| Dokumentenidentifikation |
DE102006009863A1 13.09.2007 |
| Titel |
Ballenpresse |
| Anmelder |
Deere & Company, Moline, Ill., US |
| Erfinder |
Viaud, Jean, Gray, FR; Chapon, Emmanuel, Champvans, FR |
| Vertreter |
Magin, L., Dipl.-Ing. (FH), Pat.-Anw., 67105 Schifferstadt |
| DE-Anmeldedatum |
03.03.2006 |
| DE-Aktenzeichen |
102006009863 |
| Offenlegungstag |
13.09.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
13.09.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
A01F 15/14(2006.01)A, F, I, 20060303, B, H, DE
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| IPC-Nebenklasse |
A01F 15/07(2006.01)A, L, I, 20060303, B, H, DE
B65D 41/12(2006.01)A, L, I, 20060303, B, H, DE
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| Zusammenfassung |
Es wird eine Ballenpresse mit einem Pressraum sowie einer Vorrichtung zum Umhüllen eines Ballens (16) mit einer Hüllbahn (18) und mit wenigstens einem umlaufenden Förderelement (37) vorgeschlagen, wobei das Förderelement (37) die Hüllbahn (18) an den Ballen (16) heranführt.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Ballenpresse mit einem Pressraum sowie
einer Vorrichtung zum Umhüllen eines Ballens mit einer Hüllbahn und mit
wenigstens einem umlaufenden Förderelement.
Die EP-B1-0 503 046 zeigt eine Ballenpresse mit einer Ballenformungskammer,
die durch mehrere Ballengurte bestimmt ist und eine Öffnung einschließt,
durch die Erntematerial in die Kammer eintritt. Es sind Hüllmaterial-Zuführmittel
mit einem Zuführwalzengehäuse zum Zuführen von Hüllmaterial
von einer Zuführwalze zur Umhüllung des Ballens nach Bildung desselben
vorsehen, wobei die Zuführmittel mit den Ballengurten zum Transportieren des
Hüllmaterials zusammenwirken.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird darin gesehen, eine
derartige Ballenpresse mit einer Vorrichtung zum Umhüllen eines Ballens zu
optimieren.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Lehre des Patentanspruchs
1 gelöst, wobei in den weiteren Patentansprüchen Merkmale aufgeführt
sind, die die Lösung in vorteilhafter Weise weiterentwickeln.
Es wird eine Ballenpresse mit einem Pressraum sowie einer Vorrichtung
zum Umhüllen eines Ballens mit einer Hüllbahn und mit wenigstens einem
umlaufenden Förderelement gezeigt. Da das umlaufende Förderelement die
Hüllbahn an den Ballen heranführt, werden keine weiteren Fördereinrichtungen
benötigt. Da das Förderelement auch nicht mit Riemen oder anderen Pressmitteln
zusammenwirkt, um an den Ballen herangebracht zu werden, sondern vielmehr die von
dem Förderelement an den Ballen herangebrachte Hüllbahn direkt durch den
Ballen ergriffen wird, wird eine besonders gleichmäßige Förderung
der Hüllbahn erreicht und einem Verknäulen und damit einem schlechten
Wickelergebnis entgegengewirkt.
Das Förderelement kann wenigstens einen umlaufenden Riemen aufweisen
bzw. als ein solcher ausgebildet sein. Riemen sind Bauteile, welche an Ballenpressen
häufig zum Einsatz kommen, kostengünstig und haltbar sind.
Es ist denkbar, dass das Förderelement Stäbe oder andere
geeignete Bauteile umschlingt. Vorzugsweise umschlingt es aber wenigstens eine,
vorzugsweise aber zwei Rollen, von denen wenigstens eine drehbar vorgesehen ist,
so dass ein möglichst gleichmäßiges Umlaufverhalten des Förderelements
unterstützt wird. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Rolle(n) mehrteilig
ausgebildet ist/sind oder mehrere Rollen/Walzen auf einer gemeinsamen Achse angeordnet
sind. Bei wenigstens einer der Rollen kann es sich um ein Element zur Ballenbildung
handeln, welches beispielsweise direkt auf den zu bildenden Ballen wirkt oder das
mit einem weiteren Ballenbildungselement zusammenwirkt, beispielsweise indem es
von einem auf den Ballen wirkenden Riemen umschlungen wird.
Es ist denkbar, einen Antrieb vorzusehen, der unabhängig von
den Rollen auf das Förderelement wirkt, um dieses anzutreiben. Es kann beispielsweise
eine weitere Rolle vorgesehen sein, die auf eine Außenseite des Förderelements
wirkt. Ist aber wenigstens eine der Rollen in der Art antreibbar, dass das Förderelement
umlaufend angetrieben werden kann, so muss kein weiterer Bauteil vorgesehen werden.
Darüber hinaus ist eine derartige Rolle weitestgehend vor Verschmutzungen geschützt,
da sie von dem Förderelement umschlungen wird und somit im Inneren des Förderelements
bzw. geschützt angeordnet ist, so dass ein möglichst störungsfreier
Antrieb des Förderelements unterstützt wird. Es kann vorgesehen sein,
dass die Rolle dauerhaft angetrieben wird. Auf diese Weise können Verunreinigungen
fortlaufend in Richtung des Ballens transportiert werden und sammeln sich nicht
auf dem Förderelement an. Ein selektiver Antrieb, der beispielsweise nur dann
wirksam mit dem Förderelement verbunden ist, wenn tatsächlich Hüllbahn
an den Ballen herangeführt werden soll, ist alternativ möglich.
Ein besonders gleichmäßiger Umlauf bzw. Antrieb des Förderelements
kann erzielt werden, wenn die Rolle(n) bzw. insbesondere die oder eine der angetriebenen
Rolle(n) einen Belag hohen Reibwerts aufweis(t)en.
Vorzugsweise weist die Vorrichtung wenigstens ein Fördermittel
auf, die die Hüllbahn von einem Vorrat, beispielsweise in der Art einer Rolle,
abziehen, so dass die Hüllbahn zu dem umlaufenden Förderelement gelangen
kann, um an den Ballen herangeführt zu werden.
Es kann vorgesehen sein, dass die Hüllbahn nach Beendigung des
Hüllvorgangs abreißt, beispielsweise indem der Ballen weiterrotiert und
die Zufuhr von Hüllbahn von dem Vorrat unterbrochen wird. Um einer ungleichmäßigen
Abrisskante und somit einem Verknäulen der Hüllbahn entgegenzuwirken,
kann eine Trenneinrichtung vorgesehen sein, welche beispielsweise ein Messer aufweist,
welche die Hüllbahn schneidet oder abtrennt. Diese Trenneinrichtung kann mit
einer Leiteinrichtung, die beispielsweise die Hüllbahn an das Förderelement
heranbringt, in der Art zusammenwirken, dass diese als Unterlage oder Lagesicherung
für die Hüllbahn dient.
Die Ballenpresse weist vorzugsweise eine Pressgutzufuhreinrichtung
auf, die vorzugsweise als ein insbesondere Mitnehmer aufweisender
Förderrotor ausgebildet ist bzw. einen solchen umfasst, um das Pressgut in
den Pressraum hineinzufördern.
Ist die Pressgutzufuhreinrichtung zumindest im Wesentlichen unterhalb
des Förderelements angeordnet, so kann das Förderelement Material, beispielsweise
in der Art von Verschmutzungen, zerkleinertem Pressgut etc. von der Pressgutzufuhreinrichtung
fernhalten, wodurch einem Verstopfen der Pressgutzufuhreinrichtung vorgebeugt werden
kann.
Wirkt die Pressgutzufuhreinrichtung mit einer Schneideinrichtung zusammen,
so wird das durch die Pressgutzufuhreinrichtung geförderte Pressgut durch die
Schneideinrichtung weiter zerkleinert, wodurch ein gleichmäßigerer Ballen
gebildet wird. Die Pressgutzufuhreinrichtung und die Schneideinrichtung sind vorzugsweise
in einem Zufuhrkanal der Ballenpresse angeordnet, durch den das durch eine Aufnahmeeinrichtung
aufgenommene Pressgut in einen Pressraum der Ballenpresse gelangt, in dem der Ballen
gebildet und im Anschluss umhüllt wird.
Die Pressgutzufuhreinrichtung kann in einfacher Art und Weise an den
den Ballen aufnehmenden Pressraum der Ballenpresse angrenzend vorgesehen sein; es
ist aber auch denkbar, dass zwischen der Pressgutzufuhreinrichtung und dem Pressraum
weitere Fördereinrichtungen, auch in der Art einer Starterwalze bzw. in der
Art von Riemen etc. versehen sind, welche zur Ballenbildung beitragen oder auch
von dieser unabhängig vorgesehen sein können.
Die Pressgutzufuhreinrichtung kann einer Aufnahmeeinrichtung der Ballenpresse
nachgeordnet sein, welche zu pressendes Material beispielsweise vom Untergrund aufnimmt.
Bei einer derartigen Aufnahmeeinrichtung kann es sich beispielsweise um eine konventionelle
Pick-Up handeln. Es ist aber auch denkbar, dass diese in anderer Art und Weise,
beispielsweise in der Art eines Förderbandes, ausgebildet ist.
Die Pressgutzufuhreinrichtung bzw. der Förderrotor kann oberschlächtig
oder auch unterschlächtig fördern. Bei einer oberschlächtigen Förderung
erfolgt die Zufuhr der Hüllbahn vorzugsweise von oben.
Eine Vorrichtung zum Umhüllen eines Ballens kann in der Industrie
an Ballenpressen Verwendung finden, welche Ballen aus Papier, Abfällen, textilen
Materialien etc. bilden. Besonders geeignet ist eine solche Vorrichtung aber zur
Verwendung an einer landwirtschaftlichen Ballenpresse für Ballen aus landwirtschaftlichen
Erntegütern, die üblicherweise an ein Zugfahrzeug angehängt sind,
und insbesondere an Rundballenpressen, da diese einfach im Aufbau und sicher in
der Funktion sein müssen, um im Ernteeinsatz zu bestehen.
In der Zeichnung wird nachfolgend ein Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung dargestellt.
Die einzige Figur zeigt eine schematische Darstellung einer Ballenpresse
mit einer Vorrichtung zum Umhüllen eines Ballens mit einer Hüllbahn.
1 zeigt eine Ballenpresse 10 von im Wesentlichen
herkömmlicher Bauart mit einem Pressraum 12. Entsprechend den vorliegenden
Ausführungsbeispielen ist darüber hinaus eine Vorrichtung 14
zum Umwickeln eines in dem Pressraum 12 gebildeten Ballens 16
mit einer Hüllbahn 18 vorgesehen.
Bei der Ballenpresse 10 kann es sich um eine bekannte Bauart
handeln, d.h. mit einem Pressraum 12 konstanter oder variabler Größe,
der von Walzen, von Ketten oder einer Kombination von Riemen und Ketten oder wie
in dem Ausführungsbeispiel von Riemen 20 umgeben ist.
Eine derartige Ballenpresse 10 kann in der Landwirtschaft
zum Bilden von Ballen 16 aus Erntegut, wie z.B. Stroh, Heu oder Gras eingesetzt
werden. Es ist aber auch eine Verwendung in industriellen Bereichen denkbar.
Die Vorrichtung 14 ist in der vorliegenden Ausführungsform
an der Vorderseite der Ballenpresse 10 vorgesehen. Die Hüllbahn
18 wird durch einen Spalt hindurch dem Pressraum 12 zugeführt,
wo sie von dem in Drehung versetzten Ballen 16 mitgenommen wird. Die Vorrichtung
14 kann aber auch in einem mittleren Bereich der Ballenpresse
10 oder auch vor oder oberhalb des Pressraums 12 angeordnet sein.
Mittels der Hüllbahn 18 wird der Ballen 16
gebunden und somit daran gehindert, nach einem Verlassen der Ballenpresse
10 auseinanderzufallen. Bei der Hüllbahn 18 kann es sich
um Folie, Netz, Gewebe, Papier oder dergleichen handeln.
Die Vorrichtung 14 weist ein Gehäuse 22, Mittel
24, welche die Hüllbahn 18 dem Ballen 16 zuführen,
und eine Trenneinrichturg 26 auf. In dem Gehäuse 22 ist die
Hüllbahn 18 als Rolle 28 bzw. Vorrat gelagert. Das Gehäuse
22 kann auch derart ausgebildet sein, dass es mehrere Rollen
28 bevorratet und/oder Stufen oder Mulden zu deren Lagesicherung aufweist.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel weist das Gehäuse 22 eine
schwenkbar mit dem übrigen Gehäuse 22 verbundene Klappe
23 auf, durch welche das Gehäuse 22 verschlossen werden kann.
Die Klappe 23 ist mit einem Zwischenboden 25 versehen, welcher
derart ausgebildet ist, dass er eine Auflage für eine weitere
Rolle 28, welche als Vorrat in der Ballenpresse 10 mitgeführt
werden kann, bildet. Die Klappe 23 kann manuell oder auch automatisch bzw.
motorisiert, beispielsweise unter Zuhilfenahme eines Hydraulikzylinders, beispielsweise
in Form eines Motors oder auch eines Dämpfers, in eine geöffnete Stellung
gebracht werden, in der die Rolle 28 bequem durch eine Bedienungsperson
entnommen bzw. geladen werden kann.
Die Mittel weisen ein Vortriebselement bzw. Fördermittel
29 in der Art einer Walze auf, die ihrer Umfangsfläche mit einem Belag
hohen Reibwerts versehen ist und können in Drehung versetzt werden. Die Drehung
hilft anfänglich, die Hüllbahn 18 von der Rolle 28 abzuziehen
und während des Umhüllungsvorgangs infolge einer gebremsten Drehbewegung
in ihr eine Spannung aufzubauen. Die Rolle 28 kommt in ihrer Betriebs-stellung
mit einem Bereich, der etwa einer 4 bis 6 Uhr Stellung entspricht, an den Fördermitteln
29 zur Anlage.
Darüber hinaus weist die Vorrichtung 14 eine Leiteinrichtung
30 auf, welche die Hüllbahn 18 an eine Fördereinrichtung
32heranbringt, welches die Hüllbahn 18 in Richtung des Ballen
16 fördert.
Die Leiteinrichtung 30 ist in der Art eines flachen, sich
zumindest über die gesamte Breite der Hüllbahn 18 erstreckenden,
in Seitenbereichen geschlossenen Schachts oder Kanals 34 ausgebildet, welcher
bis annähernd an die Fördereinrichtung 32 heranreicht. Alternativ
könnte auch nur unterhalb der Hüllbahn 18 eine Leiteinrichtung,
beispielsweise in der Art eines Leitbleches vorgesehen sein. Es ist aber auch denkbar,
dass die Hüllbahn 18 allein durch die Wirkung ihrer Gewichtskraft
an die Fördereinrichtung 32 herangelangt.
An dem Kanal 34 können ein oder mehrere Gebläse
vorgesehen sein, welche in den Kanal 34 Luft direkt oder über Rohre
bzw. Leitungen einblasen, um die Hüllbahn 18 in Richtung des Ballens
16 zu fördern oder auch um einen Anhaften der Hüllbahn
18 an dem Kanal 34 entgegenzuwirken, insbesondere wenn die Hüllbahn
18 mit einem Klebstoff beschichtet oder selbstklebend bzw. adhäsiv
ausgebildet ist, indem sie in dem Kanal 34 ein Luftpolster erzeugen, auf
dem die Hüllbahn 18 schwebt.
Die Fördereinrichtung 32 weist zwei beabstandete Rollen
33, 35 auf, von denen eine erste Rolle 33 an den Pressraum
12 angrenzend und die andere Rolle 35 von dem Pressraum
12 beabstandet im Wesentlichen unterhalb der Leiteinrichtung
30 vorgesehen ist. Die beiden Rollen 33, 35 werden von
einem umlaufenden Förder-element 37 in der Art eines Riemens umschlungen.
Um das Förderelement 37 in Bewegung zu versetzen, ist wenigstens eine
der Rollen 33, 35, vorzugsweise die dem Pressraum 12
benachbart angeordnete Rolle 35, antreibbar vorgesehen. Eine möglichst
gleichmäßige Bewegung des Förderelements 37 kann erzielt
werden, wenn die entsprechende Rolle 35 mit einem Belag hohen Reibwerts
versehen sein.
Neben dieser Vorrichtung 14 weist die Ballenpresse
10 eine Aufnahmeeinrichtung 36 in der Art einer konventionellen
Pick-up auf, welche geschnittenes Erntegut vom Boden aufnimmt und in einen Zufuhrkanal
38 einbringt. In dem Zufuhrkanal 38 ist ein Förderrotor mit
Mitnehmern bzw. eine Pressgutzufuhreinrichtung 40 vorgesehen, welcher das
von der Aufnahmeeinrichtung 36 zugeführte Erntegut in den Pressraum
12 einbringt.
Die Pressgutzufuhreinrichtung 40 wirkt darüber hinaus
in bekannter Art und Weise mit einer Schneideinrichtung 42 zusammen, welche
in dem Zufuhrkanal 38 oberhalb der Pressgutzufuhreinrichtung
40 vorgesehen ist, die aber auch unterhalb der Pressgutzufuhreinrichtung
40 bzw. anderweitig positioniert sein kann. Die Schneideinrichtung
42 weist eine Mehrzahl von Messern 44 auf, welche in den Förderbereich
der Pressgutzufuhreinrichtung 40 hineinragen, um das Erntegut weiter zu
zerkleinern.
Im Folgenden soll die Funktionsweise der Ballenpresse 10
bzw. der Vorrichtung 14 kurz zusammengefasst werden.
Mittels der Aufnahmevorrichtung 36 wird über den Zufuhrkanal
38 und die Pressgutzufuhreinrichtung 40 Erntegut in den Pressraum
12 der Ballenpresse 10 eingebracht, wo es durch die Riemen
20 in konventioneller Art und Weise zu einem Ballen 16 verdichtet
wird. Nach dem Abschluss der Ballenbildung, wobei dieser Zeitpunkt beispielsweise
durch einen oder mehrere die Ballengröße ermittelnde Sensoren, eine Zeitsteuerung,
eine Durchflussmengenbestimmung etc. ermittelt werden kann, wird die Vorrichtung
14 aktiviert, um den Ballen 16 mit Hüllmaterial
18 zu umhüllen. Diese Aktivierung kann beispielsweise mittels einer
nicht gezeigten Steuer- bzw. Regeleinheit, welche an der Ballenpresse
10 selbst oder an einem nicht gezeigten Zugfahrzeug, wie einem Ackerschlepper,
vorgesehen sein kann, erfolgen. Um den Hüllvorgang zu beginnen, wird das Fördermittel
29 in Rotation versetzt, um Hüllmaterial von der Rolle 28
abzuziehen. Das Hüllmaterial 18 gelangt in den Kanal 34 und
wird durch die Wirkung der Fördermittel 29 und falls vorhanden durch
die oben beschriebene Gebläsewirkung in Richtung der Fördereinrichtung
32 verbracht. Die Hüllbahn 18 tritt aus dem Kanal
34 derart aus, dass sie zumindest im Wesentlichen von oben im Bereich der
dem Pressraum abgewandt angeordneten Rolle 35 auf das Förderelement
37 auftrifft und auf seiner Oberseite in Richtung des Pressraums
12 gefördert wird, wo sie durch den rotierenden Ballen 16
ergriffen wird und diesen einhüllt.
Ist der Umhüllungsvorgang des Ballens 16 abgeschlossen,
was durch konventionelle Sensoren oder auch eine Zeitsteuerung etc. bestimmt werden
kann, wird die Hüllbahn 18 mittels einer an dem Kanal 34
schwenkbar angebrachten Trenneinrichtung 26 durchtrennt. Im Anschluss wird
der fertige Ballen 16 aus der Ballenpresse 10 ausgestoßen.
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| Anspruch[de] |
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Ballenpresse (10) mit einem Pressraum (12) sowie einer
Vorrichtung (14) zum Umhüllen eines Ballens (16) mit einer
Hüllbahn (16) mit wenigstens einem umlaufenden Förderelement
(37), dadurch gekennzeichnet, dass das Förderelement (37)
die Hüllbahn (18) direkt an den Ballen (16) heranführt.
Ballenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderelement
(37) wenigstens einen umlaufenden Riemen aufweist bzw. als ein solcher
ausgebildet ist.
Ballenpresse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das
Förderelement (37) wenigstens eine, vorzugsweise zwei Rollen (33,
35) umschlingt, von denen vorzugsweise wenigstens eine drehbar vorgesehen
ist.
Ballenpresse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei
der Rolle (33, 35) bzw. bei wenigstens einer der Rollen (33,
35) um ein Element zur Ballenbildung handelt.
Ballenpresse nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens
eine der Rollen (33, 35), vorzugsweise selektiv, antreibbar ist,
dass das Förderelement (37) umlaufend angetrieben werden kann.
Ballenpresse nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, dass die Rolle(n) (33, 35) einen Belag hohen Reibwerts
aufweisen.
Ballenpresse nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
gekennzeichnet durch wenigstens ein Fördermittel (29), das die Hüllbahn
(18) von einem Vorrat, beispielsweise in der Art einer Rolle (28),
abzieht.
Ballenpresse nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine Trenneinrichtung (26), welche vorzugsweise mit
einer Leiteinrichtung (30) zusammenwirkt.
Ballenpresse nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine Pressgutzufuhreinrichtung (40), die vorzugsweise
als ein insbesondere Mitnehmer aufweisender Förderrotor ausgebildet ist bzw.
einen solchen umfasst.
Ballenpresse nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressgutzufuhreinrichtung
(40) zumindest im Wesentlichen unterhalb des Förderelements (37)
angeordnet ist.
Ballenpresse nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Pressgutzufuhreinrichtung (40) mit einer
Schneideinrichtung (42) zusammenwirkt.
Ballenpresse nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Pressgutzufuhreinrichtung (40) an den
Pressraum (12) angrenzend angeordnet ist.
Ballenpresse nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Pressgutzufuhreinrichtung (40) einer Aufnahmeeinrichtung
(38) der Ballenpresse (10) nachgeordnet ist.
Ballenpresse nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Pressgutzufuhreinrichtung (40) ober- bzw.
unterschlächtig fördert.
Ballenpresse nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche
ausgebildet in der Art einer Rundballenpresse.
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Patent Zeichnungen (PDF)
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