PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102006011388A1 20.09.2007
Titel Verfahren zur Herstellung eines Mehrschichtaufbaus für ein Identifikationsdokument sowie eine mehrschichtige Buchdecke und Personalisierungsdatenseite
Anmelder Bundesdruckerei GmbH, 10969 Berlin, DE
Erfinder Seijo Bollin, Hans-Peter, 10245 Berlin, DE
Vertreter Mammel & Maser, 71065 Sindelfingen
DE-Anmeldedatum 09.03.2006
DE-Aktenzeichen 102006011388
Offenlegungstag 20.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.09.2007
IPC-Hauptklasse B42D 15/10(2006.01)A, F, I, 20060309, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B42D 3/00(2006.01)A, L, I, 20060309, B, H, DE   B42D 1/00(2006.01)A, L, I, 20060309, B, H, DE   B32B 27/00(2006.01)A, L, I, 20060309, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Mehrschichtaufbaus sowie eine mehrschichtige Buchdecke oder Personalisierungsdatenseite, bei dem im Randbereich einer Substratschicht (14) eine Faserschicht (18) teilweise einlaminiert ist, wobei ein Teil der Faserschicht (18), der gegenüber dem Randbereich der Substratschicht (14) herausragt, mit einer Klebemittelschicht (21) versehen ist und zumindest eine Deckschicht (23, 24) zur Substratschicht (14) im Wesentlichen nicht lösbar und flexibel fixiert ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines aus mehreren Schichten bestehenden flexiblen Mehrschichtaufbaus sowie eine mehrschichtige Buchdecke und Personalisierungsdatenseite für ein Identifikationsdokument.

Solche Identifikationsdokumente, wie beispielsweise Pässe, buchartige Personalausweise, Führerscheine, vorläufige Personaldokumente, Sicherheitsdokumente, Zugangsberechtigungen oder dergleichen, enthalten persönliche Daten. Deshalb besteht ein erhebliches Interesse daran, solche Identifikationsdokumente vor Fälschungen zu schützen und die Herstellung von Fälschungen technisch unmöglich oder zumindest unrentabel zu machen. Darüber hinaus soll eine leichte Überprüfbarkeit und Kontrollierbarkeit von solchen Identifikationsdokumenten ermöglicht sein.

Aus der EP 1 502 765 A1 ist ein Verfahren zur Herstellung eines Identifikationsdokumentes in Form eines Büchleins bekannt geworden, weiches einen Umschlag umfasst, der an einem Rücken wie üblich gefalzt ist und in den mehrere Blätter in bekannter Weise eingebunden sind. Das Büchlein weist eine Datenseite auf, die einen Mehrschichtaufbau mit einem Datenträger und einer flexiblen Schicht aufweist. Der Datenträger umfasst beispielsweise einen Chip und eine Antenne und ist aus einer Kunststofffolie ausgebildet. Die flexible Schicht ist aus einer Kunststofffolie oder einem Gewebe hergestellt. Durch Laminieren des Gewebes auf beiden Seiten der Kunststofffolie wird die Kunststofffolie erweicht, um das Gewebe mit der Oberfläche des Datenträgers zu verbinden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines Mehrschichtaufbaus für ein Identifikationsdokument sowie eine mehrschichtige Buchdecke und eine mehrschichtige Personalisierungsdatenseite vorzuschlagen, bei dem die Fälschungssicherheit erhöht wird und eine hohe Beanspruchung im täglichen Gebrauch über einen langen Zeitraum beibehält.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Der durch das erfindungsgemäße Verfahren hergestellte Mehrschichtaufbau für ein Identifikationsdokument weist den Vorteil auf, dass ein flexibler Mehrschichtaufbau geschaffen wird. Die einzelnen Schichten weisen zueinander eine Art Verzahnung oder Verhakung auf, wobei gleichzeitig eine hinreichende Elastizität gegeben ist, dass bei einer Biegebeanspruchung die einzelnen Schichten nachgiebig zueinander ausgebildet sind. Hierfür ist eine ein- oder mehrschichtige Substratschicht zumindest im jeweiligen Randbereich aus einem thermoplastischen Elastomer hergestellt. In diesen Randbereich wird zumindest auf einer Seite der Substratschicht eine Faserschicht teilweise einlaminiert. Dadurch kann eine gute Verhakung der Faserschicht mit der Substratschicht hergestellt werden. Der über die Substratschicht hinausstehende Teil der Faserschicht oder der jeweiligen Fasern weist eine größere Angriffsfläche für ein Klebemittel auf, durch welches eine Deckschicht zur Substratschicht fixiert wird. Durch die Verhakung beziehungsweise Verklammerung der einzelnen Fasern einer Faserschicht zwischen den benachbarten Schichten wird einerseits eine hohe Flexibilität und andererseits eine hohe Biegewechselfestigkeit erzielt. Durch den gewählten Aufbau werden auch senkrecht zur Schichtebene die Eigenschaften eines Faserverbundwerkstoffs mit sehr hoher Festigkeit erzielt. Die Schichten lassen sich bei Fälschungsversuchen nicht mehr voneinander trennen, ohne sichtbare Beschädigungen, insbesondere an Einbandmaterial und Vorsatz zu hinterlassen. Ebenso wird ein Spleißen des Schichtverbundes an den gestanzten Außenkanten des Buchdeckels während des langjährigen Gebrauchs des Dokumentes wirksam verhindert.

Nach einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, dass die Faserschicht aus einem Vlies aus cellulosehaltigen Fasern oder einer langfasrigen Cellulose hergestellt ist. Alternativ kann die Faserschicht auch aus einem Vlies auf der Basis von Pflanzenfasern, wie beispielsweise Banane, Kokos oder dergleichen, hergestellt werden. Ebenso können Industriecellulose aus Holz sowie alle weiteren cellulosehaltigen Fasern, wie Hanf, Baumwolle oder dergleichen, eingesetzt werden. Solche Cellulosefasern weisen eine gute Benetzbarkeit mit der Substratschicht, die bevorzugt aus einem thermoplastischen Polyurethan hergestellt ist, und mit einem Klebemittel auf.

Das Flächengewicht der zumindest teilweise in die Substratschicht eingebetteten Faserschicht kann einen Bereich von 5 bis 40 g/m2 umfassen. Besonders geeignet sind Flächengewichte im Bereich von 6 bis 15 g/m2.

Die Faserlänge der Fasern, die in die Substratschicht teilweise eingebracht werden oder die Faserschicht oder das Faservlies bilden, betragen bevorzugt zumindest 2 mm. Es können auch beispielsweise Fasern mit einer Länge von mehreren Zentimetern vorgesehen sein.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahren sieht vor, dass die Klebemittelschicht auf einer eine chemische Bindung zur Substratschicht und/oder zur Faser aufbauenden Substanz hergestellt ist. Dadurch wird die Haftkraft erhöht. Bevorzugt ist das Klebemittel als wässrige Dispersion von Polyvinylacetat, Vinylacetat Copolymer oder Polyurethanen hergestellt. In Verbindung mit einem reaktiven Härter auf Isocyanitbasis stellt sich eine besonders hohe Haftkraft ein. Des Weiteren können auch wasserfreie (reaktive) Polymethanrezepturen, wie zum Beispiel Zweikomponenten-Polyurethane und reaktive Hotmelt-Polyurethane, zum Einsatz kommen. Weiterhin ist es denkbar, UV-strahlungshärtende Klebemittel zu verwenden. Solche Klebemittel weisen darüber hinaus den Vorteil auf, dass diese eine Elastizität in den Schichtaufbau einbringen. Gleichzeitig kann vorteilhafterweise in Abhängigkeit der Schichtdicke eine Dämpfung des Systems gegen Stöße von außen vorgesehen sein.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens sieht vor, dass zur Herstellung einer Buchdeckeneinlage eine aus einem thermoplastischen Elastomer, insbesondere thermoplastischem Polyurethan, ausgebildete Substratschicht mit jeweils einer im Randbereich der Substratschicht eingebrachten Faserschicht, versehen ist und auf einer Seite der Substratschicht ein Klebemittel aufgetragen wird, so dass auf der mit Klebemittel versehenen Substratschicht das Vorsatz aufkaschiert wird. Das Vorsatz kann aus Papier, einer Folie oder einer Kombination aus einem ein- oder mehrschichtigen Verbund aus einem oder verschiedenen Materialien bestehen. Eine solche Buchdeckeneinlage ist als Zwischenprodukt geeignet, um zu einem buchartigen Wertdokument weiterverarbeitet zu werden. Beispielsweise werden in einem nächsten Arbeitsgang Einlageblätter sortiert und der Buchdeckeneinlage zugeordnet. Im Anschluss daran wird eine Naht durch die Buchdeckeneinlage und die Einlageblätter eingebracht. Anschließend wird die Buchdeckeneinlage mit einem Buchdeckeneinband versehen beziehungsweise auf die Buchdeckeneinlage zur Fertigstellung des buchartigen Wertdokumentes der Buchdeckeneinband aufkaschiert.

Alternativ kann vorgesehen sein, dass die Einlageblätter beziehungsweise Inhaltsseiten mit einem Vorsatz vernäht werden. Die Substratschicht, in welcher bevorzugt ein Transpondermodul eingebettet ist, wird mit der Faserschicht auf das Vorsatz aufkaschiert. Anschließend wird auf der gegenüberliegenden Seite der Substratschicht das Einbandmaterial auf die Faserschicht der Substratschicht aufkaschiert.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass in der Substratschicht ein Transpondermodul eingebettet ist. Dadurch ist ein hinreichender Schutz des Transpondermoduls gegen äußere Einflüsse gegeben. Zudem ist das Transpondermodul von außen nicht sichtbar und spürbar.

Die Aufbringung des Einbandmaterials weist vorteilhafterweise ebenfalls einen dämpfenden Charakter auf. Hierfür wird bevorzugt ein Einbandmaterial aus einem porösen Material mit langfasriger Cellulose und Latex eingesetzt. Die Dämpfung wird insbesondere durch eine Kombination von elastischen Klebern und einer Auswahl der Materialien für den Einband erzielt. Zusätzlich kann die Faserschicht in Verbindung mit der Substratschicht dämpfende Eigenschaften aufweisen.

Durch die vorbeschriebene Ausführungsform ist eine flexible Buchdecke geschaffen, welche eine hohe Biegefähigkeit aufweist, jedoch knickfest ausgebildet ist.

Ein alternatives Verfahren zur Herstellung eines Mehrschichtaufbaus für eine Personalisierungsdatenseite sieht vor, dass eine auf jeder Seite mit einer Faserschicht versehenen Substratschicht, die teilweise einlaminiert ist, mit Klebemittel versehen wird, so dass auf jeder Seite der Substratschicht eine Deckschicht, insbesondere aus einem temperaturstabilen Kunststoff, wie beispielsweise Polycarbonat, aufkaschiert wird. Solche Personalisierungsdatenseiten können ebenfalls in ein buchartiges Wertdokument, beispielsweise durch Einnähen, integriert werden. Alternativ kann ein solcher Mehrschichtaufbau auch als Ausweiskarte oder dergleichen ausgebildet sein. Bevorzugt ist ebenfalls vorgesehen, dass die Substratschicht ein Transpondermodul umfasst.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß des Weiteren durch eine mehrschichtige Buckdecke für ein Identifikationsdokument gelöst, welche einen Schichtaufbau aus einem ein- oder mehrschichtigen Substratschicht aus einem thermoplastischen Polyurethan umfasst, wobei im Randbereich der Substratschicht auf zumindest einer Seite der Substratschicht eine Faserschicht teilweise einlaminiert und mit einer Deckschicht durch eine dazwischen liegende Klebemittelschicht verbunden ist. Ein analoger Aufbau ist auch für eine ein- oder mehrschichtige Personalisierungsdatenseite vorgesehen.

Zur Ausgestaltung einer Buchdecke ist vorteilhafterweise vorgesehen, dass eine Deckschicht als Vorsatz und eine gegenüberliegende Deckschicht als Buchdeckeneinband vorgesehen ist. Bei der Verwendung des Mehrschichtaufbaus als Personalisierungsdatenseite sind bevorzugt beide Deckschichten aus einem temperaturbeständigen Kunststoff, wie beispielsweise Polycarbonat, hergestellt.

Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der mehrschichtigen Buchdecke oder Personalisierungsdatenseite ist die Substratschicht aus einer einzigen Schicht, insbesondere einem thermoplastischen Polyurethan, hergestellt. Bevorzugt ist in dieser Schicht ein Transponder eingebettet.

Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen derselben werden im Folgenden anhand der in der Zeichnungen dargestellten Beispiele näher beschrieben und erläutert. Die der Beschreibung und den Zeichnungen zu entnehmenden Merkmale können einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination erfindungsgemäß angewandt werden. Es zeigen:

1 eine schematische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Mehrschichtaufbaus für eine Buchdecke und

2 eine schematisch vergrößerte Darstellung einer Faserschicht zwischen einer Substratschicht und Klebemittelschicht.

Der in 1 dargestellte Mehrschichtaufbau betrifft eine Buchdecke 12 für ein Identifikationsdokument 11 wie beispielsweise einen Reisepass. Die Buchdecke 12 besteht aus einer Substratschicht 14. Diese Substratschicht ist bevorzugt aus einem thermoplastischen Polyurethan hergestellt. Diese weist beispielsweise eine Schichtdicke zwischen 50 bis 500 &mgr;m auf. Bevorzugt ist in der Substratschicht 14 ein Transpondermodul 16 eingebettet, welches auf der Vorder- oder Rückseite der Buchdecke 14 vorgesehen ist. Die Substratschicht 14 weist im Randbereich auf einer Ober- oder Unterseite eine Faserschicht 18 auf. Diese Faserschicht 18 besteht beispielsweise aus einzelnen Fasern, die teilweise in die Substratschicht 14 einlaminiert sind. Ein Teil der Fasern steht gegenüber der Substratschicht 14 hervor. Die Faserschicht 18 kann als eine Anhäufung von einer Vielzahl von Einzelfasern ausgebildet sein. Ebenso kann ein Vlies oder Spinnvlies vorgesehen sein, welches teilweise einlaminiert ist. Dabei ist vorgesehen, dass die einzelnen Fasern auf der der Substratschicht 14 zugewandten Seite in diese eindringen beziehungsweise beim Herstellen teilweise einlaminiert sind und auf der anderen Seite eine gute Benetzbarkeit mit einem Klebemittel zur Ausbildung einer Klebemittelschicht 21 ermöglichen. Die Klebemittelschicht 21 ist einerseits vorgesehen, um einen Vorsatz 23 aufzunehmen. Auf der gegenüberliegenden Seite wird auf die Klebemittelschicht 21 ein Einbandmaterial 24 aufkaschiert. Die Klebemittelschicht 21 greift zumindest an den aus der Substratschicht 14 hervorstehenden Fasern an. Bevorzugt ist vorgesehen, dass auch Teile der Substratschicht 14 oder eine vollflächige Benetzung der Substratschicht 14 mit der Klebemittelschicht 21 vorgesehen ist.

Bevor das Einbandmaterial 24 auf die freie Faserschicht 18 der Substratschicht 14 aufkaschiert wird, werden Einlageblätter 26 beziehungsweise Datenseiten 26 und gegebenenfalls eine Personalisierungsdatenseite mit einer Buchdeckeneinlage vernäht. Diese Buchdeckeneinlage besteht beispielsweise aus der Substratschicht 14 und das Vorsatz 23. Das Vorsatz 23 und/oder die Substratschicht 14 können bevorzugt mit mehreren Einlageblättern 26 und gegebenenfalls eine Personalisierungsdatenseite vernäht sein. Nach dem Einnähen der Datenseiten wird ein Buchdeckeneinbandmaterial 24 aufkaschiert, der insbesondere einen Randbereich das Vorsatz 23 übergreift. Das Vorsatz kann aus Papier, einer Folie oder einer Kombination eines ein- oder mehrschichtigen Verbundes oder aus einem oder mehreren Materialien bestehen.

In 2 ist eine schematisch vergrößerte Darstellung der Substratschicht 14, der teilweise in die Substratschicht 14 eingebetteten Faserschicht 18 und der auf diese beiden Schichten 14, 18 aufgebrachten Klebemittelschicht 21 dargestellt. Die Faserschicht 18 kann Anordnungen und Ausgestaltungen der einzelnen Fasern 29 umfassen, die ausschließlich oder in einer beliebigen Kombination vorgesehen sein kann. Beispielsweise kann die Faserschicht 18 aus einzelnen Fasern 29 ausgebildet sein, die mit einem Ende in die Substratschicht 14 eingebettet oder darin verhakt sind und das freie Ende frei hervorsteht. Das freie Ende kann auch als Haken 30 oder als eine geschlossene Schlaufe 31 ausgebildet sein. Ebenso können Fasern 29 an längeren freien Enden vorgesehen sein, die wirr übereinander liegen oder zueinander angeordnet sind, bevor die Klebemittelschicht aufgetragen wird. Des Weiteren können Fasern 29 schlangenlinienförmig ausgebildet sein, wobei abwechselnd Abschnitte in- und außerhalb der Substratschicht liegen können.

Die Faserschicht 14 ist bevorzugt derart ausgestaltet, dass ein hinreichender Anteil der Klebemittelschicht 21 unmittelbar an der Substratschicht 14 anliegt und angreift. Dadurch wird erzielt, dass die Klebemittelschicht 21 und die Substratschicht 14 eine verbesserte Haftwirkung zueinander aufweisen, da die einzelnen Fasern oder die Faserschicht 18 sowohl in der Substratschicht 14 als auch in der Klebemittelschicht 21 eingebettet sind beziehungsweise sich in jede Schicht 14, 21 hineinstrecken.

Eine besonders vorteilhafte Verbindung wird erzielt, wenn die Klebemittelschicht 21 eine chemische Bindung zur Substratschicht 14 und/oder Faserschicht 18 beziehungsweise Vliesschicht aufbaut.

Die vorbeschriebenen Ausführungsformen ermöglichen zusammen mit der Klebemittelschicht 21 einen flexiblen und nicht lösbaren Verbund.

Alle vorbeschriebenen Merkmale sind jeweils für sich erfindungswesentlich und können beliebig miteinander kombiniert werden.


Anspruch[de]
Verfahren zur Herstellung eines Mehrschichtaufbaus für ein Identifikationsdokument, bestehend aus einer ein- oder mehrschichtigen Substratschicht (14) und aus zumindest einer auf jeder Seite der Substratschicht (14) vorgesehenen Deckschicht (23, 24), dadurch gekennzeichnet,

– dass die Substratschicht (14) jeweils zumindest im äußeren Randbereich aus einem thermoplastischen Elastomer hergestellt wird,

– dass in zumindest einem Randbereich der Substratschicht (14) eine Faserschicht (18) teilweise einlaminiert wird und

– dass der gegenüber der Substratschicht (14) hervorstehende Teil der Faserschicht (18) oder die Substratschicht (14) und Faserschicht (18) mit einer Klebemittelschicht (21) versehen wer den, so dass eine Deckschicht (23, 24) im Wesentlichen nicht lösbar und flexibel zur Substratschicht (14) fixiert wird.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Faserschicht (18) aus einem Vlies aus cellulosehaltigen Fasern oder langfasrigen Cellulose, aus Pflanzenfasern oder Industriecellulose hergestellt wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Faserschicht (18) ein Flächengewicht von 5 bis 40 g/m2, insbesondere 6 bis 15 g/m2, aufweist. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Faserschicht (18) aus einzelnen Fasern hergestellt wird, deren Faserlänge größer als 2 mm ist. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebemittelschicht (21) eine wässrige Dispersion von Polyvinylacetat, Vinylacetat Copolymer, Polyurethanen oder UV-strahlungshärtendes Klebemittel ist. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Klebemittelschicht (21) aus einer chemischen Bindungen zur Substratschicht (14) und/oder Faser aufbauenden Substanz, insbesondere eine wässrige Dispersion von Polyvinylacetat, Vinylacetat Copolymer, Polyurethanen oder UV-strahlungshärtendes Klebemittel mit einem reaktiven Härter auf Isocyanatbasis oder eine wasserfreie (reaktive) Polyurethanzubereitung, ist. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung einer Buchdeckeneinlage (12) eine aus thermoplastischem Elastomer (TPE), insbesondere thermoplastischem Polyurethan (TPU), ausgebildete Substratschicht (14) mit jeweils einer im Randbereich teilweise eingebrachten Faserschicht (14) vorgesehen ist, eine Seite der Substratschicht (18) mit einer Klebemittelschicht (21) versehen wird und auf die Klebemittelschicht das Vorsatz (23) aufkaschiert wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung einer Personalisierungsdatenseite eine aus thermoplastischem Elastomer (TPE), insbesondere aus thermoplastischem Polyurethan (TPU), ausgebildete Substratschicht (14) mit jeweils einer im Randbereich teilweise eingebrachten Faserschicht (18) versehen wird, jede Seite der Substratschicht (14) mit einer Klebemittelschicht (21) versehen wird und auf jeder mit Klebemittelschicht (21) versehenen Seite eine Deckschicht aus einem temperaturstabilen Kunststoff aufkaschiert wird. Mehrschichtige Buchdecke (12) für ein Identifikationsdokument (11), bestehend aus einer ein- oder mehrschichtigen Substratschicht (14) und aus zumindest auf jeder Seite der Substratschicht (14) vorgesehenen Deckschicht (23, 24), dadurch gekennzeichnet, dass die Substratschicht (14) zumindest im Randbereich aus einem thermoplastischen Polyurethan hergestellt ist und zumindest auf einer Seite der Substratschicht (14) eine Faserschicht (18) aufweist, die teilweise im Randbereich der Substratschicht (14) einlaminiert ist und der über die Substratschicht (14) hinausstehende Teil der Faserschicht (18) mit einer Klebemittelschicht (21) versehen ist und eine damit verbundene Deckschicht (23, 24) zur Substratschicht (14) im Wesentlichen nicht lösbar und flexibel fixiert ist. Mehrschichtige Buchdecke nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Deckschicht das Vorsatz (23) bildet und auf der gegenüberliegenden Seite der Substratschicht (14) eine Deckschicht als Einbandmaterial (24) vorgesehen ist. Mehrschichtige Buchdecke nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Substratschicht (14) aus einer einzigen Schicht, insbesondere aus thermoplastischem Polyurethan (TPU), hergestellt ist. Mehrschichtige Buchdecke nach Anspruch 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass in die Substratschicht (14) ein Transpondermodul (16) eingebettet ist. Mehrschichtige Personalisierungsdatenseite für ein Identifikationsdokument (11) bestehend aus einer ein- oder mehrschichtigen Substratschicht (14) und aus zumindest auf jeder Seite der Substratschicht (14) vorgesehenen Deckschicht (23, 24), dadurch gekennzeichnet, dass die Substratschicht (14) zumindest im Randbereich aus einem thermoplastischem Polyurethan (TPU) hergestellt ist und zumindest auf einer Seite der Substratschicht (14) eine Faserschicht (18) teilweise im Randbereich der Substratschicht (14) einlaminiert ist und der über die Substratschicht (14) hinausstehende Teil der Faserschicht (18) mit einer Klebemittelschicht versehen ist und auf beiden Seiten der Substratschicht (14) eine Deckschicht zur Substratschicht (14) fixiert. Mehrschichtige Personalisierungsdatenseite nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht aus einem temperaturstabilen Kunststoff, insbesondere Polycarbonat, ausgebildet ist. Mehrschichtige Personalisierungsdatenseite nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Substratschicht (14) aus einer einzigen Schicht, insbesondere aus thermoplastischem Polyurethan (TPU), hergestellt ist. Mehrschichtige Personalisierungsdatenseite nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass in die Substratschicht (14) ein Transpondermodul (16) eingebettet ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com