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Dokumentenidentifikation DE102005033530B4 20.09.2007
Titel Randbegrenzung für Abdeckplatte einer Dunstabzugshaube und Dunstabzugshaube
Anmelder BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, 81739 München, DE
Erfinder Neumann, Ulmar, 76694 Forst, DE;
Swat, Holger, 76131 Karlsruhe, DE;
Neuner, Jörg, 76547 Sinzheim, DE;
Segers, Hermann-Reinhard, 81679 München, DE
DE-Anmeldedatum 14.07.2005
DE-Aktenzeichen 102005033530
Offenlegungstag 18.01.2007
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 20.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.09.2007
IPC-Hauptklasse F24C 15/20(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Randbegrenzung für eine Abdeckplatte eines Wrasenschirms einer Dunstabzugshaube sowie eine Dunstabzugshaube mit Randbegrenzung. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Esse, bevorzugt eine Wandesse oder Inselesse.

Bei Dunstabzugshauben, die als Essen ausgestaltet sind, wird von den Nutzern der Dunstabzugshaube gerne die Oberseite des Schirms der Dunstabzugshaube als Abstellfläche für Gewürze und dergleichen verwendet. Um ein Herunterfallen dieser Artikel zu verhindern beziehungsweise ein sicheres Platzieren dieser Artikel gewährleisten zu können, ist es bekannt an Dunstabzugshaube ein Geländer vorzusehen, das auch als Reling bezeichnet wird und das die Abstellfläche begrenzt. Diese Reling muss an der Oberseite des Schirms befestigt werden.

In der DE 88 01 606 U1 ist eine Haushaltskochstelleneinrichtung beschrieben, die eine Dunsthaube aufweist. Die Oberseite der Dunstabzugshaube ist als horizontale Gerätabstellfläche ausgebildet. Am Umfangrand der Oberseite ist ein Geräterückhaltesteg, wie ein Bordrand angeordnet.

Die Befestigung der Reling erfolgt in der Regel mittels Stützfüßen, die an der Oberseite des Schirms befestigt, insbesondere mit dieser verschraubt werden. Der Nachteil dieser Ausgestaltung einer Reling besteht darin, dass die Oberseite des Schirms nicht mehr von vorne zugänglich ist und somit die Reinigung der Oberseite erschwert wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Möglichkeit zu schaffen, mit der die Vorteile des Standes der Technik genutzt werden können, insbesondere eine Abgrenzung einer Abstellfläche zu schaffen, und dennoch die Oberseite des Schirms der Dunstabzugshaube leicht zugänglich ist.

Die Aufgabe wird gemäß einem ersten Aspekt gelöst durch eine Randbegrenzung für eine Abdeckplatte eines Wrasenschirms einer Dunstabzugshaube, die zumindest aus einem Randelement besteht und zumindest eine Befestigungsvorrichtung zur Befestigung an der Abdeckplatte aufweist. Die Randbegrenzung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung mit mindestens einem der Randelemente der Randbegrenzung über ein Gelenk verbunden ist.

Durch das Vorsehen eines Gelenkes kann die Randbegrenzung gegenüber der Befestigungsvorrichtung und damit, nach der Befestigung an der Abdeckplatte des Wrasenschirms, gegenüber der Abdeckplatte verschwenkt beziehungsweise gekippt oder geklappt werden. Auf diese Weise kann der Zugriff auf die Abdeckplatte auch nach der Montage der Randbegrenzung gewährleistet werden.

Besonders bevorzugt stellt die Befestigungsvorrichtung eine Klemmvorrichtung dar. Hierdurch wird die Montage der Randbegrenzung an der Abdeckplatte erleichtert. Es wird dem Nutzer der Dunstabzugshaube insbesondere ermöglicht die Randbegrenzung ohne gesondertes Werkzeug, wie beispielsweise Schraubenzieher und dergleichen, an der Dunstabzugshaube anzubringen. Weiterhin kann die Randbegrenzung bei dieser Art der Befestigungsvorrichtung auch jederzeit wieder entfernt werden, ohne dass Befestigungselemente an der Abdeckplatte verbleiben. Dies wäre bei einer Schraubverbindung der Fall, bei der nach dem Entfernen der Randbegrenzung ein Schraubloch in der Abdeckplatte verbleiben würde und so den optischen Eindruck der Abdeckplatte mindern würde. Weiterhin ist eine Klemmvorrichtung bezüglich der Wahl es Materials der Abdeckplatte vorteilhaft. Die Klemmvorrichtung kann auch an sprödem Material, wie beispielsweise Glas oder Plexiglas, befestigt werden, da eine Bearbeitung der Abdeckplatte, insbesondere das Einbringen eines Schraubloches entfallen kann.

Bevorzugt sind die Befestigungsvorrichtung und ein Teil des Gelenkes an einem gemeinsamen Bauteil der Randbegrenzung vorgesehen. Durch diese einteilige Ausgestaltung kann zum einen die Anzahl der für die Montage notwendigen Bauteile limitiert werden und zum anderen ein sicherer Halt der Randbegrenzung an der Abdeckplatte auch beim verschwenken der Randelemente gewährleistet werden. Weiterhin wird auch die Stabilität der Randbegrenzung im normalen Zustand, das heißt wenn diese nicht verschwenkt ist, erhöht.

Das Teil des Gelenkes, das mit der Befestigungsvorrichtung verbunden ist, kann oberhalb der Befestigungsvorrichtung und in Projektion auf die Befestigungsvorrichtung zentriert zu der Befestigungsvorrichtung angeordnet sein. Hierdurch werden Hebelkräfte, die bei einem versetzt zu der Befestigungsvorrichtung angeordneten Gelenk auftreten könnten, vermieden. Das Teil des Gelenkes, das mit der Befestigungsvorrichtung an einem gemeinsamen Bauteil vorgesehen ist, ist vorzugsweise ein Rohrstück. Auf diese Weise kann ein Randelement oder ein Kopplungselement in das Rohrstück eingeführt werden und so das Gelenk gebildet werden. Das Vorsehen eines separaten Gelenkbolzens und ein Verbinden des Bolzens mit dem Randelement kann entfallen. In dem Rohrstück ist vorzugsweise eine Durchlassöffnung für ein Sicherungselement des Gelenkes vorgesehen. Dieses kann beispielsweise einen Stift darstellen. Durch die Durchlassöffnung kann nach dem Einbringen des Randelementes oder eines Kopplungselementes in das Rohrstück der Stift eingebracht und mit dem Randelement oder Kopplungselement in Kontakt gebracht werden. Ein Herausgleiten aus dem Rohrstück kann dadurch vermieden werden. Die Sicherung kann durch Kraftschluss oder vorzugsweise durch Eingreifen des Sicherungselementes in eine dafür in dem Randelement oder Kopplungselement vorgesehenen Nut oder Rille erfolgen.

Bevorzugt sind die Randelemente über Kopplungselemente lösbar miteinander verbunden. Diese lösbare Verbindung erlaubt eine Demontage der Randbegrenzung durch den Nutzer und ermöglicht ein geringes Verpackungsvolumen bei der Anlieferung und der Lagerung der Randbegrenzung. Indem Kopplungselemente vorgesehen sind, kann zudem die Form der Randelemente einfach gehalten werden. Die Randelemente können beispielsweise gerade Elemente sein und die Kopplungselemente können als Eckelemente ausgebildet sein. Zudem weist dieser mehrteilige Aufbau den Vorteil auf, dass unterschiedliche Elemente aus unterschiedlichen Materialien gefertigt werden können. So können die Randelemente aus Metall, vorzugsweise Aluminium oder Edelstahl, hergestellt werden, wohingegen die Kopplungselemente beispielsweise aus Kunststoff bestehen können. Durch diese Materialkombination kann durch die Randelemente eine Stabilität geschaffen werden und den Kopplungselementen kann eine Flexibilität verliehen werden durch die beispielsweise eine Verbindung mittels Rastvorrichtungen möglich wird. Weiterhin ist der mehrteilige Aufbau der Randbegrenzung beispielsweise für die Verwendung an Inselessen von Vorteil, da die Randbegrenzung an diesen auch nachträglich montiert werden kann, was bei einer einteiligen Randbegrenzung nicht möglich wäre. Schließlich kann ein Teil der Kopplungselemente zur Bildung des Gelenkes dienen, indem dieses anstatt mit einem Randelement mit einem weiteren Teil des Gelenkes, insbesondere einem Rohrstück, zusammengefügt wird.

Gemäß einer Ausführungsform sind die Randelemente Stangen, vorzugsweise Rohre. Es ist aber auch möglich als Randelemente flächige Elemente, wie beispielsweise Blechstreifen oder Glasstreifen, zu verwenden. Diese können vertikal ausgerichtet sein und im montierten Zustand mit deren Unterkante im Randbereich der Abdeckplatte aufliegen.

Insbesondere, wenn es sich bei den Randelementen um Stangen beziehungsweise Rohre handelt, weist die Verbindung zwischen dem Randelement und dem Kopplungselement vorzugsweise eine Verdrehsicherung auf. Diese Verdrehsicherung dient zum einen der Erhöhung der Sicherheit bei der Handhabung der Randbegrenzung. Bei einem Hochklappen beziehungsweise Verschwenken der Randbegrenzung gegenüber der Abdeckplatte kann das Randelement dem Nutzer nicht durch ein Verdrehen gegenüber dem Kopplungselement entgleiten. Weiterhin ist vorzugsweise bei der Verwendung eines Gestänges als Randelemente eine Stützvorrichtung vorgesehen, die es erlaubt das Gestänge in einem Abstand zu der Abdeckplatte anzuordnen. Die Stützvorrichtung kann zum einen an der Befestigungsvorrichtung vorgesehen sein. In diesem Fall umfasst die Stützvorrichtung vorzugsweise eine Befestigungsvorrichtung und ein Teil des Gelenkes. Vorzugsweise ist zudem an zumindest einer weiteren Stelle der Randbegrenzung an dem Gestänge eine Stützvorrichtung vorgesehen. Hierdurch wird das Gewicht der Randbegrenzung auf mehrere Punkte verteilt und Hebelkräfte auf die Befestigungsvorrichtung können vermieden werden. Durch das Vorsehen einer Verdrehsicherung kann bei dieser Ausführungsform sichergestellt werden, dass die Stützvorrichtungen stets in Richtung auf die Abdeckplatte weisen. Die Verdrehsicherung kann beispielsweise durch ineinander passende Querschnitte an den Randelementen und den Kopplungselementen realisiert werden.

Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung eine Dunstabzugshaube, die einen Wrasenschirm mit einer Abdeckplatte und mindestens eine an der Abdeckplatte befestigte Randbegrenzung aufweist, die an zumindest drei Seiten der Abdeckplatte gegenüber der Abdeckplatte vertikal erhöht verläuft. Die Dunstabzugshaube zeichnet sich dadurch aus, dass die Randbegrenzung mit der Abdeckplatte schwenkbar verbunden ist.

Hierdurch kann eine Abstellfläche auf der Abdeckplatte begrenzt werden und durch Verschwenken der Randbegrenzung die Abdeckplatte für den Nutzer zugänglich gemacht werden. Als Seiten der Abdeckplatte, an denen die Randelemente verlaufen wird der Randbereich der Abdeckplatte bezeichnet. Die Randelemente können hierbei unmittelbar auf dem Rand selber oder nach innen versetzt auf der Fläche der Abdeckplatte verlaufen.

Handelt es sich bei der Dunstabzugshaube um eine Wandesse, so sind die drei Randbereiche der Abdeckplatte an denen die Randbegrenzung verläuft vorzugsweise die Vorderseite und die beiden Seiten. In diesem Fall ist die Randbegrenzung an der der Wand zugewandeten Seite der Abdeckplatte schwenkbar mit der Abdeckplatte verbunden. Bei einer Inselesse hingegen kann die Randbegrenzung an der Vorderseite und der Hälfte der Seiten verlaufen und dort schwenkbar mit der Abdeckplatte verbunden sein. In diesem Fall kann eine zweite Randbegrenzung vorgesehen sein, die an der Rückseite der Abdeckplatte und den rückwärtigen Hälften der Seiten der Abdeckplatte verläuft und ebenfalls in der Mitte der Seiten schwenkbar mit der Abdeckplatte verbunden ist. Auch bei Inselessen ist es aber möglich nur eine Randbegrenzung vorzusehen, die die gesamte Abdeckplatte an deren Randbereichen begrenzt.

Die schwenkbare Verbindung zwischen der Randbegrenzung und der Abdeckplatte kann über ein Gelenk realisiert sein, das vorzugsweise an der Randbegrenzung vorgesehen ist. Bei Wandessen können vorzugsweise zwei Gelenke an den rückwärtigen Ecken der Abdeckplatte vorgesehen werden. Bei Inselessen kann auch ein einziges Gelenk ausreichend sein.

Die Randbegrenzung ist vorzugsweise mit der Abdeckplatte nur an einer Seite der Abdeckplatte verbunden. Hierdurch wird zum einen das Verschwenken der Randbegrenzung gegenüber der Arbeitsplatte ermöglicht und zum anderen wird beim Hochklappen der Randbegrenzung außer der Befestigungsvorrichtung der Randbegrenzung, die an einer Seite der Abdeckplatte vorgesehen ist, die gesamte Abdeckplatte für den Benutzer zugänglich, was insbesondere für Reinigungszwecke von Vorteil ist.

Vorzugsweise ist die die Randbegrenzung mit der Abdeckplatte über eine Klemmvorrichtung verbunden. Diese Art der Befestigung erlaubt eine einfache Montage der Randbegrenzung. Die Klemmvorrichtung stellt vorzugsweise einen Teil der Randbegrenzung dar, so dass diese einfach auf die Abdeckplatte geschoben und so positioniert werden kann. Besonders bevorzugt ist die Klemmvorrichtung einteilig mit einer Stützvorrichtung für die Randbegrenzung ausgestaltet. Durch diesen Aufbau kann der Halt der Randbegrenzung verbessert werden. Zudem wird die Anzahl der für die Montage erforderlichen Bauteile minimiert und so die Logistik bei der Verpackung und Auslieferung der Randbegrenzung vereinfacht.

Gemäß einer Ausführungsform ist die Abdeckplatte zu der Oberseite des Wrasenschirms beabstandet angeordnet. Diese Ausführungsform ist insbesondere in Verbindung mit einer Klemmvorrichtung als Befestigungsvorrichtung für die Randbegrenzung von Vorteil, da hierbei ein Umgreifen eines Randes der Abdeckplatte durch die Klemmvorrichtung ermöglicht wird, ohne dass die Klemmvorrichtung in den Wrasenschirm eingreifen muss beziehungsweise eine gesonderte Aussparung an dem Wrasenschirm hierfür vorgesehen werden muss. Indem die Abdeckplatte von dem Wrasenschirm beabstandet ist, kann diese auch als komplett separates Bauteil ausgestaltet sein und separat von der Dunstabzugshaube entfernt werden. Auf diese Weise wird die Montage und Demontage der Randbegrenzung weiter vereinfacht und zudem wird die Reinigung der Abdeckplatte und auch der Oberseite des Schirms vereinfacht. Die Abdeckplatte kann in dieser Ausführungsform in einer Halterung, wie beispielsweise einer Nut an dem Verkleidungskanal der Dunstabzugshaube eingeführt sein. Zudem kann die Abdeckplatte in diesem Fall aus einem anderen Material als der Wrasenschirm gebildet sein. Beispielsweise kann Glas oder Plexiglas verwendet werden, was den optischen Eindruck der Dunstabzugshaube verbessert und zudem die Gefahr der Beschädigung der Abdeckplatte durch Zerkratzen minimiert.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist der Wrasenschirm separat von der Abdeckplatte horizontal verschiebbar. Insbesondere bei dieser Ausführungsform ist das Vorsehen einer Randbegrenzung von besonderer Bedeutung, damit ein versehentliches Abstellen von Artikeln auf der Oberseite des Wrasenschirms im ausgezogenen Zustand vermieden werden kann. Zudem wird im ausgezogenen Zustand ein Teil der Abdeckplatte, insbesondere der seitliche hintere Rand, von unten für den Betrachter sichtbar. Besteht die Abdeckplatte aus einem durchsichtigen Material, ist es daher wichtig die Möglichkeit der Reinigung der gesamten Abdeckplatte zu schaffen, die erfindungsgemäß durch die schwenkbare Randbegrenzung realisiert wird.

Die an der Dunstabzugshaube vorgesehene Randbegrenzung stellt vorzugsweise eine oben beschriebene erfindungsgemäße Randbegrenzung dar und umfasst insbesondere ein Gelenk, über das das Verschwenken der Randabgrenzung ermöglicht wird.

Vorteile und Merkmale, die bezüglich der Randbegrenzung beschrieben werden gelten, soweit anwendbar, entsprechend für die Dunstabzugshaube und umgekehrt.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung der beiliegenden Figuren. Es zeigen:

1: eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dunstabzugshaube;

2: eine perspektivische Ansicht eines Kopplungselementes;

3: eine perspektivische Teilansicht eines Randelementes;

4: eine perspektivische Teilansicht der Ausführungsform der Randbegrenzung aus 1 im teilweise montierten Zustand;

5: eine perspektivische Teilansicht des vorderen Bereichs der Randbegrenzung aus 1;

6: eine perspektivische Ansicht des Stützelementes aus 1; und

7: eine perspektivische Teilansicht des rückwärtigen Bereiches der Randbegrenzung nach 1.

In 1 ist eine erfindungsgemäße Dunstabzugshaube 1 mit einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Randbegrenzung 2 dargestellt. Die Dunstabzugshaube 1 besitzt einen Schirm 3, an dessen Oberseite eine Abdeckplatte 4 vorgesehen ist. In der dargestellten Ausführungsform befindet sich die Abdeckplatte 4 in einem Abstand oberhalb der Oberseite des Schirms 3. An der Vorderseite des Schirms sind Bedienelemente 5 sowie eine Betätigungsvorrichtung 6 vorgesehen. Über diese Betätigungsvorrichtung 6 kann der Schirm 3 in horizontaler Richtung verschoben, insbesondere bezüglich des Kanals 7 der Dunstabzugshaube 1, mit dem der Schirm 3 verbunden ist, herausgezogen werden.

Die oberhalb des Schirms 3 angeordnete Abdeckplatte 4 ist an dem Kanal 7 in einer Nut 8 eingeschoben und so fixiert. Bei dem Verschieben des Schirms 3 wird die Abdeckplatte 4 nicht bewegt, sondern verbleibt in der gezeigten Position.

Auf der Abdeckplatte 4 ist die erfindungsgemäße Randbegrenzung 2 vorgesehen. Diese ist in der dargestellten Ausführungsform eine nach hinten offene Reling und besteht aus drei Randelementen 9, die die Form von Rohren besitzen. Die Randelemente 9 sind über Kopplungselemente, die hier als Eckelemente 10 ausgestaltet sind, miteinander verbunden. Im rückwärtigen Bereich der Randbegrenzung 2 weist diese zwei Stützelemente 11 auf, von denen in 1 nur eines zu sehen ist. Der untere Bereich des Stützelementes 11 dient als Befestigungsvorrichtung 12 zur Befestigung der Randbegrenzung 2 an der Abdeckplatte 4. Der obere Bereich des Stützelementes 11 stellt einen Teil eines Gelenkes 14 dar, über das die Randbegrenzung 2 gegenüber der Abdeckplatte 4 verschwenkt werden kann. Die mögliche Kippbewegung der Randbegrenzung 2 ist in 1 durch den Pfeil K angedeutet. An der Vorderseite der Randbegrenzung 2 wird das vordere Randelement 9 durch zwei Stützen 13 gehalten. Die Stützen 13 stehen auf der Abdeckplatte 4 auf, sind aber mit dieser nicht verbunden.

Durch einfaches nach oben schwenken der Randbegrenzung 2, das mit einer Hand ausgeführt werden kann, steht die Randbegrenzung 2 nur noch im Bereich der Befestigungsvorrichtung 12 mit der Abdeckplatte 4 in Berührung. Die übrige Fläche der Abdeckplatte 4 ist für den Nutzer frei zugänglich und kann großflächig gereinigt werden.

Der Aufbau der Randbegrenzung 2 wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die 2 bis 7 genauer erläutert.

In 2 ist ein Eckelement 10 gezeigt. Dieses besteht aus dem Eckbereich 15, sowie sich daran anschließenden Schenkeln 16, die einen geringeren Durchmesser als der Eckbereich 15 aufweisen und so in die Enden der als Rohre ausgestalteten Randelemente 9 eingebracht werden können. Im Bereich der freien Enden der Schenkel 16 weist das Eckelement 10 einen Rechteckquerschnitt 17 auf. An den Rechteckquerschnitt 17 schließt sich in Richtung auf den Eckbereich 15 eine Verjüngung an, durch die eine Rille 18 gebildet wird. In diese Rille 18 ragt von dem Rechteckquerschnitt 17 aus ein Steg 19 hinein, an dem an der Außenseite eine Rastnase 20 vorgesehen ist. Der Steg 19 ist nur an einem Ende mit dem Rechteckquerschnitt 17 verbunden, so dass dieser flexibel ist und insbesondere nach innen, das heißt in die Richtung der Achse des Schenkels 16 gebogen werden kann. Die Rastnase 20 weist eine Keilform auf, wobei sich die Höhe der Rastnase 20 von dem Rechteckquerschnitt 17 zu dem Eckbereich 15 hin vergrößert. Diese Form der Rastnase 20 dient der leichteren Einbringung in eine Rastaufnahme. Zwischen der Rille 18 und dem Eckbereich 15 besitzt der Schenkel 16 einen runden Querschnitt mit einem gegenüber dem Eckbereich 15 verringerten Durchmesser.

Die Schenkel 16 des Eckelementes 10 können in die Enden der länglichen Randelemente 9 eingebracht werden. Eine Teilansicht eines Endes eines Randelementes 9 ist in 3 gezeigt. Dieses besitzt die Form eines Rohres. Im Abstand zu dem axialen Ende des Randelementes 9 ist ein rechteckiger Innenquerschnitt 21 vorgesehen. Zwischen diesem rechteckigen Innenquerschnitt 21 und dem axialen Ende des Randelementes 9 ist in die Wand des Randelementes 9 ein Rastloch 22 eingebracht. Im montierten Zustand weisen die Rastlöcher der Randelemente 9 vorzugsweise nach Innen, das heißt in Richtung auf den Verkleidungskanal 7 der Dunstabzugshaube 1.

Beim Einführen des Eckelementes 10 in das Ende eines Randelementes 9 kommt der rechteckige Innenquerschnitt 21 mit dem Rechteckquerschnitt 17 des Eckelementes 9 in Kontakt, wodurch ein Verdrehen des Randelementes 9 gegenüber dem Eckelement 10 verhindert wird. Die an dem Eckelement 10 vorgesehene Rastnase 20 kommt mit dem Rastloch 22 in dem Randelement 9 in Eingriff und ein Herausrutschen des Eckelementes 10 aus dem Randelement 9 wird verhindert.

Auf diese Weise wird ein Formschluss zwischen den Randelementen 9 und den Eckelementen 10 ermöglicht, der bei Bedarf durch Eindrücken der Rastnase 20 in das Rastloch 22 wieder gelöst werden kann.

Das Verbinden von Eckelement 10 und Randelemente 9 ist in 4 gezeigt. Der linke Schenkel 16 des Eckelementes 10 ist in dem linken Randelement 9 aufgenommen und die Rastnase 20 ragt durch das Rastloch 22 hindurch. Der rechte Schenkel 16 des Eckelementes 10 ist noch nicht in das Randelement 9 eingeführt.

Im montierten Zustand ist von dem Eckelement 10 nur der Eckbereich 15 sichtbar. Die Schenkel 16 sind von den Enden der Randelemente 9 umgeben. Dies ist in 5 gezeigt, in der eine vordere Ecke der Randbegrenzung 2 gezeigt ist. Zwischen den Randelementen 9 und der Abdeckplatte 4 sind an der Vorderseite Stützen 13 vorgesehen. An dem Ende der Stütze 13, das dem Randelement 9 abgewandt ist und der Abdeckplatte 4 zugewandt ist, ist eine Aussparung 24 vorgesehen, in der ein Profil 23 aufgenommen ist, das aus einem elastischen Material, wie beispielsweise Silikon besteht. Das Profil 23 steht über das untere Ende der Stütze 13 hinaus, so dass ein unmittelbares Aufliegen der Stütze 13 auf der Abdeckplatte 4 verhindert wird und eine Dämpfung beim Aufschlagen der Randbegrenzung 2 auf die Abdeckplatte 4 geschaffen wird.

Die im rückwärtigen Bereich der Randbegrenzung 2 vorgesehenen Stützelemente 11 können den in 6 gezeigten Aufbau besitzen. Hierbei weist die Befestigungsvorrichtung 12 eine U-Form mit einem unteren U-Schenkel 25 und einem oberen U-Schenkel 26, die über eine Basis 27 miteinander verbunden sind. An dem unteren U-Schenkel 25 ist auf der dem oberen U-Schenkel 26 zugewandten Seite ein Vorsprung 31 vorgesehen. An das freie Ende des oberen U-Schenkels 26 schließt sich ein Verbindungssteg 28 an, der an dessen Oberseite ein Rohrstück 29 trägt, das einen Teil des Gelenkes 14 bildet. In der Wand des Rohstückes ist eine Durchlassöffnung 30 für einen Stift (nicht dargestellt) eingebracht.

Das Stützelement 11 wird in der in 7 gezeigten Weise montiert. In das Rohrstück 29 wird von der Seite ein Schenkel 16 eines Eckelementes 10 eingebracht. Durch den Schenkel 16 und das Rohrstück 29 wird somit ein Gelenk 14 gebildet, das eine Drehung um die Achse des Rohrstückes 29 erlaubt. Um ein Herausrutschen des Schenkels 16 aus dem Rohrstück 29 zu verhindern wird durch die Durchlassöffnung 30 ein Stift geführt, der bis in die Rille 18 in dem Schenkel 16 reicht und so eine axiale Bewegung des Schenkels 16 in dem Rohrstück 29 unterbindet. Die Befestigungsvorrichtung 12 wird von hinten auf die Abdeckplatte 4 aufgeschoben, bis die Basis 27 an der Außenkante der Abdeckplatte 4 anstößt. In diesem Zustand umgreifen der obere und der untere U-Schenkel 25 und 26 die Abdeckplatte 4 und üben eine gewisse Klemmkraft auf diese aus. Die Klemmkraft wird noch durch den an dem unteren U-Schenkel 25 vorgesehenen Vorsprung 31 verstärkt.

Eine der Rastnase 20 entsprechende Öffnung ist in dem Rohrstück 29 nicht vorgesehen, so dass ein Drehen beziehungsweise Kippen der Randbegrenzung 2 um die Achse des Rohrstücks 29 gewährleistet ist. Indem eine solche Öffnung fehlt kann für die Bildung des Gelenkes 14 ein Eckstück 10 verwendet werden, das auch für die weiteren Ecken der Randbegrenzung 2 genutzt werden. Hierdurch wird die Anzahl unterschiedlicher Bauteile minimiert, wodurch die Montage erleichtert wird, da Montagefehler ausgeschlossen werden. Auch die Logistik für die Herstellung und Verpackung wird erleichtert. Es sind für die dargestellte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Randbegrenzung lediglich 4 identische Eckelemente 10, drei Randelemente 9, zwei Stützen 13 und zwei Stützelemente 11 notwendig.

Vorteile der vorliegenden Erfindung bestehen insbesondere darin, dass auch bei montierter Randbegrenzung beziehungsweise Reling eine Reinigung der darunter liegenden Abdeckplatte ermöglicht wird. Hierzu kann die Reling über den geschaffenen Gelenkmechanismus nach oben geklappt werden. Um beim Herunterklappen der Reling auf die Abdeckplatte den Aufschlag zu dämpfen können an Stützen für die Reling Silikonprofile vorgesehen sein. Durch den vorzugsweise vorgesehenen Verrastmechanismus der Eckstücke mit dem Randelementen beziehungsweise Gestänge der Reling, ist es möglich die Reling sehr Platz sparend zu verpacken und diese vor Ort auch durch den Nutzer der Dunstabzugshaube selber ohne weitere Hilfsmittel zusammenbauen zu können und auf der Abdeckplatte zu positionieren.


Anspruch[de]
Randbegrenzung für eine Abdeckplatte (4) eines Wrasenschirms (3) einer Dunstabzugshaube (1), die zumindest aus einem Randelement (9) besteht und zumindest eine Befestigungsvorrichtung (12) zur Befestigung an der Abdeckplatte (4) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung (12) mit mindestens einem der Randelemente (9) der Randbegrenzung (2) über ein Gelenk (14) verbunden ist. Randbegrenzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung (12) eine Klemmvorrichtung (25, 26, 27, 31) darstellt. Randbegrenzung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung (12) und ein Teil (29) des Gelenkes (14) an einem gemeinsamen Bauteil (11) der Randbegrenzung (2) vorgesehen sind. Randbegrenzung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Teil (29) des Gelenkes (14) oberhalb der Befestigungsvorrichtung (12) und in Projektion auf die Befestigungsvorrichtung (12) zentriert zu der Befestigungsvorrichtung (12) angeordnet ist. Randbegrenzung nach einem der Ansprüche 3 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Teil (29) des Gelenkes (14), das mit der Befestigungsvorrichtung (12) an einem gemeinsamen Bauteil (11) vorgesehen ist, ein Rohrstück (29) darstellt. Randbegrenzung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Rohrstück (29) eine Durchlassöffnung (30) für ein Sicherungselement des Gelenkes (14) vorgesehen ist. Randbegrenzung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Randelemente (9) über Kopplungselemente (10) lösbar miteinander verbunden sind. Randbegrenzung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen dem Randelement (9) und dem Kopplungselement (10) eine Verdrehsicherung (17, 21) aufweist. Randbegrenzung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil (16) eines Kopplungselementes (10) mit einem mit der Befestigungsvorrichtung (12) verbundenen Teil (29) das Gelenk (14) bildet. Randbegrenzung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Randelement (9) eine Stange ist. Randbegrenzung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an dem mindestens einem der Randelemente (9) mindestens ein Stützvorrichtung (11, 13) vorgesehen ist. Randbegrenzung Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Stützvorrichtung (11) eine Befestigungsvorrichtung (12) und ein Teil (29) des Gelenks (14) umfasst. Dunstabzugshaube, die einen Wrasenschirm (3) mit einer Abdeckplatte (4) und mindestens eine an der Abdeckplatte (4) befestigte Randbegrenzung (2) aufweist, die an zumindest drei Seiten der Abdeckplatte (4) gegenüber der Abdeckplatte (4) vertikal erhöht verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass die Randbegrenzung (2) mit der Abdeckplatte (4) schwenkbar verbunden ist. Dunstabzugshaube nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Randbegrenzung (2) mit der Abdeckplatte (4) nur an einer Seite der Abdeckplatte (4) verbunden ist. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Randbegrenzung (2) mit der Abdeckplatte (4) über eine Klemmvorrichtung (25, 26, 27, 31) verbunden ist. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckplatte (4) zu der Oberseite des Wrasenschirms (3) beabstandet angeordnet ist. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckplatte (4) aus Glas besteht. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Wrasenschirm (3) separat von der Abdeckplatte (4) horizontal verschiebbar ist. Dunstabzugshaube nach einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass diese eine Randbegrenzung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 12 aufweist.






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