| Dokumentenidentifikation |
DE102006010592A1 13.09.2007 |
| Titel |
Schleuderdüngerstreuer |
| Anmelder |
Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG, 49205 Hasbergen, DE |
| Erfinder |
Krabbe, Ulrich, 49205 Hasbergen, DE; Dieckmann, Ralf, 49492 Westerkappeln, DE |
| DE-Anmeldedatum |
06.03.2006 |
| DE-Aktenzeichen |
102006010592 |
| Offenlegungstag |
13.09.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
13.09.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
A01C 17/00(2006.01)A, F, I, 20060306, B, H, DE
|
| IPC-Nebenklasse |
E01H 10/00(2006.01)A, L, I, 20060306, B, H, DE
E01C 19/20(2006.01)A, L, I, 20060306, B, H, DE
|
| Zusammenfassung |
Schleuderstreuer für rieselfähiges Streugut, insbesondere Dünger und Streusalz, mit einem Vorratsbehälter mit wenigstens einem Auslauf mit Dosierorgan, aus dem das Streugut austritt, und wenigstens einem umlaufenden Verteilorgan, das aus einer um eine zum Auslauf versetzte Achse angetriebenen Schleuderscheibe und auf dieser angeordneten und umlaufenden Wurfflügeln besteht, wobei die Wurfflügel jeweils eine sich in aufrechter Richtung erstreckende Rückwand und eine sich an die Oberkante der Rückwand anschließende und in Umlaufrichtung weisende Leitfläche aufweisen. Um diesen Nachteil zu vermeiden, so dass sich möglichst wenige der Staubanteile des Streugutaufteilens des Schleuderstreuers oder des den Schleuderstreuer tragenden oder ziehenden Fahrzeugs niederschlagen, ist vorgesehen, dass die Leitfläche zumindest einer der Wurfflügel in radialer Richtung über das radiale Ende der Rückwand hinausragt, dass der über das Ende der Rückwand hinausragende Bereich der Leitfläche derart angestellt ist, dass die vordere Kante der Leitfläche höher als deren hintere Kante angeordnet ist.
|
| Beschreibung[de] |
|
Die Erfindung betrifft einen Schleuderdüngerstreuer gemäß
des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.
Ein derartiger Schleuderdüngerstreuer ist in der EP
07 96 554 B1 beschrieben. Dieser Schleuderdüngerstreuer weist einen
Vorratsbehälter auf, unter dem eine umlaufende mit Wurfflügeln bestückte
umlaufende Schleuderscheibe angeordnet ist. Diese Wurfflügel weisen eine sich
in aufrechter Richtung erstreckende Rückwand und eine sich an die Oberkante
der Rückwand anschließende und in Umlaufrichtung weisende Leitfläche
auf, wobei die Leitfläche nicht über das radiale Ende der Rückwand
hinaus ragt.
Der Vorratsbehälter weist in seinem unteren Bereich ein Dosierorgan
auf, über welches der Schleuderscheibe das zu verteilende Streugut, wie Dünger
und Streusalz zugeführt und von den Wurfflügeln erfasst und in Breitverteilung
auf der Streufläche verteilt wird.
Während der Streuarbeit entstehen durch die Wurfflügel Luftverwirbelungen
außerhalb des von den Wurfflügeln überstrichenen Bereiches. Durch
diese Luftverwirbelungen werden die sich im Streugut befindlichen Staubanteile mitgerissen
und aufgewirbelt und legen sich auf Teilen des Schleuderstreuers und/oder des den
Schleuderstreuer tragenden bzw. ziehenden Fahrzeuges ab.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen Nachteil zu vermeiden,
so dass sich möglichst wenige der Staubanteile des Streugutes auf Teilen des
Schleuderstreuers oder des den Schleuderstreuer tragenden oder ziehenden Fahrzeugs
niederschlagen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das kennzeichnende
Merkmal des Patentanspruches 1 gelöst. Infolge dieser Maßnahmen wird verhindert,
dass beim Streuen von Streumaterial die entstehende Staubwolke feiner Staubanteile
des auszubringenden Streugutes aufsteigt. Vielmehr werden die Staubanteile durch
die Leitflächen und den von den Leitflächen erzeugten und in Richtung
des Bodens gerichteten Luftströmungen gegen den Boden gedrückt. Die erfindungsgemäß
angestellten Leitflächen, die das radiale Ende der Rückwand überragen,
erzeugen einen gegen den Boden gerichteten Luftstrom, dieser erfasst die Staubanteile
und drückt in Richtung des Bodens. Die das radiale Ende der Rückwand überragen
den Leitflächen sind in radialer Fortsetzung der sich im Bereich der Rückwand
befindlichen Leitflächen mit dem gleichen Winkel zur Horizontalen ausgerichtet.
Um in einfacher Weise die gegen den Boden gerichtete Luftströmung
zum Erfassen der die Wurfflügel verlassenden Staubanteile zu erzeugen, ist
erfindungsgemäß vorgesehen, dass der über das Ende der Rückwand
des Wurfflügels in radialer Richtung hinausragende Bereich der Leitfläche
als die Luft nach unten leitender Abweiser ausgebildet ist.
Um eine ausreichend gegen den Boden gerichtete Luftströmung durch
die als Abweiser ausgebildeten Leitflächen zu erreichen, ist vorgesehen, dass
die Abweiser mit einem Winkel zwischen 30° und 60° zur Horizontalen angestellt
sind.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der Beispielsbeschreibung
und den Zeichnungen zu entnehmen. Hierbei zeigen
1 den Schleuderstreuer in perspektivischer Darstellung,
2 den Verteilbereich des Schleuderstreuers in vergrößertem
Maßstab und in perspektivischer Darstellung,
3 den Verteilbereich des Schleuderstreuers mit abgenommenen
Streubreitenbegrenzung in perspektivischer Darstellung,
4 einen Wurfflügel in perspektivischer Darstellung,
5 den Wurfflügel gemäß 4
in der Ansicht von hinten, bezogen auf die Drehrichtung des Wurfflügels bzw.
der Schleuderscheibe und
6 den Wurfflügel in der Ansicht VI-VI.
Der Schleuderstreuer weist den Rahmen 1, den Vorratsbehälter
2 mit wenigstens einem Auslauf mit Dosierorgan 3, aus dem das
Streugut, welches sich im Vorratsbehälter 2 befindet, austritt. Unterhalb
des Vorratsbehälters 2 und des Dosierorgans 3 ist ein umlaufend
angetriebenes Verteilorgan 4 angeordnet. Das Verteilorgan 4 besteht
aus einer um eine zum Auslauf versetzte Achse angetriebenen Schleuderscheibe
5 und auf dieser angeordneten und umlaufenden Wurfflügel
6. Der Schleuderstreuer weist auf seiner Vorderseite Kuppelelemente zum
Anbau an Kupplungselemente 7 eines Fahrzeuges, beispielsweise eines Schleppers
auf. Der Schleuderstreuer ist im Ausführungsbeispiel als Einscheibenstreuer
ausgebildet und kann als Straßenstreuer zum Ausstreuen von Salz, Sand, Kies,
Splitt etc. oder als Düngerstreuer zum Ausbringen von Dünger eingesetzt
werden.
Um das Verteilorgan 4 herum ist auf der Rückseite und
den beiden Seiten des Schleuderstreuers ein als Streuschirm 8ausgebildete
Streubreitenbegrenzung, welcher aus einzelnen zueinander bewegbaren
lamellenartigen Segmenten besteht, angeordnet.
Die Wurfflügel 6 weisen einen Befestigungsbereich
9 auf, mit dem sie auf der Schleuderscheibe 5 mittels geeigneter
Befestigungselemente, beispielsweise Schrauben befestigt sind. An dem Befestigungsbereich
9 des Wurfflügels 6 schließt sich eine in aufrechter
Richtung erstreckende Rückwand 10 an. An der Oberkante der Rückwand
10 schließt sich die in Umlaufrichtung 11 des Verteilorgans
4 weisende Leitfläche 12 an, die im Ausführungsbeispiel
in Drehrichtung 11 der Schleuderscheibe 5 bzw. Umlaufrichtung
an die Rückwand 10 anschließend mit einem Winkel A von etwa 45°
angekanntet ist. Die Leitfläche 12 ragt in radialer Richtung
13 über das radiale Ende 14 der Rückwand 10
hinaus, wie insbesondere die 4 und 5
zeigen. Der über das Ende 14 der Rückwand 10 des Wurfflügels
6 hinausragende Bereich 15 der Leitfläche 12 ist
derart angestellt, dass die vordere Kante 16 der Leitfläche
12 höher als deren hintere Kante 17 angeordnet ist. Die über
das Ende 14 der Rückwand 10 des Wurfflügels
6 in radialer Richtung 13 hinausragende Bereich 15 der
Leitfläche 12 ist als die Luft nach unten leitender Abweiser
18 ausgebildet und mit einem Winkel A zwischen 30° und 60° zur
Horizontalen 19 angestellt, wie insbesondere die 6
zeigt. Die über das Ende 14 der Rückwand 10 des Wurfflügels
6 in radialer Richtung 13 hinausragende Bereich 15 der
Leitfläche 12, der den Abweiser bildet, kann eine größere
Breite B in Umlaufrichtung 11 als die Leitfläche 12 im Bereich
der Rückwand 10 des Wurfflügels 6 aufweisen, wie insbesondere
die 4 bis 6 zeigen. Im
Ausführungsbeispiel ist der über das radiale Ende 14 der Rückwand
10 hinausragende Bereich 15 der als Abweiser 18 ausgebildeten
Leitfläche 12 entgegen der Drehrichtung 11 verbreitert. Es
ist jedoch auch möglich, die als Abweiser 18 ausgebildete Leitfläche
14 in Drehrichtung 11 zu verbreitern.
Der in radialer Richtung 13 über das Ende der Rückwand
14 des Wurfflügels 6 hinausragende und als Abweiser
18 ausgebildete Bereich 14 der Leitfläche 12 ist
in radialer Richtung 13 gesehen mit dem gleichen Winkel B zur Horizontalen
19 wie die Leitfläche 12 im Bereich der Rückwand
10 angestellt.
Die Funktionsweise der die Rückwand 10 überragenden
und als Abweiser 18 ausgebildeten Bereiches 14 der Leitfläche
12 ist folgende:
Das sich im Vorratsbehälter 2 befindliche Streumaterial wird über
das Dosierorgan 3 der Schleuderscheibe 5 zugeleitet und von den
Wurfflügeln 6 erfasst. Das Streumaterial wird von den Wurfschaufeln
6 in radialer Richtung 13 beschleunigt und am Ende 14
der Rückwand 10 der Wurfflügel 6 abgeworfen. Die Abweiser
18 erzeugen außerhalb der Schleuderscheiben 5 und der Rückwand
10 der Wurfflügel 6 eine nach unten und gegen den Boden gerichteten
Luftströmung 20. Die sich im Streumaterial befindlichen Staubanteile
werden von den Abweisern 18 und der von den Abweisern 18 erzeugten
Luftströmung 20 erfasst und nach unten bzw. in Richtung
21 des Bodens abgeleitet, so dass die Staubanteile nicht aufsteigen. Somit
wird verhindert, dass die Staubanteile sich auf Teile des Schleuderstreuers bzw.
des den Schleuderstreuer tragenden Fahrzeuges ablagern.
|
| Anspruch[de] |
|
Schleuderstreuer für rieselfähiges Streugut, insbesondere
Dünger und Streusalz, mit einem Vorratsbehälter mit wenigstens einem Auslauf
mit Dosierorgan, aus dem das Streugut austritt, und wenigstens einem umlaufenden
Verteilorgan, das aus einer um eine zum Auslauf versetzte Achse angetriebenen Schleuderscheibe
und auf dieser angeordneten und umlaufenden Wurfflügel besteht, wobei die Wurfflügel
jeweils eine sich in aufrechter Richtung erstreckende Rückwand und eine sich
an die Oberkante der Rückwand anschließende und in Umlaufrichtung weisende
Leitfläche aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitfläche
(12, 15, 18) zumindest einer der Wurfflügel (6)
in radialer Richtung (13) über das radiale Ende (14) der
Rückwand (10) hinaus ragt, dass der über das Ende (14)
der Rückwand (10) hinausragende Bereich (15, 18)
der Leitfläche (12) derart angestellt ist, dass die vordere Kante
(16) der Leitfläche (15, 18) höher als deren
hintere Kante (17) angeordnet ist.
Schleuderstreuer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der über
das Ende (14) der Rückwand (10) des Wurfflügels (6)
in radialer Richtung (13) hinausragende Bereich (15) der Leitfläche
(12) als die Luft nach unten leitender Abweiser (18) ausgebildet
ist.
Schleuderstreuer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abweiser
(18) mit einem Winkel (B) zwischen 30° und 60° zur Horizontalen
(19) angestellt ist.
|
|
|