| Dokumentenidentifikation |
DE102004044121B4 13.09.2007 |
| Titel |
Kombi-Dämpfer mit einer Wärmespeichereinrichtung |
| Anmelder |
RATIONAL AG, 86899 Landsberg, DE |
| Erfinder |
Kohlstrung, Peter, 86916 Kaufering, DE |
| Vertreter |
BOEHMERT & BOEHMERT, 28209 Bremen |
| DE-Anmeldedatum |
13.09.2004 |
| DE-Aktenzeichen |
102004044121 |
| Offenlegungstag |
30.03.2006 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
13.09.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
13.09.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
F24C 15/34(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
|
| IPC-Nebenklasse |
F24C 1/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft ein Gargerät in Form eines Kombi-Dämpfers
mit einer Wärmespeichereinrichtung.
Wärmespeichereinrichtungen für Gargeräte sind aus dem
Stand der Technik bereits bekannt. So ist beispielsweise in der DE
23 34 285 C3 ein Umluftofen zum Garen von Speisen mittels Heißluft
bekannt, bei dem ein luftstrombeaufschlagter Wärmespeicher zum Decken eines
Anfangswärmebedarfs zum Einsatz kommt. Dabei können der Umluftofen und
der Wärmespeicher getrennt ausgeformt sein. Als Beispiel ist hierzu ein Wärmespeicher
angeführt, der ein geschlossenes Aggregat mit in den Garraum des Umluftofens
hineinreichenden Heizschlangen, die beispielsweise mit hocherhitzbaren Salzlösungen
gefüllt sind, beschrieben.
Zudem ist aus der DE 1 809 088
A eine Wärmespeichereinrichtung für den Betrieb von einer Vielzahl
von wärmeabgebenden Einheiten Temperaturen von oberhalb von 100°C bekannt.
Dabei kann ein mit hochsiedender Flüssigkeit gefüllter und vorzugsweise
elektrisch heizbarer Wärmespeicherbehälter zum Einsatz kommen, der so
dimensioniert ist, daß bei auf maximale Temperatur geheizter Flüssigkeit
der Wärmeinhalt für einen normalen Tagesverbrauch eines mittelgroßen
Haushalts beispielsweise zur Zubereitung von Speisen über einen Backofen, zumindest
eine Herdplatte und unter Ausnutzung einer Zapfstelle für kochendes Wasser
oder Dampf ausreicht. Wärme kann dann auch dadurch gespart werden, daß
beispielsweise ein Kochtopf zunächst mit kochendem Wasser über die Zapfstelle
befüllt und sodann auf der Heizplatte plaziert wird.
Auch die US 1 981 190 A
offenbart ein Heizsystem unter Ausnutzung einer Wärmespeichereinrichtung zum
Betreiben einer Vielzahl von wärmeabgebenden Einheiten wie in Form eines Back-
oder Kochofens, eines Heizofens, Wärmeplatten und einer Zapfstelle für
Warmwasser. Zum Bereitstellen der Zapfstelle für Warmwasser ist ein Warmwasserbehälter
vorgesehen, in dem Wasser auf 50 bis 70°C gehalten und evtl. entstehender Dampf
in einem Rohr auskondensiert wird. Zur Beschleunigung eines Garprozesses unter Ausnutzung
von kochendem Wasser kann dabei wieder vorgesehen sein, Kochtopf zuerst mit warmen
Wasser aus dem Warmwasserbehälter zu füllen und dann auf eine Heizplatte
zu plazieren.
Ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Einstellung der Temperatur
von Lebensmitteln sind aus der DE 43 02 562
A1 bekannt. Dabei wird die gewünschte Temperatur mittels eines bis
in die unmittelbare Nähe eines zu temperierenden Garguts geförderten flüssigen
die Temperatur tragenden Mediums, das extern erwärmt oder gekühlt wird,
eingestellt. Gargut kann insbesondere unter Einsatz einer Friteuse, einer Grill-
oder Warmhalteplatte, einer kombinierten Warm-/Kalteinheit, eines Verdampfers, eines
Grill- bzw. Backofens und dergleichen mit der zuvor beschriebenen Vorrichtung gegart
werden. Der im Verdampfer erzeugte Dampf kann zudem einem sogenannten Kombi-Dämpfer
zugeführt werden.
Für so einen Kombi-Dämpfer, in dem ein Garbetrieb mit Heißluft
und/oder Dampf möglich ist, ist der Einsatz von Energiespeicher- und Energieentnahmesystemen
zudem aus der WO 99/63277 A1 bekannt, gemäß der in einem Energiespeicher-
und Energieentnahmesystem gespeicherte Energie in Form von thermischer, elektrischer
und/oder mechanischer Energie im Gargerät, insbesondere zum zumindest teilweisen
Betreiben einer Heizung, eines Umwälzsystems, einer Feuchteregelung, eines
Dampferzeugers und/oder einer Abkühleinheit unter Einsatz eines Meß- und
Regelsystems, nutzbar ist. Der beschriebene Aufbau ist recht komplex.
Die DE 197 45 827 A1
offenbart des weiteren eine wärmeisolierende Wandung für ein Kältegerät
oder einen Haushaltsherd.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Kombi-Dämpfer
mit einer Wärmespeichereinrichtung, die vielfältig einsetzbar ist, bei
gleichzeitig geringem Platzbedarf und hohem Wirkungsgrad, zu liefern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein
Gargerät in Form eines Kombi-Dämpfers mit einem durch eine Tür verschließbaren
Gehäuse, das einen Innenraum mit einem Garraum umfaßt, mit zumindest einer
Heizeinrichtung zum Erzeugen von Heißluft und/oder Dampf aus einem Dampfgenerator,
mit einer Gebläseeinrichtung zum Zirkulieren von Heißluft und/oder Dampf
im Garraum und mit einer Wärmespeichereinrichtung, die zumindest ein Speichergefäß
zur zumindest zeitweisen Aufnahme eines zumindest oberhalb einer bestimmten Temperatur
fluiden Mediums und zumindest eine Wärmetauschereinrichtung, in die zumindest
zeitweise zumindest ein Teil des Mediums pumpbar ist und die sich in den Innenraum
sowie in den Dampfgenerator erstreckt, umfaßt, wobei die Heizeinrichtung die
Wärmetauschereinrichtung umfaßt.
Dabei kann eine erste Isolierung des Innenraums und/oder eine zweite
Isolierung des Speichergefäßes vorgesehen sein, wobei die erste und/oder
zweite Isolierung vorzugsweise eine Vakuumisolierung umfaßt.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind dadurch gekennzeichnet,
daß die Wärmetauschereinrichtung zumindest drei Leitungen umfaßt,
wobei sich eine erste Leitung von dem Speichergefäß, vorzugsweise über
zumindest eine Pumpe, in den Innenraum und/oder in den Dampfgenerator, eine zweite
Leitung von dem Innenraum in das Speichergefäß und eine dritte Leitung
von dem Dampfgenerator in das Speichergefäß erstrekken.
Dabei kann vorgesehen sein, daß zumindest ein erstes Absperrglied
in der ersten Leitung, zumindest ein zweites Absperrglied in der zweiten Leitung
und/oder zumindest ein drittes Absperrglied in der dritten Leitung, wobei vorzugsweise
das erste und zweite oder das erste und dritte oder das zweite und dritte oder das
erste, zweite und dritte Absperrglied in einer Einheit integriert und/oder gemeinsam
schaltbar sind.
Ferner wird mit der Erfindung vorgeschlagen, daß die Wärmetauschereinrichtung
zwei Wärmetauscher umfaßt, von denen sich einer zwischen dem Speichergefäß
und dem Innenraum und der andere zwischen dem Speichergefäß und dem Dampfgenerator
erstreckt.
Auch kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, daß die
Heizeinrichtung eine erste Heizung im Innenraum, die vorzugsweise konzentrisch zum
Gebläserad der Gebläseeinrichtung angeordnet ist, eine zweite Heizung
für den Dampfgenerator, die vorzugsweise im Bereich des Wassers im Dampfgenerator
angeordnet ist, und/oder eine dritte Heizung für das Speichergefäß,
die vorzugsweise im Bereich des Speichermediums angeordnet ist, umfaßt.
Ferner wird vorgeschlagen, daß die Wärmetauschereinrichtung
zwischen der ersten und der zweiten Leitung konzentrisch zum Gebläserad der
Gebläseeinrichtung, vorzugsweise zwischen dem Gebläserad und der ersten
Heizung, verläuft.
Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, daß die Wärmetauschereinrichtung
zwischen der ersten und der dritten Leitung im Wasser des Dampfgenerators verläuft.
Mit der Erfindung wird auch vorgeschlagen, daß die erste, zweite
und/oder dritte Heizung mit einer Primärheizung, umfassend zumindest eine Stromquelle,
zumindest eine Einrichtung zur Verbrennung von Hilfsstoffen und/oder zumindest einen
externen Wärmeträger, in Verbindung steht bzw. stehen, wobei vorzugsweise
die Abwärme der ersten, zweiten und/oder dritten Heizung von der Primärheizung
zumindest teilweise nutzbar ist.
Besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind
dadurch gekennzeichnet, daß das Speichergefäß zumindest zwei Bereiche
umfaßt, wobei die Bereiche vorzugsweise über ein viertes Absperrglied
zumindest zeitweise zumindest bereichsweise miteinander in Verbindung bringbar sind.
Dabei kann vorgesehen sein, daß die dritte Heizung sowie die
erste, zweite und dritte Leitung mit einem Bereich des Speichergefäßes
in Verbindung stehen.
Ferner wird mit der Erfindung vorgeschlagen, eine Steuer- und/oder
Regeleinrichtung, die mit der Heizeinrichtung, vorzugsweise mit der ersten, zweiten
und/oder dritten Heizung, der Gebläseeinrichtung, der Pumpe, dem ersten Absperrglied,
dem zweiten Absperrglied, dem dritten Absperrglied, dem vierten Absperrglied, zumindest
einer Sensiereinheit, zumindest einer Eingabeeinheit, zumindest einer Ausgabeeinheit,
einem Modem und/oder dem Internet in Wirkverbindung steht, zu nutzen.
Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, daß das Medium
zur Wärmespeicherung geeignet ist und/oder bei einer Phasenumwandlung latente
Wärme verbraucht oder freisetzt, wobei das Medium vorzugsweise ein Metall,
ein Salz, ein Polymer, Wasser, Dampf und/oder überhitzten Dampf umfaßt.
Weiterhin wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß eine
Aufheizung des Mediums, vorzugsweise über die dritte Heizung, in Garphasen,
in denen keine oder wenig Energie benötigt wird, und/oder Garpausen, und/oder
über Abwärme, wie Wärme von Abluft, Kondensat, nicht kondensierten
Anteilen eines Garmediums, Wasser des Dampfgenerators, Dampf des Dampfgenerators
und/oder überschüssigem Dampf, mit Energie aufladbar ist.
Der Erfindung liegt somit die überraschende Erkenntnis zu Grunde,
daß eine Wärmespeichereinrichtung in Form eines Kompaktwärmespeichers
bei der Erzeugung von Heißluft und/oder Dampf für ein Gargerät in
Form eines Kombi-Dämpfers unter Einsatz zumindest einer Wärmetauschereinrichtung
nutzbar ist, die sich von einem Speichergefäß, das getrennt vom Innenraum
des Gargeräts angeordnet ist, sowohl in den Innenraum des Gargeräts als
auch den Dampferzeuger erstreckt. Somit kann ein Gargerät selbst ohne klassische
Heizeinrichtung im Garraum und/oder Dampfgenerator betrieben werden.
Diese Konstruktion eröffnet die Möglichkeit, sowohl das
Speichergefäß als auch den Innenraum mit einer individuellen Isolierung
zu versehen. Vorzugsweise sind drei Leitungen vorgesehen, die in das Speichergefäß
eintreten, nämlich eine zum Herauspumpen von Speichermedium aus dem Speichergefäß
in die Wärmetauschereinrichtung, im Bereich des Innenraums und/oder des Dampferzeugers,
und zwei zum Zurückführen des Speichermediums aus dem Innenraum oder aus
dem Dampferzeuger in das Speichergefäß, was den Verlust von Wärmeenergie
minimiert. Besagte Leitungen können dabei dünn ausgeführt
werden, so daß ein effektiver Betrieb möglich ist.
Als besonders vorteilhaft hat sich erfindungsgemäß herausgestellt,
das Speichergefäß in zwei Bereiche aufzuteilen, die durch ein Absperrglied
voneinander getrennt sind, wobei in einem ersten Bereich eine Heizeinrichtung angeordnet
ist und sich in den ersten Bereich die Wärmetauschereinrichtung erstreckt,
so daß, je nach Bedarf, entweder das komplette Speichermedium im Speichergefäß
oder nur der Teil desselben in dem ersten Bereich mit Energie aufladbar ist bzw.
demselben Energie entnehmbar ist.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der zwei Ausführungsbeispiele derselben an Hand einer schematischen
Zeichnung im Detail erläutert sind. Dabei zeigt:
1 ein erstes erfindungsgemäßes Gargerät;
und
2 ein zweites erfindungsgemäßes Gargerät.
Wie 1 zu entnehmen ist, umfaßt ein
erfindungsgemäßes Gargerät 1 ein Gehäuse
2 zur Begrenzung eines Innenraums, der wiederum einen Garraum
3 und einen von dem Garraum 3 über ein Luftleitglied
4 getrennten Gebläseraum 5 umfaßt. Im Innenraum ist
ein Garmedium 6 über ein Gebläserad 7 zirkulierbar.
Das Gebläserad 7 wird über eine Achse 8 von einem Motor
9 angetrieben. Konzentrisch um das Gebläserad 7 herum ist
im Gebläseraum 5 eine Heizung 10 angeordnet. Zudem ist der
Innenraum durch eine Isolierung 11 von der Umgebung isoliert.
Damit das Gargerät 1 als Kombi-Dämpfer funktionieren
kann, ist zudem ein Dampfgenerator 20 vorgesehen, der seinerseits eine
Heizung 21 zum Aufheizen von Wasser 22 umfaßt. Der aus dem
Wasser 22 im Falle eines Aufheizens desselben aufsteigende Wasserdampf
23 gelangt über eine Leitung 24 in den Innenraum.
Getrennt von dem Innenraum des Gargeräts 1 ist ein Kompaktwärmespeicher
30 vorgesehen. Dieser umfaßt ein Speichergefäß
31, in dem unter Zwischenschaltung einer Isolierung 32 zusammen
mit einer Heizung 33 ein Speichermedium 34 angeordnet ist. Das
Speichermedium 34 kann bei Raumtemperatur fest sein und erst oberhalb der
Raumtemperatur bei Betrieb der Heizung 33 geschmolzen werden, um dann in
eine Wärmetauschereinrichtung 35, 36 über eine Leitung
37, 38 pumpbar zu sein. Die Wärmetauschereinrichtung umfaßt
dabei zwei Bereiche, nämlich in Form des Wärmetauschers 35, der
sich in den Dampfgenerator 20, besser in das Wasser 22 innerhalb
desselben, erstreckt, und in Form des Wärmetauschers 36, der sich
in den Innenraum, besser in den Gebläseraum 5 zwischen das Gebläserad
7 und die Heizung 10 erstreckt.
Sowohl der Wärmetauscher 35 als auch der Wärmetauscher
36 steht über die Leitung 37, 38 mit dem Speichergefäß
31 in Verbindung. Genauer gesagt umfaßt die Leitung 37 einen
ersten Leitungsbereich 37a, der sich von dem Speichermedium 34
aus dem Speichergefäß 31 herauserstreckt, um sich dann aufzuspalten
zu zwei Pumpen 39, 40. Über die erste Pumpe 39 kann
Speichermedium 34 in den Wärmetauscher 35 über den Leitungsbereich
37b gepumpt werden, um dann über den Leitungsbereich 37c
wieder in das Speichergefäß 31 gelangen zu können. Über
die zweite Pumpe 40 kann Speichermedium unter Zwischenschaltung des Leitungsbereichs
38b in den Wärmetauscher 36 und über den Leitungsbereich
38c zurück in das Speichergefäß 31 gelangen. Also
erfüllt der Leitungsbereich 37a zwei Funktionen, nämlich das
Einsaugen von Speichermedium sowohl für den Wärmetauscher 35
als auch für den Wärmetauscher 36, was in 1
durch Verwendung des weiteren Bezugszeichens 38a symbolisiert ist.
Denkbar wäre auch, daß sich die Leitungsbereiche
37c, 38c treffen, um gemeinsam in das Speichergefäß
31 einzutreten, so daß dann das Speichergefäß
31 samt Isolierung 32 nur zweimal zwecks Einführung einer
Leitung durchbrochen werden müßte.
Wie 1 zu entnehmen ist, ist das erfindungsgemäße
Gargerät 1 platzsparend aufgebaut; insbesondere verursacht der Kompaktwärmespeicher
30 kein übergroßes Zusatzvolumen. Außerdem kann die in dem
Kompaktwärmespeicher 30 gespeicherte Wärme verlustarm übertragen
werden entweder zur Beheizung des umgewälzten Garmediums 6 oder zur
Erzeugung von Dampf 23 durch den Einsatz lediglich dreier Leitungen
37a bzw. 38a, 37c und 38c, die in das Speichergefäß
31 eintreten. Die Isolierungen 11 und 32 sorgen dabei
für eine weitere Reduktion von Verlustwärme.
Das in 2 dargestellte Gargerät
1' umfaßt im Wesentlichen die gleichen Komponenten wie das Gargerät
1 der 1, so daß gleiche Teile mit gleichen
Bezugszeichen gekennzeichnet sind, jedoch mit einem Apostroph versehen. Tatsächlich
unterscheidet sich das erfindungsgemäße Gargerät 1' von
dem Gargerät 1 in dreierlei Hinsicht. Als Erstes ist darauf hinzuweisen,
daß bei der Ausführungsform der 2 auf die
primären Heizungen 10 und 21 des Gargeräts
1 verzichtet worden ist, so daß die Wärmetauscher 35'
und 36' der Ausführungsform der 2 die
entsprechenden Aufgaben mit übernehmen müssen, was Kosten
einspart. Als zweites ist augenfällig, daß an Stelle der beiden Pumpen
39 und 40 der 1 nunmehr ausschließlich
eine Pumpe 41' in Zusammenarbeit mit zwei Absperrgliedern 42'
und 43' gemäß 2 zum Einsatz kommen,
was auch kostensparend ist. Als dritter Unterschied fällt auf, daß das
Speichergefäß 31' in 2 zwei Bereiche
31'aund 31'b umfasst, die über ein Absperrglied
44' voneinander trennbar sind. Die Aufteilung des Speichergefäßes
31' in die beiden Speichergefäßbereiche 31'a und
31'b ist mit dem Vorteil verbunden, daß wahlweise die zur Verfügung
stehende Menge an Speichermedium 34' einstellbar ist, was eine Feineinstellung
der abzugebenden bzw. aufzunehmenden Wärmeenergie ermöglicht.
Im Betrieb eines erfindungsgemäßen Gargeräts
1, 1' wird über eine nicht gezeigte Steuer- und/oder Regeleinrichtung
der komplette Garbetrieb eingestellt, einschließlich der Energieaufnahme und
Energieabgabe des Speichermediums 34, 34'. Zu diesem Zwecke ist
die Steuer- und/oder Regeleinrichtung mit dem Motor 9, 9', den
Heizungen 10, 21 und 33, 33', den Pumpen
39, 40 und 41' sowie den Absperrgliedern 42',
43' und 44' verbunden.
Das Speichermedium 34, 34' kann über die Heizung
33, 33', das Wasser 22, 22' und/oder das Garmedium
6, 6' mit Energie aufgeladen werden. Eine Energieabgabe des Speichermediums
34, 34' ist, gleichzeitig oder nacheinander, sowohl zur Aufheizung
des Garmediums 6, 6' als auch des Wassers 22,
22' zur Erzeugung von Wasserdampf 23, 23' möglich.
Wärmebrücken zwischen dem Speichergefäß 31,
31' mit seiner Isolierung 32, 32' zu dem Gargerät
1, 1' an sich, mit seinem durch die Isolierung 11,
11' begrenzten Innenraum und dem Dampfgenerator 20,
20', ist durch drei dünne Leitungen 37c, 37'c,
37a, 38a, 37'a, 38'a und 38c,
38'c optimiert. Auf Leitung oder Kanäle durch das Speichergefäß
31, 31' hindurch ist erfindungsgemäß verzichtet worden.
Die in der voranstehenden Beschreibung, in den Ansprüchen sowie
in den Zeichnungen offenbarten Merkmale können sowohl einzeln als auch in jeder
beliebigen Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen
Ausführungsformen wesentlich sein.
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| Anspruch[de] |
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Gargerät (1, 1') in Form eines Kombi-Dämpfers
mit einem durch eine Tür verschließbaren Gehäuse (2,
2'), das einen Innenraum (3, 3', 5,
5') mit einem Garraum (3, 3') umfaßt, mit zumindest
einer Heizeinrichtung (10, 21, 33, 33',
35, 35', 36, 36') zum Erzeugen von Heißluft
und/oder Dampf aus einem Dampfgenerator (20, 20'), mit einer Gebläseeinrichtung
(7, 7', 8, 8', 9, 9') zum
Zirkulieren von Heißluft und/oder Dampf im Garraum (3, 3')
und mit einer Wärmespeichereinrichtung (30, 30'), die zumindest
ein Speichergefäß (31, 31') zur zumindest zeitweisen
Aufnahme eines zumindest oberhalb einer bestimmten Temperatur fluiden Mediums (34,
34') und zumindest eine Wärmetauschereinrichtung (35,
35', 36, 36'), in die zumindest zeitweise zumindest ein
Teil des Mediums (34, 34') pumpbar ist und die sich in den Innenraum
sowie in den Dampfgenerator (20, 20') erstreckt, umfaßt,
wobei die Heizeinrichtung (10, 21, 33, 33',
35, 35', 36, 36') die Wärmetauschereinrichtung
(35, 35', 36, 36') umfaßt.
Gargerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine erste Isolierung
(11, 11') des Innenraums (3, 3', 5,
5') und/oder eine zweite Isolierung (32, 32') des Speichergefäßes
(31, 31'), wobei die erste und/oder zweite Isolierung vorzugsweise
eine Vakuumisolierung umfaßt.
Gargerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Wärmetauschereinrichtung (35, 35', 36,
36') zumindest drei Leitungen (37, 37', 37a,
37b, 37c, 37'a, 37'b, 37'c,
38, 38', 38a, 38b, 38c, 38'a,
38'b, 38'c) umfaßt, wobei sich eine erste Leitung (37a,
37'a, 38a, 38'a) von dem Speichergefäß (31,
31'), vorzugsweise über zumindest eine Pumpe (39,
40, 41'), in den Innenraum (3, 3',
5, 5') und/oder in den Dampfgenerator (20,
20'), eine zweite Leitung (38c, 38'c) von dem Innenraum
(3, 3', 5, 5') in das Speichergefäß
(31, 31') und eine dritte Leitung (37c, 37'c)
von dem Dampfgenerator (20, 20') in das Speichergefäß
(31, 31') erstrecken.
Gargerät nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch zumindest ein erstes
Absperrglied (42', 43') in der ersten Leitung (37a,
37'a, 38a, 38'a), zumindest ein zweites Absperrglied
in der zweiten Leitung und/oder zumindest ein drittes Absperrglied in der dritten
Leitung, wobei vorzugsweise das erste und zweite oder das erste und dritte oder
das zweite und dritte oder das erste, zweite und dritte Absperrglied in einer Einheit
integriert und/oder gemeinsam schaltbar sind.
Gargerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wärmetauschereinrichtung zwei Wärmetauscher (35,
35', 36, 36') umfaßt, von denen sich einer (36,
36') zwischen dem Speichergefäß (31, 31') und
dem Innenraum (3, 3', 5, 5') und der andere
(35, 35') zwischen dem Speichergefäß (31,
31') und dem Dampfgenerator (20, 20') erstreckt.
Gargerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Heizeinrichtung (10, 21, 33, 33',
35, 35', 36, 36') eine erste Heizung (10)
im Innenraum (3, 5), die vorzugsweise konzentrisch zum Gebläserad
(7) der Gebläseeinrichtung (7, 8, 9) angeordnet
ist, eine zweite Heizung (21) für den Dampfgenerator (20),
die vorzugsweise im Bereich des Wassers (22) im Dampfgenerator
(20) angeordnet ist, und/oder eine dritte Heizung (33,
33') für das Speichergefäß (31, 31'),
die vorzugsweise im Bereich des Speichermediums (34, 34') angeordnet
ist, umfaßt.
Gargerät nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wärmetauschereinrichtung (36, 36') zwischen
der ersten und der zweiten Leitung (37a, 37'a, 38a,
38'a, 38c, 38'c) konzentrisch zum Gebläserad (7,
7') der Gebläseeinrichtung (7, 7', 8,
8', 9, 9'), vorzugsweise zwischen dem Gebläserad
(7) und der ersten Heizung (10), verläuft.
Gargerät nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wärmetauschereinrichtung (35, 35') zwischen
der ersten und der dritten Leitung (37a, 37'a, 38a,
38'a, 37c, 37'c) im Wasser (22, 22')
des Dampfgenerators (20, 20') verläuft.
Gargerät nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die erste, zweite und/oder dritte Heizung mit einer Primärheizung,
umfassend zumindest eine Stromquelle, zumindest eine Einrichtung zur Verbrennung
von Hilfsstoffen und/oder zumindest einen externen Wärmeträger, in Verbindung
steht bzw. stehen, wobei vorzugsweise die Abwärme der ersten, zweiten und/oder
dritten Heizung von der Primärheizung zumindest teilweise nutzbar ist.
Gargerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Speichergefäß (31') zumindest zwei Bereiche (31'a,
31'b) umfaßt, wobei die Bereiche (31'a, 31'b) vorzugsweise
über ein viertes Absperrglied (44') zumindest zeitweise zumindest
bereichsweise miteinander in Verbindung bringbar sind.
Gargerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
dritte Heizung (33') sowie die erste, zweite und dritte Leitung (37'a,
38'a, 37'c, 38'c) mit einem Bereich des Speichergefäßes
(31') in Verbindung stehen.
Gargerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung, die mit der Heizeinrichtung, vorzugsweise
mit der ersten, zweiten und/oder dritten Heizung, der Gebläseeinrichtung, der
Pumpe, dem ersten Absperrglied, dem zweiten Absperrglied, dem dritten Absperrglied,
dem vierten Absperrglied, zumindest einer Sensiereinheit, zumindest einer Eingabeeinheit,
zumindest einer Ausgabeeinheit, einem Modem und/oder dem Internet in Wirkverbindung
steht.
Gargerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Medium zur Wärmespeicherung geeignet ist und/oder bei einer Phasenumwandlung
latente Wärme verbraucht oder freisetzt, wobei das Medium vorzugsweise ein
Metall, ein Salz, ein Polymer, Wasser, Dampf und/oder überhitzten Dampf umfaßt.
Gargerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Aufheizung des Mediums, vorzugsweise über die dritte Heizung,
in Garphasen, in denen keine oder wenig Energie benötigt wird, und/oder Garpausen,
und/oder über Abwärme, wie Wärme von Abluft, Kondensat, nicht kondensierten
Anteilen eines Garmediums, Wasser des Dampfgenerators, Dampf des Dampfgenerators
und/oder überschüssigem Dampf, mit Energie aufladbar ist.
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