 bis 60.000, ganz besonderes von 10.000 bis 50.000. Solche Polymere werden üblicherweise in einem Anteil von 0,01 bis 5%, vorzugsweise 0,05 bis 5 Gew.-%, insbesondere von 0,1 bis 2 Gew.-%., bezogen auf das Gesamtgewicht des Reinigungsmittels, verwendet. Bevorzugte Polymere sind die in WO-A 02/02865 angegebenen (vgl. im Besonderen Seite 1, letzter Absatz und Seite 2, erster Absatz).

Die verwendeten Reinigungsmittel enthalten üblicherweise ein oder mehrer Hilfsstoffe wie Schmutzsuspendierungsmittel, wie zum Beispiel Carboxymethylcellulose; Salze zur pH-Einstellung, wie zum Beispiel Alkali- oder Erdalkalimetallsilicate; Schaumregulierungsmittel wie zum Beispiel Seifen; Salze zur Einstellung der Sprühtrocknungs- und Granulierungseigenschaften, wie zum Beispiel Natriumsulfat; Duftstoffe; und bei Bedarf auch antistatische und weichmachende Mittel wie smektische Tone; Photobleichmittel; Pigmente; und/oder Tönungsmittel. Diese Bestandteile sollten natürlich gegenüber allen eingesetzten Bleichmittelsystemen stabil sein. Solche Hilfsstoffe können in einen Anteil von zum Beispiel 0,1 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise von 0,5 bis 10 Gew.-%, insbe-sondere von 0,5 bis 5 Gew.-% vorliegen, bezogen auf das Gesamtgewicht des Reinigungsmittels.

Die Reinigungsmittelzusammensetzungen können eine Vielfalt von physikalischen Formen annehmen, einschießend die von Pulver, Granalien, Tabletten und flüssige Formen. Beispiele hiervon sind konventionelle pulverförmige Allzweckreinigungsmittel, kompakte und superkompakte Allzweckreinigungsmittel und Tabletten wie Allzweckreinigungsmitteltabletten. Eine wichtige physikalische Form ist die auf die Zugabe zur Waschmaschine ausgelegte so genannte konzentrierte Granulatform.

Von Wichtigkeit sind auch die so genannten Kompakt-(oder Superkompakt)-Reinigungsmittel. Auf dem Gebiet der Reinigungsmittelherstellung hat sich neuerlich ein Trend in Richtung auf die Herstellung von Kompaktreinigungsmitteln herausgebildet, welche erhöhte Gehalte an Wirksubstanz enthalten. Um die Energiekosten während des Waschvorgangs zu minimieren wird von den Kompaktreinigungsmitteln verlangt, dass sie bei so niedrigen Temperaturen wie 40°C oder sogar bei Raumtemperatur, d. h. bei 25°C, wirksam arbeiten. Solche Reinigungsmittel enthalten üblicherweise nur geringe Mengen Füllstoffe oder Verarbeitungshilfsmittel wie Natriumsulfat oder Natriumchlorid, Der Anteil an solchen Füllstoffen beträgt üblicherweise 0–10 Gew.-%, vorzugsweise 0–5 Gew.-%, insbesondere 0–1 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Reinigungsmittels. Solche Reinigungsmittel besitzen üblicherweise eine Schüttdichte von 650–1000 g/l, vorzugsweise von 700–1000 g/l und insbesondere von 750–1000 g/l.

Die Reinigungsmittel können auch in Form von Tabletten vorliegen. Die relevanten Eigenschaften von Tabletten sind die leichte Dosierung und die bequeme Handhabung. Tabletten sind die kompakteste Verabreichungsform fester Reinigungsmittel und besitzen eine Substanzdichte von zum Beispiel 0,9 bis 1,3 kg/Liter. Um einen schnellen Zerfall zu erleichtern, enthalten Wäschewaschtabletten im Allgemeinen spezielle Zerfallshilfsmittel:

  • – Schäummittel wie Carbonat/Hydrogencarbonat/Citronensäure;
  • – Quellmittel wie Cellulose, Carboxymethylcellulose, vernetztes Poly(N-vinylpyrrolidon;
  • – schnell lösliche Materialien wie Na(K)acetat oder Na(K)citrat;
  • – schnell wasserlösliche spröde Beschichtungen wie Dicarbonsäuren.

Die Tabletten können auch beliebige Kombinationen der vorstehenden Zerfallshilfsmittel enthalten.

Das Reinigungsmittel kann auch als eine wässrige Flüssigkeit formuliert werden, umfassend 5–50, vorzugsweise 10–35% Wasser oder als ein nichtwässriges flüssiges Reinigungsmittel, enthaltend nicht mehr as 5, vorzugsweise 0–1 Gew.-% Wasser. Nichtwässrige flüssige Reinigungsmittelzusammensetzungen können andere Lösungsmittel als Träger enthalten. Geeignet sind niedermolekulare primäre oder sekundäre Alkohole wie zum Beispiel Methanol, Ethanol, Propanol und Isopropanol. Einwertige Alkohole sind zur Lösung der Tenside bevorzugt; es können jedoch auch Polyole verwendet werden, welche 2 bis etwa 6 Kohlenstoffatome und 2 bis etwa 6 Hydroxygruppen (z. B. 1,3-Propandiol, Ethylenglykol, Glycerin und 1,2-Propandiol) enthalten. Die Zusammensetzungen können 5% bis 90%, typischerweise 10% bis 50% solcher Träger enthalten. Die Reinigungsmittel können auch in Form einer so genannte „Einwegflüssigkeitsdosis" vorliegen.

Die Reinigungsbehandlung von Textilien kann im Haushalt mit einer normalen Waschmaschine erfolgen.

Die zu behandelnden Textilgewebe können aus natürlichen oder synthetischen Fasern oder deren Mischungen sein. Beispiele natürlicher Fasern schließen Pflanzenfasern wie Baumwolle, Viskose, Flachs, Rayon oder Leinen, vorzugsweise Baumwolle, und tierische Fasern wie Wolle, Mohair, Cashmere, Angora und Seide, vorzugsweise Wolle, ein. Synthetische Fasern schließen Polester-, Polyamid- und Polyacrylnitrilfasern ein. Bevorzugte Textilfasern sind Baumwoll-, Polyamid- und Wollfasern, insbesondere Baumwollfasern. Textilgewebe, welche nach dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelt werden, weisen vorzugsweise eine Dichte von weniger als 200 g/m2 auf.

Verfahrensgemäß wird üblicherweise eine Menge von 0,01 bis 3,0 Gew.-%, insbesondere von 0,05 bis 3,0 Gew.-% einer Verbindung der Formel (1) verwendet, bezogen auf das Gewicht des Textilgewebematerials.

Das Verfahren wird üblicherweise im Temperaturbereich von 5 bis 100°C, insbesondere von 5 bis 60°C durchgeführt. Bevorzugt ist ein Temperaturbereich von 5 bis 40°C, insbesondere von 5 bis 35°C und weiter vorzugsweise von 5 bis 30°C.

Die Reinigungsmittelzusammensetzungen hierin werden vorzugsweise so formuliert, dass das Waschwasser während ihrer Verwendung bei wässrigen Reinigungsverfahren einen pH zwischen etwa 6,5 und etwa 11, vorzugsweise zwischen etwa 7,5 und 11 aufweist. Wäschewaschprodukte besitzen typischerweise einen pH von 9–11. Techniken zur Einstellung des pH auf ein empfohlenes Verwendungsniveau schließen die Verwendung von Puffern, Alkalien, Säuren etc. ein und sind dem Fachmann wohlbekannt.

Maschinenwaschverfahren umfassen hierin typischerweise das Behandeln verschmutzter Wäsche mit einer wässrigen Waschlösung in einer Waschmaschine, welche darin eine wirksame Menge einer erfindungsgemäße Reinigungsmittelzusammensetzung zum maschinellen Wäschewaschen gelöst oder dispergiert enthält. Eine wirksame Menge Reinigungsmittelzusammensetzung bedeutet z. B. 20 bis 300 g Produkt, welches in einer Waschlösung mit einem Volumen von 5 bis 85 Litern gelöst oder dispergiert wird, entsprechend typischen Produktdosen und Waschlösungsvolumina bei üblicherweise eingesetzten herkömmlichen maschinellen Wäschewaschverfahren. Beispiele sind:

  • – Obenbeladung, Waschmaschine von U.S.-Typ mit vertikaler Achse, die etwa 45 bis 83 Liter Wasser im Wasserbad, einen Waschzyklus von etwa 10 bis etwa 14 Minuten und eine Waschwassertemperatur von etwa 10 bis etwa 50°C verwendet;
  • – Frontbeladung, Waschmaschine vom Europäischen Typ mit horizontaler Achse, welche etwa 8 bis 15 Liter Wasser im Wasserbad, einen Waschzyklus von etwa 10 bis etwa 60 Minuten und eine Waschwassertemperatur von etwa 30 bis etwa 95°C verwendet;
  • – Obenbeladung, Waschmaschine von Japanischen Typ mit vertikaler Achse, welche etwa 26 bis 52 Liter Wasser im Wasserbad, einen Waschzyklus von etwa 8 bis etwa 15 Minuten und eine Waschwassertemperatur von etwa 5 bis etwa 25°C verwendet.

Das Waschlaugenverhältnis beträgt vorzugsweise 1:4 bis 1:40, insbesondere 1:4 bis 1:15. Hoch bevorzugt ist eine Waschlaugenverhältnis von 1:4 bis 1:10, insbesondere von 1:5 bis 1:9.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es ein Verfahren zur Waschbehandlung von Textilgewebematerial im Haushalt vorzusehen, wobei das Textilgewebematerial mit einer wässrigen Lösung eines Reinigungsmittels in Berührung gebracht wird, umfassend eine Verbindung der wie vorstehend definierten Formel (1), und wobei das Reinigungsmittel ein Peroxid, einen Peroxidaktivator und/oder einen Bleichkatalysator enthält, und wobei sich die Temperatur der Lösung während des ganzen Verfahrens zwischen 5°C und 40°C, vorzugsweise zwischen 5°C und 30°C befindet.

Was sowohl die Verbindungen der Formal (1) als auch der Reinigungsmittel und das Waschverfahren betrifft, gelten die vorstehend angegebenen Definitionen und Präferenzen.

Die erfindungsgemäß verwendeten Verbindungen sind insofern besonders vorteilhaft, als sie nicht nur außerordentlich hohe Weißgrade liefern sondern zusätzlich auch in vielen Fällen hoch erwünschte Wasserlöslichkeiten und auch ein ausgezeichnetes weißes Aussehen im festen Zustand besitzen. Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass die Reinigungsmittelzusammensetzung eine verbesserte Weißwirkung und Griffigkeit bieten. Die Verbindungen weisen weiterhin sehr gute Ergebnisse bezüglich der Ausnutzungseigenschaften auf.

Die Verbindungen haben den Vorteil, dass sie auch in Gegenwart von aktiven Chlordonatoren, wie zum Beispiel Hypochlorit, im Wesentlichen ohne Wirkungsverlust in Waschbädern mit nichtionischen Waschmitteln wie zum Beispiel Alkylphenolpolyglykolethern verwendet werden können. Die Verbindungen sind sowohl in pulverförmigen Waschmitteln als auch in Waschbädern in Gegenwart von Perborat oder Persäuren und Aktivatoren, wie zum Beispiel Tetraacetylglykoluril oder Ethylendiamintetraessigsäure beständig. Zusätzlich verleihen sie bei Tageslicht ein brillantes Aussehen.

Die nachstehenden Beispiele dienen der Veranschaulichung der Erfindung; Teile und Prozente beziehen sich auf das Gewicht, sofern nichts anderes angegeben.

Herstellungsbeispiel 1

In einem 1 Liter Kolben werden 0,05 Mole der Verbindung der Formel

mit 600 ml Wasser gemischt und auf eine Temperatur von 60°C erwärmt. Anschließend werden 9,2 g 2-Ethylaminoethanol zugegeben und das Reaktionsgemisch auf eine Temperatur von 98°C aufgeheizt; Während des Aufheizens wird der pH durch Zugabe einer 4-molaren wässrigen Natriumhydroxidlösung auf einem Wert zwischen 8,5 und 9 gehalten. Die Reaktionsmischung wird auf 50°C abgekühlt und der pH durch Zugabe einer 6-molaren wässrigen Salzsäurelösung auf einen Wert von 4,5 eingestellt. Der Niederschlag wird abfiltriert, mit 100 ml 10% wässriger Natriumchloridlösung gewaschen und im Vakuum getrocknet. Auf diese Weise werden 30,5 g eines gelblichen Produkts erhalten.

Herstellungsbeispiele 2 bis 15

Die nachstehenden Verbindungen mit der Formel

können analog dem für die Herstellung von Beispiel 1 angegebenen Verfahren hergestellt werden, indem 9,2 g 2-Ethylaminoethanol durch eine äquivalente Menge des entsprechenden Amins ersetzt werden. X entspricht der Definition in der nachstehenden Tabelle 1. Verbindungen, welche nach dem Abkühlen auf 50°C ausfallen, werden ohne Zusatz von Salzsäure direkt als Natriumsalze isoliert und dann unter Vakuum getrocknet.

Tabelle 1

Herstellungsbeispiel 16 (nicht erfindungsgemäß)

In einen 1 Liter Kolben werden 0,05 Mole der Verbindung der Formel

mit 600 ml Wasser gemischt und auf eine Temperatur von 60°C erwärmt. Dann werden 9,5 g Morpholin zugesetzt und die Reaktionsmischung auf eine Temperatur von 98°C aufgeheizt; Während des Aufheizens wird der pH durch Zugabe einer 4-molaren wässrigen Natriumhydroxidlösung auf einem Wert zwischen 8,5 und 9 gehalten. Die Reaktionsmischung wird auf 40°C abgekühlt, der Niederschlag abfiltriert, mit 100 ml 10% wässriger Natriumchloridlösung gewaschen und unter Vakuum getrocknet. Auf diese Weise werden 30 g eines gelben Produkts erhalten.

Herstellungsbeispiele 17 bis 19 (nicht erfindungsgemäß)

Die nachstehenden Verbindungen der Formel

können analog dem für die Herstellung von Beispiel 16 angegebenen Verfahren hergestellt werden, indem 9,5 g Morpholin durch eine äquivalente Menge des entsprechenden Amins ersetzt wird. X entspricht der Definition in der nachstehenden Tabelle 2. Verbindungen mit einer hohen Löslichkeit werden mit einer 6-molaren wässrigen Salzsäurelösung behandelt, um den pH vor dem Abkühlen auf 50°C auf einen Wert von 4,5 einzustellen.

Tabelle 2

Herstellungsbeispiel 20 (nicht erfindungsgemäß)

In einem 2 Liter Kolben werden 130 ml Methylethylketon, 80 ml entionisiertes Wasser, 150 g Eis und 18,5 g Cyanurchlorid gemischt. Während eines Zeitraums von 30 Minuten werden 185 ml einer Lösung von 4,4'-Diaminostilben-2,2'-disulfonsäure (als Natriumsalz) in Wasser (Konzentration 100 g/l) bei einer Temperatur zwischen –8 und +5°C tropfenweise zugegeben. Der pH wird durch Zugabe einer wässrigen Natriumcarbonatlösung auf einem Wert zwischen 4,5 und 5 gehalten. Es wird eine gelbliche Suspension erhalten. Dann werden mithilfe eines Tropftrichters 27,2 g Ethanolamin (99%) zugegeben. Der pH steigt auf einen Wert von 10 und fällt dann auf einen niedrigeren Wert ab, wobei die Temperatur auf 10 bis 15°C ansteigt. Anschließend wird die Reaktionsmischung auf eine Temperatur von 45°C erwärmt und bei dieser Temperatur 20 Minuten gehalten. Während des Aufheizens auf 98°C innerhalb von 30 Minuten wird eine Mischung aus Methylethylketon und Wasser abdestilliert. Der pH wird durch Zugabe einer wässrigen Natriumhydroxidlösung auf einem Wert zwischen 8,5 und 9 gehalten. Nachdem keine weitere Zugabe von wässriger Natriumhydroxidlösung mehr erforderlich ist, um den pH auf einem konstanten Wert zu halten, wird die Reaktionsmischung auf 50°C abgekühlt. Der pH wird auf einen Wert von 5,5 eingestellt, worauf ein gelblicher kristalliner Niederschlag abfiltriert werden kann. Nach dem Trocknen werden 29 g eines gelblichen Produkts erhalten.

Herstellungsbeispiel 21 (nicht erfindungsgemäß)

In einem 1 Liter Druckbehälter werden 0,037 Mole N,N'-Bis-(4-morpholino-6-chlor-1,3,5-triazin-2-yl)-4,4'-diaminostilben-2,2'-disulfonsäure (als Natriumsalz) in 500 ml Wasser suspendiert. Es werden 15 g einer wässrigen Ethylaminlösung (70%) zugegeben und die Reaktionsmischung auf eine Temperatur von 100 bis 105°C erwärmt und 4,5 Stunden gerührt. Die Reaktionsmischung wird auf 25°C abgekühlt und der Niederschlag abfiltriert, mit 100 ml 10% wässriger Natriumchloridlösung gewaschen und im Vakuum bei 70°C getrocknet. Auf diese Weise werden 25,8 g eines gelblichen Pulvers erhalten.

Herstellungsbeispiel 22 (nicht erfindungsgemäß)

Die Verbindung der Formel (107) kann in analog dem in Beispiel 21 angegebenen Verfahren hergestellt werden, indem 15 g der wässrigen Ethylaminlösung (70%) durch eine entsprechende Lösung ersetzt werden, welche eine äquimolare Menge Diethylamin enthält.

Herstellungsbeispiel 23 (nicht erfindungsgemäß)

In einem 1 Liter Kolben werden 0,05 Mole N,N'-Bis-(4-morpholino-6-chlor-1,3,5-triazin-2-yl)-4,4'-diaminostilben-2,2'-disulfonsäure (als Natriumsalz) in 600 ml Wasser suspendiert und auf eine Temperatur von 60°C erwärmt. Es werden 6,4 g Ethanolamin zugegeben und die Reaktionsmischung auf eine Temperatur von 98°C aufgeheizt. Der pH wird durch Zugabe einer wässrigen 4-molaren Natriumhydroxidlösung auf einem Wert zwischen 8,5 und 9 gehalten. Die Reaktionsmischung wird auf 25°C abgekühlt und 10% des Volumens Natriumchlorid zugegeben. Der Niederschlag wird abfiltriert, mit 100 ml einer 10% wässrigen Natriumchloridlösung gewaschen und im Vakuum bei 70°C getrocknet. Auf diese Weise werden 41,8 g eines gelblichen Pulvers erhalten.

Anwendungsbeispiel 1 Allgemeines Verfahren:

Es wird eine Waschlauge durch Lösen von 0,8 g eines Waschpulvers in 200 ml Leitungswasser hergestellt. Das Bad wird mit 10 g gebleichtem Baumwollgewebe beschickt und dieses bei 40°C während 15 Minuten gewaschen, anschießend gespült, geschleudert und bei 160°C geplättet.

Es werden die nachstehenden Waschpulver A und B verwendet (Die in den nachstehenden Tabellen 3a und 3b angegebenen Mengen sind Grammmengen):

Tabelle 3a (Bestandteile der Waschpulver A und B)
Tabelle 3b (verwendete Waschpulver)
  • * nicht erfindungsgemäß

Konstitution der Verbindung der Formel (109):

Die Baumwollgewebe, welche mit den in Tabelle 4b angegebenen Reinigungsmitteln nach dem allgemeinen Verfahren gewaschenen wurden, wiesen gute Weißgrade auf.

Anwendungsbeispiel 2 Allgemeines Verfahren:

Es wird eine Waschlauge durch Lösen von 0,8 g eines Waschpulvers in 200 ml Leitungswasser hergestellt. Das Bad wird mit 10 g gebleichtem Baumwollgewebe beschickt und dieses bei 30°C während 15 Minuten gewaschen, anschießend gespült, geschleudert und bei 160°C geplättet.

Es werden die nachstehenden Waschpulver verwendet (Die in den nachstehenden Tabellen 4a und 4b angegebenen Mengen sind Gewichtsprozente, bezogen auf das Gesamtgewicht des Reinigungsmittels):

Tabelle 4a (Bestandteile der Waschpulver C und D)

In jedem der vorstehenden Reinigungsmittel wird eine für 100% ausreichende Menge Wasser verwendet.

Tabelle 4b (verwendete Waschpulver)

  • * nicht erfindungsgemäß

Zur Konstitution der Verbindung der Formel (109) vergleiche die Anwendung von Beispiel 1.

Die Baumwollgewebe, welche mit den in Tabelle 4b angegebenen Reinigungsmitteln nach dem allgemeinen Verfahren gewaschenen wurden, weisen gute Weißgrade auf.


Anspruch[de]
Reinigungsmittelzusammensetzung, umfassend mindestens eine Verbindung der Formel
worin bedeuten

R1 und R2 unabhängig voneinander Wasserstoff oder unsubstituiertes oder substituiertes C1-C8-Alkyl,

X2 und X4 unabhängig voneinander -N(R3)R4, worin R3 und R4 Wasserstoff; Cyano; C1-C8-Alkyl, das unsubstituiert oder substituiert ist durch Hydroxy, Carboxy, Cyano-, CONH2 oder Phenyl, und worin die C1-C8-Alkylgruppe ununterbrochen oder unterbrochen ist durch -O-; unsubstituiertes oder C1-C4-alkylsubstituiertes C5-C7-Cycloalkyl sind; oder R3 und R4 zusammen mit dem Stickstoffatom, welches sie verbindet, einen unsubstituierten oder C1-C4-alkylsubstituierten Morpholin-, Piperidin- oder Pyrrolidinring bilden;

R5 C1-C8-Alkyl, das unsubstituiert oder durch Hydroxy substituiert ist, und

M Wasserstoff, ein Alkali- oder Erdalkalimetall oder Ammonium, vorzugsweise Natrium,

und wobei das Reinigungsmittel ein Peroxid, einen Peroxidaktivator und/oder einen Bleichkatalysator umfasst.
Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei R3 und R4 zusammen mit dem Stickstoffatom, welches sie verbindet, einen unsubstituierten oder C1-C4-alkylsubstituierten Morpholin-, Piperidin- oder Pyrrolidring, vorzugsweise einen Morpholinring, bilden. Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 2, umfassend

i) 1–70% eines anionischen Tensids und/oder eines nichtionischen Tensids;

ii) 0–75% eines Builders;

iii) 0,5–30% eines Peroxids;

iv) 0,5–10% eines Peroxidaktivators; und/oder 0,1–2% eines Bleichkatalysators;

v) 0,001–5% einer Verbindung der Formel (1); und

vi) 0–5% mindestens eines Enzyms, gewählt aus der Gruppe, bestehend aus Cellulase, Protease, Amylase und Lipase.
Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, umfassend

i) 5–70% eines anionischen Tensids und/oder eines nichtionischen Tensids;

ii) 5–70% eines Builders;

iii) 0,5–30% eines Peroxids;

iv) 0,5–10% eines Peroxidaktivators; und/oder 0,1–2% eines Bleichkatalysators;

v) 0,01–5% einer Verbindung der Formel (1); und

vi) 0,05–5% mindestens eines Enzyms, gewählt aus der Gruppe, bestehend aus Cellulase, Protease, Amylase und Lipase.
Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Zusammensetzung mindestens ein Enzym umfasst, gewählt aus der Gruppe, bestehend aus Cellulase, Protease, Amylase und Lipase. Zusammensetzung nach Anspruch 5, wobei das Enzym ein Proteaseenzym ist. Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Zusammensetzung ein Peroxid umfasst. Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Zusammensetzung ein Peroxid und einen Peroxidaktivator umfasst. Zusammensetzung nach Anspruch 8, wobei der Peroxidaktivator TAED ist. Verfahren zur Haushaltswaschbehandlung eines Textilfasermaterials, wobei das Textilfasermaterial mit einer wässrigen Lösung eines Reinigungsmittels behandelt wird, umfassend eine Verbindung der Formel
worin bedeuten

R1 und R2 unabhängig voneinander Wasserstoff oder unsubstituiertes oder substituiertes C1-C8-Alkyl,

X2 und X4 unabhängig voneinander -N(R3)R4, worin R3 und R4 Wasserstoff; Cyano; C1-C8-Alkyl, das unsubstituiert oder substituiert ist durch Hydroxy, Carboxy, Cyano-, -CONH2 oder Phenyl, und worin die C1-C8-Alkylgruppe ununterbrochen oder unterbrochen ist durch -O-; unsubstituiertes oder C1-C4-alkylsubstituiertes C5-C7-Cycloalkyl sind; oder R3 und R4 zusammen mit dem Stickstoffatom, welches sie verbindet, einen unsubstituierten oder C1-C4-alkylsubstituierten Morpholin-, Piperidin, oder Pyrrolidinring bilden;

R5 C1-C8-Alkyl, das unsubstituiert oder durch Hydroxy substituiert ist, und

M Wasserstoff, ein Alkali- oder Erdalkalimetall oder Ammonium, vorzugsweise Natrium,

und wobei das Reinigungsmittel ein Peroxid, einen Peroxidaktivator und/oder einen Bleichkatalysator umfasst,

und wobei die Temperatur der Lösung während des gesamten Verfahrens zwischen 5°C und 40°C, vorzugsweise zwischen 5°C und 30°C, beträgt.
Verfahren nach Anspruch 10, wobei R3 und R4 zusammen mit dem Stickstoffatom, welches sie verbindet, einen unsubstituierten oder C1-C4-alkylsubstituierten Morpholin-, Piperidin-, oder Pyrrolidinring, vorzugsweise einen Morpholinring, bilden. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 11, wobei die Textilfasermaterialien mit 0,05 bis 3,0 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Textilfasermaterials, der Verbindung der Formel (1) behandelt werden. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 12, wobei das Reinigungsmittel mindestens ein Enzym umfasst, gewählt aus der Gruppe, bestehend aus der Gruppe, bestehend aus Cellulase, Protease, Amylase und Lipase. Verfahren nach Anspruch 13, wobei das Enzym ein Proteaseenzym ist. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 14, wobei das Reinigungsmittel ein Peroxid umfasst. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 15, wobei das Reinigungsmittel ein Peroxid und einen Peroxidaktivator umfasst. Verfahren nach Anspruch 16, wobei der Peroxidaktivator TEAD ist.






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