Die Erfindung betrifft einen Büro- oder Kosmetikartikel
aus einem Magnesiumwerkstoff. Insbesondere betrifft die Erfindung einen Spitzerkörper,
ein Lineal oder ein Kosmetikbehältnis aus einem Magnesiumwerkstoff.
Büroartikel und Kosmetikartikel wie insbesondere ein
Spitzerkörper, ein Lineal oder ein Kosmetikbehältnis aus einem Magnesiumwerkstoff
sind grundsätzlich bekannt. Ein Magnesiumwerkstoff kommt dabei als Werkstoff
auf Grund seiner leichten spanenden Bearbeitbarkeit und seiner geringen Dichte zum
Einsatz. Unter einem Magnesiumwerkstoff wird hierbei sowohl eine Magnesiumlegierung
als auch reines Magnesium verstanden. Zur Verbesserung der mechanischen Verarbeitbarkeit,
der Härte und der Oxidationsneigung des Magnesiums enthalten Magnesiumlegierungen
als Legierungskomponenten üblicherweise geririge Zusätze an Aluminium,
Mangan, Zink, Kupfer und/oder Nickel.
Nachteiligerweise zeigt ein Magnesiumwerkstoff eine unerwünschte
Oxidationsneigung. Dies führt bei Büroartikeln aus einem Magnesiumwerkstoff
im Laufe der Zeit zu unerwünschten Farbveränderungen und insbesondere
unschönen Ausblühungen. Um dies zu verhindern ist es beispielsweise bekannt,
die Oberfläche derartiger aus einem Magnesiumwerkstoff gefertigter Büroartikel
mit einem Lack zu versiegeln. Durch den häufigen Gebrauch eines Büroartikels
findet jedoch ein rascher Verschleiß eines derartigen auf organischen Substanzen
beruhenden Lackes statt, so dass auch ein lackierter Büroartikel rasch unansehnlich
wird. Eine Aluminiumlegierung stellt bei einer Massenware wie bei einem Büroartikel
keine gleichwertige Alternative zu einem Magnesiumwerkstoff dar, da sich eine Aluminiumlegierung
wesentlich schlechter spanend bearbeiten lässt. Dies führt zu nicht tolerierbaren
Mehrkosten. Auch der Einsatz einer für ein Gussverfahren geeigneten Legierung,
z.B. des Eisens, anstelle eines Magnesiumwerkstoffs stellt keine günstige Alternative
dar, da die notwendigen Gussformen teuer sind und zudem nur eine begrenzte Lebensdauer
aufweisen. Zum Entgraten und zur Oberflächenveredelung bedürfen Gussteile
zudem eines Nachbearbeitungsvorganges.
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Büro- oder Kosmetikartikel
aus einem Magnesiumwerkstoff anzugeben, der eine möglichst lange Lebensdauer
ohne unschöne Veränderungen auf seiner Oberfläche aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst
durch einen Büro- oder Kosmetikartikel aus einem Magnesiumwerkstoff, wie insbesondere
einem Spitzerkörper oder einem Lineal, der eine anorganische und chemische
angebundene Schutzschicht aufweist, die wenigstens ein Element umfasst, welches
ausgewählt ist aus der Gruppe, die die Metalle der Hauptgruppen III, IV, V
und VI und der Nebengruppen Ib, IVb, Vb, VIb, Vllb und VIIIb des Periodensystems
der Elemente sowie Oxide, Keramiken, Nitride, Carbide, Silizide und Boride hiervon
enthält.
Die Erfindung geht dabei von der Überlegung aus, dass
ein Lack zur Versiegelung der Oberfläche eines aus einem Magnesiumwerkstoff
gefertigten Büroartikels keine genügende Anbindung an den Magnesiumwerkstoff
aufweist. Gerade bei einem sich in ständigem Gebrauch befindlichen Büroartikel
führt dies insbesondere an stark beanspruchten Stellen zu einem raschen Abrieb
oder Aufplatzen der Lackschicht, so dass der Büroartikel insgesamt unansehnlich
wird und zudem der nun freiliegende Magnesiumwerkstoff wiederum zu einer Oxidierung
neigt.
Die Erfindung geht nun in einem weiteren Schritt von der
Erkenntnis aus, dass eine chemische Anbindung gegenüber einer physikalischen
Anbindung mit stärkeren Bindungskräften verbunden ist. Eine Lackschicht
haftet jedoch einem Körper insbesondere durch Adhäsion und/oder durch
mikroskopischen Formschluss an. Die mit dieser physikalischen Anbindung verbundenen
erkannten Nachteile werden dadurch überwunden, dass der aus einem Magnesiumwerkstoff
gefertigte Büroartikel eine Schutzschicht aus einer anorganischen Zusammensetzung
erhält, die mit dem Magnesiumwerkstoff chemisch verbindbar ist. Für eine
derartige Schutzschicht eignen sich die Metalle der Hauptgruppen III, IV, V und
VI und der Nebengruppen Ib, IVb, Vb, VIb, VIIb und VIIIb des Periodensystems der
Elemente sowie Oxide, Keramiken, Nitride, Carbide, Silizide und Boride, hiervon.
Die Erfindung hat den weiteren Vorteil, dass die chemisch
angebundene Schutzschicht der gleichen Wirkung wesentlich dünner als ein bekannter
Lack ist. Somit wird insgesamt weniger Material eingesetzt, was mit einem Kostenvorteil
verbunden ist. Auch können die eingesetzten Materialien leicht einem Recycling-Prozess
zugeführt werden.
Im Falle eines Metalles ist die Schutzschicht über
eine metallische Bindung mit dem Büro/Kosmetikartikel verbunden. Dabei kann
insbesondere zwischen der Metall-Legierung und dem als Schutzschicht aufgebrachten
Metall auch eine Mischphase auftreten. Geeignete Metallschichten können beispielsweise
durch reduktive-galvanische Abscheidungen von Metallkationen, Metallaten und/oder
Metallkomplexen auf der Oberfläche des Büro/Kosmetikartikels hergestellt
werden. Durch die Wahl geeigneter Reaktionsmedien wie Komplexbildnern oder Lösungsmitteln
könnenderartige Metallschichten unabhängig von der elektrochemischen Spannungsreihe
auf dem Magnesiumwerkstoff abgeschieden werden. Das Aufbringen geschieht hierbei
beispielsweise durch ein einfaches Tauchverfahren.
Ein Metalloxid oder ein Metallmischoxid der erwähnten
Metalle kann hierbei durch die gleichzeitige Zugabe eines geeigneten Oxidationsmittels
oder durch die Wahl geeigneter Gegenanionen auf der Oberfläche des Büro-
oder Kosmetikartikels aus dem Magnesiumwerkstoff erzeugt werden.
Mit dem Begriff Oxide sind sowohl Oxide der erwähnten
Metalle als auch Mischoxide, die mehrere dieser Metalle umfassen, bezeichnet. Unter
Keramiken werden solche die erwähnten Metalloxide enthaltenden Werkstoffe verstanden,
die zu wenigsten 30 Volumenprozent eine kristalline Struktur aufweisen. Beispielsweise
kann auch eine auf dem Magnesiumwerkstoff aufgebrachte Al203-Schicht als eine Keramik
bezeichnet werden.
Unter der Bezeichnung Nitride, Carbide, Silizide, und Boride
werden solche chemischen Zusammensetzungen oder Verbindungen der erwähnten
Metallen verstanden, die Stickstoff, Kohlenstoff, Silizium bzw. Bor enthalten. Es
muss sich dabei nicht um eine stöchiometrische Zusammensetzung handeln. Eine
chemische Anbindung an den Magnesiumwerkstoff ist direkt oder mittels Übergangsphasen
möglich.
Sowohl die Schutzschicht als solche als auch eine ggf.
zwischen der Schutzschicht und dem Magnesiumwerkstoff vorhandene Übergangsphase
kann stöchiometrischer oder nicht-stöchiometrischer Zusammensetzung sein.
Somit kann eine chemische Anbindung durch Besetzen der Gitterplätze mit Fremdatomen
oder durch Einbau derselben in das Volumen vorhandener Gitterstrukturen erfolgen.
Durch die chemische Anbindung der Schutzschicht an den
Magnesiumwerkstoff des Büroartikels wird ein dauerhafter Korrosionsschutz erzielt.
Das Magnesium ist vor einer Oxidation geschützt.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfasst
die Schutzschicht wenigstens ein Element, welches ausgewählt ist aus der Gruppe,
die Aluminium, Zinn, Vanadium, Chrom, Molybdän, Zirkonium, Hafnium, Titan,
Eisen, Wolfram, Platin, Kupfer, Silber, Aluminium, sowie Oxide, Keramiken, Nitride,
Carbide, Silizide, Boride hiervon enthält. Aluminium, Zinn und Titan eignen
sich auf Grund ihrer Fähigkeit, beständige Oxidationsschichten zu bilden,
gut als Schutzschicht gegen eine Korrosion des Magnesiumwerkstoffs. Neben ihrer
metallischen Färbung weisen Vanadium und Chrom eine hohe mechanische Festigkeit
auf. Chrom, Eisen, Molybdän und Wolfram eignen sich insbesondere in ihrer Form
als Metallnitrid oder nitridierdes Metall gut für eine Schutzschicht, da derartige
Metallnitride eine hohe Härte und Beständigkeit aufweisen. Die chemische
Anbindung an den Magnesiumwerkstoff kann beispielsweise durch eine Zwischenschicht
aus einem Metall hergestellt werden. Die aufgebrachte Zwischenschicht kann an der
Oberfläche dann nitridiert werden.
Wolfram kann als Legierungskomponente und insbesondere
in Form eines Wolframcarbids dem Magnesiumwerkstoff aufgebracht werden. Dies macht
den Büro-oder Kosmetikartikel insbesondere wiederstandsfähig und hart.
Die weiter aufgeführten edleren Metalle Platin, Kupfer,
Silber und Gold bilden eine sichere Schutzschicht, zeigen eine schöne Färbung
und weisen zudem antibakterielle Eigenschaften auf.
Die Erfindung ist nicht eingeschränkt auf die Ausbildung
einer einzigen Schicht. Vielmehr kann die Schutzschicht auch eine Kombination unterschiedlicher
Schichten umfassen. So kann beispielsweise eine Mischoxidschicht mit einer Nitrid-
oder Boridschicht zur Ausbildung einer Härtung kombiniert werden.
Vorteilhafterweise umfasst die Schutzschicht wenigstens
eine Schicht aus einem Metallnitrid, einem Metallcarbid, einem Metallsilizid oder
einem Metallborid. Derartige Schichten zeigen eine hohe Härte, so dass der
Büroartikel nicht nur vor Korrosion sonder auch vor einem vorzeitigem Verschleiß
bei häufigem Benutzen geschützt ist:
Für das Metallnitrid ist es vorteilhaft, eine nitridierde
Metallschicht aufzubringen. Dazu wird beispielsweise zunächst eine Metallschicht,
insbesondere durch ein galvanisches Tauchverfahren auf den Büro- oder Kosmetikartikel
aufgebracht. Dazu wird der Artikel in eine entsprechende Lösung eines Salzes
eines edleren Metalls eingetaucht, so dass sich das edlere Metall auf dem Magnesium
niederschlägt. Das Metall ist dabei mit dem Magnesiumwerkstoff chemisch verbunden.
Das Metallnitrid wird nachfolgend durch gezielte Einbringung von Stickstoff erzielt.
Dies kann beispielsweise mittels eines Stickstoffplasmas erreicht werden. Das Stickstoffplasma
kann mittels einer elektrischen Entladung beispielsweise über einen Lichtbogen
erzeugt werden. Ein gleichzeitiges Einbringen von Stickstoff und dem gewünschten
Metall empfiehlt sich nicht, da Magnesiumnitrid instabil ist.
Hinsichtlich des Metallborids ist es vorteilhaft, wenn
dieses dem Magnesiumwerkstoff durch Auftragen einer Borverbindung, insbesondere
eines Borsäuresters, aufgebracht ist. Da Boroxid entsteht, wird Magnesium oxidiert.
Somit bilden sich hierbei zur chemischen Anbindung Mischoxide aus.
Mischoxide können vorteilhafterweise für eine
Farbgebung des Büroartikels eingesetzt werden. Die Farbgebung wird dabei durch
die Oxidationsstufen des im Mischoxid enthaltenen Metalls gesteuert. Insofern ist
es vorteilhaft, wenn die Schutzschicht wenigstens eine Schicht aus einem Metalloxid,
insbesondere aus einem Metallmischoxid, umfasst. Eine, derartige Schicht bietet
neben dem Korrosionsschutz zusätzlich die Möglichkeit einer dauerhaften
Färbung des aus einem Magnesiumwerkstoff gefertigten Büroartikels. Insbesondere
bieten sich hierbei Titanoxide in den über Mischoxide einstellbaren.Oxidationsstufen
an. Alternativ können hierbei auch Mischoxide von Vanadium, Zirkonium, Hafnium,
Niob oder Tantal eingesetzt werden.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist dem Magnesiumwerkstoff
als eine Schutzschicht eine erste Schicht aus einem Metall und eine zweite Schicht
aus einem Metalloxid chemisch angebunden. Dabei kann die Metalloxidschicht beispielsweise
eine Passivierungsschicht für die darunter liegende Metallschicht sein, während
das Metall die chemische Anbindung realisiert.
Insbesondere kann dem aus dem Magnesiumwerkstoff gefertigten
Büroartikel als. Metall ein Aluminium, ein Titan oder ein Vanadium und als
Metalloxid ein Aluminiumoxid, ein Titanoxid bzw. ein Vanadiumoxid aufgebracht sein.
Durch eine derartige Schutzschicht wird es ermöglicht, einen Büroartikel
in gewohnter Weise durch spanendes Bearbeiten eines Magnesiumwerkstoffs herzustellen
und ihm anschließend den Anschein einer metalloxidischen mattglänzenden
Oberfläche zu vermitteln. Dabei wird der Korrosionsschutz des Magnesiumwerkstoff
durch eine definierte Einstellung der Dicke der Metalloxidschicht kontrolliert.
Mit anderen Worten kann die aufgebrachte Metallschicht eloxiert werden, wobei auch
eine gewisse Farbgebung möglich ist.
Zum Aufbringen einer Metallschicht muss in der Regel die
Oberfläche des Büroartikels von der Oxidschicht, die der Magnesiumwerkstoff
ausgebildet hat, gereinigt werden. Dies kann beispielsweise durch Eintauchen des
Büroartikels in eine geeignete Säure, wie insbesondere Essigsäure
oder Salpetersäure geschehen. Anschließend kann der Büro- oder Kosmetikartikel
gespült und die metallische Oberfläche beispielsweise durch reduktive
oder elektrolytische Abscheidung von Metallkationen aufgebracht werden. Anstelle
einer Säure kann die Oxidschicht auch durch eine Lösung eines geeigneten
Metallsalzes entfernt werden. Im Falle des Aufbringens von Aluminium bietet sich
hierzu beispielsweise eine Aluminumchlorid-Lösung an.
Bevorzugt wird eine Schutzschicht umfassend eine erste
Schicht aus Metall und eine zweite Schicht aus Metalloxid jedoch in einem Arbeitsschritt
dadurch aufgebracht, dass der Büro- oder Kosmetikartikel in eine Lösung
eines Metallsalzes mit einem angepaßten pH-Wert eingetaucht wird. Es hat sich
nämlich gezeigt, dass in einem ersten Schritt durch eine geeignete Säure
eine vorhandene Oxidschicht von dem Magnesiumwerkstoff entfernt wird: Sobald Magnesium
frei liegt, schlägt sich darauf das Metall aus der Lösung nieder. Das
aufgetragene Metall wird anschließend im Sinne einer Eloxierung durch ein geeignetes
Oxidationsmittel oder durch ein oxidierendes Gegenanion wiederum oxidiert. Somit
gelingt es in einem einzigen Arbeitsschritt den aus einem Magnesiumwerkstoff gefertigten
Büroartikel mit einer dauerhaften Schutzschicht aus einem Metall und einem
Metalloxid zu versehen.
Im Falle des Aluminiums gelingt dies durch eine essigsaure
AluminumnitratLösung. Die Essigsäure entfernt die Oxidschichten auf dem
Magnesiumwerkstoff. Das Nitrat oxidiert das aufgebrachte Aluminium. Gleichzeitig
ist eine essigsauere Aluminiumnitrat-Lösung in weiten Bereichen gepuffert,
so dass wenig Prozessparameter gesteuert werden müssen. Der Magnesiumwerkstoff
kann insbesondere unbehandelt eingetaucht werden. Zusätzlich kann auch hierbei
ein Reinigungsschritt vorangestellt werden. Es hat sich insbesondere gezeigt, dass
sich durch ein Vorbehandeln in Salpetersäure eine gleichmäßigere
Oberfläche erzielen lässt. Durch das Einstellen des pH-Wertes der essigsauren
Aluminumnitrat-Lösung lassen sich wahlweise unterschiedliche Matt- und Hochglanzbeschichtungen
erreichen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand einer
Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- einen Spitzerkörper aus einem Magnesiumwerkstoff mit einer - Schutzschicht
aus Chrom, und
- Fig2
- einen Spitzerkörper mit einer Schutzschicht aus Aluminium und einem Aluminiumoxid.
In Fig. 1 ist schematisch ein Spitzerkörper 1 aus
einer Magnesiumlegierung dargestellt, der einen nicht sichtbaren konisch zulaufenden
Stiftführungskanal 2 sowie eine Spitzerklinge 3 umfasst. Die Spitzerklinge
3 ist dabei dem Spitzerkörper 1 mittels einer Schraube 4 parallel zum konischen
Stiftführungskanal 2 aufgeschraubt.
Der Spitzerkörper 1 ist durch spanende Bearbeitung
massiv aus einer Magnesiumlegierung, die insbesondere Nickel enthält, gefertigt.
Anschließend wurde der Spitzerkörper 1 mittels eines Tauchvorgangs in
Essigsäure von einer etwaig vorhandenen Oxidschicht gereinigt. Nach einem Spülvorgang
wurde der gereingigte Spitzerkörper 1 durch Tauchen in eine Chromsalz-Lösung
durch eine reduktive Abscheidung mit Chrom beschichtet.
In einem vergrößerten Ausschnitt 7 ist die Oberfläche
des derart beschichteten Spitzerkörpers 1 schematisch dargestellt. Man erkennt
die Oberfläche 8 der Magnesiumlegierung sowie die darauf aufgebrachte Schutzschicht
9. Die Schutzschicht 9 umfasst hierbei eine metallische Chrom-Schicht 10.
Durch die chemisch an die Magnesiumlegierung angebundene
Chrom-Schicht 10 ist der Spitzerkörper 1 dauerhaft vor einer Korrosion geschützt.
Zudem weist die Chrom-Schicht 10 einen dauerhaften metallischen Glanz auf.
In Figur 2 ist wiederum ein Spitzerkörper 1 mit einem
Stiftführungskanal 2 und einer darauf angebrachten Spitzerklinge 3 gezeigt.
Der durch spanendes Bearbeiten massiv aus einer Magnesiumlegierung gefertigte Spitzerkörper
1 wurde anschließend in eine essigsauere Aluminumnitrat-Lösung getaucht.
Die Art der sich ergebenden Beschichtung ist in der vergrößerten
Darstellung 7 gezeigt. Nach Entfernen der sich auf dem Spitzerkörper 1 befindlichen
Oxidschicht durch die in der Lösung enthaltene Essigsäure wird auf das
freiliegende Magnesium der Magnesiumlegierung eine Aluminiumschicht 12 reduktiv
abgeschieden. Die abgeschiedene Aluminiumschicht 12 wird in einem Arbeitsgang weiter
durch das Nitrat eloxiert, so dass auf der Aluminiumschicht 12 eine Aluminiumoxidschicht
13 entsteht.
Die die Aluminiumschicht 12 und die Aluminiumoxidschicht
13 umfassende. Schutzschicht 9 bietet einen dauerhaften Schutz gegen eine Korrosion
der Magnesiumlegierung. Die Schichtdicke kann durch den pH-Wert der essigsauren
Aluminiumnitrat-Lösung sowie durch die Dauer des Beschichtungsvorganges eingestellt
werden.