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Dokumentenidentifikation DE202007005339U1 13.09.2007
Titel Stapelkarre mit Ankipphilfe
Anmelder Expresso Deutschland GmbH, 34123 Kassel, DE
Vertreter Fleuchaus & Gallo, Patentanwalt Wolfgang Gallo, 86152 Augsburg
DE-Aktenzeichen 202007005339
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.09.2007
Registration date 09.08.2007
Application date from patent application 12.04.2007
IPC-Hauptklasse B62B 1/10(2006.01)A, F, I, 20070412, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B62B 5/00(2006.01)A, L, I, 20070412, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine mit einer Ankipphilfe ausgestattete Stapelkarre.

Stapelkarren haben ein Gestell, das oben mit Griffen zur Handhabung versehen ist und unten ein Lasttragelement in Gestalt einer davon etwa rechtwinklig nach vorne abstehenden Ladeplatte oder Ladegabel sowie zwei Räder haben, deren Achse am Gestell soweit zurückgesetzt angeordnet ist, dass der Radumfang nicht über die Frontfläche des Gestells übersteht, an welcher sich die Last anlehnt, so dass die Last nicht an den Rädern schleifen kann.

Zum Be- und Entladen kann die Stapelkarre daher in eine stabile aufrechte Stellung gebracht werden, in welcher sich das Lasttragelement am Boden abstützt und der Schwerpunkt der Stapelkarre auch im unbeladenen Zustand deutlich vorderhalb der Achse des Räderpaars liegt. Die Stapelkarre kann dann bequem durch Aufstellen der Last wie beispielsweise Kisten oder anderen Gegenständen auf das Lasttragelement beladen bzw. durch Herunternehmen der Last vom Lasttragelement entladen werden.

Ist die Stapelkarre beladen worden, steht die Last bzw. der Laststapel vertikal auf dem Lasttragelement, und zum wegfahren muss die Stapelkarre mit ihrem aufrechtstehenden Gestell und der darauf ebenfalls aufrechtstehenden, üblicherweise schweren Last erst einmal um die Radachse angekippt werden, indem der Benutzer das Gestell an den Griffen ergreift und diese zu sich herzieht. Das kann bei schwerer Last ziemlich mühsam sein, insbesondere wenn der Benutzer diesen Vorgang beim Transport von Gegenständen häufig ausführen muss.

Es besteht daher ein Bedürfnis, das Ankippen beladener Stapelkarren zu erleichtern. Aufgabe der Erfindung ist es, hierfür eine zweckmäßige Lösung zu schaffen.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die im Anspruch 1 angegebene, mit einer Ankipphilfe ausgestattete Stapelkarre gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den anliegenden Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden beschrieben. In den Zeichnungen zeigen:

1 in perspektivischer Darstellung eine Stapelkarre mit Ankipphilfe nach der Erfindung, und

die 2 bis 4 Seitenansichten der Stapelkarre in schematisierter Darstellung, welche die Ruhestellung der Ankipphilfe, die Arbeitsstellung der Ankipphilfe und den angekippten Zustand der Stapelkarre zeigen.

Die in den Zeichnungen dargestellte Stapelkarre besteht aus einem Gestell 1 mit einem an dessen unterem Ende angeordneten, etwa rechtwinklig nach vorne abstehenden Lasttragelement 2, das hier als Lasttragplatte dargestellt ist, sowie zwei Rädern 3 mit einer Achse 4. Am oberen Ende des Gestells 1 sind übliche Griffe angeordnet, die in der oben abgebrochenen perspektivischen Darstellung nach 1 nicht sichtbar und in den 2 bis 4 aus Vereinfachungsgründen weggelassen sind.

Die bis hierher beschriebene Stapelkarre ist Standard und in vielfältigen, in konstruktiven Details abweichenden Ausführungsformen am Markt verfügbar.

Erfindungsgemäß ist die dargestellte Stapelkarre mit einer Ankipphilfe ausgestattet.

Die Ankipphilfe besteht aus einem fußbetätigbaren Bügel 5, dessen Schenkelenden jeweils über ein Gelenk 6 mit dem Gestell 1 verbunden sind. Eine Zugfeder 7 spannt den Bügel 5in eine nach oben gegen den Rahmen geklappte Stellung. Aus der Ruhestellung kann der Bügel 5 vom Benutzer mittels eines Fußes nach unten in seine in 1 dargestellte Arbeitsstellung geschwenkt werden, wobei die Achse 4 als Begrenzungsanschlag und Widerlager dient und der Bügel 5 mit seinen beiden Schenkeln darauf aufliegt.

Die perspektivische Darstellung nach 1 zeigt die geometrischen Verhältnisse der Ankipphilfe in der Arbeitsstellung des Bügels. Die Distanz zwischen dem Gelenk 6 und der Auflagestelle 8 des Bügels 5 auf der Achse 4 beträgt nur einen Bruchteil, nämlich beispielsweise ein Viertel der Ausdehnung des Bügels in Richtung seiner beiden Schenkel. Bei Betätigung des Bügels mit dem Fuß des Benutzers wirkt der Bügel also als zweiarmiger Hebel mit der Achse 4 als Hebelkippachse, wobei der Hebelarm zwischen der Kippachse und dem fußbetätigten Bügelboden ein Mehrfaches des Hebelarms zwischen der Kippachse und dem Gelenk 6 beträgt. Durch Niedertreten des Bügels 5 mit dem Fuß kann der Benutzer also die beladene Stapelkarre mit wenig Kraftaufwand um die Achse 4 nach hinten ankippen und bequem wegfahren. Nimmt der Benutzer den Fuß vom Bügel 5 wieder weg, klappt der Bügel 5 unter der Wirkung der Zugfeder 7 selbsttätig wieder nach oben, bis er in seiner Ruhestellung an einem entsprechenden Begrenzungsanschlag anliegt.

Die schematischen 2 bis 4 zeigen jeweils in Seitenansicht die verschiedenen Positionen der Ankipphilfe. 2 zeigt die aufrechtstehende Stapelkarre mit dem in seiner Ruhestellung befindlichen Bügel 5. Wie man sieht, ist der Bügel nur soweit hochgeklappt, dass er nicht nach hinten über das Gestell 1 hinausragt, aber vom Benutzer mit dem Fuß noch bequem erreicht und betätigt werden kann.

3 zeigt den Bügel 5 in seiner bis zur Anlage auf der Achse 4 niedergetretenen Arbeitsstellung. In dieser ragt der Bügel 5 nun deutlich nach hinten über das Gestell 1 hinaus. 4 schließlich zeigt in angekippten Zustand, wie er durch weiteres Niedertreten des Bügels 5 erreicht wird, was das Rückwärts-Ankippen der Stapelkarre um die Achse 4 bewirkt.


Anspruch[de]
Stapelkarre mit einem Gestell (1) und einem an dessen unterem Ende angeordneten, etwa rechtwinklig nach vorne abstehenden Lasttragelement (2) und oben am Gestell angeordneten Griffen, sowie mit zwei Rädern (3) mit bezüglich des Lasttragelements (2) zurückgesetzter Achse (4), dadurch gekennzeichnet, dass die Stapelkarre mit einer Ankipphilfe ausgestattet ist, die aus einem am unteren Bereich des Gestells (1) angelenkten (6) fußbetätigbaren Bügel (5) besteht, der zwischen einer hochgeklappten Ruhestellung und einer nach unten geklappten Arbeitsstellung schwenkbar ist, in welcher er nach rückwärts weist und durch Niederdrücken durch den Fuß des Benutzers ein Ankippen der aufrecht stehenden Stapelkarre nach rückwärts in eine zum Rollen der Stapelkarre geeignete Stellung um die Achse (4) der Räder (3) ermöglicht. Stapelkarre nach Anspruch 1, wobei der Bügel (5) in Richtung seiner hochgeklappten Ruhestellung federbelastet (7) ist. Stapelkarre nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Bügel (5) in seiner hochgeklappten Ruhestellung eine schräg nach oben rückwärts weisende Position hat. Stapelkarre nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Bügel (5) in seiner Arbeitsstellung mit einem nahe seiner Anlenkstelle am Gestell (1) gelegenen Bereich auf der Achse (4) der Räder (3) aufliegt.






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