| Dokumentenidentifikation |
DE102006011128A1 13.09.2007 |
| Titel |
Walzenstreckvorrichtung |
| Anmelder |
Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung Stuttgart, 73770 Denkendorf, DE |
| Erfinder |
Artzt, Peter, Dr.-Ing., 72766 Reutlingen, DE; Müller, Heinz, Dipl.-Ing. (FH), 72555 Metzingen, DE |
| Vertreter |
Canzler & Bergmeier, Patentanwälte, 85055 Ingolstadt |
| DE-Anmeldedatum |
08.03.2006 |
| DE-Aktenzeichen |
102006011128 |
| Offenlegungstag |
13.09.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
13.09.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
D01H 5/74(2006.01)A, F, I, 20060308, B, H, DE
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| IPC-Nebenklasse |
D01H 5/80(2006.01)A, L, I, 20060308, B, H, DE
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| Zusammenfassung |
Der Belag für den Druckroller einer Walzenstreckvorrichtung für Spinnereimaschinen weist eine äußere und auf dem Druckrollerkern befestigte innere Schicht auf. Die Außenschicht ist dünnwandiger und härter als die Innenschicht und als endloses Riemchen ausgebildet, das die Innenschicht lose umgibt, so daß sich das Riemchen relativ zur Innenschicht bewegen kann. Zur Verbesserung des Riemchenlaufes ist das Riemchen über eine Umlenkschiene geführt, deren Querschnittsumfang größer als die mittlere Stapellänge des auf der Walzenstreckvorrichtung verzogenen Fasermaterials ist. Ferner ist das Riemchen so aufgebaut, daß eine doppelte Fadeneinlage vorgesehen ist, wobei die eine Fadenlänge gegenläufig zur zweiten Fadeneinlage gewickelt ist, so daß die Fäden der einen Fadeneinlage die Fäden der zweiten Fadeneinlage kreuzen.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Walzenstreckvorrichtung für Spinnereimaschinen,
bei welcher der Belag für den Druckroller am Ausgang eines Verzugsfeldes aus
einer äußeren und einer auf dem Druckrollerkern befestigten inneren Schicht
besteht und die Außenschicht dünnwandiger und härter als die Innenschicht
ist, wobei die Außenschicht die Innenschicht lose umgibt, so daß sich
die Außenschicht relativ zur Innenschicht bewegen kann.
Eine derartige Vorrichtung ist in der DE
102 60 025.2 beschrieben. Da der Riemchenbelag am Ausgangszylinder eine
etwa 40 mal höhere Laufgeschwindigkeit aufweist, als dies bei üblichen
Verzugsriemchen der Fall ist, kommt es sehr darauf an, daß der Riemchenbelag
gut geführt ist und möglichst wenig Reibung an der Umlenkschiene verursacht.
Die für die Führung des Riemchenbelages erforderliche Spannkraft ist deshalb
sehr gering und zweckmäßig nur dadurch erzeugt, daß der Riemchenbelag
in unbelastetem Zustand in Umfangsrichtung annähernd Kreisform annehmen will
(DE 103 48 452 A1). Bedingt durch
diese geringe Spannung, mit der der Riemchenbelag über die Umlenkschiene gleitet,
sammeln sich bei längerem Betrieb dieser Vorrichtung Fasern an der Umlenkschiene
an. Als Folge bilden sich Wickel um die Umlenkschiene, die das leichte Gleiten über
die Umlenkschiene hindern und eine immer höhere Spannung erzeugen, die schließlich
zum Bruch der Umlenkschiene führt.
Des weiteren werden die Laufeigenschaften des Riemchenbelages über
die Umlenkschiene dadurch beeinträchtigt, daß die zur Verhinderung von
Längsdehnung aufgebrachte Fadeneinlage üblicherweise durch Aufspulen eines
Fadens auf die erste innere Schicht erzeugt wird, die dann mit einer weiteren Schicht
überdeckt wird. Dadurch kommt es immer wieder vor, daß bei der hohen Laufgeschwindigkeit
der Riemchenbelag sich entsprechend der Windung asymmetrisch verhält und die
Neigung hat, nach einer Seite abzulaufen. Durch Anbringung von Borden an der Umlenkschiene
kann diesem entgegen gewirkt werden. Allerdings werden durch das Anlaufen gegen
den Bord die Kanten des Riemchenbelages strapaziert und abgenutzt.
Aufgabe der Erfindung ist es, die geschilderten Nachteile zu vermeiden
und Beeinträchtigungen beim Gleiten des sehr schnell laufenden Riemchenbelages
über die Umlenkschiene zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche 1, 16 und
17, sowie der Merkmale der Unteransprüche gelöst. Es hat sich überraschenderweise
gezeigt, daß bei genügend großer Bemessung des Umfanges des Querschnitts
der Umlenkschiene diese Wickelstörungen vermieden werden können. Vorzugsweise
ist der Umfang des Querschnittes der Umlenkschiene größer als die Länge
der längsten Faser des auf der Streckvorrichtung verarbeiteten Fasermaterials.
Durch die Wölbung der Riemchengleitfläche der Umlenkschiene quer zur Riemchenlaufrichtung
wird ein Anlaufen des schnell laufenden Riemchenbelages an Begrenzungsborde vermieden.
Die Begrenzung durch Borde kann sogar ganz entfallen, insbesondere dann, wenn der
als Endlosriemchen ausgebildete Belag mit einer doppelten Fadeneinlage ausgestattet
ist, wobei die Fadeneinlagen gegenläufig gewickelt sind. Die gegenläufige
Wicklung der Fadeneinlage beseitigt bei hohen Laufgeschwindigkeiten das asymmetrische
Verhalten des Riemchenbelages. Es ergibt sich außerdem der Vorteil, daß
bei Verwendung eines starren Halters der Riemchenbelag sich dennoch leicht wechseln
läßt. Der starre Halter für den Riemchenbelag ist vorzugsweise frei
drehbar auf der Druckrollerachse gelagert und stütz sich über Anschläge
am Oberwalzentragarm der Streckvorrichtung ab. Auf diese Weise wird eine besonders
einfache und betriebssichere Führung des Riemchenbelages erreicht. Weitere
Einzelheiten der Erfindung werden anhand der Zeichnungen beschrieben.
Es zeigen
1 eine Querschnittsansicht der Streckvorrichtung
2 bis 4 verschiedene Querschnittsprofile
der Umlenkschiene
5 eine einstückige Ausführung der Umlenk
schiene mit dem Halter
6 eine auswechselbare Umlenkschiene mit Halter
7 den Riemchenbelag mit gegenläufig gewundenen
Fadeneinlagen.
8 eine weiter Ausführung des Riemchenbelaghalters
in der Draufsicht
9 den Riemchenbelaghalter aus 8
im Einbauzustand und im Schnitt
Die Streckvorrichtung in 1 zeigt den
üblichen Aufbau eines Doppelriemchenstreckwerkes mit den Unterzylindern
31, 61 und 71, mittels welcher der Faserverband F zu
einem Faden F' verzogen wird. Der mittlere Druckroller 6 wird von einem
Verzugsriemchen 60 umschlungen, das durch den Riemchenkäfig
63 geführt und gespannt wird. Der Unterzylinder 61 wird durch
ein Verzugsriemchen 62 umschlungen, das über die Umlenkschiene
64 läuft und gegen das das Oberriemchen 60 gedrückt
wird. Für die Zusammenfassung des Faserverbandes vor und im
Streckfeld sind Verdichter 8 und 9 vorgesehen.
Das Lieferzylinderpaar besteht aus dem Unterzylinder 31 und
dem Druckroller 3, der von einem Riemchenbelag 1 umschlungen wird,
welcher über die Umlenkschiene 2 läuft. Da der Druckroller
3 etwa die 40- bzw. 60-fache Geschwindigkeit der Druckroller
6 bzw. 7 aufweist, muß das Belagriemchen 1 sehr
schnell laufen. Die Umlenkschiene 2 ist deshalb mit einer glatten, reibungsarmen
Riemchengleitfläche 27 versehen, und der als Riemchen ausgebildete
Belag 1 des Druckrollers 3 ist nur geringfügig gespannt.
Es genügt hierfür die Eigenspannung des Riemchenbelages 1, der
im freien ungespannten Zustand Kreisform annehmen würde. Durch die Anordnung
der Umlenkschiene 2 wird der Riemchenbelag 1 gestreckt. Die dadurch
entstehende Spannung genügt bereits für den einwandfreien Lauf des Riemchenbelages
1.
Oberhalb des Druckrollers 3 und des Riemchenbelages
1 ist eine Putzwalze 5 in üblicher Weise angeordnet, um den
Riemchenbelag 1 von Fasern frei zu halten. Bei längeren Laufzeiten
der Streckvorrichtung sammeln sich jedoch auf der Innenseite des Riemchenbelages
1 zwischen dem Riemchenbelag 1 und der Riemchengleitfläche
27 der Umlenkschiene 2 Fasern an, die von der Putzwalze nicht
beseitigt oder verhindert werden können. Diese Fasern setzen sich fest, so
daß es zu einer immer größeren Ansammlung von Fasern auf der Gleitfläche
27 der Umlenkschiene 2 kommt und sich die Spannung des Riemchenbelages
1 unzulässig erhöht. Die Spannung kann sogar so groß werden,
daß nicht nur der Riemchenbelag 1 erheblich gebremst und damit der
Lauf beeinträchtigt wird, sondern daß die Umlenkschiene 2 bricht.
Durch die Gestaltung der Umlenkschiene 2, insbesondere des
Querschnittsumfanges U wird der Ansammlung von Fasern zwischen Riemchenbelag
1 und Riemchengleitfläche 27 der Umlenkschiene
2 entgegengewirkt. Es hat sich hierbei gezeigt, daß es auf die Größe
des Umfanges U ankommt, der auf jeden Fall größer als die mittlere Stapellänge
des auf der Streckvorrichtung verzogenen Fasermaterials sein soll. Gute Erfolge
wurden beispielsweise mit einem Querschnittsumfang U der Umlenkschiene
2 von mindestens dem 1,5-Fachen der mittleren Faserlänge erzielt.
Da offensichtlich es darauf ankommt, daß Anfang und Ende einer Faser sich nicht
um den Umfang U der Umlenkschiene 2 zu einem Ring schließen können,
sollte vorzugsweise der Querschnittsumfang U der Umlenkschiene 2 geringfügig
länger als die längste Faser des auf der Walzenstreckvorrichtung verzogenen
Fasermaterials sein.
Auch die Querschnittsform spielt hierbei eine gewisse Rolle. Sie kann
kreisförmig sein gemäß 2. Es hat sich
aber gezeigt, daß Querschnittsformen, wie in 1
gezeigt oder in den 3 und 4
das Ansammeln von Fasern unter dem Riemchenbelag 1 am besten vermeiden.
Wichtig ist aber dennoch, daß der Querschnittsumfang U genügend groß
ist, damit die Fasern keinen Ring um die Umlenkschiene 2 bilden können.
3 zeigt beispielsweise einen Querschnitt, bei dem die
Riemchengleitfläche 27 kreisbogenförmig ist, während die
Flanken abgeflacht sind. Bei der Umlenkschiene 2 gemäß
1 ist der Querschnitt der Umlenkschiene 2
rechteckig, jedoch sind die kleinen Seiten bogenförmig abgerundet, so daß
die Riemchengleitfläche 27 abgerundet ist. Bei der Ausführung
gemäß 4 ist die Riemchengleitfläche
27 der Umlenkschiene 22 ebenfalls abgerundet, jedoch die Seiten
gerade gehalten. Diese Querschnittsform ist besonders widerstandsfähig gegen
Druckbelastungen und bietet eine kleinere Riemchengleitfläche 27,
so daß wenig Reibung auf den Riemchenbelag 1 ausgeübt wird.
Wie der 1 zu entnehmen ist, ist eine
Putzwalze 5 zweckmäßig oberhalb des Druckzylinders
3 angeordnet, um den Riemchenbelag 1 auf seiner Außenseite
von Fasern frei zu halten.
5 zeigt den Halter 4 mit zwei paarweise angeordneten
Umlenkschienen 23. Der Halter 4 weist Wangen 41 auf,
mit denen er auf der Achse 65 des Druckrollers 3 aufsitzt. Die
Wangen 41 sind mit den beiden Umlenkschienen 23 einstückig
ausgeführt. Die Umlenkschienen 23 weisen zylindrische Riemchengleitflächen
27 auf mit Seitenborden 24, die ein Ablaufen des Riemchenbelages
1 verhindern. Durch die einstückige Ausführung des Halters
4 mit den Umlenkschienen 23 ist dieses Teil besonders günstig
herzustellen und als nur ein Teil zu montieren.
6 zeigt eine ähnliche Ausführung wie in
5, jedoch sind hier die Umlenkschienen 200
in die Wangen 41 des Halters 4 mittels eines Gewindes
201 eingeschraubt und können ohne Auswechseln des Halters
4 ausgetauscht werden. Damit ist auf einfache Weise eine Anpassung an verschiedene
Spindelteilungen möglich. Ferner sind die Umlenkschienen 200 mit einer
leicht gewölbten Riemchengleitfläche 203 ausgestattet. Durch
diese Wölbung quer zur Riemchenlaufrichtung wird der Riemchenbelag
1 mittig auf der Gleitfläche 203 gehalten und ein Anlaufen
an die Manchette 204 vermieden. Auf der freien Seite der Umlenkschiene
200 kann ein Bord entfallen, was das Abnehmen des Riemchenbelages
1 erleichtert.
In 8 ist eine weitere Ausführung
eines Halters 40 für den Riemchenbelag 1 dargestellt. Entsprechend
der üblichen Ausführung des Druckrollers 3 sind Umlenkschienen
25 paarweise an den Wangen 42 des Halters 40 angeformt,
so daß sie ein Teil mit dem Halter 40 bilden. Die Wangen
42 weisen Ausnehmungen 44 auf, mit denen der
Halter 40 auf der Achse 65 des Druckrollers 3 aufsitzt
und sich abstützt. Am freien Ende der Umlenkschienen 25 ist jeweils
ein Seitenbord 26 angeformt, der nur die Riemchengleitfläche
203 der Umlenkschiene 25 überragt.
In 9 ist der Halter 40 in Einbaustellung
gezeigt, wobei die Sicht auf den Halter 40 dem Schnitt AA der
8 entspricht. Die Achse 65 des Druckrollers
3 ist in üblicher Weise in einer nicht näher dargestellten Federklemmung
im Oberwalzentragarm 51 gehalten. Mit den Wangen 42 greift der
Halter 40 mittels der Ausnehmungen 44 über die Druckrollerachse
65, um die er frei schwenkbar ist. Entsprechend dem über den Druckroller
3 und Riemchenbelag 1 ausgeübten Drehmoment wird der Halter
40 im Betrieb gegen den Uhrzeigersinn geschwenkt, so daß er über
die Anschläge 43 sich am Oberwalzentragarm 51 abstützt
und in dieser Lage fixiert ist. Zweckmäßig soll dies in einem Winkel &agr;
von etwa 30° erfolgen. Diese Befestigung ist äußerst einfach und
gewährleistet ohne besondere Befestigungsmittel eine Montage und Demontage
des gesamten Halters 40 zusammen mit den Belagriemchen 1, Die
Belagriemchen 1 lassen sich leicht von dem Druckroller 3 seitlich
über den Bord 26 von der Umlenkschiene 25 abstreifen. Dennoch
ist eine zuverlässige Halterung und Führung des Riemchenbelages
1 auch bei hohen Drehgeschwindigkeiten des Druckrollers 3 gewährleistet.
Wie in der DE 102 60 025.2
beschrieben, ist der Riemchenbelag 1 durch eine Fadeneinlage in Laufrichtung
des Riemchenbelages 1 versteift und damit in dieser Richtung weitgehend
unelastisch. Die Fadeneinlage wird bei der Herstellung des Riemchenbelages
1 in einer Spirale auf die Laufschicht des Riemchenbelages 1 aufgewunden.
Beim Schneiden des Riemchenbelages 1 entstehen durch die Fadeneinlage an
den Kanten hervorstehende Fransen. Dies wirkt sich nachteilig aus, weil diese Fransen
zu Faseransammlungen führen. Die Riemchenkanten 13 sollen vollkommen
glatt sein, so daß keine Fasern sich daran verfangen und mitgenommen werden
können. Ein solches fransenfreies Schneiden wird durch das Schneiden mit Laser
erreicht.
Durch die in Spiralform aufgebrachte Fadeneinlage zeigt der Riemchenbelag
1 ein asymmetrisches Verhalten und läuft einseitig an dem Bord
24 an. Dadurch werden die an sich glatt geschnittenen Kanten
13 aufgerauht, und es kommt wiederum zu Fransenbildung und die oben geschilderten
negativen Auswirkungen. Durch das Aufbringen einer Fadeneinlage 11 in Z-Form
und einer Fadeneinlage 12 in S-Form erfolgt eine Kreuzung der Fäden
bei der Spiralwindung. Außerdem wird damit dem asymmetrischen Verhalten entgegengewirkt.
Der Riemchenbelag 10 läuft gleichmäßig, so daß es zu
keiner Beschädigung durch Anlaufen an die Kanten 13 kommt. Die Borde
24 können sogar weggelassen werden, wenn die Riemchengleitfläche
203 der Umlenkschiene 200 eine leichte Wölbung quer zur Riemchenlaufrichtung
aufweist. Der Riemchenbelag 10 wird dadurch stets in der Mitte der Gleitfläche
203 gehalten und geführt. Das Weglassen der Außenborde
24 bringt zudem den Vorteil, daß sich der Riemchenbelag
10 leichter auswechseln läßt, auch wenn die Umlenkschiene
200 starr angeordnet ist. Bei der Ausführung gemäß
6 läßt sich der Riemchenbelag 10
einfach zur Seite von der Umlenkschiene 200 herunterschieben. Ein Anheben
über einen Bord ist nicht erforderlich.
Alle diese geschilderten Maßnahmen bewirken einen leichten und
störungsfreien Lauf des Riemchenbelages 1 bzw. 10. Da dieser
Riemchenbelag 1 bzw. 10 mit sehr großer Geschwindigkeit läuft,
wirken sich geringfügige Störungen bereits erheblich aus. Durch die beschriebenen
Maßnahmen können Störungen auf einfache Weise vermieden und ein einwandfreier
Lauf des Belages 1 auch bei hohen Drehgeschwindigkeiten des Druckrollers
3 erreicht werden.
- 1, 10
- Riemchenbelag
- 11
- Fadeneinlage Z-Windung
- 12
- Fadeneinlage S-Windung
- 13
- Kanten Riemchenbelag
- 2, 20, 21, 22, 25
- Umlenkschiene Querschnitte
- 23
- Umlenkschiene einstückig
- 24, 26
- Seitenbord
- 27
- Riemchengleitfläche
- 200
- Umlenkschiene auswechselbar
- 201
- Einschraubgewinde
- 203
- Riemchengleitfläche
- 204
- Manschette
- 3
- Ausgangsdruckroller
- 31
- Vorderzylinder
- 4, 40
- Halter
- 41, 42
- Halter für Wange
- 43
- Anschlag
- 44
- Ausnehmung
- 5
- Putzwalze
- 51
- Oberwalzentragarm
- 6, 7
- Druckroller
- 61, 71
- Unterzylinder
- 60
- Oberriemchen
- 62
- Unterriemchen
- 63
- Riemchenkäfig
- 64
- Untere Umlenkschiene
- 65
- Druckrollerachse
- 8, 9
- Bandverdichter
- F
- Faserband
- F'
- Faden
- U
- Umfang Umlenkschiene
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| Anspruch[de] |
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Walzenstreckvorrichtung für Spinnereimaschinen bei welcher der
Belag für den Druckroller am Ausgang eines Verzugsfeldes aus einer äußeren
und einer auf dem Druckrollerkern befestigten inneren Schicht besteht und die Außenschicht
dünnwandiger und härter als die Innenschicht ist und als endloses Riemchen
ausgebildet ist, das die Innenschicht lose umgibt, so daß sich das Riemchen
relativ zur Innenschicht bewegen kann, dadurch gekennzeichnet, daß der
Riemchenbelag (1, 10) über eine Umlenkschiene (2,
20, 21, 22, 25, 200) gleitet, deren
Querschnittsumfang (U) größer als die mittlere Stapellänge des auf
der Walzenstreckvorrichtung verzogenen Fasermaterials ist.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnittsumfang
(U) der Umlenkschiene (2, 20, 21, 22,
25, 200) mindestens das 1,5-fache der mittleren Faserlänge
beträgt.
Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Querschnittsumfang (U) der Umlenkschiene (2,
20, 21, 22, 25, 200) vorzugsweise geringfügig
länger als die längste Faser des auf der Walzenstreckvorrichtung verzogenen
Fasermaterials ist.
Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Umlenkschiene (2, 20, 21,
22, 25, 200) eine Riemchengleitfläche (2,
203) mit einem kreisbogenförmigen Querschnitt aufweist.
Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Umlenkschiene (2,
21, 22, 25) teils kreisförmig, teils abgeflacht
ist.
Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Umlenkschiene (2) ein Rechteck
aufweist, dessen kleine Seiten bogenförmig abgerundet sind.
Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Riemchengleitfläche (203) der Umlenkschiene
(200) eine Wölbung quer zur Riemchenlaufrichtung aufweist.
Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Riemchengleitfläche
(203) der Umlenkschiene (200) an ihrem freien Ende keine Begrenzung
durch Borde aufweist.
Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Umlenkschiene (2, 20, 21,
22, 25, 200) starr gegenüber dem vom Riemchenbelag
(1) umschlungenen Druckroller (3) gelagert ist.
Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Riemchenbelag
(1, 10) durch einen Halter (4, 40) geführt
ist, der sich gegen die Achse (65) des Druckrollers (3) abstützt.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Halter (4, 40) frei drehbar auf der Druckrollerachse
(65) gelagert ist.
Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß der Halter (4, 40) Wangen (41;
42) aufweist, die mit Ausnehmungen (44) die Druckrollerachse (65)
übergreifen.
Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß der Halter (40) Anschläge (43) aufweist,
die den Halter (40) in der gewünschten Betriebsposition halten.
Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß der Riemchenbelag (1, 10) beim Lauf über
die Umlenkschiene (2, 20, 21, 22,
25, 200) durch seine Biegesteifigkeit gespannt wird.
Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die mit dem Riemchenbelag (1) in Berührung
kommende Oberfläche (27, 203) der Umlenkschiene (2,
20, 21, 22, 25, 200) eine reibungsarme,
das Gleiten begünstigende Oberfläche aufweist.
Endlosriemchen oder Hülse zur Verwendung als Belag für Druckroller
von Streckvorrichtung für Spinnereimaschinen, wobei der Belag aus einer äußeren
und einer inneren Schicht besteht und die Außenschicht dünnwandiger als
die Innenschicht ist und die Innenschicht lose umgibt, so daß sich die Außenschicht
relativ zur Innenschicht bewegen kann, wobei das Endlosriemchen in Laufrichtung
durch eine Fadeneinlage, die in Laufrichtung des Riemchens verläuft, dehnungsarm
ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Riemchenbelag (10) eine doppelte
Fadeneinlage (11, 12) aufweist, wobei die eine Fadeneinlage (11)
gegenläufig zur zweiten Fadeneinlage (12) gewickelt ist, so daß
die Fäden der einen Fadeneinlage (11) die Fäden der zweiten Fadeneinlage
(12) kreuzen.
Verfahren zur Herstellung eines Riemchens nach Anspruch 16, dadurch
gekennzeichnet, daß eine erste innere Schicht auf einem rohrartigen Körper
aufgebracht und auf diese Schicht ein Faden aufgespult wird, und über diesen
aufgespulten Faden ein weiterer Faden in entgegengesetzter Richtung aufgespult
wird, so daß sich die Fadenlagen überkreuzen, worauf beide Fadenlagen
mit einer weiteren Schicht überdeckt werden.
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