| Dokumentenidentifikation |
DE102006010296A1 13.09.2007 |
| Titel |
Kassette mit verringerter Wärmebrücke |
| Anmelder |
Forschungs- und Qualitätszentrum Oderbrücke gGmbH, 15890 Eisenhüttenstadt, DE |
| Erfinder |
Georgi, Holger, 15890 Eisenhüttenstadt, DE |
| DE-Anmeldedatum |
07.03.2006 |
| DE-Aktenzeichen |
102006010296 |
| Offenlegungstag |
13.09.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
13.09.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
E04C 2/08(2006.01)A, F, I, 20060307, B, H, DE
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| IPC-Nebenklasse |
E04B 1/80(2006.01)A, L, I, 20060307, B, H, DE
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kassettenprofiltafel, vorwiegend aus Stahl, die durch das Einbringen von Lochungen, Schlitzungen und/oder Prägungen mit Schneidanteil im Stegbereich einen wesentlich höheren Wärmedurchlasswiderstand erreichen. Dabei wird der Kassettensteg so zweckbestimmt verändert, dass eine wesentliche Erhöhung des Wärmedurchlasswiderstandes der Kassettenstege durch eine Verlängerung der wärmeleitenden Strecke und/oder Reduzierung des wärmeleitenden Querschnittes erreicht wird.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Kassettenprofiltafel, vorwiegend
aus Stahl, die durch das Einbringen von Lochungen, Schlitzungen und/oder Prägungen
mit Schneidanteil im Stegbereich einen wesentlich höheren Wärmedurchlasswiderstand
erreichen.
Aus Gründen der Energieeinsparung und Hygiene werden an Außenbauteile
bzw. Gebäuden verschiedene Anforderungen an den Wärme- und Feuchteschutz
gestellt. In praktisch allen Ländern gibt es Mindestanforderungen an den Wärmedurchgangskoeffizienten
(U-Wert) der Außenbauteile. Alternativ sind in einigen Ländern auch Anforderungen
an das Wärmeschutzniveau des Gesamtgebäudes festgelegt. Der Nachweis der
Einhaltung der Wärmeschutzanforderungen erfolgt über Berechnungen. Bei
der Ermittlung des U-Wertes von Bauteilen in Stahlleichtbauweise kommt der Frage
der Berücksichtigung von Wärmebrücken eine besondere Bedeutung zu.
In der Praxis ist eine exakte Berücksichtigung der Wärmebrückenwirkung
von Stahlbauteilen in den meisten Ländern noch nicht üblich.
Es ist bekannt, dass in Kassettenprofiltafel-Konstruktionen, durch
die vorhandenen konstruktionsbedingten Stege, gekennzeichnet durch einen geringen
Wärmedurchlasswiderstand, Wärmebrücken vorhanden sind. Eine Verringerung
der Wärmebrückenwirkung wird bislang durch zusätzliche Isolierungen
zwischen Kassettenprofil und der Außenschale erreicht. Durch die notwendige
Verbindung der Kassette mit der Außenschale, z.B. Trapezblech, kann diese Isolierung
nur relativ gering ausfallen, und sie wird durch die Verbindungsmittel durchbrochen.
Eine weitere Lösung erhöht den Wärmedurchlasswiderstand durch eine
zusätzliche vorgesetzte isolierte Schale, die aber einen zusätzlichen
Konstruktionsaufwand benötigt.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, den Wärmedurchlasswiderstand
der Kassettenprofiltafel-Konstruktionen wesentlich zu erhöhen, ohne dass zusätzliches
Material für die Konstruktion benötigt wird.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst,
dass in die im Vergleich zum isolierten Fachbereich der Kassette gut wärmeleitenden
Stege mehrfache Öffnungen (Lochungen, Schlitzungen und/oder Prägungen
mit Schneidanteil) eingebracht werden, und durch deren Anordnung, Anzahl und Form
die innerhalb der Kassettenstege den Wärmestrom beeinflussende Größen
„s = Länge der wärmeleitende Strecke" und „A = Materialquerschnitt
innerhalb der wärmeleitende Strecke zweckbestimmt so verändert werden,
dass ein wesentliche Verringerung des Wärmestromes bzw. wesentliche Erhöhung
des Wärmedurchlasswiderstandes der Kassettenstegen erreicht wird. Dadurch wird
eine Kassettenprofiltafel-Konstruktionen mitwesentlich höheren Wärmedurchlasswiderstand
bewirkt.
Da die im Sinne dieser Erfindung zweckbestimmt eingebrachten Öffnungen
mit Luft oder anderem wärmeisolierendem Material gefüllt sind, wird eine
Anordnung und Kombination von wärmeleitenden Teilabschnitte mit verringerter
Materialquerschnittsfläche und verlängerten wärmeleitende Teilstrecken(s)
innerhalb der Kassettenstege hergestellt (Weg des Wärmetransports = mäanderförmige,
mehrfach eingeengte und aufeinanderfolgende wärmeleitende Teilstrecken an den
Öffnungen vorbei) und so ein wesentlich erhöhter Wärmewiderstand
der Kassettenstege erreicht. Durch die erfindungsgemäßen Änderungen
an den Kassettenstegen erhöht sich wesentlich der Gesamt-Wärmedurchlasswiderstand
des Bauteils „Kassettenprofiltafel-Konstruktionen", welches der Erfindung
zugrunde liegende Aufgabe ist. Ein ähnliches Prinzip wird zur Erhöhung
des Wärmedurchlasswiderstandes bei Hochlochziegel genutzt.
Die Herstellung solcher Kassettenprofiltafel kann auf konventionellen
Anlagen mit vorgelochten Bändern erfolgen. Die Prägungen mit Schneidanteil
können direkt in den Profilieranlagen hergestellt werden, da bei diesen Verfahren
kein Lochabfall entsteht.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand von Zeichnungen, die Ausführungsbeispiele
darstellen, näher erläutert.
Es zeigen:
1: Ein Kassettenprofil mit rautenförmigen Lochungen
in einer isometrischem Ansicht
2: Ein Kassettenprofil mit dreieckigen Lochungen in
einer isometrischen Ansicht
3: Ein Kassettenprofil mit U-förmigen ineinandergeschachtelten
Lochungen in einer isometrischen Ansicht
4: Ein Kassettenprofil mit winkligen versetzen ineinandergeschachtelten
Lochungen in einer isometrischen Ansicht
5: Ein Kassettenprofil mit einer rechteckigen Prägung
mit Schneidanteil
1 zeigt eine Kassette 1 mit rautenförmigen
Lochungen 3 in den Stegen 2 so angeordnet, dass ein streckmetallartiges
Stegsystem 4 entsteht. Dadurch wird der wärmeleitende Querschnitt
5 (Teildarstellung) gegenüber dem Ausgangsquerschnitt verringert
und die wärmeleitende Steglänge erhöht.
2 zeigt eine Kassette 1 mit dreieckigen Lochungen
6, so dass ein streckmetallartiges Stegsystem mit Querstegen
7 entsteht. Dadurch wird der wärmeleitende Querschnitt 5
(Teildarstellung) gegenüber dem Ausgangsquerschnitt verringert und die wärmeleitende
Steglänge erhöht.
3 zeigt eine Kassette 1 mit U-förmigen
ineinandergeschachtelten Lochungen 8, so dass eine deutliche Verlängerung
der wärmeleitende Steglänge (mäanderförmig) entsteht und gleichzeitig
der wärmeleitende Querschnitt 5 (Teildarstellung) gegenüber dem
Ausgangsquerschnitt verringert wird.
4 zeigt eine Kassette 1 mit winkligen versetzen
ineinandergeschachtelten Lochungen 9, so dass eine deutliche Verlängerung
der wärmeleitenden Steglänge (mäanderförmig) entsteht und gleichzeitig
der wärmeleitende Querschnitt 5 (Teildarstellung) gegenüber dem
Ausgangsquerschnitt verringert wird.
5 zeigt eine Kassette 1 mit versetzen rechteckeigen
Prägungen mit Schneidanteil 10 so dass eine deutliche Verlängerung
der wärmeleitenden Steglänge entsteht und gleichzeitig der wärmeleitende
Querschnitt 5 (Teildarstellung) gegenüber dem Ausgangsquerschnitt
verringert wird. Der Schneidanteil wird an den lagen Seiten des Rechteckes ausgeführt.
Die Prägetiefe wird so gewählt, dass eine ausreichende thermische Trennung
der Längsseiten erfolgt.
- 1
- Stahlkassettenprofil
- 2
- Steg
- 3
- 3 rautenförmige Lochung
- 4
- 4 Stegsystem
- 5
- wärmeleitender Querschnitt
- 6
- dreieckige Lochung
- 7
- Quersteg
- 8
- U-förmige Lochung
- 9
- winklige Lochung
- 10
- rechteckige Prägungen mit Schneidanteil
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| Anspruch[de] |
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Kassettenprofiltafel, vorwiegend aus Stahl, mit einem höheren Wärmedurchlasswiderstand,
dadurch gekennzeichnet, dass durch geeignete Öffnungen (Lochungen, Schlitzungen
und/oder Prägungen mit Schneidanteil) der wärmeleitende Querschnitt der
Stege verringert wird.
Kassettenprofil nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass durch eine
mäanderförmige Anordnung tragenden Querschnitts der Stege die wärmeleitende
Strecke verlängert wird.
Kassettenprofil nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass Stegstruktur
durch Aufkantungen eine höhere Stabilität erhalten.
Kassettenprofil nach Anspruch 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass die
Öffnungen vor dem Profilieren in das Band eingebracht werden.
Kassettenprofil nach Anspruch 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass die
Öffnungen während des Profilieren eingebracht werden.
Kassettenprofil nach Anspruch 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass die
Öffnungen mit einen wärmeisolierenden Material gefüllt werden.
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