| Dokumentenidentifikation |
DE4115056B4 13.09.2007 |
| Titel |
Halmgutaufnahmevorrichtung |
| Anmelder |
Nusser, Josef, 88361 Eichstegen, DE |
| Erfinder |
Nusser, Josef, 88361 Eichstegen, DE |
| DE-Anmeldedatum |
08.05.1991 |
| DE-Aktenzeichen |
4115056 |
| Offenlegungstag |
12.11.1992 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
13.09.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
13.09.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
A01D 89/00(2006.01)A, F, I, 20070611, B, H, DE
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Aufnahmevorrichtung für Halmguterntemaschinen
mit einer um eine etwa horizontale Achse rotierend antreibbaren Aufnahmetrommel,
die an ihrem Umfang Rechzinken aufweist.
Vorrichtungen dieser Art sind in unterschiedlichen Ausführungen
bekannt. Sie sind an Erntemaschinen wie Ladewagen, Pressen oder Feldhäcksler
angebracht. Dabei ist die Arbeitsebene der Aufnahmetrommel starr einstellbar. Oftmals
wird die Aufnahmetrommel durch Stützräder auf dem Hoden abgestützt.
Im Betrieb führt dies dazu, daß bei welliger Bodenfläche die Aufnahmetrommel
bzw. die Reckzinken nicht immer den vorgesehenen Abstand zur Bodenfläche einhalten
können. Dadurch kann es vorkommen, daß das Erntegut nicht restlos aufgenommen
wird und die Reckzinken in die Grasnarbe bzw. den Boden einkratzen und die Grasnarbe
verletzen und das Erntegut verschmutzen. Angebaute Stützräder können
diese Mängel auch nicht beseitigen, weil diese stark belastet sind und ungleich
in den Hoden gedrückt werden. Dabei wird die ganze Maschine stark belastet,
so daß starker Verschleiß Bruch und Störungen die Folge sein können.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese bekannten Nachteile zu vermeiden
und mit geringem Aufwand eine Halmgutaufnahmevorrichtung der vorgenannten Gattung
zu schaffen, bei der im Betrieb die Aufnahmetrommel das vorgesehene Arbeitsniveau
in Bezug zur Bodenfläche auch bei Bodenunebenheiten selbstätig einhält
und die Rechzinken das Erntegut sauber aufnehmen und ein zu starkes Eindringen in
die Grasnarbe sowie ein Aufkratzen des Erdbodens vermieden wird, so daß das
Erntegut störungsfrei und unverschmutzt aufgenommen wird. Bei plötzlich
auftretenden Hindernissen soll die Aufnahmetrommel schnell reagierend angehoben
und über diese hinweggeführt werden. Die Maschinenbelastung soll gering
gehalten werden und auch eine leichte und wirtschaftliche Ausführung möglich
sein.
Nach der Erfindung wird dies mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht.
Die Ausgestaltung der Aufnahmevorrichtung sowie vorteilhafte Weiterbildungen
sind den Patentansprüchen zu entnehmen. Weitere Einzelheiten Vorteile und Merkmale
der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung. In der Zeichnung sind
einige Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt und in Bezug
zueinander.
Es zeigt:
1 und 2 eine Aufnahmevorrichtung
mit Tasträdern und Regeleinrichtung.
3 eine Aufnahmevorrichtung mit Tastkufe,
4 und 5 eine Aufnahmevorrichtung
mit Kraftaufnehmern,
6 eine Aufnahmevorrichtung mit Näherungsschalter,
1 zeigt von der Seite eine Aufnahmevorrichtung deren
beiden Schwingen 5 um die Achse 6 schwenkbar am Maschinenrahmen
4 gehalten sind und an deren vorderen Teil die Lager 8 die Zentralwelle
7 der Aufnahmetrommel 1 aufnehmen. Die Rechzinken 15
sind an den der Aufnahmetrommel 1 zugehörigen Zinkenträgern
14 angebracht. Das Kettenrad 9 ist mit der Aufnahmetrommel
1 antriebsverbunden und wird von der Kette 10 angetrieben. An
den Schwingen 5 ist mittels Halter 12 ein Tastrad 11
in der Höhe einstellbar angebracht. An jedem Halter 12 ist eine Regeleinrichtung
2 mit einem Maßaufnehmer integriert. Der Maßaufnehmer kann als
Druckaufnehmer oder Kopierventil ausgebildet sein. Die Signale des Auflagedrucks
der Tasträder 11 bzw. deren Rollwiderstand oder der Kopierverlauf
der Tasträder 11 auf der Bodenfläche 16 in Bezug zur
Aufnahmetrommel 1 werden von der Regeleinrichtung 2 aufgenommen
und in eine Stellgröße für die Stellzylinder 3 umgewandelt.
Dadurch wird der Volumenstrom des zugehörigen Stellzylinders 3 geregelt
und mittels einer Leitung 17 übertragen und die Aufnahmetrommel
1 dem Bodenverlauf folgend im eingestellten Arbeitsniveau automatisch gesteuert
gehalten bzw. angehoben oder abgesenkt. Mittels Steuerschalter 29 der durch
die Leitung 30 mit der Regeleinrichtung 2 verbunden ist, kann
die Regel- bzw. Stellgröße des Regelkreises 2, 3,
22, 29 verändert und somit das Arbeitsniveau der Aufnahmetrommel
1 durch Fernbedienung eingestellt werden. Die Stellzylinder 3
sind am Maschinenrahmen 4 und an einer Schwinge 5 angelenkt und
können als Hubzylinder zum Ausheben der Aufnahmevorrichtung in Transportstellung
verwendet werden. Der für den Betrieb erforderliche Förderstrom wird von
der Pumpe 22 erbracht und wird über die Leitung 23 der Regeleinrichtung
2 zugeführt. Anstelle der Tasträder 11 können auch
Tastkufen verwendet werden. Der Halter 12 kann auch als Teleskopfeder ausgebildet
bzw. federelastisch an der Schwinge 5 gehalten sein.
Bei der 2 ist die Schwinge
18 mittels Bolzen 20 am Maschinenrahmen 4 angelenkt und
das Tastrad 11 durch die Welle 21 drehbar daran gehalten. Der
Lenker 19 stellt über Anlenkung eine einstellbare Verbindung zwischen
den Schwingen 5, 18 her. Dadurch kann das Tastniveau des Tastrades
11 in Bezug zur Aufnahmetrommel 1 und deren Arbeitstiefe bzw.
der Rechzinken 15 bestimmt werden. Die Regeleinrichtung 2 ist
in die Schwinge 18 integriert und nimmt mit dem zugehörigen Meßaufnehmer
die Kopierbewegungen des Tastrades 11 bzw. dessen Rollwiderstand
oder Auflagedruck als Signal auf und wandelt dieses in eine Stellgröße,
die die Eingangsgröße für den Stellzylinder 3 darstellt
und mittels Leitung 17 übertragen wird. Die Leitung 23 führt
von der Pumpe 22 zur Regeleinrichtung 2. Die Welle 21
bzw. der Bolzen 20 oder der Lenker 19 kann mit einem als Druckaufnehmer
ausgebildeten Maßaufnehmer versehen sein.
Die 3 zeigt eine Tastkufe 24
mit integrierter Regeleinrichtung 2 und einen Regelkreis 2,
3
22, 29.
Gemäß 4 werden die durch den
Arbeitswiderstand der Aufnahmetrommel 1 bzw. der Rechzinken 15
gegenüber der Bodenfläche 16 hervorgerufenen Kraftmomente oder
die an der Zentralwelle 7 bzw. der Welle 27 wirksame Drehkraft
von einem der Regeleinrichtung 2 zugehörigen Drukaufnehmer
13 als Druck-Signal aufgenommen und über die Leitung 28 der
Regeleinrichtung 2 zugeleitet und von dieser der Volumenstrom zum Stellzylinder
3 geregelt. Das Arbeitsniveau der Rechzinken 15 zu Bodenfläche
16 wird somit entsprechend der Einstellung durch automatische Steuerung
eingehalten. Der Förderstrom zur Regeleinrichtung 2 wird von der Pumpe
22 erbracht. Mittels Steuerschalter 29 der am Schlepper angebracht
werden kann, soll die Regelgröße des Regelkreises 2,
13, 22, 3, 29 verändert und das Arbeitsniveau
der Aufnahmetrommel 1 durch Fernbedienung beliebig einstellbar sein.
In der 5 ist ein der Regeleinrichtung
2 zugehöriger Meßaufnehmer 13 in einen Rechzinken
15 integriert gezeigt. Es ist von Vorteil, wenn jedem Zinkenträger
14 mindestens ein Rechzinken 15 mit integriertem Meßaufnehmer
13 zugeordnet ist oder die Zinkenträger 14 einen Meßaufnehmer
aufweisen. Die vom Meßaufnehmer 13 aufgenommenen Meß-Signale
geben beim Überschreiten eines vorgegebenen Grenzwertes den Befehl zum Anheben
und beim Unterschreiten den Befehl zum Absenken der Aufnahmetrommel 1 und
gelangen über die Leitung 28 zur Regeleinrichtung 2 die den
Volumenstrom und dessen Druck bzw. Fließrichtung zum Verstellzylinder
3 regelt.
Bei der Darstellung der 6 ist ein Meßaufnehmer
13 als Sensor bzw. Näherungsschalter ausgebildet und durch Verbindung
mittels der Leitung 31 der Regeleinrichtung 2 zugehörig und
an der Schwinge 5 angebracht. Er nimmt den Abstand zur Bodenfläche
16 durch Abstrahlung bzw. Rückkoppelung berührungslos auf. Diese
Meßdaten werden von der Regeleinrichtung 2 in eine Stellgröße
für den Stellzylinder 3 umgewandelt und der diesem zugeleitete Volumenstrom,
dessen Fließrichtung und Druck geregelt, Dadurch wird das am Steuerschalter
29 einstellbare Arbeitsniveau der Aufnahmetrommel 1 automatisch
gesteuert eingehalten. Die Regelgröße des Regelkreises 3,
13, 22, 29, 2 ist am Steuerschalter
29 einstellbar.
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| Anspruch[de] |
Aufnahmevorrichtung für Halmguterntemaschinen mit einer um eine
horizontale Achse rotierend antreibbaren Aufnahmetrommel (1),
– wobei die Aufnahmetrommel (1) mittels Schwingen (5) um
eine Achse (6) schwenkbar am Maschinenrahmen (4) gehalten ist
– und die Aufnahmetrommel an ihrem Umfang Rechzinken (15) aufweist,
– wobei die Aufnahmetrommel (1) mittels mindestens über eine
Regeleinrichtung (2) ansteuerbare Stellzylinder (3) automatisch
gesteuert im vorgesehenen Arbeitsniveau gehalten wird,
– mindestens ein Meßaufnehmer Meßsignale an die Regeleinrichtung
(2) abgibt
– und das Arbeitsniveau der Aufnahmetrommel (1) durch Fernbedienung
mittels eines Steuerschalters (29) einstellbar ist.
Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
Tasträder bzw. Tastkufen (11, 24) den Verlauf der Bodenfläche
(16) abtasten und mit dem Meßaufnehmer in Bezug sind.
Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Meßaufnehmer (13) den Verlauf der Bodenfläche (16)
berührungslos abtasten.
Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Meßaufnehmer als Kopierventil ausgebildet ist.
Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
Meßaufnehmer (13) als Druckaufnehmer ausgebildet sind.
Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Meßaufnehmer (13) als Sensor ausgebildet ist.
Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der Meßaufnehmer (13) als Näherungsschalter ausgebildet ist.
Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
Meßaufnehmer (13) den Fahr- bzw. Arbeitswiderstand aufnehmen.
Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
Meßaufnehmer (13) mit mindestens einer Zentralwelle (7) oder
dem Bolzen (20) oder einer Welle (27, 21) oder dem Lenker
(19) oder dem Halter (12) bzw. einer Schwinge (18) in
Bezug sind und daran wirksame Betriebskräfte als Signal aufnehmen.
Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
Meßaufnehmer (13) die Drehkraft der Welle (27) oder Zentralwelle
(7) als Signal aufnehmen.
Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
Meßaufnehmer den Auflagedruck eines Tastrades (11) bzw. Tastkufe (24)
aufnehmen.
Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Meßaufnehmer (13) mit mindestens einem Zinken (15) in
Bezug ist.
Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die Arbeitsmomente der Zinkenträger (14) durch Meßaufnehmer als
Signal aufgenommen wird.
Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stell- bzw. Regelgröße eines Regelkreises (3, 2,
29, 22, 13) einstellbar ist.
Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 1 und 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stell- bzw. Regelgröße mittels des Steuerschalters (29)
einstellbar ist.
Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Halter (12) als Teleskopfeder ausgebildet bzw. das Tastrad (11)
federelastisch an der Schwinge (5) gehalten ist.
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