Hintergrund der Erfindung
(a) Bereich der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Bodenbelagsystem welches vom Benutzer selbst
verlegt werden kann und zum Einsatz in Wohn- und Schlafzimmern sowie Küche
und Bad geeignet ist.
(b) Beschreibung des derzeitigen Standes der Technik
Bodenbelagsysteme bei denen die einzelnen Bodenplatten miteinander
verbunden werden, werden üblicherweise in Bädern und Toiletten, wo es
auf Rutschsicherheit ankommt eingesetzt. Noch ungeflieste Böden und Böden,
bei denen beschädigte Fliesen ausgewechselt werden müssen, benötigen
die Hand des Fachmanns. Dies ist nicht nur zeitaufwendig, sondern auch die Kosten
sind hoch. Entfernen eines bestehenden und Aufbringen eines neuen Bodenbelags ist
daher unbequem und aufwendig.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
1 Perspektivische Ansicht der vorliegenden Erfindung,
Ober- und Unterseite
2 Explosionsdarstellung der vorliegenden Erfindung
3 Perspektivische Darstellung mit montierter Fliese
4 Darstellung der vorliegenden Erfindung nach Anbringen
auf einem Estrich
5 Querschnitt durch die vorliegende Erfindung nach
Anbringen auf dem Estrich
6 Vorspringende und eingelassene Teile der Schwalbenschwanzverzahnung
der vorliegenden Erfindung
7 Die Ablauföffnungen für die Entwässerungsstruktur
8 Perspektivische Darstellung der länglichen Nuten
9 Schnitt durch das System mit länglichen Nuten
10 Anwendungsbeispiele für die länglichen
Nuten Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführung
1 bis 3 zeigen das Bodenbelagsystem
zum Selbstverlegen. Zu ihm gehören Bodenelemente (1), die auf ihrer
Oberseite quadratische Vertiefungen (11) haben, die zur Aufnahme von Fliesen
(4) dienen, die darin mit Kleberschichten (41) befestigt werden.
Die Vertiefung (11) hat oben am äußeren Rand eine nach innen
zeigende Lippe (12), die die Fliese (4) dicht mit dem Bodenelement
(1) verbindet.
Dazu kommen Schwalbenschwänze (3), die außen um
den Rand des Bodenelements (1) laufen. Sie zeigen teilweise nach außen
(31) und teilweise nach innen (32). Nach außen (31)
und nach innen (32) zeigende Schwalbenschwänze von verschieden Bodenelementen
greifen ineinander ein und verbinden die Bodenelemente miteinander.
3 ist eine perspektivische Zusammenbauzeichnung von
Fliese (4) und Vertiefung (11). Die Fliese (4) kann aus
Keramik, Stein oder Holz sein oder auch eine Dekorationsplatte und die Befestigung
kann durch Einkleben oder Einschnappen erfolgen. Die Anpassung an innenarchitektonische
Bedürfnisse ist einfach, so daß ein Einsatz in Wohnzimmer, Schlafzimmer,
Küche oder Bad möglich ist. Auch nach dem erstmaligen Verlegen ist noch
ein Austausch der Fliesen möglich.
4 ist eine Verlegezeichnung der vorliegenden Erfindung.
Die Bodenelemente (1) sind hier über die Schwalbenschwänze (3)
miteinander verbunden und zwar greift immer ein nach außen zeigender (31)
des einen Bodenelements (1) in einen nach innen zeigenden (32)
des anderen Bodenelements (1). Die Fliese (4) wird mit einer Kleberschicht
(41) in der Vertiefung (11) befestigt und das Ganze auf den Estrich
(5) gelegt.
5 ist eine Schnittdarstellung, die zeigt, wie die einzelnen
Teile verbunden sind. Um die quadratische Vertiefung (11) der Bodenelemente
(1) mit der Fliese (4) herum verlaufen die Schwalbenschwänze
(3). Die Lippen (12) am oberen Rand der Vertiefung (11)
sorgen für die Dichtheit der Verbindung mit dem Bodenelement (1) und
sind daher aus einem elastischen Kunststoff, was sie beim Zusammenbau leicht in
der richtigen Position einschnappen läßt.
6 zeigt eine Zusammenbauzeichnung, bei der die Schwalbenschwänze
(3) durch nach außen zeigende (61) und nach innen ziegende
(62) abgerundete Verbindungselemente ersetzt wurden.
7 zeigt eine Ausführung der Bodenelemente (1),
die besonders für Badezimmer und Toiletten geeignet ist. Die quadratische Vertiefung
(11) ist hier mit einer Anzahl Ablauföffnungen zur Entwässerung
versehen.
8 und 9 zeigen eine Ausführung
mit länglichen Nuten und zwar einmal in der Perspektive und
einmal im Schnitt. Bei dieser Ausführung sind auf der Rückseite der Bodenelemente
(1) längliche Nuten (8) angebracht, die ein Netz bilden.
In diesem Netz können elektrische Leitungen verlegt werden.
10 zeigt die Ausführung mit länglichen Nuten,
bei der ein LAN-Anschluß (81), eine Telefonleitung (82) und
eine Netzzuführung (83) innerhalb der Nuten untergebracht wurden.