| Dokumentenidentifikation |
DE102006010757A1 13.09.2007 |
| Titel |
Luftfluss-Führungsvorrichtung zur Vermeidung des Kaltluftflusses von zur Horizontalen geneigten Flächen in den Bodenbereich |
| Anmelder |
I.F.I. Institut für Industrieaerodynamik GmbH, 52074 Aachen, DE |
| Erfinder |
Gerhardt, Hans J., 52072 Aachen, DE |
| Vertreter |
Schwabe, Sandmair, Marx, 81677 München |
| DE-Anmeldedatum |
08.03.2006 |
| DE-Aktenzeichen |
102006010757 |
| Offenlegungstag |
13.09.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
13.09.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
F24F 9/00(2006.01)A, F, I, 20060308, B, H, DE
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung betrifft eine Luftfluss-Führungsvorrichtung für zur Horizontalen geneigte Flächen (1), die Räume unterschiedlicher Temperatur abtrennen, wobei im unteren Bereich der geneigten Fläche (1) eine Luftführung (3, 10) angeordnet ist, die zur Vermeidung des Kaltluftflusses in den Raum-Bodenbereich nach unten strömende Kaltluft (2) aus dem Bereich an der Unterseite der Fläche (1) abführt.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Luftfluss-Führungsvorrichtung zur
Vermeidung des Kaltluftflusses von einer zur Horizontalen geneigten Fläche,
welche Räume unterschiedlicher Temperaturen abtrennt, in den Bodenbereich des
wärmeren Raumes.
Bei Wänden, z. B. Glasfassaden, welche Räume unterschiedlicher
Luft- bzw. Gastemperaturen voneinander abtrennen, ist die Wandtemperatur des wärmeren
Bereiches niedriger als die dortige Luft- bzw. Gastemperatur. Die Luft bzw. das
Gas dieses Raumes kühlt sich an der kälteren Wand ab und strömt nach
unten. Dieser Kaltluft- bzw. Kaltgasfluss in den Bodenbereich des wärmeren
Raumes ist häufig unerwünscht. Beispiele sind die Eingangshallen von Einkaufszentren,
die häufig im Bereich der Eingänge als Glasfassaden ausgeführt sind.
Im Winter kommt es dort zum Kaltluftfluss in den Bodenbereich und zu einem bodennahen
Kaltluftfluss vom Eingang in den Halleninnenbereich. Dieser bodennahe Kaltluftfluss
wird als äußerst unangenehm empfunden, da Menschen im Fußbereich
besonders empfindlich auf Zugerscheinungen, insbesondere mit Kaltluft, reagieren.
Der bodennahe Kaltlufteintrag kann auch durch Verwendung herkömmlicher
Luftschleieranlagen nicht vermieden werden, da die kältere und somit schwerere
Luft, welche von der Innenwand nach unten strömt, sich zwar mit dem wärmeren
Luftstrahl der Luftschleieranlage vermischen kann, sich hierdurch jedoch auch die
Temperatur des nach innen eintretenden Teilstrahls deutlich abkühlt.
Verschiedene Veröffentlichungen befassen sich mit Luftschleieranlagen
zur Abdichtung von Öffnungen in Wänden, welche Bereiche unterschiedlicher
Luft- bzw. Gastemperaturen abtrennen; offenbart werden z. B. eine Vorrichtung zur
berührungsfreien Abdichtung einer Öffnung gegen durchtretendes Gas gemäß
DE 37 435 98 C2 und eine Durchgangsluftschleieranlage
gemäß DE 197 38 535 A1.
In diesen Veröffentlichungen wird jedoch das Problem des Kaltluft- bzw. Kaltgasflusses
nicht behandelt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen,
die zwischen Räumen unterschiedlicher Temperaturen einen Kaltluftfluss an der
Trennwand der wärmeren Seite in den Bodenbereich vermeidet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Luftfluss-Führungsvorrichtung
mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Zweckmäßige Ausführungsformen
werden durch die Merkmale der Unteransprüche definiert.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die beiliegenden schematischen Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen
1 eine erfindungsgemäße Luftfluss-Führungsvorrichtung
in Kombination mit einer herkömmlichen Luftschleieranlage, bei der der gesamte
Schleier-Luftvolumenstrom aus dem inneren (wärmeren) Raum entnommen wird, und
2 eine erfindungsgemäße Luftfluss-Führungsvorrichtung
in einer Anordnung mit einer Doppelstrahl-Luftschleieranlage, bei der ein Teilluftstrom
dem inneren (wärmeren) Raum und ein zweiter Teilluftstrom dem äußeren
(kälteren) Raum entnommen wird.
Aus 1 ist ersichtlich, dass die Abkühlung
einer wärmeren Innenraumluft an der Glasscheibe 1 zu einem Kaltluftfluss
2 (strichpunktiert) in Richtung Boden 4 führt. Die Abwärtsbewegung
wird durch die Luftführungs-Durchgangsfläche 3, die quer zur
Fläche 1 angeordnet ist und z. B. die Oberseite einer Luftschleieranlage
5, 8 bildet, gestört. In der Durchgangsfläche
3 ist die Ansaugöffnung für die Luftschleieranlage
5, 8 angeordnet. Bei geeigneter Einstellung des Ansaugvolumenstroms
der Luftschleieranlage 5, 8 kann der gesamte Volumenstrom des
Kaltluftflusses 2 abgesaugt und der Luftschleieranlage 5,
8 zugeführt werden. In der Luftschleieranlage 5,
8 kann die angesaugte Luft erwärmt werden.
Der die Luftschleieranlage 5, 8 verlassende, erwärmte
Volumenstrom teilt sich gemäß der Druckdifferenz zwischen Innen- und Außenraum
in die Teilvolumenströme 9a und 9b auf. Zur Vermeidung des
Abströmens der Kaltluft 2 parallel zur Durchgangsfläche
3 und deren Eintritt in den Innenraum dient eine Auffangfläche
10, welche quer zur Fläche 3 angeordnet ist.
Die 2 zeigt den Einbau einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Vermeidung des Kaltluftflusses bei Verwendung einer Doppelstrahl-Luftschleieranlage
5, 6, 8. Die an der Scheibe 1 nach unten fließende
Kaltluft 2 (strichpunktiert) wird durch eine Ansaugöffnung in der
Durchgangsfläche 3 für den inneren Teil des Kaltluftstrahls abgesaugt.
Der innere Teilstrahl vereint sich mit dem äußeren Teilstrahl, wird in
der Anlage 5, 6 erwärmt, durch die Luftzuführung
8 geführt und wird zum Luftschleier 9.
Nach dem Auftreffen auf den Boden 4 strömt ein Teilvolumenstrom
9a nach innen, der andere Teilvolumenstrom 9b nach außen
ab. Um einen Bodenstrahl, ausgehend vom Teilvolumenstrom 9a, im Innenraum
zu vermeiden, ist eine Bodenabsaugung 7 angeordnet.
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| Anspruch[de] |
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Luftfluss-Führungsvorrichtung für zur Horizontalen geneigte
Flächen (1), die Räume unterschiedlicher Temperatur abtrennen,
dadurch gekennzeichnet, dass im unteren Bereich der geneigten Fläche
(1) eine Luftführung (3, 10) angeordnet ist, die
zur Vermeidung des Kaltluftflusses in den Raum-Bodenbereich nach unten strömende
Kaltluft (2) aus dem Bereich an der Unterseite der Fläche (1)
abführt.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftführung
eine Luftführungs-Durchgangsfläche (3) aufweist, die quer zur
Fläche (1) angeordnet ist.
Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass außen
an die Luftführungs-Durchgangsfläche (3) eine sich nach oben
erstreckende Auffangfläche anschließt, um das Überströmen der
Luftführungs-Durchgangsfläche zu vermeiden.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass an der Luftführungs-Durchgangsfläche (3) eine Absauganlage
(5) angeordnet ist, durch welche die die Kaltluft (2) abgesaugt
wird.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass hinter der Luftführungs-Durchgangsfläche (3) eine Lufterwärmungsanlage
(5) angeordnet ist, wobei Lufterwärmungsanlage und Absauganlage insbesondere
kombiniert sind.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass sie eine Raum-Luftzuführungsanlage (8) aufweist, mit welcher
die Luft nach der Absaugung bzw. Erwärmung oberhalb des Bodens (4)
dem Raum wieder zugeführt wird.
Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Raum-Luftzuführungsanlage
(8) mit einer Luftschleieranlage kombiniert ist.
Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die
Raum-Luftzuführungsanlage (8) mit einer Doppelstrahl-Luftschleieranlage
(6) kombiniert ist.
Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die
Luftschleieranlage (8, 6) mit einer Bodenabsaugung (7)
im Raum kombiniert ist, die insbesondere von der Fläche (1) beabstandet
angeordnet ist.
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