| Dokumentenidentifikation |
DE102006009756A1 20.09.2007 |
| Titel |
Sicherheitsbrennsystem für offenes Feuer ohne Kaminanschluss |
| Anmelder |
Hippe, Dieter, 53909 Zülpich, DE |
| Vertreter |
Limbeck, A., Dr., Rechtsanw., 53902 Bad Münstereifel |
| DE-Anmeldedatum |
03.03.2006 |
| DE-Aktenzeichen |
102006009756 |
| Offenlegungstag |
20.09.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
20.09.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
F24C 5/00(2006.01)A, F, I, 20060303, B, H, DE
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| IPC-Nebenklasse |
C10L 11/02(2006.01)A, L, I, 20060303, B, H, DE
F23K 5/22(2006.01)A, L, I, 20060303, B, H, DE
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung betrifft ein Sicherheitssystem für offenes Feuer ohne Kaminanschluss zur Verbrennung von flüssigen Brennstoffen mit stufenloser Regulierung der Flamme sowie ihrer Brenndauer, bestehend aus einem Korpus (1) aus Metall mit einer nach oben weisenden Öffnung (2) für die Flamme, einem im Inneren des Korpus befindlichen Medium aus übereinander angeordneter Kohlefasermatten (3) und einem saugfähigen Medium (4) zur Aufnahme von brennbaren Flüssigkeiten sowie einem zu dessen Fixierung dienlichem feuerfestem Gitternetz (5). Zur Löschung und Regulierung der Flamme sowie ihrer Brenndauer besteht die Erfindung weiterhin aus einem auf dem Korpus befindlichen feuerfesten Schieberegler (6).
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft ein Sicherheitssystem für offenes Feuer
ohne Kaminanschluss zur Verbrennung von flüssigen Brennstoffen mit stufenloser
Regulierung der Flamme sowie ihrer Brenndauer bestehend aus einem Korpus (1)
aus Metall oder einem feuerfesten Kunststoff mit einer nach oben weisenden Öffnung
(2) für die Flamme, einem im Inneren des Korpus befindlichen Medium
aus übereinander angeordneter Kohlefasermatten (3) und einem saugfähigen
Medium (4) zur Aufnahme von brennbaren Flüssigkeiten sowie einem zu
dessen Fixierung dienlichem feuerfestem Gitternetz (5). Zur Löschung
und Regulierung der Flamme sowie ihrer Brenndauer besteht die Erfindung weiterhin
aus einem auf dem Korpus befindlichen feuerfesten Schieberegler (6).
Die Probleme herkömmlicher Kaminöfen sind bekannt.
Ein Problem grundsätzlicher Art wirft die Installation von Kaminöfen
in Stadtwohnungen oder in Wohnräumen ohne Kamin auf, da diese an einen eigenen
Schornstein angeschlossen werden müssen, der Einbau eines Kaminofens ist daher
nicht möglich.
Ein weiteres Problem der Kaminöfen stellt die Lagerung des für
den Ofen benötigten Holzes dar. Es muss trocken gelagert werden, damit es im
Kaminofen vollständig verbrennt. Der Transport des Holzes sowie die Lagerung
sind meist mit erheblichen Schwierigkeiten und Mühen verbunden. Ein weiteres
Problem tritt häufig bei Kaminöfen mit großen Türöffnungen
auf. Wenn man während des Betriebes die Tür öffnet, muss der Schornstein
die achtfache Luftmenge fördern, um im gesamten Türöffnungsbereich
einen Unterdruck zu erzeugen, so dass beim Nachlegen des Holzes starke Rauchentwicklung
entsteht. Ein häufiges Problem bei Kaminöfen und bei Kaminen mit Glastüren
sind verschmutzte Scheiben. Die Abgase kondensieren an der (relativ) kalten Scheibe
und schwärzen die innere Oberfläche.
Weitere Probleme stellen sich beim Betrieb von offenen Kaminöfen,
da diese meist zu einer starken Rauch- und Geruchsentwicklung in den betreffenden
Räumen führen. Dies kann einerseits an der richtigen Platzierung des Holzes
aber andererseits auch an einem verschmutzten Verbindungsstück oder am Schornstein
liegen.
Bei den bestehenden Systemen für offenes Feuer ohne Kaminanschluss
handelt es sich um eine sog. Brennbox, einen leeren Tank, in den der flüssige
Brennstoff hineingegossen wird, ohne dabei von einem Medium aufgenommen zu werden.
Kippt das Behältnis um, oder wird es beim Transport nicht in der Waage gehalten,
läuft die Flüssigkeit aus. Bei der Brennbox wird der flüssige Brennstoff
direkt verbrannt, so dass es nach dem Brennvorgang zu Verpuffungen innerhalb des
Behälters kommt. Deshalb darf er auch erst dann geschlossen werden, wenn er
vollständig abgekühlt ist. Die Behälter müssen teilweise regelmäßig
gereinigt werden, nach Möglichkeit ganz ausbrennen und nach ihrem Gebrauch
vollständig abkühlen.
Erfinderaufgabe war es, diese Nachteile auszuräumen und einen
Behälter zu entwickeln, der ohne Risiken transportiert und mit flüssigem
Brennstoff aufgefüllt und angezündet werden kann.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die brennbare Flüssigkeit
derart gelagert wird, dass diese auch in gekipptem Zustand des Korpus, d.h. mit
nach unten gerichteter Öffnung (2) nicht nach außen treten kann.
Nach dem Eingießen der Flüssigkeit in den Behälter wird diese durch
ein spezielles Medium, bestehend aus Kohlefasermatten (3) und einem saugfähigen
Medium (4), bestehend aus 20 bis 80% einer Magnesitmasse und Sedimentgestein
mit Aluminiumoxidpartikeln sowie 20 bis 80% Bentonit, aufgenommen, wodurch eine
feuerfeste Saugschicht entsteht, die bis zu 350% Flüssigkeit aufnehmen kann.
Die Vorteile gegenüber den bekannten Kaminöfen dieser Art
sind, dass die brennbare Flüssigkeit aus diesem Medium nur noch im Gaszustand
austreten kann. Auch die Verbrennung der Flüssigkeit erfolgt daher nicht mehr
direkt, es verbrennen nur die aus dem Medium austretenden Gase. Weiter ist eine
Verpuffung im sich leerenden Behälter nicht mehr möglich. Ein wesendlicher
Vorteil ist weiter, dass die Unfallgefahr durch überschwappende Brennfüssigkeit
sowohl im brennenden als auch im gelöschten Zustand ausgeschlossen wird, da
die Aufsaugfähigkeit von 350% garantiert, dass ein vorschriftsmäßig
aufgefüllter Behälter weiter Saugreserven von 150% hat.
Neben diesen Vorteilen ist der geringe Verbrauch zu beachten, da hier
nur die Gase die Flamme erzeugen, die Flüssigkeit selbst aber im saugfähigen,
nicht brennbaren Medium gehalten werden.
Die Anwendungssicherheit der vorliegenden Erfindung wird dadurch in
mehrfacher Hinsicht gewährleistet. Sie ermöglicht ein natürliches
Feuer ohne Risiko und ist nach Abbrennen der Flamme sofort wieder mit Bennflüssigkeit
auffüllbar.
Das Sicherheitsbrennsystem ist auch als offene Flamme im Freien zur
Beleuchtung von Wegen oder als Fackeln auf Ständern und in Schalen zu nutzen.
Sie kann in bestehende Kamine eingebaut werden und ist zur maschinellen Serienherstellung
geeignet.
Da keine Vorkenntnisse zur Aufstellung und zum Betrieb erforderlich
sind, kann sie von jeder Person benutzt werden.
Aufzählung und Kurzbeschreibung der Zeichnungsfiguren:
1 zeigt ein Ausführungsbeispiel des Sicherheitsbrennsystems
für offenes Feuer ohne Kaminanschluss.
2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel des Sicherheitsbrennsystems
für offenes Feuer ohne Kaminanschluss.
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| Anspruch[de] |
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Sicherheitsbrennsystem für offenes Feuer ohne Kaminanschluss
dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem Korpus (1) aus Metall
mit einer nach oben weisenden Öffnung (2) besteht und mit einem im
Inneren des Korpus (1) befindlichen stark saugfähigen Medium (4)
ausgestattet ist, das zur Aufnahme von brennbaren Flüssigkeiten geeignet ist.
Sicherheitsbrennsystem für offenes Feuer ohne Kaminanschluss nach
Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das saugfähige Medium (4)
aus 20 bis 80% einer Magnesitmasse und Sedimentgestein mit Aluminiumoxidpartikeln
sowie 20 bis 80% Bentonit besteht, das zwischen Kohlefasermatten (3) fixiert
ist, wodurch eine feuerfeste Saugschicht entsteht, die bis zu 350% Flüssigkeit
aufnehmen kann.
Sicherheitsbrennsystem für offenes Feuer ohne Kaminanschluss nach
Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass das saugfähige Medium (4)
mittels einem feuerfesten Gitternetz (5) abgedeckt wird.
Sicherheitsbrennsystem für offenes Feuer ohne Kaminanschluss nach
Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die im Behälter befindliche Öffnung
(2), über der die Flamme entsteht, zur Löschung und Regulierung
der Flamme, mittels einem verschiebbaren Deckel (6) versehen ist.
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