Die vorliegende Erfindung betrifft einen Behälter zum Emulgieren
von Milch, insbesondere zum Emulgieren der Portion Milch, die eine Bedienungsperson
in einer Bar, Cafeteria oder einfach zuhause emulgieren möchte, um einen Cappuccino
zu bereiten. Wie bekannt, verwendet die Bedienungsperson einen Wasserdampfstrahl,
um die Milch zu emulgieren und den gewünschten Schaum zu erhalten, den sie
dann auf den Kaffee in einer Tasse gießt.
Obwohl der Begriff – Cappuccino – nahezu überall
bekannt ist, gibt es anscheinend kein englisches oder sonstiges, nicht-italienisches
Sprachäquivalent. So ist es korrekt, klarzustellen, dass Cappuccino ein Getränk
ist, das aus Espressokaffee, Milch und Milchschaum besteht, wobei letzterer durch
den vorstehend angegebenen Vorgang erhalten wird.
Eine Bedienungsperson verwendet derzeit für die Zubereitung einen
herkömmlichen Behälter; sie behandelt die Milch in dem Behälter durch
einen Wasserdampfstrahl, der aus der Düse ausgestoßen wird, die zu diesem
Zweck an einer herkömmlichen Espressokaffeemaschine vorgesehen ist, wobei die
Düse in die obere Schicht der in den Behälter gegossenen Milch eingetaucht
wird, und verleiht dem Behälter solche Bewegungen, dass eine Rotation der Milch
entlang der Behälterwände verursacht wird, was zur Herstellung eines homogenen
Milchschaums beiträgt, den sie dann auf den Kaffee gießt, der zuvor in
einer Cappuccino-Tasse serviert worden ist. Dieser Vorgang sollte zu einem guten
Ergebnis führen, wenn die Bedienungsperson Erfahrung hat, aber auch in diesem
Fall erzeugt der Vorgang häufig einen Schaum, an dessen Oberfläche Makroluftblasen
sind. Diese Makroluftblasen verhindern die gewünschte Integration eines Teils
des Schaums in dem Kaffee und verursachen auch an der Schaumoberfläche, dass
ein Teil des Schaums nicht so angenehm ist, weil ein derartiger Teil des Schaums
nicht so homogen, seidig und anhaltend wie gewünscht ist.
Ein Behälter zum Emulgieren von Milch ist aus der US
2 909 172 bekannt.
Der erfundene Behälter beseitigt diese Nachteile. Bei Betrachten
des Behälters mit dessen Hauptlängsachse in vertikaler Position hat der
Behälter eine Bodenwand, die zur Horizontalebene geneigt ist, die Form eines
Kegelstumpfes und an der Bodenwand abgerundete Innenkanten.
Wenn dieser Behälter auf einer horizontalen Ebene, beispielsweise
einem Tisch, steht, erscheint der Behälter als zu einer vertikalen Linie geneigt.
Wenn eine Bedienungsperson den Behälter natürlich in ihrer
Hand hält, wobei dessen Mündung im Wesentlichen horizontal liegt, dann
folgt daraus, dass die Bodenwand des Behälters zur Horizontalebene geneigt
ist. Zusammen mit Tests, haben Versuche basierend auf den physikalischen Prinzipien,
die für die Bewegung von Fluiden im turbulenten oder viskosen Zustand relevant
sind, erwiesen, dass die Neigung, die Kegelstumpfform und die abgerundeten Kanten
an dem Boden dazu führen, dass die Milch bei diesem Vorgang einem solchen physikalischen
Zustand ausgesetzt ist: Die Produktion ist auf jene Mikrowirbel reduziert, die die
homogene Rotation der Milch in dem Behälter behindern, d.h., die Rotation,
welche dank der Bildung von Mikroluftblasen einen gewünschten Milchschaum erzeugt.
Diese Wirkung wird durch einen Behälter erzielt, bei dem die
Bodenwand bezogen auf die horizontale Ebene um einen Winkel &agr; im Bereich von
5° bis 30° geneigt ist, und die Form ist zur Oberseite mit einer Verengung
1/K im Bereich von 0,20 bis 0,40 verjüngt. Die Neigung &agr; kann eine beliebige
Ausrichtung haben.
In dieser Kegelstumpfform sind die Innenkanten zwischen der Bodenwand
und den Seitenwänden merkbar abgerundet und die Behälterseitenwände
können geradlinig nach innen oder außen gebogen sein.
Der Hauptvorteil dieses Behälters ist es, dass er, selbst wenn
die Bedienungsperson keine Erfahrung hat, einen ausgezeichneten Cappuccino bereitet.
Die Erfindung wird nun anhand eines Beispiels und mit Bezug auf die
begleitenden Zeichnungen beschrieben, in welchen zeigt:
1 und 2 Seitenansichten;
3 eine Vorderansicht;
4 eine erste Schnittansicht entlang der Linie A-A in
1;
5 eine zweite Schnittansicht entlang der Linie A-A in
1.
1 zeigt einen Behälter 1 in Form eines
Kegelstumpfes, so, als sei der Handgriff 2 von einer Bedienungsperson so
gehalten, dass die Öffnung in einer horizontalen Position erscheint. Die Neigung
der Bodenwand 3 hat einen Winkel &agr; = 15° und die Neigung der
Seitenwände beträgt 1/K = (D – d)L = 0,30 (D, d, L sind in der
Figur angegeben); es ist gezeigt, dass die Seitenwände leicht zur Außenseite
gebogen sind, so wie sie auch nach innen gebogen sein könnten und die Innenkanten
zwischen der Bodenwand und den Seitenwänden sind merkbar rund (der Krümmungsradius,
welcher solche Abrundungen definiert, hängt von der Größe
des Behälters ab). Aus der Figur erscheint die Neigung &agr; der Bodenwand
vom Ausguss 4 zum Handgriff 2 gerichtet.
2 zeigt den Behälter 1 auf einen Tisch
T gestellt.
3 zeigt einen Behälter 5, bei dem die
Bodenwand 30 in einem Winkel &agr; = 13° geneigt ist und mit Bezug
zu der in den 1 und 2 gezeigten
Neigung um 90° gedreht ist.
4 zeigt einen kreisförmigen horizontalen Querschnitt
des Behälters 1 wiederum mit Handgriff 2 und Ausguss
4.
5 zeigt den ovalen horizontalen Querschnitt eines Behälters
1a wiederum mit dem Handgriff 2 und dem Ausguss 4. Der
Handgriff 2 und der Ausguss 4 können an irgendwelchen Punkten
des Umfangs vorgesehen sein, vorausgesetzt, dass diese Punkte einander gegenüberliegen,
so wie dies vorzugsweise, jedoch nicht absolut notwendig ist.