Die Erfindung betrifft einen Zweischritt-Hohlstabverbundanker, für
Ein- oder Zweikomponenten Kleberpatronen oder Klebergranulat für Hohlstabvoll-
oder Teilverbundanker, zum kostengünstigen und sichereren Ausbau von Hohlräumen
im Berg-, Tunnel-, Tief- und Felsbau.
Kleber, Mörtel oder Granulatgemisch wird in der Ankerhohlstabbohrung,
ohne Zwischenmittel wie ein Innenrohr als Klebermagazin das von einem Spülkanal
umgeben ist, vorkonfektioniert eingelagert und direkt aus der Hohlstabbohrung mit
einem Kolben ausgepresst.
Da die Herstellung der Bohrungen in den gezogenen oder gepressten
Ankerrohren gewissen Toleranzen unterliegen und die Oberfläche der Bohrung
mit Zunder und ähnlichen Ablagerungen aus der Fertigung behaftet sind, wird
für den Auspressvorgang eine Oberflächenverbesserung mit Gleitmitteln
vorgesehen, die mit Inlinerfolien, eingeschobenen Gleitschläuchen, einem Dünnbettrohr,
mit aufgebrachten Gleitmitteln in der Bohrung durch Tauchen oder Spritzen, erfolgen
kann.
In einer Ausführung wird zwischen einem Auspresskolben im Ankerfuß,
mit Dicht- und Schublamellen und zwischen einer Mischer-Dichtpatrone im Ankerkopf,
die in der Hohlstabbohrung vorkonfektioniert eingebrachte Kleberpatrone vor Masseverlust
durch Diffundierung geschützt.
Mit dem Auspressvorgang wird durch die intensive Vermischung die chemische
Aushärtung in dem Ringraum zwischen Ankerrohr und Gebirge, nach Einsatz des
Hohlstabankers für eine Teil-, oder Vollverklebung in der Ankerbohrung, ausgelöst.
In der weiteren Ausführung kommt es bei Aufbringen eines definierten
Wasserhochdruckes, auf einem im Hohlstab befindlichen Auspresskolben mit Dichtfunktion,
zum Ansprechen eines Berstventils.
Der in der Hohlstabbohrung befindliche Kleber/Mörtel, als Druck-Granulatklebermischung
oder als Kleberpaste ohne Kunststoffschläuche eingefüllt, verflüssigt
sich vor dem Berstventil und vermischt sich mit dem im Granulat- oder in der Kleberpaste
eingelagerten Härter, tritt über den Ankerkopf aus und füllt den
Ringraum zur chemisch angestoßenen Aushärtung zwischen Ankerschaft und
Bohrlochwand, z. B. bei Vollverbundankern über die gesamte Bohrlochlänge
bis zum Ankerfuß.
Mit der Anordnung der Verlagerung der Klebermassen zwischen dem Auspresskolben
mit den Dicht- und Schublamellen und dem Berstventil, wird der Masseverlust des
Klebers durch Diffundierung bei langen Lagerzeiten verhindert.
Nach dem Aushärtevorgang im Ringraum, bei einer Teil- oder Vollverklebung
des Hohlstabverbundankers, wird mit dem Ankeradapter auf die, mit einer Brechsicherung
versehenen vormontierten Ankermutter, ein maximales Drehmoment aufgegeben, mit dem
diese Muttersicherung abschert und damit anzeigt, dass die erforderliche Sicherung
des Gebirges mit dem gewählten Anpressdruck zwischen Ankerplatte und Gebirge,
erreicht ist.
Beschreibung
Der Ankerkopf besitzt in einer Ausführung die zur Diffundierungsverhinderung,
vor der Auspressvorrichtung eingebaute und mit einer Folie gekapselte Mischer-Dichtpatrone,
die nach dem Aufreißen als statische Mischeinrichtung beim Einsatz von Kleberpatronen
in Folienschläuchen mit integriertem Härterspiralschlauch wirkt. Bei längeren
Lagerzeiten wird die Kleberpatrone von der Ankerkopf- und Fußseite, gegen Masseverlust
durch Diffundierung der Klebersäule geschützt.
In einer weiteren Ausführung wird der vorkonfektionierte Kleber
als Granulatgemisch direkt in der Hohlstabbohrung, als Klebermagazin ohne Zusatzrohr,
Spülkanäle, Folienschlauch eingebracht und nach der Erreichung eines definierten
Druckes mit einem Auspresskolben über ein Berstventil, zur chemischen Aushärtung
in den Ringraum verpresst.
Der Ankerfuß wird bei beiden Ausführungen mit dem Ankersetzadapter,
der den Anker, ohne Spülung mit einem Ausräummeißel für restliches
Bohrklein drehend in das Bohrloch schiebt und in sich einen hydraulisch verschiebbaren
Dispenserzylinder trägt, mit dem die Aufgabe des Druckwassers bzw. auch die
Dichtfunktion am Ankerfuß erfolgt, der Auspressvorgang des vorkonfektionierten
Klebers, mit einer vordimensionierten Menge Druckwasser eingeleitet.
Nach der Aushärtezeit des Klebergemisches, wird mit einem definierten
Drehmoment das Anziehen der Ankermutter über eine Brechbolzensicherung als
Spannelement, zur weiteren Sicherung und Verbindung der Gebirgsschichten mit der
Ankerplatte, vorgenommen.
Stand der Technik
Selbstbohrende Verbundanker mit chemischen Klebern sind, als Injektionsanker
mit/ohne einem zusätzlichen Klebermagazin zur Stabilisierung von Räumen
im Berg- und Tunnelbau, im Tief- und Tagebau von Fels- und Stützwänden
bekannt und in den Schriften DE 103 36 043
A1, DE 103 36 040 A1, DE
103 21 175 B3, DE 103 01 968 A1,
DE 100 17 763 A1, DE
100 17 751 A1, 100 17 750 A1, DE
299 00 432 U1, US 4,055,051,
DE 31 00 730, A1 10 2006 002 215.7
und 10 2005 004 364.2 eingehend beschrieben.
Mit diesen Verbundankern wird die Ankerbohrung je nach Gesteinshärte
mit Nass- oder Trockenbohrverfahren hergestellt. Ein zusätzlicher Spül-
oder Absaugkanal zur Abförderung von Bohrklein aus der Bohrung, ist dabei mit
den vorgenannten Ankersystemen erforderlich. Dabei wird nach der Herstellung der
Ankerbohrung aus einem zusätzlichen Innenrohr, das als Klebermagazin dient,
der Kleber und Härter über Trenneinrichtungen zu der Spül- oder Absaugleitung,
im Ringraum zwischen Anker und Gebirge verpresst.
Diese bisher bekannten Verbundanker können nur mit drehenden
Bohrverfahren für die Herstellung der Ankerbohrung eingesetzt werden und haben
eine im Bohrloch verbleibende und damit verlorene Bohrkrone. Die Unterscheidungsmerkmale
der verschiedenen Verfahren werden mit den betriebswirtschaftlichen Eignungen nachfolgend
dargestellt:
1. Vollstabverbundanker unter Anwendung des Patronenverfahrens:
Bei diesem Verfahren wird ein an der Außenseite gerippter Vollstab
in ein vorher erstelltes und mit Schlauch-in-Schlauch-Klebepatronen gefülltes
Bohrloch mit geringer Vorschubgeschwindigkeit und hoher Drehzahl eingedreht.
Der Ankerkopf zerstört die Kleberpatronen und mischt Kleber und
Härter. Das Klebergemisch wird durch die Ankerstange verdrängt und füllt
den Ringraum zwischen Ankerstab und Bohrlochwand bis zum Ankerfuß.
Das Einbringen des Ankers mit Bohren, Einbringen der Klebesäule,
Einbringen des Ankers, ist arbeitsintensiv und stellt hohe Qualitätsansprüche,
sowohl an die eingesetzte Maschinentechnik, als auch an die Ausbildung und Disziplin
des Personals mit der Einhaltung der vorgeschriebenen Drehzahlen und der Vorschubgeschwindigkeit.
Dadurch bedingt ist die Einbauqualität des Ankers fehleranfällig,
was im Extremfall zur Gefährdung der Standsicherheit der Grubenbaue führen
kann, da die verwendeten Kleberpatronen bei zu langen Lagerzeiten durch das diffundieren
der Chemie, an Masse verlieren und dadurch beim Einbau abknicken, im Bohrloch aufreißen
und der Aushärteprozess dadurch zu früh einsetzt.
Eine Mechanisierung/Automatisierung der Arbeitsvorgänge zum Einbringen
solcher Anker ist bis jetzt, insbesondere für Einsatzfälle im geschichteten
Gestein, nicht gelungen. Dies führt dazu, dass derartige Vortriebe wenig leistungsfähig
sind, da die Zeit für das Einbringen eines derartigen Ankers bei ca. 5 Minuten
liegt.
Zusätzlich sind die Arbeitsvorgänge mit ständigem händischem
Werkzeugwechsel, wie Verbindung Bohrhammer/Bohrstange lösen, Einstecken des
Ankersetzschlüssels, Einstecken des Ankers usw. mit Risiken für das eingesetzte
Personal verbunden, da das Verfahren einen dauernden Aufenthalt von Personen im
nicht gesicherten Gefahrenbereich des Vortriebs erfordert. Eine Risikominderung
ist beim derzeitigen Stand der Technik nur bedingt möglich.
Auf Vollstabanker in Verbindung mit dem Füllmörtelverfahren
bei dem der Mörtel in das Bohrloch gepumpt wird, wird in der hier aufgeführten
Beschreibung nicht gesondert eingegangen, da diese als Ausbauanker im Streckenvortrieb
bis jetzt nicht eingesetzt werden.
2. Selbstbohrende Verbundanker mit integriertem Klebermagazin:
Selbstbohrende Verbundanker mit integriertem Klebermagazin sind bekannt
und werden als Ausbauanker alternativ zum Vollstabverbundanker eingesetzt, da diese
Ausführung Bohrstange und Anker in einem sind. Der Anker ist mit einer verlorenen
Bohrkrone ausgestattet, die äußere Form des Ankerrohres als Bohrstange,
gewährleistet die Abführung von Bohrklein während des Bohrvorganges.
Der Hohlstab beinhaltet ein zusätzliches Innenrohr, das den vorkonfektionierten
Kleber und Härter enthält. Zwischen Innenrohr und Innendurchmesser des
Hohlstabs befindet sich der Spülkanal der zur Spülung mit Luft, Wasser
oder Luftwassergemisch während des Bohrvorgangs genutzt wird.
Nach der Herstellung der Bohrung wird aus dem zusätzlichen Innenrohr
der Kleber und Härter, durch Beaufschlagung mit Wasserdruck, ausgepresst. Das
Klebergemisch tritt über Bohrungen am Ankerkopf aus und füllt den Ringraum
zwischen Anker und Bohrlochwand.
Diese selbstbohrenden Verbundanker mit integriertem Innenrohr als
Klebermagazin, eignen sich aufgrund ihrer Konstruktion nur für drehende Bohrverfahren.
Drehendes Bohren lässt sich jedoch nur im begrenzten Umfang, in Abhängigkeit
von den Gesteinseigenschaften, zu maximal 30% aller Einsatzfälle im Streckenvortrieb
einsetzen und sind daher nicht geeignet, die unter 1. beschriebenen, mit dem Patronenverfahren
eingebrachten Vollstabverbundanker, zu ersetzen.
Ein Einsatz des aufwendigen und damit kostenintensiven Ankers bei
Gesteinseigenschaften, die drehendes Bohren nicht zulassen und bei denen der Selbstbohranker,
nachträglich in ein schlagend – bzw. drehschlagend hergestelltes Bohrloch
eingebracht wird, ist betriebswirtschaftlich nicht zu rechtfertigen.
3. Hohlstabinjektionsanker:
Hohlstabinjektionsanker sind als Selbstbohranker, oder als nachträglich
in vorher hergestellte Bohrlöcher einzubringende Anker bekannt. Durch den Hohlstab
wird ein außerhalb des Bohrlochs hergestelltes Klebergemisch, in den Ringraum
zwischen Außenwand des Hohlstabs und Bohrlochwand, als Verfüllverfahren
mit und ohne Druck, geleitet. Das Verfüllverfahren ist verfahrenstechnisch
mengenaufwendig, kosten- und zeitintensiv. Diese Nachteile werden durch die sehr
gute Einbauqualität des Ankers in der Praxis nicht ausgeglichen.
4. Zusammenfassung zu 1., 2. und 3.:
Da keines der beschriebenen Verfahren, den heutigen betriebswirtschaftlichen
und sicherheitstechnischen Anforderungen in vollem Umfang gerecht wird und andere
Ankerarten wie z.B. Spreizhülsenanker und Reibrohranker vor allem für
Anwendungen im Steinkohlenbergbau nur bedingt in Frage kommen, ergibt sich die Notwendigkeit
zur Entwicklung eines alternativer Ankersystems:
Der Zweischritt-Hohlstabverbundanker.
Aufgabenstellung:
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Hohlstabverbundanker
zu schaffen, mit dem die bisher zeit- und kostenintensive, sowie mit Qualitäts-
und Sicherheitsproblemen behafteten Verbundankersysteme abgelöst werden können.
Das System muss eine Minimierung der Einbauzeit, Leistungssteigerung mit guter Einbauqualität
als Hohlstabvollverbundanker, die Senkung des Personalaufwandes und eine Verringerung
der Unfallgefahr durch eine Bedienung aus dem abgesicherten Bereich des Streckenvortriebes
gewährleisten.
Das ist mit dem erfindungsgemäßen Zweischritt-Hohlstabvoll-
oder Teilverbundanker möglich, dessen Einbau in zwei Schritten erfolgt:
1. Schritt: Herstellen einer Ankerbohrung mit definiertem Durchmesser
mittels eines leistungsfähigen Bohrverfahrens in Abhängigkeit von den
Gesteinseigenschaften, drehend, schlagend oder drehschlagend.
2. Schritt: Einbringen des vorkonfektionierten Hohlstabvollverbundankers
mittels Ankeradapter und Auspressen der vorkonfektionierten Klebersäule mit
Wasserhochdruck mittels einer Dispensertülle und nach dem Aushärten das
abgesicherte Anziehen der Ankermutter mit einem maximalen Drehmoment.
Das hier beschriebene Ankersystem ist ideal für eine künftige
Vollmechanisierung/Automatisierung des Einbringvorgangs, mit Bohrlafetten aus dem
abgesicherten Vortriebsraum geeignet, so dass Gefahren für das Personal, sowohl
beim Handling, als auch durch nachbrechendes Gestein vermieden werden. Der chemische
Aushärtevorgang wird mit Kleberpatronen, mit Druckkleber- oder Granulatgemisch
durch einen aufgebrachten Druck, im Ringraum ausgelöst und mit der Diffusionssperre
gegen Masseverlust, wird eine überlange Lagerzeit der vorkonfektionierten Ankerelemente
erreicht.
Eine Vorkonfektionierung der Klebersäule im Hohlstab ist in der
Schrift mit dem Az. 10 2006 002 215.7 eingehend beschrieben und trägt zur Wirtschaftlichkeit
und zur Erhöhung der Sicherheit mit dem aufgezeigten Verfahren bei.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Oberbegriffes im Anspruch
1 gelöst. Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen dargelegt, Einzelheiten
und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und Darstellung in
den folgenden Zeichnungen.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen.
1 zeigt den Schnitt durch den Kopf eines Hohlstabverbundankers
mit einer Kleberpatrone, der Mischer-Dichtpatrone und den gesicherten Ausräummeißel
mit den Auspresskanälen.
2 zeigt den linken halbseitigen Schnitt durch einen
Ankerkopf eines in einer Ankerbohrung verpressten Hohlstabverbundankers mit dem
Auspresskolben in der Endstellung und die ausgehärtete Klebermischung in der
Ankerbohrung.
Die rechte Hälfte zeigt das Außengewinde des Ankerrohres
in der Ankerbohrung mit der ausgehärteten Klebermischung.
3 zeigt den Längsschnitt durch den Kopf eines
Hohlstabverbundankers mit einem Klebergranulat, einem Berstventil als Dichtpatrone
und den Ausräummeißel mit Venturikanälen.
4 zeigt den Längsschnitt durch einen Hohlstabverbundanker
mit der Dispensertülle, den Auspresskolben als Dichtelement, ein Klebergemisch
ohne Folienschlauch mit Härterspirale, die Mischer-Dichtpatrone in einer Folie
und den Ausräummeißel, als abgeschrägten Ankerkopf mit Sicherungsplatte,
Ringspalt und den selbsttätig verspannten Federtopf in einer Ankerbohrung.
Ausführungsbeispiele:
1 zeigt den Ankerkopf 1 eines Hohlstabverbundankers
2 im Längsschnitt mit einer Kleberpatrone 3 in einem Folienschlauch
4 mit der Härterspirale 5, mit der Mischer-Dichtpatrone
6 in der Dichtfolie 35, mit einer Anlagefläche
7 für die Kleberpatrone 3, die Hohlstabbohrung
8 mit der Gleitbahn 9 und den Ausräummeißel
10 mit den Auspresskanälen 11. Der Ausräummeißel
10 wird mit einem Kleber 12 oder einer mechanischen Verbindung
13 mit dem Hohlstabverbundanker 1 für die Räumarbeit
von Bohrklein aus der Ankerbohrung 14 verbunden.
Der Folienschlauch 4 der Kleberpatrone 3 stützt
sich mit dem Patronenverschluss 15 auf die Anlagefläche
7 ab, damit keine frühzeitige oder ungewollte Zerstörung des
Folienschlauches 4 erfolgen kann.
Beim Auspressvorgang mit dem Auspresskolben 16, mit den Dicht-
17 und Schublamellen 18 wird der Folienschlauch 4 auf
dem, auf der Mischer-Dichtpatrone 6 angeordneten Auflagerring
19 mit der ausgepressten Härterspirale 5 aufgestaut, ohne
die Mischer-Dichtpatrone 6 verstopfen zu können.
2 zeigt einen vollverklebten Ankerkopf 1 eines
Hohlstabverbundankers 2 im linken hälftigen Längsschnitt, den
Auspresskolben 16 mit den Dicht- 17 und Schublamellen
18 in der Endlage 20 mit der Gleitbahn 9.
Der Auspresskolben 16 wird mit einer definierten Wasserhochdruckmenge
21 für den Auspressvorgang beaufschlagt.
Der Folienschlauch 4 mit der Härterspirale
5, wird vom Auspresskolben 16 in der Endlage 20 auf dem
Auflagerring 19 der Mischer-Dichtpatrone 6 gestaut und ausgepresst.
Die rechte hälftige Ansicht zeigt das Außengewinde 22 des Hohlstabvollverbundankers
2 mit dem Ausräummeißel 10 in der Seitenansicht
23.
3 zeigt den Ankerkopf 24 eines Hohlstabverbundankers
2 im Längsschnitt, mit dem Granulat-Druckklebergemisch 25,
dem Berstventil 26 und den mechanischen Mitteln 13 befestigten
Ausräummeißel 27 mit einer Gleitbahn 9.
Bei Aufgabe einer definierten Wasserhochdruckmenge 21 über
den Auspresskolben 16 auf das Granulat-Druckklebergemisch 25,
wird dieses verflüssigt und bei ansteigendem Druck das Berstventil
26 geöffnet.
Der verflüssigte Granulat-Druckkleber 25 dringt über
die Ausströmkanäle 28, mit dem Venturieffekt 29 in der
Meißelspitze 30, zur Aushärtung und Verklebung des Hohlstabverbundankers
2, in den Ringraum 31 der Ankerbohrung 14.
4 zeigt den Längsschnitt durch einen Hohlstabverbundanker
32 mit der Dispensertülle 33, den Auspresskolben
16 mit den Dicht- 17 und Schublamellen 18. Ein Klebergemisch
34 ohne Folienschlauch 4 mit der Härterspirale
5, der Mischer-Dichtpatrone 6 in einer Folie 35 und den,
als Ausräummeißel 36 abgeschrägten Ankerkopf 37
in einer Ankerbohrung 14. Der Ausräummeißel 36, wird
mit einer Sicherungsplatte 38 versehen, die mit einem Ringspalt
39 den selbstsichernden, mit Schlitzen 43 elastisch ausgebildeten
Federtopf 40, mit den Auspressöffnungen 41 aufnimmt. Auf
der Innenseite 51 des Federtopfes 40 stützt sich beim Auspressvorgang
die Mischer – Dichtpatrone 6 in der Dichtfolie 35, mit
den Verteilerrippen 44 auf der Innenseite 51 des Federtopfes
40 ab.
Die Montage aller Einbauteile 3, 6, 9,
19, 25, 26, und 40 können in die Hohlstabbohrung
8 des Hohlstabverbundankers 32 von der Ankerkopfseite
37, als auch von der Ankerfußseite 53 ausgeführt werden.
Zwischen der Mischer-Dichtpatrone 6 mit der Dichtfolie
35 und dem Auspresskolben 16 mit den Dicht- 17 und Schublamellen
18 wird der Masseverlust des Klebergemisches 34, ohne Folienschlauch
4 mit der Härterspirale 5, durch Diffundierung verhindert.
- 1
- Ankerkopf, zu 2
- 2
- Hohlstabverbundanker
- 3
- Kleberpatrone, zu 2
- 4
- Folienschlauch, zu 3
- 5
- Härterspirale, zu 3
- 6
- Mischer-Dichtpatrone, zu 2
- 7
- Anlagefläche, zu 6
- 8
- Hohlstabbohrung, zu 2
- 9
- Gleitbahn, zu 2 und 8
- 10
- Ausräummeißel, zu 2 und 23
- 11
- Auspresskanäle, zu 10
- 12
- Kleber, zu 10
- 13
- Verbindungsmechanik, zu 2 und 10
- 14
- Ankerbohrung, zu 2 und 32
- 15
- Patronenverschluss, zu 3
- 16
- Auspresskolben, zu 1, 8 und 24
- 17
- Dichtlamellen, zu 16
- 18
- Schublamellen, zu 16
- 19
- Auflagerring, zu 6
- 20
- Endlage, Auspresskolben, zu 16
- 21
- Wasserhochdruck, definierte Menge, zu 8
- 22
- Außengewinde, zu 2 und 32
- 23
- Ausräummeißel, Seitenansicht, zu 10
- 24
- Ankerkopf, zu 2
- 25
- Granulat-Druckklebergemisch mit Härter, zu 24
- 26
- Berstventil, zu 24
- 27
- Ausräummeißel, zu 24
- 28
- Ausströmkanäle, zu 27
- 29
- Venturieffekt, zu 28
- 30
- Meißelspitze, zu 27
- 31
- Ringraum, zu 14
- 32
- Hohlstabverbundanker
- 33
- Dispensertülle, zu 2 und 32
- 34
- Klebergemisch, ohne Folienschlauch, zu 32
- 35
- Dichtfolie, zu 6
- 36
- Ausräummeißel, zu 32
- 37
- Ankerkopf, zu 32
- 38
- Sicherungsplatte, zu 32
- 39
- Ringspalt, zu 38
- 40
- Federtopf, selbstsichernd, zu 37
- 41
- Auspressöffnungen, zu 40
- 42
- Kragenrand, zu 40
- 43
- Innenseite, Federtopf, zu 40
- 44
- Verteilerrippen, zu 6
- 45
- Gebirge
- 46
- Kleberpaste, zu 2 und 32
- 47
- Härter, chemisch eingelagert, zu 46
- 48
- Schrägschnitt, zu 37
- 49
- Bohrung, zu 38
- 50
- Widerlager, zu 6
- 51
- Dehnschlitze, zu 40
- 52
- Dichtebene, zu 6
- 53
- Ankerfuß, zu 32
- 54
- Inlinerfolie, zu 8
- 55
- Dünnbettrohr, zu 8