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Dokumentenidentifikation EP1811184 06.09.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001811184
Titel Laufrad für ein Pumpenaggregat und zugehöriges Pumpenaggregat
Anmelder Grundfos Management A/S, Bjerringbro, DK
Erfinder Ilves, Lasse, 00940 Helsinki, FI;
Yli-Korpela, Heikki, 01680 Vantaa, FI
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, LV, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 21.12.2005
EP-Aktenzeichen 050280304
EP-Offenlegungsdatum 25.07.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.09.2007
IPC-Hauptklasse F04D 29/22(2006.01)A, F, I, 20070626, B, H, EP
IPC-Nebenklasse F04D 29/24(2006.01)A, L, I, 20070626, B, H, EP   
IPC additional class F04D 7/04  (2006.01)  A,  L,  N,  20070626,  B,  H,  EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Laufrad für ein Pumpenaggregat, insbesondere für ein Abwasserpumpenaggregat, sowie ein Pumpenaggregat mit einem solchen Laufrad.

Überall dort, wo verunreinigte Fluide gefördert werden sollen, d. h. beispielsweise im Bereich der Abwasserförderung, gibt es Probleme mit Verunreinigungen der eingesetzten Pumpenaggregate. Insbesondere langfaserige Verunreinigungen können an den Schaufeln der Laufräder der Pumpenaggregate dauerhaft hängen bleiben und zur Beeinträchtigung des Betriebes und im Extremfall sogar zu Beschädigungen des Pumpenaggregates führen. Aus diesem Grunde werden in Abwasserpumpen häufig Laufräder eingesetzt, welche lediglich einen Strömungskanal aufweisen. Bei diesen Laufrädern gibt es keine Kanten oder Wandungen, an welchen langfaserige Verunreinigungen hängen bleiben könnten. Eine andere Möglichkeit ist, die Laufräder offen auszubilden, so dass sich Verunreinigungen an den Schaufeln nicht festsetzen können. Diese Ausgestaltungen haben jedoch den Nachteil, dass sich der Wirkungsgrad der Pumpenaggregate verschlechtert.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes Laufrad für ein Pumpenaggregat sowie ein Pumpenaggregat mit einem solchen Laufrad zu schaffen, welche ein Festsetzen von Verunreinigungen vermeiden und gleichzeitig einen höheren Wirkungsgrad ermöglichen.

Diese Aufgabe wird durch ein Laufrad mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen sowie durch ein Pumpenaggregat mit den im Anspruch 15 angegebenen Merkmalen gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Das erfindungsgemäße Laufrad für ein Pumpenaggregat ist insbesondere für ein Abwasserpumpenaggregat vorgesehen. Das Laufrad ist geschlossen ausgebildet, d. h. es weist zwei in axialer Richtung, d. h. in Richtung der Drehachse, voneinander beabstandete Deckscheiben auf, zwischen welchen zumindest eine Schaufel zur Bildung eines Strömungskanales zum Fördern des Fluids angeordnet ist. Die beiden Deckscheiben sind über zumindest ein Verbindungselement fest miteinander verbunden, so dass sie im definierten Abstand zueinander gehalten werden. Die zumindest eine Schaufel erstreckt sich von einem inneren Durchmesser, d. h. von einem im Umfang der Drehachse gelegenen Zentralbereich des Laufrades zu einem äußeren Durchmesser des Laufrades. Die Schaufel erstreckt sich somit in bekannter Weise im Laufrad in radialer Richtung von innen nach außen, wobei sie eine Krümmung zur Verbesserung der Strömungsführung aufweisen kann. Die Schaufel dient der Förderung des Fluids und bildet einen nach außen zum Umfang des Laufrades führenden Strömungskanal, in welchem das Fluid bei Rotation des Laufrades beschleunigt wird.

Erfindungsgemäß ist die Schaufel derart ausgebildet, dass sie einen durchgehenden Spalt aufweist. Dieser Spalt erstreckt sich von der am inneren Durchmesser gelegenen, d. h. der der Drehachse zugewandten Kante zu der am äußeren Durchmesser gelegenen, d. h. der dem Außenumfang des Laufrades zugewandten Kante der Schaufel. Der Spalt erstreckt sich somit entlang der Schaufel vom Innenbereich des Laufrades nach außen.

Die Anordnung dieses Spaltes hat den Vorteil, dass langfaserige Verunreinigungen, welche bei herkömmlichen Laufrädern an der inneren Kante, d. h. der am inneren Durchmesser gelegenen Kante der Schaufel hängen bleiben würden, hier durch den Spalt mit dem Fluid zum Au-&bgr;enumfang des Laufrades gefördert werden. Das heißt, die Verunreinigungen bleiben nicht an der Kante der Schaufel hängen, sondern können sich durch den Spalt durch die Schaufel hindurch zum Außenumfang des Laufrades bewegen und dort mit der vom Laufrad geförderten Fluidströmung weggespült werden. Auf diese Weise wird die Gefahr, dass sich Verunreinigungen im Laufrad festsetzen deutlich reduziert. Darüber hinaus ist der Wirkungsgrad eines solchen Laufrades grö&bgr;er als bei einem offen ausgebildeten Laufrad.

Vorzugsweise ist die beschriebene Schaufel nur mit einer der beiden Deckscheiben verbunden. Das heißt, in axialer Richtung erstreckt sich die Schaufel ausgehend von einer der beiden Deckscheiben und der durchgehende Spalt ist zwischen der freien Längskante der Schaufel, welche sich von innen nach außen erstreckt, und der angrenzenden zweiten Deckscheibe ausgebildet. Die Schaufel kann dabei einstückig mit der ersten Deckscheibe, mit welcher sie verbunden ist, ausgebildet sein.

Weiter bevorzugt ist der Spalt so angeordnet, dass die Schaufel in zwei Schaufelteile geteilt wird, von denen jeder nur mit einer der beiden Deckscheiben verbunden ist. Das heißt, an den beiden Deckscheiben sind im Wesentlichen einander gegenüberliegende Schaufelteile ausgebildet, welche sich ausgehend von der Deckscheibe, mit welcher sie verbunden sind, auf die andere Deckscheibe zu erstrecken. Dabei sind die Schaufeln so angeordnet oder weisen eine axiale Länge auf, welche so gewählt ist, dass die beiden Schaufelteile sich mit ihren freien Längskanten, d. h. den sich vom inneren Durchmesser zum äußeren Durchmesser des Laufrades erstreckenden Längskanten, nicht berühren. Zwischen diesen beiden Längskanten ist dann der durchgehende Spalt ausgebildet, welcher sich vom inneren Durchmesser zum äußeren Durchmesser des Laufrades durch die gesamte Schaufel erstreckt, so dass Verunreinigungen durch diesen Spalt hindurch zum Außenumfang des Laufrades abgeführt werden können.

Die beiden Schaufelteile sind vorzugsweise im Bereich des Spaltes in umfänglicher Richtung des Laufrades zueinander versetzt angeordnet. Dies bedeutet, dass die freien Längskanten der beiden Schaufelteile einander nicht genau gegenüberliegen sondern in umfänglicher Richtung versetzt zueinander sind, so dass zwischen den beiden Schaufelteilen in umfänglicher Richtung ein Spalt gebildet wird, welcher sich durchgehend von dem inneren zum äußeren Durchmesser der Schaufel erstreckt. Das heißt, die freien Längskanten der Schaufeln sind in umfänglicher Richtung voneinander beabstandet.

Weiter bevorzugt sind die Schaufelteile in axialer Richtung so lang ausgebildet, dass sie einander im Bereich des Spaltes in axialer Richtung überlappen. Bei dieser Anordnung sind die Schaufelteile, d. h. zumindest die dem Spalt zugewandten Schaufelteile, in umfänglicher Richtung zueinander versetzt, so dass sich die freien Enden der Schaufelteile überlappend aneinander vorbei erstrecken können. Durch die Überlappung in axialer Richtung wird erreicht, dass in axialer Richtung kein Abstand zwischen den einander zugewandten Schaufelteilen gegeben ist, so dass nur ein Spalt zwischen den Schaufelteilen geschaffen wird, dessen Breite sich in umfänglicher Richtung erstreckt. Das heißt, die Schaufelteile sind im Bereich ihrer freien Längskanten in umfänglicher Richtung voneinander beabstandet. Dadurch, dass kein axialer Abstand zwischen den Schaufelteilen gegeben ist, wird ein freies Durchströmen des Fluids durch den Spalt bei Rotation des Laufrades verhindert, so dass der Wirkungsgradverlust aufgrund des Spaltes gering gehalten wird.

Gemäß einer besonderen Ausführungsform ist die Überlappung der Schaufelteile so ausgebildet, dass sich die Überlappung im Verlauf der Schaufel vom inneren zum äußeren Durchmesser des Laufrades ändert und insbesondere abnimmt. Auf diese Weise ist es möglich, die Durchgängigkeit des Spaltes für Verunreinigungen vom inneren Durchmesser zum äußeren Durchmesser hin zu verbessern, so dass Verunreinigungen , welche einmal am inneren Durchmesser in den Spalt eingetreten sind, sicher aus dem Spalt am Außenumfang des Laufrades herausgefördert werden und nicht im Spalt hängen bleiben.

So kann vorzugsweise der Spalt auch so ausgebildet sein, dass er sich im Verlauf der Schaufel vom inneren zu äußeren Durchmesser des Laufrades erweitert. Bei überlappenden Schaufelteilen kann sich der Spalt insbesondere in umfänglicher Richtung erweitern. Auch durch diese Ausgestaltung wird sichergestellt, dass die Verunreinigungen, welche in den Spalt eingetreten sind, zuverlässig aus dem Spalt herausgefördert werden und sich dort nicht festsetzen.

Besonders bevorzugt ist das Laufrad so ausgebildet, dass mehrere der vorangehend beschriebenen, einen durchgehenden Spalt aufweisenden Schaufeln zwischen den beiden Deckscheiben angeordnet sind. So wird ein Laufrad mit mehreren Strömungskanälen geschaffen, welches gegenüber den Laufrädern mit nur einem Strömungskanal einen höheren Wirkungsgrad bietet. Aufgrund der Ausgestaltung der Schaufeln mit dem durchgehenden Spalt, welcher sich von der Innenkante der Schaufel zur Außenkante der Schaufel, d. h. von der Kante am inneren Durchmesser zu der Kante am äußeren Durchmesser erstreckt, kann gleichzeitig sichergestellt werden, dass sich langfaserige Verunreinigungen nicht an den dem Saugmund der Pumpe zugewandten inneren Kanten der Schaufeln verfangen können. Diese Verunreinigungen würden vielmehr in den Spalt eintreten und durch die Fluidströmung zum Außenumfang des Laufrades gefördert.

Das Verbindungselement zwischen den beiden Deckscheiben ist vorzugsweise als eine die beiden Deckscheiben miteinander verbindende durchgehende Schaufel ausgebildet. Das heißt, diese Schaufel weist keinen Spalt auf und ist entsprechend den Schaufeln bei herkömmlichen gedeckten Laufrädern ausgebildet. Die Schaufel stellt die feste Verbindung zwischen den beiden Deckscheiben her. Auf diese Weise unterstützt auch das Verbindungselement die Pumpwirkung des Laufrades.

Vorzugsweise sind die Deckscheiben nur über eine einzige durchgehende Schaufel miteinander verbunden. Entsprechend werden alle weiteren Schaufeln des Laufrades wie oben beschrieben mit einem durchgehenden Spalt ausgebildet. Auf diese Weise wird die Gefahr, dass sich Verunreinigungen im Laufrad festsetzen, weitgehend reduziert, da nur noch eine einzige Schaufel eine durchgehende am inneren Durchmesser gelegene Kante aufweist, an welcher sich Verunreinigungen festsetzen könnten. Bei allen anderen Schaufeln können sich derartige Verunreinigungen nicht festsetzen, da sie durch den Spalt bei Rotation des Laufrades nach außen abgeführt würden.

Der Spalt in der Schaufel bzw. die Spalte in der Mehrzahl von Schaufeln erstrecken sich besonders bevorzugt in Strömungsrichtung eines von dem Laufrad zu fördernden Fluids. Auf diese Weise wird erreicht, dass Verunreinigungen, welche in den Spalt eingetreten sind, in der Bewegungsrichtung des Fluids zum äußeren Durchmesser des Laufrades gefördert werden können. Das heißt, die Fluidströmung kann Verunreinigungen in dem Spalt mitreißen und nach außen fördern.

Das Laufrad ist besonders bevorzugt als, vorzugsweise einstückiges, Gussteil aus Metall oder Kunststoff ausgebildet. Insbesondere bei Verwendung in Abwasserpumpen oder Pumpen, welche verunreinigtes Fluid fördern, beispielsweise im Kühlschmierstoffkreislauf von Werkzeugmaschinen, kommen bevorzugt Laufräder aus Metallguss zum Einsatz, da diese eine hohe Festigkeit aufweisen und die Gefahr der Beschädigung des Laufrades durch Verunreinigungen relativ gering ist. Ferner lassen sich als Gussteil aus Metall oder Kunststoff auch komplex geformte Laufräder ausbilden.

Alternativ ist es gemäß einer weiteren besonderen Ausführungsform auch möglich, das Laufrad aus Blech, insbesondere rostfreiem Stahlblech auszubilden. Dabei sind die Schaufeln oder die Schaufelteile vorzugsweise im Querschnitt L-förmig gewinkelt und mit einem der Schenkel an einer der Deckscheiben verschweißt. Dadurch, dass einer der Schenkel flächig an der Deckscheibe anliegt, kann eine feste Verbindung der Schaufeln oder Schaufelteile mit der Deckscheibe erreicht werden, auch wenn sie nur an einem Axialende mit einer Deckscheibe verbunden sind.

Die am inneren Durchmesser des Laufrades gelegene Kante der Schaufel, d. h. die innere Kante der Schaufel, ist vorzugsweise als Führung zu dem Eintritt des Spaltes hin ausgebildet, so dass langfaserige Verunreinigungen von der Kante in den Spalt geführt werden. Dazu kann die innere Kante der Schaufel insbesondere abgeschrägt oder abgerundet sein, wobei die Abschrägung bzw. Abrundung zu dem Spalt bzw. dem Eintritt des Spaltes am inneren Durchmesser hin verläuft. So können langfaserige Verunreinigungen, welche an der Kante hängen bleiben würden, aufgrund der abgerundeten bzw. abgeschrägten Form mit der Strömung in den Spalt rutschen und durch diesen nach außen gefördert werden.

Die Erfindung betrifft ferner ein Pumpenaggregat mit einem Laufrad gemäß der vorangehenden Beschreibung. Das heißt, das Pumpenaggregat mit dem zuvor beschriebenen Laufrad wird als Abwasserpumpe verwendet. Abwasserpumpen fördern in der Regel verunreinigtes Fluid, so dass hier das zuvor beschriebene Laufrad besondere Vorteile aufweist, da die Gefahr, dass sich Verunreinigungen an dem Laufrad festsetzen durch das erfindungsgemäße Laufrad erheblich verringert wird.

Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der beigefügten Figuren beschrieben. In diesen zeigt:

Fig. 1
eine Seitenansicht eines Laufrades und
Fig. 2
eine perspektivische Ansicht des Laufrades gemäß Fig. 1 mit Blick auf die Eintrittsöffnung des Laufrades.

Das Laufrad weist zwei Deckscheiben 2 und 4 auf, von welchen die Deckscheibe 4 eine zentrale Eintrittsöffnung 6 aufweist. Durch die Eintrittsöffnung 6 wird bei Rotation des Laufrades um die Drehachse X das zu fördernde Fluid angesaugt.

Zwischen den beiden Deckscheiben 2 und 4 ist eine erste Schaufel 8 angeordnet, welche durchgehend ausgebildet ist und die Deckscheiben 2 und 4 fest miteinander verbindet, so dass diese in Richtung der Längsachse X in definiertem Abstand gehalten werden. Darüber hinaus sorgt die Schaufel 8 dafür, dass sich die Deckscheibe 4 gemeinsam mit der Deckscheibe 2 um die Längsachse X dreht. Die Antriebswelle für das Laufrad greift an der zentralen Öffnung 10 in der Deckscheibe 2 an, so dass das Antriebsdrehmoment auf die Deckscheibe 2 übertragen wird und von dieser über die Schaufel 8 auch auf die Deckscheibe 4.

Neben der durchgehenden Schaufel 8 weist das Laufrad noch eine geteilt ausgebildete Schaufel auf, welche aus zwei Schaufelteilen 12 und 14 gebildet ist. Der Schaufelteil 12 ist fest mit der Deckscheibe 2 und der Schaufelteil 14 fest mit der Deckscheibe 4 verbunden. Vorzugsweise ist der Schaufelteil 12 einstückig mit der Deckscheibe 2 und der Schaufelteil 14 einstückig mit der Deckscheibe 4 ausgebildet. Besonders bevorzugt ist das gesamte Laufrad einstückig aus Metallguss ausgebildet.

Die Schaufelteile 12 und 14 sind so zueinander angeordnet, dass zwischen ihnen ein Spalt 16 ausgebildet ist. Der Spalt 16 ist in der Weise ausgebildet, dass die Längskanten 18 und 20 der Schaufelteile 12 und 14 in Umfangsrichtung zueinander versetzt sind, so dass in einer, hier gekrümmten, Ebene, welche schräg zur Drehachse X verläuft der Spalt 16 ausgebildet ist. Dabei überlappen die Schaufelteile 12 und 14 einander so, dass die freie Längskante 18 des Schaufelteiles 12 näher zu der Deckscheibe 4 gelegen ist als die freie Längskante 20 des Schaufelteiles 14. Das heißt, in axialer Richtung X ist kein Spalt zwischen den Schaufelteilen 12 und 14 ausgebildet, so dass in einer Ebene quer zur Längsachse X das Fluid nicht direkt durch den Spalt 16 hindurchströmen kann.

Die untere Deckscheibe 2 ist auf ihrer der Deckscheibe 4 zugewandte Seite konisch bzw. kegelförmig ausgebildet. Entsprechend ist die der Deckscheibe 2 zugewandte Innenseite der Deckscheibe 4 konisch ausgebildet. Auf diese Weise wird zwischen der Schaufel 8 und der aus den Schaufelteilen 12 und 14 gebildeten Schaufel ein Strömungskanal 20 gebildet, welcher von der Eintrittsöffnung 6 zum Außenumfang des Laufrades führt. Das heißt, in dem Strömungskanal 20 erfolgt eine Strömungsführung von dem axialen Eintritt an der Öffnung 6 zu einem radialen Austritt am äußeren Umfang des Laufrades. Der Spalt 16 zwischen den Schaufelteilen 12 und 14 erstreckt sich entlang dieses Strömungskanals 20 in der Strömungsrichtung des Fluids in etwa in der Mitte der von den Schaufelteilen 12 und 14 gebildeten Schaufel. Dabei erstreckt sich der Spalt 16 von den dem inneren Durchmesser des Schaufelrades zugewandten inneren Kanten 22 und 24 der Schaufelteile 12 und 14 zu den an einem weiter außen gelegenen Durchmesser, insbesondere am Außenumfang des Laufrades gelegenen äußeren Kanten 26 und 28 der Schaufelteile 12 und 14.

Die inneren Kanten 22 und 24 sind abgeschrägt ausgebildet, so dass sie geneigt zu dem Eintritt des Spaltes 16 am inneren Durchmesser des Laufrades verlaufen. Auf diese Weise werden langfaserige Verunreinigungen, welche an den inneren Kanten 22 und 24 bei Rotation des Laufrades hängen bleiben, in dem Spalt 16 geführt. Das heißt, die Kanten 22 und 24 sind so angeordnet, dass sie nicht normal zu der Umfangsrichtung sondern geneigt bzw. schräg zur Umfangsrichtung ausgerichtet sind. Vorzugsweise sind die Kanten im Übergangsbereich zu den Längskanten 16 und 18 darüber hinaus gerundet ausgebildet, so dass langfaserige Verunreinigungen leicht in den Spalt 16 hineinrutschen und über die Längskanten 16 und 18 zum Außenumfang des Laufrades gleiten können. Da der Spalt 16 sich in Strömungsrichtung des zu fördernden Fluids erstreckt, werden die Verunreinigungen im Spalt von dem Fluid mitgenommen und nach außen gefördert.

Darüber hinaus ist der Spalt 16 so ausgebildet, dass er sich zum Außenumfang hin erweitert, d. h. an seinem den Kanten 26 und 28 zugewandten Ende eine größere Breite als an dem den Kanten 22 und 24 zugewandten Eintrittsbereich aufweist. Dadurch wird sichergestellt, dass Verunreinigungen, welche in den Spalt eingetreten sind, sich dort nicht festsetzen und sicher nach außen gefördert werden.

Das beschriebene Laufrad eignet sich insbesondere zum Einsatz in einer Abwasserpumpe, durch welche verunreinigtes Fluid gefördert wird.

Um die Gefahr, dass sich Verunreinigungen im Laufrad festsetzen, weiter zu verringern, kann dem Laufrad in der Pumpe ein Schneidwerk vorgeschaltet sein. Das Laufrad eignet sich darüber hinaus insbesondere für eine einstufig ausgebildete Pumpe. Dem Laufrad in Strömungsrichtung nachgeschaltet wird dabei vorzugsweise ein Spiralgehäuse, welches das radial aus dem Laufrad austretende Fluid zu einem Druckstutzen der Pumpe, welcher sich insbesondere in axialer Richtung bzw. parallel zur Drehachse X erstrecken kann, umlenkt.

Bezugszeichenliste

2, 4
- Deckscheiben
6
- Eintrittsöffnung
8
- Schaufel
10
- Öffnung
12, 14
- Schaufelteile
16, 18
- Längskanten
20
- Strömungskanal
22, 24
- innere Kanten
26, 28
- äußere Kanten
X
- Drehachse


Anspruch[de]
Laufrad für ein Pumpenaggregat, insbesondere für ein Abwasserpumpenaggregat, mit zwei in axialer Richtung (X) voneinander beabstandeten Deckscheiben (2, 4), welche über zumindest ein Verbindungselement (8) miteinander verbunden sind, und zumindest einer zwischen den beiden Deckscheiben (2, 4) angeordneten Schaufel (12, 14), welche sich von einem inneren Durchmesser des Laufrades zu einem äußeren Durchmesser des Laufrades erstreckt,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Schaufel (12, 14) einen durchgehenden Spalt (16) aufweist, welcher sich von der am inneren Durchmesser gelegenen Kante (22, 24) der Schaufel (12, 14) zu der am äußeren Durchmesser gelegenen Kante (26, 28) der Schaufel (12, 14) erstreckt.
Laufrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaufel (12, 14) nur mit einer der beiden Deckscheiben (2, 4) verbunden ist. Laufrad nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Spalt (16) die Schaufel in zwei Schaufelteile (12, 14) teilt, von denen jeder nur mit einer der beiden Deckscheiben (2, 4) verbunden ist. Laufrad nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schaufelteile (12, 14) im Bereich des Spaltes (16) in umfänglicher Richtung des Laufrades zueinander versetzt angeordnet sind. Laufrad nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schaufelteile (12, 14) in axialer Richtung (X) so lang ausgebildet sind, dass sie einander im Bereich des Spaltes (16) in axialer Richtung (X) überlappen. Laufrad nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Überlappung der Schaufelteile (12, 14) im Verlauf der Schaufel vom inneren zum äußeren Durchmesser des Laufrades ändert und insbesondere abnimmt. Laufrad nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Spalt (16) im Verlauf der Schaufel (12, 14) vom inneren zum äußeren Durchmesser des Laufrades erweitert. Laufrad nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere einen durchgehenden Spalt (16) aufweisende Schaufeln (12, 14) zwischen den beiden Deckscheiben (2, 4) angeordnet sind. Laufrad nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement als eine die beiden Deckscheiben (2, 4) miteinander verbindende durchgehende Schaufel (8) ausgebildet ist. Laufrad nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Deckscheiben (2, 4) nur über eine einzige durchgehende Schaufel (8) miteinander verbunden sind. Laufrad nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Spalt (16) in der Schaufel (12, 14) in Strömungsrichtung eines von dem Laufrad zu fördernden Fluids erstreckt. Laufrad nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es als, vorzugsweise einstückiges, Gussteil aus Metall oder Kunststoff ausgebildet ist. Laufrad nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufrad aus Blech, insbesondere rostfreiem Stahlblech ausgebildet ist, wobei die Schaufeln oder Schaufelteile (12, 14) vorzugsweise im Querschnitt L-förmig gewinkelt und mit einem Schenkel an einer der Deckscheiben (2, 4) verschweißt sind. Laufrad nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die am inneren Durchmesser des Laufrades gelegene Kante (22, 24) der Schaufel (12, 14) als Führung zu dem Eintritt des Spaltes (16) ausgebildet ist, so dass langfaserige Verunreinigungen von der Kante (22, 24) in den Spalt (16) geführt werden. Pumpenaggregat mit einem Laufrad nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es als Abwasserpumpe ausgebildet ist.






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