| Dokumentenidentifikation |
DE102006010324A1 13.09.2007 |
| Titel |
Pneumatische Einzelkornsämaschine |
| Anmelder |
Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG, 49205 Hasbergen, DE |
| Erfinder |
Scheufler, Bernd, Dr.-Ing., 49205 Hasbergen, DE; Johannaber, Stefan Jan, Dipl.-Ing., 49536 Lienen, DE |
| DE-Anmeldedatum |
07.03.2006 |
| DE-Aktenzeichen |
102006010324 |
| Offenlegungstag |
13.09.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
13.09.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
A01C 7/04(2006.01)A, F, I, 20060307, B, H, DE
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| IPC-Nebenklasse |
A01C 7/20(2006.01)A, L, I, 20060307, B, H, DE
A01C 7/18(2006.01)A, L, I, 20060307, B, H, DE
A01C 15/04(2006.01)A, L, I, 20060307, B, H, DE
B65G 53/40(2006.01)A, L, I, 20060307, B, H, DE
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| Zusammenfassung |
Pneumatische Einzelkornsämaschine mit einem zentralen Vorratsbehälter und einer die auszubringenden Saatkörner vereinzelnden Dosiereinrichtung, welche die vereinzelnden Saatkörner in zumindest eine pneumatische zu einem die Saatkörner auf von dem Verteilerkopf abzweigenden Saatleitungen zumindest annähernd gleichmäßig verteilenden Verteilerkopf führenden Förderleitung einleitet.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine pneumatische Einzelkornsämaschine
mit einem zentralen Vorratsbehälter und einer die auszubringenden Saatkörner
vereinzelnden Dosiereinrichtung.
Eine derartige Einzelkornsämaschine ist durch die DE
693 124 31 T2 bekannt. Diese Einzelkornsämaschine weist ein zentrales
Vereinzelungsorgan auf, welches als Vereinzelungstrommel mit mehreren nebeneinander
angeordneten Perforationsreihen, die mit einer Druckdifferenz beaufschlagt werden,
ausgebildet ist. Jeder Perforationsreihe, an welcher sich die Saatkörner aufgrund
der Druckdifferenz anlagern, wenn die Saatguttrommel durch einen Saatgutvorrat geführt
wird, ist jeweils eine zu einem Säschar führende Saatleitung zugeordnet.
Die Arbeitsbreite einer derartig aufgebauten Sämaschine ist auf 3m aufgrund
der auf öffentlichen Straßen und Wegen zulässigen Gesamtbreite zum
Transport landwirtschaftlicher Maschinen begrenzt. Der Vorteil derartiger Vereinzelungsmaschinen,
auch für das Ausbringen von Getreide, ist die exakte Dosierung der einzelnen
Saatkörner, die sich an den Perforationen der Perforationsreihen der Saatguttrommel
anlagern und dann in vereinzelter Form über die Saatleitungen zu jedem Säschar
jeder Saatgutreihe gefördert werden. Es ergibt sich hierdurch eine exakte Dosierung
der einzelnen Körner pro Flächeneinheit, welche aufgrund der sog. Einzelkornvereinzelung
sichergestellt ist.
Nachteilig ist die begrenzte Arbeitsbreite für ein zentrales
Vereinzelungsorgan mit einem zentralen Vorratsbehälter gemäß dieser
Bauart.
Die EP 0 679 326 B1
zeigt eine weitere Einzelkornsämaschine welche einen zentralen Vorratsbehälter
aufweist, von dem aus mittels einer Volumendosierung über einzelne Förderleitungen
den als Zwischenbehältern ausgebildeten Vorratsbehältern der einzelnen
an einem Tragrahmen, der einklappbar ausgebildet ist, angeordneten Einzelkornsäaggregaten,
die jeweils ein Vereinzelungsorgan für eine einzelne Saatgutreihe aufweisen,
das Saatgut zugeführt wird. Der Vorteil dieser Maschine besteht darin, dass
sie einen zentralen Vorratsbehälter, aufweist, so dass der Landwirt für
alle Einzelkornsäaggregate nur den zentralen Vorratsbehälter zur Beschickung
mit Saatgut befüllen muss. Die einzelnen Säaggregate weisen wiederum einzelne
als Zwischenbehälter ausgebildete Vorratsbehälter auf, denen das Saatgut
in mechanisierter Weise über jeweils eine pneumatische Förderleitung vom
zentralen Vorratsbehälter wie vorerwähnt, zugeleitet wird. Nachteilig
hierbei ist die Vielzahl der zu den einzelnen als Zwischenbehälter ausgebildeten
Vorratbehälter, die den einzelnen Einzelkornsäaggregaten zugeordnet sind,
führenden Förderleitungen. Weiterhin muss eine Vielzahl einzelner Einzelkornsäaggregate
am Tragrahmen angeordnet werden.
Durch die DE 102 004 730
A1 ist eine pneumatische Sämaschine mit einer sog. Volumendosierung
bekannt. Diese Volumendosierung weist ein Zellenrad auf, welches das sich in einem
zentralen Vorratsbehälter befindliche Saatgut in eine pneumatische Förderleitung
einspeist, die zu einem als Prallkopf ausgebildeten Verteilerkopf führt. von
dem Prallkopf führen eine Vielzahl von Saatleitungen zu Säscharen, die
jeweils einer Saatgutreihe zugeordnet sind. Der Verteilerkopf verteilt das Saatgut
in gleichmäßiger Weise auf die einzelnen Saatleitungen. Zumindest einer
der vom Verteilerkopf abgehenden Saatleitung ist ein Körnerzähler zugeordnet,
um die ausgebrachte Menge bzw. die einer Saatgutleitung zugeteilten Saatkörner
zu zählen. Die von dem Körnerzähler ermittelten Daten werden einem
Bordrechner zugeleitet, der die Anzahl der tatsächlich ausgebrachten Saatkörner
errechnet. Aufgrund der ermittelten Anzahl ausgebrachter Saatkörner regelt
der Bordcomputer die Einstellung des Antriebes für die als Zellenrad ausgebildete
Dosiereinrichtung. Die mittels der Volumendosierung ausgebrachten Saatkörner
mittels des Körnerzählers zu zählen, ist relativ aufwendig. Über
den Verteilerkopf wird mittels einer die Saatkörner relativ genau aufteilenden
sog. Zufallsverteilung auf die einzelnen Saatkörner eine sehr genaue Aufteilung
der von dem Dosierorgan dosierten Saatkörner auf die einzelnen von dem als
Prallkopf ausgebildeten Verteilerkopf abgehenden Saatleitungen erreicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine exakte Dosierung und
die Zuteilung der Getreidekörner auf die den einzelnen Saatgutreihen zugeordneten
Saatleitungen für eine Einzelkornsämaschine in einfacher weise zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches 1 erreicht.
Infolge dieser Maßnahmen werden durch die zentrale Dosiereinrichtung die Saatkörner
durch Einzelkorndosierung vereinzelt und die in die zu dem Verteilerkopf führende
oder führenden Förderleitung einspeist werden. Anschließend von dem
Verteilerkopf nach dem Aufprall- und Zufallsprinzip in gleichmäßiger Weise
auf die von dem Verteilerkopf abzweigenden Leitungen aufgeteilt. Durch die Erfindung
wird ein völlig neuer Weg beschritten, der darauf beruht, dass die Saatkörner,
die sich in einem zentralen Vorratbehälter befinden, durch eine zentrale Einzelkorndosierung
in eine pneumatische Förderleitung eindosiert und anschließend über
einen pneumatischen Verteilerkopf, der auf dem Prinzip des Aufprall- und des Zufallsverteilungsprinzip
in zumindest annähernd gleichmäßiger Weise auf die von dem Verteilerkopf
abzweigenden Saatleitung aufgeteilt. Die Erfindung kombiniert die Vorteile der zentralen
Einzelkorndosierung mittels eines zentralen Vereinzelungsorgans
mit den Vorteilen des sich bei der Volumendosierung bewährten und mit den Aufprall-
und Zufallsverteilprinzips arbeitenden pneumatischen Verteilerkopf.
Eine einfach ausgestaltete zentrale Einzelkorndosierung lässt
sich dadurch schaffen, dass die Dosiereinrichtung als Trommel mit mehreren mit einer
Druckdifferenz beaufschlagter Perforationsreihen ausgebildet ist.
Um in einfacher Weise auch bei einer Einzelkornsämaschine mit
einer großen Arbeitsbreite nur möglichst kurze Saatleitungen, die vom
Verteilerkopf zu den Säscharen führen, verwenden zu können, ist vorgesehen,
dass an der Dosiereinrichtung mehrere jeweils zu einem Verteilerkopf führende
Förderleitungen angeschlossen sind.
Um mittels der zentralen Einzelkorndosiereinrichtung auch eine entsprechend
große Flächenleistung der Einzelkornsämaschine zu erreichen, ist
vorgesehen, dass mehrere Perforationsreihen einer Förderleitung zugeordnet
sind.
Eine einfach ausgestaltete zentrale Einzelkorndosiereinrichtung lässt
sich dadurch schaffen, dass die Dosiereinrichtung als Trommel mit mehreren mit einer
Druckdifferenz beaufschlagter Perforationsreihen ausgebildet ist.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der Beispielsbeschreibung
und der Zeichnung zu entnehmen. Die Zeichnung zeigt das Funktionsprinzip der erfindungsgemäßen
Einzelkornsämaschine in schematischer Darstellungsweise.
Die Einzelkornsämaschine weist zur Aufnahme der auszubringenden
Saatkörner den zentralen Vorratsbehälter 1 auf. Der Vorratsbehälter
1 ist mit einer die auszubringenden Saatkörner vereinzelnden Dosiereinrichtung
2 ausgestattet. Die Dosiereinrichtung 2 ist als Vereinzelungstrommel
3 ausgebildet und weist mehrere mit einer Druckdifferenz zu beaufschlagende
Perforationsreihen 4 auf. Wenn die mit einer Druckdifferenz beaufschlagten
Perforationen 5 der Perforationsreihen 4 durch den sich im Vorratsbehälter
1 befindlichen Saatgutvorrat geführt werden, lagern sich an den Perforationen
5 der Perforationsreihen 4 Saatkörner an, die in vereinzelter
Weise den der Dosiereinrichtung 2 zugeordneten pneumatisch beaufschlagten
Förderleitungen 6 zugeführt werden. Die Funktionsweise der Vereinzelung
durch die zentrale Dosiereinrichtung entspricht beispielsweise der in der
DE 693 12 431 T2 beschriebenen
Einzelkornsämaschine.
Die Druckdifferenz, mit denen die Perforationsreihen 4 beaufschlagt
werden, sowie der Förderluftstrom in den Förderleitungen 6 wird
von einem nicht dargestellten und motorisch angetriebenen Gebläse erzeugt.
Die von der zentralen Dosiereinrichtung 2 fortführenden Förderleitungen
6 münden jeweils in Verteilerköpfen 7, die nach dem
Aufprallprinzip die dem Verteilerkopf 7 zugeführten Saatkörner
auf die von dem Verteilerkopf 7 abzweigenden Ausbringleitungen
8, die zu nicht dargestellten Säscharen führen, gleichmäßig
aufgeteilt.
Die Verteilerköpfe 7 sind an einem nicht dargestellten
Rahmen der Einzelkornsämaschine angeordnet, wobei dieser Rahmen einklappbar
ausgebildet ist. Bei einer entsprechend breiten Ausgestaltung der Vereinzelungstrommel
3 der die Saatkörner vereinzelnden Dosiereinrichtung 2 können
auch mehr als die drei dargestellten Förderleitungen 6 mit Verteilerköpfen
7 an die zentrale Saatkornvereinzelungseinrichtung 2 angeschlossen
werden. Um auch größere Saatmengen durch die Trommel 3 in vereinzelter
Weise vereinzeln und deren jeweiligen Verteilerkopf zuführen können sind
einer Förderleitung 6 mehrere Perforationsreihen zugeordnet.
Wie bereits vor erwähnt, vereint die erfindungsgemäße
Einzelkornsämaschine die zentrale Saatgutvereinzelung und die Prallkopfaufteilung
der Saatkörner einer Förderleitung auf mehrere Ausbringleitungen zu einem
neuen Wirk- und Funktionsprinzip. Durch die zentrale Vereinzelungsdosiereinrichtung
2 ist sichergestellt, dass die gewünschte Anzahl Saatkörner pro
Flächeneinheit ausgebracht wird, weil durch Saatkornverteilung mittels der
Vereinzelungstrommel 3 Saatkornvereinzelung mittels der Vereinzelungstrommel
3 die Saatkörner vereinzelt werden und keine Volumendosierung erfolgt.
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| Anspruch[de] |
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Pneumatische Einzelkornsämaschine mit einem zentralen Vorratsbehälter
(1) und einer die auszubringenden Saatkörner vereinzelnden Dosiereinrichtung
(2, 3) welche die vereinzelnden Saatkörner in zumindest eine
pneumatische zu einem die Saatkörner auf von dem Verteilerkopf (7)
abzweigenden Saatleitungen (8) zumindest annähernd gleichmäßig
verteilenden Verteilerkopf (7) führenden Förderleitung (6)
einleitet.
Einzelkornsämaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Dosiereinrichtung (2) als Trommel (3) mit mehreren mit einer
Druckdifferenz beaufschlagter Perforationsreihen (4) ausgebildet ist.
Einzelkornsämaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
mehrere Perforationsreihen (4) einer Förderleitung (6) zugeordnet
sind.
Einzelkornsämaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
an der Dosiereinrichtung (2) mehrere jeweils zu einem
Verteilerkopf (7) führende Förderleitungen (6) angeschlossen
sind.
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