Die vorliegende Erfindung betrift ein Verfahren zur Herstellung einer
Legierung auf Titanbasis, bestehend aus einer Hartphase, einer Binderphase und unvermeidlichen
Verunreinigungen, und betrifft insbesondere ein Verfahren zur Herstellung einer
Legierung auf Titankarbonitridbasis, welche eine ausgezeichnete Splitterbeständigkeit
und Verschleißbeständigkeit aufweist.
Eine Legierung auf Titankarbonitridbasis (Cermet – Keramik-Metall-Verbundwerkstoff,
welche einer Legierung auf WC-Basis hinsichtlich Oxidationsbeständigkeit und
Verschleißbeständigkeit überlegen ist, wird im großen Umfang
als Schneidwerkzeug verwendet. Jedoch splittert das herkömmliche Cermet mit
den vorstehend erwähnten Vorteilen mechanisch sehr leicht.
Wenn die Struktur des herkömmlichen Cermets mit einem Rasterelektronenmikroskop
betrachtet wird, beobachtet man, dass die die Hartphase in der Legierung bildenden
Partikel schwarze Kernanteile aufweisen, welche an Kernabschnitten angeordnet sind
und schwarz erscheinen und Umfangsanteile, welche um die schwarzen Kernanteile herum
angeordnet sind und grau erscheinen. In jedem Hartphasenpartikel ist das Verhältnis
der Fläche des schwarzen Anteils zu der des Umfangsanteils im Wesentlichen
konstant. Wenn die Flächen der schwarzen Kernanteile in den entsprechenden
Partikeln relativ groß sind, ist die Legierung in der Verschleißbeständigkeit
verbessert, jedoch in der Splitterbeständigkeit verschlechtert. Wenn die Flächen
der schwarzen Anteile in den entsprechenden Partikeln klein sind, ist andererseits
die Legierung in der Splitterbeständigkeit verbessert, jedoch in der Verschleißbeständigkeit
verschlechtert. Bei dem herkömmlichen Cetrmet ist es schwierig, ausgezeichnete
Eigenschaften sowohl bei der Splitterbeständigkeit, als auch bei der Verschleißbeständigkeit
zu erzielen.
Die Japanische Patentoffenlegungsschrift Nr. 62-170452 (1987) offenbart
ein Cermet, welches eine Hartphase mit einer Kernstruktur umfasst. Die Hartphase
besteht aus Partikeln mit schwarzen Kernanteilen und solchen mit weißen Kernanteilen.
Die schwarzen Kernanteile besitzen einen Überschuss an Metall, wie z. B. Ti,
welches zu der Gruppe IVa der Periodentabelle gehört, und die weißen Kernabschnitte
besitzen einen Überschuss eines Metalls, wie z. B. W, das der Gruppe Va oder
VIa angehört. In dem in dem vorstehenden Japanischen Patent offenbarten Cermet
sind die Hartphasenpartikel mit den schwarzen Kernabschnitten und diejenigen mit
den weißen Kernabschnitten in einem konstanten Verhältnis verteilt. Jedoch
tragen die Hartphasenpartikel mit den weißen Kernabschnitten kaum zu der Verschleißbeständigkeit
des Cermets bei. Die Hartphasenpartikel mit den weißen Kernabschnitten belegen
ein großes Verhältnis von 50 bis 80% im Bezug auf die gesamte Hartphase,
was zu einer unzureichenden Verschleißbeständigkeit des Cermets führt.
US-A-5,308,376 betrifft ein Cermet. JP-A-8199283 betrifft eine Legierung
auf Titankarbonitridbasis. JP-A-6248385 betrifft ein Cermet auf Titankarbonitridbasis.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung
eines Verfahrens zur Herstellung einer Legierung auf Titanbasis, welche ausgezeichnete
Eigenschaften sowohl in der Verschleißbeständigkeit, als auch der Splitterbeständigkeit
zeigt.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung
eines Verfahrens zur Herstellung einer Legierung auf Titanbasis für ein Cermet-Schneidwerkzeug
mit einer langen Betriebslebensdauer.
Noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der
Bereitstellung eines Verfahrens zur Herstellung einer Legierung auf Titankarbonitridbasis
für ein Cermet-Schneidwerkzeug mit ausgezeichneten Eigenschaften sowohl in
der Verschleißbeständigkeit und der Splitterbeständigkeit und mit
einer langen Betriebslebensdauer.
Die vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren wie in Anspruch 1 der
hierzu beigefügten Ansprüche beansprucht bereit.
Die Legierung auf Titanbasis enthält 80 bis 95 Gewichtsprozent
an Hartphase, um ausgezeichnete Eigenschaften in der Verschleißbeständigkeit,
Beständigkeit gegen plastische Verformung, Festigkeit und Zähigkeit zu
zeigen. Wenn der Anteil der Hartphase kleiner als 80 Gewichtsprozent ist, wird die
Legierung deutlich in der Verschleißbeständigkeit und Beständigkeit
gegen plastische Verformung verschlechtert. Wenn andererseits dieser Anteil der
Hartphase 95 Gewichtsprozent überschreitet, verschlechtert sich die Legierung
in der Festigkeit und Zähigkeit. Der Anteil der Hartphase liegt bevorzugter
in dem Bereich von 83 bis 92 Gewichtsprozent.
Das andere Metall außer dem Ti wird geeignet aus Metallen, wie
z. B. Zr und Hf, welche zu der Gruppe IVa der Periodentabelle, V, Nb und Ca, welche
zu der Gruppe Va gehören, und Mo und W, welche zu der Gruppe VIa gehören,
ausgewählt.
Die Partikel A mit dem große Flächen belegenden schwarzen
Kernanteilen enthalten im Überschuss ein Karbid oder ein Karbonitrid aus Ti
in den Kernabschnitten, und tragen dadurch zu der Verbesserung der Verschleißbeständigkeit
und der Oxidationsbeständigkeit bei. Die Partikel B mit dem kleine Flächen
belegenden schwarzen Kernanteilen bilden eine Festlösung für oder enthalten
ein Metall, wie z. B. W, das zu der Gruppe VIa der Periodentabelle gehört,
im Überschuss in den peripheren Teilen, und tragen dadurch zur Verbesserung
der Festigkeit und Splitterbeständigkeit bei. Daher kann die Legierung auf
Titanbasis sowohl in der Verschleißbeständigkeit, als auch in der Splitterbeständigkeit
verbessert werden, indem sie die Partikel A und B in Koexistenz enthält, und
den besten Gebrauch von den vorstehenden Funktionen macht.
Das Flächenverhältnis der Partikel A mit den schwarzen Kernanteilen,
welche Flächen von wenigstens 30% belegen, zu dem Partikeln B mit den schwarzen
Kernanteilen, welche Flächen weniger als 30% belegen, erfüllt die Bedingung
von 0,3 ≤ A/(A + B) ≤ 0,8, um ausgezeichnete Eigenschaften in der
Verschleißbeständigkeit, Oxidationsbeständigkeit und Splitterbeständigkeit
zu erzielen. Wenn das Verhältnis von A/(A + B) kleiner als 0,3 ist, wird der
Anteil der Partikel A mit den große Flächen belegenden und Ti in Überschuss
enthaltenden schwarzen Kernanteilen verringert, was zu einer verschlechterten Verschleißbeständigkeit
und Oxidationsbeständigkeit führt. Wenn das Verhältnis von A/(A +
B) andererseits 0,8 überschreitet, wird der Anteil der Partikel B, welche die
große Flächen belegenden Umfangsanteile und das Metall, wie z. B. das
zu der Gruppe VIa gehörende W, im Überschuss enthalten, reduziert. Somit
kann die Legierung auf Titanbasis nicht die Ausbreitung von Rissen unterdrücken,
was zu einer schlechteren Splitterbeständigkeit führt.
Bevorzugt liegt die mittlere Fläche der schwarzen Kernanteile
der Partikel A mit den schwarzen Kernanteilen, welche Flächen von wenigstens
30% der gesamten Partikel belegen, innerhalb des Bereiches von 0,5 bis 2,5 &mgr;m2,
und der mittlere Bereich der schwarzen Kernanteile der Partikel 8 mit den schwarzen
Kernanteilen, welche Flächen von weniger als 30% der gesamten Partikel belegen,
liegt innerhalb des Bereichs von 0,1 bis 0,7 &mgr;m2.
Die Partikel A tragen hauptsächlich zu der Verschleißbeständigkeit
bei. Wenn der mittlere Bereich der schwarzen Anteile der Partikel A 2,5 &mgr;m2
überschreitet, wird jedoch das Verhältnis der schwarzen Kernanteile mit
einem Überschuss an Ti, welcher in der Hartphase enthalten ist vergrößert,
um die Verschleißbeständigkeit zu verbessern, während die Flächen
der Umfangsanteile so reduziert werden, dass die Ausbreitung von Rissen nicht unterdrückt
werden kann, was zu einer schlechteren Splitterbeständigkeit führt. Wenn
die mittlere Fläche der schwarzen Kernanteile der Partikel A kleiner als 0,8
&mgr;m2 ist, wird andererseits das Verhältnis der schwarzen Kernanteile,
welche in der Hartphase enthalten sind, reduziert, was zu einer schlechteren Verschleißbeständigkeit
führt. Daher liegt die mittlere Fläche der schwarzen Kernanteile der Partikel
A bevorzugt innerhalb des Bereiches von 0,8 bis 2,5 &mgr;m2.
Die Partikel B tragen hauptsächlich zur Splitterbeständigkeit
bei. Wenn die mittlere Fläche der schwarzen Kernanteile der Partikel B 0,7
&mgr;m2 übersteigt, werden die Flächen der Umfangsanteile
verringert, was zu einer schlechteren Splitterbeständigkeit führt. Wenn
andererseits die mittlere Fläche der schwarzen Kernanteile der Partikel B kleiner
als 0,1 &mgr;m2 ist, wird das Verhältnis der schwarzen Kernanteile,
welche in des Hartphase enthalten sind, verringert, was zu einer schlechteren Verschleißbeständigkeit
führt, obwohl die Flächen der Umfangsanteile vergrößert sind,
so dass die Splitterbeständigkeit verbessert wird. Daher liegt die mittlere
Fläche der schwarzen Kernanteile der Partikel B bevorzugt innerhalb des Bereiches
von 0,1 bis 0,7 &mgr;m2.
Bevorzugt erfüllt das Flächenverhältnis der mittleren
Fläche Sa der Partikel A mit den schwarzen Kernanteilen, welche Flächen
von wenigstens 30% der gesamten Partikel belegen, zu der mittleren Fläche Sb
der Partikel B mit den schwarzen Kernanteilen, welche Flächen von weniger als
30% der gesamten Partikel belegen, eine Bedingung von 0,1 ≤ Sb/Sa ≤
0,9.
Wenn das Verhältnis Sb/Sa kleiner als 0,1 ist, wird das Verhältnis
der schwarzen Anteile mit einem Überschuss an Ti, das in der Hartphase enthalten,
ist verringert, was zu einer geringeren Verschleißbeständigkeit und Oxidationsbeständigkeit
führt. Wenn das Verhältnis Sb/Sa andererseits 0,9 überschreitet,
wird das Verhältnis der schwarzen Kernanteile mit einem Überschuss an
Ti, das in der Hartphase enthalten ist, vergrößert, so dass sich die Verschleißbeständigkeit
verbessert, während die Flächen der Umfangsanteile so reduziert
werden, dass die Ausbreitung von Rissen nicht unterdrückt werden kann, was
zu einer schlechteren Splitterbeständigkeit führt. Daher liegt das Verhältnis
Sb/Sa bevorzugt innerhalb des Bereiches von 0,1 bis 0,9.
Bevorzugt weist die Verteilung der Flächen der schwarzen Anteile
in den entsprechenden Hartphasenpartikeln eine erste Spitze auf, welche innerhalb
des Bereiches von 0,1 bis 0,7 &mgr;m2 liegt und eine zweite Spitze,
welche innerhalb des Bereiches von 0,8 bis 2,5 &mgr;m2 liegt.
Wenn die Verteilung der Flächen der schwarzen Kernanteile die
ersten und zweiten Spitzen wie vorstehend beschrieben aufweist, können sich
die Eigenschaften von Partikeln, welche so verteilt sind, dass sie die erste Spitze
aufweisen, sich von denjenigen Partikeln, welche so verteilt sind, dass sie die
zweite Spitze aufweisen, unterscheiden. Die Partikel, welche so verteilt sind, dass
sie die erste Spitze aufweisen, zeigen ausgezeichnete Eigenschaften bezüglich
der Verschleißbeständigkeit aufgrund der großen Flächen der
Umfangsanteile. Andererseits zeigen die Partikel, welche so verteilt sind, dass
sie die zweite Spitze aufweisen, ausgezeichnete Eigenschaften in der Verschleißbeständigkeit
aufgrund der großen Flächen der schwarzen Kernanteile.
Wenn die Flächenverteilung der schwarzen Kernanteile nur eine
Spitze besitzt, weisen alle Hartphasenpartikeln ähnliche Eigenschaften auf
und können nicht unterschiedliche Funktionen übernehmen. Demzufolge ist
die Legierung auf Titanbasis in der Verschleißbeständigkeit oder Splitterbeständigkeit
unzureichend.
Wenn beide von den ersten und zweiten Spitzen 0,7 &mgr;m2
überschreiten, oder eine von den Spitzen 0,5 &mgr;m2 überschreiten,
werden die Flächen der Umfangsanteile so reduziert, dass die Ausbreitung von
Rissen nicht unterdrückt werden kann, was zu einer schlechteren Splitterbeständigkeit
führt. Wenn beide von den ersten und zweiten Spitzen kleiner als 0,8 &mgr;m2
sind oder eine von den Spitzen kleiner als 0,1 &mgr;m2 ist, werden
die Flächen der schwarzen Kernanteile mit einem Überschuss von Ti reduziert,
was zu einer unzureichenden Verschleißbeständigkeit führt. Somit
muss die Flächenverteilung der schwarzen Kernanteile in den Hartphasenpartikeln
die erste Spitze enthalten, welche innerhalb des Bereiches von 0,1 bis 0,7 &mgr;m2
liegt und die zweite Spitze, welche innerhalb des Bereichs von 0,8 bis 2,5 &mgr;m2
liegt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung, wie sie hierin vorstehend
beschrieben wurde, enthält die Legierung auf Titanbasis, die Hartphasenpartikel
A mit den große Flächen belegenden schwarzen Anteilen und die Hartenphasenpartikel
B mit den kleine Flächen belegenden schwarzen Anteile in dem optimalen Verhältnis,
um effektiv die Eigenschaften zu nutzen, welche von diesen Partikeln A und B gezeigt
werden, um dadurch ausgezeichnete Eigenschaften in der Verschleißbeständigkeit
und Splitterbeständigkeit zu erzielen. Während ein Schneidwerkzeug zur
Grobbearbeitung splittert, wenn dasselbe aus einer Legierung aus herkömmlichem
Titankarbonitrid hergestellt wird, ist die Legierung auf Titanbasis gemäß
der vorliegenden Erfindung auch für ein derartiges Werkzeug für die Grobbearbeitung
anwendbar. Somit stellt die vorliegende Erfindung eine Legierung auf Titankarbonitridbasis
für ein Cermet-Schneidwerkzeug mit einer langen Betriebslebensdauer bereit.
Die vorgenannten und weiteren Aufgaben, Merkmale, Aspekte und Vorteile
der vorliegenden Erfindung werden aus der nachstehenden detaillierten Beschreibung
der vorliegenden Erfindung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen, die
im Rahmen eines Beispiels bereitgestellt werden, deutlicher ersichtlich. In den
Zeichnungen zeigen:
1 exemplarische verteilte Zustände von Partikeln
A mit schwarzen Kernanteilen, welche große Flächen belegen und von Partikeln
B mit schwarzen Kernanteilen, welche kleine Flächen belegen;
2 weitere exemplarisch verteilte Zustände der
Partikel A und B;
3 weitere exemplarisch verteile Zustände der Partikel
A und B;
4 weitere exemplarisch verteilte Zustände der
Partikel A und B; und
5 die Verteilung von Flächen schwarzer Kernanteile.
1 bis 4 stellen typisch
die Strukturen von Querschnitten einer Legierung auf Titankarbonitridbasis gemäß
einer Ausführungsform der Erfindung betrachtet mittels eines Rasterelektronenmikroskops
dar. Die Legierung auf Titankarbonitridbasis besteht aus 80 bis 95 Gewichtsprozent
einer Hartphase, einer Bilderphase und unvermeidlichen Verunreinigungen.
1 bis 4 stellen nur die
Hartphase dar, während die Darstellung der Binderphase und
der unvermeidlichen Verunreinigungen unterlassen wird.
Die Hartphase ist ein Karbid (TiMC), ein Nitrid (TiMN) oder Karbonitrid
(TiMCN) aus Ti und wenigstens einem anderen Metall (M) als Ti, welches von denjenigen
ausgesucht wird, welche zu den Gruppen IVa, Va und VIa der Periodentabelle gehören.
Die Binderphase enthält Co und Ni als Hauptkomponenten.
Wenn man eine Legierung auf Titanbasis mit dem Rasterelektronenmikroskop
betrachtet, erkennt man, dass Partikel, welche die Hartphase in der Legierung bilden,
schwarze Kernanteile 1 enthalten, welche in Kernabschnitten angeordnet
sind, so dass sie schwarz erscheinen und Umfangsabschnitte 2, welche um
die schwarzen Kernabschnitte 1 herum angeordnet sind, so dass sie grau
erscheinen, wie es in 1 bis 4
dargestellt ist. Wie vorstehend beschrieben, enthalten die schwarzen Kernanteile
1 im Überschuss ein Karbid oder ein Karbonitrid von Ti. Andererseits
enthalten die Umfangsanteile 2 in Überschuss ein Metall, wie z. B.
W, welches der Gruppe VIa der Periodentabelle angehört.
Es wird angenommen, dass A Partikel mit schwarzen Anteilen
1, welche Flächen von wenigstens 30% der gesamten Partikel belegen
repräsentiert, und B Partikel mit schwarzen Teilen 1, welche Flächen
von wenigstens 30% der Gesamtpartike2l belegen, repräsentiert.
Das Flächenverhältnis der Partikel A zu den Partikeln B
erfüllt die Bedingung 0,3 ≤ A/(A + B) ≤ 0,8.
Bevorzugt liegt die mittlere Fläche der schwarzen Anteile
1 in den Partikeln A innerhalb des Bereiches von 0,8 bis 2,5 &mgr;m2
und die mittlere Fläche der schwarzen Anteile 1 der Partikel B innerhalb
des Bereiches von 0,1 bis 0,7 &mgr;m2. Bevorzugt erfüllt das Flächenverhältnis
der mittleren Fläche Sa der schwarzen Anteile 1 in den Partikeln A
zu der mittleren Fläche Sb der schwarzen Anteile 1 in den Partikeln
B die Bedingung 0,1 ≤ Sb/Sa ≤ 0,9.
Bevorzugt weist die Verteilung der Flächen der schwarzen Kernanteile
1 in den entsprechenden Hartphasenpartikeln eine erste Spitze auf, welche
innerhalb des Bereichs von 0,1 bis 0,7 &mgr;m2 liegt und eine zweite
Spitze, welche innerhalb des Bereichs von 0,8 bis 2,5 &mgr;m2, wie
es in 5 dargestellt ist.
Die Flächen der Partikel und die schwarzen Kernanteile
1 können berechnet werden, indem ein Abschnitt der Legierung poliert
wird und der polierte Abschnitt mit einem Rasterelektronenmikroskop betrachtet wird.
Die Flächen können mit dem bloßen Auge oder mittels Bildbearbeitung
nach der nachstehenden Prozedur berechnet werden:
(1) Zuerst wird die Cermet-Legierung poliert, um eine Photographie mit 4800-facher
Vergrößerung mit einem Rasterelektronenmikroskop aufzunehmen.
(2) Die Korngrenzen werden in einem Bereich von 14 &mgr;m mal 17 &mgr;m
identifiziert, um die Daten in einem Computer mit einem Bildscanner einzugeben.
(3) Die Anzahl von Pixeln, welche von schwarzen Kernanteilen und Umfangsanteilen
der identifizierten Partikel belegt werden, werden gezählt, und die Fläche
eines Pixels aus dem Verstärkungsfaktor zu erhalten. Ferner werden die Flächen
der schwarzen Kernanteile und der Umfangsanteile erhalten.
(4) Die Partikel werden in die Partikel A und B auf der Basis der Flächen
der schwarzen Kernanteile und der Umfangsanteile klassifiziert.
(5) Die Verteilung der Flächen der schwarzen Kernanteile in den Partikeln
A und B werden erhalten, indem die mittleren Flächen der schwarzen Kernanteile
in den Partikeln A bzw. B berechnet werden.
(6) Die Flächen der Partikel A und B werden aus der Anzahl von Pixeln erhalten,
welche von den Partikeln A bzw. B belegt werden, um die Verhältnisse der in
der Hartphase enthaltenen Partikel A und B zu erhalten.
Bei einer tatsächlichen Beobachtung mit dem Rasterelektronenmikroskop
können die Hartphasenpartikel in die Partikel A mit den schwarzen Kernanteilen
1, welche große Flächen belegen und die Partikel B mit den schwarzen
Kernanteilen 1, welche kleine Flächen belegen, wie es in
1 dargestellt ist, klassifiziert werden. In den Partikeln
B belegen die Umfangsbereiche 2 große Flächen. Zehn Felder des
Bereichs von 14 &mgr;m mal 17 &mgr;m werden auf der Photographie mit 4800-facher
Vergrößerung einer Bildanalyse unterzogen, um die Hartphasenpartikel in
die Partikel A mit den schwarzen Kernanteilen 1, welche große Flächen
belegen, und die Partikel B mit den schwarzen Kernanteilen 1, welche kleine
Flächen belegen, zu klassifizieren, um dadurch die Verteilung der Flächen
der schwarzen Kernanteile in den entsprechenden Partikeln A und B zu erhalten. Dadurch
werden die mittleren Flächen der schwarzen Kernanteile 1 in den Partikeln
A und B erhalten. Die in 5 dargestellte graphische
Darstellung wird aus der Verteilung der Flächen der schwarzen Kernanteile erhalten.
Gemäß 2 und 3
werden Partikel ohne schwarze Kernanteile 1 ebenfalls als Partikel B mit
Kernanteilen 1 betrachtet, welche Flächen weniger als 30% belegen.
Die Legierung auf Titanbasis, typischerweise eine Legierung auf Titankarbonitridbasis
wird wie folgt hergestellt:
Zuerst wird eine Ti-Verbindung, wie z. B. TiCN oder TiC mit einem Karbid, einem
Nitrid oder einem Karbonitrid, welches ein anderes zu der Gruppe IVa, Va oder VIa
der Periodentabelle gehörendes Metall (M) als Ti enthält, in einem vorbestimmten
Verhältnis gemischt. Zu diesem Zeitpunkt ist der Anteil der Ti-Verbindung 85
bis 95 Gewichtsprozent im Bezug auf das Gesamtgemisch.
Dann wird das Gemisch in einer Stickstoffatmosphäre bei relativ
niedriger Temperatur von 1500 bis 1600°C wärmebehandelt, um eine Festlösung
&agr; zu erzeugen.
Ein weiteres Gemisch mit einem anderen Mischverhältnis wird getrennt
von dem Gemisch mit dem vorstehend erwähnten Gemischverhältnis hergestellt.
Dieses Gemisch wird so hergestellt, dass der Anteil der Ti-Verbindung 50 bis 60
Gewichtsprozent im Bezug auf das Gemisch beträgt. Wenn das Gemisch keine W-Verbindung
enthält, wird eine W-Verbindung dem Gemisch in einem vorbeschriebenen Mischverhältnis
zugesetzt. Dieses Gemisch wird einer Stickstoffatmosphäre bei einer relativ
hohen Temperatur von 1750 bis 1850°C wärmebehandelt, um eine Festlösung
&bgr; zu erzeugen.
Die zwei Festlösungen &agr; und &bgr;, WC, welches nach Bedarf
zugesetzt wird, und Co und Ni, welche Metalle der Eisenfamilie sind, werden miteinander
nassgemischt, um einen Pressling zu erzeugen. Dieser Pressling wird in einem Vakuum
bei einer Temperatur von 1150 bis 1250°C entgast und danach bei einem Stickstoftgaspartialdruck
von 1,33 bis 266 mbar (1 bis 200 Torr) bei einer Temperatur von 1450 bis 1550°C
für ein bis zwei Stunden gesintert.
Beispiel 1
70 Gewichtsprozent TiCN, 20 Gewichtsprozent TiC, 5 Gewichtsprozent
TaC und 5 Gewichtsprozent NbC wurden miteinander gemischt, und das erhaltene Gemisch
wurde anschließend in einer Stickstoffatmosphäre von 1,013 bar (1 atm)
bei einer relativ niedrigen Temperatur von 1550°C wärmebehandelt, um eine
Festlösung (hierin nachstehend als "Festlösung &agr;" bezeichnet) zu
erzeugen. Diese Festlösung &agr; stellte sich als wirksam für die Erzeugung
von Partikeln A mit schwarzen Kernanteilen heraus, welche große Flächen
belegen.
Getrennt von der Festlösung &agr;, wurden 44 Gewichtsprozent
TiCN, 10 Gewichtsprozent TiC, 8 Gewichtsprozent TaC, 8 Gewichtsprozent NbC und 30
Gewichtsprozent WC miteinander gemischt, und das erhaltene Gemisch wurde anschließend
in einer Stickstoffatmosphäre von 1,013 bar (1 atm) bei einer Temperatur von
1800°C wärmebehandelt, um eine Festlösung (hierin nachstehend als
"Festlösung &bgr;" bezeichnet) zu erzeugen. Es stellte sich heraus, dass
die Flächen von Umfangsabschnitten aufgrund der Hinzufügung von WC vergrößert
wurden. Die Festlösung &bgr; stellte sich als wirksam für die Erzeugung
von Partikeln B heraus.
Die Festlösungen &agr; und &bgr;, WC, Co und Ni wurden miteinander
mit in der Tabelle 1 dargestellten Mischverhältnissen nassgemischt, und die
erhaltenen Gemische wurden für die Erzeugung von Presslingen gepresst. Diese
Presslinge wurden in einem Vakuum von 1,33 × 10-5 bar (10-2 Torr) bei einer
Temperatur von 1200°C entgast und anschließend bei einem Stickstoffgaspartialdruck
von 1,33 bis 266 mbar (1 bis 200 Torr) bei einer Temperatur von 1500°C für
eine Stunde gesintert, um dadurch die erfindungsgemäßen Proben Nr. 1 bis
6 und Vergleichsproben Nr. 7 bis 14 herzustellen. Tabelle 1
*: außerhalb des erfindungsgemäßen Bereichs
Bezugnehmend auf Tabelle 1 kann man schließen, dass die Verhältnisse
&agr;/(&agr; + &bgr;) der Festlösungen &agr; und &bgr; nicht mit
den Flächenverhältnissen A/(A + B) der Partikel A und B übereinstimmen,
da die Festlösungen &agr; und &bgr; in Gewichtsprozenten ausgedrückt
werden, während die Partikel A und B in Flächenverhältnissen ausgedrückt
werden, dass das unabhängig zugemischte WC in Umfangsstrukturen der Festlösungen
&agr; und &bgr; festgelöst ist, um die Partikel B auszubilden, und das
WC selbst unabhängig existiert oder sich in die Partikel B umwandelt.
(Bewertung der Sinterkörper)
Die erhaltenen Sinterkörper wurden plangeschliffen und poliert
und anschließend wurden zehn Felder von mit einem Rasterelektronenmikroskop
aufgenommenen Photographien mit 4800-facher Vergrößerung Bild-analysiert.
Auf diese Weise wurden die Hartphasen in Partikel A und B klassifiziert, und die
Flächen dieser Partikel A und B wurden berechnet, um die Flächenverhältnisse
der Partikel A, welche die Hartphasen belegen, d. h. die Verhältnisse A/(A
+ B) zu erhalten.
(Schneidtest)
Dann wurden die Proben Nr. 1 bis 14 einem vorgeschriebenen Schleif-
und Hon-Vorgang unterworfen, um die Verschleißbeständigkeit und Splitterbeständigkeit
zu testen. Verschleißbeständigkeitstest
Werkzeugform:SNMG432Werkstück:geripptes Material aus SCM435 (HB = 225)Schneidgeschwindigkeit:200 m/min.
Vorschub:0,25 mm/rückwärtsSchnitttiefe:2,0 mmSchneidöl:wasserlöslichErmittlung:Anzahl von Stößen, welche zur Splitterung führt
(Zählwert).
Tabelle 2 stellt die Testergebnisse dar.
Tabelle 2
Wie es deutlich aus den in Tabelle 2 dargestellten Ergebnissen zu
ersehen ist, war der Abtragsverlust in den Verschleißbeständigkeitstests
nicht größer als 0,14 mm und die Anzahl von Stößen, welche zum
Splittern in dem Splitterbeständigkeitstest führte, war wenigstens 8000
bei jeder von den erfindungsgemäßen Proben Nr. 1 bis 6.
Andererseits zeigten die Vergleichsproben Nr. 7 und 8 ausgezeichnete
Eigenschaften in der Verschleißbeständigkeit, waren aber extrem schlechter
in der Splitterbeständigkeit. Die Vergleichsproben 9 und 10 waren in der Splitterbeständigkeit
ausgezeichnet, aber deutlich schlechter in der Verschleißbeständigkeit.
Die Vergleichsprobe Nr. 11, das den Anteil der Binderphase, bestehend aus Co, Ni
verringert und das Verhältnis der Partikel B, die in der Hartphase enthalten
sind erhöht, war in der Splitterbeständigkeit ausgezeichnet, aber schlechter
in der Verschleißbeständigkeit. Die Vergleichsprobe Nr. 12, die den Anteil
der Binderphase, bestehend aus Co und Ni erhöht und das Verhältnis der
Partikel A, die in der Hartphase enthalten sind erhöht, war in der Verschleißbeständigkeit
ausgezeichnet, aber schlechter in der Splitterbeständigkeit.
Das Verhältnis der Hartphase, bestehend aus einem Karbid, einem
Nitrid oder einem Karbonitrid ist bevorzugt 80 bis 95 Gewichtsprozent.
Beispiel 2
70 Gewichtsprozent TiCN, 14 Gewichtsprozent TiC, 8 Gewichtsprozent
TaC und 8 Gewichtsprozent NbC wurden miteinander gemischt, und das erhaltene Gemisch
wurde anschließend in einer Stickstoffatmosphäre von 1,013 bar (1 atm)
bei einer relativ niedrigen Temperatur von 1550°C wärmebehandelt, um eine
Festlösung (hierin nachstehend als "Festlösung &agr;" bezeichnet) zu
erzeugen. Diese Festlösung &agr; stellte sich als wirksam für die Erzeugung
von Partikeln A mit schwarzen Kernanteilen heraus, welche große Flächen
belegen.
Getrennt von der Festlösung &agr;, wurden 40 Gewichtsprozent
TiCN, 10 Gewichtsprozent TiC, 8 Gewichtsprozent TaC, 8 Gewichtsprozent NbC und 34
Gewichtsprozent WC miteinander gemischt, und das erhaltene Gemisch wurde anschließend
in einer Sückstoffatmosphäre von 1,013 bar (1 atm) bei einer Temperatur
von 1800°C wärmebehandelt, um eine Festlösung (hierin nachstehend
als "Festlösung &bgr;" bezeichnet) zu erzeugen. Es stellte sich heraus, dass
die Flächen von Umfangsabschnitten aufgrund der Hinzufügung von WC vergrößert
wurden. Die Festlösung &bgr; stellte sich als wirksam für die Erzeugung
von Partikeln B heraus.
Die Festlösungen &agr; und &bgr;, WC, Co und Ni, welche Metalle
der Eisenfamilie sind, wurden miteinander mit in der Tabelle 3 dargestellten Mischverhältnissen
nassgemischt, und die erhaltenen Gemische wurden für die Erzeugung von Presslingen
gepresst. Einige von diesen Presslingen wurden in einem Vakuum von 1,33 × 10-5
bar (10-2 Torr) bei einer Temperatur von 1200°C entgast und anschließend
bei einem Stickstoffgaspartialdruck von 1,33 bis 266 mbar (1 bis 200 Torr) bei einer
Temperatur von 1480°C für eine Stunde gesintert, um dadurch die erfindungsgemäßen
Proben Nr. 21, 24 und 26 bis 29 und Vergleichsproben Nr. 32 bis 37 herzustellen.
Die restlichen Presslinge wurden in einem Vakuum von 1,33 × 10-5 bar (10-2
Torr) bei einer Temperatur von 1200°C entgast und anschließend bei einem
Stickstoftgaspartialdruck von 1,33 bis 266 mbar (1 bis 200 Torr) bei einer Temperatur
von 1530°C für eine Stunde gesintert, um dadurch die erfindungsgemäßen
Proben Nr. 22, 23 und 25 bis 29 und Vergleichsproben Nr. 30 und 31 herzustellen. Tabelle 3
Einheit der mittleren Fläche schwarzer Kernanteile; &mgr;m2
*: außerhalb des erfingungsgemäßen Bereichs
(Bewertung der Sinterkörper)
Die erhaltenen Sinterkörper wurden plangeschliffen und poliert
und anschließend wurden zehn Felder von mit einem Rasterelektronenmikroskop
aufgenommenen Photographien mit 4800-facher Vergrößerung Bild-analysiert.
Auf diese Weise wurden die Hartphasen in Partikel A und B klassifiziert, und die
Flächenverteilungen der schwarzen Kernanteile dieser Partikel A und B erhalten,
um die mittleren Flächen der schwarzen Kernanteile der Partikel A und B zu
berechnen.
(Schneidtest)
Dann wurden die Proben Nr. 21 bis 29 und die Vergleichsproben Nr.
30 bis 37 geschliffen und gehont, um die Verschleißbeständigkeit und Splitterbeständigkeit
unter den nachstehenden konstanten Bedingungen zu testen:
Verschleißbeständigkeitstest
Werkzeugform:SNMG432Werkstück:geripptes Material aus SCM435 (HB = 225)Schneidgeschwindigkeit:220 m/min.Vorschub:0,22 mm/rückwärtsSchnitttiefe:2,0 mmSchneidöl:wasserlöslichErmittlung:Anzahl von Stößen, welche zur Splitterung führt
(Zählwert).
Tabelle 4 stellt die Testergebnisse dar.
Tabelle 4
Wie es deutlich aus den in Tabelle 4 dargestellten Ergebnissen zu
ersehen ist, war der Abtragsverlust in den Verschleißbeständigkeitstests
nicht größer als 0,15 mm und die Anzahl von Stößen, welche zum
Splittern in dem Splitterbeständigkeitstest führte, war wenigstens 8000
bei jeder von den erfindungsgemäßen Proben Nr. 21 bis 29.
Andererseits zeigten die Vergleichsproben Nr. 30 und 31 ausgezeichnete
Eigenschaften in der Verschleißbeständigkeit, waren aber extrem schlechter
in der Splitterbeständigkeit. Die Vergleichsproben 32 und 33 waren in der Verschleißbeständigkeit
ausgezeichnet, aber deutlich schlechter in der Splitterbeständigkeit. Die Vergleichsprobe
Nr. 34 war wegen des großen Verhältnisses der Partikel A in der Verschleißbeständigkeit
ausgezeichnet aber in der Spliterbeständigkeit schlechter. Die Vergleichsprobe
Nr. 35 war wegen des großen Verhältnisses der Partikel B in der Splitterbeständigkeit
ausgezeichnet aber in der Verschleißbeständigkeit schlechter
Beispiel 3
70 Gewichtsprozent TiCN, 14 Gewichtsprozent TiC, 8 Gewichtsprozent
TaC und 8 Gewichtsprozent NbC wurden miteinander gemischt, und das erhaltene Gemisch
wurde anschließend in einer Stickstoffatmosphäre von 1,013 bar (1 atm)
bei einer relativ niedrigen Temperatur von 1550°C wärmebehandelt, um eine
Festlösung (hierin nachstehend als "Festlösung &agr;" bezeichnet) zu
erzeugen. Diese Festlösung &agr; stellte sich als wirksam für die Erzeugung
von Partikeln A mit schwarzen Kernanteilen heraus, welche große Flächen
belegen.
Getrennt von der Festlösung &agr;, wurden 40 Gewichtsprozent
TiCN, 10 Gewichtsprozent TiC, 8 Gewichtsprozent TaC, 8 Gewichtsprozent NbC und 34
Gewichtsprozent WC miteinander gemischt, und das erhaltene Gemisch wurde anschließend
in einer Stickstoffatmosphäre von 1,013 bar (1 atm) bei einer Temperatur von
1800°C wärmebehandelt, um eine Festlösung (hierin nachstehend als
"Festlösung &bgr;" bezeichnet) zu erzeugen. Es stellte sich heraus, dass
die Flächen von Umfangsabschnitten aufgrund der Hinzufügung von WC vergrößert
wurden. Die Festlösung &bgr; stellte sich als wirksam für die Erzeugung
von Partikeln B heraus.
Die Festlösungen &agr; und &bgr;, WC, Co und Ni, welche Metalle
der Eisenfamilie sind, wurden miteinander mit in der Tabelle 5 dargestellten Mischverhältnissen
nassgemischt, und die erhaltenen Gemische wurden für die Erzeugung von Presslingen
gepresst. Einige von diesen Presslingen wurden in einem Vakuum von 1,33 × 10-5
bar (10-2 Torr) bei einer Temperatur von 1200°C entgast und anschließend
bei einem Stickstoffgaspartialdruck von 1,33 bis 266 mbar (1 bis 200 Torr) bei einer
Temperatur von 1500°C für eine Stunde gesintert, um dadurch die erfindungsgemäßen
Proben Nr. 41, 44 und 46 bis 49 und Vergleichsproben Nr. 51 bis 56 herzustellen.
Die restlichen Presslinge wurden in einem Vakuum von 1,33 × 10-5 bar (10-2
Torr) bei einer Temperatur von 1200°C entgast und anschließend bei einem
Stickstoffgaspartialdruck von 1,33 bis 266 mbar (1 bis 200 Torr) bei einer Temperatur
von 1530°C für eine Stunde gesintert, um dadurch die erfindungsgemäßen
Proben Nr. 42, 43 und 45 und eine Vergleichsprobe Nr. 50 herzustellen.
Tabelle 5
*: außerhalb des erfingungsgemäßen Bereichs
(Bewertung der Sinterkörper)
Die erhaltenen Sinterkörper wurden plangeschliffen und poliert
und anschließend wurden zehn Felder von mit einem Rasterelektronenmikroskop
aufgenommenen Photographien mit 4800-facher Vergrößerung Bild-analysiert.
Auf diese Weise wurden die Hartphasen in Partikel A und B klassifiziert, und die
Flächenverteilungen der schwarzen Kernanteile dieser Partikel A und B erhalten,
um die mittleren Flächen der schwarzen Kernanteile der Partikel A und B zu
berechnen.
(Schneidtest)
Dann wurden die erfindungsgemäßen Proben Nr. 41 bis 49 und
die Vergleichsproben geschliffen und gehont, um die Verschleißbeständigkeit
und Splitterbeständigkeit unter den nachstehenden konstanten Bedingungen zu
testen:
Verschleißbeständigkeitstest
Werkzeugform:SNMG432Werkstück:geripptes Material aus SCM435 (HB = 225)Schneidgeschwindigkeit:180 m/min.Vorschub:0,25 mm/rückwärtsSchnitttiefe:2,0 mmSchneidöl:wasserlöslichErmittlung:Anzahl von Stößen, welche zur Splitterung führt
(Zählwert).
Tabelle 6 stellt die Testergebnisse dar. Tabelle 6
Wie es deutlich aus den in Tabelle 6 dargestellten Ergebnissen zu
ersehen ist, war der Abtragsverlust in den Verschleißbeständigkeitstests
nicht größer als 0,15 mm und die Anzahl von Stößen, welche zum
Splittern in dem Splitterbeständigkeitstest führte, war wenigstens 7000
bei jeder von den erfindungsgemäßen Proben Nr. 41 bis 49.
Andererseits waren die Vergleichsproben Nr. 50 und 52 ausgezeichnet
in der Splitterbeständigkeit, waren aber extrem schlechter in der Verschleißbeständigkeit.
Die Vergleichprobe Nr. 52 war wegen des großen Verhältnisses der in der
Hartphase enthaltenen Partikel A in der Verschleißbeständigkeit ausgezeichnet
aber in der Splitterbeständigkeit unzureichend. Die Vergleichsprobe Nr. 54
war wegen des großen Verhältnisses der in der Hartphase enthaltenen Partikel
B in der Splitterbeständigkeit ausgezeichnet aber in der Verschleißbeständigkeit
schlechter.
Beispiel 4
70 Gewichtsprozent TiCN, 20 Gewichtsprozent TiC, 5 Gewichtsprozent
TaC und 5 Gewichtsprozent NbC wurden miteinander gemischt, und das erhaltene Gemisch
wurde anschließend in einer Stickstoffatmosphäre von 1,013 bar (1 atm)
bei einer relativ niedrigen Temperatur von 1550°C wärmebehandelt, um eine
Festlösung (hierin nachstehend als "Festlösung &agr;" bezeichnet) zu
erzeugen. Diese Festlösung &agr; stellte sich als wirksam für die Erzeugung
von Partikeln A mit schwarzen Kernanteilen heraus, welche große Flächen
belegen.
Getrennt von der Festlösung &agr;, wurden 44 Gewichtsprozent
TiCN, 10 Gewichtsprozent TiC, 8 Gewichtsprozent TaC, 8 Gewichtsprozent NbC und 30
Gewichtsprozent WC miteinander gemischt, und das erhaltene Gemisch wurde anschließend
in einer Stickstoffatmosphäre von 1,013 bar (1 atm) bei einer Temperatur von
1800°C wärmebehandelt, um eine Festlösung (hierin nachstehend als
"Festlösung &bgr;" bezeichnet) zu erzeugen. Es stellte sich heraus, dass
die Flächen von Umfangsabschnitten aufgrund der Hinzufügung von WC vergrößert
wurden. Die Festlösung &bgr; stellte sich als wirksam für die Erzeugung
von Partikeln B heraus.
Die Festlösungen &agr; und &bgr;, WC, Co und Ni, welche Metalle
der Eisenfamilie sind, wurden miteinander mit in der Tabelle 7 dargestellten Mischverhältnissen
nassgemischt, und die erhaltenen Gemische wurden für die Erzeugung von Presslingen
gepresst. Einige von diesen Presslingen wurden in einem Vakuum von 1,33 × 10-5
bar (10-2 Tori) bei einer Temperatur von 1200°C entgast und anschließend
bei einem Stickstoffgaspartialdruck von 1,33 bis 266 mbar (1 bis 200 Torr) bei einer
Temperatur von 1500°C für eine Stunde gesintert, um dadurch die erfindungsgemäßen
Proben Nr. 61, 64, 66 und 67 und Vergleichsproben Nr. 70 bis 75 herzustellen. Die
restlichen Presslinge wurden in einem Vakuum von 1,33 × 10-5 bar (10-2 Torr)
bei einer Temperatur von 1200°C entgast und anschließend bei einem Stickstoffgaspartialdruck
von 1,33 bis 266 mbar (1 bis 200 Torr) bei einer Temperatur von 1550°C für
eine Stunde gesintert, um dadurch die erfindungsgemäßen Proben Nr. 62,
63 und 65 und Vergleichsproben Nr. 68 und 69 herzustellen.
Tabelle 7
*: außerhalb des erfingungsgemäßen Bereichs
(Bewertung der Sinterkörper)
Die erhaltenen Sinterkörper wurden plangeschliffen und poliert
und anschließend wurden zehn Felder von mit einem Rasterelektronenmikroskop
aufgenommenen Photographien mit 4800-facher Vergrößerung Bild-analysiert.
Auf diese Weise wurden die Flächenverteilungen der schwarzen Kernanteile der
Partikel A und B erhalten, um die Werte und Positionen der Spitzen auf der Basis
der Flächenverteilungen zu berechnen.
(Schneidtest)
Dann wurden die erfindungsgemäßen Proben Nr. 61 bis 67 und
die Vergleichsproben geschliffen und gehont, um die Verschleißbeständigkeit
und Splitterbeständigkeit unter den nachstehenden konstanten Bedingungen zu
testen: Verschleißbeständigkeitstest
Werkzeugform:SNMG432Werkstück:geripptes Material aus SCM435 (HB = 225)Schneidgeschwindigkeit:220 m/min.Vorschub:0,23 mm/rückwärtsSchnitttiefe:2,0 mmSchneidöl:wasserlöslichErmittlung:Anzahl von Stößen, welche zur Splitterung führt
(Zählwert).
Tabelle 8 stellt die Testergebnisse dar.
Tabelle 8
Wie es deutlich aus den in Tabelle 8 dargestellten Ergebnissen zu
ersehen ist, war der Abtragsverlust in den Verschleißbeständigkeitstests
nicht größer als 0,15 mm und die Anzahl von Stößen, welche zum
Splittern in dem Splitterbeständigkeitstest führte, war wenigstens 8000
bei jeder von den erfindungsgemäßen Proben Nr. 61 bis 67.
Andererseits waren die Vergleichsproben Nr. 68 und 69 ausgezeichnet
in der Splitterbeständigkeit, waren aber wegen des Vorhandenseins von Spitzen
auf den Seiten der kleine Fläche belegenden schwarzen Kernanteile extrem schlechter
in der Verschleißbeständigkeit. Die Vergleichproben Nr. 70 und 71 war
in der Verschleißbeständigkeit ausgezeichnet aber wegen des Vorhandenseins
von Spitzen auf den Seiten der große Fläche belegenden schwarzen Kernanteile
merklich schlechter in der Splitterbeständigkeit. Jede von den Vergleichsproben
Nr. 72 und 73 war wegen des Vorhandenseins nur einer Spitze in der Verschleißbeständigkeit
oder Splitterbeständigkeit unzureichend.
Anspruch[de]
Verfahren zur Herstellung einer Legierung auf Titanbasis bestehend aus
80 bis 95 Gewichtsprozent einer Hartphase, einer Binderphase und unvermeintlichen
Verunreinigungen, wobei:
die Hartphase ein Karbid (TiMC), ein Nitrid (TiMN) oder ein Karbonitrid (TiMCN)
von Ti und wenigstens einem anderen Metall (M) als Ti ist, das aus den Gruppen IVa,
Va und VIa der Periodentabelle ausgewählt ist,
die Binderphase Co und Ni als Hauptkomponenten enthält,
die Hartphase in der Legierung auf Titanbasis bildenden Partikel schwarze Kernanteile
(1) mit einem Überschuss eines Karbids oder Karbonitrids von Ti aufweisen,
und Umfangsanteile (2), die um die Kernanteile (1) herum angeordnet
sind, und einen Überschuss eines Gruppe VIa Metalls besitzen, wobei die Kernanteile
(1) und die Umfangsanteile (2) schwarz bzw. grau erscheinen, wenn
die Struktur der Legierung auf Titanbasis mit einem Rasterelektronenmikroskop betrachtet
wird, und
das Flächenverhältnis von Partikeln A zu Partikeln B, welche die Hartphase
bilden, die Bedingung erfüllt, dass 0,3 ≤ A/(A + B) ≤ 0,8 ist,
wobei die Partikel A als diejenigen Partikel definiert sind, in welchen die Kernanteile
(1) eine Fläche von wenigstens 30% der Partikel belegen, und die Partikel
B als diejenigen Partikel definiert sind, in welchen die Kernanteile (1)
eine Fläche von weniger als 30% der Partikel belegen, und
wobei das Verfahren die nachstehenden Schritte aufweist:
(i) Erzeugen eines ersten Gemischs, das eine oder mehrere Ti-CN und/oder TiC und
eines oder mehrere von einem Karbid, einem Nitrid und/oder einem ein Metall (M)
enthaltendem Karbonitrid umfasst, wobei das Metall (M) zu der Gruppe IVa, Va oder
VIa der Periodentabelle unter Ausschluss von Ti gehört, und wobei der Anteil
von Ti-CN und/oder TiC 85 bis 95 Gewichtsprozent in Bezug auf das Gesamtgewicht
des ersten Gemisches ist;
(ii) Wärmebehandeln des ersten Gemischs in einer Stickstoffatmospäre bei
einer Temperatur von 1500 bis 1600°C, um eine Festlösung &agr; zu erzeugen;
(iii) Erzeugen eines zweiten Gemischs, welches Ti-CN und/oder TiC und eines oder
mehrere von einem Karbid, einem Nitrid und/oder einem ein Metall (M) enthaltendem
Karbonitrid umfasst, wobei das Metall (m) zu der Gruppe IVa, Va oder VIa der Periodentabelle
unter Ausschluss von Ti gehört, und wobei der Anteil von Ti-CN und/oder TiC
50 bis 60 Gewichtsprozent in Bezug auf das Gesamtgewicht des zweiten Gemisches ist;
(iv) wenn das zweite Gemisch kein W enthält, Hinzufügen einer W-enthaltenden
Verbindung zu dem zweiten Gemisch;
(v) Wärmebehandeln des zweiten Gemischs in einer Stickstoffatmosphäre
bei einer Temperatur von 1750 bis 1850°C, um eine Festlösung &bgr; zu
erzeugen;
(vi) Nassvermischen der Festlösungen &agr; und &bgr;, Co und Ni und, falls
erforderlich, der W-enthaltenden Verbindung um einen Pressling zu erzeugen;
(vii) Entgasen des Presslings in einem Vakuum bei einer Temperatur von 1150 bis
1250°C; und
(viii) Sintern des entgasten Presslings bei einem Stickstoffgas-Partialdruck von
1,33 bis 266 mbar (1 bis 200 Torr) und einer Temperatur von 1450 bis 1550°C,
um die Legierung auf Titanbasis zu erzeugen.Verfahren nach Anspruch 1, wobei die mittlere Fläche der Kernanteile
(1) in den Partikeln A innerhalb des Bereichs von 0,8 bis 2,5 &mgr;m2
und die mittlere Fläche der Kernanteile (1) in den Partikeln B innerhalb
des Bereichs von 0,1 bis 0,7 &mgr;m2 liegt.Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Flächenverhältnis der
mittleren Fläche Sa der Kernanteile (1) in den Partikeln A zu der
mittleren Fläche Sb der Kernanteile (1) in den Partikeln B die Bedingung
erfüllt, dass 0,1 ≤ Sb/Sa ≤ 0,9 ist.Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Flächenverteilung der Kernanteile
(1) in entsprechenden Partikeln, welche die Hartphase bilden, eine erste
Spitze innerhalb des Bereichs von 0,1 bis 0,7 &mgr;m2 und eine zweite
Spitze innerhalb des Bereichs von 0,8 bis 2,5 &mgr;m2 enthält.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, welches ferner den
Schritt des Einbaus der Legierung auf Titanbasis in ein Schneidwerkzeug beinhaltet.